Beiträge von trainer2005

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Eins vorweg: Ich kann euch beide, TRPietro und Andre, hinsichtlich eurer Argumentationen verstehen.


    TRPietro, du sagst, dass eine "...C-Jugend nicht mehr annähernd KIFU" sei und begründest dies, so verstehe ich dich, mit dem "inneren/internen" Leistungsgedanken deines Teams. Ich kann verstehen, dass deine Jungs (und auch du) gewinnen wollen - ist in meiner D bzw. in der C, von der wir sprechen, genauso. Dass die Jungs u.U. "sauer" auf eher "schwächere" Teamgefährten wegen derer "Defizite" sind, kommt bei uns ebenfalls, wenn auch eher nachrangig, vor.


    Was mache ich als Trainer, gegen derartige "Verfehlungen": Ich belehre/erziehe mein Team, dass JEDER das Recht hat, hinreichend eingesetzt zu werden. Das heißt, ich versuche meine Leute in die Lage der "Schwächeren" zu versetzen und wie sie sich an dessen Stelle fühlen würden, wenn ich diesen gar nicht bzw. wenig spielen lasse. Auf weitere Diskussionen lasse ich mich da mit meinem Team gar nicht ein, da bin ich auch ein Stück weit autoritär, das wissen die auch...und wem das nicht passt, den hole ich eben sofort vom Spielfeld, fertig!


    Ich muss aber zugeben, dass es mir bei engen Spielen auch schwerer fällt, "Schwächere" einzuwechseln. In meinem tiefsten Inneren lauert eben immer noch die "schwarze Seele" des Ergebnisdenkens, das gebe ich zu! Aber: Ich lasse allen Kindern ausreichend Spielzeit, da auch ich, wie's Andre schreibt, "...es nicht über das Herz bringen könnte, ein Kind (...) komplett auf der Bank sitzen zu lassen." Im Übrigen bringt's Andre in seinem zweiten Beitrag emotional sehr gut rüber!


    Deshalb meine auch ich, dass das grundlegende Element ("ausreichend Spielzeit für jeden") des KIFU für den gesamten Nachwuchsbereich, d.h. bis zur A-Jugend, gelten sollten. Dass dies aufgrund der vorhandenen Einwechselregeln (bei uns ab der C max. 4 Spieler...denke ich gelesen zu haben) nicht immer einfach ist, wenn man z.B. 16-18 Spieler hat, ist klar. Aber auch dem kann man als Trainer entgegenwirken.


    Am Rande: Ich verstehe ohnehin nicht, warum man ab einer C das Wechselkontingent in einer Kreisklasse beschränkt...


    Also MUSS man m.E. den "Spagat", den uweh trefflich formulierte, im gesamten Nachwuchsbereich, vollziehen. Und ich dehne dies auch auf "höhere" Spielklassen aus! Warum sollte ein A-, B- oder C-Jugendlicher eines Landes- oder Verbandsligisten nicht eingesetzt werden können?! Das wäre aus meiner Sicht ein Armutszeugnis für den betreffenden Verein bzw. würde dieser komplett an inhaltlichen Zielen des Nachwuchsfußballs vorbeischrammen.


    Ich werde heute mit dem Trainer über den Sachverhalt sprechen, aber ohne Andre's "kreisenden Hammer" (vorerst!), und ihm meine sachliche Meinung dazu sagen. Zudem stelle ich die Bedingung für die Abstellung meiner D, dass diese zumindest eingesetzt werden sollen, aber nicht länger, als der am kürzesten spielende C-Jugendliche (kam das jetzt rüber?). Die Logik wäre, dass die anwesenden 11 C-Spieler MINDESTENS und meine D-Jugend HÖCHSTENS 1 Halbzeit spielen. Das wäre m.E. ein fairer Kompromiss, für andere Überlegungen werde ich die Abstellungen nicht leisten.

    Vielen Dank erst einmal für die schnellen Antworten.


    Zw3rG


    Zitat

    Wie du aber schon richtig sagst, die C-Jugend ist KEIN Kinderfussball mehr.


    Naja, das hatte ich ja zur Diskussion gestellt, speziell den Punkt der "Spielzeiten". Dass schon aufgrund der Regeln nicht mehr alle "annähernd gleich lange Spielanteile" bekommen können ist ja klar, aber sollte man nicht alle möglichen Wechsel auch in der C-Jugend vollziehen?! Demzufolge würde ich in diesem Punkt auch in der C dem Prinzip des "Kinderfußballs" soweit folgen.




    Ich habe halt ein Problem damit, dass hier 13-Jährige trotz vorhandener Möglichkeiten und jeglicher Voraussetzungen (Trainingsbeteiligung, Leistungsstand zumindest auf dem Niveau von "Nr. 8 bis 11") in einem Kreisklassespiel nicht eingesetzt werden und durchaus sinnige Prinzipien des Kinderfußballs, die in der D noch absoluten Vorrang genießen (!), in einer C nicht mehr gelten sollen...

    Liebe Kollegen,


    aus gegebenem Anlass habe ich ein Problem, das einen "Eckpfeiler" des Kinderfußballs betrifft, und zwar den der "möglichst gleichen Spielanteile aller Kinder".


    Ich rede jetzt für unsere C-Jugend, die eine SG mit einem Nachbarverein bildet und von einem Trainer dieses Vereins betreut wird. Beim letzten Punktspiel war es so, dass 3 Reservespieler zur Verfügung standen. Aufgrund des knappen Resultats (1:0 für uns) verzichtete der Trainer komplett auf Einwechslungen dieser Spieler, wohl weil diese nicht so leistungsstark sind und damit das Resultat gefährdet gewesen wäre. Nach Spielende "motivierte" er diese mit der Aussage: "WENN's nächste Woche GUT läuft, spielt ihr VIELLEICHT eine Halbzeit." Ich selber war nicht anwesend, bin aber mit einem der nicht eingewechselten Spieler verwandt, der natürlich den Rest des Sonntags unheimlich geknickt war. Statt dessen spielte ein D-Jugendlicher des Nachbarvereins komplett durch.


    Zudem ist mein Eindruck - ich habe die C zweimal spielen sehen -, dass einige "Wechselkandidaten" keinen Deut besser sind, als die drei, die draußen saßen (naja, zwei davon waren auch noch aus meinem Verein...).


    Dass man ab der C-Jugend auf das ständige Positionsrotieren verzichten sollte, taktische Elemente mehr und mehr einbaut bzw. nach "Leistungskriterien" anfängt, zu handeln, habe ich an diversen Diskussionen in diesem Forum herauslesen können. Aber wird an dieser Stelle nicht ein, für mich zumindest, grundlegendes Prinzip des Kinderfußballs komplett missachtet?! Und dann auch noch die überaus motivierende Aussage des Trainers?! Oder sprechen wir bei einer C-Jugend nicht mehr von "Kinder"fußball und können demzufolge auch die Prinzipien missachten?! ...allein anhand der Reaktion des 13-Jährigen kann ich mir die Frage aber schon selber beantworten - eure Meinung wäre mir aber dennoch wichtig.


    Zudem hat mich der Trainer schon in der vergangenen Woche nach Unterstützung aus unserer D gebeten (in der ich Trainer bin) - schon am ersten Spieltag war personelle Schieflage, so dass drei D-Spieler nicht nur personell, sondern auch spielerisch entscheidend aushelfen konnten. Es würden in einem "Derby" wohl drei Spieler fehlen. Ich hatte tendenziell zugesagt, habe mir aber aufgrund der Nichteinwechslungen im letzten Spiel vorgenommen, die Spieler nur unter der Bedingung abzustellen, dass diese nachrangig eingewechselt werden. Das hieße, die etatmäßigen Spieler der C haben in der Anfangsformation zu stehen bzw. sind vor der D einzuwechseln (aber auch die abgestellten Spieler müssen zum Einsatz kommen!). Gehe ich mit diesen "Forderungen" schon zu weit oder sind diese, wie ich meine, angebracht?

    Ich sehe das mit dem "korrigierenden Reinrufen" - AUSSCHLIEßLICH durch den Trainer - so, wie es TRPietro schreibt.


    Ich denke, dass man als Trainer weitestgehend "Lehrer" (des Fußballs) ist und dementsprechend zu (be-)lehren hat. Okay, führt man diesen Gedanken fort, könnte man auch sagen: Ein Lehrer hat während der Klausur (=Spiel) nicht korrigierend einzugreifen. Ich finde aber wichtig, gravierende bzw. stetig auftretende Fehler noch während des Spiel anzusprechen. Sicherlich sollte die kind- bzw. altersgerecht erfolgen, d.h. "eher" motivierend und knapp.


    "Eher" motivierend schließt aber eine sachliche Kritik, z.B. ab einer älteren E m.E. nicht aus! Gerade das Beispiel von TRPietro (kein Anspiel des besser Postierten vorm gegnerischen Tor) hat mich letztens dazu veranlasst, einen durchaus "fähigen" Spieler meiner D zu kritisieren ("DAS kann nicht sein!"). Den Vorgang an sich werteten wir kurz vor unserem nächsten Spiel aus - und fertig.


    Ich hatte ja bereits an anderer Stelle in diesem Forum gesagt, dass auch ich in der Vergangenheit bestimmte Fehler hinsichtlich des Kinderfußballs gemacht habe und diese, so denke ich, beträchtlich eingegrenzt habe. Ich wusste es einfach nicht besser! Aber entsprechende Fachliteratur, Internetseiten und auch dieses Forum ließen mich einiges an meinem Handeln überdenken und veranlassten mich, einiges zu ändern. Einiges, aber eben auch nicht alles, wozu mein nunmehr korrigierendes Rufen gehört (vor zwei-drei Jahren hatte ich noch einen Joystick dabei)!


    Ich provoziere jetzt mal: Sollte das sachliche, altersgerechte Korrigieren (nicht ständiges Brüllen!) eines Trainers ein FEHLER hinsichtlich des Kinderfußballs (auch unterer Jugendbereiche) sein, kann ich dies nicht befürworten! Um zu meiner Projezierung auf den "Lehrer" zurück zu kommen: Ein Lehrer hat bei einem offensichtlich fehlerhaften Lösungsweg einer bestimmten Aufgabe ebenfalls einzugreifen bzw. durch Hinterfragen darauf hinzuweisen, wie es besser geht, um künftig diesen Fehler zu vermeiden.


    Dass Eltern gar nicht zu kritisieren bzw. zu organisieren etc. haben, sehe ich genauso, wie es hier mehrfach angeklungen ist.

    Klingt jetzt simpel, aber ich würde Name und (bisherige) Position erfragen.


    Zudem sollte jeder Spieler seine eigenen Stärken/Schwächen erläutern und auch von den anderen einschätzen lassen. Zudem sollte jeder seine "Idealposition" benennen (kann ja sein, dass diese bislang nicht dort eingesetzt wurden, wo sie besser hingehört hätten).


    Übungen: Für einen ersten Eindruck würde ich beim ersten Training ausschließlich - in verschiedenen Formationen/Spielstärken - spielen lassen. So bekommst du ziemlich schnell mit, wer was am Ball kann bzw. wer welchen "Stellenwert" im Team hat.


    Ich würde dir ja gern "Viel Glück" wünschen, aber das ist was für die Unvorbereiteten ;) (das bist du nun nicht mehr!). Im diesem Sinne: Viel Erfolg bei deiner ersten Trainingseinheit!

    Hallo anmagu,


    nicht, dass hier was in den "falschen Hals" kommt: meine D spielt keinen OneTouch, sondern eine Art "Vorstufe", d.h. gefühlte 70% Ballbesitz, viele Flachpässe, meist herausgespielte Tore.


    Ich muss aber sagen, dass bei uns bis zur E keine "Leistungsklassen" vorliegen, sondern die Klassen nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt werden. Ab der D gibts bei uns Kreis- und Landesligen. Da unsere letztjährige D den Landesligaaufstieg nicht gepackt hat, haben wir "das Vergnügen", wieder in der Kreisliga zu dümpeln - wobei die Jungs aufgrund ihres jüngeren Jahrgangs nunmehr gegen z.T. ein Jahr ältere Teams mehr gefordert sind, als es im letzten Jahr der Fall war.


    Insofern spielen wir meist gegen spielschwächere Gegner, wo man diese Art Fussball natürlich auch leichter praktizieren kann. Gegen die Spitzenteams in unserem Bundesland (Endrunde Landesmeisterschaft) sind auch wir an unsere Grenzen gestoßen, wobei wir aber auch ein sehr kleiner Verein ohne "Leistungsorientierung" sind!


    Was ich trainiere? Eigentlich all das, was du sicher auch machst: vor allem verschiedene Ballspiele, Torschussvariationen mit zwei bzw. drei Spielern und diverse "Ballpacourts" (mit Kegeln, Stangen und - in der Halle - Kästen, Bänken usw.). "Der Ball im Mittelpunkt des Trainings." Seit diesem Sommer, weil D - "goldenes Lernzeitalter" - gehe ich zusätzlich in Richtung Koordination, Zweikampfverhalten, Kraft und Ausdauer (die beiden letzteren Punkte aber nicht übertrieben!). Du siehst - im Grunde nichts Besonderes. Ich muss aber sagen, dass ich eine Hand voll Spieler habe, die wirklich talentiert sind und auch über das entsprechende Spielverständnis verfügen - ein bisschen Glück gehört halt dazu!


    Zitat

    Wenn der Gegner eine OneTouchTaktik hat, und Ihr de Manndeckung konsequent betreibt, wird das ein Spiel zum gähnen. Das Spielsystem ist drauf ausgelegt, das Spielgeschehen zu bestimmen - warum nicht einfach dasselbe machen?


    Die Ausgangsfrage war doch, wie man deratig eingestellte Teams "in den Griff" bzw. "in die Zweikämpfe" bekommt. Und da sage ich, aus Sicht des "unterlegenen" Teams, dass ich über Manndeckung/Pressing dahin kommen könnte. Bei weiter praktizierter Raumdeckung wird sich m.E. nicht viel ändern: Der Gegner wird (in dieser Altersklasse!) weiter sein Spielchen treiben, d.h. Ball und Gegner laufen lassen, Zweikämpfe vermeiden und irgendwann seine Tore schießen.


    Im Herrenbereich mag das ja funktionieren, Chelsea zeigte dies gegen Barca, denke ich, sehr eindrucksvoll! Und Arsenal gewinnt in den letzten Jahren mit seinem OneTouch keine Titel mehr, gehört aber mit diesem Stil zu den Besten in Europa.


    Ob das letztlich "zum Gähnen" ist, kann man nicht verallgemeinern...Ansichtssache bzw. immer abhängig vom Spielverlauf (was ist, wenn der "Underdog" in Führung geht, dann wird's doch erst richtig interessant!).


    Zitat

    Der OneTouchStil ist ein gepflegter, schöner Fussball, aber ich bin der Meinung, dass (bei Kinder und Jugendlichen immer) Das schnelle Umschalten von Verteidigung auf Angriff gespielt werden muss. So Hohe Ballbesitzanteile und Querpässe haben bei den Jüngeren für mich persönlich nix zu suchen. Das macht auch für den Gegner keinen Spass.


    hmmmm, da bin ich so ein bisschen hin und her.... Ich stimme dir insoweit zu, dass dieser Stil nicht UNBEDINGT in Jüngeren Jahrgängen was zu suchen hat, weil das sicherlich weit in Richtung "Taktik" geht. Aber ab einer C könnte man dies durchaus praktizieren. Und wenn man, wie in Andre's Fall geschildert, sich die dafür nötigen Leute zusammensuchen kann - "um so besser" (ist jetzt leicht ironisch gemeint, ich bin kein Befürworter von Abwerben in unteren Altersklassen!). Das "schnelle Umschalten von Verteidigung auf Angriff" schließt den Stil des OneTouch m.E. nicht aus!


    ...und dass der Gegner keinen Spaß hat, naja, was soll ich sagen - ist ja nicht unbedingt der Sinn des Fußballs. Mit Niederlagen muss man eben leben können, Spaß machen die nicht wirklich, aber der Spaß am Spiel ist doch trotzdem vorhanden...

    Eins vorweg: Ich bin nicht der große "Taktiker", aber - vielleicht hilft meine Meinung bezüglich einer "einvernehmlichen" Lösung bzw. zu neuen Denk- und/oder Diskussionsansätzen.


    Ich muss sagen, dass ich ein Fan des One-Touch-Fußballs bin. Nicht von ungefähr sehe ich mir natürlich sehr gern Spiele von Arsenal an (unlängst live in Hannover). Diese Art von Fußball versuche ich auch meinen Jungs (jetzt D) beizubringen. Dabei setze ich schon seit der F vorrangig auf Ballbeherrschung und Passspiel. Was ich/wir den Jungs eigentlich schon seit der F erzählen ist: "Geht UNNÖTIGEN Zweikämpfen in der Vorwärtsbewegung aus dem Weg! Spielt einfach, besser einen Doppelpass oder ein sicheres Abspiel, als dass ihr euch ständig verdribbelt. Solange wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor erzielen!" Natürlich sollen sie auch 1-gegen-1 Situationen nicht scheuen, aber eben vorrangig einen Anspielpartner suchen. Das schließt natürlich entsprechendes Freilaufen ohne Ball bzw. Überzahl in Ballnähe mit ein.


    Offensichtlich kann man diese Art des Fußballspielens schon, wie Andre schreibt, in der C-Jugend bestens umsetzen. Schön für mich, dass ich in zwei-drei Jahren da sein kann, wo ich mit meinem Team hinwollte (machen die aber auch jetzt schon in Ansätzen, gemessen am Alter sehr gut!) - schlecht für Andre's Söhne ;) .


    Wie kann man eine Mannschaft, die diesen Fußball beherrscht und Zweikämpfe scheut am besten begegnen? Salopp gesagt: Indem man sie an ihrer verwundbaren Stelle packt - bei den Zweikämpfen!


    Insofern würde ich eher Andre's Empfehlung stützen. Mit "absoluter Manndeckung", "Pressingspiel" und gesunder Zweikampfhärte könnte man dem Gegner weitestgehend "die Lust am Fußball" nehmen. "Über den Kampf ins Spiel!" (ich zahl' jetzt aber nicht ins Phrasenschwein!), anders gehts m.E. nicht!


    Klingt sehr hausbacken, aber: Ich sehe da Parallelen zu meinem Team. Wir sind in unserer Gegend eher die "technisch Beschlagenen" - naja, die "Schönspieler". Ball und Gegner lässt man meist laufen, das Ganze gepaart mit viel Flachpassspiel, Doppelpässen, Quergeschiebe (im positiven Sinne) usw. Quasi die "Vorstufe" zum One-Touch - halt schön anzusehen. Dies klappt gegen 90% der Gegner auch ganz gut. Aber: Es gibt Teams, die uns auch an unserer "weichen Stelle" zu packen versuchen - dem "absoluten Kampf", wie ich es oben bereits formulierte. Die nehmen unsere zwei-drei "Spielgestalter" in Manndeckung bzw. warten diese mit enormer Laufbereitschaft auf. Und damit hat mein Team so seine Schwierigkeiten! Zwar gewinnen wir diese Spiele zumeist auch, aber mit entsprechend knappen Resultaten.


    Von daher denke ich, dass es mit der empfohlenen Raumdeckung von Peter Pan eher schwierig wird, ein spieltechnisch überlegenes Team (ich setze One-Touch einfach mal damit gleich) in dieser Altersklasse wirksam zu "bekämpfen". Ich lasse mich da aber auch eines Besserern belehren! Aber mit "Raumdeckung" und "Passwege zustellen" habe ich so mein Problem bei einer C-Jugend. Wo ich dir absolut beipflichte ist, dass der Gegner in Zweikämpfe gezwungen/geleitet werden muss. Und dies sollte man m.E. mit klaren Ansagen, sprich Manndeckung tun...


    Letzten Endes sind beide Varianten (Raum-/Manndeckung) vom eigenen Spielermaterial/-potential abhängig.

    Ich denke, du bist grundsätzlich auf einem guten Weg. Vor allem deshalb, weil du eure Vereinsstrukturen überdenkst und ggf. Änderungen befürwortest.


    Ob die von dir vorgeschlagenen Ansätze gut für die Werbung von (neuen) Trainern ist, bleibt abzuwarten. Ich denke, es wird schwierig, Trainer mit "einheitlichen Unterlagen" oder "zentralen Freundschaftsspielstellen" zu werben. Der Punkt "monatliche Vorträge" könnte da schon eher ziehen, wobei ich da die praktische Umsetzung aufgrund finanzieller Aspekte (wie ich das so rauslese seid ihr ein eher kleiner Verein?) anzweifle - aber grundsätzlich eine gute Idee! Ich muss aber betonen, dass dies - natürlich - rein subjektive Empfindungen sind, mag sein, dass dies andere ganz anders sehen. Mich würdest du damit aber nicht werben!


    Ich denke eher, dass dein Ansatz Mittel dafür ist, eure Trainer zu halten bzw. zu fördern. Du vermittelst ihnen damit, dass sie wichtig für den Verein sind und ihre Arbeit irgendwo gewürdigt wird. Das ist m.E. die weitreichendere Wirkung, die du erzielen wirst. Insofern: Versuch, dein Konzept zum Tragen zu bringen!


    ...und so könnte sich der Kreis (doch noch) schließen: Spricht sich in eurem Ort/ eurer Gegend rum, dass dort Trainer fördernde Strukturen vorliegen, könnte dies mittel- und/oder langfristig doch zu verbessertem Zulauf führen. Also könnte dein Konzept vielleicht der Anfang für eine langfristig ausgelegte Strategie sein, die doch letztlich die Förderung des Kinder- und Jugendfussballs zum Ziel hat. Wenn es euch gelingt, auf dieser Schiene zu fahren, werdet ihr sicher für den ein oder anderen "Engagierten" interessant werden.


    Summa summarum: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit den 3 vorgeschlagenen Ideen (okay, es sind "nur" 3 von "zahlreichen") kurzfristigen durchgreifenden Erfolg haben wirst. Aber über einen längeren Zeitraum werdet ihr als "engagierter Kinderfussball fördernder Verein" in eurer Gegend wahrgenommen und möglicherweise/wahrscheinlich entsprechend Zulauf haben.

    Mir geht es ja auch, wie Andre bereits schrieb, darum, dass die Eltern unserer Nachwuchsteams UND die der Gäste überlegen, wie man sich optimalerweise zu verhalten hat.


    Sollte der Eindruck rübergekommen sein, dass sich der Text ausschließlich an die Eltern meines Teams richtet, muss ich mich korrigieren! Es ist nicht so, dass ich etliche Probleme mit ihnen hätte, wenngleich (gelegentlich) gewisse Ansätze auch auf uns zutreffen. Elternabend sehe ich daher als nicht nötig an.


    Die Eltern, die immer Streß produzierten sind zum Ende der Saison zu einem anderen Verein gewechselt, was mir insbesondere für die Kinder leid tut. Insofern hätte ich den Text schon vor einem Jahr aufhängen sollen...aber eben genau diese "Sorte Eltern" hätte den Sinn des Aushangs nicht begriffen und hätte sich persönlich angegriffen gefühlt!


    Ich werde dies mit meinem "Co" und dem Vorstand besprechen und sich auch deren Meinung einholen. Letztlich ist es aber so: Wer sich beleidigt fühlt, scheint sich angesprochen zu fühlen - wer sich angesprochen fühlt, hat negative Verhaltensweisen bei sich festgestellt und kommt irgendwo ins Grübeln - wer ins Grübeln kommt, versucht - wie gesagt: Eine gewisse Intelligenz vorausgesetzt! - bestimmte Dinge zu überdenken und zu ändern.


    Da die Eltern meines Teams die dafür nötige Intelligenz mitbringen, denke/hoffe ich, dass sich letzteres einstellt. Aber, wie gesagt, es gibt bei uns nur kleinere änderungsbedürftige Einstellungen.


    Vielleicht bestelle ich doch die DFB-Broschüre - die ist, denke ich, nicht ganz so "böse" formuliert.

    Fazit: Ich würde hier einmal in die offensive gehen und zwei Dinge tun:


    a) die Broschüre des Dfb schicken lassen, wo es um schreiende Eltern geht
    b) die Eltern aufklären und denen mal Bescheid geben, wie sich Eltern und Trainer am Spielfeldrand zu verhalten haben. Vielleicht auch noch mal den Link auf dieses Forum oder den des Dfb geben.


    Das mit der Broschüre finde ich eine gute Idee, da ich auch bei den Eltern sowohl des eigenen als auch der gegnerischen Teams immer wieder "Nicht-Kinderfussball-gerechte" Verhaltensweisen feststelle.


    Auch ich hatte überlegt, die DFB-Broschüre zu bestellen bzw. auszuhängen. Zufälligerweise bin ich auf die Homepage der U12 von Werder Bremen gestoßen und fand zu diesem Thema unter "Infos für alle Eltern" überaus gelungen dargestellte Verhaltensregeln für Eltern. Da ich ein Freund von Ironie und "Schwarzem Humor" bin, habe ich mir diesen ausgedruckt, mit Vereinslogo und Quelle versehen und habe vor, diesen, für alle sichtbar, auszuhängen.


    Nun mein Problem: als ich diesen meiner Frau, die mir zu vielen Dingen Feedback gibt, vorlegte, war sie nicht unbedingt begeistert davon. Dann hätte ich ein Problem mit unseren Eltern, ...viele (Eltern, Gäste und eigenes Team) könnten das falsch verstehen, ...dann bist du wieder der Ar... usw. Grundsätzlich befürwortete sie aber dessen Inhalt!


    Ich meinte, dass der Aushang ja für alle da sei und dieser zu grundsätzlichen Überlegungen der jeweiligen Elternteile führen soll. "Wer sich den Schuh anzieht", sprich: Eigene Verhaltensweisen wiederentdeckt, muss dies eben als "persönlichen Angriff" werten, oder eben, entsprechende Intelligenz vorausgesetzt, die eigenen negativen Einstellungen überdenken. ...meine Meinung!


    Dennoch bin ich am überlegen, da ich eben befürchte, dass Eltern meines Teams dies als Angriff auf sich selbst werten könnten und ich somit "neue Baustellen" eröffne. Was haltet ihr davon, diesen Text auszuhängen?

    Hallo Hans,


    ich gehe mal davon aus, dass du für eine E-Jugend (siehe deine Homepage) schreibst...


    Wenn wir (jetzt jüngerer Jahrgang D) Ecke haben, orientieren sich meine Abwehrspieler an den gegnerischen Stürmern bzw. am eigenen auszuführenden Eckball. Soll heißen: es kommt ganz darauf an, wie sich der Gegner positioniert.


    Wenn, wie du sagst, 2 gegnerische Stürmer an der Mittellinie stehen bleiben, übernehmen natürlich zwei meiner Abwehrspieler deren "Sicherung" i.S.v. "raumorientierte Deckung". Der Begriff ist in dieser Altersklasse sicher nicht angebracht, umschreibt aber das Abwehrverhalten ganz gut. Es wird dann so gehandhabt, dass die Abwehrspieler sich eher im freien Raum zwischen Strafraum und Stümern/Mittellinie positionieren. So können diese gegebenenfalls unkontrolliert abgewehrte Eckbälle, was ja eher die Regel ist, abfangen und den Angriff somit neu aufbauen bzw. behalten sie, sofern sich aus dem Eckball kontrollierte gegnerische Angriffe entwickeln, was in dieser Altersklasse wiederum nicht so oft vorkommt, die Stürmer weitestgehend "im Auge". Somit können die Außenverteidiger flexibel, je nach Spielkonstellation, handeln.


    Hope: ich denke, dass in dieser Altersklasse (du gehst ja von "Kleinfeld" aus) sowieso kaum "lange Pässe" zum Gegenangriff führen, von daher stehen meine Abwehrspieler bei eigenen Eckbällen eben nicht "immer hinterm Mann".


    Mein dritter (zentraler) Abwehrspieler schiebt sich immer bis auf ca. 5 bis 10 Meter an den gegnerischen Strafraum, um zu kurz abgewehrte Bälle zu "verwerten" (entweder Torschuss/ neuer Spielaufbau/ Verhinderung eines Gegenangriffs).


    Insofern unterstütze ich die Aussage von "hope", dass 2 Spieler - gemessen an deinem Beispiel - zur Absicherung genügen.


    Von den vier übrigen offensiv ausgerichteten Spielern (bei mir "Mittelfeldspieler") führt, logisch, einer die Ecke aus (zumeist der jeweilige Rechts- bzw. Linksaußen) und die drei anderen staffeln sich im Strafraum. Dies tun sie eigenständig, meist ohne sich im Weg zu stehen. Einer läuft Richtung kurzen Pfosten, um zu kurz geschlagene Bälle zu erreichen, einer steht ziemlich zentral (Höhe Strafstoßpunkt) und einer am langen Pfosten.


    Hört sich jetzt stark nach Taktik an, sollte aber m.E. ab dieser Altersklasse "gelehrt" werden.


    Wir sind jedenfalls mit dieser Variante überaus erfolgreich und konnten in der letzten Saison einige Tore dadurch erzielen. Liegt aber auch daran, dass einer meiner Eckballschützen überaus präzise Eckstöße schießt.

    Wir lassen aufgrund der angesagen Hitzewelle das Training ausfallen und gehen statt dessen gemeinsam ins anliegende Schwimmbad. Ich denke, dass mir ohnehin nur ein reduzierter Kader zur Verfügung gestanden hätte.


    Vielleicht solltest du einen Trainingsausfall in deine Überlegungen einbeziehen. Ich bin zwar kein "Fan" davon, aber aufgrund der "Ausnahmesituation" solltest du dir das überlegen. Ich denke, dass sowieso nur leichtere Übungen, bei denen sich auch noch jeder quält, drin sein dürften. Insofern ist in diesem Fall weniger (im Sinne von kein Training) mehr.


    Frag doch einfach deine Leute, was sie möchten...


    Wenn ihr dennoch Training macht, solltest du den Empfehlungen von "siebener" folgen.

    Andre spricht mir quasi "aus der Seele", besonders, was die "positive" bzw. "negative" Einschätzung betrifft.


    Negativ aufgefallen ist mir zudem, dass der Leistungsdruck/ das Aussortieren ja bereits schon bei den Minis praktiziert wird. Ich kann ja verstehen, dass nicht "jeder" bei einem Verein wie Dynamo Dresden unterkommen kann. Aber vielleicht sollten die Vereinsverantwortlichen ihr "Filtern" in den unteren Altersklassen (gerade bei der G, vielleicht auch noch bei der F) überdenken. Eine gezielte Sichtung von Talenten dieser Altersklassen in Dresdner Vereinen sollte da m.E. reichen. Wenn der Vereinswechsel stattgefunden hat, sollte man ihnen zumindest bis zur E auch die Chance geben, sich zu beweisen.


    Ich "packe noch einen drauf": es ist besser, in einem Verein wie DD, auf eine G-Jugend zu verzichten. Warum lässt man die Knirpse nicht einfach an ihren Heimatvereinen spielen und "zieht" diese dann ab der F?! Da kann man "Talent" besser einschätzen und muss nicht schon 5- oder 6-Jährigen sagen, sie seien "zu schlecht". Obwohl auch ich eine relativ "harte Schale" habe, fand ich das Aussortieren der Minis schlimm...


    Auch das mit dem Internatsleben sehe ich, wie Andre es beschreibt - würde ich genauso handhaben: frühestens ab 15/16 würde ich meinem Sohn dies zumuten wollen (und meine Frau wohl erst ab 22 ;) ). In diesem Alter sind die Jungs "alt genug", um diesen Schritt (größtenteils) selber einschätzen und auch gehen zu können. Alles, was davor kommt, können auch die Stützpunkte leisten - Andre sagte es bereits.


    ...aber die Dokumentation hat gezeigt, dass die Eltern da alles tun, um ihr Kind frühzeitig auf das (erhoffte) Profileben vorzubereiten. Da wird das Kind eben über Jahre von seinem Vater 1,5 Stunden zum Training nach Dresden gefahren und dasselbe wieder zurück, dreimal die Woche! ...wenngleich ich das Engagement des Vaters auch bewundere - ich würde das nicht tun!


    Noch ein Wort zu den "94ern" des Beitrags. Der begleitete Junge wechselte ja abschließend zu dieser Saison zum VfL Wolfsburg. Obwohl er bei Dynamo Dresden bestimmt nicht schlechter ausgebildet wird - das behaupte ich einfach mal! Da spielt doch offensichtlich nur noch das Geld eine Rolle?! ...sicher, auch das "Vorspielen beim Bundesligisten", aber das ist eben auch ein Grund dafür, dass ostdeutsche Traditionsvereine - wie es Dynamo Dresden ist (okay, ich war in meiner Jugend begeisterter Dynamo-Fan!) - nie richtig Fuß fassen werden! Schade eigentlich, der Verein und die überaus fussballbegeisterte Region dort (Dynamo hatte schon zu DDR-Zeiten im Schnitt weit über 20.000 Zuschauer!) hätten es mehr als verdient...


    Viele Grüße

    Zitat von Ghosti

    btw: wieso lässt der beim hallenturnier einen offensichtlich verletzten spieler überhaupt aufs spielfeld? sieht man nicht schon beim aufwärmen, dass das nicht geht?


    Dem möchte nur teilweise beipflichten. Natürlich sollte ein Trainer sehen, wann ein Spieler verletzt ist und dadurch möglicherweise nicht spielen kann.


    Wenn bei mir Spieler verletzt/ krank waren, mache ich den Einsatz


    a) von der Entscheidung der Eltern/ des Kindes abhängig; lautet die "es geht", kommt
    b) und damit der Gesamteindruck beim Aufwärmen.


    Ist beides m.E. "im grünen Bereich", kommt das Kind zum Einsatz. Das kann u.U. auch mit kleineren WehWehchen/ Blessuren sein. Da das Aufwärmen in dieser Altersgruppe bekanntlich locker abläuft, kann es durchaus sein, dass sich das WehWehchen beim Wettkampfbetrieb (Spiel) doch als größeres Problem entpuppt.


    Ich habe in meinem Team bei einem Spieler, der Pobleme mit dem Knie hatte, ähnliche Erfahrungen gemacht, wie es im Film war. Nach zwei-drei Wochen Pause kam das Kind und wollte natürlich spielen. Kind und Eltern bestätigten: "Das geht wieder."- und beim Aufwärmen gings auch... leider nicht beim Spiel, die Verletzung brach wieder auf bzw. war noch nicht vollends auskuriert.


    Insofern möchte ich den Trainer diesbezüglich in Schutz nehmen. Er hat sicher nach bestem Gewissen gehandelt und sich sicher auch auf die Aussage der Eltern/ des Kindes verlassen, zumal der Trainer einen sehr kompetenten Eindruck vermittelt.


    Zitat von MilkyWay

    Und dann das Kind vor der Kamera verbal so anzumachen.....fragwürdig.


    Dass der Trainer sich letztendlich über die falsche Entscheidung, das (nun doch verletzte) Kind einzusetzen ärgert, ist verständlich. Wie der Beitrag schon sagt: Am Ende hat der Einsatz nicht nur dem Kind, sondern auch dem Team geschadet. Offensichtlich hat dieses gelogen (gar nichts sagen ist auch lügen), als es um dessen Einsatzfähigkeit ging. Deshalb finde ich die "Ansprache" des Trainers soweit okay, da er ist nicht "unter die Gürtellinie" gegangen ist (dass eine Kamera dabei war, spielt in diesem Moment m.E. keine Rolle). Dass der Ton entsprechend schärfer ist, gehört irgendwo dazu - bei Minis wäre dies mit Sicherheit überzogen gewesen! Aber Zwölfjährige sollten schon wissen, dass Verletzungen das Fußballspielen nicht ermöglichen...

    Zitat

    Hat mir insgesamt gut gefallen, wobei die Ansprachen des Bambini-Trainers manchmal aus meiner Sicht gar nicht gehen.


    Sehe ich genau so! Schon während des Beitrages habe ich dies auch meinem Sohn gegenüber geäußert, der dem absolut zustimmte.


    Dies wurde aber auch durch eine entsprechend betonte, unterschwellige Bemerkung des Kommentators unterstrichen, die in etwa diesen Inhalt hatte: "...es folgte eine 'gediegene' Ansprache... eine Viertelstunde lang...".


    Ob einer von den Bambinis nach den ersten 5 Minuten noch zugehört hat, wage ich zu bezweifeln...

    Hallo Chulo,


    ich persönlich habe noch nie mit Jahresplänen gearbeitet.


    Vielleicht solltest du es dir nicht zu kompliziert machen, wenngleich ich deine offensichtlich hohe Motivation bezüglich deiner neuen Aufgabe verstehe und auch sehr gut finde. Was ich meine ist, dass man in/mit seinem/n Trainingspensum / -inhalten flexibel sein sollte (ich verstehe dich so, dass du einen "groben Terminplan" mit bestimmten Trainingsinhalten erstellen möchtest). Ich denke, dass die Erstellung eines "Trainingsjahresplans" deshalb nicht notwendig ist.


    Außerdem findest du die Trainingsinhalte für E-Jugendmannschaften ausführlich auf den Seiten des DFB (DFB Training-online). Hier sind auch im 2-Wochen-Rhythmus komplett neue Trainingseinheiten zu finden, an denen ich mich auch orientiere.


    Eine gezielte inhaltliche Vorbereitung auf das jeweils kommende Training ist also primär. Dabei ist wichtig, bestimmte Elemente wie z.B. Passspiel, Torschuss oder Grundtechnik spielerisch und abwechslungsreich zu wiederholen. Ansonsten würde ich dir empfehlen, das Training dem Leistungsstand deines Teams anzupassen.


    Viele Grüße

    Ich habe mir die erste Folge mit meinem Sohnemann (11 Jahre) angesehen und ich kann die weiteren drei Folgen wirklich empfehlen! Zum Glück spielt Deutschland am Mittwoch schon um 18:00 Uhr, wenn man dann auf die Interviews nach dem Spiel verzichtet, gehts 19:50 Uhr beim MDR gleich weiter.


    Der Bericht ist kurzweilig gestaltet, indem zwischen den jeweiligen Altersklassen "geschaltet" wird. Es ist schon interessant in so eine "zentrale Einschulungsüberprüfung" oder einen "Besten"-Lehrgang des DFB (94er) reinzuschnuppern! Und wenn ich die "Minis" dann sehe, bin ich echt am überlegen, ob ich irgendwann nicht doch nochmal "ganz unten" anfange - herrlich!


    Letztlich werden diese "Gruppen" (G/ D/ +94er) anhand bestimmter Kinder dargestellt, die wohl ein Jahr lang begleitet wurden. Und das in einer der besten "Talentschmieden" des Ostdeutschlands...

    Wir spielen bei uns 1+7. Ich lasse grundsätzlich 1+3:4 spielen, quasi ohne "Stürmer". Wenn der Gegner nicht so stark ist, lasse ich meinen zentralen Abwehrspieler zwischen Mittelfeld und die beiden anderen Verteidiger rücken (1+2:1:4).


    Warum 1+3:4? Ich bin der Meinung, dass alle Mittelfeldspieler auch entsprechende Abwehrarbeit leisten sollen und sich bei Ballverlust komplett nach hinten "verschieben" sollen. Umgekehrt sollen sich die Abwehrspieler auch im Angriff einschalten. Letztlich möchte ich damit erreichen, dass sich alle Kinder Richtung Ball - auf ihren jeweiligen Positionen - orientieren und dadurch Überzahl in Ballnähe entsteht. Insofern unterstütze ich die Meinung von "koeppchen".


    Selbstverständlich verwende ich bei der Mannschaftsbesprechung keine Begriffe, wie "verschieben" oder "raumoriertes Decken" etc. Mir ist aber wichtig, dass die Kinder frühzeitig lernen, dass Fussball nur so funktioniert und eben die Abwehr nicht stur hinten steht, der "Sturm" vorn und dazwischen sind 30 Meter Leerraum.


    Das ist auch der Grund, weshalb es bei mir keine "Stürmer" gibt. Das Wort Sturm wird nämlich mit "Toreschießen" gleich gesetzt und "Toreschießen" mit "Ich stehe vorn, ihr spielt mich an und ich schieße die Tore." So denken Kinder! Ich möchte aber, dass sich am Toreschießen ALLE beteiligen, vornehmlich die vier Mittelfeldspieler.


    Ich praktiziere dies Grundaufstellung bereits seit der F-Jugend. Mittlerweile sind wir in der D angekommen und alle setzen diesen Grundgedanken (Überzahl in Ballnähe) sehr gut um - und dies auch bei permanentem Durchtauschen der Positionen.


    Es wird sicher deutlich, dass ich, wie einige andere auch, ein Verfechter einer frühzeitigen "Grundordnung" bin, die man jedoch kindgerecht beibringen/umsetzen sollte.


    Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen: bei 1+8 würde ich 1+3:1:4 spielen lassen, quasi mit "Sechser" hinter der Mittelfeldreihe.



    Viele Grüße

    Hallo Kollegen,


    auf der Homepage von Dynamo Dresden wird auf eine aktuelle TV-Doku verwiesen, die über Dresdner Nachwuchstalente berichtet.


    "Eine Saison hat der MDR Dresdner Fußballer beim Training, im Ligaalltag und bei Höhepunkten wie Hallen- und Landesmeisterschaften beobachtet. Die Jüngsten können noch keine Schleife binden und kicken in der G Jugend, die 11- und 12-Jährigen müssen zur zentralen Einschulungsüberprüfung des sächsischen Fußballverbandes und die Jungen des 94er Jahrgangs kämpfen um Ihren Traum, von einem Bundesligaverein entdeckt und zu einem Lehrgang des jüngsten DFB-Teams eingeladen zu werden. Die MDR-Doku ‚Kleiner Ballack gesucht. Der große Traum vom Fußballprofi’ erzählt spannende Geschichten über den anstrengenden und ungewissen Weg der jungen Kicker." (Originalzitat der Homepage der SGD)


    Gezeigt werden die vier Folgen vom 10. bis 13. August 2009 im MDR Fernsehen, jeweils 19.50 bis 20.15 Uhr.


    ...klingt interessant! Für alle, die noch nichts "Besseres" vorhaben.



    Viele Grüße

    Hallo,


    von Hausaufgaben im engeren Sinne halte ich ebenso wenig, wenngleich der Gedanke nicht schlecht ist. Letztlich ist es schon so, wie es Chris oder Andre sagen - diese werden eh nicht getan, was in diesem Alter auch verständlich ist.


    Dennoch halte ich grundsätzlich auch nichts davon, die Jungs während der gesamten Ferien vom Fußball "fern" zu halten. Wir bieten unserem Team in den Ferien - und das mittlerweile das vierte Jahr in Folge - ein "reduziertes" Training an. Grundsätzlich ist die Teilnahme in den Ferien "freiwillig" (im Sinne von "...ist nicht dramatisch, wenn ihr was anderes vor habt..."). Zudem dürfen sich die Kinder größtenteils ihr eigenes Trainingsprogramm gestalten.


    In diesem Jahr werden wir dies in den ersten drei Juliwochen anbieten (einmal pro Woche "Training"... oder besser Fußballferienangebot). Danach werden wir mit der eigentlichen Vorbereitung (2-3 Wochen) beginnen, d.h. zweimal Training - die Teilnahme s o l l (=nach Möglichkeit mindestens eine Trainingsteilnahme pro Woche) nunmehr erfolgen.


    Ich kann sagen, dass wir damit weitestgehend positive Erfahrungen gemacht haben. Acht bis zehn Kinder sind eigentlich immer da, so dass man auch gut was machen kann. Außerdem hatten wir m.E. gerade in den ersten Punktspielen einen riesigen Vorteil gegenüber den Teams, die erst kurz vor der Saison mit dem Training begonnen haben.


    Also: ein "Ferien-Fußball-Angebot" ist durchaus sinnvoll und empfehlenswert.


    Viele Grüße