Beiträge von trainer2005

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    Mann, mann, hier war ja die letzten "Stunden" gewaltig was los - Streitpunkt wieder einmal die "bösen" Tabellen.


    Soweit ich die richtig Diskussion richtig verstanden habe, gibt es Fraktionen, die generell gegen Tabellen sind (zumindest unterhalb des "Jugendbereiches"), es gibt welche, die sagen, ab einer E wäre das in Ordnung und es gibt welche, denen ist es egal, ab welchem Alter Tabellen eingeführt werden, da es ja ohnehin am Trainer läge, damit richtig umzugehen.


    Ich kann nur für mich und meine persönliche Erfahrung sprechen: Tabellen und das darauf abzielende Gewinndenken ("ohne Rücksicht auf Verluste" - gewinnen wollen wir logischerweise alle!) haben mich in die falsche Spur gebracht. Für mich persönlich waren Tabellen in der F UND AUCH in der E im Nachhinein ein Fluch. Ich habe vieles nur darauf eingerichtet: Kaum Rotation, fester "Stamm" von ca. 5-6 "leistungsstarken" Spielern, permanentes Gerede/Geschreie, hohe Ergebnisvorgaben (bei Nichterfüllung war ich immer unzufrieden), Übertragung dieser Unzufriedenheit in Private (mein Sohn spielt in meinem Team). Soweit meine eigenen Erfahrungen. Noch einer, der "die Hosen runterlässt".


    Der Vergleich von Ranwie mit dem "Waffenschein" passt 100%ig...zu mir und meinem früheren Verhalten. Ich weiss auch, dass der Vergleich zu vielen anderen "unserer Art" passt - weil die meisten "unter uns" mit der Waffe "Tabelle" nicht umgehen können bzw. sich sagen: "Na wenn ich schon im Besitz einer Waffe (Tabelle) bin, dann sollte man diese auch einsetzen." Zudem benutzen auch die Eltern und sogar Vereine (!) gern diese Waffe und halten sie uns ggfs. gleich mit an den Kopf.


    Ich persönlich sage deshalb: Um so weniger Waffen im Umlauf sind, desto weniger Leute werden damit schiessen bzw. diese als Bedrohung einsetzen. Okay, es gibt einige, die können damit umgehen - behaupten sie - ein Probeschiessen hat doch auch einen gewissen Reiz, oder?.


    Ich persönlich bin immer noch im Besitz dieser Waffe, mittlerweile mit "D"-Schein. Morgen haben wir unser "Spitzenspiel": Wir Erster beim Zweiten. Ich, als ehemaliger notorischer Waffenträger werde morgen meine Waffe im Waffenschrank lassen und sie nicht meinen Jungs an den Kopf halten! Ich werde sie aber kurz darauf hinweisen, dass es da eine Waffe gibt...das Böse lauert immer und überall.


    Soweit zu den Erfahrungen eines "Vorbestraften". Und wer jetzt für sich persönlich meint, unbedingt eine Waffe besitzen zu müssen, der tut mir persönlich leid.


    Andre, dein Schneeball ist bei mir angekommen und verstreut sich in meinem Verein, dafür sorge ich!

    Das mit der erhöhten Krankheitsgefahr sehe ich nicht. (...) Ich denke, wenn man auf angemessene Kleidung achtet und nicht gerade bei Eisregen oder Schneetreiben trainiert, ist das schon in Ordnung. Solange die Kinder warm und trocken bleiben, werden sie auch nicht krank.


    In diesem Punkt hast du wohl recht. Bei trockenem Wetter ist das im Winter sicherlich kein Problem.


    Im letzten Winter waren wir so ziemlich der einzige Verein in Kreis, der - bis auf wenige Wochen - durchgängig draußen trainieren konnte, da wir einen Kunstrasen haben. (...) Ich ziehe den Platz jedenfalls immer unserer kleinen, muffigen Halle vor, in der schon die F-Jugend von einem Ende zum anderen schießen kann, zumal dort die Verletzungsgefahr eindeutig höher ist als auf dem Platz.


    Das sehe ich - hinsichtlich der Verletzungsgefahr - nicht so, zumindest nicht bis einschließlich einer D! Wo sollte in den Altersbereichen unterhalb einer C Verletzungsgefahr bestehen?! Zerrungen oder sonstige muskuläre Probleme in diesem Alter? Glaube ich nicht und ist so auch nicht. Zumal ich, bezogen auf dein Beispiel, keinen gravierenden Unterschied zwischen Kunstrasen und Halle sehe.


    Das mit der "kleinen, muffigen Halle" scheint da wohl eher dein Argument dafür zu sein, dass du/ihr draussen vorzieht - kann ich aber verstehen! Zum Glück haben wir eine recht moderne Dreifelderhalle, da macht es auch Spass.


    Generell bleibe ich dabei, dass das Training in der Halle - zumindest bis zu einer D - gut für die fussballerische Entwicklung der Kinder sein kann. Neben dem erweiterten Trainingszubehör ist das Spiel in der Halle generell schneller und fördert somit die spiel-technischen Fähigkeiten.

    SuperTrainer, willkommen im "Club"!


    Mir gehts da ähnlich. Unsere E spielt wegen Spielermangels "außer Wertung" - es standen zum Anfang der Saison nur 6 oder 7 "etatmäßige" E-Jugendliche zur Verfügung. Um diesen weiterhin die Möglichkeit zum Spielen zu geben, füllten wir das Team immer mit "leistungsschwächeren" Jungs aus der D auf...ist für diese ja auch nicht von Nachteil. So mein ursprünglicher Gedanke!


    Mit der Zeit hat unser E-Trainer aber so richtig Spaß daran bekommen, sich "bessere" D-Spieler zu besorgen, teils ohne mein Wissen, obwohl sich durch einige zwischenzeitliche Anmeldungen die Personalsituation entspannt hat. "Den und den kann ich nicht so und so lange spielen lassen. Der und der kann nichts." So in etwa dessen Argumente, denen ich natürlich vehement entgegnete. Ich plädiere natürlich immer entschieden dafür, die E spielen zu lassen, egal welcher Leistungsstand und nur bei Bedarf auf die D zurückzugreifen. Er setzt dann immer noch einen drauf und behauptet dann, dass sowieso nicht alle kommen würden und man quasi aus dem letzten Loch pfeiffe. Ergebnis dessen: oft klare Siege, die meisten Tore erzielen D-Jugendliche. Verarschung pur!


    Da deren Halbserie nunmehr beendet ist, mache ich vorerst kein weiteres tamtam, schaue aber zur Rückrunde genau hin und werde ggfs. einschreiten, wenn da (weiter) was entgegen bestimmter Prinzipien läuft. Der Trainer ist absolut ergebnisorientiert, obwohl die Ergebnisse der E nicht in der Tabelle mitgeführt werden. Aber diese erscheinen ja im Internet und außerdem ist es ja eine unheimliche Genugtuung, ein erfolgreicher Trainer zu sein. :wacko: Da stehen mir noch einige Diskussionen ins Haus...


    Fazit: Offensichtlich gibts immer noch eine Mehrheit an ergebnisdenkenden Trainern, die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Tricksereien bestimmte Vorgaben umgehen wollen, leider.

    Auch bei uns darf kein Juniorenspieler zweimal an einem Tag spielen.


    Der Grund liegt m.E. "auf der Hand": Zum einen sollen die Kinder nicht verheizt werden, wie du das schon schreibst. Zum anderen - und ich denke, das ist der Hauptgrund ist (wenngleich das in diesem Forum eher nachrangig ist!), dass Wettbewerbsverzerrungen verhindert werden sollen. Indirekt zwingt man ja auch dazu, mehr/alle Kinder einzusetzen.


    Wenn euer Gegner allerdings "notdürftig" (hatten die keine Wechselspieler?) dazu gezwungen war, würde ich darüber hinwegschauen. Wenn nicht, d.h. der gegnerische Trainer hattte genug Kinder an Bord und den Keeper offensichtlich wegen dessen "Leistungsstand" nominiert, sollte man über einen "Denkzettel" nachdenken oder das Ganze mit einem wohlwollenden Lächeln abhaken. Letztlich geht es auch um Fairness und das Einhalten von Regeln - beides wurde offensichtlich verletzt.

    Hallo Baert,


    so, wie ich dich verstehe, kommt der Wechselgedanken ausschließlich von dir - die "Chemie" (zwsichen dir und dem Trainer) stimmt deinen Aussagen zufolge nicht. Weiterhin sagst du, dass dein Sohn "glücklich ist", es aber "nicht anders kennt", richtig?


    Wenn das so ist, sehe ich keinerlei Grund dafür, dass dein Sohn den "Verein"/ sein Team wechseln sollte, es sei denn, der von dir betriebene Aufwand ist zu hoch und rechtfertig nicht den weiteren Verbleib in der Fußballschule. Alles andere hast du doch selber schon beantwortet: Dein Sohn ist (soweit) glücklich! Was willst du mehr?! Sicherlich solltest du weiterhin beobachten, ob die Methoden dort dem Kinderfußball entsprechen - die von José-Mourinho aufgefühten Fragen führen zur Beantwortung dieser "allüberfassenden Aufgabe".


    Letztlich halte ich gar nichts davon, dass Eltern ihre eigenen Interessen auf ihr Kind projezieren und dieses als Instrument ihrer Befindlichkeiten "missbrauchen". Ist nicht auf dich persönlich bezogen, ich habe aber derartige Erfahrungen gemacht und all zu oft ist es bei Vereinswechseln so gewesen, dass die Eltern irgendein belangloses Problem hatten und dieses zu dem Problem der Kinder gemacht haben. Diese Tendenz erkenne ich leider auch in deinem Fall...

    Basti81, das sehe ich ein wenig anders! Gerade im unteren Jugendbereich - du schreibst für eine E (?) - bietet das Hallentraining sehr gute Variationsmöglichkeiten hinsichtlich des Trainings. Du hast aufgrund diverser nutzbarer Utensilien (Bänke, Kästen, Hocker etc.) unheimlich viel Potential, gerade im koordinativen Bereich zu "arbeiten". Zudem freuen sich die Jungs - zumindest bei mir - auf die Halle, da damit ja auch ein gewisser "Tapetenwechsel" (vom Platz in die Halle) verbunden ist. Beachte auch die erhöhte Krankheitsgefahr!


    Ab einer C, ab der der muskuläre Bereich zu beachten ist, sollte man so lange wie möglich draußen bleien, wenngleich ich auch hier nicht unbedingt die Notwendigkeit sehe, die Jungs wortwörtlich "im Regen stehen" zu lassen...

    Ich kann die Meinungen aller Anwesenden verstehen und nachvollziehen - weil ich beide Seiten dieses Denkens, ähnlich wie Andre, durchlebt habe bzw. dieses gerade durchlebe! Eigentlich stehen ja nur zwei Meinungen im Raum: die von Marc773 und die aller anderen.


    Auch ich sagte mir, wie Marc773, in insgesamt vier Jahren in einer F und dann E: "Tabellen - ist doch okay, spricht nicht's dagegen!" und projezierte weiter: "So soll es sein, so MUSS es sein...sonst können wir uns ja nicht richtig mit den anderen messen! Und außerdem gibt's ja am Ende der Saison den 'verdienten Lohn'." Dem ordnete ich letztlich (fast) alles unter: Ich ließ nur bei bedingten Ausfällen rotieren, redete pausenlos auf die Kinder ein - vor dem Spiel, in der Pause, nach dem Spiel, beim Training -, lobte kaum, kritisierte dafür mehr (das soll ja motivieren!), war eigentlich nie zufrieden (es hätten ja 5 Tore mehr sein können). Das alles, um einerseits die Kinder spielerisch weiterzubringen und andererseits (um das messen zu können, was wir/ich da so "leisteten") an der TABELLENspitze zu stehen - "wo wir ja schließlich hingehören"!


    Im Nachhinein alles Blödsinn gewesen! Ich würde was dafür geben, diese vier Jahre nochmal mit diesem Team machen zu dürfen - MIT oder OHNE Tabelle!


    Was ich sagen will ist: TABELLEN an sich sind doch "nur" Messinstrumente von Spielergebnissen. Entscheidend ist, wie wir als Trainer/ Eltern/ Verantwortliche damit umgehen! Wer kindgerecht trainiert und die Prinzipien des KiFu achtet, dem kann es doch egal sein, ob's Tabellen gibt, und wenn doch, dann ist es denen egal, wo man selber steht. Und wenn's bei der Beachtung des KiFu am Ende Platz 1 oder 3 ist, ist dies doch auch nicht "verwerflich", ganz im Gegenteil. Schön wäre das dann für alle Beteiligten: Für den KiFu-denkenden Trainer und die "einfach nur Fußball spielenden Kinder". Aber auch nur dann! Diese Philisophie sollte so auch kommuniziert werden - im Verein (als Leitbild der Jugendabteilung), im Verband. Die Folge dessen wäre eigentlich die Abschaffung der Tabellen unterhalb der D.


    Da dies leider nicht überall erfolgen wird, sollte eben darauf geachtet werden, dass man die Ergebnisse nicht in den Vordergrund rückt. Tabellen spielen für KiFu-denkenden Trainer eh keine Rolle. Weitergedacht fördert man aber das 'böse Gedankengut' all derjenigen, die eben nicht so denken - und das ist die Mehrheit! Um dem vorzubeugen, plädiere ich - und jetzt wiederspreche ich dem, was ich vorher sagte - für die Abschaffung von Tabellen unterhalb der D-Jugend. Warum? Weil ich diese Erfahrung gemacht habe (und diese in Teilen noch mache) und weiss, wie erfolgsgeile Trainer so denken...das liegt wohl in der Natur vom Menschen. Ich befinde mich momentan auf "Entziehung" - und glaubt mir, dieser Entzeihungsprozess ist nicht einfach! Ich ärgere mich im Nachhinein, diesen Gedanken nicht von Anfang an verfolgt zu haben und einfach locker - ohne den Tabellenplatz im Kopf zu haben - ins Spiel zu gehen. Tabellen und Ergebnisse haben mich letztlich zu dem gemacht, was ich über vier Jahre lang war: Ein zahlendenkender Nachwuchstrainer, der nicht alles aber vieles hinsichtlich der 'KiFu-Philosohpie' falsch gemacht hat. Ohne Tabellen hätte ich bestimmt anders gehandelt - zwar "unwissentlich", aber ohne Druck, bestimmt...


    Also Marc773: Ist nicht böse gemeint, aber du musst da aufpassen, nicht zu dem zu mutieren, was ich mal war! Ich bin aber sicher, dass du dies nicht tust, da du Mitstreiter dieses Forums bist und demzufolge die Ziele des KiFu stetig 'um die Ohren gehauen' bekommst. 8)


    Hallo! Bei uns ist das genau so" http://ergebnisdienst.fussball.de/".Bei Länderauswahl mal Sachsen-Anhalt eingeben.Dann F- Jugend
    Da sind Tabellen ,Fieberkurven oder ähnl.
    Vor 2 Jahren haben wir die Hallenmeisterschaften (F-Jugend)gewonnen und sind dann zur Landesmeisterschaft nach Bernburg deligiert worden.Was da abging kann man nicht mit Worten beschreiben.Eine Mannschaft hatte verloren( die Herren spielten in der 2 Bundesliga).Die wurden von ihrem Trainer rundergemacht.Ein paar weinten .Einige unserer Elterteile wollten sofort abreisen.Nur mit viel überzeugung von unseren Trainern haben wir das Turnier zu ende gebracht(5. Platz).Nie wieder!!!!!!!!!!!!!
    Und alles unter den Augen des DFB


    Harri: Landesmeisterschaften in LSA, willkommen zu Hause! ;) Habe ich letztes Jahr durch, da wurde ein gegnerischer Torhüter unseres "traditionsträchtigsten" Vereins im Lande nach einem "schweren Fehler" gegen uns (der auch noch zum Punktverlust führte), in der Kabine offensichtlich so rund gemacht, dass er tränenüberströmt da wieder raus kam - und kein Spiel mehr absolvierte. Soviel dazu, habe ich aber auch schon gekonnt, einmal, aber 'immerhin' - wie blöde war ich eigentlich! Aber einen Zweitligaverein hatten wir in LSA doch noch nie, oder (?) - zumindest schon seit zig Jahren nicht mehr. Ich kann mir aber denken, welchen Traditions"Club" du meinst...


    Das mit den Fieberkurven etc. ist aber m.E. von fussball.de so "vereinheitlicht" und nicht speziell für die F so eingestellt. Das Problem ist, dass der Landesverband mit seinen Landesmeisterschaften die Vorgaben für die Kreisverbände gibt und diese dazu quasi "animiert".


    Im Übrigen gibt's bei uns in der G auch "Spielrunden" mit Tabellen, die von Runde zu Runde mitgenommen werden - wer damit umgehen kann...


    Was ich mir aber vorgenommen habe, ist eine "Rundmail" an alle unsere Staffelleiter im Nachwuchsbereich und den Kreisverband zu versenden, und zwar, um über die Abschaffung der Tabellen nachzudenken bzw. das generelle Auswechselrotieren ab einer C beizubehalten (und nicht nur 4 Spieler einwechseln zu dürfen). Und dies werde ich mit all den sehr guten Argumenten dieses Forums untermauern - mal sehen, was dabei rauskommt.

    Meine Frau, mein Sohn und ich haben erst heute morgen davon erfahren und waren allesamt fassungslos. Ich glaube, mir standen ganz winzige Tränen in den Augen, und ich denke, mein Sohn, der kein 96-Fan ist (wir sind aber hin und wieder bei 96-Spielen gewesen, weil mein Bruder in Hannover wohnt) hat daran auch ganz schön zu knabbern...


    Tut mir unendlich leid um Robert Enke!


    PS: Schaut heute mal auf die 96-Homepage - besser kann man als Verein nicht reagieren!

    Ranwie, sicherlich kann man da bei einer F auch noch mitgehen - ich hatte da bei meinem ersten Kommentar auch kurz überlegt. Aber mein damaliges F-Team hat das im älteren Jahrgang ganz gut hinbekommen, klar ein paar Querschläger sind da immer dabei gewesen.


    Ich sehe mich in meiner Einschätzung hinsichtlich des Erdabstosses ab einer F auch aufgrund aktueller Spielbeobachtungen unserer jetzigen F bestätigt. Habe zwar erst drei-vier Spiel gesehen, aber sowohl unser Torhüter, als auch die Gästekeeper bekommen das schon hin, wenngleich diese oft die "Schlafmützigkeit" der gegnerischen Offensivspieler ausnützen...aber das ist eben auch ein Effekt, den man daraus erzielt.

    Also bei uns gelten die Regeln des Erwachsenenfussballs hinsichtlich des Abstosses - für alle Altersklassen. Wenn der Ball ins Aus geht erfolgt Abstoß aus der ruhenden Position, wenn gehalten wurde, erfolgt der Abstoß eben aus der Hand. Alles andere ist m.E. blödsinnig - "Was Hänschen nicht lernt...". Eine Ausnahme würde ich noch in einer G zulassen, da die den Ball kaum über die Strafraumgrenze befördern können.


    Letztlich sollten die Kinder (Torhüter) so früh wie möglich lernen, einen Abstoß zu schießen. Da diese erfahrungsgemäß vor allem in der F größere Probleme mit der Ausführung haben, sollte man als Trainer frühzeitig darauf eingehen und vor allem die Abwehrspieler zu selbstständigem Freilaufen/Anbieten bei Abstößen animieren. Irgendwann war das bei mir selbstverständlich, dass der Ball vorwiegend über die Verteidiger wieder zurück ins Spiel kam. Zudem würde ich darauf achten, dass der jeweilige Keeper den Abstoß schießt und nicht derjenige, der am weitesten schießen kann. Ich erlebe heute noch (D), dass diverse Torhüter keinen Abstoß aus der ruhenden Position schießen können und daraus Tore fallen - nicht oft, aber immerhin...


    Wie groß der Abstand bei "Kurzgeschiebe" sein soll, kann ich auch nicht sagen. Wenn ich pfeiffe, achte ich zumindest darauf, dass ein gewisser Mindestabstand (ca. 3-4 Meter) gewahrt wird.

    Ranwie, deinem letzten Beitrag ist generell nichts hinzuzufügen! Alles, was du ansprichst ist für mich nachvollziehbar und entspricht den Prinzipien des KiFu! Das betrifft sowohl deine theoretische Aufarbeitung der "inneren Haltung" von Kindern zu den von uns erstellten Regeln als auch deine praktische Umsetzung bei euren Spielen/ Turnieren.


    Aufgrund der von dir beschriebenen Rotation fände ich es absolut nicht verwerflich, bei einem "wichtigen" Turnierendspiel mal auf die "stärkere" Garde zu setzen - weil ich davon ausgehe, dass du bis dahin alle hast spielen lassen! Das steht zwar im Wiederspruch zu dem, was ich zuvor postete ("Wehret den Anfängen!"), verletzt aber m.E. nicht die Grundprinzipien des KiFu! Dann lässt man die "Schwächeren" zuvor halt etwas länger spielen oder sie spielen im nächsten Turnier entsprechend ein paar Minuten länger, oder, oder, oder - da gibts doch Möglichkeiten ohne Ende, diesen Nichteinsatz wieder auszugleichen. Am Ende sind doch alle glücklich, mal ein Turnier gewonnen zu haben - zumal jeder daran beteiligt war (wohlgemerkt, wie Mariahilf schon unterstreicht: nur bei Teams, die sonst "nichts" gewinnen). Unterm Strich ist doch wichtig, wie wir als Trainer damit umgehen - wir können das steuern, wir legen die Regeln fest. Solange sich diese Regeln den Rahmen des KiFu bewegen, ist doch alles in bester Ordnung. Ich gebe zu, dass diese Ausnahme die Grenze des KiFu, allein auf ein Turnier bezogen, überschritten sein mag, aber betrachtet auf einen längeren Zeitraum sich innerhalb dieses Rahmens bewegen dürfte. Diesen Rahmen hat Ranwie m.E. sehr gut dargestellt - und vor allem versteht es sein Team auch so!


    Exkurs: Andre, ich danke dir für deine letzte "Huldigung", du siehst aber, es ist nicht so einfach vom gewinnorientierten Trainer den Umstieg hinzubekommen... Im Übrigen ist genau der letzte von mir formulierte Absatz der Grund für meine Aussage "Ausnahmen bestätigen die Regel!". Wenn dies, wie beschrieben, die absolute Ausnahme bleibt - im Sinne des "Gewinndenkens der Kinder" - sollte eigentlich auch dem Fun nichts entgegenstehen.


    Auch die Meinung von Ranwie hinsichtlich der Einteilung eigener Turniere teile ich! Was bringt es, "schwache" Teams einzuladen und sich mit einem "geschenkten" Turniersieg zu brüsten?! Die Kinder bekommen das, wie du schon sagst, ohnehin mit! Zudem kommt dazu, dass ich den anderen Teams nicht in die Augen sehen könnte - die wären doch nur "Zahlemann" (wobei bei unseren Turnieren bislang jedes Team einen Pokal erhielt und entsprechend Medaillen)! Letztlich bringt das keinem was! Ich achte bei der Auswahl der Teams darauf, dass das Turnier spielerisch "ausgewogen" besetzt ist, wobei auch dabei gewisse Unterschiede nicht vermeidbar sind.


    In einem muss ich dir widersprechen: Ich denke auch, dass die Stadtteams generell besser besetzt sind - bei uns zumindest. Unsere Dörfer in meiner Gegend haben was um die 1.000 Einwohner. Da ist es in der Regel so, dass die Teams aus den Städten (5.000 - 20.000 EW, okay, viele von euch werden auch hier sagen "Dorf") bessere Möglichkeiten haben - sowohl in der Besetzung der Teams als auch bei den vorhandenen Trainingsbedingungen. Wobei auch auf den Dörfern teils sehr gute Bedingungen vorhanden sind. Letztlich sind bei uns die Teams aus diesen Städten eigentlich immer die, die in der Tabelle oben stehen.

    Also ich kann das letzte Statement von Ranwie so unterstreichen!


    Der "strittige Punkt" liegt mit Sicherheit im Umgang mit dem Begriff des "Ergebnisdenkens", so wie es Ranwie beschrieben hat. Meine persönliche Erfahrung war bislang, dass ich als Trainer die Weiterentwicklung jedes Einzelnen/ des Teams ausschließlich über das Ergebnis und die daraus resultierenden Erfolge definiert habe. Das war falsch - keine Frage!


    Aber: Ich nehme den Kindern auch nicht den Willen, gewinnen zu wollen - nicht bei den Pflichtspielen, nicht bei Freundschaftsspielen und nicht bei Turnieren! Ich ordne jedoch nunmehr dem Ergebnis nicht mehr alles unter und stelle es vielmehr an "4. oder 5. Stelle", indem ich vor jedem Spiel sage: "Das Wichtigste ist, dass ihr das spielt, was ihr könnt. Ich möchte sehen, dass ihr die Trainingsinhalte umsetzt. Ich möchte sehen, dass ihr nicht aufgebt. Ich möchte sehen, dass ihr als Team auftretet. Natürlich wollen wir gewinnen, aber das Ergebnis an sich ist mir egal - wenn ihr all das umsetzt, werden wir ohnehin ein gutes Resultat erzielen." Dadurch nehme ich, hoffe ich zumindest, den bislang von mir projezierten Ergebnisdruck von den Kindern, ohne diesen den eigenen Willen hinsichtlich eines "guten" Ergebnisses zu nehmen.


    Ich denke, das Wichtigste ist, dass die Erwachsenen den Sinn von Ergebnissen verstehen und richtig einordnen müssen. Gewinnen ist wichtig, aber eben nicht alles - und nicht um jeden Preis (der Preis ist die Anwendung der Prinzipien des KiFu)!


    Um zur Ausgangsfrage zu kommen, die sich auf das Aufweichen des KiFu-Prinzipien für einen "Pokalsieg" bezieht: Ich schwanke da noch ein wenig - vor einem halben Jahr hätte ich noch "Kein Problem!" gesagt. Ich machs mir jetzt mal einfach und predige: "Wehret den Anfängen!" ...wenngleich die dunkle (kleiner gewordene, aber durchaus noch vorhandene) Seite meines Gehirn hingegen meint: "Ausnahmen bestätigen die Regel." :thumbdown:

    Ich denke, dass jeder von uns Trainern sich selber beantworten sollte, ob er mit der vorhandenen Trainingsbeteiligung leben kann oder eben nicht. Zudem sollten die Gründe für das Fehlen einzelner Spieler beachtet werden. Wenn es Fehlzeiten aufgrund etwaiger Nichtzufriedenheiten des Trainings oder sonstige Probleme innerhalb des Teams gibt, müssen Änderungen erfolgen.


    Die eigentliche Frage heißt m.E. demnach nicht "Sind 70% genug?", sondern: "Bin ich als Trainer mit der Trainingsbeteiligung zufrieden und was kann ich tun, damit sich dies verbessert?"


    Black_Torro, ich denke, dass du eigentlich diesem Problem nachgehst - und das finde ich gut! Du selber bist offensichtlich mit der Trainingsbeteiligung deines Teams nicht zufrieden. Wäre ich auch nicht - nicht bei 70%. Ich bin bei 100% zufrieden, wobei ich nachvollziehbare Gründe (Schule, Eltern, Krankheit etc.) einbeziehe. Ich finde auch gut, dass du mit deinen Spielern darüber sprichst und sich die Trainingsbeteiligung auf die Mannschaftsaufstellung deiner B des kommenden Spiels auswirkt.


    Zitat

    wenn ich das wüsste, wäre ich auch schlauer.. also bei mir sind es die spieler, die dann auch weniger spielen.. halt nur, wenn es gegen eine wirklich starke mannschaft geht und ich dringend diesen spieler als ersatz für eine position brauche..


    jensonmalle, wenn du das bei deinem Team nicht weißt, solltest du dich fragen, wie man das ändern könnte. Wenn ich als dein "entbehrlicher" Spieler ohnehin nur die zweite Geige spiele, würde ich mir auch überlegen, ob ich besser was anderes als Training vor hätte. Dies ist jedenfalls mein Eindruck aus deiner Bemerkung...


    Damit komme ich zu einer (weiteren) Ursache, woran es liegen kann, dass die Trainingsbeteiligung nicht optimal ist: Das Training selbst! Hier sollte sich jeder von uns fragen, was er tun kann, damit ALLE kommen und auch motiviert sind. Dabei spielt natürlich auch ein gewisser Feedback des Teams eine wesentliche Rolle. Letztlich sollten die Jungs nie wissen, was sie beim nächsten Training erwartet, d.h. Abwechslung und natürlich Spass sind vordergründig. Das wisst ihr alle hier, aber ich selber habe eben die Erfahrung gemacht, dass sich ein gewisser Trainingstrott, der sich einschleichen kann, absolut negativ auf die Beteiligung auswirken kann.


    Beispiel aus der Praxis


    Mein Team ist größtenteils jüngerer Jahrgang D, ihr würdet sagen: "Dorfverein" (wir haben aber Stadtrecht! 8) ). In der Vorbereitung waren 3-4 Spieler meines 11-köpfigen Teams immer mal wieder im "benachbarten" Schwimmbad, anstatt beim Training - die haben uns quasi vom Bad aus beim Training zugeschaut! Dies zog sich dann bis in den Anfang der Saison hinein. Daraufhin beschlossen wir als Trainer, Trainingsbeteiligung in der Startformation zu berücksichtigen - hatten wir bis dahin eher locker gesehen. Als wir einen absoluten "Topspieler" hatten vorerst unten gelassen, wurde es besser, aber noch nicht optimal. Wir hinterfragten unser Training, das wir ohnehin schon auf die Bedürfnisse einer D umgestellt hatten und erkannten, dass dies zwar relativ abwechslungsreich war, aber "Überraschungen" hinsichtlich bestimmter Trainingsumsetzungen fehlten. Das lag auch daran, dass ich zu 90% "den Hut auf hatte", was die Inhalte des Training betraf - mein "Co" ergänzte lediglich punktuell.


    Ich besorgte mir die von Andre in anderen Threads empfohlene Fachliteratur ("Spieletraining", zudem "Torschusstraining" und "Fußball-Kurzprogramme"), die spezielle Trainingsinhalte beschreibt. Bei meiner ersten Anwendung beim Training ergab sich der Zufall, dass mein "Co" eben diese Literatur bereits besaß und - Achtung! - zudem einen Großteil der darin enthaltenen Übungen im Kopf hat! Seither wechseln wir uns mit der Trainingsverantwortung ab und stützen uns dabei auf eine Kombination dieser Fachbücher. Das wurde von den Jungs sofort bemerkt und mit entsprechender Trainingsmotivation honoriert! Die Beteiligung war ohnehin bereits bei gefühlten 90% (einer fehlt halt immer...).


    Letztlich führt Zufriedenheit zu Stillstand und dieser bedeutet Rückschritt. Insofern dürfen selbst 100% Trainingsbeteiligung nicht zu "absoluter" Zufriendenheit führen.

    Keiner hat sich bei mir bisher über etwas beschwert, obwohl ich Gesprächsbereitschaft anbiete.


    Duffy, das ist ja so ein grundsätzliches Problem, was auch ich über die Jahre festgestellt (und anderer Stelle gepostet) habe: Viele sagen dir gegenüber nicht, wo es Probleme gibt, um dann gefrustet zu wechseln. Ist mir in der 5. Saison bei drei Kindern (oder besser Eltern) so ergangen.


    Dann stehst du "im Regen", hakst noch ein-zweimal nach, regst dich (innerlich) auf, ärgerst dich, suchst bei dir Fehler, befragst andere, die dann sagen: "Naja, die haben doch schon länger das und das getratscht." Was ich sagen will ist: Sag' niemals nie bzw. glaube nicht, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Sollte in einer F eigentlich so sein, aber irgend jemand hat immer was zu meckern!


    Grundsätzlich bin ich ein Verfechter "homogener" Teams, d.h. die Mannschaften sollten leistungsmäßig annähernd zusammenpassen, soweit dazu die Möglichkeiten vorhanden sind. Ob dies bei einer F3 bzw. F4 so sein muss...naja, wage ich zumindest zu bezweifeln, zumal du ja selber von "minimalen Niveauunterschieden" sprichst.


    Was "dein" F3-Trainer abzieht, ist m.E. in jedem Fall respektlos und wirkt sich nachhaltig schädigend auf das "Untereinander" aus. Ich kann dich da gut verstehen, wenn du gefrustet bist, wäre, glaube ich, jeder von uns hier, wenn er dermaßen übergangen wird.


    Letztlich kannst du aber nicht mehr tun, als die "wechselwilligen" Kinder/Eltern von deiner Art der Umsetzung des KiFu zu überzeugen oder diese eben "gehen zu lassen". Vielleicht kommt bei denen irgendwann - oder auch schneller, als sie denken - die Einsicht, dass es in deiner F4 vom Grundsatz her doch besser war. Es ist schwer, Kinder ziehen lassen zu müssen, nur weil deren Eltern bestimmte Einstellungen/Meinungen haben - aber dies kann für dich auch Ansporn sein.

    Ich zitiere mich mal selber:

    Zitat

    In zwei Wochen spielen wir nun gegen besagten Verein - im Pokal. Zwei Wochen danach auch nochmal um Punkte. Wenn wir die Spiele gewinnen werden, hege ich den Eltern gegenüber Schadenfreude, zum Bedauern für die beiden Jungs...


    Wir haben nunmehr beide Spiele gespielt. Im Pokal haben wir 16:2 gewonnen, letzten Samstag im Punktspiel siegten wir nach "mäßiger" Leistung mit 5:2. Ich habe komischerweise - und das sage ich voller Stolz! - keinerlei Schadenfreude, Genugtuung oder Groll gegen irgendwen empfunden. Klar, nach dem 16:2 war sicherlich eine gewisse Zufriedenheit da, aber ausschließlich über die Leistung meines Teams. Ich bin beide Spiele mit einer gewissen Lockerheit angegangen, nach dem Motto: Hauptsache, meine Jungs spielen das, was sie können - Ergebnis ist trotz der "Brisanz" (zumal Derby!) zweitrangig (so ganz unerheblich ist es eben doch nicht :thumbup: ). Und "Bloß keinen Stress!" Nicht gegenüber mir selbst, meinem Team, dem Gegner oder sonst wen.


    In beiden Spielen sind wir schnell 0:1 hintengelegen. Hat mich (fast) gar nicht gejuckt! Vor ein paar Monaten noch wäre ich abgedreht und hätte die "Verantwortlichen" gemaßregelt. Stattdessen: "Ist egal, weiter gehts!" Im Pokal (16:2) habe ich sogar nach dem zweiten Gegentreffer mit dem Keeper kurz über dessen peinlichen Fehler gescherzt, worauf dieser absolut erleichtert wirkte - er hatte wohl mit einer "Abmahnung" gerechnet.


    Letzten Samstag haben wir uns lange Zeit schwer getan (die Gäste waren diesmal überaus bissig und wurden bis kurz vor Anpfiff von deren Betreuer "geimpft") und führten bis 20 Minuten vor Ende "nur" 3:2. Auch hier bin ich entgegen meiner (hoffentlich ad acta gelegten) Gewohntheit ungemein ruhig gewesen, habe mich nur über krasse Spielfehler meines Teams geärgert bzw. diese kurz verbal "korrigiert". Selbst auferlegten Druck wegen des knappen Ergebnisses habe ich zu keinem Zeitpunkt verspürt! Durchgewechselt, rotiert, "Schwächere" (trotz des Ergebnisses) eingewechselt bzw. sogar von Anfang an gebracht, "Leistungsträger" runtergenommen - einfach weitgehend am KiFu orientiert, ich lob' mich jetzt mal selber :) . Am Ende haben wir zwar nicht gut gespielt, und nur das war ärgerlich, aber ich habe meinem Team gesagt, dass man halt mal schlechtere Tage hat und der Gegner diesmal eben besser aufgetreten ist, als zuvor im Pokal. Auch hier hätte ich vor wenigen Monaten noch eine Moralpredigt gehalten.


    Und wie gesagt: Weder gegen die Eltern, die ich übrigens alle mit Handschlag begrüßte, noch gegen die Kinder irgendwelchen Groll gehegt, den ich mittels meines wesentlich stärkeren Teams hätte durchaus ausleben können! Letztlich plagte mich da mehr "Wehmut", dass es doch eigentlich schade ist, dass die beiden nun wegen Lapalien gegen uns spielen. Im Übrigen haben "unsere" vier Gegentore eben diese beiden -"meine" - Jungs geschossen! Da soll doch mal einer sagen, wir hätten schlecht trainiert! ;)


    Interessant war auch, wie auf des Gegners Seite die Prinzipien des KiFu missachtet wurden: Keinerlei Positionsrotieren, Auswechslungen erst, als wir das 4:2 gemacht hatten (und das Spiel entschieden war) - ein Mädchen kam z.B. erst 5 Minuten vor Ende rein, Zusammenstauchen des Keepers nach einem "blöden" Fehler, permanentes Reingerufe der Eltern und - nach dem 4:2 - ständige Moniererei jeglicher "strittiger" Schirientscheidungen. Im Übrigen habe ich dies in meinem Spielbericht, der auf unserer momentan sich entwicklenden Homepage hinterlegt wird, unter der Kategorie "Spiel um die goldene Ananas" angerissen (Andre, ich hoffe, ich habe da deine urheberrechtliche Zustimmung?! - ich bin mir aber sicher :thumbup: ).


    Ehrlich gesagt habe ich hierbei doch etwas "Schadenfreude" empfunden - gegen dieses ganze jämmerliche Gehabe und den selbstproduzierten Stress, den sich deren Eltern machten, die "Wechselspieler" hingegen taten mir einfach nur leid.


    ...das Ganze hätte ich sicherlich auch in einen anderen Thread packen können, passte aber auch hier rein.


    Viele Grüße von einem sich lockernden Trainer einer D-Jugend!

    Als ich die Überschrift dieses Themas sah, wusste ich eigentlich schon, worum es gehen würde. Auch ich hatte gestern diesen Vorfall in einem deutschlandweiten Tagesblatt lesen können und hatte überlegt, dies hier zu thematisieren.


    Schön, dass Tom dies nun getan hat.


    Letztlich ist der ganze Vorfall ja wohl ein Witz an sich und gehört in die Kiste "So schön kann Vereinsleben funktionieren". Da werden ja diverse Themen dieses Forums aufgegriffen und entsprechend negativ bedient! ...weilt der Kläger/Vater vielleicht unter uns? 8)

    Trainerlegende, ich sehe es nach deiner ausführlichen Antwort letztlich genauso, wie es Zw3rG sieht: Trennt euch! Das hat doch keinen Sinn, da verstehe ich dich nicht, dass du das so nicht ganz deutlich sagst und entsprechende Konsequenzen ziehst. Das meinte ich mit dem "Hintenrum-Gejammere". Geh zu deinem Co, sage ihm, was dir nicht passt und lege ihm gleich nahe, dass eine weitere Zusammenarbeit aus deiner Sicht keinen Sinn macht. Dann hättest du wenigstens eine der beiden möglichen Optionen gezogen!


    Solange weiterzumachen, bis eine andere "Unterbringungslösung" deines Co's gefunden ist, halte ich in diesem Fall für zwecklos und würde dem gesamten Team (weiterhin) schaden. Besprecht euch im Zusammensein mit eurem Vorstand und zieht einen Strich - alles andere ist dann wirklich das von BBCoach-Chris erwähnte "Schrecken ohne Ende"...


    PS: Wir sind uns aber dahingehend einig, dass dieses Forum hilft, "...gelegentlich den Frust von der Seele zu schreiben...".

    Hallo,


    das Sprichwort von koeppchen passt m.E. wie die Faust auf's Auge! Jedenfalls nach meiner Interpretation.


    Ich hatte mich ehrlich gesagt lange in diesem Thread zurückgenommen, weil ich nicht so richtig wusste, wohin der "Erlebnisbericht" von Trainerlegende führen soll. Mittlerweile ist es das, was ich schon bei den ersten Statements vermutete: Sorry, Trainerlegende, aber genau dieses Hintenrum-Gejammere stinkt mich generell an. Man erlebt so etwas zwar ständig im Alltag, dass einer den anderen nicht leiden kann, Angst vor möglichen unangenehmen Veränderungen hat oder sich in seiner Position gefährdet fühlt.


    Aber genau das ist der Eindruck, den ich hier gewonnen habe und der mich dahin bestätigt, dass du deine Probleme mit deinem Co offensichtlich nicht in den Griff bekommst. Dass er deinen Ausführungen zufolge gewisse Schwächen hat, ist klar. Mir scheint aber, dass du lediglich an dessen Position sägst und ihn in dessen Autorität als Person bloßstellst. Sich auf die Schultern zu klopfen, wenn deine Spieler mit ihren Äußerungen in "dein Horn blasen" finde ich ehrlich gesagt schwach.


    Und jetzt komme ich zu meiner Interpretation des Sprichwortes von koeppchen. Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du trennst dich von dem Mann oder du versuchst mit dessen Schwächen klarzukommen bzw. diese zu beheben. Das geht aber nur über ein klärendes Gespräch, in dem du diese Schwächen aufzeigst und ihr versucht GEMEINSAME Lösungen zu finden. Im Gegenzug musst du dir natürlich auch dessen "Vortrag" zu deiner Person anhören. Des Rätsels Lösung heißt also KOMMUNIKATION! Fakten auf den Tisch und klären - anders wird das nichts! Da hilft auch kein Vorheulen beim Vorstand.


    Solltest du eine der beiden Möglichkeiten angewandt haben, sollte für dich, als auch für deinen Co noch ausreichend Butter auf dem Brot sein...lass ihm zumindest die Chance dafür. Leben und leben lassen ist da die Devise!


    Entschuldige bitte meine direkte Art, aber wie gesagt, das ist eine Sache, die ich überhaupt nicht mag, und zwar, dass man gravierende Probleme nicht eindeutig anspricht bzw. durch nicht zielführende Handlungen diese nicht auf legale Art beheben kann oder will. Genau das sind Dinge, weshalb unnötige Unruhe aufkommt und am Ende dem Team geschadet wird. Ich kenne das sonst von Eltern, die hintenrum sabbern, sägen und dann, ohne was direkt gesagt zu haben, mit ihren Kindern, die doch ach so unglücklich waren, dem Verein den Rücken kehren und keiner so richtig weiß, was der Grund dafür war.

    Tja, Michael, da bleibt eigentlich nur Eines: Sachliches Kommunizieren, natürlich mit dem nötigen "Feingefühl".


    Ich kann deine Lage durchaus verstehen. Seit ich dieses Forum nutze und eigene Schwächen erkenne, sehe ich natürlich auch bei anderen teils schwerwiegende Fehler (die ich bislang als eigentlich normal hingenommen hatte). Auch in unseren Nachwuchsteams werden grundlegende Dinge teils missachtet: Da wird stetig von allen Seiten hineingerufen, da wird nicht positionsrotiert und es sitzen eigentlich immer dieselben länger draußen, als andere ("Bessere").


    Was tue ich dagegen? Vorerst wenig bis gar nichts! Warum? Weil ich auch nur einen Kopf habe - und diesen für meine D einsetze - bzw. weil's bei uns keinen Jugendkoordinator gibt. Ich bin quasi nicht in der Position.


    Dennoch versuche ich bei kurzen Smalltalks mit den jeweiligen Trainern quasi "hintenrum" auf bestimmte Dinge hinzuweisen und erkläre dabei unverhohlen, dass ich teils gravierende Fehler gemacht habe und diese versuche abzustellen. Natürlich sind das genau die Fehler, die ich eben bei den Leuten entdecke. Abschließend erkläre ich eigentlich immer: "Wenn ich nochmal eine F übernhemen sollte, mache ich alles ganz anders - alle spielen gleich lang, auf allen Positionen, Ergebnisse sind mir dann scheißegal!" Die Leute sehen mich dann immer ziemlich verduzt und ungläubig an, da sie es von mir eben anders kannten.


    An deiner Stelle - du hast nach meinen Recherchen eine gewisse Stellung in eurem Verein - würde ich den direkten Kontakt mit den beiden Trainern suchen, am Besten nach einem Training. Wenn du die Dinge, die völlig daneben sind, schonend rüberbringst - nach dem Motto: "Ich habe auch gewisse Fehler gemacht, die ich euch ersparen will!" -, sollten die Beiden einlenken. Verweise sie einfach auf die Trainingseinheiten beim DFB-Online. Mit etwas Einsicht und etwas Enthusiasmus sollten sich Besserungen einstellen.

    So, nachdem (hoffentlich) alle Missverständnisse ausgeräumt sind und zumindest Basti81 und Andre sich wieder lieb haben ;) , noch ein kurzes Statement meinerseits zum "Nichtpraktizieren" des "Kapitänrotierens".


    Basti81nach dem, was du aus deiner Praxis widergegeben hast, kann ich durchaus verstehen, warum du nicht beim Kapitän durchrotierst - besagter Spieler A würde bei mir auch kein Kapitän sein, solange er sich so verhält, wie du beschrieben hast! Offensichtlich sind auch tiefgehende "Erziehungsmaßnahmen" deinerseits fehlgeschlagen. Aber: aus meiner Sicht ein absoluter Extremfall - kenne ich so nicht. In "homogenen" Truppen, d.h. wo es derartige Extremfälle nicht gibt, sollte das Kapitänrotieren aber kein Hindernis sein. Letztlich muss wohl jeder für sein Team entscheiden, was hier das Beste ist, einen "Königsweg" gibts da eher nicht.


    José-Morinho, du sagst: Eines kann ich an solchen Diskussionen immer nicht verstehen:


    Hier ging es um das Thema "fester Kapitän oder nicht" und trotzdem wird davon dann wieder auf das Trainerverhalten im Gesamten geschlossen. Wer sagt euch, dass die Rotation die richtige Methode ist? Man sollte immer auch die Meinungen der anderen akzeptieren und nicht sofort alles verteufeln. Ich mutmaße mal, du hast die Aussage auf den "Konter" von Andre bezogen, ich fühle mich aber auch angesprochen, da ich auf den ersten Beitrag von Basti81 mit entsprechenden Gegenfragen reagierte (sind aber bereits beantwortet).


    Ich akzeptiere durchaus Meinungen anderer, kann aber nicht jede nachvollziehen - so geht's aber jedem. Wenn ich was nicht nachvollziehen kann, frage ich nach den Beweggründen, um die "nicht nachvollziehbare" Meinung zumindest ansatzweise verstehen zu können bzw. um mich in die Lage des Anderen versetzen zu können. Ich denke, das liegt im Kern von Diskussionen, das hat m.E. nichts mit "nicht akzeptieren" zu tun...und selbst wenn's so wäre: Man muss ja nicht jede Meinung akzeptieren.


    Ich habe aber deine Haltung bezüglich des "Rotierens" im Allgemeinen und hinsichtlich des Kapitäns verstanden und kann beide Meinungen nachvollziehen. Deshalb frage ich auch nicht weiter nach und akzeptiere beide.