Beiträge von trainer2005

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    SuperTrainer, so ähnlich war's bei mir auch. Bei dem einen gab's immer wieder mal Streß/ Nickligkeiten mit den Eltern, die Eltern des anderen und er selbst wurden dann offensichtlich davon überzeugt (überredet), dass bei uns ohnehin alles Sch... sei.


    Ich habe ein ganze Weile daran zu knabbern gehabt und Fehler, die ich mit Sicherheit getan habe, gesucht. Nach längerem hin und her und auch diversen Meinungen anderer ist es wohl doch so, dass "persönliche Defizite" daran Schuld gewesen sein müssen, die es auch innerhalb der Eltern gegeben hat.


    Tom Bambadil, ich habe dem Jungen das Rückkehrangebot gemacht, vor dessen Eltern. Warum? Nicht aus Arroganz - auch wir stehen weit vor dessen jetzigem Team -, sondern weil ich meine, dass der Junge die Tragweite "seines" Entschlusses nicht wirklich übersehen kann/konnte bzw. selber die Entscheidung wahrscheinlich gar nicht getroffen hat. Deshalb verstehe ich nicht ganz, dass ein Rückkehrangebot auf dich arrogant wirkt...


    Ganz im Gegenteil! Drücke ich damit nicht eine gewisse Toleranz ("noble Geste" ist unangebracht!) aus, was zumindest den Effekt bringt, dass man nicht vollends im Zorn auseinander geht - zumindest nicht von meiner Seite?! Dass ich mich immer noch ärgere ist doch klar, immerhin haben beide seit der F bei mir gespielt. Aber zumindest fährt man die Emotionen, auch bei den Eltern, etwas runter und reicht irgendwo die Hand.


    Und vielleicht erinnert sich mein Ex-Spieler irgendwann an das Angebot und kehrt zurück, auch weil er bestimmte Dinge dann aus anderer Sicht sieht. Ob der Trainer der anderen Mannschaft das in Ordnung findet, ist mir dabei schlicht weg egal, denn immerhin habe ich die Jungen bis vor kurzem betreut. In ein-zwei Jahren ist das sicherlich anders zu sehen, wobei der Verein, wo beide hingegangen sind, auch schon in der E gewaltig abwirbt...wobei ich das in diesem Fall auch nicht als Abwerben sehe.

    Andre, das "besagte Buch...Spieletraining/Ganzheitliches Training" - ist es dasselbe, was du bereits unter dem folgenden Link schonmal beschrieben hattest?


    Ganzheitliches Training


    Ich habe mir schon seit geraumer Zeit kein Fachbuch mehr zugelegt - du hast mich da neugierig gemacht! Hat es den Titel "Spieltraining Fussball: 120 Programme für..." (Administrator: ich will jetzt keine Werbung machen, aber das Buch bestellen...da brauche ich schon den Titel)?


    Wenn es das ist - davon gehe ich zu 95% aus - werden in diesem Zusammenhang zwei weitere (Taschen-)Bücher vom Autor empfohlen: "...Kurzprogramme" und "Torschuss...". Kann hier jemand weitergehende Aussagen machen? Sind diese zwei Bücher für den Kinder- und Jugendbereich geeignet?

    SuperTrainer, ich "fühle mit dir"!


    Bei uns war's so, dass uns nach der letzten Saison ebenfalls zwei Spieler verlassen haben. Nicht, weil wir nicht gut genug dastehen würden, sondern aus Gründen, die mir von den Spielern selbst und auch von deren Eltern - auch auf nachfragen - nicht genannt wurden.


    "Hinter den Kulissen" hörte ich, man hätte mit mir ein Problem gehabt. Obwohl ich mit den betroffenen Eltern und Kindern bei sich anbahnenden "Unzulänglichkeiten" immer wieder Kontakt suchte und auch Änderungen vornahm (der eine wollte zuerst ins Tor, dann wieder nicht, dann manchmal - habe ich alles soweit versucht umzusetzen). Letztlich wollte man mich dahinbringen, dass der besagte Spieler auf dessen Lieblingsposition (Rechtsaußen) spielen wolle, was ich aber nicht garantieren konnte und auch nicht wollte (Kompetenzen bleiben beim Trainer!).


    Man wechselte zum Ortsnachbarn und nahm gleich noch den besten Kumpel mit. Obwohl ich immer den Eindruck hatte, dass es beiden Spaß gemacht hat.


    Letztens habe ich Eltern und Kind getroffen und nochmal ganz sachlich nachgefragt, woran es gelegen hätte, ich würde gern etwaige Fehler künftig vermeiden wollen. Eltern: "Wir machen das, was X will!", Kind sagte gar nichts. Ich habs dann auf meine Mütze genommen und dem Spieler eine eventuelle Rückkehr in Aussicht gestellt.


    In zwei Wochen spielen wir nun gegen besagten Verein - im Pokal. Zwei Wochen danach auch nochmal um Punkte. Wenn wir die Spiele gewinnen werden, hege ich den Eltern gegenüber Schadenfreude, zum Bedauern für die beiden Jungs...

    Kondition ist natürlich wichtig, keine Frage! Auch im Kinderfußball!


    Ich denke, die Frage von SuperTrainer zielt aber darauf ab, ob wir Kondition trainieren und wenn JA, wie wir das tun bzw. wenn NEIN, warum wir das nicht tun. So verstehe ich jedenfalls die Eingangsfrage.


    Ich trainiere, wie SuperTrainer auch, eine D - größtenteils unterer Jahrgang (98er). Soweit ich die Trainingsinhalte des DFB - daran orientiere ich mich - verstanden habe, soll in dieser Alterklasse kein klassisches Konditionstraining stattfinden. Ich glaube frühestens ab der C soll man wohl konditionelle Elemente einbauen...bin mir aber nicht ganz sicher. "Hintenrum" trainieren wir aber doch auch die Kondition, diverse Spiele, anspruchsvolle Parcourts, Zweikämpfe etc. - wie's wohl jeder hier macht. Und ich denke, damit solls auch genügen.


    Ich habe vor ein paar Wochen mit einem E-Trainer eines Nachbarvereins gesprochen, der legt unheimlich viel Wert auf Kondition. Der hat seinen Aussagen zufolge in der Vorbereitung zum Warmmachen zwei große Runden nach Zeit laufen lassen und wollte das auf drei Runden ausbauen. Damit sie sich verbessern! Und er dies tabellarisch festhalten kann und eine Entwicklung sieht. Ich habe ihm darauf geantwortet, dass diese Praktiken in dieser Altersklasse absolut nichts zu suchen haben und ich derartiges überhaupt nicht trainiere. Ich entgegnete ihm zudem mit dem, was Remko schon andeutete: Was hast du davon, wenn du elf Dauerläufer hast, die mit dem Ball nichts anfangen können?! Verschwendete Trainingszeit.


    Bei meinem Team ist es so, dass wir den meisten Teams (in der Kreisklasse) konditionell überlegen sind - ein paar konditionell starke Leute habe ich schon dabei. In vielen Fällen sind wir, denke ich, aber auch "nur" gleichwertig. Das wird aber durch spielerische Vorteile kompensiert bzw. dreht sich das Blatt mit fortschreitender Spielzeit zu unseren Gunsten.


    Letztens haben wir gegen einen kompletten 97er Jahrgang gespielt - also waren die fast ein Jahr älter im Schnitt. Und die haben uns das Leben durch Kampfkraft und Laufbereitschaft sehr schwer gemacht. Aber: deren Zusammenspiel war mangelhaft. Folge: Wir ließen irgendwann Ball UND Gegner laufen, was deren Willen/Kondition letztlich brach. Und das ist eben auch eine Folge dessen, dass jeder in das Spiel einzubeziehen ist bzw. wir insgesamt sehr homogen sind. Das Spiel verlagert sich quasi auf mehreren/allen Schultern. Das trainieren wir (jeder wird systematisch gefordert/gefördert) und das spielen wir ("Macht das Spiel breit, lasst den Ball laufen, bezieht jeden/jede Position in das Spiel ein!").


    Insofern behaupte ich, dass Kondition sicher wichtig ist, im Kinderfußball (bis etwa zur C) aber nachrangig zu behandeln ist.

    Ich gebe Enno an dieser Stelle Recht. Nicht, dass ich die "idealtypische" Einstellung von Andre schlecht finde, ganz im Gegenteil! Nur: Es ist und bleibt für mich eben "idealtypisch" und kann nur von den wenigsten unter uns umgesetzt werden. Warum? Weiß ich nicht, ich vermute aber, weil Fußball eben was mit Ergebnis zu tun hat.


    Wir brauchen an dieser Stelle nun auch nicht das Kapitel "Ergebnisse sind im Kinderfußball nachrangig/egal" aufzutun. Das wissen wir hier alle. Doch letztlich wird eben auch am Ergebnis Erfolg und Misserfolg einer Mannschaft und eben eines Trainers festgemacht. Für mich ist Erfolg im KiFu vorerst an der Teilnahme, der Begeisterung und der Anzahl der Kinder festzumachen. Daneben zählt für mich aber auch die Weiterentwicklung des Einzelnen/ des Teams. Leider - leider aus "idealtypischer Sicht - wird eine Weiterentwicklung vorrangig an den Ergebnissen meßbar bzw. "nach außen sichtbar". Mit jeder Steigerung der Fähigkeiten des Einzelnen wird sich das Team verbessern, was sich zwangsläufig auf die Ergebnisse auswirkt.


    Somit ist man als Trainer doch automatisch in einem "Teufelskreis", aus dem man nicht wirklich raus kommt. Klar darf das Ergebnis allein nicht im Vordergrund stehen, es ist und bleibt nun aber mal ein Spiegel der Fähigkeiten des Teams. Und diese Fähigkeiten - ich denke, da sind wir uns hier einig - will doch jeder von uns verbessern. Und ich behaupte - entgegen der "idealtypischen Philosophie" von Andre (das ist jetzt nicht ironisch gemeint!) -, dass sich jeder Einzelne besser entwickelt, wenn markante - ich wiederhole: MARKANTE - Fehler im Spiel vom Trainer angesprochen werden.


    Was unter "markant" zu verstehen ist, muss eben jeder für sich beantworten. Und das ist ja die Schwierigkeit/das Dilemma, in dem wir alle hier stecken: Wie weit greife ich als Trainer mit meinen Äußerungen ein? Andre möchte gar nicht eingreifen und "frei" spielen lassen. Finde ich in Ordnung! Hut ab vor dem, der das kann - ich kanns nicht! Und ich wills auch nicht können! Weil ich eben dafür plädiere, dass der Trainer eine gewisse "Lehrfunktion" inne hat und korrigieren muss.


    Bleibt immer noch die Frage, wie weit ein Trainer das Spiel durch Rufen/Korrigieren/Anweisungen eingreifen sollte. Andre's Beispiel ist für mich ein Beispiel, wie es eben keinesfalls sein darf (wobei ich mich in meinem Verhalten von vor zwei-drei Jahren wiedererkenne...). Doch wo ist hier die Grenze zwischen "Angemessenheit" und "Unangemessenheit"?! Ich denke, irgendwo zwischen "gar nichts sagen" und dem von Andre beschriebenen Beispiel - Tendenz eher Richtung "gar nichts sagen". Deshalb spreche ich ja von "markanten Fehlern", die angesprochen werden sollten, z.B.


    - es wird vorm eigenen Strafraum zum Gegner quergepasst
    - es wird 2 gegen 1 vorm Tor nicht abgespielt
    - es werden unnötige Zweikämpfe im Angriffspiel ausgetragen, anstatt Doppelpass zu spielen
    - der Torhüter bleibt zu lange im 1 gegen 1 auf der Linie kleben
    - Pässe werden planlos und unbedrängt zum Gegner gespielt
    - das Spiel ist statisch, weil sich zu wenig freigelaufen wird
    - das leere Tor wird nicht getroffen.


    Das sind Beispiele, wo ich, wenn der Fehler begangen wurde, eingreife bzw. maßregele. Klar wissen das die Kinder im Nachhinein auch, dass sie einen Fehler gemacht haben. Aber, solange ich eben nichts sage, könnte der Eindruck entstehen, dass es eben "keine Rolle spielt". Es spielt aber ein Rolle! Weil wir uns verbessern wollen, weil wir aus der Praxis (dem Spiel) lernen wollen.


    Somit ist Andre's Einstellung für mich idealtypisch und eher so eine Art "Bibel des Kinderfußball" an die man glauben kann - an die ich gerne glauben würde -, aber die Realität holt einen Trainer dann doch schnell auf Erden zurück...leider.

    Ranwie, wenn du's so auslegst und auch praktizierst, stimme ich dir zu bzw. nehme ich meine "Unterstellung" zurück!


    Dennoch ist da ein schmaler Grat zwischen Revanche und Genugtuung - ohne dir Letzteres, aufgrund deines letzten Beitrags, unterstellen zu wollen.


    Dein erster Beitrag kam bei mir aber so an, als würdest du quasi darauf "brennen", es dem gegnerischen Trainer endlich, und nach so langer Zeit, mal so richtig zeigen zu wollen. Auch die Länge deines Praxisbeispiels und der darin enthaltene Enthusiasmus ließen mich vermuten, als ob es dir um persönliche Genugtuung gehe. Deshalb kamen deine generellen Aussagen und die deines Praxisbeispiels widersprüchlich bei mir an. Offensichtlich ist dem nicht so!

    Ich denke, dido bringt es auf den Punkt: Man sollte "One-Touch" nicht auf die Goldwaage legen.


    Wenn ich mir nachfolgenden Link One-Touch-Fußballnäher anschaue und 1:1 ummünze, hat diese Art des Fußballs sicherlich nichts im Nachwuchsfußball zu suchen. Insofern stimme ich Holler zu!


    Vielleicht könnten wir uns ja auf Ghosti's "X-Touch-Fußball" im Nachwuchsfußball einigen?! Das schließt ja alle altersgerechten Lerninhalte ein und lässt taktische Dinge (bis auf Überzahl in Ballnähe) prinzipiell außen vor.


    Die von Ghosti beschriebene Spielweise ist prinzipiell auch das, was ich meinem Team versuche zu vermitteln. Und das Ganze möglichst "schnell und direkt", eben ohne unnötige Zweikämpfe. Im Übrigen lasse ich regelmäßig Spiele mit nicht mehr als drei Ballberührungen trainieren - bei mir gefällts nur den "permanenten" Dribblern nicht so sehr, die aber im Passspiel gewisse Defizite haben.

    Sieh es positiv und lass das Nachkarten! (...) Was willst Du mehr? (...) Oder eher Genugtuung? Vorsicht, damit begibst Du Dich auf das Niveau Deiner Gegner. Du solltest einfach da drüber stehen.


    Ansonsten: man trifft sich immer mindestens zweimal im Leben. (...) Spätestens im nächsten Sommer treffen wir uns wieder und dann - das weiß ich mit Sicherheit - sind sie fällig. Darauf freue ich mich, trotzdem werde ich der Versuchung widerstehen Eintrittskarten für's Schwimmbad zu verteilen. ;)


    Ranwie, mit dem letzten Satz disqualifizierst du dich doch selber, gemessen an deiner obigen Aussage, oder? Ist DAS nicht irgendwo "Genugtuung"?!


    Einerseits soll man sich mit einem den Regeln entsprechenden Protest ("Nachkarten") nicht auf das Niveau der Gegner herablassen, andererseits scheinst du seit Jahren nur auf "Revanche" (Vorsicht! Hat was mit Ergebnis zu tun!) zu brennen. Ich kann dich aber gut verstehen, mir würde es genauso gehen, wie dir, die Aussage des gegnerischen Trainers würde ich mir in die Kabine nageln, und ich würde ihm auch zu gegebenem Zeitpunkt die Eintrittskarten überreichen.


    Nur: Ich meine, dass sich deine Aussagen im Kontext widersprechen...

    MilkyWay, Andre: Sehr interessanter und anschaulicher Erfahrungsaustausch!


    MilkyWay, ich kann dich als Mutter durchaus verstehen, wenn du für deinen Sohn leidest, vor allem, wenn er "so dicht" vor der Erfüllung seines Traumes (=Sportschule = weitere "Karriere"?) steht. Ich finde, er sollte nicht aufgeben, aber sich auch nicht zu sehr darauf versteifen, "es" unbedingt schaffen zu müssen. Wenn er sich in seinem Team, beim Fußball, wohl fühlt, es ihm Spaß macht und er dabei seine sozialen Fähigkeiten/ Kontakte vertiefen und ausbauen kann - was will man mehr?! So, wie du schreibst, gehe ich aber davon aus, dass du ihm dies schon längst vermittelt hast.


    Im Übrigen, schau mal hier rein Talent des Monats. Der Junge ist erst ab der B bei einem höherklassigen Verein gelandet...


    Ich hingegen bin da eher der direkte Typ. Sagen, was Fakt ist, fertig.

    Neben einem "Männergespräch" mit meinem Sohn ging ich auch an die Mannschaft. Ich rechnete den Jungs ihren Traum kaputt, .....Bundesligaspieler....sorry, ....aber habe ich gemacht. Gemacht deshalb, weil ich sie schützen wollte. Ich rechnete ihnen vor, wieviel Kinder in den letzten 10 Jahren bei uns im Fußballkreis Fußball spielten. Ich glaube ich kam auf die ungefähre Zahl von 10000 Kindern. Dann fragte ich in die Runde, wieviele hiervon in der Bundesliga angekommen sind. (...)


    Ich weiss nicht ob es richtig war, dazu gibt es bestimmt auch andere Meinungen, aber ich fand es bezogen an meinen Erfahrungen sinnvoll und heilsam.


    So ähnlich habe ich das einem meiner Stützpunktleute auch gesagt, vor versammelter Mannschaft. Sachlich, ruhig, verständlich - aber unterm Strich genau das, was Andre beschrieb. Es war damals so, dass die vier leistungsstärksten E-Spieler unsere damalige D im Pokalfinale wegen Personalmangels unterstützen sollten. Am gleichen Tag fand aber ein gaaaanz wichtiges Stützpunktturnier statt. Während die anderen darauf verzichteten, war dieses Turnier einem meiner Spieler wichtiger, als das Pokalfinale.


    Ich appelierte beim Abschlusstraining nochmal an den besagten Spieler, es sich doch noch mal zu überlegen. "Der Verein sollte vorgehen..., es ist ein Pokalfinale..., dein Stützpunkttrainer wird das verstehen..., er wird auch weiterhin auf dich setzen, ...die Chance auf Karriere ist eh verschwindend gering...". Er (und seine Eltern) entschied(en) sich fürs Turnier! Zudem ein tammtamm seitens der Mutter, wie ich ihn vor allen bloßstellen können, blablabla. Vielleicht hatte ich ja auch ein wenig die Augen geöffnet/ "die Blase zum platzen gebracht", wahrscheinlich war man aber in der "Ehre" verletzt, ich weiß es bis heute nicht...ist ja auch egal.


    Jedenfalls finde ich es richtig und auch wichtig, die Grenzen frühzeitig aufzuzeigen, aber den "Traum" nicht gänzlich zu zerstören. Vielleicht war das ja auch ein Fehler von mir, nicht zu erwähnen, dass er es trotz der verschwindend geringen Chance dennoch versuchen solle. Insofern denke ich, das Andre mit seiner Ansprache grundsätzlich richtig handelte. Man sollte den Jungs und deren Eltern frühzeitig klar machen, was es heißt, bei einem Stützpunkt trainieren zu dürfen. Letztlich ist doch die Berufung dahin schon eine großes Privileg!

    Mein spontaner Gedanke war, dass Onetouch-Fussball im Jugendbereich eigentlich nichts zu suchen hat, da sie ganz klar eine Mannschaftstaktik darstellt, die im krassen Gegensatz zum Individualspiel darstellt. Oder verwechseln wir hier jetzt Onetouch-Fussball mit sauberem Passspiel?


    War eigentlich auch mein spontaner Gedanke, ist aber so ein "persönliches Ideal", dessen Basis - logisch - schon im Kinder- und Jugendbereich gelegt werden muss. Und vor allem mit "sauberem Passspiel"!


    Das ist es eigentlich, was ich mit "Vorstufe" sagen wollte: Sauberes, schnelles Passspiel. Und das gehört auf jeden Fall in den Kinderbereich!


    Dennoch bleibe ich dabei, dass man diese Spielform ab einer C trainieren/praktizieren kann - aber eher im Ausnahmefall, d.h. eben nur in den Teams, die dafür jegliche Voraussetzungen mitbringen. Aber wo gibts das schon...

    Hallo,


    Tomminator - gut und anschaulich geschrieben! Ich kann dich sehr gut verstehen, wenn du meinst, "einschreiten" zu müssen. Nur, wenn du/ihr vorhabt, dagegen einzuschreiten, würde ich das ganz offiziell tun. Ob das letztlich zum "Erfolg" (drei Punkte) führt bzw. gegen jegliches Ergebnisdenken verstößt lasse ich mal dahingestellt...


    Ich als Trainer würde Protest einlegen! Weil mein Team betrogen wurde, weil ich als Trainer betrogen wurde, weil ich wegen des Betrugs Frust habe - und fertig!


    Deshalb kann ich die Argumentation von NF nicht gänzlich unterstützen! Klar, man wurde gefordert, hat viele Tore gesehen, Ergebnis ist eh "egal" etc. Sicher ist Tomminator in seinem tiefsten Inneren auch beleidigt/ gekränkt. Kann ich durchaus verstehen, zumal sich das Ganze auch noch innerfamiliär auswirkt (auch mein Neffe spielt bei einem gegnerischen Verein gegen seinen Cousin - meinen Sohn). Die Kinder seines Teams wollen doch auch gewinnen, die denken beim Spiel bestimmt nicht an die Grundprinzipien des Kinderfußballs. Die wollen spielen, Tore schießen, gewinnen. Und darum wurden sie offensichtlich betrogen - um 50 Minuten Spaß am Fußball (okay, bis zum 4:0 hatten sie diesen wohl noch).


    Man sollte zudem berücksichtigen, dass es nicht umsonst Regelungen bezüglich des Hin- und Herwechselns zwischen den Teams gibt - aus Gründen der Fairness, und diese wurden hier ganz offensichtlich mit Füßen getreten. Dagegen würde ich einschreiten und Protest einlegen (vorausgesetzt, das Reglement lässt dies zu und die Regelungen wurden wirklich nicht eingehalten!).


    Letztlich wurden aber auch - und vor allem! - die Kinder der etatmäßigen E3 des Gegners betrogen. Die durften sich das Spiel quasi bis zur "Ergebnissicherung" von draußen anschauen bzw. wurden gar nicht eingewechselt bzw. "eingeladen". Dass derartige Spielchen von den Kindern/deren Eltern auf Dauer mitgespielt werden, wage ich zu bezweifeln. Insofern bleibt zu hoffen, dass der "federführende" E2-Trainer seine Strafe von eben diesen noch bekommt, sofern er diese Machenschaften weiterhin durchführt.


    Ich muss sagen, dass dies in meiner Trainertätigkeit noch nicht vorgekommen ist. Die paar Vereine, die bei uns zwei Teams in entsprechenden Altersklassen stellen, verhalten sich diesbezüglich sehr fair und entsprechend der Regelungen. Das kann ich mit Sicherheit sagen, da man im Laufe der Zeit jegliche Gegner kennt.

    Andre, "Klugschitter" hast du gesagt, aber ich nicht gemeint!


    Die Figur Peter Lustig hat aber die Gabe, komplexe Sachverhalte anschaulich rüberzubringen und einen dazu zu bringen, über Dinge des alltäglichen (Trainer)Lebens, die man meist als selbstverständlich hinnimmt, nachzudenken um u.U. eine andere Position dazu zu beziehen.


    ...deshalb passt das Logo aus meiner Sicht zu deinen Beiträgen - zumal ich absolut kein Anhänger von der Art des Fußballs des S04 bin (aber darüber brauchen wir jetzt nicht zu diskutieren!).

    Hmmmm... grundsätzlich schade, aber letztlich konsequent.


    Offensichtlich hat der Junge lange gebraucht, um über den Schock des Aussortieren hinweg zu kommen. Nun, wo die "Wunden" scheinbar geheilt gewesen sind, kommt ein zweites "Angebot", das der Spieler umgehend ablehnt.


    Bleibt festzuhalten: Der Junge hat sich auch OHNE Stützpunkttraining sehr gut weiterentwickelt.


    Rein sachlich (hoher Aufwand, glücklich im Verein, "Furcht" vor einem zweiten Rauswurf incl. der mentalen Folgen) finde ich die Entscheidung gut und auch richtig! Wenn er das mit seinem Vater hinreichend abgewogen hat - und davon gehe ich aus, da die beschriebenen Gründe doch recht schwerwiegend sind - kann die Entscheidung nur "Nein" lauten.


    mCPs: Was für eine "Chance"?! Der DFB sucht die 3-5% der Talente über seine Stützpunkte... aber die "Chance" zusätzlich gefördert zu werden besteht schon! Ob das eine (höchst wahrscheinliche) zweite Abfuhr aufwiegt, bleibt zu bezweifeln.


    Andre: Wollte der S04 für dein "altes" Logo Geld haben - die sind bekanntlich ja ziemlich klamm?! ;) Aber Peter Lustig passt im Synonym sehr gut/ besser zu deinen Beiträgen.... :thumbup:

    Um nochmal auf die "kontraproduktiven" Regelungen (4 Wechselspieler, kein stetiges Wechseln) in unserem KFV ab der C zurück zu kommen. Ich denke, dass hier eine irrsinnige Regelung besteht, die eben dem Gedanken des Breitensports - Dirk hat das trefflich dargestellt - absolut zuwider läuft.


    Gerade bei uns (Sachsen-Anhalt, rückläufige Bevölkerung, Abwanderung, bei uns im KFV noch ganze 5 !!! A-Jugend-Kreisligateams) jammern die Verbände und Vereine, dass es ab der C drastisch bergab gehe. Und dann eine derartige Beschränkung von Mannschaftsstärken, die es nicht zulässt, dass auch etwaige Spieler Nr. 15 oder 16 auch immer spielen können.


    Spätestens, wenn ich mit meinem Team in der C angekommen, werde ich dies bei entsprechender Stelle bemängeln und eine Aufhebung dieser Einschränkung fordern. Vor zwei Jahren hatte man das bei der damals gleichartig bestehenden Regelung für die D schon getan. Angesprochen, argumentiert, beschlossen - in nicht einmal 5 Minuten war diese Regelung aufgehoben!

    Hallo NF,


    ...recht emotionaler Beitrag!


    Zitat

    Also ich würde das echt so sehen, bei mir im Verein ist das Training PFLICHT und das JEDESMAL und zu MEINEN Trainingszeiten die natürlich der Stützpunkttrainingszeit angepasst ist.


    Kann und will ich so nicht handhaben! Ich möchte, dass die Kinder "aus freien Stücken" zum Training erscheinen, vielleicht, weil sie Spaß haben und davon sogar überzeugt sind, dass auch unser Training fördernd ist. Insofern sehe ich mich in einem gewissen Wettbewerb mit dem Stützpunkt. Schaffe ich es nicht, diese Überzeugung bei den Kindern (und deren Eltern) zu erzielen, habe ich ein Stück weit als Trainer versagt. Folglich müsste ich mir meine Gedanken machen...


    Sicher fordere ich eine gewisse Beteiligung beim Training! Aber eben nicht "um jeden Preis", soll heißen: Wenn die Jungs halt mal keine Lust haben (kann ich verstehen bei 4mal Training die Woche!) oder mal was anderes vorhaben, können die ruhig mal fehlen. Sollte dies aber zu regelmäßigem Fernbleiben führen und statt dessen der Stützpunkt vorgezogen werden, würde ich schon einschreiten bzw. müsste ich mir eben, wie gesagt, meine Gedanken machen. Aber: Dem ist bislang nicht so!


    Zitat

    Eigentlich haben diese Kinder für mich somit auch nichts in einem Stützpunkttraining verloren weil das von denen als anderes - besonderes Training benutzt wird unter dem Vorsatz daß das Vereinstraining schleifen gelasst wird und somit KEINE ZUSÄTZLICHE FÖRDERUNG stattfindet.


    Müsste normal die Verbannung vom Stützpunkt erfolgen und dafür andere Kinder aufgenommen werden welche den Willen haben und der auch von den Eltern gefördert wird! Aber das diese Kinder dann auch noch mit nem Stützpunkttraining belohnt werden kann ja auch nicht sein!


    Ist vielleicht ein bisschen hart! Wir reden hier von 11- und 12jährigen, die auch noch andere Interessen und Pflichten haben. Das sollte man berücksichtigen. Wenn man's aber hart auslegt, hast du sicherlich Recht.


    Zitat

    Und zu Deinem:


    Zudem ist es so, dass mein Sohn, der durchaus ein Führungsspieler in meinem Team ist, den Sprung zum Stützpunkt nicht schaffte


    mach Dir keinen Kopf (...)


    Mache ich mir nicht! Und er auch nicht! Ich weiß, dass er die läuferischen Bedingungen des Stützpunktes nicht erfüllt und auch nicht erfüllen wird. Dies ist nun mal das A und O des Fußballs und deshalb Grundvoraussetzung. Zudem hat er nicht den Ehrgeiz, auf hohem, ihn "strapazierenden" Niveau zu spielen. Der spielt lieber "locker seinen Stiefel" in der Kreisklasse, schießt seine Tore, gewinnt des öfteren und hat Spaß anstatt in der Landesliga trotz hohen Aufwandes stetig zu verlieren. Insofern: Kein Talent im Sinne des Stützpunktes - wir sind da sehr realistisch!


    Hinsichtlich deiner näheren Beschreibung von offensichtlichen Missständen bei der Spielerauswahl beim Stützpunkt kann ich sagen, dass auch bei uns - und das ist aber nur mein Eindruck! - bei der Sichtung "geschludert" wird. Bei uns hat man in der vorigen und der letzten E-Jugend-Saison insgesamt drei (!) "Spitzenspiele" angesehen und dort die "Talente" zu weiteren Trainingseinheiten gesichtet. Meines Erachtens ein bisschen wenig! Ob auch schwächere Teams, in denen durchaus ein paar gute Spieler sind, überhaupt angesehen wurden, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß aber, dass die Stützpunktauswahl AUSSCHLIEßLICH aus Spielern der besten zwei-drei Teams besteht.


    Ich hatte mir mal interessenhalber ein Trainingsspiel angesehen und war vom insgesamt "überschaubaren" Niveau enttäuscht. Das liegt aber vor allem am insgesamt schlechten Niveau unserer Region, aber auch daran, dass dort offensichtlich Kinder trainieren, die m.E. Besseren die Plätze nehmen. Ich konnte quasi aus dem Hut zwei, drei Leute meines Teams aufzählen, die mindestens genau das mitbringen, was dort gespielt wurde...tendenziell sogar besser waren, ohne die "rosarote Brille" aufzusetzen. Dort trainierten Kinder, die zwar vom "gastgebenden" Verein kamen, aber kaum Fähigkeiten mitbrachten, die deren "Nominierung" rechtfertigten. Offensichtlich eine "Huldigung" oder "Dankeschön" an die Gastgeber! Eigentlich ein Witz! Inzwischen wurden diese aber aussortiert...


    Zitat

    Begründung vom Stützpunktes (...): Die Entscheidung müsst Ihr schon uns überlassen das haben wir nach 5 Minuten an der Bewegung auf dem Platz gesehen.


    Ich denke, dass man ECHTE Talente wirklich nach 5 Minuten erkennt! Aber wo gibts das schon?! Ob deratige Aussagen den Ansprüchen eines Stützpunktes entspricht, der ja einen "Talentepool" sichten und weiterentwickeln soll, bezweifle ich. Und dass dies schon gar nicht gerecht sein kann, darüber müssen wir uns nicht weiter unterhalten. Da gehört schon weitaus mehr dazu, als es bei dieser arroganten Äußerung zu belassen...


    entweder ihr seid die letzten mir gänzlich unbekannten guten kindgerechten trainer oder schlichte heuchler!


    ...der Reaktion von Andre auf diese Äußerung habe ich nichts hinzuzufügen.


    tja, so muss ich es mal benennen, da ich in meiner nunmehr fünfjährigen trainerzeit in verscheidenen jugenden und wettkämpfen noch niemals, NIEMALS, erlebt habe, dass mein gegenüber einen leistungsträger bei einer engen kiste ausgewechselt hat, um einen schwächeren zu bringen. wenn dies mal der fall war, dann bei einer sehr deutlichen führung.
    (...)
    aber wenn es eng ist gegen den lokalrivalen, dann möchte ich euch erleben, dass ihr mal eben zwei schwächere reinnehmt und die starken raus, damit diese ihre erfahrungen machen können. tut mir leid, das nehme ich euch nicht ab. ?(


    Habe ich auch noch nicht erlebt bzw. selber praktiziert. Was ich aber getan habe bzw. was ich weiterhin VERSUCHEN werde (auch mir fällts dann schwer!) ist, in einer derartigen "engen Kiste" meine "Anschlussspieler" rotieren zu lassen. Es gibt in jeder Mannschaft - unabhängig von Alter oder Spieklasse - eine gewisse sportliche Hierarchie (Leistungsgefüge). In meiner D gibt es beispielsweise 6 "Leistungsträger" und 5 Spieler, die spielerisch "eine Stufe drunter" liegen. Und genau diese kann man rotieren lassen, auch wenn's "eng" wird.


    Und gerade hier breche auch ich (immer noch) mit den eigentlichen Prinzipien des KIFU. Und ich denke, ich werde mich diesbezüglich auch nicht ändern. :thumbdown: ...zum Glück spielen wir übernächstes Jahr C, da darf ich mein diesbezügliches Verhalten dann offensichtlich "legitimieren". ;)


    Ich denke, dass in sich einer C, ab der bei uns dann 11 Spieler auf dem Platz stehen, dieses Verhältnis (Leistungsträger - Anschlussspieler) mit Sicherheit noch "gravierender" darstellt, so dass ein Einwechseln von allen 3-4 Wechselspielern IMMER möglich sein sollte. Im Übrigen hatte ich erwähnt, dass m.E. in der C, von der ich ursprünglich ausgegangen war, eben einige durchspielende Kinder "...keinen Deut" besser waren, als die, die draußen saßen...sieht der C-Trainer aber anders.



    ...allerdings versuche ich eine gute mischung zu fahren und alle die mitkommen, werden auch eingewechselt.
    in der c-jugend ist ja nunmehr so, dass man nur noch vier spieler wechslen darf und so wartet man gelegentlich mit dem letzten wechsel auch bis ca 10 min vor schluss wg. mgl. verletzungen.
    so nehme ich von den schwächeren immer einen anderen mit, der dann seine chance bekommt.


    Genau das meine ich, wenn ich sage, dass es für jeden Trainer gewisse Möglichkeiten gibt, den Kindern zu vermitteln, dass sie "dazu gehören". Dass man irgendwo einen Spieler wegen eventueller Verletzungen erst 10 Minuten vor Schluss bringen kann, ist absolut nachvollziehbar - würde ich nicht anders machen!

    Bei uns im KFV ist es so, dass ein "unterklassiger" Spieler in der höheren Spielklasse unbegrenzt* einsatzfähig ist. Gleiches gilt für den Einsatz von Spielern eines "Reserveteams" in der "Ersten", auch wenn diese in einer Leistungsklasse spielen. Aus Gründen der Fairness sollen dies aber nicht mehr als drei Spieler sein. Auch der Einsatz Jüngerer bei den Älteren (hier E bei der D) ist uneingeschränkt.


    *Die allgemeine Beschränkung von einem Spiel pro Tag gilt aber auch bei uns.


    Umgekehrt (Einsatz "Erste" und dann bei der "Zweiten") muss der Spieler "2 Tage" (=48 Stunden!) warten, was erfahrungsgemäß zu (absichtlichen?) Verwirrungen führt. Oft war es so, dass freitags 17:00 Uhr Erste gespielt wurde und dann am Sonntag um 9:00 Uhr bei der Zweiten mit Spielern der Ersten aufgefüllt wurde. Da i.d.R. kein Protest (Unwissenheit?!) erfolgte, blieben diese "Vergehen" unbestraft. Einmal kam es vor, dass das Spiel für die protestierende Mannschaft gewertet wurde...


    Versicherungstechnisch dürfte es m.E. keinerlei Einschränkungen geben, da die sich Versicherung ja auf Sportunfälle in Ausübung des Vereinsfußballs bezieht... und dies ist im beschriebenen Fall, auch bei "sportlich-regelwidrigem" Einsatz, gegeben.

    Hallo NF,


    ja, bei uns wird zweimal trainiert - wie ich's schon beschrieben hatte - und mit "leichtem zweimaligen Erscheinungsdruck" untersetzt.


    Unser Training haben wir ja wegen der Stützpunktkinder auf Dienstag und Donnerstag gelegt, was aber auch kein wirkliches Problem ist...wobei wir für den Winter Hallenzeiten für Dienstag + Mittwoch genehmigt bekommen haben ...da könnt's/wird's Probleme geben!


    Zitat

    Und wer nicht ins Training kommt muss dann halt auf der Bank Platz nehmen wenn Du genügend Kinder hast. Ist ja klar wenn Du 20 hast und 15 kommen immer ins Training und die anderen 5 gehen lieber zum Stützpunkt und lassen das bei Dir schleifen tja dann spielen halt auch die 15 wo immer da sind beim Spiel vorher weil Du Dich auch auf sie verlassen kannst.


    Zum Glück stellt sich dieses Problem derzeit nicht! Was einer von den (übrigen) Dreien macht ist, dass er 1x zum Stützpunkt geht und 1x bei uns erscheint. Da kann ich weitestgehend mit leben, wobei die Eltern diese Regelung getroffen haben. Hin und wieder erscheint er bei uns auch zweimal ...hängt hauptsächlich mit der Schule (Gymnasium) zusammen. Außerdem stehen mir nur 11 "leistungsnahe" Spieler zur Verfügung...


    Zitat

    Wird alles überbewertet nur bist Du halt mit qualitativ besseren Spielern in dem Training zusammen und die Kinder sind mehr bei der Sache als im bundgemischten Verein. Aber das ganze Ding wird viel zu arg hoch gehangen:-)


    Sehe ich genau so! Wie gesagt: Stützpunkttraining JA, aber das Ganze sollte m.E. vor allem von den Eltern (!) nicht überbewertet werden. Bei uns sind aber Elternteile, denen das unheimlich wichtig ist - da werden sämtliche Räder in Bewegung gesetzt und, und, und... Ich hatte mir im letzten Jahr mal angemaßt, diesbezüglich meine Meinung zu äußern - und ich war (wieder mal) der A....


    Zudem ist es so, dass mein Sohn, der durchaus ein Führungsspieler in meinem Team ist, den Sprung zum Stützpunkt nicht schaffte, was ich
    a) absolut verstehen kann (bringt die spielerischen Fähigkeiten durchaus mit, ist aber zu langsam) und
    b) wir beide aufgrund dieser Einsicht damit keinerlei Probleme haben.


    Das sehen aber andere - und das ist jetzt mein persönlicher Eindruck, da bin ich mir 100% sicher - anders, d.h. es wird mit Sicherheit (hintenrum) damit argumentiert, dass ich genau damit ein Problem hätte und deshalb verhement Anwesenheit einfordere.


    Mein Problem ist aber, dass ich nicht vor habe, das "5. Rad am Wagen" zu sein und mein Training mangels Spieler nur unzureichend durchführen kann. Aber soweit ist es, wie gesagt, noch nicht - ganz im Gegenteil!

    Die Saison (inclusive Vorbereitung) läuft bei uns nunmehr seit 6 Wochen - Zeit, so denke ich, für einen kurzen Zwischenstand.


    Nur nebenbei: Wir trainieren nicht mit der C zusammen, da sich unsere C mit einer eines Nachbarvereins zu einer SG zusammenschloss und die ihren Trainer mitbrachten.


    Was das Training des Stützpunktes angeht: Die trainieren mit den 97er und 98ern zweimal die Woche (montags, mittwochs). Anwesenheit ist ...naja, "Pflicht", d.h. es SOLLTE jeder zweimal anwesend sein ...damit man doch seine Chance erhöht.


    Zwei von meinen Spielern haben das Handtuch geworfen und gehen nicht mehr zum Stützpunkttraining. Zuvor haben diese mehr oder weniger durch Abwesenheit geglänzt - sind halt mehr die "Straßenkinder", haben ihren eigenen Kopf und werden durch ihre Eltern "null" gefördert/zu "Höherem" animiert. Beide hatten schon vor Wochen mir gegenüber geäußert, dass das Training dort keinen Spaß mache, zu anstrengend sei und ein gewisser "Drill" stattfinde (habe ich so rausgehört, wurde aber von den Eltern der anderen Kinder nicht bestätigt).


    Somit hat sich der Kreis der Stützpunktkinder auf drei reduziert: Ein 99er, zwei 98er. Alle sind weitgehend beim Stützpunkttraining UND bei uns - bis auf ein paar Ausnahmen waren die immer da...ist ja auch kein Problem.


    Ich kann mit der gezeigten Trainingsbeteiligung gut leben, bin aber gespannt, wie lange dies noch anhalten wird...

    Ich habe mich gestern mit dem Trainer der C unterhalten und ihm meinen Standpunkt dazu erläutert. Er sieht es grundsätzlich genau so, verteidigt aber seine Maßnahme der Nichteinwechslung damit, dass es eben um's Ergebnis ging. Meiner Argumentation, dass die drei Wechselspieler auch nicht schlechter seien, als 4-5 Leute der "Stammelf" folgte er nicht - muss er aber auch nicht...


    Er versicherte aber - und das sagte er ohne, dass ich ihn dazu befragte -, dass die betreffenden drei Spieler an diesem Wochenende zumindest eine Halbzeit spielen dürfen.


    Grundsätzlich soll das Nichteinwechseln die absolute Ausnahme bleiben, auch der Einsatz von "leistungsstärkeren" D-Jugendlichen soll nachrangig erfolgen. Zudem soll das Leistungsprinzip gelten, was ich weitgehend befürwortete (da sind sich, glaube ich, die meisten hier einig).


    Letztlich ein gutes Gespräch, in dem ich das Gefühl hatte, dass es der Trainer der C absolut ehrlich meint.



    Zw3rG: ...ich erkenne aus den Beiträgen zu diesem Thema keinerlei "Heuchelei" dahingehend, dass die schreibenden Autoren "...ja auch immer ihre 4 Auswechslungen vornehmen." Ich habe das Gefühl, dass hier alle ehrlich geantwortet haben - es muss ja keiner seine Meinung widergeben, und schon gar nicht heucheln. Dass die Sache durchaus problematisch und in seiner Konsequenz nicht immer gerecht ist, wurde ja soweit erkannt.


    Sicher hast du weitgehend Recht, wenn du sagst, dass 5 Minuten vor Schluss ein Wechseln unsinnig ist. "Weitgehend" aber nur, weil es für mich schon eine Rolle spielt, "Kinder" einzuwechseln und ihnen das Gefühl zu geben "dazu zu gehören". Für mich ist das sehr wichtig. Dass dies natürlich kein Dauerzustand sein sollte ist klar! Aber auch diese "Alibieinwechslungen" können rotieren. Ich gebe dir absolut Recht, dass diese "Kinder" dann "...in nem anderen Spiel ne ganze Halbzeit" spielen sollten/müssen - das sollte m.E. aber schon das nächste Spiel sein...