TRPietro, Tom meinte die jährliche Abschreibung (60 € bzw. 40 € auf 4 Jahre).
Generell finde ich den Ansatz von Tom bezüglich der Kostendeckung aber sehr gut, um die notwendigen Beiträge zu ermitteln. Ich hatte in unserem Verein immer so den Verdacht, dass dies so "Pi mal Daumen" erfolgt...weiß es aber nicht 100%ig. Allerdings werde ich bei der nächsten zeitnah zu erwartenden Beitragserhöhung (die letzte ist schon ein paar Jahre her) die Berechnung der Kosten als Grundlage vorschlagen.
Vieles wird aber auch bei uns durch die Stadt gestützt - so wurden in den letzten Jahren die Betriebskosten regelmäßig erlassen. Offensichtlich ist das nicht bei allen so, was man in der Gesamtbetrachtung durchaus berücksichtigen sollte, da es sich ja um öffentliche Gelder handelt.
Die Kostenrechnung von Chris zeigt aber ziemlich deutlich, dass eine große Diskrepanz zwischen den derzeit gezahlten und den tatsächlich zu leistenden Beiträgen vorliegt, wenngleich ich meinen Verein keinesfalls mit den von Chris genannten Strukturen dessen Vereins vergleichen kann. Dennoch bin ich mir sicher, dass allein zur Kostendeckung bei uns der monatliche Beitrag von 3 € pro Kind nicht ausreicht!
Dennoch sehe ich die Gefahr, dass eine "200%ige" Beitragserhöhung, wie sie Chris fordert - m.E. nicht zu Unrecht - bei vielen sauer aufstoßen wird...zumindest wäre es bei uns so! Gründe dafür wurden hier schon genannt, verallgemeinert kann man das auch unter "Mitnehmermentalität" stehen lassen: Positive Dinge, wie die Vereinsarbeit, werden eben gern mitgenommen und was nicht viel kostet, ist auch nicht viel wert! Da muss natürlich ein Umdenken, vor allem bei den "Kunden" (u.a. Eltern) stattfinden. Und dies kann eben nur über gezielte Kommunikation (z.B. über die Offenlegung der Kosten) mit den Kunden erfolgen.
Zudem gilt es, so denke ich, die Leistungen des Vereins einmal darzustellen. Ganz allgemein bieten unsere Vereine eben nicht "nur" Fußball an, nein! Dazu gehören neben Training, Veranstaltungsangebote (Feiern, Turniere etc.), Spielbetrieb auch noch die interne Organisation (was man noch unterteilen müsste), Organisation des Spielbetriebes, Beschaffungen, Öffentlichkeitsarbeit und, und, und! Ihr werdet euch wundern, was da alles an (Dienst-)LEISTUNGEN in eurem Vereins angeboten wird!
...dann wären wir u.U. bei einer Kosten- und Leistungsrechnung! Und dann wird's ganz böse...nein!....dann hat man eine ganz solide TRANZPARENZ dafür, was der Verein anbietet und wo welche Kosten anfallen! Veränderungen können eben auch eine Chance sein.
In unseren Kommunen - und NRW ist da vorbildlich - wird dies seit einigen Jahren umgesetzt bzw. geht man diesen Schritt, um sich genau darüber im Klaren zu sein, für Transparenz auch gegenüber dem Bürger zu sorgen (Stichwort: NKF, NKHR usw.). Wenn wir die interne Transparenz hinbekommen, sollte man diese nach außen auch darstellen - auch um Wertschätzung der Vereinsarbeit zu erhalten. Das fehlt einfach, da müssen wir, denke ich, uns alle an die eigene Nase fassen!
...und ganz nebenbei erfährt man auch, wo Einsparpotentiale vorhanden sind.