Beiträge von trainer2005

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    Ich hatte ja bereits bei dem von Andre erwähnten "neulich andiskutierten" Thema geschrieben, dass auch ich Berichte schrieb und dies auch weiterhin tue - vorwiegend für die eigene Homepage, aber auch für die lokale Presse (bei eigenen Turnieren).


    Mein Schreibstil war und ist aber der von einigen Schreibern "geschmähte" Erwachsenentext, weil man m.E. ein gewisses Niveau beibehalten sollte - zumindest für die Presse. Dennoch finde ich den "kindergerechten" Vorschlag von Andre für eine G oder F bzw. den von oTTo bezüglich des Selberschreibens der Kinder durchaus überdenkenswert.


    Generell finde ich es gut, wenn die Vereine auf ihren Homepages Spielberichte hinterlegen - ob "erwachsenen- oder kindergerecht" ist da letztlich nicht entscheidend. Ich denke, dass sich ein Verein irgendwo präsentieren sollte, dazu gehören auch kurze Berichte zum Vereinsalltag - und das sind eben vorrangig die Wettkämpfe.


    Mit Berichten in der lokalen Presse sollte man es m.E. nicht übertreiben, da dies bei beispielsweise wöchentlichen Berichten zu Spielen des unteren Jugendbereiches (meinetwegen unterhalb der D) kein gutes Bild auf den "Kinderfußball" wirft. Der Verdacht von Überstülpen des Erwachsenendenkens liegt hier nahe und findet letztlich zumeist auch seine Bestätigung. Ein Nachbarverein bringt beispielsweise regelmäßig Kurzberichte zu den Spielen seiner E, die ihre Gegner regelmäßig "vom Platz fegen". Ich kenne den Trainer ganz gut und weiß deshalb, wie er tickt...die (letztlich uninteressanten) Texte, teils zu Freundschaftsspielen gegen "große" Gegener, spiegeln eben dessen Haltung wider: "Erfolg" ohne Wenn und Aber.


    Fazit: Ein "gesundes Maß" an Information ist schon angebracht bzw. notwendig. Mit Presseberichten sollte man eher sparsam umgehen.



    Trotzdem nützlich, solche Berichte zu lesen. Dann weiß ich wenigstens, wer für eine Turnier-Einladung nicht in Frage kommt oder mit wem keine Spiele vereinbart werden.


    Naja, sehe ich aber trotz meines o.g. Beispiels nicht so. Ich suche mir die zumeist "überregionalen" Gegner (aus Nachbarkreisen) für unsere Turniere aus Tabellen (dafür sind die schon nützlich) bei fussball.de, um ein homogenes Turnier zu erhalten. Allein aus Spielberichten zu schließen und deswegen (überspitzt) zu sagen: "Die passen mir nicht!" halte ich für etwas oberflächlich. Entscheidend ist für mich immer der persönliche Kontakt/Eindruck. Wenn der nicht passt, wird künftig nichts mehr vereinbart, was bei mir aber auch erst einmal vorgekommen ist.

    Ranwie, Andre...irgendwo habt ihr recht, aber ich werde trotzdem weiter schreiben, jetzt für eine D. Es ist weitgehend so, wie Ranwie sagt: ein "Tagebuch"...für mich (und alle, die es sonst noch lesen wollen).


    ...aber wir schweifen vom Thema ab! 8)

    Ranwie, deine Antworten sind prinzipiell das, weshalb ich sagte, dass ich mich irgendwo "zwischen den Stühlen" hinsichtlich einer klaren Meinungsäußerung sitzen sehe.


    "1. Ich würde F-Jugendliche nie dem Bereich Leistungssport zuordnen, egal bei welchem Verein sie spielen!
    2. Auch kleine Vereine betreiben langfristige Ziele, im Grundsatz sogar noch intensiver, da diese später kaum Zulauf von außen haben."


    Auf jeden Fall soll eine F-Jugend niemals als "Leistungsbereich" definiert werden...war eher ein sprachlicher Fehlgriff meinerseits. Wenn ich allerdings die Äußerungen von kuebler76 höre, war ich wohl mit der Begriffswahl nicht allzuweit weg. Deshalb finde ich "Talentepool" bei Vereinen wie den Kickers (ab 4. Liga aufwärts) ganz okay. Dass wir, die Breitensportvereine, auch nicht zu unterschätzende/ zu würdigende Ziele haben ist unzweifelhaft. Wir sind ja schließlich der Selbstbedienungsladen von "Talentepool"Clubs...wir sind die Basis...ohne uns und unsere Ziele geht gar nichts!


    "Mir kann keiner weiß machen, dass die U8 der Kickers schon "ausgelernt" sind, was die Ziele der F-Jugend angeht. Insofern gibt es auch keinen Grund bereits Ziele der E-Jugend intensiv zu trainieren. Klar kann man hier und da mal etwas einstreuen, aber das hier gezeigte Passspiel, ist das Ergebnis von intensivem Training."


    Kann mir auch keiner weiß machen, habe ich auch nicht behauptet. Mir ging es bei meiner Aussage, im Ausnahmefall von den Ausbildungszielen auch abweichen zu können, eher um die "echten" Talente. Ich selber habe noch keines dieser "Supertalente" trainiert - ich bin ohnehin sehr vorsichtig mit einer derartigen Einschätzung -, aber das kann bei einem "Talentepool"Club wie den Kickers ja durchaus anders sein. Ich meine, die scouten die komplette Stuttgarter Ecke ab und werden demnach schon diverse ihrem Alter entsprechende Talente erspäht haben. Ob das so ist, vermag ich letztlich nicht zu sagen. Ich denke, Dirk Coerverfan hat das mit seinem Statement an mich gut/besser rübergebracht:


    "altersgerechte Ausbildung immer.
    Abweichungen in absoluten Ausnahmefällen ja. Die 0,3%-0,5 % Hochbegabten (Achtung ich meine nicht die 2% Talente) dürfen auch schon einmal eine Alterstufe höher trainieren."


    Dem würde ich mich vorbehaltlos anschließen! Da auch bei den "Talentepool"Clubs schon rein rechnerisch diese Hochbegabtenzahl nicht erreicht wird, muss ich meine Aussage wohl anpassen und sagen: Abweichen von Ausbildungszielen nur bei diesen "Hochbegabten" (wer auch immer das einzuschätzen vermag...ich traue das guten/erfahrenen Trainern durchaus zu).


    Wieso nur bei Talentpools? Was für einen Spieler in einem Pool gilt, müsste doch auch für ein einzelnes Talent gelten. Müsste man dieser Logik folgend nicht auch mit einzelnen Talenten in einer ansonsten durchschnittlichen Mannschaft Übungsinhalte vorziehen?


    Deine Fragen, Ranwie, dürften damit beantwortet sein...wie gesagt, durch den Hinweis von Dirk Coerverfan auf die "Hochbegabten" (ich würde auch die 2% Talente einbeziehen), habe ich etwas mehr Licht in meiner eigenen Meinungsbildung bekommen. Die folgende Aussage von Dirk Coerverfan bringt es m.E. auf den Punkt:


    Differnziert ausbilden: Das ist unser Job als Trainer. Es heißt für mich aber nicht, das ich Ausbildungsziele überspringe.sondern bei besonders weit entwickelten Kinder setzte ich die Anforderungen durch Präzisons- Raum-, Gegner- und Zeitdruck einfach höher als bei den normal entwickelten Kindern der gleichen Trainingsgruppe. Dadurch werden ihre Grundlagen noch stärker ausgeprägt. Somit brauche ich zu diesen Zeitpunkt der Ausbildung keines meiner Kinder in ein Leistungszentrum zu bringen, bevor sie dafür reif sind.


    TRPietro, deine Argumentation mit dem "Neid" ist für mich etwas zu einfach. Du scheinst da aufgrund anderer Threads in diesem Forum ja echt ein "gebranntes Kind" zu sein - ist nicht böse gemeint. Dennoch geht es hier ja um eine Grundsatzdiskussion, deren Ursprung mit Sicherheit nicht der Neid von diversen Schreibern auf das Spiel einer F ist.


    Ob man anhand von zwei Videos die Arbeit einer Trainers, hier von kuebler76, bewerten kann, ist sicherlich diskutabel. Gewisse Schlüsse lassen sich aber aus dem Spiel dieser F auch für mich ziehen. Weil meine damalige F genau diese Art von Fußball gespielt hat...und ich weiss, wie ich selber trainiert/ philosophiert habe. Das war, bezogen auf mein Team, eben nicht altersgerecht. Wenn kuebler76 aber meint, er habe sein Team voll mit diesen "Hochbegabten", ist aufgrund meiner "Meinungskorrektur" hinsichtlich des "leistungsfördernden" Trainings/ Spielverhaltens nichts einzuwenden.


    Appropos kuebler76 - dass du dich hier "stellst" finde ich gut, aber deine Aussagen entbehren m.E. schlagfertiger Argumente, zumal ich den Eindruck gewinne, dass du keine wirklichen Gründe für das Überspringen von Alterszielen hast (wie gesagt: Wenn alles "Hochbegabte" in deinem Team sind, bin ich bei dir!). Was ich glaube ist, dass bei den Stuttgarter Kickers ein gewisser Erwartungsdruck "von oben", wie Andre bereits sagte, vorliegt und man diesem standzuhalten hat. Wie sieht das auch aus, wenn ein "Haufen von Talenten" gegen eine Dorf- und Thekenmannschaft nicht gewinnt und nicht Fußball zelebriert...diesen Druck habe ich mir selber jahrelang gemacht. Bei Clubs oberhalb der 4. Liga unterstelle auch ich zumindest den Druck "von oben". Diesem musst offensichtlich auch du standhalten...mit (teilweisem) Überspringen von Alterszielen...ist kein Vorwurf, aber das ist mein Eindruck, da du ja auf das "Leistungsprinzip" verweist.


    Der Ansatz mit den Spielberichten ist interessant und für mich persönlich hochaktuell. Ich selber schreibe seit der F Spielberichte - einerseits aus "historischen" Gründen, zum anderen sicherlich auch - da bin ich ehrlich! -, um unsere "tollen Erfolge" zu dokumentieren. Bislang tat ich dies aber nur für den Aushang im Verein, sozusagen intern. Da wir nunmehr eine Vereinshomepage erstellt haben, sollen die Beiträge auch ins Archiv. Aufgrund meiner füheren "Leistungsorientierung" habe ich altersgerechte Lernziele kaum in diesen Berichten erwähnt - es ging eigentlich immer nur darum, das Spiel zu beschreiben und Mängel/ Lobenswertes hervor zu heben. Der Eindruck von Chris, den er bei den Spielberichten der Kickers hat, würde er wohl auch bei meinen Berichten haben...zumindest teilweise.


    Diesem Schreibstil bin ich bis heute weitgehend treu geblieben, wäge meine Worte nunmehr aber eher in Richtung Lobenswertes ab. Dennoch verschweige ich auch gravierende Mängel (vor allem Einstellungsmängel) nicht...in einer D sicherlich schon erlaubt. Letztlich ist es eigentlich das, was Chris schon sagte: Es ist "... schwierig, die Spielberichte so zu schreiben, dass sie dem Leitbild entsprechen."


    Dennoch kann man auch am Schreibstil von Spielberichten erkennen, ob ein Trainer/Team/Verein leistungsorientiert ist, oder eben nicht - ich spreche aus Erfahrung! Und die Vermutung nach dem Überspringen von altersgerechten Lernzielen liegt da einfach nahe...

    Ich musste mich in dieser Diskussion lange zurückhalten, da ich erst gestern den technischen Zugriff auf das Video hatte.


    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von dem Zusammenspiel der 8Jährigen (!) echt begeistert war. Klar, ich weiss mittlerweile auch, dass Passspiel nicht zu den Alterszielen einer F gehört - genau diesen Fehler machte ich vor 2-3 Jahren unwissentlich. Ich trainierte natürlich immer wieder das Dribbeln, Ballan-/Ballmitnahme etc. ...und eben das Passen. Dem Ganzen die "Krone" aufgesetzt habe ich, indem ich das Passspiel quasi einforderte: "Spielt besser einen Doppelpass, als unnötig in einen Zweikampf zu gehen!" Und das taten meine Jungs - nicht ganz so toll, wie die der "Kickers", aber immerhin.


    Nun stehe ich ein wenig zwischen den Stühlen, wenn es um die "Bewertung" des Spiels von "Talenten" - hier der Stuttgarter Kickers - geht. Warum?


    Es gibt einen "Block" (vornehmlich Andre, Dirk Coerverfan), der das "eingeimpfte" Passspiel in einer F nicht befürwortet. Ich kann alle aufgezeigten Argumente verstehen, insbesondere haben die letzten zwei-drei Statements von Andre bei mir eine gewisse Wirkung hinterlassen. Wenn ich diese mit meinen eigenen Erfahrungen (und falschen? Trainingsmethoden in der F) verknüpfe, muss ich sagen: Er hat weitgehend recht! Vor allem darin, dass meine Jungs von mir zum "Systemfußball" erzogen wurden und das irgendwo auch/vor allem auf Kosten von deren Spass ging. Ich habe aber auch gute Dribbler in meinem Team, einige (andere) könnten aber besser sein, wenn ich das Dribbeln mehr eingefordert/unterstützt hätte.


    Und da ist der "Block" (Talentfreier Vater, kuebler76, basti81), der die Meinung vertritt, dass jeder nach seinen Fähigkeiten gefordert/geschult werden sollte, was das Durchbrechen von "Altersbarrieren" hinsichtlich der Trainingsmethoden rechtfertigen würde. Auch deren Argumente sind für mich absolut nachvollziehbar. Ich denke, man muss hier knallhart differenzieren, und zwar zwischen dem Leistungs- und dem Breitensport. Als Leistungssport definiere ich einfach mal alle Vereine (wie eben die Stuttgarter Kickers), die sich irgendwo dem bezahlten Fußball verschrieben haben (also schätzungsweise ab der 4. Liga) und somit stetig auf Talentsuche sind, um eigene langfristige Ziele umsetzen zu können. Ob das letztlich kind- oder altersgerecht ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Sicher ist aber, dass dort ausgebildete Leute trainieren, sicherlich sind auch "schwarze Schafe" darunter (wie überall). Und ich denke, dass, wenn ein "Talent" bestimmte Dinge, wie Passen oder 1 gegen 1, gut beherrscht, eben entsprechend eher zum nächsten (altersmäßig höheren) Schritt übergegangen werden sollte, da sonst daraus eine Unterforderung bzw. keine Weiterentwicklung resultieren könnte. Dass die altersgerechte Ausbildung dennoch niemals aus den Augen gelassen werden darf, ist m.E. selbstverständlich!


    Also:
    - altersgerechtes Training: im Breitensport IMMER
    - Abweichung des altersgerechten Trainings: nur im Ausnahmefall, ausschließlich bei Vereinen mit "Talentepools"

    So, ich habe wegen der Studie nochmal gegoogelt und herausgefunden, dass die Studie von einem Herrn Dr. Roland Loy durchgeführt wurde. Herausgekommen ist u.a. ein Buch mit dem Titel "Das Lexikon der Fußballirrtümer".


    Mit meiner Mutmaßung hinsichtlich des Erfolgs von Angriffsspiel über Außenpositionen habe ich allerdings falsch gelegen bzw. mich falsch erinnert, was ein Interview in der 11Freunde belegt. Zitat: "Von daher war auch ich überrascht, als ich nach der Analyse von mehreren Tausend Angriffen feststellen konnte, dass sowohl Vorstöße über die Außenpositionen als auch solche durch die Mitte in zwei Prozent aller Fälle ein Tor nach sich zogen."


    Sind übrigens ganz interessante Dinge rausgekommen - so auf den ersten Blick...was dem VfL nach der Pleite gegen ManU nun aber auch nichts nützt.

    SuperTrainer, war doch eigentlich voraussehbar, dass Wolfsburg in dieser Saison eher um den 5., maximal um den 3. Platz mitspielen wird. Darauf hatte auch Armin Veh immer wieder hingewiesen: Das zweite Jahr ist halt immer das Schwierigere!


    Letztlich bringt sicherlich auch ein Trainerwechsel bestimmte Veränderungen im Team bzw. in dessen Spielweise, was "sonstige" Gründe haben kann.


    Meine persönliche Einschätzung ist (ohne wirklich WOB-Kenner zu sein!), dass der VfL nicht grundsätzlich anderen/schlechteren Fußball spielt, als in der letzten Saison. Deren Fußball war in der letzten Saison aber irgendwie unbekümmerter, was denen - verständlicherweise! - mit dem Gewinn der Meisterschaft abging. Zu guter letzt will es nun jeder dem Deutschen Meister zeigen, was m.E. zusätzlich erschwerend wirkt und unterschätzt wird. Da kann man mal sehen, und da schließe ich den KiFu absolut mit ein, was "Druck" so bewirken kann...


    Was auch auffällt ist, das gestrige 1:3 gegen ManU ist da ein Paradebeispiel, dass die Abwehr haarsträubende Fehler begeht, die die nötige Sicherheit und Risikobereitschaft im Spiel nach vorn kosten.


    Übrigens hatte ich irgendwo eine Studie gelesen bzw. hatte davon gehört, dass weit weniger Tore über die Vorbereitung der Außen fallen, als über die Mitte. In glaube, in dieser Studie, der zig 1000 Spiele zugrunde lagen, ging es (auch) um die Widerlegung bestimmter "fußballdenkender Klischees" (über außen spielen bringt mehr; es fallen mehr Tore durch Flanken; Doppelpässe als "Waffe" für das Auseianderhebeln von Abwehrreihen etc.).


    Wolfsburg ist sowieso schlecht... dass diese Meister geworden sind...


    TRPietro, wenn Wolfsburg sowieso schlecht ist, dann ist das ein Armutszeugins für die gesamte Liga! Ich denke, dass der VfL sicherlich auch von der Schwäche der "Renommierklubs" (Bayern, Bremen, zum Schluss HSV) profitiert hat, aber im letzten Jahr den, sachlich gesehen, mit Abstand attraktivsten Fußball in der Rückrunde gespielt hat. Das sollte bei dir doch angekommen sein, oder?

    Das schlimmste war der Elfmeter, wobei der Freiburger Spieler über seine eigenen Füße gefallen war
    und überhaupt kein Körperkontakt vorhanden war!


    Das stimmt so nicht ganz! Mein erster Eindruck im Fernsehen war: Elfmeter berechtigt, der haut sich doch nicht selber um. In der Zeitlupe kamen mir da schon Zweifel, eher nach dem Motto: Der ist über die eigenen Beine gestolpert.


    Gestern hat man u.a. diese Szene im DSF-Doppelpass "auseinander genommen" - und siehe da: Mit "Supervergrößerungszeitlupe" konnte man erkennen, dass Marcel Schäfer den Spieler vom SCF, dessen Laufweg von diesem mehr oder weniger gekreuzt wurde, wirklich mit dem Knie touchierte, sodass der Spieler quasi sich selber von den Beinen holt. Unglücklich, aber letztlich war der Fall des Spielers wegen dieser Berührung zustande gekommen. Insofern berechtigter Elfer!


    Übrigens wurde in der Sendung auch gesagt, dass es Studien darüber gäbe, die belegen würden, dass man sich selber nicht absichtlich so die Beine weghauen könne, dass es so aussehe, als wäre es ein Foul gewesen. Ich hoffe, das war jetzt verständlich...


    Ansonsten wünsche ich dem Vfl aber viel Glück, vor allem morgen gegen ManU, weil ich hin und wieder auch im Stadion zugegen bin.


    SuperTrainer, Gruß in die benachbarte die S-F-Arena!

    Tom, gemach, gemach!


    Ich kann in keinem der letzten Beiträge von Ranwie, Andre oder mir erkennen, dass dir persönlich jemand zu nahe tritt indem man deine sicherlich vorhandenen Versuche zur Begeisterungsverbesserung der von dir erwähnten Jungs in Frage stellt. Ich gehe davon aus, dass du dahingehend alles versuchst bzw. versucht hast - das habe ich nicht bezweifelt! Ein (Vor-)Urteil kann ich mir ohnehin nicht erlauben, das kannst sicherlich nur du allein, keine Frage!


    Aber: Mein Anliegen war - und das hast du offensichtlich als persönliche Kritik aufgefasst -, dass ich auf eventuelle allgemeingültige Tendenzen in der Trainerschaft hinsichtlich des "charakterlichen Abstempelns" von Kindern hinweisen wollte. Diesen Eindruck hätte man aufgrund deiner Aussage gewinnen können: "Meine beiden 'anderen' werden über kurz oder lang den Verein verlassen, weil sie eben keine richtigen Fußballer sind. Sie haben eben andere Vorzüge und auch andere Prioritäten. Es reicht ihnen, das Gefühl zu haben, ein Teil der Mannschaft zu sein."


    Davor wollte ich - ganz allgemeingültig! - warnen. Weil ich selber eine derartige interpretierte Haltung bei mir erkannt habe, die ich mitunter immer noch habe...aber abstellen sollte. Ich habe mich persönlich für deine Aussage "vor den Karren" gespannt, ein Urteil oder Vorwurf dir gegenüber sollte das nicht sein.


    ...ein mahnender Fingerzeig, wie du schreibst, allerdings schon! Der war allerdings für alle Lesenden gedacht und vor allem für die, die sich davon angesprochen fühlen.

    Meine beiden 'anderen' werden über kurz oder lang den Verein verlassen, weil sie eben keine richtigen Fußballer sind.
    Sie haben eben andere Vorzüge und auch andere Prioritäten. Es reicht ihnen, das Gefühl zu haben, ein Teil der Mannschaft zu sein.


    Wenn ich die Jungs vor einem Spiel frage, wo sie spielen wollen, sagen diese beiden immer, dass sie Auswechselspieler sein wollen.
    Diesem Wunsch komme ich gerne nach. Immer wieder. Das heißt nicht, sie würden nicht spielen. Nur eben nicht soviel wie die Brenner.
    Verstehst Du das jetzt, Andre?


    Tom, ich verstehe was du vermittlen willst, hinterfrage aber, was man mit derartigen Aussagen bezwecken könnte.


    Ich persönlich war genauso eingestellt und bin es in weiten Teilen immer noch: Der hat eh keinen Bock, ....kommt nur wegen seinem Kumpel, ....nimmt sowie nur den anderen den Platz weg etc. Oft ist es so, da gebe ich dir uneingeschränkt Recht, aber eben nicht immer!


    Ich habe derartige Argumente immer sehr gern dafür benutzt, um diese Kinder nachrangig einzuwechseln bzw. "ab und an" zu Hause zu lassen. "Da tue ich denen doch einen Gefallen!" ...dachte ich, genau wie du, und hatte eigentlich nur im Sinn, meinen "Stammblock" zu bringen. Das will ich dir nicht unterstellen, aber der Grad, dass es so sein könnte bzw. dass man so handelt, wie ich es tat, ist sehr schmal!


    Im Nachhinein hätte ich versuchen sollen, diesen Jungs, die mittlerweile das Handtuch warfen (weil die sowieso keinen Bock hatten oder weil ich ihnen den Eindruck vermittelte, dass sie nicht dazu gehören???), den Spaß am Fußball zu vermitteln. Ob es geklappt hätte, steht in den Sternen, ich habe es aber nicht wirklich versucht. Weil ich diese Jungs so einschätzte. Und genau das sollte man sich (du dir) als Ziel setzen: Subjetiv lustlos beurteilte Kinder durch Dazugehörigkeitsgefühl den Spaß am Fußball vermitteln. Dazu gehört eben, ja eigentlich vor allem, auch diese Jungs mit zu den Spielen zu nehmen und (annähernd) gleich lang spielen zu lassen. Ich weiß, das ist schwer, ich spreche aus eigener Erfahrung!


    Im Übrigen kann man mit seiner "Einschätzung" auch gewaltig daneben liegen. In meinem Team spielt ein Junge, der in der F begann und auf den ich im ersten halben Jahr keinen Pfifferling verwettet hätte. "Der hört eh bald auf, der schafft das nicht..." Er ist mittlerweile ein absoluter Führungsspieler geworden...und ich möchte besser nicht wissen, wen ich sonst noch falsch eingeschätzt habe, von denen, die nicht mehr dabei sind.

    Andre es ehrt dich das du dir so ein Verhalten eines Trainers, Eines Vereins oder was auch immer, nicht vorstellen kannst, auch ich hätte sowas nicht für möglich gehalten, aber genau so ist es gewessen


    "Was ich selber mach und tu, traue ich auch ander'n zu!" Ich selber gehe meist auch immer von "lieben" Eventualitäten aus, meine Frau sagt immer, ich sei zu gutgläubig. Wie soll man auch auf derartig böse Geschichten kommen, wie sie immer wieder praktiziert werden.


    Allerdings muss ich Tom zustimmen: Ich wäre nach der Mail auch nicht zum Spiel gefahren! Für mich wär's damit auch erledigt gewesen...Mail zum Staffelleiter - fertig. Offensichtlich hat das Ganze schon vorher "zum Himmel gestunken" oder Uns Uwe kennt die lächerlichen Methoden des Gegners schon aus früheren Tagen...

    Ranwie, generell finde ich's gut, dass du dir da tiefergehende Gedanken hinsichtlich eines zielorientierten Trainings machst...mir kommen derartige "aufregende" Ideen auch immer, wenn man ein paar Minuten/Stunden für sich hat.


    Allerdings halte auch ich wenig von differenzierten Bewertungsbögen, um daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Neben dem hohen Aufwand ist das von dir beschriebene Muster m.E. auch viel zu tiefgründig. Ich denke, wie es Andre schon sagte, dass es absolut genügt, dass du durch reine Beobachtung siehst, was wer kann und was eben nicht.


    So halte ich es seit mehreren Jahren, ich kenne die Defizite jedes Einzelnen...ist ja auch keine Kunst! Dennoch behalte ich immer die Trainings- und Entwicklungsziele der jeweiligen Altersklasse im Blick. Das sollte absolut genügen, um jeden Einzelnen in allen Punkten (die auch in deinem Muster enthalten sind) weiter zu bringen. Eine "Beschränkung" der Trainingsinhalte auf individuelle "Schwächenreduzierung" wirkt aus meiner Sicht kontraproduktiv.

    Also in Niedersachsen gibt es noch Tabellen in der F-Jugend. Also zumindest in der höchsten Spielklasse. Die unteren Spielklassen sind schon ohne Tabelle. Allerdings wird bei uns auch ein Hallenpokal ausgespielt für G-D Junioren (600 Mannschaften) Wie macht man das ohne Tabellen?


    oTTo, simple Antwort: Indem man keine Meisterschaften (zumindest nicht bis zur F/E) ausspielt.


    "Meister"/ die "Besten" kann man nur innerhalb eines Wertesystems ermitteln, für das man im Vorfeld bestimmte Kriterien festlegt. Dieses Wertesystem ist im Fußball in erster Linie die Tabelle, dessen Kriterien sind ebenfalls statuiert: Für einen Sieg gibt es 3 Punkte und für eine Niederlage eben keinen Punkt.


    Da Meisterschaften im Fußball zur Bestimmung der Besten ohne Tabellen nicht funktionieren, sollte man für bestimmte Altersgruppen (über deren Altersbeschränkung man sicher diskutieren kann) auch keine Meisterschaften durchführen. Fertig!

    Andre, danke zum einen für deinen "siamesischen" Rat :thumbup: und zum anderen dafür, dass du mir nicht verbal die Birne abgerissen hast!


    Ja, sicher: Wenn ich jetzt von den mir auferlegten Prinzipien abweiche, spiele ich allen anwesenden Leistungsdenkenden in die Karten. Zudem haue ich mir selber die Beine weg, indem ich das nicht in die Praxis umsetze, was ich in diversen Foren geschrieben und geraten hatte. Vor allem sind es aber die von dir beschriebenen Bauchschmerzen gegenüber den zwei Jungs, die ich bei den letzten HKM nicht gehabt hätte, die mir richtig zusetzen.


    Andererseits, und das kann ich nicht verleugnen, möchte/will ich mit dem Team zur Endrunde - weil wir da einfach hingehören. Klingt arrogant und auch leistungsbezogen, ist aber so! Was ich am liebsten will ist aber beides: Alle mitnehmen, jeder bekommt ausreichend Spielanteile und wir qualifizieren uns trotzdem...ausschließen würde ich es nicht, wird aber unheimlich schwer.


    Ich bespreche das heute mit meinem "Partner" (wir hatten uns darüber bereits lose unterhalten) und plädiere dafür, alle mitzunehmen. Vielleicht - und das kann ich heute nicht ausschließen - werde ich die beiden erst bei "glatten" Ergebnissen bringen...zumindest habe ich sie dann nicht vollends ausgeschlossen. Vielleicht wechsle ich auch konstant durch...kann ich nicht sagen...ich tendiere momentan zur ersten Variante und hoffe, dass der "9er-Stamm" frühzeitig für klare Fronten sorgt...in die eine oder eben andere Richtung.


    Naja, nicht die "feine (KiFu)Art", aber immerhin ein Kompromiss, bei dem ich nur kleine Bauchschmerzen habe...alles nicht so einfach, mit dem "Ergebnis-Entzug" klarzukommen.

    Ranwie hat mit dem, was er sagt völlig recht! Dem ist soweit nichts hinzuzufügen.


    Meine F1 hat bisher ebenfalls in ihrer Staffel noch kein Spiel verloren, aus Deiner Sicht sind wir also eine erfolgreiche Mannschaft. Ich glaube auch, dass wir das sind, aber nicht der Ergebnisse wegen, sondern weil wir unsere Linie durchziehen. Wir haben aber immer alle 10 Kinder dabei und alle, wirklich alle Kinder bekommen die gleiche Spielzeit. Die starken wie die schwachen. Es dürfen auch alle Kinder auf allen Positionen spielen. Von dieser Linie weichen wir auch in den Spielen gegen die starken Gegner nicht ab. Wenn wir kurz vor Schluss zurückliegen und mein stärksten Spieler ist draußen, weil er dran ist, dann bleibt er auch draußen. Verlieren wir mit dieser Philosophie, dann verlieren wir halt. Wen juckt das schon?


    (...)


    Du wirst vielleicht ein Spiel gegen einen starken Gegner mal verlieren. Na und? Der Erfolg liegt aber darin, dass alle Kinder zu ihrem Recht kommen und alle die besten Möglichkeiten erhalten sich weiter zu entwickeln. Und das zählt einfach mehr als die Ergebnisse.


    Hier beneide ich dich, Ranwie, besonders bei dem Fakt, dass du auch gegen stärkere Gegner nicht von deinen Prinzipien abweichst.


    Ich outete mich ja bereits in mehreren Threads als ehemaligen ergebnisorientierten Trainer, der aber auf dem besten Wege ist, dies abzustellen und die Prinzipien des KiFu möglichst 1:1 auf meine D zu übertragen. Das kann ich mit Fug und Recht behaupten!


    Jetzt mein Problem: Ich merkte bei unserem letzten Punktspiel (Erster gegen Zweiter...der Tabelle...was soll ich sagen), dass ich bei engen Spielen immer noch große Probleme habe, mich danach zu richten. Während es bei den meisten Spielen, die wir oft mit hohen Ergebnissen gewinnen, mittlerweile egal ist, ob es am Ende 12:0 oder eben bei Anwendung des KiFu "nur" noch 8:2 für uns aus geht, ertappte ich mich bei diesem einen engen Spiel, dass ich phasenweise davon abrückte. Nach letztlich ca. 5 Minuten quälendem schlechten Gewissen habe ich dann doch den an der Reihe kommenden schwächeren Spieler eingesetzt und einen stärkeren runtergenommen.


    Nächste Woche haben wir Hallenkreismeisterschaft, Vorrunde. Unser KFV hat überaus "homogene" Gruppen zusammengestellt, die sich in drei Gruppen aller bereits ausgeschiedener Pokalteams aufteilen - also alles schwächere Teams unterer Tabellenregionen - und eben drei Gruppen mit fast ausnahmslos starken Teams. Wir haben eine "Hammergruppe" erwischt, in der diverse Tabellenführer bis Platz 4 anderer Staffeln beheimatet sind. Soweit, so gut - sind wir wenigstens gefordert. Aber: Ich weiß, dass wir hier nur eine Chance haben, wenn ich auf zwei schwächere Jungs meines Teams besser verzichte bzw. diese nachrangig einwechsle. Meine D besteht aus 11 Jungs, Spielstärke in der Halle, wie ihr wisst: 1:4. Das heißt, ich könnte quasi mit zwei Blöcken antreten, insgesamt 9 Jungs.


    Was tun? Ich bin hin- und hergerissen! Ich tendiere dazu, die beiden nur bei den HKM zu Hause zu lassen und dafür bei anderen zahlreichen Turnieren, die wir haben, einzusetzen. Im weitesten Sinne würde ich mich dann auch im Rahmen des KiFu bewegen...zumindest über die Saison gesehen. Ich kann den beiden aber nicht wirklich in die Augen sehen, wenn ich sage, dass sie zu Hause bleiben sollen. Ich möchte sie eigentlich gern mitnehmen, sehe dann aber echte Probleme, die Endrunde, für die nur der Erste qualifiziert ist, zu erreichen.


    Ich weiß, klngt jetzt nach: Gebt mir euren Segen, den ich, denke ich, in dieser Runde nicht erhalten werde. Aber vielleicht helfen mir ja eure Meinungen, um eine Entscheidung zu treffen...

    Tja, Andre, gute Frage, die sich eigentlich schon durch diverse Themen dieses Forums schlich.


    Soweit ich das in Erinnerung habe, wurde von vielen die Einführung von Tabellen, die ja den Prinzipien des KiFu wiedersprechen (meinen jedenfalls einige hier) in einer D, spätestens einer C befürwortet. Genau da wird wohl die Grenze des "reinen" KiFu liegen, was ja auch mit der geistigen und körperlichen Entwicklung der Kinder/Teenies/Jugendlichen zu tun hat. Diese wollen ja spätestens mit 13-14 Jahren wie Erwachsene behandelt werden...


    Demzufolge wird wohl spätestens in einer C der schleichende Übergang zum Erwachsenenfussball beginnen. Bis dahin sollte man m.E. die Grundprinzipien des KiFu beachten und auch 1:1 danach handeln - ob mit oder ohne Tabellen, ob mit oder ohne Auf-/ Abstiegsregelungen. Für mich sind das in der D (wir reden von 11-13jährigen) immernoch Kinder, wenngleich einige auch nicht mehr ganz wie "Kind" aussehen bzw. sich danach verhalten.


    Die Aufweichung von bestimmten Prinzipien des KiFu ab einer C wäre durchaus denkbar, wenngleich ich auch hier das "idealtypische" Bild beibehalten würde. Dennoch sprechen diverse Dinge dagegen, vor allem das von den Teams erwartete interne Leistungsprinzip. Viele werden es nicht (mehr) einsehen, sich für "Schwächere" auf die Bank zu setzen - Unruhe vorprogrammiert! Zudem sprechen leider auch verbandsinterne (hirnlose) Wechselreglumentarien gegen die 100%ige Umsetzung des KiFu-Gedankens.


    Dennoch sollte sich jeder Trainer hinterfragen, ob nicht der Grundgedanke des KiFu, wenn auch hier und da abweichend, beibehalten werden sollte. Wenn ich das Prozedere mit den Einwechslungen bei unserer C sehe (Trainer lässt meist dieselben "Schwächeren" draußen), rege ich mich eigentlich immer hoch und runter. Auch 13,14 oder 16jährige können geknickt sein, wenn sie wie Looser behandelt werden. Und wenn man mit einem dieser "Looser" verwandt ist, bekommt man das umso mehr mit - einfach nur frustrierend und für den Jungen demotivierend! Und alles, um in einer Kreisklasse unter die ersten drei zu kommen - lächerlich!


    Deshalb ist es für mich als Trainer auch - oder besser: Hauptsächlich - eine Gewissensfrage.

    Ich führe auch eine Torjägerliste, ist quasi ein "Erbstück" aus ergebnisorientierten Tagen. Ich "benutze" diese auch (noch) für "Auszeichnungen besonderer Art". Bei uns bekommt halt jeder, der 100 Tore schiesst einen Pokal...habe ich vor 5 Jahren so eingeführt (ich weiss, ist völlig an der Sache vorbei!). Ist aber so!


    Es war so, dass damals (F) ein Spieler in seiner zweiten Saison bereits die 100er Marke überschritten hatte. Ich meinte, dass dies besonders lobenswert sei und habe ihm im Rahmen eines eigenen Turniers einen Pokal überreicht...Mittlerweile ist das so "Tradition" und einige Spieler haben so einen Pokal erhalten, manche mehrere.


    Der ursprünglich gut gemeinte Ansatz ist mir nun aber eher peinlich, aber was soll ich tun?! Einige stehen kurz davor, diesen Pokal zu erhalten und wissen dies auch. Soll ich diesen jetzt sagen: Pech gehabt!? Wobei ich sagen muss, dass ich immer betonte, dass es egal sei, wer die Tore schießt und mir eine tolle Vorbereitung mindestens genauso "lieb" ist, wie ein Tor.


    Auf eine Statistik im Internet habe ich aufgrund meines begonnenen Umdenkens verzichtet - zum Glück! Spielberichte schreibe ich allerdings immer noch, auch mit Minutenangaben, aber eher deswegen, um zu informieren bzw. eine "Historie" zu erhalten.

    Ich stimme Follkao voll und ganz zu! Aufklärung ist das A und O. Viele wollen sich aber nicht aufklären lassen bzw. winken (innerlich) dankend ab, wenn man mit Prinzipien des KiFu anfängt...so zumindest mein persönlicher Eindruck!


    Also müssen diese Leute zu ihrem "Glück" gezwungen werden, indem man deren Lieblingsspielzeug "Tabelle" mindestens bis zur D wegschliesst, besser bis zur C! Mir hätte das zumindest gut getan... Und wenn die dann nach ihrem Spielzeug schreien, kommt die Aufklärung - manchmal muss man eben Schritt 2 vor Schritt 1 machen, quasi als Mittel zum Zweck! Erst dann hören diese Leute zu...wie wenn man einem kleinen Kind das Feuerzeug wegnimmt, erst wegnehmen (weil dann keine Gefahr mehr) und dann erklären (damit die verstehen, welche Gefahr von einem Feuerzeug ausgehen kann). Und wenn diese Leute ein paar Jahre (G, F, E und evtl. D) gelernt haben, mit dieser Gefahr umzugehen, kann man das Feuerzeug auch offen liegen lassen...


    Da wären immer noch die "öffentlichen" Ergebnisse, mit denen auch bei Nichtvorhandensein von Tabellen Missbrauch betrieben wird/werden könnte. Deshalb sollte man neben der Tabellenabschaffung und Aufklärung auch auf das Zur-Schau-Stellen von Ergebnissen verzichten, sprich: Jegliche Ergebnisse bis zur D (?) sollten nirgendwo auftauchen - außer beim Staffelleiter, um leistungsgemäß einteilen zu können. Dann wäre die Sache m.E. rund.


    Im Übrigen haben wir unser "Spitzenspiel" 3:5 verloren...nach 1,5 Jahren wieder einmal verloren...ich habe mich geärgert, wegen unseres teils schlechten Spiels, auch wegen der "guten Chance" tabellarisch davonzuziehen. Aber ich kann mittlerweile damit besser umgehen, weils weitergeht, weil ich ein gutes Gewissen habe, alle ausreichend eingesetzt zu haben...wenngleich mich auch hier kurzzeitig böse Gedanken durchliefen (wegen der Tabelle, wegen des Ergebnisses). Ohne anschließendes Toben, ohne permanentes Geschrei. Vor nicht all zu langer Zeit hätte ich mich so lange darüber gegrämt, bis wir uns tabellarisch im "grünen Bereich" befunden hätten. "Schon" heute kann ich für mich selber sagen: Ich habs überstanden!

    Tja, die sonst nachteilige geringe Einwohnerdichte bei uns wird hier zu unserem Vorteil! Hallenzeiten sind bei uns kein Thema, auch weil unser Verein nicht alle Nachwuchsklassen besetzt hat (soll sich aber ändern!).


    Die Hallenzeiten werden bei uns vom Landkreis, dem die Halle gehört, zugeteilt, ohne jegliche Einflussnahme Dritter.


    TRPietro, dein Vorschlag ist sicher gut gemeint, aber zu 98% nicht realisierbar. Die Kommunen in Deutschland sind finanziell nicht gerade "in Rosen gebettet", eher im Gegenteil. So eine Halle verursacht neben den nötigen Herstellungskosten, die in die Millionen gehen, auch zukünftig immense Folgekosten. Da die öffentliche Verwaltung wesentlich kostenorientierter handeln muss, als sie dies bislang tat (und dies in ihren Haushalten transparent darstellen und rechtfertigen muss), dürfte das für viele nicht in Betracht kommen. Ein Versuch wärs aber sicherlich wert...