Na ich hoffe doch, Du hast den Smily hinter meiner Aussage, dass Du es Dir an der Stelle zu einfach machst, gesehen
?!
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Möchte man in Wirklichkeit auch beim weiblichen Nachwuchs bereits zum Zeitpunkt der Bildung von Stützpunkt-, Landes- oder Bundesauswahlteams das gesamte fussballerische Potential ans Tageslicht fördern. Die Jahrgangstrainer definieren sich nach ihren sportlichen Erfolgen, auch wenn sie ständig das Gegenteil behaupten.
Ich glaube, wir brauchen uns da nichts vormachen, gerade im Auswahlbereich habe ich bisher kaum jemanden getroffen, der nicht darauf bedacht ist, gute Ergebnisse vorweisen zu können. Der jeweils nächste Sichter schaut zwar in der Regel beim Sichten nach den Fähigkeiten, ohne zu beachten, welches Ergebnis die sich gerade vorstellende Mannschaft erzielt, die Mannschaft selbst wird aber meist so aufgestellt und ausgerichtet, dass man möglichst gute Ergebnisse erzielt, mindestens bedauerlich wenn nicht sogar fahrlässig am Thema vorbei. Und in dem Zusammenhang geht mit der Feststellung, einen "schwachen Jahrgang" vor sich zu haben, auch die Sorge um eine starke Mannschaft in der nächsthöheren Sichtungsstufe einher.
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Und wenn die Ausbildung auf Kontinuität und Langfristigkeit ausgelegt ist, genügt es denn nicht auch, wenn das gesamte Talentpotential dann gefordert wird, es aus dem Kind eine selbstentscheidende Jugendliche oder Erwachsene geworden ist?
Das ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle, und für die es (ohne Glaskugel) wohl auch keine Antwort gibt: Ist für die Entwicklung eines Talentes entscheidend, wie früh es gefördert wird? Angenommen, zwei Spielerinnen starten mit dem gleichen Talent ausgestattet. Die eine (ich übertreibe jetzt mal) erfährt mittelprächtiges Training in einer durchschnittlich motivierten Mannschaft, spielt gegen Gegnerinnen, die für sie aufgrund ihres Talentes keine wirklichen Gegner sind. Die andere wird relativ früh durch gutes Training gefördert und durch entsprechende Gegner (und seien es Jungs) auch gefordert. Haben beide am Ende, wenn sie "selbstentscheidende Jugendliche oder Erwachsene" sind, die gleichen Möglichkeiten? Welche Auswirkung hat die Förderung eines Talentes auf die Entwicklung desselben? Unabhängig davon ist die Talentausbildung ja auf eine frühe Ausbildung ausgerichtet (ob gut oder nicht gut), wenn ein wirkliches Talent später erst hinzukommt, wird wahrscheinlich keiner dieses Talent entsprechend ausbilden, weil zu dem Zeitpunkt alle anderen die Ausbildung bereits durchlaufen haben. Insofern wären die Chancen für dieses Talent ja wieder geringer. Ich gebe Dir natürlich recht, dass nicht alles der Talentförderung untergeordnet werden darf. Deshalb habe ich auch versucht, auf den "allgemeinen Aspekt" einzugehen:
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Ob das für die Mädchen mehr Spass bedeuten würde, ob es dem Mädchenfussball insgesamt förderlicher wäre (würde dann evt. das eine oder andere Mädchen nicht Fussball spielen, was in reinen Mädchenstaffeln dabei wäre?) und ob sich dies auf die Anzahl derer Auswirken würde, die wirklich den großen Sprung schaffen, vermag ich nicht zu sagen.
Ich bin nicht in der Lage, zu sagen, ob es den Mädchen wirklich etwas nehmen würde, wenn sie nicht in reinen Mädchenstaffeln spielen würden. In reinen Mädchenteams zu spielen sehe ich ja wie gesagt nicht so dramatisch wie manche Funktionäre, für die Entwicklung fände ich halt aber ein Spielen gegen Jungs als förderlich. Wenn die Entwicklung der Mädchen dadurch einen positiven Verlauf nimmt, dann würde ja auch ein "Nicht-Talent" davon profitieren. Ob das für dei Entwicklung des Mädchenfussballs gut wäre ist auch dahingestellt. Die Qualität und das Niveau würde sicher steigen, was wiederum erschweren würde, dass ich einfach ein paar jugendliche Mädchen nehme und z.B. in der B-Jugend eine neue Mannschaft an den Start schicke, was beim derzeitigen Niveau kein großes Problem darstellt, zumindestens bei uns.