Du wirst evt. das Problem haben, alle bei Laune zu halten, denn sie wollen ja doch meist toben. Ich würde mich in anderen Aktionen betätigen, Schwimmen gehen, Spielparadies oder so. Kostet natürlich auch ein wenig, aber macht Laune.
Edit: Gerade bei den kleineren wollen immer alle möglichst gleichzeitig etwas machen. Im Training kein Problem, jeder einen Ball, los gehts. Bei solchen Spielen im Vereinsheim kann halt aber meist nur einer oder zwei, auf jeden Fall haben viele Pause. Da muss das Spiel schon so interessant sein, dass alle trotzdem dabei sind, auch wenn sie nicht dran sind, und das ist in dem Alter nicht ohne..
Beiträge von Holler
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Am Wochenende hat Christoph Daum sozusagen eine Lanze GEGEN das Image von Hoffenheim gebrochen. Da war die Rede davon, dass sie nach vorne immer wie der sympathische Dorfklub tun, aber sich dieses Wochenende von ihrer ganz unfairen Seite gezeigt haben, indem sie nach einem Foulspiel vor ihrer Bank im Spiel gegen den 1.FC Köln Stimmung für eine rote Karte gemacht haben. Im Doppelpass am Sonntag war dann die Rede von einem Hoffenheim-Bonus, den es bereits geben soll.
Ich persönlich finde die Nummer Hoffenheim klasse. Da wird Fussball mit Herz UND ganz viel Verstand gespielt. Klar ist da auch jede Menge Geld im Spiel, aber anders als wie jetzt bei Manchester City, wo große Namen (aktuell Buffon) mit übergroßen Beträgen zusammen geholt werden sollen, hat man mit viel Weitsicht einen Kader zusammen gestellt und man ist dabei, Möglichkeiten für die Nachhaltigkeit zu schaffen. Herr Hopp hat ebenfalls im Doppelpass und auch immer wieder woanders aufgeführt, welche Rolle das Jugendförderkonzept in Hoffenheim spielt. Alles in allem eine wie ich finde tolle Sache, nebenbei macht es auch noch Spass zuzuschauen.
Es wird Woche für Woche gefragt, wann denn endlich das Ziel Meisterschaft offen ausgesprochen wird. Meine erste Sorge war, dass sobald man in Hoffenheim nicht mehr umher kommt, aufgrund der aktuellen Ergebnisse und des Tabellenstandes die Zielsetzung nach oben zu korrigieren, alle nur noch darauf warten, ihnen bei Nichterreichen dieser immer wieder aufgezwungenen Ziele Scheitern vorhalten zu können. Des Weiteren haben sich viele an der Spielweise der Hoffenheimer erfreut, jetzt wo sie weiter so erfrischend UND erfolgreich spielen, fängt man scheinbar aber langsam an, sie wieder "auf den Boden holen zu wollen".
Sind das wirklich die Neider, die da langsam aus den Höhlen kriechen? Sind es die Etablierten, die sich so langsam aber sicher doch Sorgen machen, wie lange Hoffenheim ihnen da in der Tabelle vor der Nase herumtanzt? Oder sind die Hoffenheimer am Ende doch gar nicht so sympathisch, wie sie da tun?
Ich persönlich denke, Hoffenheim ist ein Profibetrieb, der aus seinen sicher guten Möglichkeiten excellentes gemacht hat. Herrn Daum wird es sicher stinken, dass er noch so gut in dem Zirkuszelt Köln arbeiten kann, die positiven Aufsteigerschlagzeilen gehören uneingeschränkt Hoffenheim. Wie seht Ihr das?
Edit: Zu der besagten Situation am Wochenende, ich bin da ganz auf Rangnicks Seite: Bei dem Foul wäre ich auch auf der Bank hochgesprungen, in Echtzeit eine meiner Meinung nach durchaus rotwürdige Grätsche, an der Mittellinie die Verletzung in Kauf genommen. Eine Karte fordern habe ich trotz vielfacher Wiederholung in verschiedenen Berichterstattungen keinen der Hoffenheimer gesehen, ganz im Gegensatz zu den Kölnern im weiteren Spielverlauf. Oder haben die Hoffenheimer bereits bei mir einen Bonus?
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Sofort und streng sollte der Verein reagieren. Das ist kein Ritual, sondern entwürdigend. Wir haben hier schon lange und ausführlich über das Thema Duschen diskutiert, ich bin froh, dass meine Jungs nach dem Sport duschen, wenn so etwas bei uns vorkommen sollte, würde ich unter der Decke fliegen


Ich würde ein Gespräch mit den Übeltätern, den Betroffenen sowie den Verantwortlichen (Trainer, Jugendleiter) anberaumen. Durch dieses Gespräch würde ich einerseits deutlich machen wollen, dass die Betroffenen nicht alleine stehen, sondern eine wachsame Gruppe (Trainer etc.) um sich haben. Des Weiteren würde ich die Übeltäter durch die Konfrontation beider Gruppen in die Situation bringen, sich mit dem Geschehenen auseinandersetzen zu müssen. Am Schluss sollte die Einsicht stehen für das, was da gelaufen ist mit entsprechenden Konsequenzen, je nachdem, wie sie sich in diesem Gespräch verhalten haben. Da ich die Jungs sowie Euer Vereinsgefüge nicht kenne, kann man dazu auch schlecht etwas sagen, das kann von bis gehen. -
Das scheint ein klarer Fall zu sein, wo der Ehrgeiz über das Ziel hinausschießt, evt. noch mit der Meinung, sich aufgrund des "Mehr" an Leistungsvermögen alles erlauben zu können.
Gleich den Hammer kreisen zu lassen halte ich für keine gute Möglichkeit. Der Junge scheint sich selbst nicht im Griff zu haben und sich das Miteinander und den Spass am Fussball zu nehmen. Mit viel Einfühlungsvermögen kannst Du versuchen, in einem ruhigen Gespräch unter vier Augen dies mit ihm zu klären. Vielleicht schaffst Du es, ihm die Augen zu öffnen und gleichzeitig Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das eine oder andere zu lösen ist. Ich würde ihm auf jeden Fall versuchen die Hand zu reichen. Es ist ja auch gut, dass Du Dir Gedanken machst, um ihn nicht vollends den anderen "zum Fraß vorzuwerfen".
Letztendlich muss an der Stelle aber auch das Miteinander vor der Leistung stehen. Auch wenn er mit Abstand der beste ist, muss ihm klar werden, dass ihm dies nicht das Recht gibt, sich so zu verhalten. Du musst klare Grenzen ziehen und ihm auch ganz klar machen, dass Du so etwas nicht durchgehen lassen kannst und willst. Das wichtigste ist für eine solche Mannschaft das Miteinander. Eine gute Stimmung im Team und Spaß zusammen hält die Kinder eher langfristig zusammen als wie ein Sieg mehr oder weniger am Ende der Saison. Ein vernünftiges Miteinander sollte daher wichtiger sein als ein Sieg am Wochenende, so nimmst Du ihm auch die Sicherheit, alles machen zu können, denn er wird davon ausgehen, dass ihm eh nicht viel passieren kann, da ihr ihn ja braucht. Wenn er sich als Teil der Mannschaft sieht und nicht als der wichtigste Teil der Mannschaft, dann könnt Ihr zusammen versuchen, seinen Ehrgeiz in vernünftige Bahnen zu lenken, unterdrücken solltest Du ihn nicht.
Also Gespräch suchen, Situation aufzeigen, Lösungen finden, Regeln festlegen und konsequentes Handeln beim Abweichen davon. Das kann dann auch mal heißen, dass Ihr am Wochenende ohne ihn spielt oder er nur eingewechselt wird. Versuche ihn mit ins Boot zu nehmen, zusammen ist die Chance sicher größer als wenn Du ihn nur abstrafst.
Überdenke aber auch das Handeln des Vaters, wenn er auch so ehrgeizig war, wird er hinter Deinen Maßnahmen stehen? Wenn nicht, dann kann Dein Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt sein. Das wäre dann aber auch so, dann müssen der Junge und der Vater eben mit den Konsequenzen leben. Für den Fall muss das Wohl der Mannschaft im Vordergrund stehen. -
Am Wochenende hat es nun den Veh erwischt, der so richtig oft noch nicht genannt wurde. Ich war sehr überrascht. Noch vor dem Wochenende hat Veh ja gesagt, dass die laue Sasion auch sein Verdienst sei, da er zusammen mit Horst Held für die Einkäufe zuständig zeichnet, die ja nun nichts gebracht haben. Aus dieser Aussage habe ich geschlossen, ok da sind Realisten am Werk, die nicht die Nerven verlieren und an den Ursachen arbeiten. Stuttgart und Veh scheinen für mich eher uninteressant, typisch Mittelplatz halt und ich hatte den Eindruck, die immer noch nachwirkenden Ansprüche aus der "plötzlich und unerwartet" eingefahrenen Meisterschaft 2007 sind langsam der Realität angeglichen. Nun die Trennung und die Aussagen des Herrn Held im Doppelpass gestern, die für mich wie Erklärungsversuche eines Managers klangen, dem die Nummer deutlich zu groß ist. Eine Trennung von Veh UND Held wäre für mich nur die logische Konsequenz, wenn man das ganze als gescheitert erklärt und einen Neuanfang wünscht, aber da greift wohl wieder das Prinzip des Schwächsten in der Kette und das "Jeder ist sich selbst der nächste".
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Ich habe mir jetzt mal den ganzen Beitrag durchgelesen, als er lief, war ich noch nicht dabei, die Forumswelt mit meinem Wissen und Unwissen zu nerven
Ganz am Anfang standZitat:
Die Kleinen (F2 und G) laufen aber oft ohne Plan an, bzw. laufen zum Ball, hauen irgendwie drauf, egal ob starker oder schwacher Fuss, ziehen auch nicht durch.
was ja auch den einen oder anderen Kommentar erzeugt hat. Ich habe irgendwann mal gelesen (war glaube ich sogar hier im Forum), dass die Weichen GEGEN die Beidfüssigkeit oft schon bei den Bambini gestellt werden, und ich habe mich tierisch geärgert, weil ich es nämlich bei meinen Jungs genau so falsch gemacht habe. Warum? Viel zu früh wird die Meßlatte angelegt, wie weit oder wie hoch so ein Zwerg schießen sollte. Da wird dann an einem Fuss immer wieder gearbeitet, der andere bleibt "links liegen", weil das kind erstmal üebrhaupt unter die Latte schießen können soll. Wenn das dann geschafft ist, hat das Kind natürlich riesenbock, jetzt den schwachen Fuss zu nutzen, wo es mit dem anderen doch so gut klappt
Ich würde es jetzt anders machen, nämlich die Beidfüssigkeit vorne anstellen bzw. eben nicht nur den starken Fuss weiterentwickeln in beschriebenem Maße.
Du hattest nach Tips gefragt: Ich fordere meinen Jungs bei allen Übungen beide Füße ab, d.h. teilweise werden Übungen bereits so aufgebaut, dass ich mal von der einen und mal von der anderen Seite komme und den jeweils optimalen Fuss zu nutzen habe. Generell lobe ich den Schuss mit dem schwächeren Fuss (und sei er noch so "blind") auffällig häufiger als einen guten Schuss mit dem geübteren Fuss. Die Kinder merken es und es überspielt den Frust, mit dem ungeübteren Fuss nicht getroffen zu haben. Bei jeder Technikübung wird frei (die Kids sollen selbst den Fuss wechseln) oder per Vorgabe der ungeübtere Fuss mit eingebaut. Wenn es zur Normalität im Training geworden ist, dann stört sich auch keiner mehr daran, und wenn die ersten Erfolge da sind, dann ist sowieso alles tralala. -
Zitat:
Andre schrieb am 23.11.2008 15:12
Zu Gast war eine D, welche in ihrer Staffel mit ca. 50:0 Toren auf Platz eins stand und ungeschlagen war. Üblich wäre es gewesen, dass der gegnerische Trainer pfeifft bzw. jemanden aus eigenen Reihen pfeiffen läßt, weil man zu Gast war. Trotz der Tatsache, dass hier wohl 4 Leute dazu fähig gewesen sind, bevorzugte man, den zum Anpfiff allein verantwortlichen Trainer des Gastvereins kompromisslos pfeifen zu lassen.
In der Folgezeit bemerkte man in eigenen Reihen, dass der Trainer des Gegner, dessen Spieler und auch die Eltern jede Schiedsrichterentscheidung bemängelte, dieses lautstark.
Ich bin da jetzt vielleicht ein wenig blöd, aber so ganz habe ich es nicht verstanden:
Bei Euch ist es üblich, dass der Heimverein pfeift. Dieser war trotz vier wohl fähiger Leute nicht bereit zu pfeifen, daher hat der Trainer der Gastmannschaft gepfiffen. Die Heimmannschaft (Trainer, Eltern, Spieler) wurde dann im Verhalten sagen wir mal auffällig.
Trotz mehrfach lesen komme ich immer durcheinander, anfangs liest es sich für mich so wie von mir geschildert, aber der Absatz..Zitat:
Dann stand es aus dem Spielverlauf 1:0 gegen die Mannschaft, die bis Dato noch nie verloren hatte. Hierauf wurde der Trainer spürbar hecktisch und verbissener, ebenso die Eltern. Alles und jedes wurde noch lauter bemängelt.
Ein gegnerischer Spieler fiel hier besonders auf, weil er dem Schiri mehrfach beleidigte. Beim exakt vierten Mal -ich betone- vierten Mal sagte er dem Schiri wörtlich, er solle sich eine Brille kaufen.
.. liest sich für mich dann wieder, als wenn der Heimverein pfeift. Wie gesagt, bin da vielleicht ein wenig langsam im Kopf, kläre mich doch trotzdem bitte auf
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Das klingt alles soweit ganz gut. Zum Einwand von Madd: Wenn bis dahin alles geklärt ist, entsprechende Gespräche gelaufen sind zwischen Trainer/Mannschaft/Jugendleiter, dann halte ich es für ausreichend, mit den Kapitänen solche Sachen zu besprechen. Zu dem Zeitpunkt ist ja bereits eine Basis gefunden, sonst würde es zu dem Zusammentreffen zwecks Festlegung der Ziele und Verhalternsregeln ja gar nicht kommen. Für das Festlegen von Regeln muss ich als Trainer in dem Altersjahrgang nicht über jede Regel abstimmen, und die Kapitäne haben das Amt genau für so etwas ja inne.
Ich würde aber an Deiner Stelle gar nicht so viel Augenmerk auf die Eltern legen. Du wirst nie alle vollends überzeugen können, Eltern sehen oft vieles durch die von Dir genannte Brille. Wenn es zwischen Dir und der Mannschaft eine Basis gibt, dann gibst Du letztendlich vor, wie es zu laufen hat, und dannach haben die Eltern sich auch zu richten. -
Ich habe ja nur "kleine" Jungs, bewege mich daher mal wieder in der Theorie:
Wie verhält es sich mit dem rechtlichen, darf man Jugendliche einfach so bei vorliegenden Gründen aus dem Vereinsbetrieb ausschließen, ihnen also die Teilnahme generell verweigern?
Wie ist es denn bei B-Jugendlichen allgemein, wenn Probleme auftreten, wird dann mit den Eltern gesprochen oder werden die ggf. auch ohne Gespräch mit den Eltern vor die Tür gesetzt?
Wer sind für Euch die offiziellen Ansprechpartner, die Betreuer des Internats?
Muss man den Verantwortlichen, wenn es zum Ausschluss kommt, dies mitteilen oder reicht es, die Jungs zu informieren?
Das wären Fragen, die ich für mich abklären wollen würde. Ansonsten klar, ich würde auch eine schnelle Klärung der Situation wollen.. -
Ich denke, da kommt dann das Problem der Regeländerungen zwecks Regeländerung zum Tragen, also etwas ändern einfach mal um was zu ändern. Herr Blatter wäre da wohl ein großer Fan von
Was würdest Du Dir von Auszeiten versprechen? Bei meinen Jungs hätte ich sie mir, gerade als sie noch kleiner waren, oft gewünscht, um die kleinen Geister zu sortieren
, aber im großen Fussball? In der Praxis sähe das so aus, dass alle erstmal zusammen kommen müssten, was in der Halle oder beim Eishockey ganz unproblematisch ist, auf dem großen Fussballfeld aber eine enorme Verzögerung bedeuten würde. Der Fussball ist stark geprägt vom taktischen Verhalten einer Mannschaft über das ganze Feld, was in der Halbzeit manchmal komplett neu aufgesetzt wird, während es beim Handball z.B. immer um die Ausführung relativ kurzer Angriffs- und Abwehrstrategien geht. Beim Handball oder auch Eishockey werden solche relativ kurzen und kleinräumigen Änderungen in einer Auszeit angesprochen. Da stellt sich die Frage, ob dies etwas ist, was unseren Fussball interessanter machen könnte.
Zu der Umstellung auf z.B. vier Stürmer:
Das wäre wieder etwas, was ich mir gut vorstellen könnte, durch kurze Wechsel den Gegner vor neue Aufgaben stellen. Es würde sich wahrscheinlich in Grenzen halten, denn wer würfelt so einfach mal die ganze Truppe durcheinander, klingt aber interessant. Die Spielsysteme und die Möglichkeiten des Gegners für Gegenmaßnahmen sind zur Zeit glaube ich ziemlich gefestigt, es sieht nicht so aus, als wenn in nächster Zeit etwas Revolutionäres an der Stelle passiert, diese Änderung würde da bestimmt Bewegung reinbringen.
Ich denke, man sollte über alles nachdenken und "provozierend" fragen, denn nur wenn man sich damit auseinandersetzt, kommt am Ende etwas heraus. An anderer Stelle hatte ich meine Meinung schon mal kundgetan, dass ich vorsichtig wäre mit Änderungen, weil sonst kommt am Ende wirklich Show dabei heraus, wenn ich mir immer etwas neues einfallen lasse. Manche Anregungen sind aber durchaus interessant, und dazu zähle ich auch die von dem Herrn Peters. -
Da beide wohl recht gut fussballspielen können laut Felix' Aussage, werden sie wahrscheinlich auch aus Interesse am Sport ins Team gekommen sein, für mich hört es so an, als wenn ihre "allgemeinen Umgangsformen" dem im Weg stehen. Eine bestehende Hirachie gibt es ja auch in der Mannschaft von Felix, zumindestens können sie äußern, was sie wollen und was nicht, der teilweise unfreundliche Umgang ist eben nicht gewollt. Dafür braucht man nicht die A-Jugend heranzuziehen. Es bringt meiner Meinung nach nichts, solche Jungs in eine höhere Alterstufe zu schicken, damit die älteren Jungs ihnen klarmachen, was geht und was nicht. Dein Beispiel mit Eurer C2/C1 klingt so, als wenn Du eher bereit bist, auf die Charaktäre einzugehen und mit ihnen zu arbeiten, was ja auch gut ist. Du würdest hier aber die Alterstruktur durcheinanderwürfeln, wenn Du die Jungs in die A schiebst, wobei da dann ja ein Trainer sein muss, der diese auch mit ihrer Geschichte aufnimmt und bereit ist, die Probleme zu verarbeiten, oder wolltest Du den älteren Jungs die "Erziehung" überlassen?
Das andere, was Du ansprichst, klar wäre es blöd, wenn man bei Jungs, die man fussballerisch gebrauchen kann, mehr Aufwand betreibt als bei ungeübteren Jungs. Die Akzeptanz von Spielern, die kicken können, ist aber natürlich höher untereinander. Insofern sind solche auch trotz der Vorgeschichte leichter zu integrieren. Ich hoffe einfach mal, dass Felix ihnen aber auch eine Chance gegeben hätte, wenn sie nicht so geübt wären. -
Stimmt, es ist aus der Entfernung schwer zu beurteilen. Wenn es bereits eine solche Grundstimmung gibt, dann wird da so wohl nicht viel zu machen sein. Es obliegt dann Dir als Trainer, ob Du bereit bist, Dich weiter dafür zu engagieren, ich empfehle Dir aber auf jeden Fall, darüber die Mannschaft als solche nicht hinten anzustellen, denn in erster Linie bist Du der Trainer der Mannschaft und nicht Integrationsbeauftragter des Dorfes.
Mein Vorschlag der Kooperation bezog sich auch auf die Partner Verein/Internat und nicht Du als Trainer/Internat.
@ Mic und Hattabi: Stellt Euch mal vor, Ihr wärd Trainer der A und Felix würde Euch die beiden Jungs dort hineinschieben, weil sie bei ihm Stunk machen, ich sehe die Begeisterung in Euren Gesichtern förmlich vor mir
Ich denke, das würde die Problematik nicht lösen, nur weil die eine Mannschaft die Jungs nicht will (Hattabis Variante) oder um ihnen zu zeigen, wo der Hammer hängt (mics Variante), das wäre nicht zielführend. -
Dann würde ich sie lieber zum nächsten anstehenden Training wieder dazunehmen, da können sie gleich wieder mit einsteigen und mitmachen. Zum Spiel wieder dazukommen und zuschauen müssen könnte den Effekt, sich besonnen zu haben und wieder mitmachen zu wollen, gleich wieder zunichte machen.
Mir gefällt aber immer noch der Gedanke der Integration sehr gut:
Gibt es vielleicht doch die Möglichkeit, zusammen mit dem Internat eine sagen wir mal Kooperation auf die Beine zu stellen? Es könnten ja einzelne Spieler aufgenommen werden, man überlegt sich zusammen (Internat und Verein) Umgehensweisen mit solchen Problemen wie bei Dir aufgetreten oder eben auch im Bereich des Internats positive Auswirkungen, wenn sich Kids bei Euch gut integriert haben. Würde natürlich eine Mitarbeit des Internats in nicht zu geringem Maße voraussetzen. -
Zitat:
Chris schrieb am 20.11.2008 10:27
ALLE D-Jugenden in dieser Liga gucken nur noch auf Ergebnisse, auch wir! Es wird reiner Ergebnisfußball gespielt, alle Lernziele einer D-Jugend rücken völlig in den Hintergrund, kleine gewitzte Mannschaften haben ganz klar Nachteile gegenüber den Mannschaften, die ein, zwei früh pubertierendene Leichtathleten in ihren Reihen haben. Wir machen das Spiel mit (und stehen u.a. durch unseren Leichtathleten gut da, ein Spieler, der in der C-Jugend, wenn die anderen "nachgewachsen" sind, keine Rolle mehr spielen wird). Ich ermuntere unsere Trainer aber sogar noch dazu, dem Ergebnis fast alles unterzuordnen, eigentlich gegen meine Überzeugung, aber es ist für uns einfach sehr wichtig, in dieser Liga zu bleiben.
Warum ist es wichtig, in der Liga zu bleiben? Es müssen ja schon gravierende Gründe sein, damit man seine eigentliche Überzeugung über Bord wirft..
Ich könnte mir vorstellen, um der nachfolgenden Mannschaft eine Spielklasse und somit die Möglichkeit zu geben, ihrem Leistungsstand entsprechend zu spielen. Das würde natürlich im Umkehrschluss bedeuten, ich bilde Jungs gut aus, muss sie dann quasi "verheizen", damit die dannach ausgebildeten Jungs wieder in dieser Liga spielen können, wo ich sie aber auch wieder unter Ergebnisdruck verheizen muss usw. ?!? -
uiuiuii, da hast Du aber ein Thema am Hals
Ich halte es für absolut lobenswert, dass Du Dich mit dem Gedanken beschäftigst, diese zwei Gruppen Jugendliche zusammenzubringen, Dorf und Internat (mich würde noch interessieren, ob in dem Internat prinzipiell "schwierige Jungs" untergebracht sind oder ob es sich um eine andere Art von Förderinternat handelt, wo nur diese beiden negativ auffalen, hat aber zum eigentlichen Thema für mich jetzt keinen besonderen Bezug).
Die Frage ist, ob das gerade in dem Fall für Dich zu wuppen ist. Ab und zu ist ja davon die Rede, dass wir Trainer in den seltensten Fällen ausgebildete Pädagogen sind, oder gar Sozialarbeiter. Wir haben natürlich generell einen gewissen sozialen Auftrag dadurch, dass wir uns mit Kindern/Jugendlichen regelmäßig beschäftigen, aber in diesem Fall könnte das eine Nummer zu groß sein. Denn was hast Du davon, wenn Du Dich um die Integration dieser Jungs kümmerst und ihnen damit wie Du sagst eine Chance gibst, wenn es nicht in letzter Konsequenz gelingt und dadurch sogar andere die Lust verlieren. Integrieren heißt ja einbinden, wenn es Dir aber nicht gelingt, diese beiden einzubinden, weil sie sich nicht in ein Mannschaftsgefüge einordnen lassen wollen, dann hast Du kaum eine Chance.
Die beiden sofort rauswerfen wäre wohl zu einfach, ja. Sie um jeden Preis in der Mannschaft zu belassen wäre aber auch verkehrt, es sei denn dieses mehr an Spielqualität ist Dir mehr Wert wie eine grundsätzlich gut funktionierende Mannschaft mit ordentlichem Umgang etc., was ich persönlich nicht hoffe oder sagen wir mal so, käme für mich gar nicht in Frage.
Sind die beiden im Internat schon abgestempelt und aufgegeben? Vielleicht kannst Du ja dort Unterstützung bei Deinem Vorhaben erhalten, die beiden Gruppen zusammenzuführen. Ich würde dort mal vorsprechen. Ansonsten bleibt Dir nur das Ankündigen von Konsequenzen und das eben auch konsequente Umsetzen sprich Rauswurf. -
Zitat:
Zaungast schrieb am 19.11.2008 08:46
Bernhard Peters macht hier einen Denkfehler, Fussball ist nicht Hockey. Das Feld ist viel grösser, die Anzahl Spieler ist grösser, und und und.
Wollen ja bei den Fakten bleiben..
"Das Spielfeld ist 91,40 Meter lang und 55 Meter breit. ... Eine Feldhockeymannschaft besteht wie beim Fußball aus einem Torwart und zehn Feldspielern. Außerdem sind pro Team bis zu fünf Wechselspieler erlaubt, die bis auf kleine Einschränkungen (nicht nach einer von den Schiedsrichtern verhängten Strafecke) jederzeit und in beliebiger Häufigkeit wechseln dürfen (Interchanging-Regel)."
Quelle: http://www.hockey.de/VVI-web/default.asp?lokal=DHB
"Faszination", dann links "Feldhockey" -
Zitat:
thom schrieb am 20.11.2008 08:30
gelten eure Antworten -Mannschaften mischen- auch bei sehr großen Leistungsunerschieden?
Ich mache leider die Erfahrung daß Kids die den Ball nicht so sicher behaupten können auch nicht so häufig von den erfahrenen Spielern angespielt werden. Sich auch weil sie sich noch nicht so gut freilaufen.........
Deshalb werde ich wohl diesmal für die Hallensaison den anderen Weg gehen und die neuen Kids die noch nicht so lange dabei sind ein Turnier (fast) allein bestreiten lassen.
(Ist schon ein heftiger Unterschied in unserer Mannschaft, die einen spielen schon 4 Jahre die anderen erst 4 Monate)
Gruß
Thom
Das ist jedenfalls mein Ansatz: Wenn Du die Mannschaft möglichst gleich aufteilst, also auch etwas ungeübtere mit Geübteren, dann kommt genau das, wenn auch von den Kids nicht unbedingt bewusst oder gewollt, dabei raus: Der Ungeübtere wird evt. weniger angespielt, Schlechtes Abschneiden könnte ohne Beisein des Trainers dem ungeübteren Spieler angelastet werden etc.
Wenn Du aber für die bessere Mannschaft Deines Teams stärkere Turniere und für die schwächere Mannschaft eben auch schwächer besetzte Turniere findest, dann haben alle die gleichen Möglichkeiten, und vor allem sind dann auch die ungeübteren gefordert, was teilweise in Leistungen führt, die man dem Spieler nie zugetraut hätte und die er neben stärkeren Spielern wohl auch nie gezeigt hätte.
Bei dem Turnier von uns ist die "stärkere" Truppe in ihrer Gruppe "nur" zweiter geworden, während die "Schwächere" Truppe in ihrer Gruppe erster wurde. Ergebnis: die stärkere Truppe spielte um Platz drei, die schwächere um Platz eins, landete also besser. Spass gemacht hat es allen, weil sie sich gegenseitig angefeuert und füreinander gefreut haben. -
Schwierig, da aufgrund der relativ geringen Spieleranzahl die "Mittel" fehlen. Ich denke aber auch, dass der eine oder andere gehen müsste (damit meine ich nicht Dich
)
Weggehen/Hinschmeißen halte ich für nicht so gut, Du gibst Dich damit als schwer getroffen. Wenn Dich Deine "guten" Spieler quasi überreden, weiterzumachen, dann haben sie das Heft in die Hand genommen, was in dieser Situation zwar schön ist, Deine Position aber nicht stärkt.
Ich würde mir ganz genau überlegen, auf wen ich noch bauen möchte, evt. den einen oder anderen (können natürlich so viele nicht sein) ins sonstwo schicken, ganz klare Vorgaben machen, was wie zu laufen hat, aber ohne "Sonst gehe ich"-Androhung. Dann würde ich versuchen, dass ganze über die positive Schiene zu knacken, also das Verhalten Deiner sich gut verhaltenden Spieler in den Vordergrund schieben und versuchen, das zu stärken.
Klingt zwar blöd, aber über Abstrafung des schlechten Verhaltens wirst Du wahrscheinlich nicht viel Erfolg haben, sondern Du müsstest versuchen, die Spieler in ihrem schlechten Verhalten "abzuholen" und ein gutes aufbauen bei denen, wo es noch möglich scheint. Verdammt viel Arbeit, und es knabbert auch an einem, wie Du ja schon schreibst. Ob Du dazu bereit bist, musst Du für Dich selbst entscheiden, ich hoffe es mal für Dich und Deine "guten" Spieler.
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Ich halte ein Training, wo Du 2x11 Spieler auf den Platz stellst im Training und bestimmte Situationen "durchspielst", für nicht so effektiv, wie Du es Dir vorstellst. Du schreibst ja von grundlegenden Schwächen in nahezu allen Bereichen. Ich denke auch, dass Du da gedanklich einen Schritt weiter bist. Du hast ja recht, wenn Du in bestimmten Situationen bestimmte Handlungsmuster für angebracht hältst. Wenn aber ein Spieler den Ball ins Seitenaus "kloppt", teilweise nicht mal unter großer Bedrängnis, dann liegt dass meiner Meinung nach nicht daran, dass er nicht auf die Idee gekommen ist, den Ball z.B. die Linie lang zu spielen, was Du ihm durch "zeigen" im Training nahebringen möchtest.
Du schreibst ja, dass Deine Jungs das Ball hin- und hergeschiebe bereits können. Da sie den Ball aber ins irgendwo ballern spreche ich genau das Deinen Jungs einfach mal ab, auch wenn ich sie natürlich selber nie gesehen habe. Wenn die Jungs über genügend Technik verfügen und sich um Ballannahme und Ballpassen keine Gedanken mehr machen brauchen, weil es auch unter Bedrängnis klappt, dann haben sie auch die Ruhe, die Situation zu erkennen und Lösungen zu finden (Pass zum Keeper etc.). Natürlich macht es dann auch Sinn, im Training Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Situationen zu erarbeiten, die die Jungs dann im Spiel anwenden können. Du wirst aber nicht grundsätzlich die Lösungen im Training vorgeben können und sie dann am Wochenende zwingend wiedersehen, denn die Kreativität, wann was angesagt ist, hast Du damit ja nicht gefördert. Das was Du meinst (ganzheitliches Training) würde ich immer wieder einbauen, Trainingsspiel, was Du z.B. immer wieder unterbrechen kannst, um die Jungs nach möglichen Lösungen zu fragen und so mit ihnen erarbeiten kannst. Oder Du versuchst zusätzliche Trainingsspiele zu arrangieren, in denen Du bestimmte Vorgaben, die ihr Euch aktuell erarbeitet habt umzusetzen.
Ich denke, Du hast die Wahl zwischen a) Deine Jungs langfristig angesetzt zu verbessern, also erst weiter an der Technik arbeiten, Stück für Stück immer mehr ganzheitlichen Fussball einzubauen oder b) den Schwerpunkt auf das Umsetzen von Handlungsmustern setzen, was kurzfristig wahrscheinlich sogar mehr Erfolg verspricht, aber eben auch den negativen Effekt hat, dass Du den berühmten "Erwachsenenfussball auf Jugendfussball umsetzt", also Taktik machst, ohne dass sich die Jungs fussballerisch wirklich verbessern. -
Ich habe so einen Eignungstest beim NFV damals auch absolviert, als aktiver Spieler ab Verbandsliga kannst Du glaube ich davon befreit werden.
Es ging um Technik (bestimmte Ballführ-Formen, Jonglieren etc.), Passfolgen, Flankenbälle und Verhalten im Trainingsspiel. Alles nicht dramatisch, so ganz fremd darf Dir der Ball aber auch nicht sein.
