Beiträge von Holler

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    So, am Wochenende war es soweit, wir haben ein Futsalturnier gespielt :P Für alle Interessierten hier das Resume:


    Das Teilnehmerfeld bestand aus 5 Teams, jeder gegen jeden. Bereits im November habe ich das ganze unserer Schiedsrichterzunft angekündigt, die haben sich mit dem Thema beschäftigt und drei offizielle Schiedsrichter (zwei fürs Feld, einer zum Durchtauschen) haben das Turnier gepfiffen. Am Tisch saß eine Person zum Zeitnehmen und eine Person, die alle Fouls gelistet hat. Vor Beginn des Turniers habe ich die 10m-Markierung aufgeklebt, alle anderen Linien konnten wir ja so übernehmen.


    Zur Begrüßung habe ich den "leicht verhaltensgestörten" Ball vorgestellt (stand hier irgendwann mal im Forum, find ich klasse als Beschreibung) sowie die wichtigsten Regeländerungen gegenüber dem normalen Hallenfussball erklärt. Wir haben so ziemlich alles übernommen, also kumulierte Fouls (bei uns ab dem 4ten Foul 10m-Strafstoss), Seitenaus auf beiden Seiten, Einkick mit 4-Sekundenregel, Nettospielzeit. Vor dem Turnier haben wir wieder die Handballtore aufgestellt, da ansonsten an dem WochenendeTurnier mit Jugendtoren gespielt wurde. Die Spielzeit betrug für das erste Spiel 15 Minuten und ich hatte 5 Minuten zusätzlich eingeplant, wir haben es aber in Absprache mit den anderen Trainern auf 12 Minuten ab dem zweiten Spiel verkürzt, so kamen wir dann ziemlich genau auf 20 Minuten Gesamtzeit pro Spiel, das erste Spiel hat doch zu lange gedauert. Der Zeitnehmer wurde sehr intensiv beansprucht, jede Unterbrechung die Zeit anzuhalten ist auf Dauer doch anspruchsvoller als man denkt. Der "Foul-Lister" hat den Schiedsrichtern immer das vierte Foul angekündigt, selbst das Anzeigen der Vorteilsregelung der Schiedsrichter zum Tisch hat funktioniert.


    Die größte Hürde war für die Schiedsrichter die strenge Regelauslegung. Wir haben zu viert nahezu nach jedem Spiel kurz gesprochen, was gut und nicht so gut lief. Die Schiedsrichter haben sonst immer gerne laufen lassen, hier sollten sie nun wesentlich strenger pfeifen. Hat mit zunehmender Turnierdauer auch immer besser geklappt. Die Kinder haben sich wie erwartet ganz leicht damit arrangiert, zum Schluss gab es so gut wie gar keine Fouls mehr und somit auch keine 10m-Strafstöße mehr. Ganz wichtig hierfür ist aber die konsequente Regelauslegung, es hat sich gezeigt, wie wichtig es war, sich an der Stelle immer wieder zu korrigieren. DIe Schiedsrichter haben sich dann sogar auf dem Feld sehr selbsbewusst gezeigt und gegenseitig korrigiert, zwei Schiedsrichter auf dem Feld und einer am Rand=perfekt!


    Für die Kinder war das ganze überhaupt kein Problem, die haben es super angenommen. Es wurde z.B. nicht einmal die 4-Sekundenregel überschritten, und es kamen aufgrund des Balles super Spielzüge mit teilweise sehr überlegten Toren (Lupfer etc.) dabei heraus von Spielern, wo man es nicht unbedingt erwartet hätte. Der eine oder andere (unter anderem mein Sohn :rolleyes: ) mussten sich halt damit abfinden, dass der draußen erlaubte Körpereinsatz hier konsequent abgepfiffen wurde. Aber auch das hat sich schnell geregelt. Überhaupt hat nicht ein Kind(!) irgendwann mal so eine Situation gehabt wie z.B. Einrollen wollen anstatt einkicken, alle haben das Regelwerk sofort spielen können, wir brauchen uns als Trainer also überhaupt keine Sorgen machen, dass man das ganze lange einstudieren muss. Und Tore sind trotz kleiner Tore (ist ja immer so ein Vorurteil gegen Futsal) massenhaft gefallen aufgrund des Tempos.


    Unter dem Strich eine super-Sache, es lief alles nahezu optimal. Alle waren schwer begeistert, Spieler wie Trainer. Der Aufwand hält sich im Nachhinein betrachtet in Grenzen, die größte Hürde könnten wohl die Schiedsrichter sein, die sollten schon zu so etwas in der Lage sein, was sie bei uns dankenswerterweise waren, denn damit steht und fällt die Qualität enorm. Alle waren sich einig, mindestens den Ball könnte man bei eigenen Turnieren ruhig mal benutzen, aber ich denke, das Gesamtpaket macht es. Leider hat das geringe Zuschauerinteresse trotz Ankündigung gezeigt, wie wenig Leute wohl doch Interesse an etwas neuem haben, schade. Alles in allem eine richtig geile Sache, da meine Jungs schlechte Gastgeber waren und das Turnier auch noch für sich entschieden haben, konnte ich mit einem Dauergrinsen einschlafen :D


    Ich kann nur sagen, ran an den Futsal, soviel Begeisterung bei den Spielern und Trainern habe ich lange nicht gesehen, es hat riiichtig Spass gemacht, das gibt einem Daumen :thumbup:

    Mal einen kurzen "Zwischenbericht": haben Heute unser eigenes Futsal-Turnier gespielt. Ich habe den Jungen auf die nach der Ansprache letzte Woche sehr guten Leistung angesprochen und ihm einfach nur gesagt, dass ich ähnliches wieder erwarte. Er hat leicht gelächelt und ein BOMBENTURNIER gespielt! Anscheinend ging es hier wohl doch nur um den immer wieder angesprochenen Knoten, der aufgehen musste, aber wer weiß. Ich werde aber weiter beobachten und berichten.


    Seine Eltern sind im übrigen sehr nett und machen nicht den Eindruck, dass sie ihn unter Druck setzen oder ähnliches, ich habe in der Vergangeneit oft mit ihnen über das nicht abgerufene Potential gesprochen. Ich habe nicht das Gefühl, dass er Probleme wälzt, nach momentanem Stand gehe ich einfach davon aus, das er vielleicht wirklich über das Fordern seine Leistung abrufen kann, aber man wird sehen, ich werde behutsam und wachsam damit umgehen und beobachten und berichten.

    Vielleicht sollte ich es nochmal deutlich machen: Ich wollte auch gar keinen Freifahrtsschein von Euch für fröhliches Druck-Verteilen ;( . Die Frage, die sich mir nur stellt, ist ob Druck entgegen meiner bisherigen Überzeugung bei dem einen oder anderen Spieler durchaus für einen auch für ihn positiven Effekt sorgt, so wie es auch Chris andeutet. Um den Jungen braucht Ihr Euch keine Sorgen machen, ich habe ihn im vergangenen halben Jahr mit positiver Ansprache mehr als überversorgt ^^ , und ich werde ihn aufgrund des "Experimentes" vom Wochenende nicht zukünftig vorbeugend vor jedem Spiel zusammenschreien. Was ich aber versuchen werde zu ergründen, und das ist ja auch meine Frage letztendlich an Euch, ob es ihm als Typ in seiner Unsicherheit eher hilft, wenn man ihn nicht kuschelt, sondern fordert, weil er so in der Lage ist, sich so einzubringen, wie er es letztendlich ja auch selber gerne von sich möchte. Vielleicht gibt es ja solche "Spielertypen", die Druck (natürlich in Grenzen) selbst als Kind schon gebrauchen können und aufgrund des sich einstellenden Ergebnisses diesen auch gerne mitnehmen. Denn er ist bisher nicht nach Hause gegangen und hat gesagt "super, alle waren total nett zu mir", sondern war meist mit sich und seiner Leistung total unzufrieden. Und soviel Ahnung von Fussball hat er, dass er es nicht glaubt, wenn man dann gesagt hat "war doch ok". Am Wochenende war es anders, er ging mit einem Dauergrinsen aus der Halle :]

    Ich beschreibe mal die Situation: ich ahbe einen Jungen, der als Fussballer ganz gut unterwegs ist, gute Technik, gute Motorik, ganz sportlicher Typ halt. Sein einziges Problem: er ist extrem schüchtern. Seit einem halben Jahr versuche ich ihm zu erklären, dass er keine Angst haben zu braucht, etwas falsch zu machen, er soll einfach spielen und Spass haben, so in der Zusammenfassung. Er agiert aber immer extrem ängstlich, macht sich riesige Sorgen, eben doch etwas falsch zu machen, obwohl ich nun wirklich kein Trainer bin, bei dem man sich Sorgen machen muss, gleich gefressen zu werden. So zogen wir uns durch die Hinrunde, ab und zu blitzt sein Können mal auf, aber in der Regel schwimmt er mit. Da sich diese Art dermaßen negativ auf seine Leistung auswirkt, habe ich jetzt bei einem Hallenturnier mal einen anderen Weg probiert: nach dem ersten Spiel, wo er sich recht erfolgreich auf dem Feld "versteckt" hat, habe ich im sozusagen die Pistole auf die Brust gesetzt und im in einem ruhigen Ton erklärt, dass es so keinen Zweck hat, wir mit ihm quasi wie in Unterzahl spielen und er entweder sich jetzt durch Beteiligung in Form von Ballfordern, Laufleistung, Zweikampferhalten etc. einbringt oder zuschaut. was soll man sagen: er war zunächst sehr verschüchtert, den Tränen nahe, so dass ich in am liebsten in dem Arm genommen hätte und gesagt hätte, vergiss das alles, aber dann hat er ein Bombenturnier gespielt.


    Jetzt meine eigentliche Frage: dies ist eine Methode, wie sie mir so gar nicht gefällt, aber sie war für alle Seiten von Erfolg geprägt, lange hat er nicht mehr so viel Spass gehabt beim Fussballspiel und so gut gespielt. War das richtig??? Kann Druck erzeugen doch manchmal richtig sein? Der Erfolg gibt mir ja recht, aber rechtfertigt er solch eine Vorgehensweise?

    Ich denke, das ist alles nur eine Momentaufnahme, so wie es läuft bei Berlin, Hamburg (positiv) oder auch Bremen (negativ). Es kann sein, dass man es schafft, den Ist-Zustand zu stabilisieren, durch Halten guter Spieler, Zukaufen guter Spieler oder wi auch so immer, so dass der Trand beibehalten werden kann. Obwohl ich Bayerns gute Arbeit respektiere, aber sie nicht unbedingt mag, bin ich aber der Meinung, dass sie -wenn vielleicht auch nicht in dieser Saison, aber wer weiß- das Maß der Dinge bleiben bzw. wieder werden. Entscheidend dieses Jahr ist glaube ich wirklich der Trainer. Wie Flipson schon sagt, er konnte seinen Anspruch bisher nicht durchbringen, die Spieler haben sich nicht verbessert. Im Moment steht nicht das ganze Team für Erfolg, sondern nur einzelne Ausnahmekönner halten die Fahne hoch. Und auch einem Rensing sind die Schuhe von Olli noch ein ganz paar Nummern zu groß, ich persönlich bezweifle, dass sie je passen werden. Aber Bayern wäre nicht Bayern, wenn sie nicht zur nächsten Saison die passende Antwort darauf hätten.

    Auch wenn manche Spielleiter durchaus in der Lage sind, sinnfreie Spielpläne zu erstellen, die es unnötig schwierig machen, Spiele teminfreundlich durchzu bekommen, so ist es wiederum nicht so einfach, wie es sich hier jetzt liest. Es geht ja nicht immer nur darum, eine Staffel/Gruppe mit ihrem Spielen zu planen, sondern meistens müssen die Staffelmeister noch den Kreismeister erspielen, der fährt dann wiederum zur Bezirksmeisterschaft, die ja auch terminiert werden muss usw.


    Dafür gibt es ja den Rahmenspielplan, wo alle Termine aufgenommen sein sollten. Wenn man den mal liest, dann sind manche Terminvorschläge gar nicht machbar, weil eben andere Termine anliegen, die nicht alle Mannschaften betreffen, sondern nur einzelne, sie müssen aber als Termin frei gehalten werden. insgesamt viel Arbeit, aber die Qualität des Ergebnisses hängt hier wie bei vielen Dingen von der Arbeitsweise der zuständigen Person ab, und die ist ja wie man weiß je nach Kreis in einem Bereich von bis.

    Also ich behaupte einfach mal, dass die große Mehrheit der Welt nach diesem Rythmus spielt, also mit Sommerpause.Ich lasse mich da aber auch gerne korrigieren. Wir selbst kommen damit auch gut klar, ich empfinde es als ganz angenehm, Herbstrunde, Hallensaison, Frühjahrsrunde, Pause. Kommt aber eben auch auf den Spielplan an, da scheint unser Kreis ja entgegen vieler anderer Dinge ganz gut zu klappen :rolleyes:


    Wenn Ihr die E-Mail mit dem Änderungswunsch an die FIFA schickt, könnt Ihr mich ja mal in Cc nehmen, bin da ganz gespannt ;) :D


    Mein Kollege unserer E-Jugend hat gelbe und rote Karten für die Eltern eingeführt, die von dem/der entsprechenden Sohn/Tochter den Eltern gezeigt werden. 2xgelb= Rot= Runter vom Platz.
    Es funktioniert :)


    Super Idee :thumbup:


    Ich habe nur einen Vater, der gerne für seinen Sohn den Joystick auspackt, dafür kriegt er dann aber von allen Seiten Feuer :D


    Wie macht er das, die Kinder können ja nicht während des Spiels mit Karten in der Tasche laufen, wird das dann verbal gehändelt?

    Zunächst mal: Es gibt Regeln, an die muss man sich halten!! Die beiden Spieler haben es nicht getan, eine entsprechende Bestrafung ist von vornherein festgelegt, also ist die Sachlage eigentlich klar.


    Man müsste jetzt wissen, ob es für das Ergebnis, was ja negativ war, gravierende Auswirkungen haben kann, wenn man 10 Minuten verspätet zur Dopingprobe erscheint. Wenn ja, dann macht das alles Sinn. Wenn nein, dann geht es hier nur darum, dass man etwas reglementiert hat und mit entsprechenden Strafen dafür Sorge tragen möchte, dass diese Regeln dann auch eingehalten werden. Dass 1 Jahr Spielsperre dann alleine aufgrund 10minütiger verspätung so gar keiner Verhältnismäßigkeit entspricht ist denke ich aber allen klar. Man hätte dies nur leider vorher diskutieren müssen und nicht, wenn es soweit ist.


    Ich habe mich ja bereits als großer Fan des "Projektes Hoffenheim" geoutet, was auch die Beurteilung der Leistung des Trainers mit einschließt. An dieser Stelle hat aber wer auch immer in diesem Projekt versagt, denn die Regeln müssen bekannt sein, und da kann ich nicht solch ein Problem produzieren, indem ich diese beiden Spieler in die Mannschaftssitzung mitnehme und sie dann zu spät zur Dopingprobe entlasse. Entweder haben da die Verantwortlichen schlicht gepennt, oder aber die Regeln wissentlich ignoriert, was grob fahrlässig wenn nicht sogar extrem selbstgefällig wäre.


    Der Einspruch von Gladbach wäre aufgrund ihrer sportlichen Situation absolut verständlich. Am Ende kann es um jeden einzelnen Punkt gehen, und da hört halt die Freundschaft auf. Was mir absolut auf den Keks ging am Wochenende, war dieses unsägliche Rumgeeiere des sportlichen Leiters bei einem Telefonat mit dem DSF. Da wird er mehrfach gefragt, ob es nicht einfach auch um die Punkte geht, und er betont mehrfach, dass es an dieser Stelle ja große Unklarheit gibt, und um diese aufzulösen hat man die Frist gewahrt und Einspruch eingelegt. Neeeeeein, es geht Gladbach nicht um die Punkte :whistling: , nur darum, für Klarheit zu sorgen, natürlich. Warum haben solche Leute nicht einfach die Eier in der Hose, dies auch so klipp und klar zu sagen?


    Edit: Für die beiden Spieler hoffe ich natürlich, dass sie kein Jahr Sperre kassieren, obwohl ich nicht weiß, wie man aus der Nummer für beide Seiten sauber herauskommen will. :S

    Also den Fakten nach sehe ich es auch so, man kann den Gegner nicht zwingen, und wenn ein solcher Trainer frei von gesundem Fairplay ist, dann muss man es wohl oder übel akzeptieren, da hilft auch kein laut werden. Aber ihn dann ganz beiläufig zu fragen, ob Du vielleicht noch einen Spieler herunter nehmen sollst, herrlich, ich hoffe, ich kann -sollte ich in solch eine Situation kommen und diese dann auch so verlaufen- mich daran wieder erinnern und diesen Spruch platzieren. Großes Kino, ich wäre gerne dabei gewesen :D :thumbup: :D

    Jou, damit habe ich mich -gedanklich- auch schon mal auseinander gesetzt. Ich trainiere neben meinen Jungs eine Juniorinnen-Kreisauswahl und habe da über die Zeit dementsprechend einen gewissen Durchlauf an Spielerinnen. Um diese zu organisieren, und auch um gesichtete Spielerinnen mit persönlichen Daten (Name, Adresse, Alter, Verein etc.) sowie Zusatzinformationen wie Sichtungsergebnis abzulegen bediene ich mich zur Zeit einer Exceltabelle. Ich habe dann mal eine Datenbank von der Arbeit per Screen-Shot und Bildbearbeitung so überarbeitet, wie sie für meine Zwecke sinnvoll wäre, aber da ist es wie zum Beispiel mit einer Homepage: entweder man arbeitet sich zeitintensiv ins Thema und erstellt so etwas (in diesem Fall eine access-Datenbank) selbst oder man bezahlt jemanden. Fürs Hineinarbeiten fehlt mir leider absolut die Zeit, da ich neben der Familie und Beruf schon jetzt soviel Zeit auf Fussball verwende, dass ich wahrscheinlich zu Hause die Koffer packen könnte, wenn ich mich jetzt einschließe, um mich in das Thema Datenbank zu arbeiten :rolleyes: .


    Für meine Vereinsmannschaft würde ich solch eine Datenbank dann natürlich auch nutzen, aber sie hätte wahrscheinlich nur informativen Charakter. Das was ich für die Auswahl an Informationen bezüglich des Sichtungsstands oder so einbringen würde, das könnte man sicher auch in Form von Trainingsbeteiligung, Trainingsfortschritt oder so nutzen. Es kommt halt drauf an, ob man solch eine Datenbank zum Erfassen von wahrscheinlich gleichbleibenden Daten möchte oder um regelmäßig wiederkehrende Erfassungen vorzunehmen, um z.B. eine Entwicklung deutlich zu machen.

    Also ich für mich habe festgestellt, dass alleine dass "Drüber-diskutieren", überlegen, ob und wenn ja wie ich mich an einer Disskussion beteiligen kann, mir an vielen Stellen hilft, weil ich dadurch für mich auch festlegen kann oder bereits festgelegt habe, wie ich mich verhalten MÖCHTE. Dass das nicht immer bis ins letzte Detail klappt, davon will ich mich gar nicht freisprechen :rolleyes: . Aber der Wille ist da, die Urteilsfähigkeit darüber denke ich auch, und da schließt sich mein ganz persönlicher Kreis. Und ja, ich denke, der Kreis derer, die hier sich so richtig Gedanken machen, ist erfreulich groß, aber im Vergleich zu denen, die sich eher wenig bis keine Gedanken machen sehr gering. Wenn ich z.B. ans Wochenende zurück denke: die Teams, die ich da gesehen habe, könnten teilweise vielleicht ein wenig erfolgreicher spielen, der eine oder andere Spieler sich noch ein wenig besser entwickeln, wenn der Trainer sich mehr Gedanken machen würde (vielleicht auch bei meinemTeam, wer weiß). Unterm Strich haben alle Jungs gekickt, der Erfolg unserer Nationalmannschaft ist dadurch nicht wirklich gefährdet, weil wirkliche Talente sich immer durchsetzen, also was solls. Später sitzen unsere Kids beim Bier zusammen, der eine erzählt, was für einen geilen Trainer er hatte, hat riesig Spaß gemacht, der andere erzählt, sie sind nur Runden gelaufen, war voll daneben. Groß geworden sind sie beide ;)


    @NF: Akzeptiert :)

    Hallo NF,


    kann da nur für mich sprechen: Wenn ich den Satz von Chris "..also, auch wenn ich dem kollegen NF wenig positives abgewinnen kann.." unterschreibe, dann meine ich natürlich Deine Ansichten bzw. dass, was ich bisher so von Dir gelesen habe, keine Beurteilung Deiner Person ;)


    Um das dann jetzt auch nicht unkommentiert stehen zu lassen, wenn Du schon so fragst: Ich für meinen Teil finde, dass Du eine sehr absolute Art hast, Dinge zu bemängeln. Egal, ob es um die Situation der fussballspielenden Kids in Deinem Dorf ging oder wie hier um die Kompensation der Belastung Schule/Sport, Du hast halt Deine Meinung und die ist so, basta! Ich zum Beispiel denke sehr wohl, man sollte es einem Kind selbst überlassen, ob es bei der Belastung "Schule/Üben für eine Arbeit" als Ausgleich zum Training gehen möchte oder wie es sonst abschaltet, Abmelden mal vorausgesetzt. Du hast da ganz klar Deinen Standpunkt, die Zeit ließe Training zu, also Training, basta! Diese Art funktioniert sicher für Dich, wäre aber nicht mein Ding, daher wenig positives für mich. Aber jeder soll hier schreiben, wie er mag (und auch arbeiten, wie er mag), wenn ich nur meine eigene Meinung lesen wöllte, dann würde ich sie als Bildschirmschoner installieren ^^ Vielleicht sind wir ja schon im nächsten Thema meinungsmäßig ein Herz und eine Seele.. :thumbup:


    Also diesen Beitrag könnte ich so in vollem Umfang in ALLEN Punkten unterschreiben..


    Ein Erklärungsversuch: Bei allen Trainern, die ich so in meinem Kreis bisher kennen gelernt habe, überwiegt die Anzahl derer, die sich im Detail eher wenig Gedanken über das Wie und Warum ihres Tuns machen. Es gibt glaube ich nicht zu viele, die ihre Zeit mit Kinder- und Jugendfussball verbringen und sich selbst dabei immer wieder auf den Prüfstand stellen, wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich froh bin, dass überhaupt so viele ihre Zeit damit verbringen. Im Gegensatz dazu sind diejenigen, die hier so schreiben, meist eher bereit dazu, Dinge zu überdenken bzw. zu hinterfragen, sonst würden sie sich wahrscheinlich auch hier nicht beteiligen. Daher würde ich dem Forum auch nicht unbedingt repräsentativen Charakter bescheinigen. Die Chance, "draußen" auf solche Trainertypen zu stoßen ist daher auch nicht übermäßig groß..

    Blue: War ja auch nur ein Gedanke ;)


    Du sagst, Ihr möchtet die Eltern mehr integrieren bzw. angeln: Erfahrungsgemäß klappt so etwas nur über nachhaltiges aufwendiges "integrieren durch Überzeugen", d.h. wenn Du die Eltern wirklich durch ganz viel Engagement Eurerseits dazu bringst, sich zu beteiligen. Über die Maßgabe, sich integrieren "zu müssen" wird nicht das entstehen, was Euch vorschwebt, befürchte ich.

    Ich halte da nicht ganz so viel von. Wir sind nunmal ein Fussballverein, keine solche Zweckgemeinschaft wie ein Kleingartenverein. Nicht dass der falsche Eindruck entsteht: Mir ist sehr wohl bewusst,dass wir zu großen Teilen von Eltern abhängig sind, die uns unterstützen, indem sie zum Beispiel fahren. Ich halte es auch für absolut vertretbar, solche Leistungen von den Eltern abzufordern. Arbeitseinsatz ähnlich dem im Kleingartenverein entspricht in meinen Augen aber einem zwanghaft aufgesetztem guten Vereinsleben, übers Geld. Das der Beitrag nicht gerade hoch ist, eventuell viel zu niedrig, dass ist an anderer Stelle bereits diskutiert, das Geld wäre für mich nicht der Knackpunkt. Bei uns ist es so, dass man auch immer die gleichen Eltern sieht. Wenn man es aber in die Hand nimmt und organisiert, dann bekommt man auch (nicht zu 100%, aber wenigstens in die Richtung) die anderen Eltern. Meist scheitert es aber daran, dass es keinen gibt im Verein, der die Zügel in die Hand nimmt, Termine setzt, mit den Eltern bzw. Mitgliedern spricht, Sachen anschmeißt. Das wäre für mich aber eher der Ansatzpunkt, anstatt es über eine Zwangsabgabe zu regeln. Da Du Dir diese Gedanken gemacht hast, vielleicht wärst Du so einer, Blue?! ;)


    Das sind aber genau die Punkte, wo die Kids am besten lernen ;) Meine Jungs liefern auch manchmal ein Paradestück an Überheblichkeit ab, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, "da bleib ich ganz ruhig sitzen". Aber eigentlich könnte ich ganz ruhig bleiben dabei und schon mal mit Mitleid an den nächsten Gegner denken, denn in der Regel merken die Kinder bei so etwas am besten, was passiert, wenn man überheblich an die Sache heran geht. Der nächste Gegner bekommt das dann meist zu spüren, denn dann gehen sie ganz anders zur Sache :D . Der Lerneffekt scheint in aller Regelmäßigkeit nach ca. einen Jahr zu verpuffen, denn einmal pro Saison haben wir das eigentlich, aber er ist schon sehr deutlich.

    Überlegt doch einfach mal, wie sich die ganzen Mannschaften zusammen setzen: Meist stehen in einem durchschnitlichen Verein eine Anzahl x von Kindern auf der Matte, für die es einen Trainer bedarf. Glücklicherweise findet sich meist einer, so dass die Mannschaft versorgt ist. Eine Vorauswahl anhand bestimmter Kriterien findet da wenn dann nur bei höherklassigen "Leistungsmannschaften" statt. Der Trainer definiert für sich bestimmte Abläufe, wie er mit der Mannschaft arbeitet (Zusammensetzung fürs Spiel, Toleriere von Abwesenheiten etc.), und er beschließt vor allem für sich, und meist nur für sich alleine, wieviel er bereit ist für diese Arbeit zu investieren. Eine Vorlage, was wo wann "normal" ist, gibt es nicht. So gibt es Trainer, die hochengagiert an die Sache herangehen, und Trainer, die eine "Larifari"-Einstellung an den Tag legen. Wenn alles gut läuft, pendeln sich Kinder, Trainer und Eltern auf einem gemeinsamen Nenner ein und alles ist gut. Manchmal gibt es den Fall, dass Eltern mit der Einstellung des Trainers nicht einverstanden sind, manchmal ist der Trainer mit der Einstellung der Eltern/Kinder nicht zufrieden. Dann muss man miteinander reden und notfalls auch getrennte Wege gehen, wenn es nicht zusammen passt, so einfach ist es.


    Auch ich habe manchmal einen Hals, wenn ein Kind sich abmeldet und nicht die "Wichtigkeit" der heutigen Trainingseinheit erkennt ;( ;) . Aber bleibt mir eine Wahl? Ich habe für mich oben genannte Standarts definiert, diese mit Eltern und Kindern abgesprochen, danach wird auch gehandelt. Was für die Kinder wie wichtig ist und was nicht, das muss ich ihnen überlassen. Es stellt sich an der Stelle wieder die Frage, die ich Trainern in solch einem Fall immer wieder gerne stelle: "Warum machst Du das ganze?" Machen wir uns die ganze Arbeit, weil wir Kinder, so wie sie sind aufnehmen und mit ihnen Fussball spielen wollen, also für sie? Oder machen wir das ganze, weil wir uns Ziele gesetzt haben, die wir im Fussball verwirklichen wollen, und die Kinder, die daran teilhaben (dürfen 8) ), haben sich dem unterzuordnen, also für uns? Wer diese Frage für sich ernsthaft beantworten kann, der müsste eigntlich auch wissen, wo er hingehört.

    Wenn ich das so lese und mit meinen Erfahrungen auf dem Platz vergleiche, dann fallen mir zwei Dinge auf:


    a) Man muss unterscheiden, welche Altersklasse gerade angesprochen werden soll. Einem A-Jugendlichen muss ich sicher nicht vom Platz holen, um ihn die richtige Stellung um Gegner aufzuzeigen, das sollte er können, man muss einen "ungeübteren" Spieler vielleicht nochmal dran erinnern. Bei den kleinen finde ich es auch besser, es ihnen im ruhigen zu erklären als wie quer über den Platz zu blöken ;)


    b) gerade bei den kleinen heißt es, das Spiel ist IHR Höhepunkt, Betonung ganz klar auf "Höhepunkt" und "ihr". Warum haben manche Trainer ein größeres Mitteilungsbedürfnis als andere? Wenn alle ehrlich wären, müssten viele eingestehen, dass sie dies nicht aus Ausbildungsgedanken haben, sondern weil sie versuchen korrigierend einzugreifen, um das Ergebnis positiv für ihr Team zu beeinflussen. Ich beziehe mich da ja selbst ein Stückweit mit ein. Mit meinem permanenten Loben tue ich ja nichts anderes, ich beeinflusse meine Jungs positiv, und manchmal mag mich der Gegner am liebsten fressen, wenn ich auch noch so etwas sage wie "das war aber ein richtig geiler Spielzug/Trick/Tor" oder was auch immer.


    Ein wenig Hilfestellung halte ich für ganz ok, aber es sollte im Rahmen sein. Dazu passt ein Heranholen meiner Meinung nach ganz gut, aber der eine oder andere wird sicher bedenken haben, weil dann ja evt. ein guter Spieler auf de Feld fehlt, was wieder Auswirkungen aufs Ergebnis haben kann.


    Ein Beispiel (habe ich glaube ich an anderer Stelle schon mal angebracht): Ich habe im Herbst ein Entscheidungsspiel E-Juniorinnen gesehen. Anpfiff, und der Trainer stellt fest, seine Tasse Kaffee ist leer, und er geht erstmal los, sich 50m entfernt vom Spielfeld einen neuen Kaffee holen. Seine Einstellung: wenn die Mädchen gut genug sind, um ein Entscheidungsspiel zu gewinnen, dann sind sie es auch ohne ihn. So verlief dann auch das Spiel, ein paar entspannte Worte hier und da von der Seite, das Ende vom Lied: Seine Mädche waren körperlich unterlegen, spielerisch aber besser und konnten das Spiel, wenn auch knapp, für sich entscheiden.


    Zum Thema Eltern: Auch da darf man als Trainer ruhig mal erklärend drauf einwirken, dass sie nicht den Part des Joystick-Schwingers übernehmen. Dann hat man auch nicht das beschriebene "bevor die, dann lieber ich" ;) .

    Schnelligkeit gehört zu den wenigen konditionellen Faktoren (mit der Koordination), die bereits in jungen Jahren gut vermittelt werden können. Es kommt ja auf das "Wie" an. Ich habe mir irgendwann mal trainingstechnische Grundsätze notiert, an denen ich mich immer wieder orientiere, indem ich ab und an mal nachschaue, ob diese noch so von mir eingehalten werden, alles relativ banale Dinge. Einer der wenigen trainingsinhaltlichen Punkte ist dabei ein regelmäßiges Schnelligkeitstraining seit der F-Jugend. Das sieht dann so aus, dass ich versuche, in jedem Training mindestens eine Übung zu diesem Punkt durchzuführen. Meist sind es kleine Staffelwettbewerbe, wo wir am Ende der Warmmachphase eine kleine Wettkampfform durchführen, mal mit und mal ohne Ball. Wichtig dabei ist halt nur, dass es fussballtypisch ist (kurze Wege, Richtungswechsel) sowie kindgerecht, sprich es muss Spass machen. Beachten sollte man dabei, dass die Schnelligkeit gerade bei den jungen Kindern über die Schrittfrequenz verbessert werden kann, also kurze, kleine schnelle Schritte. Da kann man auch im koordinativen Bereich (Koordinationsleiter, Springseil) sehr gut dran arbeiten. Häufiger Fehler ist oft, dass die Kinder immer den "ganzen platten Fuss" aufsetzen und dadurch eine hohe Standzeit mit dem Fuss und eine geringere Schrittfrequenz haben.


    Gruss Holler


    Edit: ganz wichtig ist, dass man solche Übungen nur im erholten Zustand machen soll, damit sie einen Trainingseffekt haben. Also bitte nicht am Ende des Trainings nach dem Abschlussspiel nochmal zur Sprinteinheit bitten ;) .