Beiträge von Holler

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    Also ich für meinen Teil hatte vom Aufwärmen VOR dem Turnier geschrieben, da ist ja noch kein Spiel und man teilt sich mit den anderen Teams die Halle. Macht Ihr Euer Aufwärmen, so wie Ihr es beschreibt,vor jedem Eurer Spiele des Tuniers??

    Wir haben mal einen einigermaßen festen Ablauf erstellt, damit die Jungs ein bißchen auf Temperatur kommen ;) :


    erster Schritt: Die Kids kommen in die Halle und können zu zweit, zu dritt oder wie auch immer ein bißchen Ball hoch halten. Ein bißchen tricksen, ein bißchen umschauen, ein bißchen herumtüdeln, hauptsache mit Ball (nehme immer für jeden einen Ball mit)


    Fürs nächste suchen wir uns eine Bahn ca. 10m lang (findet sich immer irgendwo am Rand oder so), wo wir dann folgendes spielen:


    1) zwei Bälle, einer pro Seite, die Bälle werden einfach auf die andere Seite geführt in Kombination mit irgendwelchen Zusätzen (besondere Dribblings, Finten etc., ich möchte von den Kindern dann immer, dass sie sich etwas einfallen lassen, was eigentlich auch klappt)


    2) ein Ball, passen auf die andere Seite und dem Ball hinterher laufen


    3) wie 2) nur das sie jetzt um die hintere Gruppe herum wieder zu ihrer Gruppe laufen, also Tempo aufnehmen ist angesagt


    4) Torschuss: Pass zum Keeper, der nimmt den Ball auf (Flachpass mit dem Fuss, hoher Pass fangen), spielt ihn zurück, dann Abschluss. Dafür spreche ich während Schritt eins oder zwei schon mal mit den Trainerkollegen ab, ob wir dann das Tor mal kurz haben können


    Wir müssen natürlich aufpassen, wann wir das erste Spiel haben, damit genügend Zeit ist, auch nochmal etwas zu trinken, sich nochmal ein wenig umzuschauen etc. Dieser Ablauf hat sich eigentlich bewährt, weil die Kinder so mit dem Ball beschäftigt sind, sich in der Gruppe "zusammen warmmachen" und ich auch sehr gut sehen kann, wer wie drauf ist. Durch den festen Ablauf machen sie mehr als einfach nur auf Tor bolzen, ohne dass ich noch große Reden schwingen muss :]

    Mir ist dieses Thema vorher gar nicht so bewusst aufgefallen (bin ja erst seit September 2008 dabei :S ). Die Fähigkeit, sich selbst so zu hinterfragen wie der Themenstarter, ist wahrscheinlich den wenigsten gegeben, echt dreimal Hut ab!!


    Das Problem wird wahrscheinlich sein, dass auch Deine beiden Trainer diese Fähigkeit nicht haben. Ein weiteres Problem ist die Meßbarkeit von Verhaltensweisen. Leider sind die Ergebnisse schlechten Verhaltens meist kurzfristig positiver Natur: schrei ein Kind an, es soll gefälligst schneller laufen, und es wird -in den meisten Fällen- erstmal schneller laufen. Somit aus der Sicht des Schreiers alles prima, "jetzt läuft er" :wacko:. Deshalb lassen sich ja auch so viele dazu hinreißen. Das der Spieler irgendwann weg ist, weil er dazu keinen Bock mehr hat, wer mag das berücksichtigen, der Schreier jedenfalls nicht. Die Kinder vernünftig ansprechen, vernünftig trainieren und sie dahin zu bringen, dass sie von sich aus das für sie richtige machen, schnell genug laufen etc., dafür braucht es ein wenig mehr Weitsicht.


    Ich hoffe, Du hast in Deinem Verein Leute um Dich, die ebenso vernünftig unterwegs sind wie Du, ansonsten wird es sicher eine heiße Diskussion, denn solchen Trainern einen Spiegel vorhalten klappt leider verhältnismäßig selten, geschweige denn ein Umdenken setzt ein.

    Also die Frage nach der Kabine: normal machen wir unsere "Schlussbesprechung" auch auf/neben dem Platz. Wenn das Wetter nicht so dolle ist gehen wir aber nochmal in die Kabine, weil kurz zur Ruhe kommen ist da irgendwie schöner als wie zum Beispiel im Regen :D Das hängt aber auch davon ab, wie weit die Kabine vom Platz ist. Bei uns sind es so ca. 120m, eigentlich zu weit außer beim eben geschilderten Fall. Wenn die Kabine auswärts direkt am Platz ist, dann nutze ich sie eigentlich auch.


    Platz zum Warmmachen: Ich habe unsere Spiele (spielen oft direkt nach der E-Jugend) extra aus diesem Grund nochmals eine halbe Stunde nach hinten verlegt, um eine halbe Stunde zum Warmmachen zu haben.



    Insgesamt denke ich aber, dass wir viel zu viel Wert auf solche Dinge legen, gerade bei den kleinen, und da beziehe ich mich mit ein :rolleyes: . Ich glaube, so entscheidend ist das gar nicht immer, was wir da an Übungen durchführen lassen oder was wir besprechen. Ich habe ja letztendlich das Thema aufgemacht, um mal zu erfahren, was Ihr für Sachen machen lasst und wann Ihr besprecht, das war auch alles ganz interessant, man hat mal einen Querschnitt bekommen. Den einen oder anderen nochmal mit einem netten Spruch motivieren (den einen bei mir kriege ich zum Beispiel immer, wenn ich zu ihm sage, er ist Heute für uns ein ganz wichtiger Spieler, darf man natürlich nicht zu oft machen, aber er kriegt dann immer eine Brust bis Meppen ;) ), oder den einen oder anderen nochmal "aufwecken", da das richtige zum richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt gesagt bringt wahrscheinlich weit mehr als nochmal irgendwelche taktischen Details ansprechen, aber ich erwische mich manchmal auch dabei, dass ich wieder viel zu viel erzähle :whistling: :D

    Jou, meine ist auch da, Heute gekommen *freu*
    Aber mal so am Rande: Wann ist eigentlich genau Erscheinungstermin? Wenn ich nichts überlesen habe, steht als Erscheinungsweise nur "monatlich", aber kein Datum. Hab mich daher immer gefreut, wenn sie dann auch monatlich da war :P

    Zitat

    Original von Andre
    ..., statt zu heizen und dabei die Fenster offen stehen zu lassen.


    Das klingt gut, ein schöner Vergleich. Man "investiert" unzählige Trainerstunden, und möchte damit auch etwas nachhaltiges schaffen. In einem Verein Eurer Größe hätte das ganze auch sicher professionelle Züge, wenn es sich umsetzen lässt, wobei die Grenze dann sicher schmal wäre zwischen gut organisiertem Breitensport und lesitungsorientiertem Arbeiten, denn man will dann ja auch meist zählbares erhalten, wenn man so arbeitet. Ich kenne jedenfalls keinen Verein, der so große Anstrengungen unternommen hat, ohne dann -leider- in den Versuch abzurutschen, Leistungsfussball zu implementieren (braucht man sich bei Dir aber keine großen Sorgen machen). Im Optimalfall schafft man es, den Trainerstunden, die geleistet werden, für gemeinsame Ziele eine gemeinsame Richtung zu geben.
    Ich würde für Dich hoffen, dass Eure Trainer diesem Anliegen dann offen gegenüberstehen und man sich auf eine solche Richtung einigen kann, ohne dass es große Grabenkämpfe z.B. um bereits vorhandene Philosophien gibt.

    Zitat

    P.S. In Momenten, wo ich resigniere schreibe ich für den Moment auch ernst gemeint, dass mich die Zukunft nicht interessiert ;)


    Ich hatte Dich jetzt auch nicht zukunftsverschlossen eingeschätzt, keine Angst ;) :D
    Ich fand diesen Ansatz von Dir, sich manchmal (wenn es die Situation hergibt) auch einfach mal an dem "Jetzt" zu orientieren, ganz reizvoll. Bis dato ging ich immer von dem Grundsatz aus, den ich mir aufgelegt habe, für die Zukunft auszubilden. Als ich dann diese Aussage von Dir in irgendeinem Zusammenhang mal gelesen hatte, habe ich dann aber überlegt, ob ich damit wirklich immer allen Kids bei mir gerecht werde, und dass musste ich mir mit "Nein" beantworten, denn manche Kids wollen gar nicht für die Zukunft ausgebildet werden, sondern einfach jetzt Spass haben. Diese Frage könnte aber bei einem gemeinsamen Konzept durchaus auch ein Stolperstein sein, deshalb hatte ich dies mit ins Spiel gebracht.
    Gruss
    Holler

    Ich gehe mal davon aus, dass Ihr zur Zeit einfach mit zwei Mannschaften parallel zur gleichen Zeit trainiert. Somit hat keiner einen definierten Vorteil davon, es geht jetzt einfach nur ums Prinzip, dass er diesen Schritt zu dieser Zeit nicht durchführen möchte, oder?


    Aus der Ferne ist es aber wie so oft nicht abschließen zu beurteilen denke ich. Es gibt glaube ich nur zwei Möglichkeiten, a) Du nimmst es der lieben Ruhe willen so hin und arbeitet so weiter oder b) Du verfolgst Deine eigenen Ziele, indem Du Deinen Entschluss, die Kinder aufzuteilen, weiter versuchst umzusetzen und entsprechend handelst, Gespräch mit Jugendleiter suchen etc.
    Ich denke da jetzt aber an mich und meine Vergangenheit: In Deinem Alter wäre ich jetzt losgesprintet und hätte -notfalls mit dem Kopf durch die Wand- versucht, meinen Entschluss umzusetzen. Das hat oft gut geklappt, ich bin damit aber auch schon mal gegen die Wand gelaufen. Mittlerweile habe ich die Ruhe, manches sacken zu lassen und besonnener an die Sache ranzugehen, um dann aus dieser Ruhe heraus meine Ziele mit ein wenig Abstand zu verfolgen.
    Lass Dich nicht beirren, wenn Du Dich auf dem richtigen Weg wähnst. Wenn Du meinst, es ist für alle das beste, dann versuch es weiter umzusetzen. Aber von der Nummer mit dem kopf durch die Wand, wie ich es früher gemacht habe, davon würde ich Dir auf jeden Fall abraten ;)

    Das ist natürlich schade, wenn man im bösen auseinander geht. Was ich aber nicht so ganz verstehe: Er trainiert eine Mannschaft und Du trainierst eine Mannschaft. Wie sind denn die Kompetenzen bei Euch im Verein verteilt? Wenn Du den Eindruck machst, dass man Dich mit einer Mannschaft "ohne Aufsicht einer zweiten Mannschaft" laufen lassen kann, wo ich bei Dir einfach mal von ausgehe, wer entscheidet dann letztendlich, dass Ihr zusammen trainieren sollt? Ist das vom Verein (Jugendvorstand) so gewollt? Oder zählt für Dich einfach das Wort des anderen Trainers, weil Du der jüngere bist? Ich will jetzt keine Revolution in Eurem Verein anzetteln, aber wenn Verein/Manschaft/Eltern und Vorstand nichts dagegen haben, wo es zumindestens bei Mannschaft und Eltern nicht nach aussieht, dann ist es doch gelinde gesagt egal, wie er es sieht, oder?
    Wobei es natürlich immer schöner ist, wenn man sich einig ist..

    Ich halte Deinen Ansatz für gut und wichtig, aber auch in großen Bereichen leider für nicht umsetzbar.
    Es wäre absolut wünschenswert, wenn man die Kids mit einem möglichst optimalen Konzept "beschult". Aber dafür braucht es entsprechende Bedingungen, die im Breitensport wohl nur selten zu finden sind.
    Du hast zum Beispiel Trainer mit den unterschiedlichsten Kompetenzen, vom früher hochklassig spielendem Lizenzinhaber bis zum Freizeittrainer-Vater. Diese müssen alle bereit sein, sich einem Konzept unterzuordnen bzw. daran mitzuwirken. Manche werden aber vielleicht nur so arbeiten wollen, wie sie es gerade tun - oder gar nicht. Es ist also sicher schwer, so etwas mit bereits bei einem Verein tätigen Trainern aufzustellen und alle zum Mitziehen zu bewegen. Über eine entsprechende Bezahlung "erwirbt" man als Verein vielleicht ein gewisses Recht, Vorgaben zu machen und die Einhaltung zu fordern, aber das können sich mit Sicherheit nicht alle leisten. Also muss die Bereitschaft der Trainer auch so da sein. Dann stellt sich die Frage, ob die vorhandenen Trainer überhaupt in der Lage sind, so etwas umzusetzen. Sicher, auch kleine Schritte können schon ein Erfolg sein. Wenn Du aber bestimmte Sachen wie das beliebte Thema Kette anführst, da werden mit Sicherheit einige an ihre Grenzen stoßen, dies auch wirklich beibringen bzw. umsetzen zu können. Und dann muss man sich auch noch einig sein, was die Ziele sind. Du hast glaube ich selbst mal geschrieben, dass Du, Ausbildung hin oder her, am "jetzt" orientiert bist. Ein gemeinsames Konzept hat ja nur etwas für sich, wenn man es langfristig verfolgt. Man müsste sich also doch eigentlich ein wenig vom "jetzt" lösen, weil man ja langfristige Ausbildungsziele verfolgt. Das nimmt aber dem einen oder anderen den Sinn, denn manche machen das ganze ja nur, um am Wochenende den alles entscheidenen Sieg einzufahren :D. Da stehen langfristige Ziele nicht unbedingt auf der Agenda.
    In einem Verein wie dem Euren mit so vielen Mannschaften und Trainern hätte man mit einem vernünftigen Konzept bestimmt eine Riesennummer geschaffen, es kann aber wie Du schon schreibst hier und da auch Kompetenzen "verjagen", die unter dem Strich eigentlich Woche für Woche gute Arbeit machen, sich halt aber nicht an solch einem Konzept beteiligen wollen oder können. Bei unserer Handvoll Mannschaften mit ein paar (unbezahlten) Trainern ist das Ergebnis unter dem Strich sicher weniger Enorm, da eh nur eine vergleichsweise winzige Gruppe an Spielern auf die gleiche Weise beschult würden, da wäre der Verlust der Trainer, die nicht bereit oder in der Lage wären, ein vernünftiges Konzept umzusetzen, wohl schmerzvoller.

    Ich lasse meine Jungs immer 2:2 spielen, habe aber eigentlich immer überlegt, ob 1:2:1 evt. besser sein könnte. Beides hat auf seine Art seinen Reiz für mich.
    Ich bin beim 2:2 hängen geblieben, und zwar aus folgender Überlegung heraus: Ich habe meinen Jungs immer mitgegeben, dass jeder für alles verantwortlich ist. Ich teile zwei vorne und zwei hinten ein, ohne vorzugeben rechts/links oder ähnliches, als so eine Art Grundaufstellung. Diese Einteilung soll sich ruhig während des Spiels aus der Situation heraus ändern können. Wenn Angriffe gefahren werden, soll sich mindestens einer der beiden hinteren (wer auch immer dort gerade steht) mit einschalten, genau so der Weg nach hinten, wo immer mindestens einer mit nach hinten kommen soll. Daraus ergibt sich bei meinen Jungs ein sagen wir mal sehr variables Spiel. Manchmal ging es auch daneben, weil dann zu sehr durcheinander war, aber sie haben es mittlerweile gelernt und es klappt sehr gut, sie schauen selber, welche Lücken gefüllt werden müssen, offensiv wie defensiv, und haben dennoch eine sehr gute Grundordnung, die sie immer wieder selber herstellen. Um dieses Variable nicht zu verlieren habe ich nicht auf 1:2:1 umgestellt, weil ich befürchte, dass sich dadurch einer vorne und einer hinten "festspielt", als Libero bzw. Mittelstürmer.

    Und ich dachte immer, ich bin schon recht verantwortungsvoll, weil ich mich um einen sinnvoll gefüllten Sani-Koffer, einen Eisboy kümmere und zusehe, dass mein letzter Erste-Hilfe-Lehrgang nicht allzu lange her ist - Aber hier scheint ja beinahe jeder zweite Trainer um mich herum ausgebildeter Rettungsschwimmer zu sein :D ;) :D
    (Achtung: Spass!! =))


    Ja, so hatte ich das auch gedacht. Bei uns in der Halle haben wir Zugang zur Soundanlage, so dass wir einfach einen CD-Player anschließen können, wäre super dafür. Für draußen tut es denke ich auch ein tragbarer CD-Player.
    Also wenn Du mir diesen mp3-File per Mail zukommen lassen könntest, wäre ich Dir sehr dankbar.
    Überhaupt erstmal danke für die vielen Erklärungen, wieder mal ein Tag volelr Wissenszuwachs :D :D

    Die Angaben, die ich so gelesen habe, beziehen sich aber immer auf Geschwindigkeit. Ich müsste also die Geschwindigkeiten umrechnen, um zu wissen, wieviel Zeit vergeht zwischen den Signalen, oder verstehe ich da jetzt etwas falsch? Außerdem hat so ein Signal von der CD für die Spieler ja auch so etwas "Offizielles", als wenn der Trainer ruft, so kann keiner der Spieler z.B. meckern, weil er meint, man hat zu früh gerufen oder so :D

    merke gerade wieder, wie unwissend ich doch bin :rolleyes:
    Dieser shuttle run klingt interessant, habe danach mal ein wenig gegoogled, aber ich lese überall nur "die Vorgabe kommt per Tonsignal von der CD". Habe bis jetzt aber nur eine Möglichkeit gefunden, diese CD zu kaufen, 5,- Euro +Versand. Bin ich jetzt zu dusselig, diese als Download oder ähnlich irgendwo zu finden, oder wäre das schon ok, sie wie gefunden zu bestellen?

    Zitat

    Original von großer
    eine seltsame Diskusion hier...
    an vielen Stellen verstehe ich nur Bahnhof !
    Bei uns im Kreis und auch im Verband (WFLV) ist es absolut unüblich Startgelder zu verlangen. Ich würde niemals auf ein Turnier fahren, an dem ein Startgeld verlangt wird!


    Es ist ja an vielen Stellen so, dass manche Dinge von Kreis zu Kreis unterschiedlich sind, selbst Fussballregeln werden unterschiedlich gehandhabt. Und so, wie sich dieses Thema entwickelt hat, scheint es ja auch einige Kreise/Verbände zu geben, wo Startgeld kassieren üblich ist, genau so, wie es in einigen wie z.B. Deinem Kreis eben absolut unüblich wäre.
    Ich habe es hier nie anders kennen gelernt, und selbst größere Turniere auswärts, z.B. Hannover, Hildesheim, Salzgitter, wo wir schon mal waren, haben wir Startgeld bezahlt, daher war ich zunächst verwundert, dass es ganze Kreise oder gar Verbände gibt, wo man keine Startgelder zahlt. Wie schon gesagt fände ich es gar nicht mal so verkehrt, aber ich mache jetzt mal für mich eine Vorteil/Nachteil-Rechnung auf: Startgelder, die wir einnehmen, gehen komplett für Preise wieder raus. Da es bei uns halt "normal" ist, warum sollten wir auf Startgeld verzichten und die Preise selbst zahlen (ich seh schon unseren Kassenwart hüpfen :P)? Alternative wäre keine Preise auszugeben, aber da es alle Mannschaften gewohnt sind!? Ich werde mich mal bei einigen Trainern umhören, was ihnen lieber wäre, mal schauen, vielleicht gibt es bei uns ja auch bald ein Turnier ohne Startgeld :D.
    Zum Thema Kreismeisterschaften: Das stimmt, da zahle ich kein Startgeld. Sind aber bei uns mit Vorrunde/Zwischenrunde/Endrunde nur drei kurze Turniere, wobei wir meist dusselig in der Zwischenrunde hängenbleiben und es so nur zwei Turniere für uns sind ;(. Aber immerhin, stimmt schon, kostenlos.

    Hi Andre,
    ich nehme jetzt einfach mal einen Teil Deines Satzes und baue ihn leicht um: Trainersöhne sind zum Teil stärkere Spieler, WEIL sie einen anderen Trainingsstand haben.
    Beispiel: Bei uns liegt immer irgendwo ein Ball herum, gegen den man treten kann, also haben meine Kinder quasi seit sie laufen können einen Ball, gegen den sie treten konnten. Als Fusballbegeisterter Vater habe ich uns ein Tor mit nahezu fast genauen Jungendtormaßen in den Garten gebaut, für die Kinder und für das Kind in mir :] Durch unzählige Kicks und Neunmeterschießen hat unser Sohn mittlerweile gefühlte 327x mehr aufs Tor geschossen als wie Mannschaftskameraden, dadurch hat er natürlich einen ganz anderen Trainingsstand. das ganze hat sozusagen eine positive Intensität, weil es aus der Lust des Kindes am Fussball heraus entsteht. Etwas anderes ist es, wenn die Intensität vom Vater gefordert wird, weil er bei seinem Kind andere Maßstäbe ansetzt. Das führt zwar auch manchmal zu einem Mehr an Leistung, ist aber sicher nicht gut.

    Es gab ein Thema, was inhaltlich sehr ähnelt:
    Trainertalk » Sozialverhalten - Das Team und sein Umfeld » Konflikte » Vater Trainer Sohn Spieler
    Da geht es inhaltlich um die entsprechenden Probleme, die dann auftauchen können.
    @ Chris:
    Ich habe aber eigentlich auch öfter den Eindruck, dass die Kinder der Trainer durchaus mindestens zu den stärkeren einer Mannschaft gehören. Man müsste nur differenzieren, was manchmal schwer ist:
    A) Manche dieser Kinder sind einfach recht gut entwickelt, weil eben wesentlich mehr Zeit aufgewendet wird für das gemeinsame Hobby. Da wird dann auch zu Hause Fussball gespielt, mehr Fussball geschaut, und nicht zuletzt haben diese Kinder auch oft einen größeren Ehrgeiz, was nicht heißt, dass das immer gut ist, es hilft halt aber der fussballerischen Entwicklung oft.
    B) Andere Trainerkinder werden, weil sie wie von Dir beschrieben von vornherein in den Himmel gelobt werden, bevorzugt behandelt, spielen öfter und länger, die anderen sollen den Ball hinten herausschlagen und ansonsten auf der Linie stillstehen, der Trainersohn flitzt über das ganze Feld und soll/darf alles machen. Das erlebe ich gerade bei meinem kleinen Sohn in der F-Jugend: Die Söhne des Trainers und Co-Trainers "erfahren" diese Sonderbehandlung seit zwei Jahren, haben sich dementsprechend auch augenscheinlich weiter entwickelt als manch ein Kind, welches meiner Meinung nach wesentlich mehr Talent mitbringt.
    Und dann gibt es eben die dritte Sorte, wo der Trainersohn weder Talent noch fussballerische Entwicklung besitzt, aber laut seiner Meinung und der seines Vaters aber der kommende Heiland des deutschen Fussballs ist. Das ist dann die, welche Du wohl meinst ;)
    Und Du hast es auch sehr gut beschrieben, wehe dieses Kind kommt in eine Mannschaft, wo es sich einer objetiven Beurteilung stellen muss. Damit kommen dann oft weder Vater noch Kind klar..

    Oft fehlt den Kindern einfach der richtige "Zugang" zum Zweikampf. Sie wissen nicht, wie sie richtig in den Zweikampf gehen sollen, zusammen mit dem Versuch, kein Foul zu spielen sieht das dann oft so aus, als würden sie sich nicht trauen. Ich weiß nicht, ob dass bei Euch der Fall ist, aber oft ist es so, auch wenn man meint, genügend Zweikampftraining gemacht zu haben.
    Ich würde es mal dahingehend überprüfen, ob die Kids wirklich genau wissen, wie sie Mann gegen Mann verteidigen sollen bzw. wie sie in den Zweikampf gehen müssen. Das braucht zwar ein wenig Geduld, bringt aber mehr als wie ihnen einfach die nötige "Zweikampfhärte" über eine Schulung der Robustheit zu vermitteln.
    Was den Schuss angeht: Bitte die Schusstechnik schulen, nicht mit dem Medizinball die Härte. Ein richtiges Stehen zum Ball, eine richtige Schusshaltung, den Ball richtig treffen, das sind die entscheidenden Faktoren. Warum nicht den Mediziznball, dass hat Sascha ja bereits beschrieben.