Beiträge von Holler

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    Eine grundsätzliche Ausrichtung (Raumdeckung/Manndeckung, 2x3/2x4 etc.) ist das eine. Ich hatte ja auch das Problem, dass wir bei Ecken relativ unbeteiligt herumstanden, weshalb ich mal eine Grundsatzfrage dazu gestellt habe, Andre hat ja schon auf das Thema verwiesen. Nun geht es bei mir aber um eine D-Jugend, hier um eine A-Jugend. Ich denke mittlerweile, dass es wichtig ist, ein Grundprinzip zu verfolgen, aber dies mit Leben zu füllen ist der andere Punkt. Ich selbst bin ein miserabler Kopfballspieler, weil mir das Timing des Absprungs sowie das Durchsetzungsvermögen im Luftkampf fehlt, ich darf daher bei Ecken gegen uns immer aufpassen, dass der Pfosten gerade steht ;) (also wenn ich selber Herren spiele, nicht bei der D-Jugend). Neben den ganzen Überlegungen, wie sich die Spieler nun aufstellen, sollte das Kopfballtraining -altersgerecht- im Vordergrund stehen, denn die schönste Aufteilung nützt nichts, wenn der Stürmer aktiv zum Ball hochgeht, während der Verteidiger nicht oder falsch zum Ball geht.

    Die Frage, wem die Mannschaft gehört, passt irgendwie gar nicht zum Breitensport und lässt sich so dann auch nicht richtig beanworten. Der Verein bietet gemeinnützig (das vergessen viele an der Stelle, welcher Sache sich Vereine da eigentlich widmen) etwas an, bei uns halt Fussball. Teile des gemeinen Volkes (hier unsere Kids) treten dem Verein bei und nehmen das Angebot in Anspruch. Theroetisch kann da jeder mit umgehen, wie er möchte, d.h. Kinder können kommen und gehen, sie gehören keinem. Als Verein kann ich die Art und Weise gestalten, wie etwas läuft, zum Beispiel Trainingsinhalte, Aufstellung für Spiele etc., zum großen Teil wird dies ja den ausführenden Leuten sprich Trainern überlassen. Auf dieser Basis gibt es keinerlei rechtliche Vorgaben, wer wen ansprechen darf bzw. ein ganzes Team zum Wechseln zu animieren. Wenn die Kinder kommen und aus dem Verein austreten wollen warum auch immer, dann kann man nichts machen. Ob das immer gut ist, das ist eine ganz andere Sache.


    Ich habe das selbst in meiner Jugend erlebt: Unser C-Jugendtrainer (gefühlt der einzige, den ich im Verein als "offiziellen" kannte) hatte wahrscheinlich Stress mit dem Verein und hat uns Spieler zu einem Nachbarverein "gelockt". Ich sage extra gelockt, weil er hat Dinge versprochen, auf die man als Jugendlicher gerne anspringt (komplettes neues Team, der neue Verein freut sich schon auf uns, jeder bekommt sein eigenes Nike-Trikot (war damals wow) usw.). Ging natürlich in die Hose, wir waren gerade mal spielfähig, nix mit neue Trikots, und auch sonst alles nicht so dolle. Ergebnis: Nach nur einer Saison hat sich jeder einen neuen Verein gesucht.


    Was das für mich bedeutet: Ich gehöre zu denen, die ihre Motivation zu großen Teilen aus dem Team beziehen, d.h. ich würde schon gerne "mein" Team weiter betreuen und nicht irgendein Team. Wenn man ich so behandeln würde wie enVir0n, dann würde ich auch hinschmeissen. Es gibt sicher auch andere Dinge, die mich dazu bewegen könnten. Da es aber bei uns eigentlich ganz gut läuft habe ich natürlich auch eine gewisse Identifikation mit dem Verein. Sollte man mich quasi "rausekeln", dann wäre es für mich keine Basis, woanders ein neues Team aufzumachen, was zunächst mal aus den Spielern besteht, die ich überredet habe mitzukommen. Würden wir uns als Team (Spieler, Eltern, Trainer) aber im Verein rausgeekelt fühlen, ich wüsste nicht, was dann wäre. Es gibt also keine Standartantwort darauf, das hängt mit all den Gegebenheiten zusammen, hier und da kann ich mir schon vorstellen, dass es ein Weg wäre. Ob das dann moralisch vertretbar ist müssen alle Beteiligten für sich ausmachen.

    Leider machen immer wieder Eltern den Fehler, dass sie der Meinung sind, mit der Karriere des Sprößlings kann es nur etwas werden, wenn man früh genug die entscheidenen Schritte (z.B. zum Bundesligisten) geht.Wenn ein Kind wirklich das Talent hat (und davon braucht man für die große Karriere eine Menge), dann wird es schon rechtzeitig auffallen, z.B. im Stützpunkt, wo die Sichter der Bundesligisten in schöner Regelmäßigkeit bei den Turnieren vorbeischauen, und dann kommt der Anruf.


    Diese Story ist jetzt aber sehr extrem, einen F-Jugendlichen auf solche Strecken schicken, um die große Karriere voranzutreiben und evt. schon dafür den Umzug in Betracht zu ziehen, ich schwanke zwischen Kopfschütteln und Mitleid 8| :O

    Hi Mecco,


    viele hier haben all diese Erfahrungen gemacht (machen müssen ^^ ) und können daher ganz entspannt reden, dass das normal ist. Was man oft -auch in anderen Themen- heraus hört, ist das für die Kids die ganze Nummer oft eine ganz andere Bedeutung hat als wie für uns Trainer. Während wir uns Gedanken über Trainingsabläufe, Leistungssteigerung, Trainingsbeteiligung, Motivation etc. machen, gehen die Kids einfach ihrem Hobby nach, sprich sie kommen, wollen bespasst werden und Fussball spielen. Letztendlich ist auch das eine Herausforderung, die das Trainerdasein interessant machen, immer wieder Einheiten zusammen zu stellen, die beide befriedigen, die Trainer, die bestimmte Ziele verfolgen und die Kids, die kicken wollen. Und genau so, wie Kleinigkeiten im Ablauf entscheidend zum Gelingen einer Trainingseinheit beitragen (flotte Abläufe, keine langen Erklärungen, interessante Übungen), so gibt es bei den Kids Kleinigkeiten, die ebenso zum Gelingen beitragen können oder eben auch kontraproduktiv sein können. Manchmal erkennt man es und kann dagegen wirken, manchmal geht so eine Einheit auch einfach in die Hose.Nur eins geht nicht: Du wirst nicht daran vorbeikommen, all diese Erfahrungen zu machen über die Zeit, also nehm die Erfahrungen als das was sie sind und verarbeite sie, das gehört halt dazu :]


    @ Meistermacher: Herrlich :D Gacker :thumbup: Lach. Du überrascht mich immer wieder, wenn man liest, was Du so investierst (ich denke da an Deine vielen Beiträge hier und besonders Deinen Thread mit dem Fussweg zum Training), dann schreibst Du mal eben so solch einen Ablauf Deines Trainings, ich wäre gerne mal dabei bei Dir, dass muss echt interessant sein ;)

    Hi Duffy,


    oft kommt in solchen Fällen der -eigentlich auch richtige- Hinweis, dass man es ansprechen sollte. Oft ist es aber leider so, dass folgende zwei Probleme dabei auftreten:


    1. Wie Du schon schreibst steht der Erfolg in Form von Turnierplatzierung im Vordergrund. Wenn dieser vorhanden ist und die Trainer/ der Jugendverantwortliche Eures Vereins frei genug von Fussballverstand im Zusammenhang mit kleinen Kindern sind, dann wird Dir aus deren Sicht die Argumentation fehlen, so nach dem Motto "der Erfolg gibt uns recht". Da war Andre's Hinweis ganz gut, sich vorher zu informieren (z.B. eben auf der Seite des dfb), was eigentlich wirklich der Erfolg in dieser Altersklasse wäre.


    2. Wenn Dein Kind leidtragender dieser Wechselvorgehensweise ist, dann wird man Dir evt. vorhalten, dass Du ja nur das Wohl Deines eigenen Kindes vor Augen hast und deshalb den Erfolg schlecht reden willst. Auch hierfür ist es wichtig, dass Du argumentieren kannst. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass es fruchtet. Ein Vereinswechsel mag dann als letzte Möglichkeit noch in Betracht kommen, falls gar nichts geht, aber ist halt für das Kind auch blöd, weil es ja meist bereits mit Freunden in der Mannschaft spielt, es sei denn, Ihr bewegt Euch in einem anonymen Großstadtclub.


    Edit: bevor wir aneinander vorbei reden: Ansprechen ist auf jeden Fall angesagt, so oder so.

    Dann müssten wir nur so eine Art Notdienst einrichten, der dann auch Samstag nachmittag online ist, damit die Fragen per Chat beantwortet werden können :D ;)


    Nein mal im ernst, was ich an diesem Forum besonders schätze ist die Aktualität, jede Frage oder jeder Beitrag wird eigentlich meist von vielen relativ schnell beantwortet, dafür mal einen Daumen für alle Beteiligten :thumbup:


    Zum Thema Schnelligkeit würdest Du da vielleicht ein wenig Zeit gewinnen, weil es sich schneller plappert als wie schreibt, aber ich habe für mich festgestellt, dass manchmal gar nicht so verkehrt ist, nochmal beim Schreiben drüber nachzudenken :rolleyes:


    Holler, ich finde , dass du eine ansich recht gute Idee, mit zuviel Regeln belegen willst.

    Das mag sich durchaus so anhören, aber es ging mir nur da nur um den Grundsatz, nicht etwas zu versprechen, was man nicht halten kann. Wenn ich auf diese Art belohnen möchte, dann muss es auch absolut fair sein, und dann muss ich mir zwangsläufig Gedanken machen, wie ich mit bestimmten Situationen umgehe, wenn sie eintreten, eben zum Beispiel welche Gründe bei Nichtteilnahme am Training sich negativ auf die Medaillenvergabe auswirken und welche nicht. Es wäre doch schade, wenn Du den einen oder anderen mit dieser Sache motivierst, aber wiederum andere durch Deine Beurteilung demotivierst. Dann wollte ich halt einfach nur noch darauf hinweisen, dass ich das Schaffen bestimmter Bedingungen zielfördernder halte für die Trainingsmotivation als wie solch ein Belohnungssystem ;)


    Stimmt, mit dieser Drohung kommt man weiter. Ich mache meistens eine Ansage, dass sie 1 oder 2 Minuten Zeit haben, bestimmte Sachen aufzuräumen oder aufzustellen und wenn sie es nicht schaffen, dass dann das Spiel ausfällt. Das hilft dann schon,


    Ich habe bei der E-Jugend die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist, wenn es z.B. um Tore tragen geht (während des Trainings und nachher), dass die Kinder selber nicht einschätzen können, dass sie Zeit verdrödeln.


    Am Ende beim Zusammenräumen machen es viele auch nicht freiwillig. Ich habe aber eingeführt, dass keiner gehen darf, bevor nicht alle Bälle wieder in den Ballsäcken gelandet sind.


    Ihr habt ja recht, aber mein Problem ist nicht, dass es nicht gemacht wird. Wenn es etwas zu tun gibt, wo alle mit anfassen müssen (z.B. beide Tore tragen), dann ist es ja auch leicht kontrollierbar. Aber die vielen kleinen Dinge, hier mal Hütchen einsammeln, da die Stangen in den Ballraum tragen, da fassen bei mir halt immer die gleichen zu, während andere sich gepflegt in den Hintergrund veziehen. Das möchte ich gerne angehen...


    Wenn ich sage, ich möchte das alles fertig ist, bevor wir spielen, dann packen die "klugen" halt zu, wollen ja spielen. Bei uns herrscht zu sehr das Prinzip "der klügere gibt nach" und die "Dummen" (Faulen) grinsen in sich ;)

    Hallo, ich möchte gerne bei Euch mal ein paar Erfahrungswerte abgreifen:


    Meine Truppe ist, wie es sich denke ich auch gehört, in den Auf- und Abbau mit einbezogen, d.h. Tore aufstellen, wegstellen, Hütchen einsammeln etc. Jetzt ist es oft so, dass natürlich immer die gleichen hilfreichen Geister losrennen, wenn etwas zu tun ist, während andere nochmal genüßlich einen Schluck trinken oder die Ansage für ein paar Sekunden ignorieren in der Hoffnung, dass ein anderer schon macht X( . Ich sehe das und bemängel das dann auch, aber unter dem Strich weiß ich, dass sie mit der Art definitv weniger tun als andere. Nun möchte ich eigentlich nicht aus dem Grund eine Strichliste führen, sondern ich glaube ja immer an das Gute und die Einsicht, ich würde mir schon wünschen, dass es ohne Liste klappt. Ich lobe auch schonmal diejenigen, die viel helfen, vor der Truppe, damit alle merken, dass man es registriert, aber die Faulen juckt das natürlich nicht sonderlich, ein Lob imTausch gegen die Faulheit ist für sie wahrscheinlich ein Minusgeschäft.


    Wie macht Ihr das? Ich würde gerne die Jungs dazu "erziehen", dass sie von sich aus helfen, dafür braucht es aber wohl den richtigen Schalter. Ich kann sie natürlich auch durch Ansage zwingen, aber das würde nur bedingt meiner Vorstellung entsprechen. Letzendlich klappt der Auf- und Abbau ja auch, aber die Lastenverteilung gefällt mir halt nicht. Ich hoffe, Ihr habt ein paar Tips aus Eurer Erfahrung, die nicht auf einer Listenführung basieren.

    Das Problem der fehlenden Beteiligung von Eltern kommt immer wieder, je älter die Kids werden, das ist nicht neu. Wenn die Eltern sich dann erstmal zurückgezogen haben, dann ist es schwer, sie wieder zu "aktivieren". Ich hatte damals einen Ablauf, der glaube ich unwissentlich jetzt genau da greift: Ich habe den Spielplan immer am Anfang der Hin- bzw. Rückrunde verteilt und die Eltern gebeten, sich auf jeden Fall selbst im Vorfeld darum zu kümmern, bei wem ihr Kind mitfährt, wenn sie selber nicht fahren, damit nicht ein Spieler am Treffpunkt steht und nicht mitkommen kann, weil kein Platz mehr ist. Das hat bei den kleinen gut geklappt und jetzt, wo wir D-Jugend sind, klappt es immer noch, obwohl natürlich wie bei allen lange nicht mehr so viele Eltern mitfahren wie früher.


    Ist natürlich schwer, die Eltern später an so etwas zu gewöhnen, manchen ist ja wirklich alles egal, was ich immer so höre.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich halte da nicht so viel von, einzel-Belohnungssysteme einzubauen. Zunächst kommt das Problem der gerechten Beurteilung: rein nach Trainingsbeteiligung, was ist mit denen, die zum Beispiel einfach nicht können (Arzttermin oder oder oder), Du müsstest von vornherein festlegen, wie Du das alles bewertest. Trainingsleistung oder Trainingsfortschritt ist eine rein subjektive Beurteilung von Dir als Trainer und von den anderen Kindern kaum nachvollziehbar, das können die meist gar nicht beurteilen. Das ganze bekommt auf jeden Fall eine Art von Leistungsbeurteilung, die dem ganzen meist nicht gut tut, denn wie andere schon schrieben, der erste ohne Medaille ist gefühlt der erste Verlierer. Sicher gibt es auch Spieler, die haben es verdient, weil sie nur Quatsch machen, aber es gibt eben auch noch welche dazwischen. Du hast glaube ich schon mit dem richtigen Ansatz angefangen, das interessante Training. Kinder merken sehr schnell, ob sie bei ihrem Trainer etwas lernen können, wenn dann das Training noch interessant und abwechslungsreich ist, dann hat man es schon fast. Dazu kommt dann der Umgang mit den Kids, wenn sie sich bei Dir wohlfühlen is auch schon mal ein Punkt gemacht. Hier und da ein Lob an der richtigen Stelle über die gebrachte Trainingsleistung oder auch mal der erhobene Zeigefinger bei schwacher Trainingsleistung, das alles zusammen sind meiner Meinung nach die Schritte in die richtige Richtung, ist halt nur komplexer als einfach eine Medaille vergeben nach Trainingsliste und somit erfordert es mehr Aufwand. Aber Du bist denke ich ein engagierter Trainer, der Aufwand nicht scheut ;) .


    Ich führe im übrigen ja auch eine Trainingsliste, es sind über die Jahre eigentlich immer die gleichen, die an den 100% kratzen und immer die gleichen, die sich in Richtung 50-60% bewegen. Da gibt es dann eben auch mal einen Spruch zu und hier und da schlägt es sich nieder, z.B. bei den Spielen.

    Sonst fällt mir aber auch kein schlagfertiges Argument für den Erhalt des Rasenplatzes ein. Nur weils schöner ist, ist zu schwach.

    Also wenn man aufgrund vieler Mannschaften auch auf viel Trainingsfläche angewiesen ist, die möglichst das ganze Jahr zur Verfügung stehen soll, dann bin ich ganz bei Euch. Ansonsten aber sind unsere Sommer ja nun auch nicht so kurz, dass man nur einen Bruchteil auf Rasen spielt. Ein vernünftig bespielter Rasen (also nicht unbedingt Training drauf nach zwei Wochen Dauerregen o.ä.) mit Drainage ist schon lange nutzbar, und glaubt mir, wir haben hier viel Regen im Norden ;). Ich freue mich die ganze Hallenrunde schon wieder auf Rasen, wenn ich dann noch daneben einen Kunstrasenplatz für schlechte Tage hätte, uiuiui. Also wenn man die schlechten Monate vom Platz ehr hinkommt, dann würde ich den Rasen nicht hergeben wollen, fragt mal diejenigen, die einen warmen Sommer (und die haben wir ja nun auch oft, und dem Klimawandel sei Dank :wacko: wahrscheinlich auch immer öfter)komplett auf Kunstrasen bzw. Asche spielen MÜSSEN, weil sie eben keinen Rasen haben, so toll ist das dann auch nicht.


    Ich sehe selber dass aus erster wirtschaftlicher Sicht der Rasen weichen muss, ...


    Warum? Ist es billiger einen Naturrasen in einen Kunstrasen umzuwandeln als wie einen Ascheplatz? Oder geht es da um den Standort des bereits vorhandenen Flutlichts? Wenn es um das Flutlicht geht, würde ich versuchen, dort vielleicht Eigenarbeit zu investieren, um das Licht umzubauen, ansonsten fiele mir jetzt nicht viel ein, warum ich neben dem Kunstrasen lieber noch einen Ascheplatz anstelle eines Kunstrasens hätte..

    das "Amt" des Kapitäns ist in der Jugend völlig überbewertet. Oder anders ausgedrückt: er hat absolut nichts zu tun.




    Das stimmt ganz genau fast ein bißchen ;) , in der Tat kann ein so junger Spieler nicht die Aufgaben eines Spielführers in all seinen Bereichen ausführen. Man kann das Amt aber für so einiges nutzen. Es gibt auch Spieler, die können das schon ganz gut, manche sind völlig frei von der Bewertung eines solchen Amtes, für die ist es halt die Binde. Ich habe mich immer für ein halbes Jahr auf einen Spieler festgelegt und mir vorbehalten, hin und wieder jemanden anderes für ein Spiel oder Turnier zu benennen, wenn ich das Gefühl hatte, er wäre einfach mal dran, sozusagen als Belohnung für tolle Trainignsarbeit o.ä.. Das habe ich dann auch so begründet und es war im Vorfeld auch so abgemacht. Seit dieser Saison (älterer Jahrgang D-Jugend) habe ich das Team wählen lassen und vorher nochmal auf die wichtigsten Merkmale híngewiesen (Vorbildfunktion etc.). Problem ist dabei, dass die Kinder eigentlich immer den wählen, der gerade am coolsten ist, das merkt man schon bei der Vorauswahl, wen sie denn vorschlagen. Das läuft aber bei uns in Herrenmannschaft nicht viel anders :rolleyes: . Und gerade um sie für später auf die dann doch vorhandene Wichtigkeit dieses Amtes vorzubereiten (ich halte es zumindestens für wichtig), messe ich unseren Kapitän auch immer mal wieder daran und bürde ihm ein wenig Verantwortung auf und fordere diese auch ein, so dass alle ein Gefühl dafür kriegen können, dass es eben nicht nur das Binde-Tragen ist, sondern eine verantwortungsvolle Position. Manchmal nimmt unser derzeitiger Kapitän es dann mit leichtem Grummeln hin, dass er z.B. dafür sorgen soll, dass alle ihre Bälle in der Kabine auch in den Ballsack stecken, während ich draußen bin, und dann grinse ich wiederum in mich. Ich bin schon gespannt auf die Wahl zu Beginn der neuen Saison :D



    Edit: Immer den Stärksten zu nehmen finde ich grundverkehrt, manchmal ist einer der nicht so gut Fussball spielen kann ein viel besserer Teamplayer. Außerdem nimmt man sich so selbst ein ganz gewaltiges Motivationswerkzeug.

    Es gibt für mich jeweils einen guten Grund dafür und einen dagegen, wenn der Trainer mit der Mannschaft mitläuft.
    Pro: Die Kinder haben eine feste Bezugsperson, man kennt sich mit all seinen Macken und Ticks. Der Trainer kann auf eine gewisse Entwicklung über die Jahre zurückblicken und die Spieler besser verstehen und einordnen.
    Contra: Es besteht die Gefahr, dass man Positionsblind wird, d.h. man sieht die Stärken eines Spielers immer auf der selben Position. Bei den Kleinen soll man zwar eh rotieren, was die Positionen angeht, aber man erkennt evt. die Stärken nicht, weil das Bild zu gefestigt ist.
    Das Pro findet meist gerade im Breitensport Anwendung, weil da die sozialen Bindungen eine wesentlich höhere Gewichtung einnehmen. Im Leistungsbereich sollte auch jeder Trainer seine Stärken und Erfahrung in einem bestimmten Altetsbereich haben und einbringen. Für den Fall des Contras benötigst Du einen Trainer, der sich in seiner Beurteilung der Spieler immer wieder selbstkritisch hinterfragt, ob er nicht zu sehr auf alte Eindrücke setzt, sondern wirklich immer wieder neu beurteilt.


    Du müsstest bei Eurem Gespräch halt die Vorzüge herauskehren. Ich bin im übrigen auch eher ein Fan des Mitgehens, eben weil bei uns das ganze eine sehr persönlich verbundene Sache ist, Breitensport in voller Pracht :D . Ich habe für mich aber eben auch damit den Anspruch verbunden, dass ich so gut arbeiten muss, dass die Kids nicht später einen Nachteil dadurch hatten, dass ich die ganze Zeit ihr Trainer war. Wird man aber wohl erst im Nachhinein beantworten können, ob das geklappt hat.

    Ich bin mir nicht sicher, ich glaube aber, dass es eine Neuordnung der Bestimmungen in Bezug auf Spielgemeinschaften gibt ab der nächsen Saison, wo eine Spielgemeinschaft nur noch maximal aus drei Vereinen bestehen darf. Ich bin mir aber nicht sicher, ich versuche das nochmal zu erfragen. Sollte dem so sein, habt Ihr aber eh ein Thema.

    Na da will ich mich mal als absoluter Leiter-Fan outen :D , allerdings mit einer ein wenig anderen Zielsetzung.


    Ich würde nie versuchen, bei solch kleinen Zwergen gezielt an der Schrittlänge zu arbeiten, allerdings ist es ein Fakt, dass man gerade in jüngeren Jahren Schnelligkeit über die Schrittfrequenz verbessern kann. Dies war auch damals der Grund, warum ich mir die Leitern angeschafft habe. Mittlerweile -man lernt ja stets dazu ;) - habe ich sie noch weit mehr zu schätzen gelernt. Ich versuche jede Woche die Leitern für ein paar Minuten zum Einsatz zu bringen und ich glaube, das hat über die Jahre für die Koordination UND die Schnelligkeit eine Menge gebracht. Soccerdrills hat ja mittlerweile das Thema auch aufgenommen und ein paar prima Anregungen im Programm. Das wichtigste aber, und das macht die Leitern erst recht sympathisch: die Kinder haben einen Mordsspass daran! Ich muss sie schon immer davon wegholen und zur nächsten Übung "ziehen", und einige Eltern berichten immer wieder von Koordinationsläufen über die Wohnzimmerfliesen.


    Ich würde aber, und somit zurück zum Eingang, nicht gezielt die Schrittlänge bearbeiten, aber mit den Leitern und vielen kleinen Wettkämpfen (nicht geradeaus, sondern kleine kurze Wege mit Richtungsänderungen) die Schrittschnelligkeit bearbeiten, dann kommt das mit der Schrittlänge von allein.


    Edit:


    Zitat

    Wie lange brauchen Eurer Ansicht nach Kinder bis sie es draufhaben dies umzusetzen


    Setze dem ganzen keine zeitlichen Ziele, sondern bau es in Dein Training ein, so dass die Kinder einfach Spass damit haben. Sie werden es sehr schnell drauf haben, natürlich abhängig von der Wiederholungszahl. Ich habe es wie gesagt kurz, aber oft eingebaut, mittlerweile tanzen sie durch die Leiter ;)

    Hallo Zusammen,


    ich suche für meine D-Jugend ein Turnier, Zeitpunkt möglichst zum Saisonabschluss. Das ganze sollte mit mindestens einer Übernachtung sein, vielleicht Freitag Anreise, Samstag und Sonntag Turnier o.ä., gerne als Zeltlager. Optimal wäre der Bereich Norddeutschland von Ost bis West bis hin ins südliche Niedersachsen =)


    Das ganze ist jetzt sehr speziell gefragt, aber wir sind bisher zu einem Turnier gefahren mit genau solch einer Konstellation, hat den Kindern Riesenspass gemacht, vor allem fand ich es immer klasse, die Kinder mal über ein ganzes Wochenende zusammen zu haben. Leider stand bei einigen anderen Teams (bei den Betreuern) jedes Jahr (besonders am Anreisetag) das kollektive Lampenausknipsen mit Alkohol auf dem Programm, weshalb wir auf der Suche nach einer Alternative sind. :(


    Wenn Ihr so etwas habt, dann also bitte rüber mit der Einladung :P

    Nettes Thema :)


    Ich habe auch nur "kleine Zwerge", aber selbst denen lege ich nahe, vor einem Turnier vielleicht nicht allzu spät ins Bett zu hüpfen, und vielleicht auch mal ein bißchen auf gesunde Ernährung (viel Obst usw.) zu achten. Aber was willst Du machen, wenn sie es nicht einhalten? Letztens hat der eine Spieler beim anderen übernachtet, und mir war schon vorher klar, was dabei herauskommt. Der eine kann es verkraften und bringt trotzdem einigermaßen Leistung, der andere ist nahe dem Totalausfall, völlig unorientiert, nicht wach halt. Die Mutter sagte mit einem Augenzwinkern "ich hab es wenigstens probiert". Da kommt wieder das Thema auf, wieviel man im Breitensport einfordern darf. Ich mache es mittlerweile so, dass ich auf so etwas mit "Spielzeitkürzung" reagiere, d.h. er darf sich ein wenig mehr als die anderen auf der Bank ausruhen :sleeping: ?( Älteren Spielern darf man da sicher auch mal in einem kleinen Gespräch mitteilen, was es für das Team bedeutet, wenn ein evt. sonst sogar wichtiger Spieler seine Leistung nicht bringen kann, weil es gestern mal wieder etwas länger war. Bei den kleinen ist es aber halt so, dass es eben welche gibt, die im Hinblick auf ein anstehendes Turnier oder Spiel sich entsprechend verhalten, während für andere das Übernachten beim Kumpel wichtiger ist. Da kann man halt nur apellieren oder mit der Aufstellung reagieren.