Beiträge von Holler

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    Es liest sich ja nicht wirklich heraus, wie stark Deine Mädels sind, aber bei den Beschreibungen denke ich auch, dass sie nicht so handlungsfähig sind, um in bestimmten Situationen das richtige zu tun, was dann letztendlich auch den Druck erzeugt, offensiv wie defensiv. Was mich daran dann eigentlich stört, ist Deine Frage nach einer schnellen Lösung. Hier wäre Geduld gefragt, um den Mädels Stück für Stück einiges beizubringen, womit sich dann auch Druck erzeugen lässt. Dafür musst Du Dich aber lösen von der Hoffnung, mit einer Umstellung im System oder einem alles entscheiden Tip aus dem Forum eine Lösung herbeiführen zu können. Ein Trainerausbilder hat mir damals mal gesagt, wir Trainer fordern oft, dass die Kinder etwas machen sollen (zum Beispiel einem Gegner den Ball abzunehmen), ohne ihnen vorher ausreichend beigebracht zu haben, WIE sie das machen sollen/Können.


    Ist jetzt aber aus der Theorie heraus, ohne Deine Mädels und Deine Trainingsarbeit beurteilen zu können, da ich beides nicht kenne.

    Ich denke, dass dies kein Problem ist, wo Du ihnen Druck nehmen musst, denn ich glaube Versagensangst müssen sie bei Dir als Trainer nicht haben ;) Ich bin gerade dabei, bei meinen Jungs ein wenig Druck zu erzeugen. So lasse ich kleine Spielchen, zum Beispiel 4:4, über 5 Minuten laufen. Dann frage ich das Ergebnis ab. Wenn zum Beispiel gelb 2:0 gewonnen hat, dann gebe ich für die nächsten fünf Minuten das Ziel aus, wieder 2:0 zu gewinnen, bei Nichterreichen gibt es 10 Liegestützen für Gelb. Man kann auch für rot Ziele ausgeben, egal was, hauptsache eine Zielvorgabe. Man kann auch steuern, wenn ein Team zum Beispiel richtig kämpft, das Ergebnis aber noch nicht hat, dann sage ich, "wenn Ihr weiter so Gas gebt, dann packe ich noch eine Minute Zeit drauf, in der Ihr Euer Ziel erreichen könnt". Das ganze muss natürlich immer mit einem Augenzwinkern laufen, ich will sie ja nicht wirklich bestrafen. Das ganze läuft sehr gut, es ist viel mehr Feuer in den Spielchen als sonst. Vielleicht wäre das etwas für Dich und das Elfmeterschießen, denn ich denke, wenn man etwas tun kann in der Richtung, dann nur, indem man versucht, sie Drucksituationen üben zu lassen.

    Es gab da mal ein Thema, dass passt vom Verlauf her ein wenig:


    Schnell und direkt?


    Mir ging es nur darum, darauf hinzuweisen, dass man nicht zu früh Zielen nachhängt, die andere Dinge in den Hintergrund stellen. Natürlich ist es schön anzuschauen, aber es geht für mich am Thema gesamtheitliche Ausbildung vorbei, wenn ich diese Spielart zu früh anstrebe, und da gehört für mich die C-Jugend dazu.


    Aber so wie es aussieht, bin ich mit der Sorge alleine, dann ist ja alles in Butter.. :whistling: ^^

    Hallo Trainer2005, Passen ist ein Baustein, der im Kinder- und Jugendfussball seinen Platz hat, bin ich ganz bei Dir. Aber dennoch: Onetouch-Fussball ist eine Art, mannschaftstaktisch Fussball zu spielen, die doch vorgibt, das ich den Ball mit jeweils einem Kontakt durch die eigenen Reihen laufen lasse. Damit gebe ich doch aber gleichzeitig vor, dass das Individuelle hinten anzustehen hat, Dribbling, Zweikampf. Wenn Die Kids sich entscheiden im Spiel, eine Situation mit Direktpassspiel zu lösen, dann tun sie dies, weil sie es in der Situation für angebracht halten, das fällt für mich unter Handlungsfähigkeit, selbst das richtige Mittel zu wählen, passend zur Situation. Wenn ich dies aber durch die Vorgabe, Onetouchfussball zu spielen, "diktiere",nehme ich ihnen dann nicht viel zu viel Spielraum für eigene Kreativität? Oder fällt das ganz normal unter Zielvorgabe, wie gespielt werden soll? Ich denke nicht. Wie gesagt, verwechselt bitte nicht das Schulen von sauberem Passspiel mit der Vorgabe einer totalen mannschaftstaktischen Ausrichtung.

    Das Thema ist zwar schon ein paar Tage zur Ruhe gekommen :sleeping: , lässt mich aber nicht los.


    Zum System, was man dagegen stellen kann: Ich würde die Raumdeckung beibehalten, mich aber zurückziehen. Somit überlasse ich dem Gegner"ungefährlichen" Raum zum Ballgeschiebe, ohne dass er wirklich Gefahr ausüben kann. Durch das Zurückziehen wird es, je näher es zu unserem Tor geht, immer enger, so dass die Möglichkeit viel größer ist, durch geschicktes Stellen und Antizipieren einen Ball zu erobern, zumal ein ungeduldiger Gegner sich irgendwann dann doch in den Zweikampf begeben würde, weil er eben den Torerfolg sucht. Dann ist aber zwingend ein schnelles Umschalten erforderlich, um daraus dann auch für mich Vorteile zu erzielen, durch schnelles Auskontern, denn der Gegner wird auf dem Weg zum Torerfolg immer weiter aufgerückt sein (hoffentlich ;) ). Das ganze ergibt ein von Taktik geprägtes Spiel, was -wenn es gut gespielt wird- für Taktikfans sicher ein Highlight sein könnte. Soweit meine Theorie.


    Was mich aber wundert: Onetouch-Fussball heißt ja nicht einfach nur schnelles Passspiel, sondern eben wirklich Spiel mit je nur einem Kontakt, direktes Weiterleiten des Balles. Damit dies funktioniert, müssen Passspiel und Laufarbeit doch dermaßen eingespielt sein, dass ich entsprechend im Training arbeiten muss. Jetzt haben einige Befürworter dass ja schon aufgeweicht, indem sie schreiben, dass sie es nur ansatzweise trainieren, aber der Wunsch, dies zu spielen, wird schon klar formuliert. Das passt für mich aber so gar nicht in die Philosophie, die wir hier teilweise einbringen: Ab der C-Jugend Zweikämpfe umgehen durch One-touch-Fussball?? Klar finde ich es toll, wenn meine Jungs eine Situation lösen, indem sie mal den einen oder anderen direkten Ball spielen, aber mir kam irgendwie nie der Gedanke, dass sie dies permanent spielen sollten. Ich bin da ein wenig verwundert. :huh: ?( Mein spontaner Gedanke war, dass Onetouch-Fussball im Jugendbereich eigentlich nichts zu suchen hat, da sie ganz klar eine Mannschaftstaktik darstellt, die im krassen Gegensatz zum Individualspiel darstellt. Oder verwechseln wir hier jetzt Onetouch-Fussball mit sauberem Passspiel?

    Hi Tomminator, kann mich nur anschließen, suuuuper geschrieben, habe den Film vor Augen :thumbup:


    Leider ist das, was Du da erlebt hast, nichts weiter als die grausame Realität, denke ich. Da draußen warten jede Menge erfolgsorientierte Geister, die nur darauf warten, gegen Teams wie das Eure ihre Selbstwertschätzung als erfolgreiche Trainer im Kampf um die vielzitierte Ananas zu bestätigen. Deshalb mag ich ja gerade diese riesen-Portion Idealismus, die sich hier im Forum tummelt, und die nur manchmal, zum Beispiel wenn es um gleiche Spielzeiten für alle o.ä. geht, auf eine harte Probe gestellt wird. Wären alle so eingestellt wie Du, dann gäbe es diese Diskussionen gar nicht.. ;)

    Hi Andre. Du schreibst für die Sicht des Verteidigers, ich glaube, die Frage ging aber mehr dahin, wie Mool seine Spieler im Angriff ebenso schnell und wendig bekommt, wie er es bei seinem Gegner gesehen hat?! Wobei was Du schreibst natürlich stimmt. Ich denke, der Gegner hat einfach die "normalen Basics" drauf, schnelle Ballan- und Mitnahme, gute Ballkontrolle. Da geht es wie Andre schon schreibt in die Ballkoordination. Das ist ein Prozess, der nicht mal eben klappt, es gibt nicht das Training, womit Deine Kids plötzlich ebenso wendig mit dem Ball unterwegs sind. Ich würde immer wieder Ballkoordination anbieten, ebenfalls wie Andre schon schreibt super im Warmmachen zu verpacken. Mit ein wenig Geduld, und wenn Deine Kids mit dem Ball umgehen können, dann werden sie sicher auch solche Dinge vollbringen. Vielleicht dann ab und an ein paar Tips, wie man sich schnell um den Gegner dreht (herumwickeln), aber dafür müssen eben die Basics sitzen.

    Hallo Ranwie, Dein Text gefällt mir super,


    Du scheinst Dir bewusst zu sein, was Du für Geister vor Dir hast,


    Zitat

    Sind halt 7- oder 8-jährige Jungs, die nicht Woche für Woche über 90 Minuten die Konzentration auf Maximum halten können.


    Du hinterfragst Dich/Euch und suchst die Fehler bei Dir,


    Zitat

    Wir Trainer waren an dem Tag extrem gestresst und konnten den Blödsinn, mit dem wir sonst lockerer umgegangen wären, einfach nicht ertragen.


    und Du suchst nach Lösungen.


    Zitat

    Einen Tag später hab ich mich dann gefragt, ob man den Drang der Kinder zum Unsinn machen nicht einfach zulassen, aber kanalisieren kann/sollte.


    Ich habe auch gerade mal wieder so eine Situation, ich habe zum Saisonstart viel Input an die Kinder verteilt, wir haben im technischen Bereich sehr viel Detailarbeit betrieben (Thema Zweikampf seit Saisonbeginn, gerade abgeschlossen). Nun war Dienstag mal wieder (seit langem) ein Training, wo zu merken war, dass die Jungs eigentlich "zu" waren, lange Schule, viel drumherum, das erste mal Konfer usw. Die Unkonzentriertheiten wurden mehr, es wurde im Abschlussspiel mehr miteinander gemeckert usw., pupertierende Testosteron-Monster :wacko: . Ich denke, es ist Zeit, mal wieder ein reines Spasstraining einzuschieben. Ich werde also morgen mit den Jungs kurz reden, was mir Dienstag nicht so gefallen hat, werde aber ein Training zusammen stellen, wo ich von ausgehen kann, dass es ihnen Spass machen wird. Ich denke, dass ist nicht planbar, diese Phasen wird es immer mal geben, wo es nicht rund läuft, wo die Gefahr besteht, dass der Spass verloren geht. Man sollte versuchen, ein Auge dafür zu bekommen und zu reagieren. Das sehe ich bei Dir, von daher wirst Du es geregelt bekommen. Immer mal eine Übung zwischendurch, die einfach keinem bestimmten Lernziel dient, sondern nur Spass macht, oder eine ganze Trainingseinheit unter eben dem Lernziel, Spass. Beispiele für eine Übung: wir spielen manchmal Fussball mit einem Football, zum lachen, wo der Ball einem hinspringt, oder ein Dribbelkästchen, und z.B. auf Kommando "vier-drei-vier-zwei" (schnell vier Leute zusammenkommen, drei Bälle auf dem Boden (einer muss in die Hand), vier Füsse (die anderen vier Füsse müssen hoch), zwei Hände müssen den Boden berühren). Kommen je nach Zahlen die lustigsten Figuren bei raus.

    Kinder brauchen Räume mit Grenzen, in denen sie sich bewegen können. Es hört sich so an, als wenn der Junge auch zu Hause dies nicht hat. Bei Dir muss er sie haben, sonst wird es nicht funktionieren. Strafe alleine wird ihn aber nicht in diese Grenzen bringen, er wird es blöd finden und evt. noch mehr Mist machen. Ich würde ihm ganz klar, aber freundlich, in einem vier-Augen-Gespräch mitteilen, dass er gerne mitmachen kann, aber bestimmte Dinge nicht gehen. Da er Fussball mag, würde ich ihn als Konsequenz ruhig auch mal frühzeitig das Training beenden lassen, natürlich in Absprache mit der Mutter, die so auch keine Angst haben braucht, dass Du ihn rausschmeist. Als "Gegenleistung" musst Du ihn aber möglichst gleich beim nächsten Training a) beschäftigen, indem Du viele kleine Fang-, Lauf- oder was-auch-immer-Spiele anbietest (gilt natürlich für alle), und ihn b) über alle Maßen loben, loben, loben. Kinder sind käuflich und die Währung "Lob und Anerkennung" hat einen stabil hohen Kurs ;) . Des Weiteren lernen Kinder sehr schnell ihre Grenzen kennen, wenn man sie ihnen denn aufzeigt.

    Grundsätzlich erstmal: Schienbeinschoner gehören zur Ausrüstung, nicht anders wie Fussballschuhe. Und wenn sie passen, dann stören sie auch nicht. Das sind so diese kleinen Selbstverständlichkeiten, wenn man sie früh genug einbaut. Da hat der Vater schon recht, auch wenn die Art und Weise mehr als unpassend erscheint..


    Kleine Anekdote: Ich habe die Schienbeinschoner als Pflicht ausgegeben. Für den Fall, dass jemand seine vergessen hat, habe ich so richtig hässliche dabei, die derjenige dann umlegen kann (wie gesagt, nur passen müssen sie). Es ist äußerst selten, dass jemand seine mal vergisst.. ;)

    große Probleme gab es bei mir dazu glücklicherweise eigentlich nie. Bei den kleinen denke ich, sollte man die Eltern darauf ansprechen, bei den größeren die Spieler selbst, Inhalt ist aber bei beiden der gleiche:


    Wenn jetzt jemand meiner Jungs zu spät kommt, dann erwarte ich, dass er eben zu mir kommt und erklärt, warum er zu spät ist (ohne dass ich ihn danach fragen muss). Ist der Grund für mich ok, dann baue ich ihn sofort ein (denn weil wir pünktlich beginnen ist das Training ja bereits gestartet 8) ). Ist für mich die Begründung nicht ok (zum Beispiel "Zeit verpennt, zu lange Playstation gespielt"), dann schaut er die laufende Übung zu, bis sie zu Ende ist. Sollte es mal wieder mehreren passieren, dann erkläre ich den Jungs mit leicht vorwurfsvoller Miene, dass ich es nicht ok finde, weil ich mir auf der Arbeit auch den Hintern aufreisse, um pünktlich zu kommen, und es dann nicht fair ist, wenn sie irgendwann eintrudeln, dass würden sie von mir auch nicht wollen. Das hat bis jetzt immer gefruchtet, und ich denke, dass würde auch bei den meisten Eltern fruchten. Meine Erfahrung war bisher immer, dass ein Miteinander besser funktioniert als wie ein Einfordern und Bestrafen.


    Die Frage zielte aber ja auf Spieler ab, die "ständig" zu spät kommen, also hat da vorher scheinbar nichts gefruchtet. Da hilft dann wirklich nur entsprechendes Ansprechen und ggf. auch Konsequenzen. Hier würde ich dann aber auch hinterfragen, schafft der Junge es einfach nicht, seinen Tag zu organisieren, dann hilft auch Strafe nicht unbedingt, oder ist es die Einstellung, dann ist "Strafe" unumgänglich, aus Verantwortung der Gruppe gegenüber.

    Bis vor ich glaube zwei oder drei Jahren haben wir auch mit 7+1 gespielt. Ich habe mich damals für ein 2-3-2 entschieden, aus folgenden Gründen:


    mit den beiden hinteren Spielern habe ich früh angefangen, das gegenseitige Absichern, quasi als zweier-Kette, spielen zu lassen. Wir haben uns also nicht direkt am Gegner orientiert (Manndeckung), sondern immer im Raum das aufgenommen, was kommt. Wenn der eine angreift, muss der andere halt "mithelfen", absichern. So haben wir ganz nebenbei schon früh für den "großen Fussball (Viererkette)" ein paar Dinge sozusagen spielerisch vorgegriffen. Die restliche Aufteilung entstand schlicht aus dem Gedanken, die Spieler möglichst gleichmäßig zu verteilen, ähnlich dem Grundgedanken des 4-3-3 im Jugendbereich. Drei Spieler in der hinteren Reihe wäre mir zu Abwehrlastig auf dem kleinen Feld gewesen, dass hätte meiner Meinung nach zu viel Taktik erfordert, ich hätte einen großen Schwerpunkt auf das Positionsspiel der Abwehr legen müssen, weil ich auf das konsequente Vorrücken der Abwehr bei Ballbesitz angewiesen wäre, um Überzahl zu schaffen. So konnten sie zwar auch vorrücken und sich mit einschalten, wir waren aber auch ohne dem gut verteilt. Wenn man von allen einfordert, sich am Spiel zu beteiligen und nicht zum Beispiel die Angreifer zu reinen Angreifern macht, die nur vorne warten, dann kann man so recht ordentlich Fussball spielen, denke ich. Es verleitet aber auch dazu, schon taktische Dinge einzubauen, die wie ich schon sagte dem "großen Fussball" entsprechen, d.h. man kann fälschlicherweise mehr taktisches Verhalten einfordern als wie es dem Alter entspricht. Aber das schaffen manche ja auch beim 6+1..

    Es klingt so, als hättest Du Dir viel Gedanken gemacht-schön. Ich gebe Peter Pan aber in der Hinsicht recht, das die Grundidee, Bewegungsschulung, nicht neu ist. Ich würde jetzt mal vermuten, Du hast einfach gute Übungen dafür zusammengestellt, sicher auch selbst erarbeitet. Aber was würdest Du jetzt erwarten, es wird sicher keiner der -wieder wie Peter Pan schreibt- größtenteils ehrenamtlichen Trainer hier einfach mal Dein Programm "buchen", da wirst Du sicher andere Adressen ansprechen müssen als wie ein Forum, wo jemand (in diesem Fall Uwe) wahrscheinlich mit viel Idealismus viel Arbeit hinein steckt, um ein Portal bereitzustellen, wo man sich untereinander helfen kann, und zwar kostenlos! Auch die Idee, auf den ersten Blick "fremde" Bewegungsmuster einzubauen ist spätestens seit Klinsmann nicht mehr neu:


    Zitat

    Es dreht sich um eine Mischung von Bewegungen aus dem Fußball - Karate - Rhythmusgefühl - Laufschule - Antrittsschulung - Koordination - Tanz! Ich weiß ein bischen viel auf einmal - aber in ständig wiederkehrenden Bewegungen aus vorausgenannten Eigenschaften erreiche ich eine bestimmte Automatik!


    Zudem beschreibst Du Bewegungen, die allesamt letztendlich auf die Koordination abzielen (mich wundert: Du schreibst hier als "Fachmann", nennst aber Dinge wie Rythmusgefühl neben Koordination, wobei Rythmusgefühl einer der Koordinationsfaktoren ist). Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, was an diesem Thema jetzt so revolutionär ist.


    Fazit: Da das ganze darauf abzielt, etwas zu verkaufen, bin ich auch einer der Skeptiker. Wenn aber zum Beispiel aus Deinem Thema ein Buch oder ein Film wird, und die kleine Revolution dank Dir eintritt, dann werde ich sicher einer der Käufer sein und mir und anderen eingestehen, dass ich von Deiner Idee früh gehört habe, sie aber falsch eingeschätzt habe. Bis dahin aber sorry, im Moment eher nicht.

    Naja, Du teilst mit, dass Du ein Trainingsprogramm "entwickelt" hast, was wahrscheinlich besser ist als alles, was im Moment aktuell läuft, und fragst sinngemäß, wohin damit?! Wenn Dein Programm so gut ist, dann würde ich Dich einfach mal bei den Verbänden oder Profizentren anklingeln lassen, aber grundsätzlich gilt: Andere lassen sich nicht unbedingt von dem Umstand, dass Du überzeugt bist, mit ins Boot holen, sondern die anderen müssen zunächst mal von Dir überzeugt werden. Von daher wäre der Einstieg hier vielleicht leichter gewesen, Du hättest etwas mehr informiert als wie "ich habs, wohin damit?"

    Ich habe mich irgendwann mal davon gelöst, dass die nächste Trainingseinheit "die entscheidende" fürs nächste Spiel ist. Eine Zeit lang habe ich immer geglaubt, dass ich "dies eine" Thema unbedingt noch im Training durcharbeiten muss, damit es im Spiel klappt. Überlege doch einfach mal, ob Du wirklich unter den Umständen (junge Spieler, heißes Wetter) Akzente setzen kannst, die Euch entscheidend weiterbringen. Zusammenspiel und der Blick für die Räume (Freilaufen) lernen die Jungs wahrscheinlich eh nicht innerhalb einer Einheit so, wie Du es Dir vielleicht wünscht. Von daher würde ich, wenn Du die Einheit laufen lassen möchtest, darauf achten, dass die Jungs ihren Spass dabei haben, ein paar lustige Spielformen, nicht zu belastend, viiiiel trinken und ausreichend Pause. Ich schließe bei so etwas immer den Rasensprenger an, wirkt auch bei meinen mittlerweile C-Jugendlichen ;) .


    Außerdem ist das Thema eh nicht unbedingt der Schwerpunkt Deines Jahrgangs... ^^

    Also ich würde diese Umfrage (hab sie mitgemacht) eher als oberflächliche Erfragung sehen, wer wie oft Training online nutzt, ergänzt mit ein paar anderen Fragen (z.B. Lehrgangsteile per Internet). Ich sehe das ähnlich wie Zaungast, die Eingaben sind sehr vage gehalten. Ich würde es Dir ja gönnen, Andre, dass Deine Worte Gehör finden, aber ich befürchte, dass dieses freie Eingabefeld eher so als Abschluss gilt: ich könnte mir vorstellen, dass sie die Eingaben, die sie erwarten, mit der Umfrage einsammeln und dem in diesem Feld Geschriebenen nicht die Bedeutung zukommen lassen, welche Du gerne hättest, aber wer weiß...

    Ich habe damals die ganzen kleinen Würmer unserer G-Jugend zusammengenommen, die gingen in der Mannschaft einfach unter, von daher hatte ich eben die ganz "lütten". Die kleinsten, die ich dann noch immer wieder neu dazugesammelt habe, waren so dreieinhalb. Die einzige Bedingung, die ich mir und den Eltern gestellt habe, war dass die kleinen mitmachen können/ wollen, ohne das Mama oder Papa mit auf dem Platz oder in der Halle stehen musste. Ich hatte zwar nichts dagegen, wenn die Eltern zugeschaut haben, im Gegenteil, aber wenn wenn der Papa an der Hand mit über die Bänke toben musste, dann war es wohl noch eher etwas für Mutter-Kind-Turnen. So sind wir auch gut gefahren. Insgesamt war das Anfangsalter am Anfang dann eigentlich im Schnitt so vierjährig.


    Ich hätte jetzt wohl zuviel Lust auf Fussball, aber es war ne lustige Zeit, die ich nicht missen möchte, zumal ein ganz paar der ganz kleinen von damals jetzt mit in die C-Jugend gehen, wir sind also schon lange zusammen :P


    Ich denke, dass muss aber jeder Trainer oder auch Verein mit sich ausmachen. Momentan entscheidet da bei uns auch die Zusammensetzung ein wenig mit, wenn wir zum Beispiel nur eine Bambini haben, die größtenteils aus fünf- bis sechsjährigen besteht, da würde ich einen ganz kleinen Fussballer eher noch bitten, ein halbes Jahr zu warten. Habe ich schon ein paar kleine und auch die Betreuer dazu, dann sieht es schon wieder anders aus. Nur auf Krampf jeden einsammeln ohne ihn entsprechend betreuen zu können wäre sicher der falsche Weg.

    Hallo Uwe,


    ich danke Dir für Deine Ausführungen. Das Thema ist halt doch sehr umfassend. Mir fällt auch kein anderes Thema außer Fussball ein, wo man selbst so im Geschäft (an der Basis) involviert ist und doch nahezu tatenlos der Entwicklung zuschauen muss, ob hier die großen und die kleinen Räder zusammen drehen. Die Basis wird vom DFB immer gerne als wichtig dargestellt, aber Kritik von der Basis prallt wohl doch ungehört ab, anders herum ist der DFB in vielen Dingen nicht mal in der Lage aufgrund der "gewachsenen" Struktur, Vorgaben durch die Landesverbände in die Kreise zu bringen. Den Ansatz von Chris ..


    Zitat

    ..und was mir nach wie vor mit am übelsten aufstößt ist, dass man die Materialien zur Trainerschulung gewinnbringend anstatt zum Selbstkostenpreis veräußert


    ..finde ich sehr gut, das wären so Punkte, die man mal mit den Verantwortlichen ausdiskutieren sollte. Hier und da passt das halt alles nicht zusammen, aber gut. Solange Bewegung im Thema ist, kann man auch Hoffnung haben ^^ . Es wird glaube ich nie "das Konzept" geben, was zurückblickend über Jahrzehnte den Erfolg gesichert hat, an der Basis wie an der Spitze. Dafür lebt der Fussball zu sehr von immer wieder neuen Erkenntnissen. Irgendetwas wird immer verbesserungswürdig sein, und das wird auch dafür sorgen, dass kein Stillstand eintritt. Diese Diskussion an dieser Stelle hat mir aber schon mal wieder geholfen, ein wenig mehr über ein Thema nachzudenken, was ich so sonst wohl nicht getan hätte, und eine kritische (nicht pessimistische) Auseinandersetzung ist ja meist förderlich.

    Du irrst Dich. ;)


    kurz und knackig 8| ;) =)


    Bei uns in Bayern wäre die Richtlinie so: Hätte sein alter eine A-Jugend, dann hätte er eine Spielmöglichkeit im alten Verein und es würden die normalen Wechselbestimmungen gelten.


    Heißt das, auch eine Mannschaft der nächsthöheren Altersklasse gilt als Möglichkeit, in seinem Verein zu spielen? Bei uns (NFV) ist die Praxis, dass nur im gleichaltrigen Bereich geprüft wird, ob eine Spielmöglichkeit vorhanden ist. Ich habe dies aber nicht mit schriftlichen Regeln irgendwo heraus, sondern wie gesagt nur aus der Praxis.