Beiträge von Holler

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    Ich könnte mich irren, aber die Frage ist doch die ALTERSGERECHTE Spielmöglichkeit: Wenn der Junge ein B-Jugendlicher ist, und der Verein hat keine B-Jugend mehr, dann kann er wechseln, unabhängig davon, ob es eine A-Jugend gibt.


    ja, ich bin sehr im Thema gesprungen, habe teilweise zitiert und teiwleise meine Meinung geschrieben, gebe ich zu.


    Hallo Uwe,


    nein, das ist gar nicht das Problem bei mir;)


    Zitat

    ..da verliert man dann schnell die Orientierung


    das trifft bei mir schon eher zu :S


    Ich habe sonst eigentlich nicht das Problem, mir zu Themen eine eigene Meinung zu bilden, aber an dieser Stelle fällt es mir schon schwerer. Ich habe mich mit diesem Thema auch bei Weitem nicht in dem Maße auseinandergesetzt wie Du, aber eine Meinung bilden wollte ich mir jetzt schon. Ich versuche mal mein Bild zusammenzufassen: Der Anfang war die Auflistung der aktuellen Erfolge von Andre. Ich für meinen Teil,im Jugendbereich Breitensport, halte das Tabellendenken für falsch, da sind wir uns ja einig. Ich würde aber auch den Auftrag des DFB in mindestens zwei Bereiche teilen, 1) dafür Sorge zu tragen, dass Fussball an der Basis möglichst vielen in möglichst qualifizierter Form angeboten werden kann und 2) unsere "Elite", also unsere Talente, so zusammen zu führen und zu fördern, dass wir in den internationalen Vergleichen ein gehöriges Wort mitsprechen, was sich dann auch ruhig in Titeln niederschlagen darf/ sollte. Wenn ich das jetzt richtig aufgenommen habe, stellt sich hier in diesem Thema einmal die Frage, ob man in Bezug auf Punkt zwei bereits die richtigen Wege gegangen ist und sich jetzt aufmacht, bereits erste Früchte zu ernten. Das hast Du relativiert, mit Deinen Erläuterungen habe ich meine spontane Meinung ("ja, das sieht ja gut aus") als sehr kurzfristig betrachtet eingeordnet und für mich ausgemacht, dass es für eine realistische Beurteilung weit mehr braucht als zwei Titel im Juniorennationalteam. Auch die Einschätzung, ob z.B. das Stützpunktkonzept zielführend ist, wird sich wohl erst in geraumer Zeit zeigen.


    Wenn ich Deine Meinung betrachte (zusammengefasst), siehst Du aber Punkt eins nicht ausreichend beachtet, weil zuviel der vorhandenen Gelder in die Förderung der Elite geht und somit Punkt zwei verfolgt, unter Vernachlässigung der Basis?!


    Ich bin jetzt eigentlich so auf dem Weg, dass ich ..


    a) ..eingeschlagene Wege für wenigstens die richtige Richtung halte. Stützpunktkonzept, frühe Förderung der Talente sowie letztendlich Eliteförderung empfinde ich als durchaus positive Zielsetzungen.


    b) ..die Verteilung zu Ungunsten der Basis durchaus auch erkenne und als teilweise großen Fehler empfinde. Hier und da würde ich eine intensivere (auch finanzielle) Unterstützung der Basisarbeit wünschen.


    Wahrscheinlich werden sich beide Ansichten an bestimmen Punkten überschneiden, das hinzubekommen würde ich dann den Fachleuten überlassen ;) . Titel als Ziele können da sicher auch hilfreich sein, es wird sicher auch eine Statistik geben, wieviel Zulauf an der Basis der Erfolg in der Spitze generiert. Kann man das ganze jetzt als Meinung stehen lassen, oder habe ich einfach entscheidene Dinge mangels ausreichender Beschäftigung mit dem Thema außer Acht gelassen?


    Hi Uwe,


    ich komme da jetzt nicht so ganz mit: Andre zählt "zählbare Erfolge" auf und hinterfragt, ob dies die Ergebnisse der Ausbildungsoffensive des DFB sind. Spontan dachte ich, ohne mich vorher intensiv damit beschäftigt zu haben, ja es scheint da ja irgendwo etwas ganz gut zu klappen beim DFB. Die Erfolge wurden dann von Dir relativiert, es gibt ja auch aktuelle Beispiele, wo es nicht so ganz geklappt hat. Naja, ganz spontan wieder gedacht wäre ich dabei, wenn man sagt, dass wie in dem Text beschrieben man nicht mehr auf die "Strassenfussballer" nur setzen kann, sondern aufgrund der hohen Anforderungen früh gezielt ausbildet. Aus Deiner Skepsis dem gegenüber lese ich aber heraus, dass Du eher die basisbreite Ausbildung so sehr qualifizieren würdest, um Talente nach oben zu bringen? Ich bin wie gesagt nicht so sehr im Thema, aber vielleicht kannst Du oder könnt Ihr mich mit ein paar "allgemeinen Ansichten" zu dem Thema ja abholen? :rolleyes:

    Sinn und Zweck der Verkleinerung ist aber Kindgerechtes
    Fußball Spielen :thumbup:


    So sehe ich das auch. Ein 9er Feld soll den Übergang von Kleinfeld (7er) aufs Großfeld (11er) erleichtern, ob das so eine gute Lösung ist, das kann man sicher an anderer Stelle diskutieren, aber so ist es gedacht. Es geht hier nicht darum, den Kindern ausreichend Spielmöglichkeit zu geben, da es eh immer unterschiedliche Anzahlen gibt. Unsere neue D-Jugend 2009/2010 hat z.B. nur 8 Spieler und hilft sich mit E-Spielern aus, für die wäre also ein Ligabetrieb 5+1 super?! :pinch:


    Generell halte ich (Achtung, persönliche Meinung) eine Anzahl Spieler Feld + 4 Auswechselmöglichkeiten für optimal, mal ausgegangen von nicht-"Larifari"-Spielern. Wenn mal ein Spieler nicht kann, dann ist es auch möglich, mit zwei Wechselspielern auszukommen. Aber auch ein Rotieren stellt kein Problem dar, man muss sich halt die Mühe machen und fair damit umgehen, was für den einen oder anderen sicher ein Problem darstellt (unterschiedliches Talent + gleiche Spielzeit = evt. Niederlage = Katastrophe :rolleyes: :D ). Eine Zusammenstellung für Trainingsübungen sieht zwar so auf dem Papier gut aus, aber es braucht nur einer wegen Schule, Krankheit usw. fehlen, dann fällt das Kartenhaus zusammen. Ich habe auf jeden Fall lieber mehr als weniger Spieler, vom Optimalfall aus gerechnet.

    Er macht wieder mit - der erste Schritt ist ja schon getan. Lass ihm einfach Zeit, wieder Vertrauen zu finden, irgendwann wird er nicht mehr daran denken. Wenn Du ihn jetzt aber unter Druck setzt (oder der Trainer), so nach dem Motto "jetzt geh aber mal wieder ran", dann wird es für ihn nur um so schwieriger, denn Vertrauen bekommt man nicht auf Kommando, das braucht seine Zeit..

    Insgesamt scheint man ja in die richtige Richtung zu laufen, Stützpunkte, DFB-Mobil und noch dies und das, alles zusammen ergibt ein großes und wohl auch nicht schlechtes Paket. Ich denke aber auch, dass vor allem die Arbeit "knapp unter der Spitze", also im gehobenen Leistungsbereich, sich qualitativ enorm gebessert hat. Die Fussballoffensive an der Basis bringt vielleicht das eine oder andere Talent mehr an die Spitze, aber mit diesen Jungs in den jüngeren Auswahlkadern dann auch gute Ergebnisse zu bringen, da scheint sich eine Menge getan zu haben. Das merkt man vor allem an der Art, WIE sie spielen, offensiv ausgerichtet, technisch gut ausgebildet, einfach schöner Fussball. Da scheint irgendwann ein Umkehrdenken eingesetzt zu haben, man verlässt sich nicht mehr auf die "deutschen Tugenden", sondern investiert viel Arbeit in eine moderne Ausbildung, gepaart mit ein wenig dieser alten Tugenden kommen da dann wohl auch Titel bei rum.. ;)

    PS. Ich bin euch dankbar, das ihr mir antwortet, mir ist bewußt, dass das ein Forum für Trainer ist :thumbup:

    Ich habe Dir zwar glaube ich noch nicht geantwortet, kann Dich aber, was das angeht, beruhigen: Auf der zuallererst zu sehenden Seite steht ganz klar "Fußballforum für Trainer, Betreuer, Eltern und Fans", somit bist auch Du Teil des ganzen ^^ :D ;)

    Zitat

    ..oder sollte man hier vielleicht tatsächlich auch andere Meinungen zulassen


    Andere Meinungen zulassen sollte man immer, nur ob man sie teilt ist eine andere Sache :D ^^


    Ich würde jetzt mal zwei Dinge unterscheiden bei meinem Statement, grundsätzlich ist gerade beim Kindertraining erlaubt, was Spass macht, anders herum will ich als Trainer mit meinen Maßnahmen meist etwas bestimmtes erreichen. Wir waren uns ja glaube ich alle in großen Teilen einig, dass Laufen ohne Ball nichts bringt, weil die Kinder in der meist -aus unserer Sicht- kurzen Trainingszeit mit dem Ball umgehen lernen sollen. Schlechtes Beispiel dafür wäre der Trainer, der seine Kinder die Hälfte des Training Runden laufen lässt. Wir waren jetzt als Mannschaft (wie man ja lesen konnte =) ) auf Mannschaftsfahrt, wo wir unter anderem abends einen Lauf zum Strand gemacht haben. Die Jungs hatten Spass daran, sich einfach mal auszupowern und beim Umdrehen festzustellen, welche Strecke sie hinter sich gebracht haben, ich bin natürlich nicht auf die Idee gekommen, jedem einen Ball an den Fuss zu geben, weil Laufen ohne Ball ja Quatsch ist. Um im Training im Ausdauerbereich zu arbeiten würde ich aber immer Übungen mit Ball anbieten, weil mir die Trainingszeit viel zu schade ist, um sie nur mit Laufen zu verbringen, zumindestens in dem Altersbereich, wo ich unterwegs bin. Das Thema Aufwärmen ist gerade, was Dehnen angeht, auch sehr "streitbar". Ich möchte mit dem Aufwärmen ja erreichen, dass der Spieler auf den Wettkampf vorbereitet ist. Je älter, umso mehr muss auch der Körper einfach auf das vorbereitet sein, was ihn jetzt erwartet, sprich die Muskeln müssen aktiviert sein, auf Temperatur gebracht. Bei den kleinen sehe ich das einfach als Einstimmen, meine dribbeln mit dem Ball, dann kommt eine kleine Spielform und zum Abschluss eine Übung, die Sprints sowie Abschluss beinhaltet, kurze Wege sowie ein Schuss nach dem anderen. Ich persönlich habe mich nach einer Auseinandersetzung mit dem Thema gegen das Dehnen entschieden, daher entfällt es.


    Also ich sehe kein Problem darin, auch mal ohne Ball Laufübungen zu machen, es sollte dann aber seinen Sinn haben, und der kann auch einfach Spass heißen. Trainertodsünde: Nein. Aber man sollte nicht aus dem Blick verlieren, dass der Sport letztendlich Fussball heißt ;)

    Also die Idee, das ganze hier aufzuschreiben ist schon klasse. Mir gefällt aber besonders die Art, wie Du schreibst: Es lässt sich super lesen, Du schreibst sehr interessant, und Du gehörst scheinbar zu der bald aussterbenden Art, die in solch langen Texten immer noch wieder den Weg zur Shift- und Komma-Taste findet ;) , wie gesagt, macht Spass zu lesen. Vielleicht solltest Du -falls Du eventuell weitere Lizenzstufen anstrebst- über ein Buch darüber nachdenken :D :thumbup: ^^

    Mannschaft: D-Jugend
    Dauer: 2 Übernachtungen (Freitag bis Sonntag)
    Teilnehmer: 15 Kinder + 5 Erwachsene (Trainer und Eltern)
    Preis: 1064,00€ (1 komplettes Haus + Vollpension) + 1,- Euro Kurtaxe pro Kind


    Das ganze ist recht gut zu überblicken auf der Internetseite http://www.campus-nordsee.de/


    Wir sind Freitag zum Abendbrot angereist, Autos abgestellt und ab in die Mensa. Das Essen war die drei Tage extrem klasse, man kann sich sein Hauptgericht zusammenstellen aus verschiedenen Sorten Fleisch sowie Beilagen, es gibt eine Salatbar mit Hotelniveau sowie Nachtisch. Die Getränke Eistee sowie O-Saft schmecken ein wenig verwässert, aber das ist klagen auf hohem Niveau ^^ . Die Leute in der Verwaltung sind übrigens sehr nett, nur den Küchenchef sollten die Kinder nicht dreimal hintereinander fragen, ob es neben Kartoffeln, Nudeln und Reis auch Pommes gibt, das mag er scheinbar nicht (kleiner Müffelkopf ;) ).


    Das Gästehaus hat Platz für 20 Personen in zwei Ein-Bett-Zimmern sowie neun Zwei-Bett-Zimmern, im Haus gibt es noch ein Appartment für fünf Personen mit einem extra Seiteneingang. Das Haus ist sehr gepflegt, alles super sauber und es kommt sogar jeden Morgen eine Putzfrau zum Saugen. Der Aufenthaltsraum ist ein wenig eng für alle, aber zum Besprechen reicht es dicke. Wir hatten das Haus glücklicherweise komplett belegt, es kann ansonsten auch noch von anderen Personen mit benutzt werden, wenn übrige Zimmer anderweitig vermietet werden. Wir haben daher schon beschlossen, bei einer weiteren Fahrt wieder das komplette Haus zu buchen, auch wenn man ein paar Leerbetten bezahlt, ist einfach schöner, ein ganzes Haus für sich zu haben. Quasi vor der Nase sind zwei von insgesamt sieben Beach-Volleyball-Feldern sowie ein großer Fussballplatz und zwei kleinere. Die kleineren haben jeweils einmal Trainingsplatz-Qualität und einmal Wiesen-Qualität, zum Kicken allemal ausreichend. Zudem gibt es einem Tennisplatz mit Kunstrasen, eignet sich super zum Fussballtennis-spielen :D . Minigolf sowie ein Hockeyrasen sind ebenfalls vorhanden.


    Die Lage mit 200m bis zum Deich ist korrekt beschrieben, allerdings muss man oben am Deich angekommen nochmal ca. 800m nach links oder ca. 2 bis 3 Kilometer nach rechts, um an den Strand zu gelangen. Den linken Weg kann man sehr gut abends als Laufeinheit nutzen :whistling: :P. Überhaupt muss man zum Strand sagen, dass in St Peter-Ording der Strand teilweise mehrere 100m breit ist (bis zum Wasser, nicht quer zum Wasser) und aus festem flachen Sand besteht. Also vor dem Laken-Ausbreiten ist zunächst marschieren angesagt. Man kann dafür aber auch gut darauf laufen oder kicken. Das Wasser ist übrigens noch sehr kalt, aber wenn alle Jungs ins Wasser gehen sollte man als Trainer nichts nachstehen ^^ . Ich hatte aber das Gefühl, dass meine Pumpe beim Eintauchen leichte Aussetzer hatte.


    Im Ort gibt es ein herrliches Schwimmbad, Salzwasser, aber echt klasse mit Rutsche, Außenbereich, Wellenbad. Die Kassierin ist allerdings auf einem Sonntag Morgen nicht auf 20 Personen eingestellt, die sich in wirklich normalem Ton unterhalten, sie bittet sich absolute Ruhe (das ist wirklich so gemeint :thumbdown: ) aus, um sich auf den "Kassiervorgang konzentrieren zu können". Beim Gang auf die Rutsche (ohne vorher überhaupt gerutscht zu sein!!!) haben meine Jungs die erste Verwarnung bekommen, nicht direkt hintereinander zu rutschen, da sie "bei der zweiten Verwarnung draußen sind". Man ist dort um diese Zeit wohl eher auf ruhige Rentner vorbereitet und nicht unbedingt belastbar, ich möchte nicht wissen, was sie machen, wenn da mal eine Truppe aufläuft, die laut ist, denn unsere Jungs haben sich wirklich super benommen, wir durften ja auch bis zum Ende bleiben :thumbup: . Aber es lohnt sich, wie gesagt klasse Bad.


    Insgesamt nur zu Empfehlen, eine tolle Anlage, gute Verpflegung, schön gelegen. Wir haben aber auch einige Familien mit Kleinkinden zum Beispiel auf dem Gelände gehabt, einige Internatsschüler waren auch über das Wochenende dort geblieben, dies und der gute Zustand sprechen wohl dafür, dass man dort sicher auch Wert auf solche Dinge legt, also für die große Sause mit so richtig fett Party dann wohl eher nicht geeignet, wie in einem "normalen" Jugendgästehaus halt auch.

    ..glaube ich persönlich, dass ich hier versagt habe. Ich könnte mir dafür ehrlich gesagt in den Arsch beissen(wenn ich dran käme), denn genau für diese Idee bin ich den Jugendvorstand gegangen. Ich dachte, ich könnte etwas bewegen, aber ich hätte wohl zu sehr in die verkrusteten Strukturen eingegriffen. Ich eckte nur an, ich war unbequem (was mir vorher klar war 8) ...es war ein Versuch hin zum Besseren, für die Kids und für den Verein. Ich sehe die Einführung solcher Sichtungen wie unter Punkt 4 als lohnenswerten Versuch an. Ich lasse hier auch zu, dass man später vielleicht feststellen würde, dass es keine Veränderung bringt. Ich denke aber auch, dass der Versuch erst klug macht und dieser Versuch niemandem geschadet hätte. Ich hoffe das manch ein Leser hier bei gleicher Problemlage ein glücklicheres Händchen und vor allem mehr Geduld hat als ich. Ich habe jedenfalls gemerkt, dass ich hier den lieben Gott um mehr Geduld bitten muß, möglichst aber flotti flotti ;) , denn die Mühlen in den Vereinen laufen durch ständige Bremsversuche bestimmter Leute verdammt langsam. Gruß Andre



    Hey Andre,


    solche Leute wie Dich gibt es immer und überall, sie werden gebraucht, es wird ihnen nur nicht gedankt :wacko: . Natürlich ist quer denken manchmal unbequem, das sehen vor allem die so, zu deren Richtung man quer denkt. Ich habe es glaube ich geschafft, bei uns im Verein einen Mittelweg einzuschlagen. Vorstandsarbeit käme für mich nicht in Frage, weil wir uns nur blockieren würden, was dort "verzapft" wird, ist überhaupt nicht überein zu bringen mit meinen Ansichten, glücklicherweise glänzen sie dort auch viel mit Untätigkeit, insofern können sie auch nicht viel kaputt machen :rolleyes: . Ich versuche schon mal quer zu denken und meine Gedanken einzubringen, schaffe es aber auch, mich in meine Mannschaft "zurückzuziehen", gerade wenn es um grundsätzliche Dinge wie Philosiphien geht. Man darf halt nur nicht erwarten, dass jemand kommt, einem auf die Schulter klopft und "Danke" sagt, wenn das quer-Denken ein Thema letztendlich in die richtige Richtung gebracht hat. Je mehr man quer denkt, umso schöner wäre solch ein Danke aber, weil man meist auch viel einstecken muss. Und da kommt der Punkt, den Du und auch TRPietro für Euch selbst ausmachen müsst (Du hast es ja bereits getan): Ich selbst fühle mich wohl in meiner Rolle, obwohl ich weiß, dass der eine oder andere mehr bei uns ein Bier mit mir trinken wöllte, wenn ich nicht immer mal Quergedanken bringen würde. Für diese Leute würde ich aber meine Quergedanken nicht für mich behalten wollen. Wenn es aber zuviel wird, was man einstecken muss, weil man sich nicht einfach einfügt und mit dem Wind segelt, dann muss man vielleicht auch einfach mal Abstand gewinnen und zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort wieder einsteigen.


    Edit: Um zurück zum Thema zu kommen: Sichten ist letztendlich einfacher, wenn man mit den zu Sichtenden bisher nichts zu tun hatte, sie vielleicht gar nicht kennt. Insofern kann (muss nicht) es auch wesentlich besser laufen, wenn ein Trainer, der die Kinder zum Beispiel in einem Verein neu (nächste Altersklasse oder wie auch immer) übernimmt, sichtet, als wenn diejenigen sichten, die eh schon die ganze Zeit mit den gleichen Kindern zusammen arbeiten. Aber ist halt ein schwieriges Thema, ich finde bcefferens Beitrag sehr passend.

    Hallo Andre, es passt zu Dir, dass Du Dir Gedanken über die Ungerechtigkeit an der Stelle machst (natürlich positiv gemeint :) ). Ich denke, Sichtung ist für die Kinder IMMER grausam, es sei denn, Du gehörst zu den erfolgreich Gesichteten. Es gehört aber zum Leistungsgedanken und auch zum Fördergedanken dazu. Ich selbst betreue ja wie Du vielleicht weißt eine Juniorinnen-Kreisauswahl. Ich verfahre so, dass ich halbjährlich von Trainern für talentiert gehaltene Spielerinnen oder auch von mir gesichtete Spielerinnen für drei Trainingseinheiten einlade. In diesen Einheiten versuche ich mir ein Bild zu machen, und natürlich gehört es dann auch dazu, einigen Mädchen sagen zu müssen, dass es nicht reicht. Ein gruseliger Moment, ich versuche es dann immer so zu verpacken, dass sie für ihre Mannschaft ein wichtiger Bestandteil sind und auch nicht so schlecht sein können, weil es gibt viele, für die es nicht einmal zu eier Einladung zum Training reicht. Es bleibt aber am Ende dennoch ein Verlieren, ein "nicht-gut-genug-sein". Das gehört aber halt dazu, es geht nicht anders. Beim Sparkassen-Cup sichte ich ein Feld mit, dort muss innerhalb eines Turniers gesichtet werden. Das halte ich für noch schwieriger, da man versuchen muss, innerhalb ein paar Spiele das Talent zu erkennen. Ich denke aber, die Objektivtät oder auch die Qualität der Sichtung kann man sehr gut daran erkennen, wie sie begründet wird. Ich versuche für jeden Spieler darlegen zu können, was ihm fehlt bzw. warum ich ihn für geeignet halte für den Stützpunkt. Ich bin natürlich froh, wenn es sich mit den Meinungen der Trainer deckt, aber das ist nicht immer so. Da wird dann manch ein Spieler nochmal angeboten, "das ist unser Lenker, unser Macher, der ist heute gar nicht so wie immer" und und und. Wenn er es auf den Punkt nicht zeigen kann, dann bin ich der Meinung, wird er aber auch bei den folgenden Verbandssichtungen Probleme haben. Ob die Sichtung für den Stützpunkt für das Alter gut ist, ob das so zu früh ist und ob die Nachsichtung wirklicher Talente, die einfach durchgerutscht sind, funktioniert, dass sind andere Themen. Innerhalb eines Vereins zu sichten halte ich da für weitaus einfacher, da man sich viel mehr Zeit nehmen kann. Es hilft nichts mehr beim Sichten als wie viel Zeit zu nehmen, was dort ja durchaus möglich ist. Des Weiteren denke ich, sollte man, wenn man wirklich nach Talent sichten will (was Du ja an der einen oder anderen Stelle absprichst und ich auch nachvollziehen kann), dann muss man einfach viel miteinander reden, um verborgene Talente oder Fähigkeiten hervorzuholen. es gibt immer verschiedene Sichtweisen, wenn man es schafft diese zusammen zu bringen, dann ist die Chance auf Objetivität größer.


    Um die Fragen genau zu beantworten: Ich hoffe, keine Fehler zu machen beim Sichten, aber freisprechen würde ich mich davon nicht. Man kann sich Mühe geben und versuchen objektiv und fair damit umzugehen, aber es kann immer mal eine Fehleinschätzung geben, denn wenn ein einzelner sich eine Meinung bildet, dann ist die nicht objektiv, sondern subjektiv. Ich würde die vierte Methode auch bevorzugen, halte aber nichts von Punkte vergeben, denn das, was zu Punkten führt, ist viel vom Spielverlauf abhängig. Beispiel: für ein Tor gibt es einen Punkt, für den Pass zum Tor zwei Punkte. Habe ich dann automatisch den besseren Spieler, wenn ich den Passgeber nehme? Ich denke nicht. Grausam für die Kinder? Wenn unfair gesichtet wird auf jeden Fall. Aber dagegen tun kann man meist wenig, leider.

    Also grundsätzlich finde ich solch ein Spieletraining eine tolle Idee. Es ist ja ausreichend bekannt und diskutiert, dass die Kinder immer bewegungsfauler werden, es treffen sich bei weitem nicht so viele Kinder wie zu früheren Zeiten auf dem Bolzplatz zum Kicken, auch wenn das nur ein gefühlter Wert ist, insofern bietet man das ganze eben organisiert an und erreicht das was man will, nämlich das die Jungs kicken. Für das Sozialverhalten ist solch eine Maßnahme von enormem Wert durch das Spielen mit den unterschiedlichsten Altersstufen, von Jung bis alt, sowie den unterschiedlichen Leistungsvermögen. Natürlich will man im Training den Kindern auch etwas beibringen wie Ball annehmen, Schusshaltung usw. Das geht bei so etwas nur bedingt, denn keiner will wahrscheinlich, dass Du das Spiel anhältst und Korrekturen bringst, das würde den Reiz des ganzen ja kaputt machen. Und der Lerneffekt durch schauen und nachmachen steht und fällt an der Stelle mit der Qualität der Mitmachenden. Insofern finde ich die Ergänzung des "normalen" Trainings durch dieses Spieletraining (oder umgekehrt ;) ) eine runde Sache. Und wenn ich einem die Durchführung von so etwas zutrauen würde, dann Dir, Andre :D

    Es gibt immer die Möglichkeit, innerhalb eines Vereins einen besonders leistungstarken Spieler zu fördern, indem man in eine Altersklasse höher spielen oder einfach nur trainieren lässt. Da gibt es theoretisch auch keine Begrenzung, dies über zwei Jahrgänge zu machen. Damit kann man zum Beispiel umgehen, dass dieses Talent vorzeitig den Verein verlässt. In Eurem Fall geht es aber ja darum, dass der Spieler unbedingt in einer anderen Klasse spielen möchte, und man daraufhin beurteilt, dass er es "schaffen kann", der Ansatz geht also vom Spieler aus. Die Gefahr, die davon ausgeht, was macht Ihr, wenn der nächste Spieler kommt und gerne in einer anderen Mannschaft innerhalb des Vereins spielen möchte, weil "da sein Kumpel spielt"? Du wirst Dich immer rechtfertigen müssen, warum es bei dem einen geht und bei dem anderen nicht, und da können Dir Eltern so richtig Feuer machen, wenn sie ihr Kind lieber im anderen Team sehen möchten und es ja schon einmal ging, Du schaffst einen Präsedenzfall, der Dir laaange hinterher hängen kann.


    Anders herum, wenn die Mannschaften intakt sind, gut funktionieren und kein böses Blut mit so etwas geschaffen wird, dann kann man schon mal darüber nachdenken, um einen Jungen glücklich zu machen, dass müsst Ihr beurteilen, das ist von außen nicht möglich. Dann bleibt nur zu überlegen, ob man dem Jungen damit wirklich einen Gefallen tut, weil es ist halt nicht das soziale Gefüge, in das er gehört. Sportlich wird es dann in den kommenden Spielzeiten auch immer schwieriger, so dass man vielleicht irgendwann das ganze wieder rückgängig machen müsste. Dafür fehlt dann aber meist die Akzeptanz, wieder "zu den kleinen zurückzugehen", die Gefahr, dass der Spieler dann den Verein zu einer vermeintlich stärkeren Mannschaft wechselt, ist auch wieder groß.


    Alles in Allem also würde ich eher abraten, vor allem bei einem zwei-Jahrgangs-Sprung. Wichtig ist nur, dass Ihr Euch als Verein klar dazu äußert und eine bestimmte Richtung vorgebt, wie auch in Zukunft dann mit solchen Fällen umgegangen werden soll.

    Ich stimme Andre vor allem in einem zu: Du machst Dir Gedanken und das ist gut so. Ich stimme ihm aber auch zu, dass Dein Thema für Deine Altersklasse ein wenig zu hoch aufgehangen ist. Anders noch, ich könnte mir sogar vorstellen, dass Du -ähnlich wie ich auch schon mal- dem Fussball ein wenig zu viel Stellenwert im Leben Deiner Jungs gibst. Die Jungs sind ca. 10 Jahre alt. Sie gehen in die Ferien, schalten ab, kicken vielleicht ein bißchen, da das Vereinsleben Sommerpause hat. Wir Trainer sind mit den Gedanken vielleicht schon am Planen für die neue Saison, gedanklich nicht in den Sommerferien, sondern schon beim Trainingsstart, voller Motivation. Auch wenn es spielerisch ist (Comic z.B.), möchtest Du erreichen, dass sie sich in der Sommerpause mit Fussball beschäftigen, Theorie "lernen", die sie dann in die neue Saison mitbringen. Ich denke, man sollte den Kids ruhig den Abstand lassen, Pause machen, nach der Pause wieder mit Heißhunger zum Vereinsfussball kommen. Es sind noch kleine Jungs, Euch bleibt genügend Zeit, dies alles zu erarbeiten, da ist keine Notwendigkeit, schon mal ein Thema in der Sommerpause "vorzuarbeiten", höchstens als Trainer kann man, wenn man so enthusiastisch ist, schon mal Trainingseinheiten planen. Ich habe auch anfangs den Fehler gemacht, zu glauben, die Jungs können gar nicht ohne unseren Fussball. Sie haben das auch alles dankbar angenommen, aber der einzige, der wirklich nicht ohne kann, war eigentlich ich :rolleyes: . Ich denke, wir haben noch die Kurve gekriegt, aber die Kinder werden schnell zu reinen Konsumenten, wenn man sie permanent mit Fussball "bespasst", ihnen immer auch mal wieder eine Pause zu geben, und da bietet sich vor alle die Sommerpause an, hat auf Dauer mehr Motivationswert. Wie gesagt, die Idee zu haben ist gut und scheint bei Dir aus sehr viel Einsatz für Deine Jungs zu kommen, ich persönlich setze mich bei überkommender Lust auf Fussball dann immer hin, bastel an Trainingseinheiten und freue mich aufs nächste Training, was kommt :D .

    Vielleicht oute ich mich jetzt als unwissend, aber Stützpunkttraining zweimal die Woche??? ?( Soweit mir bekannt ist, setzt das Stützpunktkonzept auf zusätzliche Förderung NEBEN dem Vereinstraining, und das jeweils immer Montags über alle Stützpunkte. Ist das jetzt auch wieder übers Land verteilt unterschiedlich?

    So wie Andre es schon schreibt baut alle aufeinander auf, immer schön der Reihe nach. Natürlich ist es schön, wenn eine Truppe zusammen bleibt, aber drei Jahrgänge durch die Altersklassen (G, F, E..) ziehen halte ich für zu viel. Man würde damit das altersgerechte Training, was man zuvor als optimal anerkannt hat, wieder durchwässern. Allgemein ist es immer eine Philisophie-Frage: Hat man genügend Kinder eines Jahrganges, dann macht man optimalerweise Jahrgangsteams. In vielen Fällen ist es nicht so möglich, dann geht es darum, ob Kinder immer wieder auseinander genommen werden, um sie in "ihrer" Altersklasse spielen zu lassen, oder ob man den jüngeren Jahrgang immer ein Jahr früher mit hoch nimmt, um die Mannschaft zusammen zu lassen. Ich habe bei mir drei 97er, die immer ein Jahr früher, als sie es müssten, die Jahrgangsstufe wechseln. Sie sind aber leistungsmäßig auch dazu in der Lage, weil entsprechend talentiert und körperlich entwickelt. Wir haben uns halt irgendwann dazu entschlossen, lieber ein Team zusammen zu lassen. Ob das bei Euch Sinn macht, kann ich nicht beurteilen, und dass muss man auch immer wieder neu beurteilen. Über drei Jahrgänge würde ich dass aber nur in absoluten Ausnahmefällen machen, eigentlich nie. Je älter die Kinder dann werden, umso problematischer wird es dann, fussballerisch sowie vom sozialen Gefüge. "Umgeht" man jetzt die Trennung, weil man die Kinder gerne zusammen lassen will, dann kommen später erst die Probleme zum Tragen, daher würde ich Dir abraten.

    In meinen Augen wird dem Warmmachen viel zu viel Bedeutung zuteil, gerade bei den kleinen. Da gibt es Trainer, die noch beim Warmmachen ihren Jungs bestimmte Sachen "beibringen" wollen, die dann ja eventuell spielentscheidend sein könnten :rolleyes: .


    Die Warmmachphase soll auf den Wettkampf vorbereiten. Bei den Großen müssen die Muskeln erwärmt und auf das, was sie im Wettkampf erwartet, vorbereitet werden. Von daher kann ich auch dem Dehnen nichts abgewinnen, in welcher Wettkampfphase wird der Oberschenkel 10-20 Sekunden in die Länge gezogen (gedehnt)??? Aber das ist ein anderes Thema. Bei den kleinen (und da zähle ich die 97er dazu) geht es darum, auf das Spiel einzustimmen, manche machen das mit ein paar Laufübungen, andere mit ein paar kleinen Spielchen. Wenn Deine Jungs nach dem selbst durchgeführten Programm zum Anpfiff startbereit sind und gleich loslegen können, dann scheint das Warmmachprogramm wie auch immer es durchgeführt worden ist seinen Sinn erfüllt zu haben. Aufpassen muss man so langsam, weil sich die Muskeln jetzt bald so entwickeln, dass auch schon mal eine kleine Zerrung drin ist, wenn sie zum Beispiel wild losbolzen. Mit einem meiner 96er habe ich das dieses Jahr das erste Mal gehabt. Dafür sollte es aber ausreichen, wenn Du das Warmmachen im Blick hast und eventuell korrigierend eingreifst.


    Zum Thema Tore tragen: ich habe es, als meine Jungs noch klein waren, imemr so gemacht, dass wir zusammen die Tore getragen haben, ich auf der einen Seite, gefühlte 20 Kinder auf der anderen. Mittlerweile tragen sie die Tore alleine (immer drei Spieler pro Seite), und das ist denke ich auch ok so, es sind ja nun keine Fruchtzwerge mehr, allerdings bin ich dabei immer mit auf dem Platz, und das sollte auch so sein.

    Wir sprechen hier oft von den Optimalvorstellungen: fachlich fundiert, geregelt und festgeschrieben und doch "draußen" in der realen Welt kaum beachtet, in diesem Fall die Nichtfestlegung auf eine Position in unteren Altersklassen (schon gar nicht bei den Bambinis :wacko: ). Es gibt einfach sehr viele Trainer, die nicht auf kindgerechte Ausbildung Wert legen, sondern die kurzfristig erfolgversprechenste Variante anwenden, und da gibt es schon früh die festen Positionen. Eltern übernehmen oft diese Denkweise, ist es doch die einzige, die sie kennen gelernt haben. Daher kann es manchmal schwer sein, dort "gegen den Strom zu schwimmen", sollte er vorhanden sein, wenn alle anderen Eltern dieses Problem der fussballerischen Ausbildung an der Stelle nicht erkennen und mit dem vorhandenen zufrieden sind. Dann wird man Dir schnell nachsagen, Du versuchst nur, es für Deinen Sohn alles so zu machen, wie er es gerne hätte. Daher mein Tip, dass Du möglichst genau heraussuchst, z.B. die altersgerechten Ziele vom DFB kopierst, damit Du darlegen kannst, wovon Du sprichst. Wenn so ein "Holzkopf", wie Andre es formuliert, und auch die anderen Eltern so etwas vom DFB vor sich liegen haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie Dein Ansinnen als berechtigt erkennen.