Günter,
insbesondere Andre hat sich hier schon die Finger über Jahre wund geschrieben. Appelle, Kommunikation, Aufklärung dies ist alles nicht neu und wenn du in Breite das so durchziehen willst, wirst du schnell scheitern und zwar am eigenen Frust.
Es helfen nur feste Regeln in Verbindung mit Aufklärungsarbeit.
Deine Beispiel sind schön, gehen aber an der Realität vorbei, dies haben viele die über eine wirkliche Veränderung im Kinderfußball nachdenken, schmerzlich erfahren müssen. Einige haben hier im Forum schon geschildert, wie schwer es ist Eigeninitiative zu ergreifen. Es ist ein Kampf gegen Winmühlen und wir sollten uns endlich auf ein einheitliches System einigen, das für alle verbindlich ist. Wenn Leute wie du, die eigentlich den kindgerechten Fußball fordern, den vielen Kritikern immer wieder Nahrung geben, schadet das dem Fortschritt im Kinderfußball. Mehr Diplomatie ist gefragt und es dient dem Gesamtprojekt "Kinderfußball".
Beispiel FPL:
1. Keine Schiedsrichter
2. Fanzone
3. Coachingzone
Jetzt gibt es die, die Punkt 1 nicht gut finden. Es gibt die, die Punkt 2 nicht akzeptieren und die, die 3. für überflüssig halten. Dann gibt es die, die einzelne Punkte eigentlich gut finden, sie inhaltlich aber teilweise ablehnen (z.B. Abstände). Es gibt immer einen Grund, Teile abzulehnen und zu kritisieren. Das Ganze deshalb als untauglich abzulehnen, bringt den Kinderfußball aber in den nächsten 20 Jahren nicht weiter.
Wir verzetteln uns in unendliche Diskussionen, sollten aber einfach mal beginnen. Kritik und die daraus resultierenden Verbesserungen werden folgen, da kannst du sicher sein. Was wir benötigen sind Leute, die diese Spielform durchdrücken. Von "Oben" können wir wenig erwarten, die Angst ums Ehrenamt geht um, die Veränderungen müssen von der Basis durchgedrückt werden, dann kommt auch die Unterstützung von den Verbänden. Die FPL hat das schon sehr weit vorangetrieben. Sie läuft bereits seit einigen Jahren und jeder Versuch von Trainern, die eigentlich den kindgerechten Fußball wollen, diese Spielform wegen einzelner Punkte zu kippen, wirft uns um Jahre zurück. Es gibt keine flächendeckende Alternative.
So wie du habe ich jahrzehntelange Erfahrung im Kinder- und Jugendtraining, die ich einbringen könnte und nochmal: ich umarme das mit, was ich vielleicht anders sehe, damit ich dem "Ganzen" nicht schade. Dies hindert mich nicht daran. mich auch kritisch zu äußern, aber ich werde den Kritikern keine Nahrung geben, um das "Ganze" abzulehnen.
Deshalb meine ganz klare Frage:
Bist du für die flächendeckende Einführung der FPL?
Kein "ja,aber..."! Es gibt nur diese FPL mit diesen Regeln und ein "Uwe" oder "Günter" können diese in Teilen kritisieren, aber nicht ändern. Änderungen werden sich über Jahre aus der Praxis ergeben. Ich würde mit "Ja!" antworten und du?