Beiträge von Uwe

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    @Fussballbaron


    Ich stimme dir in einigen Dingen zu, aber du überziehst es, weil du fürchterlich pauschalisierst. Es gibt viele Vatertrainer, die einen richtig guten Job machen.


    Wir hatten hier im Forum bereits das Thema "Besser keinen Trainer als einen schlechten Trainer..?" o.ä. - Ich glaube, genau diese Aussage meinst du. Denn auf diese Frage folgt häufig das Argument, dass es besser ist einen schlechten Trainer zu nehmen, denn der wird sich entwickeln und so verliert man keine Mitglieder. Das geht natürlich nicht, wir reden hier über die Entwicklung von Kindern und da stimme ich dir zu: es ist unverantwortlich. Trotzdem wird kein Verein auf Mitglieder verzichten, wenn es denn einigermaßen mit dem Trainer funktioniert.


    Das Problem des schlechten Kinderbetreuers gibt es sogar in den professionellen Berufen (Schule, Kindergarten, Jugendamt), zugegeben seltener als beim Fußball. Bedeutet: eine vernünftige Ausbildung muss her, was bei den heutigen Strukturen praxisfremd ist. Wenn wir hier im Forum diskutieren, dass man kein Auto ohne Führerschein steuern darf, aber ein Kinderteam ohne polizeiliches Führungszeugnis, dann muss man konsequenter Weise für das Betreuen von Kindergruppen einen "Führerschein" fordern. Das geht nur über Geld und damit fangen die Probleme erst an.


    Mein Ziel ist es bessere und glaubwürdige Rahmenbedingungen für den Fussball zu schaffen.


    Dann beginne damit, ohne Polemik und mit konkreten Vorschlägen.


    Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, ein verpflichtendes soziales Jahr einzuführen. Die Pflicht-Bundeswehr ist jetzt weg und jeder hätte die Möglichkeit, sich ein Jahr lang in einer ehrenamtlichen Tätigkeit ausbilden zu lassen und dazu zähle ich auch den Trainer/Betreuer im Kinder- und Jugendsport. Fragen wir doch mal die jungen engagierten Trainer, ob sie dann eine Trainerausbildung machen würden, Zeitmangel und Kosten wären keine Argumente mehr. Eine Finanzierung erfolgt über Steuergelder und was den Fußball betrifft, kann ein Verband wie der DFB sich finanziell daran beteiligen. Dafür bekommt er eine Vielzahl von ausgebildeten Trainern, die dann nur noch bei der Stange gehalten werden müssen. Dadurch verbessert sich das Image des Fußballs und es kommen Mitglieder. Ein anderer und leider nicht finanzierbarer Weg wäre, die Kindertrainer besser zu bezahlen, dann kann man auch fordern. Wäre immerhin ein Anfang und träumen muss erlaubt sein.

    Hallo Stefan67,


    niemand von uns hat geschrieben, das dies alles möglich ist. Mit der Realität ist das so eine Geschichte, die jeder für sich erlebt. Es gibt durchaus Vereine, die zum Beispiel mit Schulen kooperieren. Das was du erlebst, ist deine Realität. Die Studie wurde 2005 vom DFB beauftragt und aus den Ergebnissen beruhen einige Maßnahmen, vermute ich jedenfalls, wenn ich die letzten Jahre mal betrachte. Aus einigen meiner Beiträge hier im Forum kannst du herauslesen, dass ich deiner Meinung bin. Ich habe bewusst nicht kritisiert (mach ich ja sonst meistens) und wieder war es nicht richtig. :( Es sind übrigens noch Fortsetzungen geplant.


    Die Studie beschreibt nur, was gemacht werden müsste und wenn du im Link der Quelle die Ergebnisse für die einzelnen Vereine betrachtest, kannst du lesen, was die meinen umsetzen zu müssen. Beachte auch in der Einleitung, es geht um Denkanstöße.


    Hier der Artikel:
    Was passiert mit deinem Verein, wenn nichts passiert?


    PS: Ich habe das Thema verschoben, hoffe es ist ok

    Günter,


    mal losgelöst von LK.


    Stell dir vor, ein Spieler verabeitet von 10 Pässen 4 mit dem schwachen Fuß, besser wären in der Situation 10 von 10. Durch gezieltes Training bist du in der Lage diese Rate auf 8 von 10 zu erhöhen. Dies erreichst du nicht nur durch die ständige Vorgabe den Ball mit dem schwachen Fuß zu spielen, sondern besser und schneller durch gezieltes Kopftraining.


    Viele Dinge erreichst du eben nicht durch 3000 Wiederholungen. Dann hast du am Ende Roboter, die einige Moves können und diese auch in Spielsituationen anwenden, die das gar nicht hergeben. Das ist übrigens auch das, was wir als Grundlage in der Kreativitätsschulung meinen: nicht ständige Wiederholungen oder einfacher: der Kopf steuert auch die Beine und das Passspiel und ..... gepaart mit guter Technik wird aus einem Fußballer ein Ballzauberer. Klingt jetzt etwas einfach, soll aber so stehenbleiben, wahrscheinlich gibt es dazu irgendwann genaueres, nur nicht jetzt.


    LK und Koordinationstraining sind nicht neu, da wirst du mir zustimmen, Die Inhalte werden jetzt unter Namen zusammengefasst und sind wesentlich weiter ausgebaut worden. Einige Dinge kannte man schon vor vielen Jahzehnten, es hieß nur nicht "Koordination".

    Günter,


    damit ist nicht die Übung "Positionswechsel" gemeint. Jeder der sie angeboten hat, ist entweder gescheitert oder war begeistert.
    Es geht wohl um Life Kinetik (LK), damit beschäftige ich mich jetzt seit Monaten in abgewandelter Form. Vieles ist da möglich, dazu irgendwann mehr.

    Manchmal wird die FPL nicht wirklich verstanden:


    Lokalkompass.de


    .....„Das ist cool, immer zu gewinnen“, meint der siebenjährige Sidan. So zuletzt am Wochenende, als das erste Pflichtspiel der Rückrunde in der so genannten Fair-Play-Liga auf dem Programm stand. Mit 19:0 hat die SSVg gegen Wichlinghaus gewonnen. „Jeder Spieler - auch der Torwart - haben mindestens ein Tor erzielt“, ergänzt Coach ? stolz.....


    „Viele Trainer fragen mich nach dem Rezept unseres Erfolges“, so der Coach. Und für all diejenigen hat er eine einfache Antwort: „Das Trainingsniveau entsprach bei den Bambinis einer F-Jugend, jetzt trainieren wir auf E-Jugend-Niveau.“


    .... und nächstes Jahr wie in der Bundesliga :P

    Aber von Seiten des DFB weiß ich das es nicht mehr lange dauern wird und Futsal wird eine Offizielle und anerkannte Hallensportart


    Bist du dir da sicher? In Lübeck bei der Endrunde habe ich etwas anderes gehört, es wurde dort von einem der vielen DFB-Vizepräsidenten zum Thema Nationalmannschaft ja auch angedeutet: Der DFB will sich mit dem Futsal Zeit lasssen, weil man mit Fußball schon genug arbeit hat, oder so ähnlich 8)


    Spielst du eigentlich bei Yasar Hamburg? Welche Rückennummer hattest du denn? ;)

    crow,


    Kinder können mit dem TV-Fußball bis zu einem bestimmten Alter (nach Entwicklung) nichts anfangen, habe ich bei unseren Kindern auch erlebt und das ist gut so. Oft spielen sie das Interesse nur, weil der Vater völlig abdreht. :)


    Das macht einen guten Kindertrainer aber auch aus: seine Begeisterung für den Fußball und wie die Kinder den spielen. Da muss der Trainer seine Emotionen offen zeigen, dann nimmt er die Kinder mit dieser Begeisterung mit und fördert die Freude am Sport. Das gilt auch für Futsal, womit wir wieder beim "Verkaufen" sind.

    Ich behaupte, dass die Futsal-Akzeptanz bei den Kindern auch oft daran scheitert, weil der Trainer es nicht will und sich entsprechend verhält. Man muss es natürlich verkaufen können.


    Beginne mit "Messi kommt vom Futsal" und die Kinder werden es lieben. :rolleyes:

    Du solltest ihn bei der Umsetzung unterstützen und mit ihm gemeinsam die Antworten auf die kritischen Fragen lösen. Eventuell Kontakt aufnehmen zu Ralf und ab geht es.


    Jetzt hast du die Chance, dich zu beweisen. Fang bloß nicht an, wieder deine eigenen Ideen anzubringen, damit behinderst du das Ganze. Es geht nicht darum, die Regeln auszuhebeln, sondern sie zu stabilisieren. Es kann nur darum gehen: "Wie verkaufen wir es der Trainerschaft und wie schulen wir sie, damit eine Akzeptanz entsteht?"


    Kritiker hat der gute Mann schon genug, da reihst du dich nur ein und bewegst gar nichts.

    unsere Mentalität in Europa ist eine andere, auch die Art, wie wir Fussball interpretieren, und das erfolgreich, ist eine andere

    Spanien, Italien, Holland .............. liegen in Europa und dort wird ganz guter Fußball gespielt und es gibt Futsal-Profiligen. Wie ist das mit Xavi, Iniesta + Co? Tiki-Taka, Kurzpassspiel sind Rückschritt? Wir in Deutschland haben die Zeit verpasst und sollten nicht ständig von der schönen alten Zeit träumen. Futsal ist ein ganz wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung.


    in allem Eifer, den Fussball zu verbessern, nicht den Fussball, so wie wir ihn kennen und auch annehmen, verändern.
    Dies ist für mich genau die Einstellung, die Deutschland zum Rumpel-Fußball gebracht hat. Lass uns einfach über die Entwicklung der letzten Jahre glücklich sein und immer die Augen offenhalten, ob es noch besser geht.


    Günter, du bringst hier immer wieder deine Erfahrungen. Der Fußball, den wir vor zwanzig Jahre gelehrt haben, gibt es in weiten Teilen nicht mehr.

    Bitte lasst es nicht wieder esaklieren, hier prallen Welten aufeinander. Deshalb bitte keine Vergleiche mit dem "Dritten Reich" und ähnliche Dinge. Lasst einfach Beleidigungen und bestimmte Wortschöpfungen weg, dann klappt es auch mit diesem Thema.


    Ich halte es mehr mit dem Spruch: "Eine gute Demokratie erkennt man daran, wie sie mit ihren Feinden umgeht". Aussperren, Wegschließen ist keine Lösung, wenn es so wäre hätten die Maßnahmen der letzten Jahre schon etwas bringen müssen, es ist aber nichts besser geworden.


    Wer Fanprojekte streicht und gemachte Zusagen nicht einhält, darf sich nicht wundern, wenn es Auswüchse gibt. Man blockiert damit nicht nur die Gewalttäter, sondern auch die, die Fußball mit Herz und Seele erleben, denn auch die stehen im Fanblock. Ich habe das alles erlebt: Gewalt von Besuchern, aber auch Gewalt von der Polizei. Andre, dies ist keine pauschale Verurteilung der Polizeieinsätze, verstehe das bitte nicht falsch. Aber es muss erlaubt sein, über alle Beteiligten nachzudenken. Ihr müsst den Sch... ausbaden, der da verzapft wird. Ich habe es in Lübeck erlebt, wie verfeindete Gruppen aufeinander zugeführt wurden und eine Eskalation unvermeindlich war. Jeder normale Zuschauer wusste das und es mangelte wohl an der fehlenden Ortskenntniss der Einsatzleitung.


    Ich hatte auch schon ein Beispiel gepostet, wie es einen Unschuldigen erwischt hat, der plötzlich "Gewalttäter Fußball" am Flughafen bei der Ausreise war. Jeder von diesen Leuten ist einer zuviel. Ich habe keine Lust wegen eines Fußballspiels in meinen bürgerlichen Rechten eingeschränkt zu werden, auch wenn "ich nichts zu verbergen habe". Und ich möchte nicht, dass meine "hässliche Vsage" überall ohne Grund aufgenommen wird. Mit einer Minderheit von gewalttätigen Besuchern muss man anders umgehen können, als 50.000 Menschen unter Generalverdacht zu stellen.


    Die Struktur im Fußball hat sich verändert, heute bringen die Champagner- und Event-Fans das Geld, der einfache Fußballfan wird nur noch für die Stimmung benötigt, eigentlich will man den gar nicht mehr. Ich finde das schade, aber es ist nicht zu ändern. Ein Spiel live zu erleben, das kann keine TV-Übertragung vermitteln. Choreos im Stadion, die aus Beschäftigungsprogrammen der Fans hervorgehen und die sich damit wochenlang beschäftigen, so belibt weniger Zeit für andere Dinge ;) . Wenn man sich dann ein Länderspiel anschaut, dann liegen dort die Fahnen auf den Sitzen bereit, wo sie von den Kameras eingefangen werden. War bei einem Länderspiel in Hamburg schon beeindruckend, wenn man in der TV-Wiederholung den Eindruck erhält, als ob das Stadion ein Fahnenmeer war. Uns werden immer mehr Illusionen verkauft, der wirkliche Fußball belibt auf der Strecke.


    Und, Kicker, wenn du Fußball im TV konsumierst, bist du genau der Fan die sich die Geldmaschine Fußball wünscht. Eigentlich sind wir doof, oder? Warum schauen wir uns das eigentlich an? Konsequent wäre anders, aber Fußball ist einfach zu schön! :)

    Mal losgelöst von der Debatte Pyrotechnik "ja" oder "nein", damit das hier nicht wieder eskaliert.


    Es wurde in den letzten Jahren vom DFB und der DFL viele Fehler in der Debatte begangen, hier zwei beispielhafte Berichte aus dem letzten Jahr:


    Spiegel-Online: Interne Pyrotechnik-Protokolle DFB verbrennt sich die Finger


    Feuer im Stadion? Nein! Pyrotechnik bleibt im deutschen Fußball verboten, so das klare Statement des DFB. Doch SPIEGEL ONLINE liegen Protokolle vor, die zeigen, dass Verbandsvertreter bei Verhandlungen mit den Ultras eine Erlaubnis in Erwägung zogen. Jetzt gerät der Verband in Erklärungsnot.


    Zeit online: "DFB und DFL haben uns schön verarscht"


    ....ZEIT ONLINE: Vor ihrem letzten Gespräch hieß es, DFB und DFL wollen eine teilweise Legalisierung auf den Weg bringen, wenn in den Fankurven während der ersten drei Spieltage keine Feuerwerkskörper zu sehen sind.


    Busse: Ja, zu den drei Spieltagen in der Bundesliga kamen fünf Zweitliga-Spieltage und die erste Runde des DFB-Pokals.


    ZEIT ONLINE: Bis auf einen Vorfall beim Pokalspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen hielten die Fans sich an die Abmachung. Der DFB machte trotzdem einen Rückzieher. Warum?


    Busse: DFB und DFL haben uns schön verarscht. Zu Beginn der Gespräche hieß es, wir dürfen legale Pilotprojekte starten. Um eine Vertrauensbasis wachsen zu lassen, saßen wir mehrfach zusammen mit den Verantwortlichen. Wir fühlten uns ernst genommen. Vom DFB wurde zugesagt, dass zumindest Ausnahmeregelungen erteilt werden würden.....

    gegen das was da abgeht, ist der es beim Kinderfussball Kinderkram, jetzt aber ohne deren Problematik kleinzureden


    Günter, ich kann nicht anders :)
    Körperverletzung muss ja kein blaues Auge sein, aber meinst du nicht, dass jedes Wochenende in Deutschland mehr Kinderseelen verletzt werden, als es Verletzte in den Bundeligastadien gibt? Ich würde mich freuen, wenn der DFB und die Medien sich auch mal darum kümmern würden.

    Das die Fans den Platz stürmten gab es auch zu s/w-TV-Zeiten. Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo die Fans in der Nacht vor dem Spiel das gegnerische Stadion in den Vereinsfarben anmalten, inklusive der Tore. Verhasste Fangruppen wurden rigeros getrennt und am Bahnhof erwartete man den Sonderzug der Gäste mit Polizei. Ein gegnerischer Fan fuhr im Zug mit und zog 10km vor dem Bahnhof die Notbremse. Daraufhin kamen seine Kumpels über die Hügel an den Bahngleisen und prügelten mit Schlagstöcken auf alles was sich bewegt. Das war alles nicht gestern, sondern vor vielleicht 20 Jahren.


    Das sind nur Beispiele die belegen, Gewalt gab es schon immer. Die schöne alte Zeit war nicht so, wie sie immer dargestellt wird. Dies ist kein Schönreden für das was passiert ist, aber es ist nicht neu. Seit Jahren trifft man sich immer wieder an "runden Tischen" und überlegt sich Massnahmen, die noch nie geholfen haben. Auch jetzt verurteilen das wieder alle und es wird, um es mit Zwanziger zu sagen, "lückenlose Aufklärung" versprochen. Ich würde wetten, es passiert wieder nichts Konkretes. Wer versagt da und hat seit Jahren nichts, aber auch gar nichts bewegt? Die Gewalttäter sind die Minderheit und was ich nicht verstehen kann: sie sind bekannt, ich kenne sie z.B. in Lübeck und trotzdem passiert immer wieder was. Wenn ich sie kenne, sollten die Verantwortlichen sie auch kennen, oder? Niemand kann mir erzählen, dass bei jedem Spiel der Berliner 50 neue Chaoten auftauchen, warum unternimmt man nichts?


    Ich konnte vor enigen Wochen das Spiel Mallorca gegen Levante sehen. Es ging immerhin um den Einzug in die Europa-Liga. Wir saßen am Gästeblock der durch einen Zaun vom Rest getrennt war, so kennt man es auch in Deutschland. Wir waren richtig schockiert, als wir sahen, dass die Türen vom Gästeblock zu uns alle offen waren und es war kein Polizist da. Trotz massiver Provokationen aus unserem Block zum Gästeblock passierte nichts, gar nichts.