Beiträge von Uwe

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    Was auffiel war, das nicht im oberen Jugendbereich B/A die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahen schwand, sondern die Zahlen im Bereich der F und E...besonders bei der E.

    Irgenwo hatte ich was gelesen, was das bestätigen könnte: Drop-Out verlagert sich immer weiter in die jüngeren Jahrgänge. Bei den Gründen sind wir natürlich fast einer Meinung, bei der Problemlösung nicht. ;)

    Die Zeiten haben sich aber geändert. Schulzeiten...Internet..Freizeitangebote...Konkurenz pur

    ... das "könnte" der falsche Ansatz sein. Die UNICEF bemängelt in der neusten Untersuchung zur "Kinderarmut in Europa" drei Punkte in Deutschland. fehlende Internetzugänge, finanzierbare Freizeitangebote, den dritten Punkt müsste ich nachschauen, ist jetzt aber nicht wichtig. Die Zeiten haben sich tatsächlich geändert und ändern sich wieder. Deshalb ist es gerade wichtig, dass jeder sich auch Fußball leisten kann.

    Frage ich mal....wollen wir auf die Kohle verzichten, ....müssen wir die Samariter sein, damit die sich das alles Leisten?

    Der Vereinssport hat gesellschafftspolitische Aufgaben und ist natürlich der Gemeinschaft verpflichtet. Er hat die Aufgabe jedem den Zugang zum Sport zu gewährleisten und ist deshalb auch Samariter. Ansonsten muss man eine Fußballschule aufmachen, dann gelten keine gesellschaftspolitischen Regeln mehr.


    Das die Vereine mehr Geld benötigen, die Trainer einen Ausgleich erwarten dürften, darüber sind wir uns einig. Der Weg dorthin geht aber nicht über Beitragserhöungen. Auf Sicht werden die Vereine dann noch weniger ihre gesellschaftliche Aufgabe erfüllen können, jedem den Zutritt zum Sport zu ermöglichen. Es wird eine Spirale in Gang gesetzt, die soziale Konflikte schafft. Deshalb halte ich es grundsätzlich für falsch, Versäumnisse der Politik und des Fußballs durch die MItglieder (Kinder- und Jugendliche) ausgleichen zu lassen. Wenn wir versuchen müssen, Qualifizierung durch höhere Beiträge zu finanzieren, dann müssen wir mal bei denen nachfragen, die das Geld für Qualifizierungsmaßnahmen einstreichen. Wenn wir richtig betteln, erlässt man den Vereinen vielleicht den einen oder anderen Euro. Kritik ist gefordert und zwar massive Kritik. Andre, du hattest mal ein Thema aufgemacht: "Was ist denn nicht "Gold", was der DFB macht" oder so ähnlich, in der Euphorie der drei Jugendtitel. Eine Antwort hätten wir hier und vielleicht die Wichtigste.


    Ich stimme dir aber zu, es wird so kommen, weil sich nichts rührt. Vereine werden eingehen, die mit den Beitragserhöhungen vielleicht überleben, vielleicht auch nicht. Ich will es nicht übertreiben, aber dann haben wir amerikanisches Verhältnisse, die sich viele wünschen. Hat dort noch jedes Kind Zugang zu den Vereinen?
    TW-Trainer hat es geschrieben: Vereine haben nur eine kleine und Fußballtrainer keine Lobby. Aber bevor wir die zur Kasse bitten, die immer zur Kasse gebeten werden, sollten die Vereine ihre Strukturen völlig überdenken. Thom hatte es beschrieben, welche Auswirkungen das haben kann. Erst wenn das geklärt ist, kann man überhaupt über Maßnahmen nachdenken. Wenn dann kein Geld für weitere Ausgaben da ist, dann ist das eben so. Aderen Vereinen mit gesellschaftspolitischen Aufgaben geht es auch so und sie kämpfen auch ums tägliche Überleben. Gerade der Fußball hätte das überhaupt nicht nötig.

    meine Antwort darauf ist ehrlich...aus Überzeugung so geschrieben

    .. dann geht es dir so wie mir.

    ... Schlußstatement vom Admin und das steht dann da so da, als wäre es das Wort von wem auch immer

    Das steht da so da, weil ich es so geschrieben habe. Es ist weder fett noch als Zitat ausgewiesen. Komm doch einfach davon ab, mir irgendwelche Dinge zu unterstellen.


    Dem Taschengeld-Link könnten viele andere Links folgen, die über "Kinderarmut in Deutschland" berichten.

    Unterversorgung mit Material, schreiende Trainer die sich an nichts halten müssen, die sie auf Bänken schon in der F sitzen lassen und selber als ehrenamtler restlos frustriert sind bedient werden


    .. und du glaubst wirklich, in der Breite wird sich daran durch Beitragserhöhungen viel ändern?


    Es gibt übrigens Vereine, die sich ein oder zwei hauptamtliche Übungsleiter leisten, die dem Verein verpflichtet sind, aber in den Schulen unterrichten. Die Kosten werden dann so gut es geht mit der Schule gedeckelt.


    Noch ein Beispiel:
    So werde die Dreifachturnhalle im Schulzentrum den Vereinen für ihre Jugendarbeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Jugendarbeit in den Vereinen werde darunter leiden; es werde zu "einschneidenden Veränderungen in der Vereins-Jugendarbeit" kommen.


    Solche Beispiele bedeuten für Vereine, dass sie ihr Angebot nicht halten können, Qualifizierung hin oder her. Bei höheren Beiträgen wird das zum Problem und Eltern diskuteren das durchaus. Nicht in Bezug auf Beiträge, sondern auf die zeitliche Belastung und "Sport gibt es in der Schule genug". Gestern hatte ich dazu noch einen Link ins Forum auf Eltern.de, leider finde ich den nicht mehr. Du machst dir was vor, wenn die Höhe der Beiträge keine Entscheidungshilfe ist, sie liefert mindestens ein Argument.


    Ich kann bei meinen Beiträgen auch nicht immer hinzusetzen "es könnte so sein". Das niemand weiß wo die Reise hingeht, ist doch klar. Du hast ja schon dazu aufgerufen, dass die die anderer Meinung sind sich ein Rettungsboot suchen sollen und das mache ich auch nicht, nur weil du das so einschätzt. Da fehlt mir auch der Zusatz "es könnte sein, dass ihr euch ein Rettungsboot suchen müsst". Deine Bemerkung "Und weil du das so einschätzt -und mehr ist es nicht- ist das so oder wie?" ist insoweit überflüssig.
    ;) Eins kann ich die aber sagen: Wann man ein Rettungsboot benötigt, davon verstehen wir hier an der Ostsee richtig viel ;)

    Ich habe mich gestern intensiver mit der Problematik Schule und Sport auseinandergesetzt:


    Wenn die Entwicklung so weitergeht, können wir vielleicht in den nächsten Jahren gemeinsam ein Rettungsboot suchen. Die Schulen qualifizieren ich weiter und insbesondere die Gesamtschulen stehen in einigen Regionen in Konkurrenz zu den Vereinen, weil die Vereine nicht auf die Veränderungen reagieren. Teilweise ist der Schulsport mit Kosten verbunden, bei materialintensiven Sportarten, zum Beispiel Judoanzüge. Sind dann aber meistens nur 4 bis 5 Euro im Monat ;) Einige Schulen bemühen sich 6 bis 8 Stunden Sport in der Woche anzubieten, natürlich in den Nachmittagsstunden. Da die Hallen und die kommunalen Sportplätze zuerst den Schulen vorbehalten sind, gibt es massive Probleme bei den Belegungszeiten.


    Bei Kindern, die neben dem Schulsport noch Vereinssport betreiben, kann die zeitliche Bealstung sehr schnell zum Stress werden. Bei den Eltern ensteht mindestens zeitweise eine finanzielle Doppelbealstung. Wir müssen damit rechnen, dass in den nächsten zwanzig Jahren der Schulsport an Bedeutung gewinnen wird. Hier ein Beispiel aus dem Bereich Handball:

    http://www.gesamtschule-soling…t.php?topid=5&subid=6</a>


    Andere Konzepte:


    http://afs-gt.de/lernen-an-der…klassen/schwerpunkt-sport


    oder so:


    http://www.ge-hennef.de/unterricht/profilklasse_sport.htm


    http://www.igskelsterbach.de/u…t/fachbereiche/sport.html


    auch nicht schlecht, Studenten als Übungsleiter im Fußball gesucht:


    http://www.igslist.de/aktuelle…Cbungsleiter-gesucht.html


    und auch der DFB ist nicht ohne Interesse, aber das ist bekannt. Viele denken immer noch, der DFB geht in die Schulen, um die Kinder in die Vereine zu holen. Könnte auch sein, dass der DFB den Zug nicht verpassen will. Schlechtes Beispiel, aber immerhin:


    http://www.derwesten.de/sport/…10-des-dfb-id4480593.html


    aber es geht noch weiter:
    Trainer-C-Breitenfußball Ausbildung an der Gesamtschule Berger Feld
    Am 24. 06 .2010 war es endlich soweit. 18 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 absolvierten die Prüfung zum Trainer im Kinder- und Jugendfußball.


    Wer jetzt in den Regionen wo die Zukunft schon begonnen hat Beitragserhöhungen durchsetzt, treibt die Kinder und Jugendlichen aus den Vereinen. Noch haben wir Glück, dass unser Schulsystem eine Katastrophe ist, aber es wird sich ändern.

    normales ohne Gefühle in Richtung "Fußball für die Reichen"


    Ich würde sagen. "Fußball nicht mehr für Arme"

    Dann wäre die letzte Steigerung auch erheblich günstiger als 50 Prozent gewesen, richtig


    Dann hat man das wirklich verschlafen und trotzdem sind 4,00 Euro verdammt viel Geld. Es ist ja schon eine enorme politische Diskussion, ob die Hartz IV Regelbezüge um 5,00 Euro/Monat angehoben werden oder nicht. Dafür bemüht man dann sogar das Verfassungsgericht. So wenig kann das also gar nicht sein.


    TW-Trainer,


    aus deinem Beitrag wird eins deutlich, ich habe das hier im Forum schon oft erwähnt: Fußballtrainer an der Basis dürfen viel mehr Selbstvertrauen haben und vielen fehlt einfach nur ein "Schulterklopfen", eine wirkliche gesellschaftliche Anerkennung. Eine zusätzlich finanzielle Entschädigung für den Aufwand wäre das Mindeste, was ein Fußballtrainer verdient hätte. Aber das sind gleich zwei Dinge von denen wir Lichjahre entfernt sind.


    Es gibt im Fußball nicht einmal einen Gegenpol zum Elitefußball. Eine Vereinigung, die die Interessen der Vereine vertritt oder einen Trainerverband, wenn wir den Bund Deutscher Fußballlehrer mal weglassen. So ist man natürlich schutzlos und jeder dümpelt für sich herum.

    ganz besonders möchte ich damit auch nicht erreichen, hier Leistungssteigerungen sportlicher Natur zu erzielen


    .. würde ich dir nie unterstellen. Aber wie viele Leute so denken, dass ist dir selbst klar. Das erfolgsorientierte Denken wirst du so fördern, denn Leistung erwartet Gegenleistung und wie wird das definiert: Meisterschaften! Je höher der Beitrag, desto mehr werden die Eltern für ihre Kinder erwarten, denn sonst geht es ja auch billiger. Dieser Druck wird vom Verein an die Trainer weitergegeben. Kommt es so, dann möchte ich den Verein sehen, der sich nicht in der Spirale verfängt. Deine Einstellung ist anders, aber du wirst es nicht verhindern können.

    Tom Tom,


    es ist auch ein Beispiel dafür, dass man richtig kontrovers diskutieren und sich auch mal zoffen kann und trotzdem dort wo man einer Meinung ist, gemeinsam etwas erreicht.


    Diese Artikel haben richtig Breitenwirkung, wobei die "Ananas" bereits ein Klassiker ist. Schätzen wir mal: Einhunderttausend x geelsen und vielfach über den Google-Translator übersetzt. Lustig sich vorzustellen, was bei dieser speziellen Wortwahl wohl rauskommt.


    Es ist ein Spiegel und jeder Trainer erkennt sich an irgendeiner Stelle wieder.

    Um fortschrittlich zu denken, bin ich vielleicht doch zu alt :S


    Tom Tom, es ändert sich vieles, dem Amateurfußball geht es von Jahr zu Jahr schlechter. Ging auch nicht gegen deine Person, ich wollte nur verhindern, dass man das als Idee für Veränderungen aufgreift, nur weil es funktioniert. Andere Dinge im US-Sport gefallen mir richtig gut, aber nicht das.


    Jetzt holen wir uns das Geld und vergessen dabei, dass der Sport in Deutschland eine große gesellschaftspolitische Bedeutung hat. Erfüllen kann er diese schon lange nicht mehr und jetzt drehen wir an der Spirale der Beiträge. Wie lange wird das reichen, 2 Jahre, 5 Jahre und dann? Eine Beitragserhöhung kann und wird keine Generallösung sein. Ohne Maßnahmen aus der Politik und eine bessere Geldverteilung im Fußball ist das nur ein Pflaster auf einer Wunde, die genäht werden müsste.


    Eine Erhöhung zum Beispiel von 8 auf 12 Euro wird geschickt verkauft, denn es sind ja nur 4 Euro, das ist Marktwirtschaft, ganz geschickt. Denn es stimmt nicht, es sind 50% und das ist eine gewaltige Preissteigerung. das kann man nur mit Kunden machen, wenn man ein Monopol hat wie den Fußball. Na klar können die, die das nicht bezahlen wollen zu einem anderen Verein wechseln. So einfach ist das nicht, könnte ja sein, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem Verein identifizieren oder die Kumpels dort spielen? Eine wirklich Wahl haben viele Eltern gar nicht.


    Wenn ich ins Stadion gehe, dann gehört eine Bratwurst und ein Bier im Pappbecher dazu, McDonalds und Prosecco wollten nicht einmal unsere Besucher bei der WM 2006. So sehe ich auch den Breitenfußball, einfach und ohne hohe Kosten, zugänglich für jedermann, sonst verliert der Fußball seine Breitenwirkung. Andere Sportarten gehen schon lange den Weg über die Beiträge, sie haben keine andere Wahl. Wenn Fußball Geld kosten würde, dann wäre es Golf.


    Ich weiß auch gar nicht warum wir das diskutieren, dem Amateurfußball geht es laut DFB-Bundestag richtig gut, dem Kinder- und Jugendfußball fantastisch. Die Mehrheit ruft "Hurra", wenn das DFB-Mercedes-Mobil um die Ecke biegt, nochmal 1000 Mini-Felder gebaut und Vereinspakete versendet werden. Die eigentliche Probleme der Vereine werden so nicht gelöst und jetzt schaffen wir noch eine größere Schere zwischen arm und reich, damit lösen wir nicht Probleme, wir schaffen neue. Ich glaube Steini nannte es "Neid" der Anderen, dies liegt natürlich immer im Auge des Betrachtes. Nehmen wir mal Bayern München, um das deutlicher zu machen. Waren die nicht auch schlauer als die Anderen? Ob Schalke, Stuttgart oder Hamburg, jeder wirft ihnen vor, dass sie mit ihrem Geld alles kaufen. Ist das jetzt Neid, oder was ist das? Ein bayern-Fan sagt dazu: "Euer Hass ist unser stolz!" Wenn ich mir diese Kluften im Breitenfußball vorstelle, dann haben wir richtig Spaß.


    Nein, wir schaffen zusätzlich soziale Konflikte im Breitensport und das ist der falsche Weg.

    Ich glaube, ich habe gar nicht behauptet, dass es nicht funktioniert. Ob am Ende der Fußball dabei herauskommt den wir möchten ... bezweifel ich.


    Das System in den USA ist natürlich fantastisch, habe ich mir schon immer gewünscht :rolleyes: Basis-Fußball als Marktwirtschaft, prima.


    Andre, dein Euphorie galt ja auch dem Beitrag von Tom Tom. Ich kann gar nicht glauben, dass du das ernst meinst! Ich überziehe das jetzt kräftig, aber vielleicht macht das deutlich, warum ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann.


    :rolleyes:
    "unterstes level" oder "oberstes Level" und "ich kaufe mir soviel Fußball, wie ich will".


    Bei solchen Perspektiven sollten wir nicht länger warten. Kann man jetzt zwar auch schon, aber dann hat man endlich keine Wahl mehr.


    "oder glaubst du, das die vielzitieren Eltern ihre Kinder freiwillig im untesten Level herumlaufen lassen" -


    Nein natürlich nicht, wer will schon zum "untersten Level" gehören. Da sind ja die, die sich das "oberste Level" nicht leisten können. Ist wie bei Klamotten oder Autos, eine bestimmte Marke soll es schon sein. Wer spielt schon gerne auf KIK-Level?


    Klingt interessant, funktioniert jedoch nur in Ballungszentren


    Macht nichts, Dorfvereine können ja unter sich unter dem "untersten Level" spielen.


    Systeme muessen auch wachsen


    Könnte auch sein, dass sie schrumpfen, vielleicht nicht im "obersten", aber im "untersten" Level.


    In solchen Systemen ist dann der nächste Schritt, den "kleine dicken Paule" auszusortieren. Kein "oberstes Level" kann sich den erlauben, will man auf Dauer glaubhaft dazu gehören.
    :rolleyes:


    Sorry für die Ironie, aber ich kann es nicht fassen, solche Argumente habe ich noch nie gehört. Tom Tom, ich wollte dich mit meinen Sätzen nicht beleidigen, aber man muss das wirklich mal so drastisch und überzogen darstellen. Erst dann merkt man, was hinter diesen Sätzen wirklich steckt, reines Elitedenken ohne jegliche soziale Komponente. Das Flächendeckend und Fußball wäre als Breitensport tot.


    Andre deine Euphorie in allen Ehren, aber Mut macht mir das nicht, es macht mir Angst. In deinem "Rettungsboot" sitzen wir alle schon, nur müssen welche das Boot verlassen, damit es weiter schwimmt. Es mag bei den "Vorreitern" funktionieren, es stellt sich nur die Frage, ob es dem Fußball in der Breite dient oder nicht sogar schadet. Die Frage ist doch auch, ob Vereine die höhere Beiträge nehmen nicht verpflichtet sind, sehr stark erfolgsorientiert zu arbeiten. Ich glaube nicht das man so "Spaßfußball" anbieten kann, es versteht ja schon kaum jemand bei niedrigen Beiträgen. Weiterhin müsste man die Strukturen der "Vorreiter"-Vereine schon ganz genau kennen, um in Euphorie für den eigenen Verein zu verfallen.

    ....warum sollte man zB in einem verein es nicht auch einrichten können, dass halt eben sozial Schwache ihre finanziellen Probleme abarbeiten können? Die meisten trainer wären froh, wenn jemand als Betreuer sich melden würde und einige dinge erledigt....
    Ich spreche jetzt hier aber bewußt von Eltern, die keine arbeit haben oder mehrere Kinder die noch zu klein sind um sie alleine zu lassen....


    Nur ein Beispiel und es tut mir leid Stefan67, dafür habe ich absolut kein Verständnis. Das bei uns (noch) nicht irgendjemand etwas "abarbeiten" muss, darauf bin ich (noch) stolz, obwohl für 5,00/Stunde arbeiten zu müssen ... aber ich will nicht politisch werden..


    Andre, es war nur ein Beispiel und deshalb überzogen, damit man das besser nachvollziehen kann.
    Eigentlich bin ich deiner Meinung: mehr Geld für Trainer und Vereine, nur die Geldbeschaffung sehe ich anders und da werden wir nicht zueinander finden.

    es bringt nichts, nur seine Meinung kundzutun und zu vertreten. Besser ist es allemal auf die Argumentationen und vor allem
    auf offene Fragen des anderen einzugehen und vor allem auch dessen Position in der eigenen Überlegung mit einzubeziehen.


    Muss ich klarstellen: ich habe jeden deiner Punkte zitiert und was dazu geschrieben. Ob Fandel usw., ich habe zu jedem was geschrieben und deine Argumentation berücksichtigt, aber nicht bestätigt. Das ich dabei nicht deine Meinung übernehme, dafür kann ich nichts.

    Meine Sorge ist die Spirale, die durch eine Beitragserhöhung losgetreten werden kann. Dazu könnte man den Vereinen raten eine externe Analyse in Auftrag zu geben. Nennen wir es "Marktanalyse" und stellen dadurch fest, wie wir Angebot (Verein) und Nachfrage (Kinder) so gestalten, dass es den Vereinen richtig gut geht. Vielleicht ist das Ergebnis, dass von 180 Eltern 80 Eltern bereit sind einen Monatsbeitrag von 40 Euro zu bezahlen dann ist es logisch, dass wir die 80 nehmen und nicht die 100 die nur 10 Euro bezahlen wollen oder können. Denn 180x10 sind 1.800 Euro, aber 80x40 sind 3.200 Euro.


    Man könnte das Angebot auch künstlich verknappen: weniger Mannschaften, Warteliste, Aufnahmegebühr in anderen Sportarten gibt es das ja schon.


    Eine fürchterlich Vision, aber wahrscheinlich sind wir auf dem Weg dahin, weil viele Vereine gar keine andere Möglichkeit mehr haben. Nur die "Starken" werden überleben, vielleicht ist das auch so gewollt. Wenn der reiche Fußball die Basis wirklich haben will, muss irgendwann etwas passieren und wenn nicht, dann knallt es vielleicht eines Tages richtig. Da es keine Mehrheit gibt, die etwas fordern wird und sich stattdessen über ein Vereinspaket freut, können wir das vergessen, müssen deshalb aber nicht zwangsläufig nach anderen Lösungen suchen.


    Die einen feiern eine Party nach der anderen und die Anderen dürfen nicht einmal ein Bier trinken. Die soziale Verantwortung liegt nicht bei den Vereinen und den Mitgliedern, die kämpfen schon genug.

    Was mir hier gar nicht gefällt ist die Schublade für alle Hartz IV-Empfänger oder Geringverdiener. Die sitzen nicht alle auf der Coach, trinken Bier und rauchen eine Schachtel Zigaretten am Tag. Wir können das ja so machen wie bei der KITA-Betreuung geplant war/ist. Wir bilden die Langzeitarbeitslosen in einem Crashkurs aus. Tut mir leid, solche Argumente werde und will ich nicht verstehen und hoffe, dass die, die so argumentieren niemals durch einen Schicksalsschlag in diese Situation kommen.


    PS: Ich meinte natürlich "Sofa" ;)

    Wenn wir über lächerliche Anhebungen der Beiträge reden, dann mag das sogar stimmen. Lächerliche Steigerungen bei den Schulkosten, bei sozialen Abgaben etc. in der Summe ist die Lächerlichkeit bei Familien mit Kindern dann vorbei. Die Argumente "das ist ein Bier weniger" oder "eine Schachtel Zigaretten" werden dann immer gerne genannt, weil es dafür in der Masse Zustimmung gibt.


    Erinnert mich immer an Griechenland. Dort verdient eine Lehrerin, die vorher 1.200 Euro netto hatte jetzt noch 800 Euro. Im Endeffekt wird sie dann als die Faule dargestellt, die es auch noch wagt zu protestieren. Es hinkt gewaltig, aber ich will nicht zu politisch werden. Es sind immer wieder Argumente, die von denen gesteuert werden, die sich wahrscheinlich über uns kaputtlachen. Der Fußball sollte sich hütten mit solchen Argumenten zu arbeiten, sonst wird aus dem Breitensport noch mehr ein Champagner-Sport. Die Orientierung im Breitensport richtet sich immer nach dem Schwächsten und ist keine Marktwirtschaft, die versucht den besten Preis zu erzielen.


    Ich bin mir sicher, auch der DFB würde außergewöhnliche Beitragserhöhungen nicht witzig finden, aus Angst vor Mitgliederschwund.


    Es gibt viele gemeinnützige Organisationen, die gerade noch so überleben und teilweise komplett auf Spenden angewiesen sind. So sehr ich Fußball liebe, würde ich mir überlegen, wo Unterstützung wichtiger ist. Denn der Fußball ist nicht arm, die Vereine sind es. In der Spitze werden die Umsätze immer größer und die Gewinne steigen von Jahr zu Jahr. Dort engagiert man sich, schließt noch höhere Werbeverträge ab und erfindet immer neue Dinge, um noch eine Million mehr einzunehmen. Die Vereine an der Basis bleiben dabei auf der Strecke, ihnen werden Brocken hingeworfen und darüber wird teilweise noch gejubelt.


    Holen wir uns also das Geld wieder dort, wo man sich nicht wehren kann. Letztendlich ist das ja heute überall so. Wer Vereine will, muss dafür sorgen das sie überleben können. Wer Qualifikation in den Vereinen haben will, muss dafür sorgen, dass sie bezahlbar ist. Geht das nicht oder will man es nicht, muss eben auf Qualifikation verzichtet werden.

    Und Günter, eins noch:
    Ich hatte dir schon geschrieben, du lebst auf einer Insel.


    Das Saarland ist nicht der Normalfall in Deutschland. Dort wird seit vielen, sehr vielen Jahren aktiv was für den knidgerechten Fußball getan. Das liegt an eurer Führungsspitze und die hat wahrscheinlich dir schon vor 10 Jahren erfolgreich erklärt, wie der Kinderfußball zu funktionieren hat.


    Andere Fußballverbände hinken da viele Jahre hinterher. Es ist ein riesiger Fehler zu glauben, so ist es überall. Du musst unbedingt über den Tellerrand hinausschauen, in Berlin, Bayern und NRW, sieht das ganz aus als im überschaubaren Saarland. In vielen Regionen fehlt es an den Fundamenten und wenn du manchmal schreibst, es wäre alles durch Gespräche und Überzeugungsarbeit komplett und schnell zu lösen, dann fehlt dir die Erfahrung.


    Euer "Hans Peter" hat zum Beispiel auch schon vor vielen Jahren die Tabellen abgeschafft. Du verstehst natürlich die Welt nicht mehr, wenn du zum Beispiel das Wort "Tabelle" im Zusammenhang mit KiFu liest. Aber du kommst ja auch von einer Insel! ;) Euer "Chef" setzt die Philosophien im Rekordtempo um, deshalb habt ihr es so leicht.


    Gerade ihr Saarländer könntet so eine Vorbildrolle auf dem Weg zum vernünftigen KiFu spielen. Ich glaube, hier liegt ein Fehler der FPL. Die Leute denken immer, die Anderen müssen doch die Synergien erkennen und das Gute mit dem Guten verbinden um das Ganze besser machen.


    Stell dir vor, du verlässt deine Insel und übernimmst eine F in Niedersachsen oder schlimmer noch, in Berlin. Möchte wissen, was du dann sagst. Vermutlich hörst du mit Kinderfußball auf, genauso wie die Kinder damit aufhören, wenn du nicht da bist.


    Willst du das überhaupt? Schade, dass du überzeugter Insulaner ist, es wäre viel mehr drin!
    Solche Leute wie dich braucht die FPL nicht, um kritsiche Diskussionen anzustoßen, sondern als Unterstützer, schade das du das nicht verstehst. Manchmal muss man auch eine Kröte schlucken, aus Loyalität zum Ganzen.

    Schon jetzt haben wir die Situation dass die älteren F-Jugenden öfters bei der E-Jugend gemeldet werden

    .. und dort wo in der E kindgerecht gespielt wird, melden wir dann in der D. Es geht vielen nicht mehr darum Regeln einzhalten, sondern sie zu umgehen. Vom radikalen Umsturz im WFV hab ich noch nichts gehört, wäre aber wieder ein Alleingang und damit kontraproduktiv für eine budesweit einheitliche Lösung.

    dann versteh ich nicht, warum in der kommenden Saison im Kreisverband Rhein-Ahr keine einzige FPL Staffel gemeldet ist.

    Genau die Vorlage wollte ich dir geben. Wer weiß schon warum und weshalb, ich jedenfalls nicht.

    ich vermute, dass du meine Beiträge kontraproduktiv für die FPL-Einführung siehst.
    ich seh es genau gegenteilig. Diskussionen, auch mit einer gegensätzlichen Auffassung,(die ich jetzt hier ja gar nicht vertrete, sondern nur auf wunde Punkte und Unstimmigkeiten aufmerksam mache) bringen mehr, als nur stillschweigendes Zuschauen und Abwarten.

    Deine Worte über Fandel und seinem Fußballkreis: ...da ist doch dann die Frage erlaubt, ob seine Unterstützung nur leere Worte sind... Was soll das für eine Diskussion bringen? Ist das wichtig? Es ist einfach nur eine Unterstellung, die dort gut ankommt und verbreitet wird, wo andere versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten. Statt Überzeugungsarbeit in Sachen kindgerechten Fußball leisten zu können, kommt jetzt auf Veranstaltungen vielleicht genau diese Frage. Das ist absolut verschenkte, kostbare Zeit, ist das wirklich sooo wichtig? Nein, ist es nicht und politisch dermaßen unklug und ich versteh nicht, warum diese Frage so wichtig sein soll?

    bei punktuellen Erfolgen von flächendeckend reden, kann auch zu nachlassendem Engagement vor Ort führen.

    Dies sind keine Aussagen der FPL-Leute. Ich hatte geschrieben aus "Fußball im Rheinland". Andere Zeitungen hatten auch schon bezüglich der "Elternregel" über "Zombies am Spielfeldrand" geschrieben, auch das ist keine Aussage der FPL. Nicht alles was in der Zeitung steht, stammt von der FPL.

    trotzdem könnte H. Fandel mit 2,3 Sätzen an der richtigen Stelle viel bewegen

    Woher weißt du das jetzt wieder und woher weißt du, dass er es nicht vielleicht oder gerade dabei ist?

    Ey, es ist jetzt gut, kommt wieder runter. Niemanden ist mit persönlichen Angriffen geholfen.


    Andre könnte einige Sätze zurücknehmen und siebeners Posting ist dann wirklich sehr hilfreich, aber das ist dir selbst klar.


    Provoziert euch bitte nicht noch mehr!

    Günter,


    du willst immer das große Ganze, das wird es so nicht geben. Niemand drückt einfach auf einen Knopf und es läuft, keiner kann das. Hast du schon mal versucht alle Kreise in einem Landesverband gleichzeitig zu überzeugen?


    Für die FPL ist das ein Erfolg:


    Pilotprojekt im Fußballverband Rheinland / Kreis Rhein-Ahr erfolgreich gestartet.
    oder das:
    FPL im Frankenland/Kreis Würzburg gestartet
    oder oder ....


    ............. und dann gibt es immer wieder Rückschläge, aber deshalb wird nicht aufgegeben.


    Dazu aus dem Kreis Rhein-Ahr ein Erfahrungsbericht:
    Das Projekt "F-Jugend ohne Schiedsrichter" befindet sich in der Pilotphase..... die bisherigen Erfahrungen sind derart positiv, dass einer flächendeckenden Umsetzung in der kommenden Saison nichts mehr entgegensteht. (aus "Fußball im Rheinland")


    Aus welchem Fußballkreisverband Fandel kommt ist völlig egal. Er ist Schirmherr der Regel und repräsentiert sie und ist nicht verantwortlich dafür, ob sie in seinem Kreis gespielt wird. Silke Rottenberg ist Schirmherrin, aus welchem Fußballkreis stammt sie? Ich glaube, du hast den Begriff "Schirmherr" nicht verstanden.


    Lassen wir "Schirmherr" mal weg. Aus welchem Fußballkreis stammt unser DFB-Präsident? Wird in seinem Fußballkreis überall das DFB-Ausbildungskonzept konsequent verfolgt? Wenn nein, warum nicht?


    Diese Leute werden nicht in ihrem Fußballkreis aktiv, sie sind es bundesweit und wissen wahrscheinlich gar nicht, wie ihr Fußballkreis genau heißt. Weder der DFB-Präsident, Sammer (bis vor kurzem), Rottenberg, Löw oder Fandel betreiben aktive Basisarbeit im Fußballkreis. Sie unterstützen trotzdem irgendwas und sind davon überzeugt. Die Spielen in einer anderen Liga als wir und wenn man solch einen Namen als Schirmherrn hat, dann hat das zumindest Signalwirkung. Fandel unterstütz die Regel und das macht schweren Eindruck auf die Gegner der Schiedsrichter-Regel, die oft meinen es schadet dem Schiedsrichterwesen..


    So einfach, wie du dir das alles vorstellst, ist es leider nicht!