Beiträge von Uwe

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    Verschiedene Medien melden:


    Die niederländischen Verbände für Schwimmen (KNZB), Volleyball (Nevobo) und Eishockey (NIJB) haben zu einer Schweigeminute am Wochenende aufgerufen. "Wir sind schockiert und auch wütend, dass ehrenamtliche Helfer bei ihrer Tätigkeit von solch einer Gewalt getroffen werden können. Wir rufen alle Mitglieder auf, respektvoll mit allen ehrenamtlichen Helfern wie Schiedsrichtern und Jury-Mitgliedern umzugehen", erklärte der Direktor des Fußballverbandes, Jan Kossen.


    Aus Anteilnahme an dem gewaltsamen Tod des Linienrichters wird der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) am Sonntag bei allen Spielen im Verbandsgebiet eine Schweigeminute durchführen. Das kündigte der FLVW am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung an. "Es ist uns wichtig, damit ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen", sagte FLVW-Präsident Hermann Korfmacher am Mittwoch. Der FLVW empfinde tiefes Mitgefühl mit Nieuwenhuizens Familie, seinen Freunden, seinem Verein und dem niederländischen Fußball.


    Der DFB hat sich auch dazu geäußert, geht wohl nicht mehr anders: Herbert Fandel: "Schiedsrichter sind keine Gegner"
    ... Ob wir tatsächlich eine Zunahme der Gewalt haben, lasse ich mal dahingestellt... ;)

    Oft entstehen die Ursachen der Gewalt, die sich dann auf dem Fußballfeld zeigt, nicht aus dem Spiel heraus sondern die Spieler bringen diese Verhaltensweisen aus ihrem sozialen Umfeld mit auf den Fußballplatz.

    Möglicherweise bietet auch die Sportjugend im Kreissportbund oder eine zuständige Polizeidirektion Projekte zur Gewaltprävention, bzw. Schulungen für Übungsleiter und Trainer an. Auf alle Fälle sollten sich betroffene Übungsleiter zusammenfinden und derartige Angebote bei ihrem zuständigen Kreissportbund anregen.


    Ich zitiere das nochmal, weil ich glaube hier sind richtig gute Ansätze. Wie gehe ich mit Gewaltpotenzial im Team um und wie kann ich als Trainer durch korrektes Verhalten verhindern, dass ich nicht noch Benzin ins Feuer gieße? Statt DFB-Mobil oder zusätzlich mal einen Profi zum Thema Gewaltprävention anfordern ist vielleicht auch eine gute Idee. Bereits den Kindern durch Eigenverantwortlich das Spiel überlassen, bedeutet ohne Schiedsrichter spielen. Wahrscheinlich erreiche ich mit solchen Lerninhalten wieder nur die, die sowieso verstanden haben.


    Vielleicht brauchen wir auch nur mehr Mut, es geht nämlich auch anders, wie Schleswig-Holstein bewiesen hat:


    Es ging früher schon mal hoch her im nördlichsten aller Fußballkreise der Republik. „es gab viel Stress zwischen Spielern und Schiedsrichtern“, sagt Tim Cassel, der beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband zum Projektleiter wurde – für das Modell „Einwurf, Ecke, Abstoß?!“, das seit zwei Jahren in den Kreisligen A bis C im hohen Norden läuft. „Der Hintergedanke war, allen auf dem Spielfeld Verantwortung für einen
    korrekten Spielverlauf zu geben. „Es gab eine Menge Wirbel am Anfang“, weiß Cassel, doch mittlerweile „läuft das richtig gut“ im Kreisfußballverband Schleswig-Flensburg, zumal die Autorität des Schiedsrichters keineswegs untergraben wird. „er bleibt die letzte instanz“, sagt Cassel. „Spieler und Schiedsrichter sind von diesem Modell total überzeugt."
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    Darum geht es (PDF): Eigenverantwortung der Spieler bei Einwürfen, Eckstößen, Abstößen

    Hiermit beantrage ich eine kleine Aktion von trainertalk/soccerdrills:


    - Schweigestunde im Forum, Trauerflor oben rechts ........ einfach ein kleines Zeichen, wie erschrocken und entsetzt wir sind


    Ich bin dir noch eine Antwort schuldig. Von verordneter Trauer halte ich nichts und jeder hier wird für sich erschrocken und entsetzt sein. Die Verbände könnten ein Zeichen der Solidarität senden, oder der DFB an den KNVB und zwar öffentlich. Thematisieren wäre jetzt die Chance, aber es wird ja nicht einmal darüber berichtet.

    aber kann die breite masse wirklich mit differenzierten betrachtungsweisen umgehen????


    DSV, du fragst Sachen :)
    Mir ist es wichtiger die damit zu erreichen, die es können und das sind nicht wenige.

    Fußballtrainer sind nicht blöd, dies zeigt auch die Reaktion auf den Artikel. So wurde in der Bild als der Tod von Dirk Bach veröffentlicht wurde zigtausend Mal auf "gefällt mir" geklickt. Obwohl unser Artikel gestern ca. 2.000x gelesen wurde, haben wir nicht eine "gefällt mir"- Angabe und darauf können wir alle stolz sein. Dies zeigt die große Anteilnahme und den Schock über den sinnlosen Tod des Familienvaters. Dieser Schock kann heilsam sein, denn es handelt sich um einen Menschen, der sich wie viele hier für den Kinder- und Jugendsport eingesetzt hat und dies mit dem Leben bezahlen musste. Wir können diesen Vorfall nicht mehr ändern, aber vielleicht einiges daraus lernen. Für mich ist es entsetzlich, wenn wir es damit erklären, dass die Anderen die Schuld tragen und es an Nationalitäten festmachen. Die Täter stehen fest und sie müssen hart bestraft werden, aber wir dürfen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, nur weil es Marokkaner waren.

    was ist ein FAIRES ERGEBNIS in diesem zusammenhang?????


    Das die Ursache im Menschen liegt und nicht in der Nationalität.
    Ich stimme Günter auch zu, es gibt Grenzen und dann müssen diese Leute aus dem Fußball entfernt werden.

    manchmal ist wohl eine gewisse pauschalisierung doch angebrachter


    Es gibt in der Welt auch Pauschalierungen für Deutsche und die gefallen uns nicht. In einer Mail hat mir jemand geschrieben, wenn in den deutschen Medien über Kinderschänder berichtet wird, sind es meistens Deutsche. Sind Deutsche dafür anfälliger? Ich habe nicht geschrieben: stimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Mir gefallen diese Pauschalierungen einfach nicht, weil sie meistens ein völlig falsches Bild ergeben und viele damit nicht umgehen können.

    Aus 2007 ausgegraben:

    Ich habe mich zum Thema “Gewalt auf dem Fußballplatz”, welches zum Thema “Spieler ist im Punktspiel ausgerastet “ passt, einmal um professionellen Rat gekümmert.
    Die nachstehende Antwort habe ich von Leuten erhalten, die in der Jugendhilfe tätig sind. Angaben, wie Telefonnummer und Adresse habe ich entfernt.
    Der Absender hat sich mit den Beiträgen hier im Forum beschäftigt und schaut hier bestimmt wieder rein. Deshalb von mir ein dickes “Danke” für die schnelle und unbürokratische Hilfe an den Verfasser der Antwort. Im Text sind mit Sicherheit interessante Ratschläge enthalten.


    Kriminalität ist in erster Linie abhängig von der sozialen Schicht. Ich zitiere die Universität Koblenz:


    Am dramatischsten wirkt sich jedoch der Schichteffekt auf die Kriminalität aus. Die Mehrheit der Tatverdächtigen (zw.52-56%) oder Verurteilten stammten aus der Schicht der Un- und Angelernten. Von den deutschen Erwerbstätigen gehörten 1989 nur 16% dieser Schicht an; aber 64% der ausländischen Erwerbstätigen. Durch diese schichtspezifischen Verzerrungen erhöht sich die Kriminalitätsbelastung der Ausländer um 129%.


    Die Kerngruppe des wachsenden multi- ethnischen Segments- die Arbeitsmigranten- verhalten sich nachweislich in besonderm Maße gesetzestreu. Sie werden nicht häufiger straffällig als Deutsche und halten sich besser an die Gesetze als Deutsche mit ähnlichem Sozialprofil. Ein Teil ihrer Kinder ist jedoch heute stärker kriminell gefährdet als gleichaltrige Deutsche. Bei der Gefährdung der zweiten Generation ist daher insbesondere die Sozial- und Bildungspolitik gefragt um den Abbau von sozialen Abgrenzungen (Armut, Arbeitslosigkeit) der Migrantenfamilien bessere Chancen im Bildungssystem sowie in der Berufsausbildung zu gewährleisten.

    Ich bin da vorsichtiger als du, clubfan. Es scheint, als ob nicht immer die Nationalität der Grund für Kriminalität ist, sondern das Sozialprofil. Kein Mensch wird automatisch wegen seiner Herkunft kriminell.


    Nehmen wir das Unwort "Unterschicht". Auch hier wird nicht jeder automatisch kriminell, die Gefahr ist aber viel größer und dabei ist es völlig egal, ob ich Deutscher oder Türke bin. Erst wenn wir das begreifen und aufhören zu pauschalieren, kann wirklich was geändert werden. Niemand wird hoffentlich auf die Idee kommen, einen Marokkaner nicht beim Fußball aufzunehmen, weil er Marokkaner ist.


    Nein, ich glaube nicht an die heile Welt, ich glaube aber auch nicht daran, dass jeder Verbrecher bereits als Krimineller geboren wird. Die Zeiten, wo eine Zugehörigkeit zu einer ethnische Gruppe automatisch abgeurteilt wird, sollte der Vergangenheit angehören. Wir müssen differenzieren und uns über die Ursachen Gedanken machen, nur dann kommen wir zu einem fairen Ergebnis.


    Ich wiederhole mich, leider wird das immer damit verwechselt, Ausreden und Entschuldigungen für Schläger zu suchen. Gewalt darf nie eine Lösung sein und Pauschalierungen erzeugen auch Frust, die die Gewalt fördern. Die Aufgabe des Fußballs ist es auch, solchen Vorurteilen entgegen zu treten und den Kinder und Jugendlichen in den Vereinen Werte zu vermitteln, damit wenigstens dort ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Ob der Fußball das kann, davon bin ich nicht überzeugt. Es reicht eben nicht aus, wenn wir falsche Torschusstechniken korrigieren.

    Aber wir haben auch viele Vietnamesen hier. Schon mal was von einem Gewaltproblem unter vietnamesischen Jugendlichen gehört ? Die vietnamesischen Eltern bekommen es offenbar hin, ihre Kinder zur Gewaltlosigkeit anzuhalten.


    Wir sollten immer vorsichtig sein, wenn wir die Herkunft erwähnen, dies führt schnell zu Vorurteilen. Gewaltbereitschaft gibt es in jeder Gesellschaft:


    Lokalen Zeitungsberichten zufolge stirbt in Vietnam alle drei Tage eine Frau an den Folgen von häuslicher Gewalt. Zuverlässige Statistiken und aktuelle Studien dazu gibt es zwar nicht, in- und ausländische Fachleute sind sich aber einig, dass das Phänomen in der Tat er-schreckend weit verbreitet ist
    Weniger Schläge dank Gruppenarbeit
    oder hier:
    Häusliche Gewalt und Frauenrolle in der Familie
    oder hier:
    Organisierte Kriminalität (OK) in Berlin durch vietnamesische Staatsangehörige bis 1999
    Im Zeitraum von Januar bis Mai 1996 eskalierte die Gewalt unter Vietnamesen in einer bis dato einzigartigen Serie von Morden und Schusswechseln auf öffentlichen Straßen, bis hin zu regelrechten Hinrichtungen ganzer Gruppen von Menschen.“
    Quelle: „Die Bekämpfung ethnisch geprägter OK am Beispiel der Vietnamesen“, Schriftenreihe Kriminalistik 3/99


    Die Einstellung zur Gewalt an einem Volk festzumachen, kann nur zu Fehleinschätzungen führen. Es gibt sie nicht "die Vietnamesen", "die Deutchen" oder "die Marokkaner". Oft ist es das soziale Umfeld das den Menschen prägt. Dazu gehört dann noch Perspektive ..... Wir können froh sein in einem Land zu leben, wo man sich noch fragt was schief läuft. Leider wird das immer wieder damit verwechselt, dass man Entschuldigungen für Gewalttäter sucht.


    Die Frage ist, wie der Fußball mit der zunehmenden Gewalt umgeht oder ist er damit überfordert? Besteht vielleicht hier die Möglichkeit, so wie Andre es beschreibt, durch Regeln Einfluss zu nehmen? Kann das ein Trainer überhaupt? Peter Pan schrieb: ...Gesellschaft nur wenig und begrenzt ändern (meistens nur auf unsere Mannschaft bezogen, und selbst da nur in kleinem Rahmen)... und das halte ich für einen wichtigen Schritt.

    Und natürlich ziehen solche Diskussionen auch die braune Scheiße an, mit denen Uwe sich jetzt rumärgern muss.


    Bitte nicht falsch verstehen, ärgern ist anders. Ich bin nicht naiv und wusste was da kommt. Wirklich gefährlich sind oder waren andere, die hier auch als Buchautoren gefeiert werden.
    "Aber werden wir in dieser Diskussion neue Erkenntnisse erlangen? Sicher nicht."
    Auch Diskussionen ohne Ergebnis sind durchaus fruchtbar, die gibt es hier im Forum reichlich. Aus den Beiträgen von siebener kann ich zum Beispiel einiges mitnehmen.

    Dann ist auch die Gewalt in den Stadien kein Problem des Fußballs, sondern ein gesellschaftliches Problem?
    Die Verantwortlichen machen es sich nicht so einfach und das ist gut so. Mit dem "Wind" warst auch nicht du gemeint, aber etwas sachlicher könnte man die Diskussion schon angehen.

    Was mir übrigens auch negativ hier auffällt, ist das nette Bild hier auf Soccerdrills welches auf den Vorfall hinweist. Niederländisches fahne mit tollem fussball im Vordergrund. das empfinde ich als geschmacklos. Da sollte man sich doch was anderes einfallen lassen um gleich auch auf die tragödie aufmerksam zu machen.


    Na na, du hast keine Ahnung, wie lange wir ein Bild gesucht haben, aber wir haben immerhin berichtet und nicht verschwiegen. Dafür stellen wir uns jetzt den ganzen Tag in den Wind, löschen auf Facebook rechte Links, beantworten Mails und beobachten unsere intertaktiven Inhalte. Spaß macht das nicht und als gechmacklos lass ich mich nicht gern bezeichnen.


    Alles was du sonst schreibst, ist reine Spekulation, denn niemand von uns war dabei und es wird nirgends berichtet. Kicker, du übrigens auch, wir wissen nicht ob jemand geholfen hat etc.


    schleppi, "Es hätte ihm genauso gut an der Bushaltestelle passieren können", hätte hätte, ist es aber nicht, es war beim Fußball und ist damit dort ein Problem. Deshalb ist es nicht nur ein politisches Problem und wir machen es uns zu einfach, mit diesem Argument zur Tageordnung überzugehen. Natürlich müssen wir darüber nachdenken, warum sowas passiert, allein mit Strafe ändert man nichts. Der Schrei nach härteren Strafen mag ja populär sein, sie ändern aber nichts an der Gewaltbereitschaft. Längst hat die rechte Szene, insbesondere in Holland diesen Vorfall auf ihre Fahnen geschrieben und kommentiert entsprechend.


    Der Fußball muss sich damit auseinanderstzen, macht er bei den Profis ja auch. Kein Verband wird sich zurücklegen und sagen: es ist ein gesellchaftliches Problem, da können wir nichts machen. Nur in diesem Fall soll es was anderes sein, vielleicht weil es Jugendfußball ist, verstehe ich nicht!


    siebener, habe dich auch so verstanden. Sport ist aber auch Politik, wir sollten uns hier nur nicht über Griechenland etc. unterhalten ;)

    siebener,


    mag sein, aber es ändert nichts an den Problemen.
    Multikulti ist doch heute völlig normal, mit den ganzen Problemen die dazu gehören.


    Wäre die Überschrift: "Marokkaner prügelten Schiedsrichter tot!" besser gewesen, wir hatten das hier doch schon mit dem türkischem Trainer und der Mentalität. In die Ecke möchte ich mich nicht stellen und bei dem Badeunfall habe ich auch nicht die Überschrift gewählt "Deutsche Trainer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt".


    Auf Facebook melden sich schon die, die es sich einfach machen: http://www.facebook.com/www.soccerdrills.de


    Nein, die Gewalt im Fußball ist kein Problem der Anderen, es ist unser Problem und wir können es nur gemeinsam lösen.

    Prima Andre!


    Und das ist auch am Wochenende passiert:


    Leverkusen - Nürnberg 1:0


    Schürlle ist durch und Schäfer berührt ihn im Liegen mit der Hand. Schürlle fällt, Kommentator und Leverkusen-Fans sind sich einig ... Elfmeter! Schäfer sah das naturgemäß anders.


    Frage an Schürlle nach dem Spiel:
    "War das wirklich ein Elfmeter?"
    Schürlle (frei wiedergegeben):
    "Ich habe einen Schlag gespürt und habe mich dann fallen gelassen, klarer Elfmeter!"
    Nachfrage:
    "Wie? Sie haben sich fallen gelassen, hätten sie denn gar nicht umfallen müssen?"
    Schürlle:
    "Nein, aber wenn ich einen Schlag spüre, lasse ich mich fallen!"
    Nachfrage:
    "Ist das fair?"
    Schürlle:
    "Wir dürfen Unfairness nicht mit "clever" verwechseln, was ich gemacht habe war clever!"


    Andre, war das was du gemacht hast dumm, es gibt bestimmt viele, die das so sehen? Wie willst du deinen Kids vermitteln, was "clever" ist? ;) Mit Fairplay gewinnt man eben nicht jedes Spiel.

    Andre,


    und ab dem 8 Mannschaftsfoul pro Hallbzeit gibt es für jedes weitere Folu einen Freistoß, 20 Meter zentral vom Tor entfernt. Jetzt kommen Vorschläge, wo kaum noch jemand mitzieht, Fußball muss einfach bleiben.


    Manchmal habe ich das Gefühl, egal ob Zeitspiel oder Foulspiel, man will es gar nicht grundlegend ändern. Diese Diskussionen und die Medienberichte sind ja auch gut für den Fußball, sonst wäre es doch langweilig.

    Einige scheinbar unnötige Regeln haben einen Hintergrund. Das Ausziehen des Trikots nach einem Torerfolg verletzt in einigen Ländern das Schamgefühl oder religiöse Grundsätze. Ob uns das gefällt oder nicht, wir sind nicht allein auf der Welt. Das klettern in den Zaun nach einem Torerfolg birgt große Sicherheitsrisiken und das Schreiben von Botschaften auf Shirts (Gruß an die Frau, Jesus liebt mich), könnte bis hin zu politischen Äußerungen ausarten.


    Zu den Spielverzögerungen: hier müsste der Schiedsrichter einen größeren Handlungsspielraum bekommen. Ungerechtigkeiten entstehen immer, weil die Nachspielzeit oft nur nach Gefühl angesetzt wird, jeder kennt die obligatorischen 3 Minuten.


    Ich werde immer wieder sauer, wenn ein Spieler tausende Zuschauer und den Schiedsrichter regelrecht veräppelt. So befindet sich der Spieler der ausgewechselt werden soll immer auf der gegenüberliegenden Spielfeldseite und wer genau hinschaut sieht, dass er sich vorher dorthin bewegt hat. Es folgt das aufreizend langsame verlassen des Spielfeldes. Insbesondere in solchen Situationen muss der Schiedsrichter durchgreifen und meistens passiert nichts, das verstehe ich nicht.


    Vielleicht sollte man bei anderen Sportarten mal genau hinschauen, so könnte:


    - Beim Spielerwechsel, Verletzungen und Torerfolg die Uhr grundsätzlich angehalten werden. Keine gefühlte Nachspielzeit, sondern gestoppte
    - Ein Einwurf muss, ab dem Moment wo der Ball zur Verfügung steht, innerhalb von 5 Sekunden ausgeführt werden
    - Für einen flachen Abstoß hat der Torwart 15(?) Sekunden Zeit, ab dem Moment wo der Ball zur Verfügung steht