Beiträge von Uwe

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    1. Abend - Grundkurs für Fußballtrainer


    Nenne mindestens 7 Dinge, die Trainer falsch machen (können).[/url]


    Antworten im Lehrgang:


    - lange Wartezeiten und „Schlangenbildung“, zu große Gruppen
    - monotones, nicht abwechslungsreiches Training
    - zu wenig Ballkontakte oder Torschussübungen
    - nicht altersgemäße Übungen
    - zu schwere Bälle, zu leichte Bälle
    - zu wenig spielnahe Übungen
    - zu geringer Anteil an Technikübungen (Lernfortschritt?)
    - zu geringe Belastung und geringe Geschwindigkeit (oder zu hohe Belastung)
    - zu große oder zu kleine Spielfelder
    - unstrukturiertes Training, das keinen klaren Schwerpunkt erkennen lässt
    - Über- oder Unterforderung der Spieler
    - ein Trainer, der als Vorbild auch im sozialen Bereich kaum geeignet ist (Schreihals etc.)….. und selbst Fußballspielen kann er überhaupt schon mal gar nicht
    - von 90 Minuten werden nur 45 Minuten wirklich trainiert, der Rest ist Quatschen
    - Kinder werden wie Erwachsene trainiert
    - Kinder und Jugendliche werden nur kritisiert und nie gelobt


    - etc. und dazu gibt es bestimmt weitere Vorschläge.

    Der Lehrgang ist hier zu erreichen:


    Virtueller Fußball-Trainerlehrgang


    Viele Fragen werden dort aufgeworfen und mit diesem Forum können die Aufgaben ergänzt und diskutiert werden. Die Inhalte dort werden an einigen Stellen direkt hierher verlinkt.


    Ich möchte euch bitten hier keine neuen Themen zu eröffnen, sie werden nach den einzelnen "Abenden" bestimmt und ich eröffne sie. Wegen der benötigten Zeit kann es zu kleinen Verzögerungen kommen.


    Die Autoren bleiben anonym und auch wenn jemand einen "Verdacht" hat, behaltet es bitte für euch, wir haben dafür unsere Gründe.



    Viele Grüße


    Uwe

    Nach einigen Problemen sind wir jetzt wieder da, hoffentlich stabil!


    Es sind keinerlei Benutzerdaten verschwunden und alles ok, ich melde mich später nochmal!

    Übereinstimmend wir bei vielen Online-Nachrichtenagenturen gemeldet:


    Manfred Amerell ist tot in seiner Wohnung gefunden worden. Nach einem jahrelangen Streit zwischen Amarell-Kempter und DFB hatte der einstige Schiedsrichter jede Lebensfreude verloren. Einen Selbstmord, Unfall oder Femdschulden schließt die Polizei aber aus.

    Die Frage, ob ein Trainer schuld ist stellt sich nur dann wenn er bemerkt, dass seine Bemühungen gewaltbereite Spieler zu zähmen nicht funktioniert. Es ist seine Pflicht, diese Speiler dann irgendwann aus dem Spielbetrieb zu entfernen. Ich halte das für völlig normal und jeder hier würde so handeln.


    Zum Thema Gewalt im Fußball: Die Welt 09.12.12


    Auszug:
    Thaya Vester vom Institut für Kriminologie der Universität Tübingen hat in ihrer Dissertation Gewaltphänomene im Amateurfußball erforscht und dabei auch Übergriffe auf Referees untersucht. "Ich habe 2600 Schiedsrichter befragt, ob sie sich sicher fühlen. Es ist richtig, dass Schiedsrichter fast schon als Freiwild gesehen werden, was Beleidigungen angeht", sagt sie. "Bedroht wurden 40 Prozent der Befragten, 17 Prozent wurden tätlich angegriffen." In zwei Jahren macht das 442 Angriffe auf Schiedsrichter allein in der Untersuchungsregion Baden-Württemberg.


    und hier: Die Welt (06.12.12)


    Auszug:
    Als besonders aggressiv würden von den Schiedsrichtern Trainer und Eltern wahrgenommen, betont Vester: "Das sind ausgerechnet die Leute, die Vorbild sein sollten." Deren Benehmen übertrage sich auch auf die Spieler. Deshalb haben einige Landesverbände in den Jugendklassen einen Mindestabstand zum Spielfeld eingeführt. Die direkte Ansprache an die Kinder von außen soll dadurch unterbunden werden.


    und hier: WAZ 07.12.12


    Auszug:
    In der Saison 2011/12 wurden dem DFB 64 Gewalttätigkeiten im Düsseldorfer Amateurfußball gemeldet. Nach einem B-Jugendspiel beim VfL Benrath boxte nun ein Unbekannter einen minderjährigen Schiedsrichter in den Magen. Obwohl 50 Menschen Zeugen wurden, entkam der Täter. ............ Ein „älterer Herr“ soll es gewesen sein


    und hier: Spox 07.12.12


    Auszug:
    Cruyff macht Eltern für Gewalt verantwortlich ..... Nach der tödlichen Prügelattacke auf einen Linienrichter hat sich nun auch Fußballlegende Johan Cruyff zu Wort gemeldet. Der ehemalige Oranje-Star machte am Freitag vor allem die Eltern für Aggression und Gewalt im Fußball verantwortlich. "Wenn man sieht, wie Eltern sich bei einem Spiel von Kindern zwischen sechs und elf verhalten, dann ist das skandalös", sagte Cruyff in Amsterdam. Die Vereine müssten die Eltern viel stärker anpacken. "Es ist Erziehung. Die Kinder kopieren nur, was sie bei ihren Eltern sehen."


    ... und, ja es ist ein gesellschaftliches Problem aber ich folge da eher einem Kommentar aus der FR: Aber Cruyff sucht immerhin nach Antworten, während der Fifa-Präsident Sepp Blatter einfach die alte Platte vom Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft auflegt. Damit ist es längst nicht mehr getan.

    TRPietro,


    ich stimme dir fast überall zu.


    Stell sich die Frage, warum wir solche "Deppen" im Fußball aufnehmen? Noch besser, warum bleiben sie dem Fußball lange erhalten?


    Es liegt bestimmt nicht daran, dass wir Trainer so gute Pädagogen sind und meinen, wir bekommen die wieder hin. Wie lange würdest du solche Gewaltbereitschaft mitmachen? Einmal, zweimal, einen Monat, ein Jahr? Die großen "Deppen" sind die, die das mitmachen und man muss vermuten, sie sind nicht besser als die "Deppen" die du meinst. Kein halbwegs normaler Mensch würde eine gewaltbereite Chaotentruppe lange übernehmen. Wenn ich nichts mehr ändern kann, nehme ich den Hut. "Auf jeden Topf passt ein Deckel", passt hier eigentlich auch. Entweder ist der Trainer total hilflos und lässt alle über sich ergehen, oder er ist der Gewalt selbst nicht abgeneigt. Beide Sorten gehören nicht in den Fußball.

    Ich habe von den Kindern zum Beispiel solche banalen Dinge verlangt:


    - Fairer Umgang miteinander
    - Grüßen auf dem Vereinsgelände
    - Müllsammeln nach dem Spiel
    - Vernünftige Wortwahl


    u.v.m., typisch deutsch eben 8) Die Kinder hatten schnell verstanden, sie merken wie sich das Verhalten der Erwachsenen verändert und wie schön eine angenehme Atmosphäre ist. Es hatte sogar Vorteile, jeder lobte diese Kinder, vom Vorstand bis zum Platzwart, so war es viel einfacher auch mal um Dinge zu bitten und wie wichtig das beim "Platzwart" sein kann, wissen viele. Viele kleine Dinge im Umgang miteinander lassen sich durch den Trainer steuern und daraus werden große. Es gibt aber auch Grenzen und da ist eine Trennung nicht zu vermeiden. So wie das Team aus Holland beschrieben wird, das würde sich wohl kaum jemand antun.

    Deine Sorge mit dem Schiedsrichter verstehe ich. Aber der Fußball hat seine eigene Rechtsprechung und es gibt feste Regeln, die der Schiedsrichter auslegt. Ein Polizist wird auch nicht immer mit dir diskutieren, ob die Ampel rot oder grün war. Wirst du ungerecht behandelt, hast du die gleichen Probelme beim Schiedsrichter und Polizisten, wenn du dagegen vorgehen willst.


    Das mit dem "Sie" ist übrigens typisch deutsch. In anderen Sprachen gibt es das gar nicht und es funktioniert auch. Das die Kinder in Deutschland ihre Lehrer mit "du" anreden, dürfte mehrheitlich falsch sein. Wenn man das "Sie" benötigt um sich Respekt zu verschaffen, ist es schon ein pädagogisches Armutszeugnis. Da unsere Sprache so ist wie sie ist, bin ich auch für das "Sie" in der Schule, dies ist aber der einzige Grund.

    wenn du meine letzten Beiträge aufmerksam verfolgt hast, musst du eigendlich festgestellt haben, dass es mir nicht darum geht etwas zu verniedlichen.


    Günter, habe ich und habe auch versucht zu erklären, ist vielleicht untergegangen. Es mag hier der Eindruck entstehen, der Fußball ist nur noch gewalttätig. Das liegt am Thema, wir alle wissen, dass es nicht so ist.


    Professor Gunter Pilz ist ja auch Schirmherr der Fanregel der FPL, er wird schon wissen warum. Niemand hat bestritten, dass die Anzahl der Täter mit Migrationhintergrund höher ist. Wenn du das so gelesen hast, habe ich mich schlecht asugedrückt, oder du wolltest es so verstehen. Nochmal, ich suche nicht nach Entschuldigungen, sondern nach Ursachen. Die Quote 2/3 unterstreicht ja die These, dass es nicht an der Nationalität liegt, sondern an der sozialen Struktur. 2/3 der "Unterschicht" sind Menschen mit diesem Hintergrund, die 1/3-Deutschen sind genau so anfällig für Gewalt. Wobei wir die vielen Menschen nicht vergessen sollten, die zur "Unterschicht" gehören und versuchen ihr Leben irgendwie zu gestalten und ihre Kinder gewaltfrei zu erziehen.


    Darum geht es mir, weil ich nicht glaube, dass es ein Problem der Herkunft ist, sondern ein soziales Problem. Ich werde nicht der Meinung eines Thilo Sarrazin folgen, dass solche Dinge angeborene Gendefekte sind und ich bin mir sicher, du glaubst das auch nicht. Wir Deutschen sind und waren keine besonders gewaltfreien Menschen und andere Völker auch nicht.

    Günter,
    wir müssen diese Geschichte doch losgelöst von Holland betrachten. Auch in Deutschland werden Schiedsrichter verprügelt und krankenhausreif geschlagen, Es ist doch nur Zufall, dass noch keiner gestorben ist. Holland hat sicher hausgemachte Probleme, aber die haben wir auch. Hoffentlich müssen wir nicht irgendwann schreiben: Gehandelt wird jedoch erst, wenn das Kind im Brunnen ertrinkt. Siehe Holland Deutschland

    neueste Zahlen: im Fussballverband Rheinland Pfalz gibt es jedes Wochenende ca. 1600 Spiele. da sind in den letzten 11/2 Jahren wohl über 50.000 Spiele
    in dieser Zeit gab es 16 registrierte Tätigkeiten gegen Schiris und 5 Versuche versuchte Tätlichkeiten. bei einem Verhältnis von 21 zu 50.000 kann man durchaus vor einer Pauschalierung warnen...............

    Das mag ja alles stimmen, aber warum wird dann bei den Profis reagiert?
    Lies das mal, nur ein Beispiel aus vielen Veröffentlichungen in den letzten Wochen (n-tv):


    99 Prozent der Fans sind friedlich


    Die könnte bedeuten, dass die Gewalt bei Profispielen am Spielfeldrand geringer ist, als im Amateurbereich auf dem Feld (vom Spielfeldrand gibt es ja keine Zahlen). Ich habe keine Ahnung, aber wir dürfen eins nicht machen: bei den Profis reagieren wir sofort auf Gewalt, bei den Amateuren spielen wir sie runter. Was wäre denn passiert, wenn in Holland beim Profispiel Ajax gegen Rotterdam ein Linienrichter totgeprügelt worden wäre? Natürlich müssen wir nicht so tun, als ob es bei den Amateuren nur noch Gewalt gibt, aber bei den Profis auch nicht. Mag so klingen, als ob es nur noch Gewalt im Fußball gibt, das glaubt hier sicher keiner, aber das ist dem Thema geschuldet.


    Aus dem verlinkten Artikel:
    .........."So viele Verletzte wie in einem Jahr Bundesliga gibt es an einem einzigen Tag auf dem Oktoberfest", hatte Helmut Spahn, ehemaliger Sicherheitsbeauftragter des DFB, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor einigen Wochen zum Thema Gewalt in deutschen Stadien gesagt. Auch wenn diese Aussage etwas zugespitzt ist: Ihn ärgert,..............


    Warum reagiert man dort und im Amateurbereich heißt es von Fandel: ... Ob wir tatsächlich eine Zunahme der Gewalt haben, lasse ich mal dahingestellt... Dieser Satz könnte auch bedeuten, man weiß es gar nicht! In Holland kann man das wenigstens sofort mit Zahlen belegen.


    Andre, der letze Absatz im Artikel wird dich versöhnen, aber es stellt sich für mich mindestens eine Frage, warum bei den Profis ein medialer Aufstand erfolgt und bei den Amateuren feiern wir jetzt wieder den "Tag des Ehrenamtes" und nichts wird passieren.


    Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns hier Fusel an die Backe reden können. Die Frage ist einfach nur...was man selber dazu beitragen kann, damit das Risiko für solche Taten kleiner ist.


    100% Zustimmung
    .... und, natürlich ist der Trainer irgendwann überfordert und dann können nur die entsprechenden Spieler entfernt werden.

    Basti81,
    was du beschreibst ist nicht antiautoritäre Erziehung, nur kurz aus Wikipedia:


    Antiautoritäre Erziehung ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Erziehungskonzepten, die in Deutschland Ende der 1960er und in den 1970 Jahren entstanden sind. Anders als bei der permissiven und der vernachlässigenden Erziehung, bei denen die Eltern ebenfalls wenig oder keine Autorität ausüben, handelt es sich nicht lediglich um einen Erziehungsstil, sondern um eine umfassende und theoretisch begründete Erziehungsphilosophie, der explizit pädagogische Ziele, Normen und Leitbilder zugrunde liegen.


    Dein Bild der antiautoritäre Erziehung ist völlig falsch und es wird wieder pauschaliert. Ich könnte auch schreiben "Mangelhaft, am Thema vorbei", denn die antiautoritäre Erziehung trägt an der heutigen Gesellschaft nicht die Schuld, die Gründe sind ganz andere. Leider kann ich in deinem Beitrag auch nur auf einzelne Punkte eingehen, wie soll das auch anders funktionieren?


    Ich kenne viele Kinder und Jugendliche, die sich nicht so verhalten wie du beschreibst. Jede Generation war zu seiner Zeit die Schlechteste die es jemals gab, waren wir damals auch. Alles andere sind Klischees, die gerne genommen werden. Eltern schauen nicht mehr auf die Noten, Kinder sind zu faul zum lernen und spielen mit Papas Knarre auf dem Schulhof Counterstrike, die sind zu blöd Bewerbungen zu schreiben, Jugendliche schlagen wildfremde Menschen zusammen. Ist das dein Bild von der heutigen jungen Generation? Schreibst du über die Masse der Jugendlichen?


    Ansonsten stimme ich dir sogar zu, denn wir Erwachsenen sind dafür verantwortlich, was aus unseren Kindern und Jugendlichen wird, nur wir bestimmen wo es lang geht. Wichtige Werte werden nicht in allen Familien vermittelt und mit wichtigen Werten meine ich wirklich wichtige. Ich habe mal gelernt, dass man ein Verbot oder eine Anweisung bei Kindern nur durchzieht, wenn man sich auch mal fragt, ob das wirklich wichtig ist, oder ob man das nur gerade will oder schlechte Laune hat. Nehmen wir deinen "Sonntagssparziergang" (kenne ich genau so), warum war der wichtig in deiner Erziehung?

    Den großen Protest sehe ich in Deutschland momentan nicht. 8)


    Die Zeiten der wirklichen Proteste sind lange vorbei, die Älteren werden sich erinnern. Gewerkschaften waren noch Gewerkschaften, eine Arbeiterpartei noch eine Arbeiterpartei .... alles nur noch Makulatur und Scheinproteste.
    Die deutsche Bevölkerung gilt als harmlos und wenn der Strompreis um 50% (übertrieben) steigen soll, dann freuen wir uns alle riesig, wenn es am Ende nur 30% sind, so wird heute Politik gemacht, parteiübergreifend. Die Jugend wehrt sich heute weniger als früher gegen das Establishment (Wer zweimal mit der Gleichen pennt, gehört schon zum Establishment :P ) und will nicht mehr die Welt verbessern, sondern ergibt sich dem Frust und dem Ego.


    Flache Hierarchien und andere Errungenschaften, darauf sollten wir stolz sein in unserer Demokratie. Natürlich bringt das auch Probleme, aber wie sieht die Alternative aus? Und was den Fußball betrifft, da stimme ich siebener zu, die alten Zeiten wünsche ich mir nicht zurück.