Beiträge von Uwe

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    Gerade deshalb empfinde ich den Hinweis: warum zunächst falsche Dinge (nur wegen der Erfahrung) im Training zulassen, statt ihnen sofort das Richtige zu vermitteln besonders wichtig! In der Schule lernen die Kinder ja auch gleich die korrekte Schreibung der Worte. Und es wird auch nicht gesagt, dass das Ergebnis von 1 + 1 irgendwas zwischen 1,5 und 2,5 ist, sondern nur die 2 als Ergebnis richtig ist!


    Es geht nicht darum, den Kindern falsche Dinge zu erklären, es geht um den Zeitpunkt wann wir das machen. In der Schule lernen die Kinder, dass 1+1=2 ist, aber sie haben dann auch das Alter, wo man ihnen das erklären soll. Einen Vierjährigen überforderst du damit, es sei denn, er wird getrimmt. Dies gilt auch für den Fußball und wir sollten Fehler nicht richtig erklären, wenn es nicht altersgerecht passt. Erstklässler lernen noch nicht Algebra und Bambini nicht den Angriff über die Flügel.

    Aus Kindeswohl und Kindesinteresse schaffen Ewachsene das Sitzenbleiben ab.
    was passiert? Lesebriefe von Schülern in unserer Tageszeitung, die sich dagegen wehren. Umfrage dass 85% der Schüler dagegen sind.


    Ist das was wir derzeit für Richtig und Wichtig im Kindesinteresse ansehen, wirklich in derem Sinne. Manchmal kommen mir Zweifel.


    Zweifel sind ja schön und gut, ich habe nur manchmal das Gefühl bei dir, du willst dich nicht festlegen. Du kannst in jedem Posting eine "interessante Sichtweise" erkennen, die man überdenken sollte. Lege dich einfach mal fest, sonst kommen Reformen nie zustande. Ohne Reformen keine Weiterentwicklung, sondern Stillstand. Wir können in vielen Bereichen nicht ständig abwägen und Einzelinteressen berücksichtigen. Ein gutes Beispiel ist die FPL: wir können nicht auch noch mit dem letzten Elternteil reden, irgendwann muss auch gehandelt werden. In einigen Gebieten läuft es so wie es ist wunderbar, trotzdem kann man die nicht ausgliedern. Wir können reden, Argumente sammeln, Workshops anbieten, bitten und dem Trainer sagen, er kann in seinem Umfeld am meisten erreichen. Dies alles ist aber kein Grund abzuwarten.


    Schreib doch einfach, dass du das mit dem "nicht Sitzenbleiben" ablehnst, ich erkenne das doch aus dem Zusatz. Ich weiß auch schon, was du dazu schreiben wirst ;) Ist auch zu politisch und gehört hier nicht her. Ich habe dazu noch keine Meinung, weil ich mich damit nicht beschäftigt habe weiß aber, dass es in den skandinavischen Ländern schon längst so ist und die sind führend in der Ausbildung der Kinder. Letztendlich versucht man ein Erfolgsmodell nachzumachen, ohne die Vorraussetzungen zu schaffen. Vielleicht sind wir Deutschen auch dazu verdammt, alles benoten zu müssen und können uns nicht vorstellen, dass es auch anders geht. Aber nochmal: ich habe mich damit nicht beschäftigt. Du kannst hier darüber einiges lesen: Spiegel


    Es hat einen guten Grund, warum es bei uns eben nicht ständig Volksabstimmungen gibt. Es kommt dann häufig zu emotionalen Abstimmungsergebnissen. Bei einer Abstimmung zur richtigen Zeit hätten wir dann schon ganz andere Gesetze, die deutsche Geschichte hat es bewiesen. Vom Gesetzgeber erwarten wir eine emotionslose Betrachtung, entsprechende Forschung und Expertenwissen. Das klappt zwar nicht immer ;) , aber 85% Ablehnung bedeutet nicht, dass sich die Leute damit intensiv auseinandergesetzt haben und über Expertenwissen verfügen.

    Vom jetzigen Verein haben wir ein Handbuch mit Uebungen und Zielen für jeden Jahrgang die alle so aufeinander abgestimmt sind, dass am Ende ein "fertiger" Spieler rauskommt, der es potentiell als Profi schaffen könnte (und mit 1.6 Profis im Schnitt pro Jahrgang stehen wir da nicht schlecht ;)


    Es ist auch unwichtig, ob 1,6 Kinder aus jedem Jahrgang bei den Profis ankommen. Ich bezweifel das auch, denn wie viele Bambini-Jahrgänge die nach eurer Methode trainiert wurden, sind bereits im Erwachsenenbereich. Nehmen wir an ein Jahrgang, dann müssten sie ca. 1995 geboren sein (heute 18 Jahre alt). Ihr trainiert nach dieser Methode also schon ca. 13 Jahre? Besser rechnet sich das dann mit F und E, aber selbst dann muss euer Konzept schon einige Jahre laufen. Das geht rein rechnerisch nicht mit deiner Statistik und wenn euer Konzept tatsächlich schon so viele Jahre läuft, dann ist es aus der Fußball-Steinzeit.

    Ich hatte das überlesen. Nach dieser Methodik wir seit 5 Jahren trainiert. Heißt: von den Bambini bis mindestens zur E haben die 1,6 Profis überhaupt keine Bedeutung. Es gibt keinen Erfahrungssatz für den Kinderfußball!

    Manchmal führt Rechnen aber zu gewissen Erkenntnissen. :thumbup:

    Ja, womit das bewiesen ist. ;)

    F-baron hatte anfangs schon die Bereitstellung von Videos angeboten.

    Wenn ich mich nicht täusche, gibt es einen kleinen Videokanal bei YouTube. Ich werde das hier aber nicht reinstellen ohne Zustimmung von Fussballbaron und äußere mich auch nicht dazu.

    Ich halte es für besser, den Kindern ihre Fantasie und Kreativität zu belassen. Sie "funktionieren" nur noch und damit bremsen wir sie in ihrer fußballerischen Entwicklung, denn Kreativität ist heute eine der wichtigsten Eigenschaften eines guten Fußballers. Diese Kreativität gilt es zu fördern, um dann später Fußballer zu ernten, denn zum Fußballer werden die Kinder nicht in der F oder bei den Bambini.


    Es ist auch unwichtig, ob 1,6 Kinder aus jedem Jahrgang bei den Profis ankommen. Ich bezweifel das auch, denn wie viele Bambini-Jahrgänge die nach eurer Methode trainiert wurden, sind bereits im Erwachsenenbereich. Nehmen wir an ein Jahrgang, dann müssten sie ca. 1995 geboren sein (heute 18 Jahre alt). Ihr trainiert nach dieser Methode also schon ca. 13 Jahre? Besser rechnet sich das dann mit F und E, aber selbst dann muss euer Konzept schon einige Jahre laufen. Das geht rein rechnerisch nicht mit deiner Statistik und wenn euer Konzept tatsächlich schon so viele Jahre läuft, dann ist es aus der Fußball-Steinzeit.

    Edit: Mit "antiautoritären Erziehungsstil" hat das übrigens weniger zu tun, leider wird das oft aus Unwissenheit verwechselt. Es klingt so schön übel, weil der Begriff negativ belegt ist. Es ist ca. 40 Jahre her und viele Dinge daraus sind heute völlig normal und auch du bist mindestens teilweise danach erzogen worden.

    guenter,


    sehe ich auch so, es sind verschiedene Welten.


    Die Basis ist auf den "kleinen dicken Paule" angewiesen und ihm sogar verpflichtet. Auch er hat ein Recht auf Spiel und Spaß am Sport für seine Gesundheit und vielleicht wird er später Vereinspräsident oder Hauptsponsor.


    Deshalb gibt es verschiedene Wahrheiten, die bei den Profis und die an der Basis. Die Anforderungen an einen Basis-Kindertrainer sind ganz andere als bei einem Profi-Kindertrainer. Letztendlich müssen an der Basis alle Kinder zu ihrem Recht kommen, dies ist schon gesellschaftspolitisch gar nicht wegzudiskutieren.

    TW-Trainer
    Ich unterschreibe dein Posting:
    Nur, mir ist es zu einfach wenn das Argument kommt: "Dennoch ist die Resonanz in den Vereinen auf das Angebot mäßig!", denn oft wird damit die Problematik nur weitergegeben.
    Wenn ich in einer Firma ein Produkt verkaufen will und es verkauft sich nicht, wer ist dann Schuld? Doch nicht der Kunde! Entweder ist das Produkt falsch oder das Marketing.
    Wer sich zurücklehnt mit "keiner will das", sollte besser überlegen "Warum will das keiner, was machen wir falsch".

    Damit wir uns die Welt von einigen Profiklubs im Umgang mit Kindern nicht zu schön reden und wie es mit Afrikanern auch abgeht:
    @Fussballbaron: damit meine ich ausdrücklich nicht dich, aber der Kinder-Profibereich ist nicht nur ein Segen.


    Das große Geschäft mit den Kindern!


    Auszug:
    Gerade in Italien wurden viele junge Afrikaner mit großen Versprechungen ins Land gelockt (ca.5600). Setzen sie sich nicht durch, gibt es ein Desaster. Der italienische Senat hat deshalb kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das den Handel skrupelloser Agenten mit jungen Talenten verhindern soll. "Wir werden den Menschenhandel unterbinden", versprach Karl-Heinz Rummenigge als G-14-Mitglied (Organisation der großen Clubs in Europa) damals der Uefa.

    Unsere 9 Partnerclubs arbeiten mit den gleichen "Restposten" wie alle anderen "DorfClubs". Sie sind aber ungemein erfolgreicher, und zwar nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern vor allem auch, was den Wohlfühlfaktor, resp. die Anzahl der Austritte (praktisch Null!!) betrifft. Damit ist eigentlich erwiesen dass hier "unsere" Leistungsorientierte Philosophie der Fussballschule der massgelbliche Faktor zur signifikanten Verbesserung des Kinderfussballs ist, und nicht die Selektion (welche a) nur auf unsere HausTeams zutrifft und sich b) auf Grund der Kriterien die für UNS wichtig sind, erst aber der U12 auszuzahlen beginnt !).


    Das ist doch keine Kunst, Vereinsaustritte sind in der G und F selten ein Problem. Dann, wenn es sich bei euch auszahlt (U12) geht es los. Ihr verbessert also nichts im Kinderfußball und nichts ist damit bewiesen.


    "...dann hätten wir ausschliesslich im Januar geborene Afrikaner, deren Eltern arbeitslose Ex-Fussballprofis sind und somit Zeit haben ihr Kind vor allem auch noch privat rund um die Uhr auf Fussball zu trimmen.."
    Es gibt Formulierungen ... die kann man auch lassen! Ich hoffe, ihr lauft mit diesem Argument nicht umher!

    Ja, als Nicht-Administrator dieses Forums darf ich auch mal dem DFB schlechte Karten verteilen

    Fussballbaron, da ist bei unseren PNs aber was falsch rübergekommen. Wer hat wem vorgeworfen dem DFB zu schaden, nur weil ich dir nicht folgen kann? Ich bin durchaus ein Kritiker des DFBs, andere hier im Forum werden dir das bestätigen ;)
    Ich stimme dir voll zu: "Weil der DFB nur Konzepte (Bambinifussball, FairPlay League, etc. ) liefert, aber keine Hilfe leistet, um erstmal die dafür erforderlichen Strukturen zu schaffen und Leute auszubilden." ... und habe genau das schon oft geschrieben.

    Wenn der Kinderfussball damit auf Kosten einiger schwer integrierbarer Kids überlebt, dann ist das eben so. Man kann das auch Kollateralschaden nennen.....Selektion im Fussball findet mitlerweile auf der sozio-kulturellen Ebene statt. Wer das verschläft, spielt bald mal Playstation!

    Bambini und F-Jugend ... ohne Worte. Wir sollten wirklich nicht weiter diskutieren. Meine Einstellung kennst du und ich deine, vielleicht sollten wir es dabei belassen. Der Fußball wird auch ohne deine Einstellung überleben, da bin ich sicher.


    Bleiben wir beim Thema, vielleicht gibt es ja noch eine andere Lösung, ohne Remkos Kind bequem nach Hause zu schicken ... damit wir einen Kollateralschaden vermeiden.

    Fussball spielen zu dürfen ist ein Privileg und nicht Notlösung !!

    Fußball ist ein Freizeitangebot für Kinder und kein Privileg. Fußball steht in Konkurrenz mit vielen weiteren Freizeitangeboten und muss sich damit messen. Die Kinder müssen nicht in Dankbarkeit und Ehrfurcht erstarren, wenn sie Fußballspiel dürfen.

    Fussball ist weder Kinderhort noch Spielplatzersatz

    Fußball ist Spiel, Spaß und Freude für die Kids und ist eine Ergänzung zum Kinderhort.

    Klar kann man dies von einem Vierjährigen noch nicht allzuviel an Sozialkompetenz aber dann gehört er - meine Meinung - auch noch nicht in einen Fussballverein, sondern in die Obhut der Eltern bis er Manieren kann !

    Wahrscheinlich ist es tatsächliche besser, die Kinder bleiben in der Obhut der Eltern.


    Es ist schon erstaunlich, wie du in deinen Beiträgen aus der Kinderwelt eine Bühne machst, die die Erwachsenen gerne hätten, um sich damit zu profilieren. Es ist nicht richtig, wenn nur die Kinder sich auf die Bedürfnisse der Erwachsenen einstellen müssen.


    Fussballbaron, du schreibst "sie müssen" oder "dass eine Hinwentwicklung zu UNSEREM Bild was Kinderfussball sein sollte", dies sind keine Lösungen. Du musst und es geht nicht um DEIN Bild des Kinderfußballs. Nicht du bist der Mittelpunkt und alle haben dir zu folgen, die Kinder schon gar nicht. Nicht jedes Kind muss zu Hause bleiben, weil es deinen Anforderungen nicht entspricht.


    Nicht selektieren ist die Kunst, die Kunst ist, die vermeintlich "Schwächeren" mitzunehmen. Wer selektieren kann und dies mit seinem Gewissen vereinbaren kann, macht es sich schön bequem. Ich bewundere die, die das nicht machen. Die Selektion ist etwas für den Profifußball und hat im Kinderfußball nichts zu suchen und in der G und F nirgendwo.