Beiträge von Uwe

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    Ich möchte auch nicht, dass es falsch rüberkommt ;)


    Natürlich ist die Förderung der Spielintelligenz eine wichtige Aufgabe bereits im Kinderfußball, nur der Weg dahin und die Trainingsinhalte können sehr unterschiedlich sein, vorsichtig ausgedrückt.. Ich erkläre das einmal am Beispiel der FairPlayLiga. Der Untertitel lautet: "Ben Kindern das Fußballspielen zurückgeben". Jetzt kann man interpretieren und zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und eben genau diesen Untertitel nutzen, um Dinge umzusetzen, die im Kinderfußball nichts zu suchen haben.


    Um Spielintelligenz zu fördern, dürfen Kinder eben nicht durch Verhaltensvorgaben ausgebremst werden.

    Was ist Spielintelligenz?


    Dabei müssen wir verschiedene Muster unterscheiden, Beispiele:

    - Ballbesitz, das Feld ist offen, ein Spieler mit Spielintelligenz wird die richtige Entscheidung treffen, wie die Aktion weitergeht, dies lässt sich auch relativ einfach antrainieren. Diese Spielintelligenz erfordert auch nicht viel Kreativität, es ist genügend Zeit für eine Entscheidung vorhanden.


    - Ballbesitz und keine Zeit, oft sind es nur Sekundenbruchteile die zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden und im heutigen Fußball wird die Zeit immer knapper. Nicht die Beine entscheiden was passiert, sondern der Kopf. Es findet eine enorme Hirnleistung statt, in extrem kurzer Zeit. Der Spieler kann nicht mehr nachdenken, das Gehirn gibt die Aktion vor, die Beine setzen sie um.


    Spielintelligenz in Verbindung mit dem technischen Leistungsvermögen


    Wenn ein Spieler wie Messi überlegen müsste was er jetzt macht, wäre er kein Messi. Die Entwicklung der Spielintelligenz soll auch diese Kopfleistung optimieren, immer in Verbindung damit, was die Beine leisten können. Es gibt ja auch Spieler die versuchen Dinge, die sie nicht können, da überschätzt der Kopf die Beine ;) Es gibt aber auch Spieler, die machen dann plötzlich acht Übersteiger hintereinander und das bei jeder fünften Aktion. Der Abwehrspieler freut sich, denn diesem Spieler fehlt es vielleicht nicht an Spielintelligenz, sondern an Kreativität. Es ist antrainierte Spielintelligenz und toll, aber keine hohe Spielintelligenz.


    Hirnleistung - Die Straße überqueren (Aus "Kreativtraining im Fußball - Mit Leseprobe")


    Vestberg beschreibt diese Hirnleistungen anschaulich an einem Alltagsbeispiel, ich gebe das mal mit meinen Worten wieder:


    Die Straße überqueren
    Schaue nach rechts, schaue nach links, erkenne Gefahren, sortiere sie und entscheide dann. Einen Baum kann ich als Gefahr ausschließen (es sei denn, mir ist mal einer auf den Kopf gefallen und ich habe negative Erfahrungen), ein Radfahrer ist eine andere Gefahr als ein Auto, Wetterbedingungen, persönliches Befinden, Umwelt, alles spielt eine Rolle, eine große Hirnleistung in relativ kurzer Zeit. Entschließe ich mich dann über die Straße zu gehen und plötzlich entsteht eine Gefahr, die ich vorher nicht erkannt habe oder die noch nicht da war (Ein Raser überholt ein Auto), dann ist eine weitere, schnellstmögliche Hirnleistung ein wichtiges Element, heil die Situation zu meistern.


    Dieses Beispiel bezogen auf den Fußball erklärt die Spielintelligenz glaube ich ganz gut. Es geht darum Lösungen zu kreieren, die nicht antrainiert sein müssen oder können, dazu ist der Fußball zu komplex. Deshalb funktioniert Spielintelligenz auch nur zusammen mit Kreativität, die wir den Kindern nicht nehmen dürfen. Wir können den Kindern zwar die Grundlagen erläutern, wie man über die Straße gehen soll, außergewöhnliche Ereignisse müssen sie aber allein lösen.


    Spielintelligenz bedeutet auch Dinge umzusetzen, von denen ich als Spieler gar nicht weiß, dass es sie gibt, oder dass ich sie überhaupt kann. Je nach technischem Leistungsvermögen spielen die Beine dann mit, sie werden vom Hirn gesteuert, blitzschnell.

    Günter, der Satz passt doch ...

    kuzr zusammengefasst: er spielt nicht nur seine Rolle, er versteht das Fussballspielen.

    zu den Dingen:

    FB: Kann dafür aber jetzt nichts Konkretes für den Kifu ableiten


    fällt mir direkt noch ein Satz ein


    Kann dafür aber jetzt nichts Konkretes für den Breitensport ableiten


    Es geht ja hier um die Entwicklung der Spielintelligenz und natürlich lassen sich Dinge für den Kinder- und Breitenfußball ableiten. Es geht mal wieder ums altersgerechte Training, um Entwicklungsstufen und Vestberg gibt ein Beispiel, wie langsam die Entwicklung sein kann. Er schreibt von 15jährigen, bei denen in den kommenden fünf Jahren die exekutiven Funktionen reifen und ihr volles Potential erreichen.


    Günter,du kannst in jeder Leistungsklasse ein Rollenspiel, angepasst ans Leistungsvermögen, trainieren, die Aussenwirkung ist enorm. Wenn kleine Kinder ein Passkombinationsspiel aufziehen, freuen sich die Eltern, die Laien und manchmal auch der Fachmann. Du musst dazu nur die richtigen Kinder einsammeln und schon geht es ab, sieht toll aus und jeder will so spielen.


    Es ist aber ein dressiertes Rollenspiel und hat mit Spielintelligenz wenig gemein und es ist eine Seifenblase, weil lediglich Lerninhalte vorgezogen werden, um den Kinderfußball möglichst dicht an den Erwachsenenfußball zu bringen. Diese Blase platzt oft, denn mit zunehmenden Alter holen Kinder die gem. ihrer Entwicklungsstufe trainiert worden sind, diesen Rückstand oft auf. Die Show ist dann vorbei und jetzt kommen deine Instinkfußballer, Günter, mit Eigenschaften die man auch trainieren kann, nach Leistungsvermögen. Aber alles zu seiner Zeit, sonst trainert man den Instinkt vielleicht ab und unterdrückt die Kreativität. Man kann ja Eigenschaften auch abtrainieren und deshalb ist ein Überspringen von Entwicklungsstufen vielleicht im ersten Moment erfolgreich, aber eben auch nicht immer förderlich für die Zukunft.

    Nochmal zu den Entwicklungsstufen und zur Spielintelligenz.


    Torbjörn Vestberg, schwedischer Wissenschaftler, Gehrinforscher, u.a. bekannt durch seine Test mit Xavi und Iniesta und einigen Publikationen zum Thema, schreibt:
    ----
    Die Spieler sind jetzt fünfzehn Jahre alt, und sie sind Stars.
    Sie wollen Profi werden, ...
    Aber der letzte Reifeprozess hat noch gar nicht begonnen; die Kognition
    des Spielers ist noch nicht vollständig entwickelt. Das, was für den
    Erfolg im Fußball am wichtigsten ist, hat sein volles Potential und
    damit seine Grenzen noch nicht erreicht.


    Ich spreche über die Fähigkeit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort
    zu sein und das Richtige zu tun. In den kommenden fünf Jahren
    werden die exekutiven Funktionen reifen und ihr volles Potential
    erreichen.
    Ein fünfzehnjähriger Spieler, der im Ausland einen
    Vertrag als Jungprofi unterschreibt, hat vielleicht die Gene
    überlegener exekutiver Funktionen, die nur darauf warten,
    entwickelt zu werden. Es kann aber auch sein, dass er sich eher
    normal entwickelt, und dann hat er keine Chance. Es spielt keine
    Rolle, wie gut er mit fünfzehn Jahren ist. Was am Ende zählt, ist
    das Potential des Spielers, seine Spielintelligenz zu entwickeln, seine
    exekutiven Funktionen.

    ----
    Dies bedeutet doch, dass eine abschließende Beurteilung eines Talents zum Profi eben nicht schon mit 13 oder 14 Jahren getroffen werden kann. Auch hier ist die individuelle Entwicklungsstufe der Spieler zu beachten, die Entwicklung zur hohen Spielintelligenz ist längst nicht abgeschlossen, sie beginnt erst .


    Mal ganz blöd gefragt: Wie sollen die Trainingsformen, die Fußballbaron ansprach, in irgendeiner Weise schädlich sein? Selbst wenn diese Spielchen mit Farben/Zahlen und Co. nicht zum fußballerischen Können beitragen, können sie immer noch Spaß und Konzentration beim Training bedeuten. Und wenn schon das nicht, lernen sie doch die Ballführung mit gehobenem Kopf. Ich sehe da einen klaren Unterschied zum 4-Jährigen, der Klavierspielen lernen soll.


    Dani2,
    das periphere Sehen ist ja gar nicht das große Problem. Dies benötigen auch Kinder im Alltag, aber immer nur soweit, wie es ihre Entwicklungsstufe zulässt. Viele Dinge lassen sich auch gar nicht isoliert trainieren.


    Das "Kopf heben" bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind peripher wahrnimmt. Die Übung mit dividieren usw... kommt auf die Altersklasse an.


    Mir geht es darum, dass jedes Kind Entwicklungsstufen durchläuft und die denke ich mir ja nicht aus, die sind fakt. Es gilt, Kinder in jeder Entwicklungsstufe optimal zu fördern. Darüber hinaus ist das auch möglich und das ist das was FB will. Es geht, das habe ich auch nie bestritten.


    Als der DFB 2006 sein Ausbildungskonzept veröffentlichte, habe ich sofort das Alters-Schubladensystem bemängelt, weil so unterschiedlich Entwicklungsstufen nicht berücksichtigt werden. Es könnte hier durchaus andere Lösungen geben, aber FB ist mit seiner Einstellung soweit von der kindgerechten Förderung entfernt, diskutieren möchte ich das nicht. Nicht nur die fußballerische Ausbildung, es geht auch um Dinge wie zum Beispiel Kinder gelobt werden sollen, "Einstellungsgespräche" mit Eltern und Kind, wobei ein Kind sich artikulieren muss und begründen soll, warum es mitmachen will, eine Vereinbarung unterschreibt und weiter 100 gefühlte Punkte.


    Wir können unsere Kinder einschulen, Lesen und Schreiben haben wir ihnen schon gelehrt. Frag mal Pädagogen was sie davon halten, wenn ihnen überehrgeiziger Eltern bei der Einschulungen sagen, unser Kind kann das schon. Die Enttäuschung ist irgendwann groß, wenn das Kind nach der dritten Klasse immer noch nicht eine überspringen darf. Es ist nämlich nicht intelligenter als andere, es ist lediglich dressiert. Die Folge kann sein, dass diese Kinder von den anderen nicht nur eingeholt sondern überholt werden. Das gilt nicht nur für die Schule, auch beim Sport. Der Frust kann dann sehr hoch sein, weil solche Kinder dann das Gefühl haben, sie erfüllen nicht mehr die Erwartungen der Erwachsenen etwas ganz besonderes zu sein.


    So lehren wir Kindern mit 4 Jahren das Erwachsenen-Klavierspielen und mit 8 Jahren den Erwachsen-Fußball, mit den dazugehörigen Verhaltensmustern für kommende Profis. Dieses Erwachsenenleben mag ehrgeizigen Eltern vielleicht gefallen, aber ist es kindgerecht?


    FB schreibt seinen Kindern geht es gut und das glaube ich sogar. Ich habe allein hier im Bekanntenkreis drei Beispiele, wo solche ehrgeizigen Pläne nach hinten losgingen. Kaum konnten die Kinder in späten Jahren ihr Leben selbst bestimmen, liefen sie völlig aus dem Ruder. Immer frei unter dem Motto: Jetzt lebe ich mein Leben und nicht mehr das, was meine Eltern gerne hätten, ich kann ihre Erwartungen sowieso nicht erfüllen. Es gibt also auch sehr große Risiken, wenn man Kinder so fatal überfordert und die sollten nicht verschwegen werden.

    FB, ich schreib das mal ganz plump: Du aktivierst also eine Hirnleistung, die noch nicht voll entwickelt ist. Gibt es eigentlich einen Grund, weshalb in der Entwicklung von Kindern ein Schritt nach dem nächsten folgt? Du kannst einem 3jährigen auch Lesen und Schreiben beibringen du musst seine Hirnleistungen nur entsprechend fördern? Und ja, du kannst einem 4jährigen schon das Klavierspielen beibringen, auch hier muss nur gefördert werden?


    Ich folge lieber den pädagogischen Ratschlägen von Fachleuten. Das man Kinder "aktivieren" kann, hat niemand bestritten, aber ob das für eine normale und gesunde Entwicklung eines Kindes gut ist, daran glaube ich nicht.

    Bezüglich unlauterer Werbung gebe ich dir recht. Schade aber, dass du nur den Negativaspekt dieses Posts siehst.


    Na ja, ich kann das nicht beurteilen. Was ein Mann, der Interesse hat Kinder in seinen Verein zu holen schreibt, kann man glauben, muss man aber nicht. Es kommt wie beim Fußball darauf an, ob und wie Rugby mit den Kindern gespielt und trainiert wird. Erwachsenen-Rugby sollte es wohl besser nicht sein, kindgerechtes Rugby mindestens.


    Besonders gut klingt der Satz "denn im Rugby gehört Fairplay und Respekt vor den Schiedsrichtern aber vor allem auch vor dem Gegner von kleinauf zum Sport dazu", meint der Kommentator damit, beim Fußball nicht und glaubt er wirklich, beim Rugby gibt es weniger Probleme? Wäre der Mutter die das Spielfeld gestürmt hat damit geholfen, wenn ihr Kind Rugby statt Fußball spielt?


    Es gibt auch Kinder-Rugby-Spielformen, die ähneln aber sehr einer Übungsform im Fußball und gehen mehr in den Bereich Fangspiele, wenn ich mich richtig erinnere.
    Ich denke, für kleine Kinder gibt es geeignetere Sportarten als Rugby, aber das entscheiden die Eltern.

    welche, wie das periphere Sehen, von klein an auf- und ausgebaut werden muss.


    Stimmt nicht, denn es geht nur sehr eingeschränkt:


    Quelle: kindergesundheit-info


    Auszug:


    Mit etwa neun Jahren entspricht die Fähigkeit zum räumlichen Sehen der eines Erwachsenen. Hierdurch ist das Kind nun beispielsweise in der Lage zu sehen, ob zwei verschieden große Autos gleich weit entfernt sind.


    Allerdings ist die Sehfähigkeit auch jetzt noch nicht vollends ausgereift. Das sogenannte Gesichtsfeld - der mit beiden Augen erfassbare Bereich – ist seitlich noch um etwa 30 Prozent eingeschränkt. Erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren entspricht das Gesichtsfeld dem eines Erwachsenen.


    Ist es nicht so dass es innerhalb der Landesverbände schon grosse Abweichungen gibt ? Wenn ja, was würde es bringen, wenn der DFB da was befehlen würde, solange die Landesverbände nicht in der Lage sind ihre Mitglieder im Griff zu haben ?
    Ergo ist wohl weniger der DFB das Problem, sondern die Führungsschwäche einzelner Landesverbände und die Umsetzugnskompetenzen ihrer Mitglieder.
    Ist in der Schweiz ja genauso: Es gibt Regionalverbände die haben ihre Mitglieder im Griff und andere weniger. Wenn Regionalverbände ihre Mitglieder nicht erreichen, oder diese Mitglieder gar nicht über die Strukturen verfügen um Aenderungen umzusetzen, kann der SFV tun und toben solange er will - da geht nichts.


    Genau das habe ich ja beschrieben, es gbt keinen Grund, warum die Landesverbände ihre Mitglieder im Griff haben müssten. Deshalb muss der Grund geschaffen werden, in dem eine Verpflichtung geschaffen wird.




    Föderalismus wäre schon ok. Nur hat Deutschland nicht so viel Uebung darin ;)

    Völlig überflüssiger Kommentar und wieder eine Provokation. Was erwartest du darauf für eine sachliche Antwort?

    Ich denke, ein Problem im deutschen Fußball ist der Föderalismus und das ständige Aussprechen von "Empfehlungen".


    Wäre es besser Inhalte auf den Weg zu bringen, wenn der Dachverband DFB dies entscheiden würde und die Landesverbände folgen müssten?


    Ich glaube nein, denn ein Verband mit mehr als 6 Mio Mitgliedern darf nicht diktatorisch geführt werden. Allerdings könnte man über Inhalte abstimmen und wenn die Mehrheit der Landesverbände zustimmt, sind alle daran gebunden und zur Umsetzung verpflichtet. Ob bei der Abstimmung dann immer das raus kommt was man persönlich gerne hätte, steht dann auf einem ganz anderen Blatt ... dann hat man vielleicht einfach nur nicht genügend überzeugt.


    Dieser Satz bezieht sich einzig und allein auf die CH. Weder habe noch wollte ich damit sagen, dass es in D anders wäre.


    Du solltest dann auch korrekt zitieren, denn der Satz davor fehlt und der bringt den Zusammenhang mit Deutschland. Ist aber auch nicht wichtig, ich will mich nicht streiten und ich mag die Schweiz und auch das Ausbildungskonzept.
    Sei deshalb bitte nicht so empfindlich, wenn mal Unterschiede aufgezeigt werden. Du erkennst ja an den Beiträgen, dass wir durchaus kritisch mit dem deutschen Fußball umgehen und damit kein Problem haben.


    Es geht nicht um die Diskussion, wer besser oder schlechter ist. Deutschland hat Teile des Konzeptes aus der Schweiz genommen und umgekehrt ... wir können nur voneinander lernen.


    Wenn das an der "Masse" läge, könnte man wohl weder Konzerne führen noch über die EU nachdenken.
    Aber wenn es hilft dann kann man ja die Schweiz auch mit jedem einzelnen Bundesland vergleichen und taraa - würde man vermutlich sehen, dass es immer noch Unterschiede gibt. How comes ?


    Genau das ist es was ich kritisiert habe, es liegt an dem föderalistischen System. Es sind ja auch nicht nur Bundesländer, hier zur Info


    Nur eins ist doch logisch, um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ein einzelner Staat lässt sich einfacher steuern als die gesamte EU. Die Größe ist natürlich ein wichtiger Faktor und hier kommt eben noch dazu, dass jeder Verband sein eigenes Süppchen kochen darf und deshalb eine flächendeckende Umsetzung eines Ausbildungskonzeptes kaum möglich ist. Selbst wenn alle zustimmen und dem Konzept wurde zugestimmt, ist das immer noch was anderes, wenn die Inhalte mit Leben erfüllt werden.

    Sei doch nicht so empfindlich, denn ...

    Zitat von »Uwe«
    FB, auch hier wurde kein Ausbildungskonzept befohlen, das geht auch gar nicht und ich weiß nicht, wo du das hernimmst.


    FB:
    Habe ich irgendwo gesagt dass das Ausbildungskonzept in D befohlen wurde ?

    ... das hast du hier:

    Natürlich gibt es auch bei uns mehr oder weniger grosse Unterschiede bei der Umsetzung - sind aber bedeutend weniger krass als das - mein Gefühl auf Grund meiner Arbeit und Statements hier - in Deutschland sein dürfte. Dies liegt vermutlich daran dass das Schweizer Konzept - wie meistens in der Schweiz - in einem langen Prozess von unten nach oben entwickelt und nicht von oben nach unten befohlen wurde.


    Zitat von »Uwe«
    Auch in Deutschland ist das Konzept nicht der " Wahrheit letzter Schluss"
    FB:
    Habe ich irgendwo gesagt dass das in D so wäre ?

    Habe ich irgendwo geschrieben, du hast das behauptet? Ich habe nur geschrieben, dass es in Deutschlnad auch so ist.

    Günter,


    trotzdem finde ich die Umsetzung des Ausbildungssystems in Deutschland schwach. Man schafft es nicht, sich auf ein System konsequent zu einigen. In kleinen Verbänden kann das durchaus erfolgsversprechend funktionieren, wie zum Beispiel im Saarland. jedenfalls was den Kinderfußball betrifft ... aber wem sag ich das? :) Du wunderst dich doch auch oft, was zum Beispiel in Berlin, Hamburg und Bremen alles passiert ...

    Ein entschiedener Faktor im Vergleich des Fußballs in Deutschland und der Schweiz ist die Größe der Dachverbände. Hinzu kommt in Deutschland das föderalistische System der Landesverbände, hier hat der DFB nur bedingt Einfluss. Insofern ist die Umsetzung eines einheitlichen Ausbildungskonzeptes deutlich schwerer.


    Mir gefällt das Schweizer Ausbildungssystem übrigens wirklich gut, aber mir gefällt auch das finnische Schulsystem. Deshalb glaube ich trotzdem nicht an eine einfache Umsetzungen, denn die Voraussetzungen sind ganz andere und das liegt an der Masse. Allein die Brennpunkt-Bezirke dürften in Deutschland die Größe der Gesamtanzahl an Fußballern in der Schweiz deutlich überschreiten. Ebenso verhält sich das mit der Gesamtschülerzahl im Vergleich Deutschland - Finnland.


    In der Schweiz gibt es wohl rund 1.500 Vereine, 11.200 Mannschaften sowie 280.000 Aktivspieler.
    In Deutschland gibt es ca. 25.000 Vereine, 165.000 Mannschaften und 6,8 Mio. Mitglieder (Aktivspieler?).


    Die Anzahl der Mannschaften in der Schweiz entspricht ungefähr der Anzahl der Mannschaften in Hessen und erreicht nicht ganz die Anzahl der Frauen- und Mädchenmannschaften im DFB.


    Allein die Fluktuation an Trainern im Breitenfußball macht es in Deutschland sehr schwer, jeden Neutrainer zu erreichen.


    FB, auch hier wurde kein Ausbildungskonzept befohlen, das geht auch gar nicht und ich weiß nicht, wo du das hernimmst. Das Ausbildungskonzept des DFBs ist eine Richtlinie, niemand kann gezwungen werden, diese umzusetzen. Ähnlich dürfte das in der Schweiz sein, oder gibt es Konsequenzen, wenn ein Trainer vom Konzept abweicht?


    Auch in Deutschland ist das Konzept nicht der " Wahrheit letzter Schluss", hoffe ich jedenfalls. Eine Anpassung muss natürlich ständig erfolgen. Und auch hier arbeiten " Hochschulen, Private, Ausbildungsvereine, Sozialämter, Pädagogen und Wissenschaftler weiterhin an "optimalen Ausbildungskonzepten" für Breiten und Leistungssport" und diese sind zum Teil öffentlich, siehe zum Beispiel Sporthochschule Köln.

    FB,


    hör auf zu provozieren, es läuft wie immer ... irgenwann eskaliert das und dann kommt der Flieger. Ich bin nicht mehr bereit mir diese systematischen Abläufe anzuschauen.

    Wegen Wartungsarbeiten kann es bis Sonntag zu Störungen kommen, dies betrifft momentan das Editieren von Beiträgen für registrierte Nutzer. Wir arbeiten hier an einem Plugin.

    So die Zeit rückt immer näher, bereits unsere dritte WM im Forum.


    Mein Tipp wie immer: Deutschland und so weit daneben habe ich nie gelegen. 8) Andere hatten mit England oder Frankreich als Tipp einen völligen Blackout. ;)


    Hier das vorläufige Aufgebot des zukünftigen Weltmeisters und nicht vergessen: Eine Woche nach dem Titelgewinn sehen wir uns bei der Trainertech.


    Tor (3): Manuel Neuer (FC Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)


    Abwehr (11): Jérôme Boateng, Philipp Lahm (beide FC Bayern München), Erik Durm, Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Marcel Schmelzer (alle Borussia Dortmund), Matthias Ginter (SC Freiburg), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Marcell Jansen (Hamburger SV), Per Mertesacker (FC Arsenal), Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua)


    Mittelfeld (14): Lars Bender (Bayer Leverkusen), Julian Draxler, Leon Goretzka, Max Meyer (alle Schalke 04), Mario Götze, Toni Kroos, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (alle FC Bayern München), André Hahn (FC Augsburg), Sami Khedira (Real Madrid), Mesut Özil, Lukas Podolski (beide FC Arsenal), Marco Reus (Borussia Dortmund), André Schürrle (FC Chelsea)


    Angriff (2): Miroslav Klose (Lazio Rom), Kevin Volland (1899 Hoffenheim)

    Da führ ich doch lieber diese derzeitige hochgeistige , fachlich auf Tophöhe interessantere Diskussion mit Karl bei einem anderen Thema weiter.


    Du meinst jetzt aber nicht das Thema, wo tobn ein Bild gepostet hat und Karl das abnickte. ;) Auch nicht die feine Art und auch TW-Trainer hat schon mal verbal zugelangt, die Nerven liegen blank.
    Irgendwie bin ich momentan froh, dass Manne44 nicht mehr hier ist, der brachte allerdings Beweise (frei zitiert): Seit wir dieses neumodische Training machen sind wir nicht mehr Weltmeister geworden, davor 3x. Im Ergebnis muss es damals besser gewesen sein :)


    Vielleicht kommen wir hier ja noch zum Thema zurück!