Beiträge von Uwe

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    Leider bin ich befangen und ich meine, ein kleiner Hinweis auf altersgerechte Umsetzung muss erlaubt sein ohne ins Detail zu gehen, notfalls mit einem Link auf ein entsprechendes Thema. Damit muss es aber auch gut sein, Wir verlassen sonst immer wieder den eigentlichen Themeninhalt, insbesondere bei allgemein gehaltenen Themen.


    Aber darum geht es hier nicht nur, in erster Linie liegt ein Missverständnis vor, denn besser in 10 Spielen insgesamt gleiche Spielanteile, als nie :huh: . Da würde ich in der Auseinandersetzung Partei ergreifen, dies ist bekannt, kann ich auch nicht leugnen. Wir sollten die Diskussion an dieser Stelle trotzdem beenden, denn darum geht es mir jetzt nicht.


    Mir gefällt der Ton nicht und bestimmte Ausdrücke oder Formulierungen sollten einfach weggelassen werden, sie helfen niemanden weiter. In diesem Thema schreibe ich das für Andre vorsorglich, bevor er NF antwortet ;) . Sollte sich jemand angegriffen fühlen, klärt das bitte per PN, bevor die Situation eskaliert.
    Ich hatte mit Andre auch schon eine heftige Auseinandersetzung in einem sehr ernsten Thema. Andre, Du wirst Dich sicherlich erinnern. Wir haben das per PN geklärt. Die Angelegenheit wurde schnell entschärft und gut wars, keiner im Forum hat es gemerkt.


    Ich schreibe das jetzt einfach mal:
    Andre schießt auch mal übers Ziel hinaus. Ich kann das Schreiben, Andre wird dem zustimmen. Er kann aber auch viel einstecken und gibt eigene Schwächen zu, dies ist eine große Stärke. Die Qualität vieler Beiträge ist unumstritten. Ein richtiger "Engel" wird er nie werden, wiil er auch gar nicht und das ist auch gut so.
    NF, Du schreibst hier wirklich gute Beiträge, wobei Dir bei Deinem letzten Beitrag in dieser Auseinandersetzung der Kragen geplatzt ist. Wenn Du ehrlich bist, war auch das nicht ganz die feine Art. Die Antwort von Andre will ich gar nicht lesen, zieh Dich warm an, NF :) .
    So kann es immer hin und her gehen, weil sich logischerweise keiner was gefallen lässt. Ein Ergebnis werden wir aber nicht erhalten.


    Ich fühle mich nicht gut, weil ich das Gefühl habe als Oberlehrer aufzutreten oder zu persönlich zu werden. Sollte dies so rüberkommen, tut es mir leid. Ich ergreife für niemanden Partei, sollte das so wirken, ist es nicht gewollt.



    P.S. :)


    Ich finde, zwischen euch steht es jetzt 1:1 und Wikipedia sagt:


    Besserwisser wird als Schimpfwort verwendet. Im besten Falle soll es den Angesprochenen auf sein einseitiges Kommunikationsverhalten hinweisen. Es kann aber auch dem Abschneiden einer wohlbegründeten Argumentationskette dienen.


    Damit steht es 2:2 und eine Verlängerung ist nicht geplant. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich jeder den Teil der Worterklärung raussucht, der gut passt. Dann hat jeder gewonnen und auch das ist ok.

    Ich verstehe dieses Thema zwischenzeitlich so, dass wir über Kinder bis einschl. E-Jugend diskutieren, mehr würde ich hier gar nicht wagen.


    "Einer sagte hier, alles wäre gleich, ob E Jugend oder A Jugend, das ist - nach meiner Meinung- absoluter Bockmist!! "
    Kann ich hier nicht finden, ist aber auch nicht wichtig, weil falsch.


    Ich habe hier zwar schon viele Fragen gestellt, aber ich gebe nicht auf:


    Warum gehören Kinder und Leistungsfußball zusammen und wo steht das?


    Warum trennt unser Schulsystem Kinder nicht schon mit 8 Jahren nach Gymnasium, Realschule oder Hauptschule auf, also nach Leistungsvermögen?


    Warum trennen andere Schulsysteme Kinder erst mit 13/14 Jahren auf und sind damit wesentlich erfolgreicher?

    Warum sollen im Fußball Kinder schon mit beispielweise 9 Jahren nach dem Leistungsprinzip aufgeteilt werden, wenn dies nicht einmal in der Schule vorgesehen ist?



    Wir können nicht auf der einen Seite altersgerechte Trainingsinhalte umsetzen und auf der anderen Seite pädagogische Grundlagen nicht beachten. So wichtig ist der Fußball nicht und er hat auch keine Sonderstellung.

    Hallo Meistermacher,


    es hat hier doch keiner behauptet, gleiche Spielanteile sind immer Pflicht.


    Wenn ein Kind selten zum Training kommt, wenn es gegen Mannshaftsregeln verstoßen hat oder sozial auffälig ist, kann das natürlich Auswirkungen auf Spielzeiten haben, muss es oft sogar.


    Dies habe ich in Postings auch immer wieder erwähnt, nur keine Gründe genannt und deshalb verstehe ich die Aufregung nicht.


    Du darfst eins nicht machen: ein Kind vorziehen weil es "leistungsstärker" ist. Kinder bevorzugt zu behandeln, nur weil sie besser Fußballspielen oder weil man sie einfach lieber mag, das geht nicht. Das Bayer-Gen gibt es bei Kinder nicht und es ist nicht ok in der E-Jugend auf Leistung zu bauen, wer sagt das denn, woher kommt das, sag mir, wo das steht?

    Die Bauchschmerzen habe ich natürlich auch.


    Ich habe mich vor einem Jahr mit einer Frauenmannschaft getroffen, die ich vor 20 Jahren trainiert habe.
    Eine meiner ersten Aktionen war, dass ich mich für bestimmte Trainingsinhalte damals entschuldigt habe. In erster Linie ging es um Gymnastik und Dehnen. Die Übungen die damals Standard waren, grenzen heute an Körperverletzung.
    Einen Schaden scheint niemand davongetragen zu haben, wenn wir die üblichen Rückenbeschwerden o. ä. aufs Alter schieben.


    Wenn ich mich an die Kindermannschaften erinnere und die damals durchgeführten Praktiken, mache ich mir die gleichen Sorgen.


    Die Zeiten ändern sich und das ist nicht nur schlecht. Was gestern richtig war, kann jetzt völlig falsch sein.


    Es geht kein Weg daran vorbei, wo man auch hinschaut, ob DFB, UEFA, DSB, Familienverbände und viele mehr, alle fordern die Abschaffung der Leistungsorientierung im Kindersport. Dies ist sämtlichen anderen Ausbildungszielen übergeordnet. Wann mit dem Passen oder Taktiktraining begonnen wird, ist zweitrangig und nur für die fußballerische Entwicklung eines Kindes wichtig. Wer möchte, kann ja hier einmal Link qualifizierten Link posten, wo das Gegenteil steht. Ist in Deutschland sowas nicht zu finden, empfehle ich eine Suche in der Schweiz, Österreich, England, Frankreich, USA...........


    Wir können den Kindern durch leistungsorientierten Sport zwar keine körperlichen Schäden zufügen, aber seelische Schäden sind durchaus möglich.


    Um das auf die Spitze zu treiben: ob ich leistungsorientierten Fußball für Kinder anbiete, oder mit einer F-Jugend konsequent den Fallrückzieher oder einen Salto trainiere, spielt keine Rolle. Die Gefahr den Kindern Schäden zuzufügen ist bei beiden Varianten vorhanden. Der Vorteil beim Salto-Training ist, man erkennt eventuelle Verletzungen sofort.


    Wenn ich ehrlich bin, fallen mir auch nicht mehr viele Argumente ein und ein Einfaches "So ist das nunmal" möchte ich als Statement nicht abgeben.


    Ich würde mich trotzdem freuen, Argument zu hören, warum wir im Kinderfußball die Leistungsorientierung benötigen oder wo der Vorteil ist?


    Chris


    Danke für die tollen Videos. Dies zeigt doch eindeutig: die Probleme gibt es überall, auch beim Eishockey in Kanada. Abschaffen wollen das alle, aber keiner schafft es wirklich. In Deutschland leben wir in einer extrem leistungsorientierten Gesellschaft und deshalb ist es hier noch schwerer.


    Deinen Kommentaren kann ich folgen, nur in einer Sache liegst Du völlig daneben. Du hast ein großes Problem: Deine Selbsteinschätzung =) !

    Link ---> http://www.baspo.admin.ch/


    Dieses Ergebnis ist nicht neu und es gibt noch andere Erhebungen. In der Sache sind sich die Fachleute darüber einig.


    Noch ein Link (Punkt 3 wird hier diskutiert) ----> UEFA - 10 Leitsätze für den Kinderfußball - ÖFB


    Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Gemeint war, grundsätzlich kein Kind mit einem anderen Kind zu vergleichen. Jedes Kind ist in seiner Entwicklung zu betrachten und entsprechend zu handeln. Die Kinder vergleichen sich natürlich untereinander und das sollen sie auch.
    Beispiel:
    Ein Kind schafft endlich den Hampelmann, andere Kinder können dies schon. Dann ist das ein riesiger Erfolg und dies ist dem Kind auch so zu vermitteln.


    In einem Beitrag hatte ich geschrieben "Kinder lieben Wettkämpfe" und begründet, warum Wettkämpfe wichtig sind. Der Spass am Sport definiert sich auch über die Wettkämpfe.


    Deinen Ausfühungen "dass auch schlechtere Kinder mal irgendwo zu den Siegern zählen" und die nachfolgende Sätze würde ich so unterschreiben.


    Es geht auch nicht darum den Wettkampf abzuschaffen, sondern die Bedeutung radikal abzuschwächen. Verlieren will gelernt sein und weil wir dies nur schwer können, wird alles einem Sieg untergeordnet. Kinder dürfen nicht mitspielen, Kinder werden vorgezogen und, wie sagte Klinsmann: "Erwachsene benehmen sich am Spielfeldrand wie die Zombies". Wir müssen nicht beim Kinderfußball eine Ellenbogen- und Leistungsgesellschaft erzeugen, dies hat dort nichts zu suchen. Das ist nicht kindgerecht, auch wenn wir in Deutschland damit große Probleme haben. Der DSB, DFB und viele andere Sportverbände geben dies zwischenzeitlich eindeutig vor.


    Der Imageschaden für den Kinderfußball ist schon groß genug, deshalb sind dringend Veränderungen erforderlich. Die hat der DFB durch sein Ausbildungskonzept teilweise vorgegeben und die Abkehr vom leistungsorientierten Kinderfußball ist für mich eine Grundsatzfrage.


    P.S.
    Es gibt bei der UEFA seit 2004 ein Sternensystem für Breitenfußball-Programme der nationalen Verbände.
    Acht Verbände - England, Finnland, Deutschland, die Niederlande, Nordirland, Norwegen, Schottland und die Ukraine - haben bereits fünf Sterne erhalten.
    Die Aktivitäten des DFBs folgen in vielen Punkten den Vorgaben der Charta. Es geht darum sieben Sterne zu erreichen. Auch die UEFA fordert den kindgerechten Fußball.

    koeppchen,


    Was sollte das #1 Ziel eines Trainers sein?


    In ein paar Sätzen lässt sich das nur schwer beschreiben, ich versuche Grundsätze zu bilden, ohne ins Detail zu gehen.


    Für Kinder bedeutet der Sport in erster Linie Spaß. Dies hat eine u.a. Studie des Bundesamts für Sport BASPO in der Schweiz ergeben ( 2008 ). Kinder die den Sport nicht über Spaß definieren, hören schneller damit auf.


    Wird Kindersport über Leistung definiert und ein Kind hat das Gefühl, den Ansprüchen nicht gerecht zu werden, wird es seine sportliche Laufbahn schnell für immer beenden. Deshalb darf das Leistungsvermögen eines Kindes nie mit anderen Kindern verglichen werden. Der Fortschritt beim einzelnen Kind ist herauszuheben.

    Zum Spaß gehört dann auch das Gruppenerlebnis, Akzeptanz, Gerechtigkeit, Fairness und eine positive sportliche Entwicklung dazu.


    Es geht um das Wohl des einzelnen Kindes und dieses Wohl wird von der Mannschaft getragen, dafür hat der Trainer zu sorgen. Nur in einem positiven Umfeld fühlt sich ein Kind gut aufgehoben. Eine schwierige Aufgabe, die enormen Einsatz erfordert.

    clubfan,


    Du zitierst:
    Ja, ich will gleiche Spielanteile für jedes Kind.
    mit
    Wirklich?
    Egal, ob sich der Spieler im Training anstrengt?



    dann zitierst Du
    Wie wird ein stärkerer Spieler behandelt, der im Training nur rumsteht??
    mit
    ...er spielt auf einer von ihm ungeliebten Position bsw. als Stürmer in der Abwehr....


    Dies bedeutet: "stärkere" Spieler haben mit leichteren Sanktionen zu rechnen als "schwächere" Spieler. Sie bekommen trotzdem ihre Spielanteile. Dies ist eine Ungleichbehandlung und das geht gar nicht, völliges Unverständnis.
    Koeppchen hat das richtig eingeschätzt, das wäre mir nicht eingefallen. Vergiss Spielanteile, das ist das kleinere Problem.


    Schade, dass eine sachliche Diskussion nicht möglich war.

    Nicht schlecht, wie Zitate immer wieder aus dem Zusammenhang gerissen werden.


    Das mit dem "Tore weglassen" buche ich unter Polemik, denn ein Argument kann das ja wohl nicht sein.
    Wenn der Trainer "DAS Spiel" gewinnen will, ist es doch ganz gut, wenn wir ihm wenigstens die Tabelle wegnehmen und "Wer darauf aus ist, erster zu werden" kann es dann ja nicht mehr.


    "Also ich finde, ab E-Junioren Tabellen schon Ok". Warum?


    Lass uns doch sachlich diskutieren, dafür ist das Thema viel zu wichtig.

    Hallo Hattabi,


    das ist ein richtig gutes Argument, denn Kinder lieben Wettkämpfe.


    Es gibt aber einen gewaltigen Unterschied: dem Trainer und dem Zuschauer ist es egal, wer im Training einen Staffelwettbewerb gewinnt. Kein Trainer würde auf die Idee kommen, "schwächere" Kinder beim Wettbewerb im Training auszusortieren, es geht ja um nichts, jedenfalls für den Trainer. Deshalb darf auch jedes Kind vollwertig mitmachen, anders als im Spielbetrieb.


    Die Kinder freuen sich über einen Sieg im Training, wie über einen Sieg im Spiel oder einen Sieg im Eierlaufen auf der Weihnachtsfeier. Die Freude hält ein paar Minuten an und dann ist alles wieder vergessen.


    Gerade dies beweist doch, wer ein Problem im Spielbetrieb mit Sieg oder Niederlage hat, nämlich die Erwachsenen. Die Abschaffung der Tabellen und des erfolgsorientierten Spielbetriebs, soll die Kinder vor den Erwachsenen schützen. Wir siedeln den Sieg im Spielbetrieb viel zu hoch an, er ist genauso wichtig oder bedeutungslos wie ein Sieg beim Sackhüpfen.


    Ich zietiere mich mal selbst:


    .....Es gibt Ausnahmen, aber ich befürchte damit nur Argumente zu liefern, die in die falsche Richtung gehen, weil sie als Ausreden vorgeschoben werden.....

    Holler
    Druck dürfen die Kinder gar nicht haben, sondern Spaß und Freude am Fußball.
    Dies hat nichts mit Unterforderung zu tun, ganz im Gegenteil. Lockeres Training ist nicht gleichzusetzen mit Langeweile. Wir verlassen jetzt aber das Thema.
    Ich will auch nicht die Kirche im Dorf lassen, dafür ist das Thema viel zu wichtig. Wieso soll eine Umsetzung von gleichen Spielanteilen nicht funktionieren? Kann ich das nicht erst wissen, wenn ich es getestet habe? Ein Turnier bietet sich dafür bestens an. Die Analyse des Turniers darf dann nicht beim Erfolg ansetzen, sondern am Spaßfaktor, am Klima und am Stressfaktor für Kinder und Erwachsene.


    Willi
    Kinder sind genauso individuell wie wir Erwachsene, das stimmt. Es geht hier aber um eine grundsätzliche Frage und ob das konform mit den Zielen des DFBs ist, ist mir völlig egal. Es erleichert nur, dieses Thema endlich anzugehen. Vor eingen Jahren war das noch unmöglich ohne Spott und Hohn zu ernten.
    Das praktische Ausbildungskonzept nimmt auch keine Rücksicht auf die Entwicklung des einzelnen Kindes. Es gibt eine Einteilung nach Lebensalter, die dem einzelnen Kind eben nicht gerecht wird. Sieg oder Niederlage können ab E-Jugend für einige Kinder natürlich eine Bedeutung haben, je nach Entwicklungsstand. Deshalb können wir hier aber keine Ausnahme machen und das praktische Ausbildungskonzept nach Jahrgangseinteilung bestehen lassen und uns plötzlich beim erfolgsorientierten Fußball auf das Individium beziehen.
    Es stimmt, die Jugendleitung muss den Druck auf die Trainer ausüben, aber wird dies wirklich getan? Setzt man das in den Vereinen wirklich konsequent um?
    Gegenüber den "Trainer-Ehrgeizlingen" im Kinderbereich das Argument wegzulassen, einen kindgerechten Spielbetrieb durchzuführen, halte ich für falsch. Es geht nicht um die Steigerung und Erhaltung von Mitgliederzahlen, sondern um das Wohl der Kinder. Dafür sollte jeder Kindertrainer empfänglich sein.
    Ich bringe hier ja auch nicht das Argument, dass Kinder sogar das Recht auf gleiche Spielanteile haben, denn sie zahlen ja den gleichen Beitrag wie Kinder, die häufiger spielen.



    Grundsätzlich gilt: jedes Kind bekommt die gleichen Spielanteile, ohne wenn und aber.


    Es gibt Ausnahmen, aber ich befürchte damit nur Argumente zu liefern, die in die falsche Richtung gehen, weil sie als Ausreden vorgeschoben werden.


    Ich würde nie behaupten, dass sie Umsetzung einfach ist, im Gegenteil. Wir können hier Punkte auflisten, die die Umsetzung der gleichen Spielanteile erleichtern, aber es geht auch mit einer Liste nicht, wenn ich es nicht wirklich will.


    Deshalb wäre dies für mich der erste Punkt:


    1. Ja, ich will gleiche Spielanteile für jedes Kind.


    2. Ich informiere das Umfeld des Teams (Eltern, Verein, Freunde) über die Verabschiedung vom Leistungsgedanken. Mit dem Team wird das sowieso besprochen. Die Kinder verstehen das sofort, bei den Erwachsenen ist eventuell Übererzeugungsarbeit zu leisten. Jeder kennt dann den Weg und es darf keine Diskussionen mehr geben. Kompromisse gibt es nicht und sollten Eltern damit ein Problem haben, müssen sie die Konsequenzen ziehen. Zusätzlich kann ich vor jedem Spiel noch mit dem Trainer des "Gegners" sprechen und darauf hinweisen. Ich gebe ihm damit die Möglichkeit seine "schwächeren Kinder" auch einzusetzen. Wäre das schön, ist aber wohl nur Theorie.


    3. Um mir den Druck zu nehmen, benötige ich eine vernünftige Kadergröße bei Spielen. Das Problem kann nur entstehen, wenn der Kader zu groß.
    Lösung: Ich reduziere den Kader bei jedem Spiel auf ein vernünftiges Maß. "Vernünftig" bedeutet: jeder Trainer muss für sich entscheiden, wann der Stress beginnt. "Reduzierung" bedeutet, dass jedes Kind zu gleichen Teilen aussetzen muss, ohne Rücksicht auf "Leistungsstärke".


    4. Bei Neuzugängen ist Fingerspitzengefühl erforderlich. Es kann besser sein, diese beim ersten Spiel an die Hand zu nehmen und zu erklären. Damit nimmt man den Kindern die Sorge, Fehler zu begehen. "Dies ist ein Einwurf", "jetzt gibt es eine Ecke" oder "der Schiedsrichter pfeift weil". Habe ich als Trainer keine Zeit, übernimmt die Aufgabe ein anderer Erwachsener. Ängste nehmen und dann geht’s rauf aufs Feld.


    Mir fallen momentan keine weiteren Punkte ein und ich glaube eins wird deutlich: der Trainer muss es nur wirklich wollen und davon überzeugt sein, dass er den richtigen Weg geht. Wir könnten wieder diskutieren über Punkte wie Vereinszugehörigkeit" oder immer wieder "Leistungsstärke". Das sind keine Gründe, denn kein Kind hat einen Bonus, warum auch? Wenn ein Kind ins Team aufgenommen wird, hat es sämtliche Rechte, sonst macht das keinen Sinn.

    Das Thema "...Jungendbereiches beim Spiel (Punktspiel ohne Tabelle oder mit) zeitlich weniger spielen zu lassen als Andere?..." wird hier nicht konsequent verfolgt und das ist gut so.
    Keine Tabelle, kein erfolgsorientiertes Spiel, damit erledigt sich die Antwort, denn es gibt keinen Grund mehr Kinder kürzere Spielzeiten zu geben als andere. Ausnahmen gibt es sicherlich (Sozialverhalten etc.) aber ich glaube, die sind hier nicht gemeint.


    Es geht nicht darum, Trainer zu schocken oder zu diskriminieren, die sich engagieren und den Kindern viel Freude bereiten durch ihren Einsatz. Wir sollten in Ruhe und friedlich miteinander diskutieren, Argumente annehmen, uns immer weiter entwickeln und gemeinsame Lösungen zu finden.


    Ich stimme Hope zu, wir werden so nicht geboren, es ist ein gesellschaftspolitisches Problem und wir Sportler haben dies nie anders kennengelernt. Das reicht als Entschuldigung aber nicht aus, im Gegenteil. Gerade deshalb können wir etwas ändern und, wenn es schon Gewissensbisse gibt, ist das doch ein riesiger Erfolg.
    Es nervt wirklich, auch ich bin Sportler durch und durch und zum Sport gehören Sieg oder Niederlage. Die Emotionen beim Fußball gehören dazu und kaum jemand hat Lust, diese Dinge als Trainer zu vergessen.


    Leider hat dieses Thema immer etwas von "Oberlehrer" und "Weichei-Trainer" und es gibt auch Fälle, die sich hier unter Protest aus dem Forum abgemeldet haben, weil die Antworten auf Fragen nicht so waren, wie man es sich gewünscht hat.
    Kinderfußball hat nichts mit dem Leistungsprinzip oder der "Eliteförderung" zu tun. Es geht auch nicht darum gutes und professionelles Fußballtraining anzubieten. Spaß, Freude und Teamgeist stehen im Vordergrund. Wer diesen Weg geht, geht den richtigen Weg.
    Das müssen Trainer wissen, wenn sie eine Kindermannschaft übernehmen. Wer die Emotionen und den Erfolg haben will und dies ist nichts verwerfliches, sollte keine Kindermannschaft übernehmen, sondern ältere Teams, so wir es Chris hier sehr schön beschrieben hat.


    Es wird Generationen dauern, wenn es überhaupt jemals möglich ist, dies durchzusetzen, da stimme ich Hope zu.


    Ich würde mir wünschen, dass der DFB sich viele heftiger um dieses Thema kümmert, denn ein Verband mit über 6 Millionen Mitgliedern kann seine gesellschaftspolitische Bedeutung nicht leugnen.


    1. Warum wird von angehenden Kindertrainern nicht ein Kurzlehrgang (ohne Prüfung) verlangt, bevor sie ein Team übernehmen? Keine Zeit, kein Geld...dies sind für mich keine Gründe, denn dafür kann es Lösungsmodelle geben.
    2. Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung. Einen "Tag des Kinderfußball" analog zum "Tag des Ehrenamtes" mit entsprechender Aufklärung in den Medien.
    3. Aktionstag "Rote Karte", siehe unsere Nachbarländer.
    4. Einen "Silent Day" wie in den USA.
    5. Werbespots. Anstatt zu sehen wie unsere Nationalmannschaft den Gipfel erreicht, könnte ich mir sinnvolleres vorstellen.
    6. Informationsmaterial zum Thema. Kostenlose DVDs und andere Materialien. Die gibt es teilweise schon, werden aber wenig gelesen. Die einleitenden Worte mit Bildern von Zwanziger und Sammer kann man weglassen, damit Texte auch wirklich gelesen werden.
    7. Sponsoren für den Kinderfußball suchen. In Dänemark ist dies zum Beispiel McDonalds. Dort ist allerdings umstritten, ob eine Fastfood-Kette der richtige Sponsor ist.


    Völlig untergegangen ist in diesen Tagen übrigens der FIFA-Kinderfußball Kongress in Hamburg ----> UEFA-Breitenfußball-Workshop
    Ich hoffe dort wurde im Hintergrund in Ausschüssen kräftig gearbeitet, sonst hätte man dies Marketingveranstaltung besser gelassen. Ein Höhepunkt war eine Podiumsdiskussion mit Uwe Seeler und Hansi Müller über das Thema "Lernen, wie man Fußball spielt".
    Die beiden sind dann wohl Experten im Kinderfußball.


    Zu "Gewissensbisse":


    Da steht ein Kindertrainer am Spielfeldrand, es sind noch 5 Minuten zu spielen und das eigene Team führt 1:0. Das Spiel soll gewonnen werden, doch da gibt es ein Problem. Der Trainer schaut sich um und sieht wieder diese beiden Kinder, die noch gar nicht auf dem Feld waren und denen er versprochen hat, dass sie noch eingesetzt werden.
    Wechselt er diese jetzt ein, setzt er den Sieg aufs Spiel.
    Wie soll der Trainer jetzt handeln?
    Eine Möglichkeit wäre, den Blickkontakt zu den beiden Kindern zu vermeiden und sich eine Antwort auf die Frage überlegen, warum sie nicht gespielt haben. Fragen sie nicht und das ist die beste Variante, muss der Trainer auch nichts antworten.
    Fragen sie dann doch, wäre die korrekte Antwort: "Ich wollte das Spiel unbedingt gewinnen und wenn ich euch eingewechselt hätte, wären wir zu schwach gewesen."
    Die Antwort geht natürlich gar nicht und deshalb denkt sich der Trainer was anderes aus, schaut in die Kinderaugen und lügt.
    Das Spiel ist gewonnen und es kommt von allen Seiten nur Lob für den Trainer. Die Mannschaft freut sich und die Welt ist in Ordnung.


    Dies ist der Moment, wo der Körper reagieren sollte, Hautausschlag, Übelkeit und Weinkrämpfe wären ein geeignetes Mittel, denn es sind zwei Kinderherzen gebrochen worden und nichts Schlimmeres ist denkbar.

    Eltern in Finnland haben es schwer.
    Wenn ein Kind in den Kindergarten kommt, ist es nicht einfach einen Kindergartenplatz zu finden.
    Das Problem liegt in der zweisprachigen spielerischen Erziehung und die Eltern müssen den Kindergarten suchen, der die zweite Sprache anbietet, die sie gerne für ihr Kind möchten.


    In Finnland gibt es keine festen Stundenpläne, die Schüler gestalten ihren Unterricht selbst. Bis zur achten Klasse gibt es dort keine Schulnoten und 70% der Schulabgänger erreichen die Hochschulreife.


    Im finnischen Schulsystem steht die Entwicklung des einzelnen Kindes im Vordergrund und nicht die Note. Finnland ist bei PISA übrigens immer wieder die Nummer 1, besitzt Fachkräfte und Wissenschaftler im Überfluss.


    Keine Schulnoten bis zum 13/14 Lebensjahr, eine Idee auch für Deutschland?


    Jeder von uns sollte einmal darüber nachdenken, ob es ins deutsche Leistungsprinzip passt, oder haben wir einfach nur Angst vor radikalen Veränderungen? Die Strukturen in Finnland sind andere, zugegeben, aber das kann kein Grund sein, längst fällige Reformen endlich anzugehen oder wenigstens darüber nachzudenken.



    Zum Fußball:


    Wir reden hier von E-Jugend im Fußball, deren Erfolg an Ergebnissen und Tabellen gemessen werden soll/wird?


    Ein Aufschrei ging durch die Fußballgemeinde, als es vor einigen Jahren mit der Abschaffung von Tabellen im Kinderfußball losging. Die Kinder benötigen die Tabellen, Erfolg und Niederlage, denn nur so werden sie aufs Leben vorbereit, hieß es.


    Es ist übrigens ein fataler Irrtum, dass Kinder Tabellen und Erfolge wollen. Dies reden wir uns als Erwachsene ein und übertragen es auf die Kinder. Ob Eltern, Großelter, Geschwister, Trainer, Nachbarn und der Jugendwart, alle Fragen nach dem Ergebnis. Die richtige Frage wäre: "Hat es Spaß gemacht?", nur das zählt. Wenn ein Kind nach Tabellenstand oder Spielstand fragt, sollte der Trainer keine Antwort kennen, denn für den Trainer ist das ja nicht wichtig und dies kann man auch dem Kind vermitteln.
    Ach ja, noch was:
    Was fragt der Trainer, wenn er montags den Trainer einer anderen Kindermannschaft seines Vereins trifft? Er fragt nach dem Ergebnis vom Wochenende!



    Zum DFB:


    Ich halte die Veränderung für einen gefährlichen Kompromiss und hätte mir radikalere Veränderungen gewünscht.
    Wer sich im Jahr 2003 als eine der ersten Maßnahmen nach Jahrzehnten des Stillstands dazu entschieden hat, Deutschland flächendeckend mit Leistungszentren zu Überziehen, oder ein medienwirksames Bekenntnis zur "Eliteförderung" abgibt, fängt in der Spitze an und nicht an der Basis.


    Wer Maßnahmen danach ausrichtet, Mitgliederzuwächse zu erreichen, ohne vorher die Qualifikation an der Basis ausreichend zu fördern, geht einen gefährlichen Weg.


    Warum ist es nicht Pflicht, einen Eignungslehrgang zu besuchen, bevor man eine Kindermannschaft betreut? Geht nicht - gibt’s nicht, denn auch dafür könnten Konzepte und Marketingstrategien entwickelt werden.


    ++++++++++++++++


    35jährige Trainertätigkeit in verschiedenen Sportarten, sämtlichen Altersklassen und auch den Leistungssport habe ich hinter mir. Ich bekenne mich schuldig, vielen Kindern unrecht angetan zu haben. Deshalb kann ich nur hoffen und bitten, endlich radikal umzudenken. Jeder sollte sich einmal kritisch betrachten und überlegen, welchen Weg er gehen kann. Das Leistungsprinzip hat im Kindersport nichts zu suchen. Deshalb: Gleiche Spielanteile und keine Erfolgsorientierung zum Wohle der Kids, mindestens bis zur E-jugend.


    Erfolg macht "sexy", dies wurde hier schon mehrfach beschrieben. Nur ein erfolgreicher Trainer ist ein guter Trainer. Es wird noch lange dauern, bis es aus den Köpfen raus ist. Ich ziehe den Hut vor den Trainern, die ihren Kopf durchsetzen und anders handeln.


    Ich mache jetzt Schluss, könnte aber noch viel dazu schreiben. Für mich ist der eingeschlagene Weg des DFBs grundsätzlich richtig, jedenfalls tausendmal besser als Stillstand.




    Infos zum finnischem Schulsystem gibt es hier: Warum Finnlands Schüler die allerbesten sind

    Da die anderen Verbände sicherlich dem WFV folgen werden, kann dies weitreichende Folgen im Internet haben.
    Es dürfen keine Videosequenzen von Amateurspielen bis in die untersten Klassen mehr veröffentlicht werden, die Rechte liegen bei den Verbänden. Insofern darf wohl mit Abmahnungen und rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden. Ob dies bei privaten Homepages oder Vereinsseiten erfolgt, wage ich zu bezweifeln, aber die rechtliche Grundlage ist jetzt vorhanden.
    Jeder, der Videosequenzen veröffentlicht muss theoretisch mit einer Abmahnung rechnen.


    Ich werde deshalb hier bei Trainertalk keine privaten Videos von Spielen zulassen können, bis Klarheit besteht. Mit Videos sind sämtliche Spielszenen gemeint und wenn sie noch so kurz sind. Inwieweit dies auch Videos von YouTube betrifft ist mir noch nicht klar. Warum wurde vom WFV eigentlich nicht YouTube verklagt?

    Zwei Themen gab es zu den Hartplatzhelden schon. Ich möcht hier nur aktualisieren und die Themen nicht wieder auskramen, weil sie veraltet sind. Wer nachlesen möchte, kann dies hier tun:


    Unterschriftenaktion im Internet
    WFV verklagt Hartplatzhelden


    Eine Stellungnahme der Hartplatzhelden ist bereits auf deren Internetseite veröffentlicht worden: Hartplatzhelden.
    Auch der WFV bezieht Stellung: WFV



    Urteil Oberlandesgericht Stuttgart vom 19.03.09


    Die Ausstrahlung von Bildern im Internet durch das Unternehmen stelle „eine unlautere Nachahmung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb“ dar, urteilte das Gericht. Der WFV habe ein eigenes Interesse an der Vermarktung der Spielszenen, wenn auch nur zur Deckung seiner laufenden Kosten.
    Nach Ansicht der Stuttgarter Richter ist der Streit „von grundsätzlicher Bedeutung“. Alle bisherigen Fälle ähnlicher Natur fielen in den Profibereich. Deshalb besteht die Möglichkeit vor den BGH zu gehen.


    Ursprünglich hatte das OLG beiden Parteien einen Vergleich nahegelegt. Der WFV wollte eine Einigung nach einem entsprechenden Angebot der Hartplatzhelden aber nicht weiter verfolgen. Zur Begründung gaben die Anwälte des Fußballverbands an, dass dieser sich der beanspruchten Vermarktungsmöglichkeiten "in diesem Ausmaß gar nicht bewusst" gewesen sei.

    @ Äxel L + Christoph


    Danke für die Unterstützung, aber:


    wer.holtdenpokal.de ist nicht wirklich die Unterstützung die wir hier benötigen, um mehr Besucher zu erreichen. Wer dort für abstimmt wird nach seiner Adresse gefragt, wenn man an einem Gewinnspiel teilnehmen will. Was dann noch mit den Adressen passiert ? Keine Ahnung.


    Wir puschen unsere Webseiten nicht und spammen nicht, auch nicht mit der Aufforderung, für uns abzustimmen. Schaut mal hier: http://wer.holtdenpokal.de/cms/servlet/Query?node=63967&language=1 , wer da führt, sollte den Usern hier bekannt sein.


    Auszeichnungen haben wir in den letzten Jahren reichlich gesammelt. Soccerdrills schon in den letzten Jahren und Trainertalk für 2009 haben u.a. folgende "Auszeichnungen" erhalten:
    - Aufnahme ins Webverzeichnis "Die besten 6000 deutschen Internetadressen". Dies ist ein Buch, das veröffentlicht wird.
    - Aufnahme in die Qualitätssuchmaschine "Erfolgreich Suchen".
    Hinzu kommen noch viele andere "Awards".


    Es werden bewusst keine Banner oder Links von uns gesetzt, um die "Auszeichnungen" darzustellen. Warum nicht? Viele Awards haben nur das Ziel Links zu produzieren, um mehr Besucher zu erreichen. Oft haben die Seiten der Award-Verleiher keinen richtigen Inhalt, sondern sammeln einfach nur Besucher und oft auch Adressen.


    Für Trainertalk sind Links interessant, die von anderen Seiten mit dem Thema "Fußball" kommen. Dann werden unsere Platzierungen in Suchmaschinen, insbesondere bei Google, noch besser. Einige gute Rankings bei Google hat Trainertalk bereist erreicht, dies macht sich auch bei den Besucherzahlen bemerkbar.


    Deshalb sind Links und das "Weitersagen" für uns die besten Werbemittel.


    Neben vielen Links sind für dieses Forum Inhalte wichtig. Leider fehlt bei vielen Mitgliedern noch die Motivation, sich hier nicht nur einzutragen, sondern auch zu schreiben. Bei den Besucherzahlen haben wir die 1000/Tag schon einmal geknackt, was für eine solche kleine Seite schon richtig viel ist.


    Kuckuck
    Es gibt keinen "unerwünschten Mitgliederzuwachs". Wir werden immer wieder Spammer hier erleben, es können nur mehr werden, dann muss eben fleißig und schnell gelöscht werden. Dafür gibt es unter den Beiträgen auch den Button "melden".



    @ Meistermacher2009
    Auf "Spenden" für Turniere, Hilfsmittel und Trikots werde ich häufig angesprochen. Ich habe für solche Anfragen bereits einen Standardantworttext entworfen. Unsere Besucher sind leider nicht die, mit denen es sich wirklich verdienen lässt. Wer ein Ehrenamt bekleidet gibt aus verständlichen Gründen nicht noch zusätzlich viel Geld aus für Einkäufe. Wir haben 6 Jahre gebraucht, um kostendeckend zu arbeiten und investieren jeden Cent in weitere Projekte.
    Selbst Aufkleber sind für uns nicht finanzierbar.

    ...bin schon da.


    Der Gedanke "Chat" kommt immer mal wieder bei mir hoch.


    Ich gebe jedoch zu bedenken:
    Darf ich uns hier als "Fachforum" bezeichnen? Dies bedeutet, es geht hier auch ums Nachschlagen und Suchen nach Themen und Beiträgen. Dies ist bei einem Chat nicht möglich und es besteht die Gefahr, dass interessante Themen untergehen.


    In anderen Foren ist es im Chat verboten fachliche Dinge auszutauschen, sie dienen lediglich zum Smalltalk. Hier könnte zum Beispiel über Bayern, Hoffenheim und Co. diskutiert werden.


    Es wäre möglich eine feste Chat-Zeit auszumachen, wobei der Samstag und Sonntag hier im Forum teilweise tot ist. Irgendwie haben Trainer am Wochenende keine Lust auf Diskussionen. ;(


    Ich nehme eure Vorschläge gerne an und hoffe auf weitere Meinungen.


    Viele Grüße


    Uwe

    Was wir natürlich immer benötigen ist Werbung für Trainertalk, damit eine Meinungsvielfalt überhaupt möglich ist, deshalb vielen Dank für den Vorschlag.


    Viele Mitglieder sind hier aber lieber anonym unterwegs, dafür habe ich durchaus Verständnis. Anderen ist es egal, ob sie erkannt werden können. Entsprechend wird von den beiden Gruppen Werbung zu erwarten sein.


    Ich habe alles versucht, um beiden Seiten gerecht zu werden. Wer will, kann hier anonym teilnehmen, dies hängt in erster Linie von den Einstellungen im Profil ab. Andere können sich zum Beispiel in die Karte eintragen, den Vereinsnamen oder das Wappen veröffentlichen und sind damit leicht zu identifizieren.


    Eine weitere Blockade ist, dass Gästen der Zutritt zu Profilen und anderen Dingen verborgen bleibt. Wer mehr wissen will, muss sich schon anmelden und selbst dann ist noch nicht alles möglich.


    Die angesprochenen "Vereinsbosse" oder Eltern wollen wir eigentlich haben, damit Probleme, die vielleicht selten ausgesprochen werden, diskutiert werden können.


    Trainertalk ist in diesen Tagen erst 3 Jahre im Netz und die, die beim Start dabei waren, werden bestätigen können, dass wir erst im letzten Jahr eine gewaltige Zunahme von Beiträgen und Besuchern verzeichnen konnten. Davon bin ich selbst überrascht und hoffe, es geht noch einige Zeit so weiter.


    Wir haben uns, zumindest bis heute, als unabhängige Community behauptet. Trotzdem bin ich für jede Art von Werbung dankbar, insbesondere Links erhöhen unsere Suchmaschinen-Rankings und damit die Anzahl der Besucher.

    Ob der DFB anderen Konzepten weit voraus ist, wage ich zu bezweifeln.
    Hier zeigt sich aber die gute Marketingarbeit. Es wird etwas als völlig neu verkauft, was in anderen Sportarten und in vielen Ländern längst etabliert ist. Kindgerechter Sport ist keine neue Erfindung, sondern ein Sache die schon seit mindestens 20 Jahren vom Fußball gefordert wird.


    Selbst der DFB hat gesagt, dass es darum geht, viele Jahre der Versäumnisse aufzuholen.


    Wenn ich das richtig erkenne sind die Konzepte auf letzkids.ch bereits aus dem Jahre 2003. Damals führte der DFB gerade die Stützpunkte für Talente ein und Training-Online ging ans Netz.
    In Frankreich wurde zu der Zeit im Kinderfußball schon 4 gegen 4 gespielt, während sich in Deutschland E-Jugend Teams auf dem Großfeld tummelten. Die Integration der Schulen und Kindergärten in den Sport ist in anderen Ländern (siehe Skandinavien) schon viel weiter vorangetrieben. Wir stehen immer noch am Anfang und sollten nie wieder vergessen, über den Tellerrand zu schauen.


    Erfahrungswerte gibt es deshalb mit dem Ausbildungssystem des DFBs noch nicht, wo sollen die auch herkommen?


    Deshalb wäre ich mit dem Thema Positionierung vorsichtig, denn wissen wir wirklich was richtig ist? Wissen wir, ob andere Länder die Positionierung im Kinderfußball nicht auch abgeschafft hatten und zwischenzeitlich wieder darauf zurückgekommen sind?


    Mir gefällt die Vorgabe des DFBs (ohne Positioniereung in der E-Jugend) auch besser, aber deshalb würde ich andere Ausbildungssysteme nicht verurteilen. Die Entwicklung muss gut beobachtet werden und dann muss man den Mut haben nachzubessern.


    Ob Coerver, DFB-Philosophie, GAG-Methode oder andere, jedes Konzept hat seine Berechtigung und sehr gute Inhalte aber keines ist allein existenzberechtigt. Ich möchte behaupten, wenn ich mir die drei genannten Methoden anschaue und einer konsequent folge, geht es den Kindern gut und das ist das Wichtigste.


    Na ja, ob wir mit unseren Schulkindern in der Praxis richtig umgehen und eine Spitzenreiterrolle haben?................aber das ist noch mehr Offtopic als ich sowieso schon war, sorry..