Beiträge von Uwe

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    Es werden im Training ständig Verletzungen "provoziert". Ob im Zweikampftraining, bei den ersten Kopfbällen oder beim Alleingang auf den Torwart. Dies ist nicht nur beim Fußball oder beim Schulsport so, auch im "Privatleben" klettern Kinder das erste Mal auf Bäume oder machen eine Fahrradtour.
    Als Trainer trägst Du die Verantwortung bei Ausflügen in die Schwimmhalle, bei Mannschaftsfahrten, vor und nach dem Training und ..... es gibt ja auch den netten Spruch: "Mit einem Bein steht man immer im Gefängnis"


    Dieses Risiko trägt der Trainer und wenn dann etwas wie bei Dir passiert, ist es furchtbar. Aber gerade Du zeigts doch immer wieder in Deinen Beiträgen, dass Du Dir Gedanken machst. Wer rechnet denn in dieser Übung damit, dass Verletzungen provoziert werden? Es ist schlimm, was passiert ist und glaube mir, auch ich kenne ähnliches. Mache Dir bitte keine unnötigen Vorwürfe, so hart es auch ist, es ist ein Stück Erfahrung für die Zukunft.

    Diese Tage gibt es und oft ist gar nicht zu erklären, warum es nicht läuft.
    Das gilt für Trainingseinheiten und auch für Spiele. Übungen laufen hervorragend und bei der nächsten Wiederholung geht nichts.
    Nicht nur bei einzelnen Spielern gibt es eine Tagesform, die gibt es fürs ganze Team und auch beim Trainer. Häufig entwickelt sich dann eine Gruppendynamik.


    Ich glaube, diese Tage sind in den seltensten Fällen vorhersehbar und es muss immer damit gerechnet werden. Deshalb darf nicht stur am geplanten Trainingsablauf festgehalten werden, so wie Du es schon beschrieben hast. Zum Abbrechen von Übungen gehört schon Mut, denn es ist das Eingestehen eines Fehlers und man wird die geplanten Trainingsziele nicht erreichen und das nervt. Einen Trainingsablauf gewaltsam durchziehen ist aber noch schlimmer. Übungen oder den geplante Trainingsablauf sofort abbrechen und etwas Anderes anbieten ist die einzige konfliktfreie Lösung. Den richtigen Zeitpunkt zu finden ist schwer. Bei Übungen wird oft Geduld benötigt und plötzlich laufen sie. Jeder Trainer sollte seine Mannschaft gut genug kennen, um den richtigen Zeitpunkt für einen Abbruch zu finden.


    Ich habe in solchen Fällen zum Beispiel diese Übung eingebaut: Volley + More (alte animation) oder Haupsache = Tor (alte Animation) oder Nachsetzen (Ganz alte Animation). Das ging eigentlich immer und wenn nicht, wurde gespielt. Die Spiele passten sich dann aber den Trainingsleistungen an.


    Eine einfache Lösung gibt es, wenn die Mannschaft nur Blödsinn macht und rumalbert: mitmachen, das Training herschenken und eventuell Spaßübungen anbieten, die zur Situation passen. Eigentlich ist diese Situation ein Zeichen für gutes Klima im Team. Vergiss, was Du Dir vorgenommen hattest, es wird nicht funktionieren.


    Wir reden hier über Ausnahmen, sollte das Problem häufiger auftreten, liegen die Ursachen woanders, darüber sind wir uns einig.

    Das Thema steht hier in der Rubrik "Profifußball" und trotzdem:


    Ein Zusammenprall kann bei vielen Übungen passieren. Immer wenn sich viele Spieler im Raum bewegen besteht die Gefahr. Selbst Übungen, die für Zwölfjährige ausgewiesen werden, sind nicht für jedes zwölfjähriges Kind uneingeschränkt anzuwenden. Es gibt dafür viele Gründe, zum Beispiel: Späteinsteiger, Spätentwickler und auch talentfreie Jugendliche gehören dazu. Diese nach strengen Vorgaben in den Altersklassen zu trainieren, halte ich für grundsätzlich falsch. An anderer Stelle habe ich dazu schon was geschrieben.


    Die Frage, ob eine Übung die Kids überfordert, muss man sich immer stellen, denn nur der Trainer selbst kennt den Entwicklungsstand seines Teams. Das gilt nicht nur im Kinder- und Jugendfußball, sondern auch im Seniorenbereich. Selbst in der Bundesliga sind doch schon Spieler in der Vorbereitung zusammengeklappt, weil sie überfordert waren.


    Wenn etwas passiert, wie bei Dir, macht man sich immer Vorwürfe. Ob ein Zusammenprall gestern auch beim Zweikampftraining passiert wäre, wer kann das sagen?

    Ich habe zwei PDFs angehängt.


    Es handelt sich dabei um Entwürfe von 5 noch nicht veröffentlichte Übungen unserer Bambini-Seite, diese dürften in Deine Richtung gehen.
    Beachte die Variationen, denn die Übungen mit Ball lassen sich zum Einstieg oft ohne Ball durchführen. Die Geräusche die manchmal unter "Tipps" stehen nicht vergessen 8o .


    Unter "Koordination" findest Du 3 Übungen, die Deiner Tierübung ähneln.


    - Roboter ist ein Koordinationsspiel.
    - Reise zum Mittelpunkt der Erde hier kommt der Ball ins Spiel.
    - Flugschule in dieser Übung ist viel Alarm und Koordination ist auch dabei.


    Unter "Orientierung" hoffe meine kiddies laufen in die richtige richtung - hier können sie üben ;) .


    - Weltreise - So finden sie schon die Erdteile und zwar mit Koffer (Ball).
    - Tierpark - Hier sind wieder Deine Tiere, aber abgewandelt.

    Hallo tripke023,


    bitte keine Links direkt in Shops, ISBN, Buchtitel und Erläuterungen genügen. Ich bin bekannt dafür, dass ich das Werbeverbot im Forum übertreibe :) und weise vorsorglich nochmal darauf hin.
    Bücher sollen genannt und beschrieben werden. Ob Preis und/oder ISBN, völlig egal, nur keinen Shop, denn Bücher gibt es überall.


    Ich bin das unserem Partner schuldig und bei Deinem Link handelt es sich um unseren Partner, deshalb kann ich damit leben und wenn man diesen Link klickt:


    ---> Fußball - Trainingsprogramme


    hat das für uns eine andere Bedeutung (Der Klicker kommt von uns) führt aber zum gleichen Ziel.


    Viele Grüße


    Uwe

    Zu den Aufgaben eines Kindertrainers gehört auch, für die körperliche Unversehrtheit der Kinder zu sorgen. Niemand würde auf die Idee kommen von den Kindern Dinge zu verlangen, bei denen die Unfallgefahr sehr hoch ist, dies verbietet schon die Aufsichtspflicht.
    Zur körperlichen Unversehrtheit gehört auch, die Seele eines Kindes nicht zu verletzen, dies wird allerdings oft noch sehr locker gesehen oder gar nicht darüber nachgedacht. Der Schaden ist ja auch nicht sichtbar. Die Aufgabe ist nicht, die Kinder aufs harte Leben vorzubereiten und da wo es gerade passt, dies als Argument zu lliefern. Natürlich muss ein Trainer die Kinder "in Watte packen", wobei die Definition dieser Aussage fließend ist. Mit jeder Äußerung, die den persönlichen Bereich eines Kindes berührt, sollte man sehr vorsichtig umgehen.


    Wenn ein Kind auffälig dick ist und der Trainer sich um das Problem kümmern will, sollte das Gespräch mit den Elten gesucht werden, um die Ursache hersuszufinden. Oft kennt man das einzelne Kind nicht wirklich so gut und es können große Fehler begangen werden. Erst wenn die Eltern eine Unterstützung des Trainers wollen, sollte diese auch erfolgen. Gehen die Meinungen dabei weit auseinander und der Trainer kann es aus gesundheitlichen Gründen nicht verantworten, von einem Kind sportliche Leistungen zu fordern, muss er die Bremse ziehen. Dann gehört das Kind in professionelle Betreuung, denn hier hört die Verantwortung des Trainers auf. Nicht alle Kinder gehören in den Fußballsport.


    Ratschläge zur gesunden Ernährung zu geben, halte ich für problematisch und oft auch gefährlich. Dazu muss ich seh gut informiert sein, denn Ernährungsberater sind die meisten Trainer nicht. Es besteht auch ein Unterschied zwischen guter Ernährung bei Erwachsenen und Kindern. Die Aufklärung hierzu sollte in erster Linie im Elternhaus und in der Schule erfolgen. Der Trainer kann nur Tipps geben und die würde ich nicht selbst zusammenstellen oder umformulieren, dies ist viel zu gefährlich.


    Die erste Maßnahme bei "auffälligen Kindern" und damit meine ich nicht nur Dicke, ist ein vorsichtiges Gespräch mit den Eltern. Keinesfalls ein Kind direkt oder vor dem Team ansprechen, denn dazu fehlt es am pädagogischen Wissen, da gebe ich siebener absolut recht. Auch ein Profi würde zunächst das Gespräch mit den Eltern suchen, meistens liegen die Ursachen nämlich dort.


    Ich halte nichts von Maßnahmen die in die Richtung "Bootcamp für Dicke" gehen, denn es handelt sich nur um Kinderfußball. Die Ursachen können nicht auf dem Sportplatz beseitigt werden, dies kann nur ein Baustein des Konzeptes sein.


    Um konsequent zu handeln, müssten Mannschaftsausflüge zu McDonalds, die Grillparty und das Ausgeben von Cola oder Brause für alle Kinder unterbleiben. Will man das wirklich, wer macht das?



    Hier noch zwei Links. Im zweiten Link sind kostenlose Broschüren zu finden, ich habe sie aber nicht alle gelesen:


    ---> http://www.kinderwelt.org/fitness_ernaehrung.php


    ---> http://www.bzga.de/?uid=7550e134f7c57d611ad7b4e337444ff0&id=medien&sid=76

    Ich würde Ph1988 dabei voll zustimmen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt im Jahr, sich um solche Dinge zu kümmern.
    Die Spieler können gar nicht früh genug mit einem Physiotherapeuten konfrontiert werden.


    Gruß
    Uwe :D


    ...Und bei den "Schwächeren" wird auch immer gebrüllt Einsatzzeiten alle gleich, das niemand auf der Strecke bleibt, blablabla auch da solltet Ihr daran denken ihr seit für alle Kinder verantwortlich für alle auch für die Guten und auch Du müssen weiterentwickelt werden und nicht in Ihrem Talent beschränkt das gehört genau so zu das beste für ein JEDES Kind und die GESAMTE Mannschaft.....


    Bis auf das "blablabla" stimme ich Dir voll zu.
    Bitte keine weiteren Diskussionen hier im Thema. Ich würde mich über eine sachliche Diskussion im entsprechenden Thema freuen.

    Hallo anonymer Email-Schreiber,


    leider kann meine Antwort nicht zugestellt werden, Du musst Dich bei der Angabe Deiner EMail-Adresse vertippt haben ;) .


    1. Nein, bei den von Platini beschriebenen Kindern handelt es ich nicht um "ein paar Kinder".
    Nur in Italien wurde die Anzahl bereits im Jahr 2000 auf 5.600 minderjährige Fußballer geschätzt.
    Quelle: Spiegel-Online


    2. Warum wir darüber im TV nichts sehen, kann ich nicht sagen. Deshalb ist das Ganze aber nicht automatisch gelogen.


    3. Ja, ich liebe Fußball.


    4. Nein, niemand will dem Fußball durch die Abschaffung des leistungsorientierten Kinderfußballs seine Seele nehmen.


    5. Warum Deutschland nicht mit anderen Ländern verglichen werden kannn, verstehe ich nicht.


    6. Das wir alle eine Familie sind, habe ich in einem anderen Zusammenhang im Internet bereits gelesen.


    7. Wenn wir schon eine Familie sind, sollten wir bestimmte Wörter nicht benutzen.


    8. Vermische bitte nicht leistungsorientierten Kinderfußball mit dem, von Platini beschriebenen, Kinderhandel im internationalen Fußball, das hat miteinader nichts zu tun. Es war nur eine versprochene Antwort auf eine Frage. Ich habe damit nicht behauptet, dass Bundesligavereine Kinderhandel betreiben, steht auch im Text.

    Hallo a.einstein,


    die FIFA plant eine Alterbegrenzung für den Kinderhandel. Sorry, ich muss das so nennnen. Auf die Schnelle konnte ich den Link nicht finden und werde versuchen dies nachzuliefern.
    Bei der FIFA und bei der UEFA wird der Kinderfußball zur Zeit heftig thematisiert.


    Hallo a.einstein,
    um das klarzustellen, in Deutschland haben wir das nachstehende Problem so nicht, es betrifft in erster Linie England, Italien und Spanien.
    Eine Altersbegrenzung auf nationalen Ebenen ist wohl nicht geplant, da habe ich mich getäuscht, es geht um eine Begrenzung des Alters auf 18 Jahre bei internationalen Kindertransfers.
    Die FIFA will 18 und das europäische Parlament verlangt die freie Arbeitsplatzwahl ab 16.


    Hier ein Auszug aus einer Rede vor dem europäischen Parlament:
    Platini bezog sich dabei wohl in erster Linie auf Kinder die aus Afrika oder Brasilien importiert werden (Platini hat die Namen nicht genannt). Dies ist ein großer Markt, der in Brasilien bereits im Jahr 2000 einen größeren Umsatz erzielte als der Kaffeehandel. "Umsatz" ist nicht der offizielle Ausdruck, man nennt es "Ausbildungsvergütung".


    Platini (UEFA-Präsident), Februar 2009
    Ein Kind zu bezahlen, damit es gegen einen Ball tritt, unterscheidet sich kaum davon, ein Kind zu bezahlen, am Fliessband zu arbeiten.
    In beiden Fällen handelt es sich um die Ausbeutung von Minderjährigen. Und wenn man ein Kind oder seine Eltern dafür bezahlt, dass es einen Ozean überquert,
    es kulturell entwurzelt, es seiner wichtigen Bezugspersonen beraubt, dann nenne ich das Kinderhandel. Wir haben es hier mit einer Art von sportlicher Zuhälterei zu tun!

    Zum Thema "Doping im Fußball" gibt es neue Meldungen
    (Quellen: Sport-Bild online, FAZ.NET, Indirekter-Freistoss.de, Süddeutsche Zeitung, Zeit Online u.a.)


    Schlagzeilen:
    - Wir der Fußball von der Olympiade ausgeschlossen?
    - Platini: "Wenn sie uns ausschließen, wären viele Verbände glücklich darüber."
    - Fifa und Uefa lehnen Meldesystem der Wada ab, die Presse erinnert die Verbände deutlich an den Anti-Doping-Kampf
    - Blatter erklärt seinen Verband zum Vorreiter in Sachen Dopingbekämpfung.
    - Theo Zwanziger spricht von einer ‚argumentativen Sonderrolle‘ und ‚Spezifika des Fußballs‘
    - Was für Eishockey und Basketball, für Handball und Hockey gilt, ist für Fußballer unzumutbar.
    - Das IOC forderte die Fifa auf, den Wada-Code in den kommenden sechs Wochen in vollem Umfang umzusetzen.
    - IOC-Präsident Jacques Rogge sagt: „Wenn es nötig ist, die Regeln für Mannschaftssportarten noch einmal zu ändern, wird die Wada
    das sicher untersuchen.“
    - Der Fußball bekämpft Doping halbherzig
    - Hexenjagd! Fußballer motzen über Anti-Doping-Kampf


    Hintergrund:
    Fußball-Profis müssen seit 2009, dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) entsprechend, wie viele andere Sportler ihren Aufenthaltsort drei Monate im Voraus angeben, um für Doping-Kontrolleure auffindbar zu sein. Urlaub inbegriffen, Änderungen jederzeit per SMS möglich. Fifa und Uefa lehnen das Meldesystem mit dem Hinweis auf die Privatsphäre ab. Die Presse kritisiert einheitlich die Intervention der Fußballverbände. In Deutschland müssen nur Nationalspieler ihre Aufenthaltsorte drei Monate im Voraus angeben, andere Bundesligaspieler sind von dieser Regel nicht betroffen.

    schade, wenn Du den Eindruck hattest, dass ich 'zoffen' wollte. Dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil.


    Ich meinte nicht Dich damit und davor stand "Eingeschoben etwas Grundsätzliches zu diesem Thema".


    Richtig, sehe ich auch so, weil ich es schon mehr als einmal erleben musste, wie ein Trainer seine Jungs zum Heulen brachte.


    Habe ich auch schon erlebt, sogar mit einer Ohrfeige, bei einem Deutschen Jugendmeister im Basketball. Ich war Zuschauer, alle waren entrüstet, aber niemand hat etwas gesagt.
    Nach einige Zeit, ich kann mich nicht mehr erinnern warum 8) , hat man mich aus der Halle geworfen.
    Es ist lange her und ich glaube, sowas ist heute nicht mehr möglich. Solche Vorfälle, wie wir sie beschrieben haben sind nur Ausnahmen, hoffe ich. Diese Trainer müssen sofort aus dem Kindersport entfernt werden.


    Aber was heißt das 'übersetzt'? Möchtest Du Standards einführen? Jeder Kindertrainer muss einen Trainerschein machen?
    Fänd ich toll. Kannst Du aber vergessen. Dann hätten wir einen massiven Trainermangel.


    Ich könnte mir vorstellen das jeder, der Trainer im Kinderfußballbereich werden will, einen kostenlosen Kurzlehrgang besuchen muss. Dieser Lehrgang sollte die pädagogischen Leitlinien im Kindersport in den Grundsätzen
    vermitteln. Wenn dies vernünftig organisiert wird, sollte es auch zeitlich funktionieren. Ohne Prüfung natürlich, ähnlich wie beim Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein an einem Tag. Keine Ahnung, ist nur ein
    Gedankenspiel, vielleicht reichen auch schon 2x 2 Stunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Übernahme eine Trainerjobs daran scheitern wird. Dies könnte angehenden Trainer sogar einige Sorgen nehmen.
    Wenn wir ehrlich sind, informiert man sich doch erst über Trainingsinhalte und der Umgang mit den Kindern wächst mit der Zeit irgendwie oder wir machen das so, wie wir es selbst erlebt haben.


    Die Kinder wollen die Wettkämpfe. Sie wollen sich messen mit ihresgleichen
    Das ist einfach mein kleiner, persönlicher Eindruck. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch. Ich mach den Job erst seit 3 Jahren.


    Das ist kein kleiner persönlicher Eindruck, man will es einfach so sehen, weil es zum Fußball dazugehört und es ist auch nicht falsch. Nur wir verstehen darunter etwas anderes, als die Kinder. Die Videos vom Eishockey
    und andere Dinge im Thema zeigen dies auf. Warum freuen sich Kinder über das Tor zum 1:5 als ob sie gerade Weltmeister geworden wären? Ein Kind deutet den Erfolg anders als wir Erwachsenen.
    Als ich drei Jahre Trainer war, habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, da gabs noch richtig Druck und Power. Du bist viel weiter, als ich es viele Jahre wahr.


    ...Mein Vater hat immer noch ergänzt: "..und es hat uns auch nicht
    geschadet". Hälst Du das für einen guten Einwand?


    Ja, liest sich furchtbar. Ich habe hier eine fette Medaille der Deutschen Olympischen Gesellschaft für Verdienste in der Sportförderung von Kindern und Jugendlichen. Das ist nicht meine, sie gehörte meinen Vater. Wir haben oft diskutiert über die Entwicklung im Sport und ich habe viel gelernt. Es gab aber Dinge, da konnten wir uns nicht einigen, weil er eine völlig andere Einstellung hatte.
    Wenn er sagte "...und es hat auch auch nicht geschadet", hätte ich ausflippen können. Von ihm habe ich übrigens abgeschaut, im Kindersport Singspiele einzuführen und Rituale einzusetzen. Ich hoffe, ich konnte den Satz jetzt geradebiegen.



    Der Deutsche Fußball hat sich lange Zeit nicht weiterentwickelt, weil der Erfolg da war und man dachte, es geht automatisch immer so weiter.Plötzlich kamen Krisen und es wurde festgestellt, andere Länder haben uns weit überholt.
    Der DFB nennt sein Konzept "Der weite Weg" und ich stehe diesem Konzept sehr kritisch gegenüber, mir ist es nicht radikal genug. Nur leider, so habe ich gelernt, wird nicht einmal dieses Ausbildungskonzept in den wichtigsten Punkten von der Basis getragen. Viele übernehmen nur die fußballerischen Inhalte und vernachlässigen die sozialen und pädagogischen Grundsätze, obwohl dies die wichtigen Säulen auch für die Talentförderung und spätere Weltmeister sind. Das denke ich mir nicht aus und werde das irgendwann mit geeigneten Quellen unterlegen. Der Text ist sowieso schon wieder viel zu lang.
    Ich befürchte, es wird ein sehr weiter Weg.

    Hallo Tom Bombadil,


    Deine Einstellung ist soweit ok, mehr aber auch nicht. Hast Du auch nicht erwartet, oder? :)


    Eingeschoben etwas Grundsätzliches zu diesem Thema:
    Es geht nicht darum sich zu zoffen. Dieses Thema ist sehr emotional und damit auch sehr sensibel zu behandeln. Das geschriebene Wort kommt häufig beim Leser anders an, als es gemeint ist.
    Ich wollte das nur klarstellen und meine nicht dich persönlich damit. Für mich ist das Thema wichtig und die Diskussion darüber. Nicht, um die Fußballwelt zu verbessern oder eine "Hexenjagd" zu betreiben. Denkanstöße sollen geliefert werden, um einfach die Schärfe aus dem Kinderfußball zu nehmen. Wir können nicht nur immer die Eltern oder andere Personen kritisieren, der Spiegel muss auch mal herhalten.
    Niemand lässt sich gerne angreifen und das macht die Sache so schwierig.


    Jeder hat seine Philosophie.


    Das darf nicht sein, denn die wenigsten Trainer sind pädagogisch ausgebildet. Wir müssen eine Vorgabe haben, die von Leuten entwickelt worden ist, die etwas davon verstehen. Bei den Trainingsinhalten wird dies ja auch so gemacht. Deshalb muss ich diesen Vorgaben nicht bedingungslos und kritiklos folgen, an die Grundsätze sollten man sich aber halten. Einer Leitlinie muss ich schon folgen, aber wahrscheinlich hast Du das auch so gemeint.


    Die Kinder wollen die Wettkämpfe. Sie wollen sich messen mit ihresgleichen.


    Wer sagt das denn, woher kommt das, sag mir, wo das steht?


    Ich habe schon viele Fragen gestellt und noch keine Antwort erhalten.



    Das haben wir doch füher auch gemacht.


    Mein Vater hat immer noch ergänzt: "..und es hat uns auch nicht geschadet". Er wäre jetzt 90 Jahre alt und wäre, obwohl er fast 40 Jahre den Kinder- und Jugendsport professionell begleitet hat, kein wirklich guter Ratgeber mehr. Nicht nur die Zeiten ändern sich und das müssen wir beücksichtigen und immer wieder überprüfen.

    Andre, fast hätte ich noch ins junge Team gepasst und ins Team "Alt" will ich nicht. :D
    Freu dich nicht zu früh, ab und zu bin ich privat ganz in Deiner Nähe. ich würde Dir raten, die Zuschauer immer genau zu beobachten. Welche Uhrzeit war das noch Montags? Irgendwann kann Du dann eine Leistungsbeurteilung hier exklusiv nachlesen können. :P
    **************************


    Meine Andeutungen


    ....und hätte mir radikalere Veränderungen gewünscht...


    und


    ...bis einschl. E-Jugend diskutieren, mehr würde ich hier gar nicht wagen....



    meinten genau das und ihr habt es ausgesprochen, was ich vermeiden wollte.


    Warum wollte ich es vermeiden?
    Weil es schon schwierig genug ist, die Abkehr vom leistungsorientierten Fußball bis zur E-Jugend durchzudrücken, wie es der DFB fordert.


    Irgendwo im Forum hatte ich auf Studien hingewiesen, in denen auch festgestellt worden ist. dass die Leistungsorientierung in den älteren Jugendklassen zu den Faktoren gehört, die Drop-Out fördern.
    Dem Fußball wird empfohlen, in sämtlichen Altersklasse die Möglichkeit zu schaffen, ohne Leistungsorientierung gegen den Ball zu treten. Der DFB will das nicht. Im Ausbildungskonzept ist das nicht vorgesehen und ich glaube die Argumente zu kennen, die dagegen aufgeführt werden, will das aber nicht vertiefen, weil das nur vom Kinderfußball ablenkt, der mir sehr am Herzen liegt.
    Ein Vorschlag ist, deutlich zwischen Breitensport (keine Leistungsorientierung), Leistungssport und Hochleistungssport zu unterscheiden und dies auch so anzubieten.


    Viele vor den Monitoren denken, wir drehen jetzt völlig durch. Deshalb möchte ich euch bitten, in dieser Diskussion die Altersgruppen zu trennen. Eine Orientierung am DFB (k.L. bis E-Jugend) halte ich dabei für sinnvoll.


    1. Keine Leistungsorientierung im Kinderfußball (bis einschl. E-Jugend)
    2. Keine Leistungsorientierung im Jugendfußball (bis einschl. A-Jugend)
    3. Keine Leistungsorientierung im Seniorenbereich (bis einschl. Opa und Oma)



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    Beispiel, denn auch so kann Vereinsfußball aussehen und nein, ich habe nichts getrunken:


    Wer schon mal ein gemischtes Turnier gespielt hat wird mir zustimmen, wie viel Spaß das macht. Gemischte Turniere gibt es in zwei Varianten:
    1. Frauen und Männer in gemischten Teams und wenn eine Frau ein Tor schießt, zählt es doppelt (ups, ist das frauenfeindlich?).
    2. Die Spieler und/oder Spielerinnen aller Teams werden völlig untereinander gemischt und neue Teams gebildet.


    Klingt doof, macht aber Spaß und bindet die Erwachsenen zusätzlich im Verein. Beitragszahler mit Lust und Laune. Ich glaube beim Fußball kann man solche Turniere gar nicht anmelden, oder doch?