Spielgemeinschaft

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  • Hi :] ,

    Zu meiner Situation:
    wir haben im Verein nur eine eigentlich zu junge U-17-8erJuniorinnenmannschaft, vielleicht schaff ich noch eine 7er-U-13 an den Start zu kriegen. Wir haben auch keine Frauenmannschaft. Wir sind als Mädchen irgendwie nur das 5te Rad im Verein. Dazu kommt, daß jedes Jahr vom Nachbarverein die beste Spielerin von uns abgworben wird. X(

    Kommt aber nicht nur bei uns vor, sondern die sind im Umkreis 25 km aktiv und werben ab U-15 alles ab, was geht. So kam die Idee einer SG für die Mädels, um da irgendwie gegenhalten zu können. Der andere Verein, bekommt aufgrund der Abwerbungen wahrscheinlich keine 8er U-17 zusammen und auch keine U-15.

    Zusammen ginge da also echt gut was.

    Habt Ihr irgendwelche Erfahrungen mit Spielgemeinschaften, vielleicht könnt ihr ja mal schreiben ... :rolleyes:

    Danke

    JB

  • wir haben zur Zet eine solche Partnerschaft, um eine B-Jugend (Knaben) stellen zu können.

    Unsere erste Mannschaft spielt zwei klassen höher als die des Partners. Dazu kommt, dass unser Verein viel professioneller geführt ist. (kleines Beispiel: unsere Faniontrainer sind fast an jedem Juniorenspiel der B-Jugend, die des Partners wurden noch nicht gesichtet...)


    Die Trainer der B-Jugend sind je zur hälfte durch die beiden Vereine gestellt. Doch die Rolle ist klar unser Fanionstarspieler ist der klare Haupttrainer. Dies führte dazu, dass sich der andere Verein teilweise etwas zuwenig ernst genommen fühlte.

    Auf die nächste Saison wird die nun siebenjährige Partnerschaft aufgelöst und beide Vereine versuchen ihre Teams separat zusammenzustellen. Dies wird zwar für beide eher schwierig, ist aber möglich.

    Nun möchten jedoch noch einige Spieler zu uns wechseln. Gibt schon vorprogrammierte Probleme....

    Also ich möchte damit nur aufzeigen, dass eine solche Partnerschaft viel Kommunikation und Verständniss benötigt. Da ihr keine Damenmannschaft habt fählt das Problem des Klassenuterschiedes der Fanionteams weg. Wichtige Fragen sind für eine Partnerschaft aber noch zu klären:
    - Wo wird trainiert? (Trainingsplatzentschädigung, Daten?)
    - Wo wird gespielt? (Einnahen aus Clubrestaurant?)
    - Trainer?
    - etc...

    Ich denke jedoch, dass solche Partnerschafte oft sinnvoll sind, um die Spieler in den altersgerechte Kategorien spielen zu lassen und dementsprechend alstersgerecht zu fördern.

    fluegi11

  • Spielgemeinschaften im Nachwuchsbereich sind durchaus möglich und funktionieren meist auch. Natürlich sollte sich aber auch jeder Verein darüber im Klaren sein, dass am Ende der Parnterschaft, Spieler- bzw. Spilerinner die Vereine auch wechseln. Meist gibt es zu den Jugenspielgemeinschaften kaum eine Alternative, zumindestens bei uns in Sachsen Anhalt nicht. Um die Mädels voranzubringen gibt es keine Alternativen. Sie müssen spielen und wenn notwendig halt auch in Spielgemeinschaften. Selbst wenn man darurch die eine odere andere Spielerin in der Zunkunft verlieren sollte. Spielgemeinschaften im Frauen- und Männerbereich sind eher problematisch, wenn zwei gewachsene Vereine diesen Schritt wagen. Jeder Verein hat eigene spezifische Interessen. Wie oben schon in einem Beitrag erwähnt: Kostenfragen, wo wird gespielt, wer spielt bei mehreren Mannschaften in der I. oder II., verpachtete und mit Einnahmen rechnende Sportlerheime, Trainerfragen usw.! Aus eigner Erfahrung im Männerbereich erleben Spielgemeinschaften dort meist keine 3. Saison und oft ist meist schon nach einer wieder Schluß. Im Frauenbereich fehlt mir da die Erfahrung.

  • Den Gedanken an eine Spielgemeinschaft halte ich für eine gute Idee.

    Allerdings habe ich persönlich folgende Erfahrung gemacht: "Theorie und Praxis, zwei Welten treffen aufeinader".

    Vielen, oder den meisten fällt es doch sehr schwer gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das ist ja schon oft innerhalb eines Vereins der Fall. Ansonsten würde die Aussage von "JB" wir sind innerhalb des Vereins das 5te Rad am Wagen nicht zutreffen.

    Bevor ihr überhaupt über eine Spielgemeinschaft ernsthaft nachdenkt, solltet ihr Vereinsintern und beim ausgewählten Partner mal nachhören die von euch überlegte Möglichkeit eine realistische Chance hat durch den Jugenvorstand eine Zustimmung zu bekommen.

    Diese erste Hürde wird für meine Einschätzung bereits bei 70 - 80 % nicht genommen werden. Erst danach kommen die von fluegi11 genannten weiteren Basispunkte die ebenfalls geklärt werden müssen.

    Also klärt es erst einmal intern, ob überhaupt der Wille innerhalb des Vereins zu einer Spielgemeinschaft vorhanden ist.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Hi,

    naja der Jugendvorstand wird wohl dafür sein, da wir eine echt sehr große Jungen-Jugendabteilung haben und die Platzbelegung ein "Problem" dar stellt. Es wurde mir sogar vom Jugendvorstand bereits vorgeschlagen.

    Um es mal krass auszudrücken, man hätte da die lästigen Mädels vom Hals ...

    Es würde sich bei den zwei Vereinen um etwa gleich starke Partner handeln, wobei der andere Verein ein Damenmannschaft stellt und die Mädels dann auch teilweise dort spielen könnten.

    Gruß

    JB

  • mmmmmh,

    hört sich ungefähr so an, als ist dem Verein die Existenz einer bzw. mehrerer Mädchenmannschaften völlig egal.

    Da stellen sich mir einige Fragen:

    Welche Unterstützung erhaltet ihr von eurem aktuellen Verein?

    Ist eure Existenz innerhalb des Vereins überhaupt gewollt?

    Ich jedenfalls setze keine Energie mehr in Vereine, die den Mädchenfußball nicht wirklich unterstützen bzw. überhaupt nicht dahinter stehen. Die Energie die ich dort benötige, investiere ich lieber in die Mannschaft die ich betreue. Der Reibungsverlust innerhalb des Vereins ist auf Dauer einfach zu groß.

    Deshalb würde ich unter den von dir genannten Punkten ernsthaft überlegen komplett zu einem anderen Verein zu wechseln. Das ist allerdings meine persönliche Meinung aus den bisherigen Erfahrungen die ich gemacht habe.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • Denke auch, dass ein Zusammenschluss absoluten Sinn macht.
    => Altersgemäßes & Leistungsgerechtes Spielen wird ermöglicht
    => Zukunft für die Mädchen ist durch die Damen vorhanden
    => bessere Trainingsmöglichkeiten
    => evt. größere Akzeptanz

    Kann mich außerdem bcefferen nur anschließen:
    Wie ist deine/eure Stellung in deinem jetzigen Verein?
    Sind die Mädchen dort überhaupt gewollt oder nur geduldet?
    Wie sieht es bei dem anderen Verein aus?

    Falls du bessere Möglichkeiten in dem anderen Verein siehst, dann würd ich mit den Spielerinnen sprechen und wechseln. Gerade wenn dadurch die Trainingsbedingungen etc. auch erheblich verbessert werden.

    Wenn es im anderen Verein ähnlich aussieht (Mädchen nicht wirklich erwünscht, geschweige denn gefördert) dann überlegt doch vielleicht einen reinen Mädchen- und Frauenverein zu gründen.

    Habe selbst in einer Spielgemeinschaft gespielt, wo bei beiden Vereinen die Mädchen zwar geduldet aber nicht wirklich gefördert wurden. Hatten ein sehr spielstarkes Team und der Zusammenhalt war wirklich klasse. Leider war es so, dass wir weder wirklich zu dem einen, noch zu dem anderen Verein gehörten.
    Hätten wir ohne die SG aber wahrscheinlich auch nicht, so hatten wir wenigstens uns.

    Einmal editiert, zuletzt von sanja1302 ()

  • Aufgrund der vorhanden Leistungen und der regelmäßigen Erfolge sind wir innerhalb des Vereins anerkannt. Immerhin sind wir die erfolgreichste Abteilung. Offensichtliche Benachteiligungen gegenüber den Jungenmannschaften gibt es fast nicht. Trainer der Jungenmannschaft beneiden das optimale miteinander im gesamtem Mädchenbereich.

    Die U-17 I ist vorzeitig Verbandsieger geworden
    Die U-17 II könte vom Leistungsvolumen in der höchsten Spielklasse des Verbandes spielen, was sie allerdings aufgrund der Statuten des Verbandes nicht darf. Deshalb dürfen sie trotz vorzeitigem Staffelsieg in der zweithöchsten Staffel nicht an den Aufstiegsspielen teilenehmen
    Die U-15 hat noch die Möglichkeit Verbandsieger zu werden.

    Rundherum nur positive Ergebnisse.

    Was allerdings viel wichtiger ist, der Zusammenhalt (aller Mädchenmannschaften) untereinander ist optimal. Man hilft sich untereinander so gut wie es geht. Alle Trainer arbeiten sehr eng zusammen und tauscchen sich ständig aus. Es werden problemlos Spielerinnen im Rahmen des Erlaubten getauscht, Talente werden besonders gefördert und bekommen regelmäßig die Möglichkeit höherklassig zu spielen. Eigenintressen einzelner gibt es nicht. Praktisch alle Spielerinnen kennen sich untereinander. Es werden regelmäßig gemeinschaftliche Aktionen durchgeführt. Trainings werden zeitweise gemeinsam durchgeführt, damit sich der Zusammenhalt der Spielerinnen untereinander noch weiter verstärkt. Jede kennt jede und die meisten haben sehr viel Spaß miteinander. Wenn sie sich nicht gegenseitig bei Spielen unterstützen, treffen sich extrem viele auch privat und schlafen bei Mitspielerinnen (querbeet durch alle Team´s).

    Einziger Nachteil bei all der guten Jugendarbeit ist, das Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga, regelmäßig die besten Talente im Alter von ca. 17 Jahren wegkaufen.
    Da besteht dann wieder das Problem das eine gute Jugendförderung das eine ist und das nötige Geld, welches den Talenten angeboten wird, ein ganz anderes ist.

    Damit bestätige ich die nochmals die Theorie von "Chris", der in einem anderem Thread darauf hinweist, das es Vereine gibt die sich lieber mit dem vorhandenem Geld ihrer Sponsoren Talente kaufen, weil ihre eigene Jugendarbeit nicht so erfolgreich ist. Ob gewollt oder ungewollt, lasse ich mal bewußt offen. Da ich die Summen kenne die für eine von uns ausgebildete Spielerin von einem Bundesligsten bezahlt wird, weiß ich das es günstiger ist fast fertige Spielerinnen (Talente) zu kaufen, als selber auszubilden.

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren