Erfahrung mit Sportinternat/Gymnasium Sportschule für Mädchen Fußball

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  • Jetzt kämpfen wir eher mit Schadenfreude von Kindern und Eltern die Nie auch nur eine Chance auf so einen Schritt hatten. Wenn Eltern zu meiner Tochter Sagen . Du hast es doch ... nur nicht geschafft, finde ich sehr traurig. Wer nicht diese Entscheidung treffen musste kann leicht sagen ich hätte mein Kind geschickt.


    Dieses Thema wird uns Sicher noch oft beschäftigen. Schon jetzt fragt meine Tochter ob dieser Schritt richtig war. Ich meine ganz klar JA.

    Ärmer gehts nicht... Also ich meine die Schadenfreude der anderen Eltern. Sehr stark die Entscheidung Deiner Tochter.

    Sich zu entscheiden für oder gegen etwas das nach Meinung anderer -das größte ist- aber für einen selbst nicht passt, ist in Wirklichkeit Größe. Denn die anderen müssen nicht mit der Entscheidung leben, sondern man selbst. Ob dieser Schritt der wichtige war? Sehe ich wie Du. Ja, denn es war Ihr eigener selbstbestimmter und nicht fremdgesteuerter Schritt. Dadurch wird man stärker.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Ich finde ihr müsst euch keine Gedanken darüber machen ob das die richtige Entscheidung war oder nicht. Denn ihr habt euch doch nicht für immer dagegen entschieden. Das Thema ist doch nicht erledigt, nur weil ihr euch jetzt momentan dagegen entschieden habt. Sie ist 12! Es gibt in Zukunft wieder die Möglichkeit sich dafür zu entscheiden, wenn sie es dann immernoch möchte.

    Genau dieses Thema haben wir momentan bei meiner Tochter und es bereitet mir teilweise echt schlaflose Nächte. Inwieweit lasse ich eine 11jährige über gewisse Dinge selbst entscheiden? Ich bin hin und her gerissen. Das Leben meiner Tochter besteht momentan hauptsächlich aus Schule, Hausaufgaben, lernen, Fußball.....für andere Dinge ist kaum Zeit. Sie kann sich nicht mit Freundinnen treffen o.ä. Ihr macht das absolut garnichts aus, sagt sie. Aber wie weitreichend ist die Entscheidung einer 11jährigen? Was kann sie als Kind alles nicht bedenken, was Erwachsene bedenken können? Müsste ich sie ausbremsen in ihrem Fußballwahn und ihr mehr Freizeit geben für Dinge die andere Mädchen in ihrem Alter tun?


    Es ist wirklich schwer und ich weiß keine Antwort.

  • 10/11 Jahre, die vorpubertäre Zeit, ist eine tolle Zeit. Noch haben die Kinder vollstes Vertrauen in die Eltern, lassen sich verhältnismäßig gut führen und leiten.

    Aber ich bin fest überzeugt, dass das alles Geplänkel ist.

    Nicht so große Entscheidungen wie ein Internat. Diese Entscheidung ist so groß, dass sie in meinen Augen unbedingt in die Hand der Eltern gehört. Aber ob ein Kind nun 4 oder 5 mal die Woche zum Fußballplatz rennt, spielt überhaupt keine Rolle. Bald kommt die Pubertät und die Welt gerät aus den bekannten Fugen. Dann wirds wohl erst spannend. Kommt dann die Welt der Schminke, den Jungs hinterherkichern und dem Herzchenmalen weil der Nils soooo niedlich ist? Wenn ja, ist ein Fußball ggf. schnell vergessen oder sie schraubt das ganze auf ein üblicheres Maß runter. Oder der Nils spielt in ihrem Team =)


    ich portiere Fragestellungen gerne mal in einen anderen Kontext: würde ich intervenieren, wenn mein Kind jeden Tag 2 h Geige üben würde? Würde ich die Stirn runzeln, wenn das Kind jeden Tag Sport treibt aber sich mit 4 Sportarten die Zeit vertreibt und am 5. Tag Eislaufen ginge?


    Die alte Trennung "ich bestimme das was, die Kinder das wie" (Beispiel: ich bestimme dass eine Jacke angezogen wird aber die Kinder suchen aus, welche. Oder ich gebe die Schulform vor aber die Kinder können zwischen zwei Schulen wählen) funkioniert bald nicht mehr. Ihren Job werden sich die Kinder ja sinnvollerweise komplett selber aussuchen ;)... Schon die zweite Fremdsprache dürfte in der Hand der Kinder liegen. Das ist wohl der Loslösungsprozess, denn Pubertät fordert ja nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern.


    Ich finde es schön, wenn die Kinder während der Pubertät was haben, was ihnen Halt gibt. Fußball, Geige, Jugendfeuerwehr... mir wäre alles recht solange es nicht die anderen komischen Sachen werden wie Alkohol, Schuleschwänzen, so was. Ich glaube, hier legt man mit einem sportlichen Umfeld sehr gute Grundlagen.