Spiele ohne Schiedsrichter aufgrun der Gewalt

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  • Spiele ohne Schiedsrichter, sind in Köln aufgrund der immer wieder auftretenden, extremen Gewalt jetzt Realität geworden. Den entsprechenden Beschluß stelle ich nachfolgend zur Verfügung.

    In Anlehnung an die Beschlüsse des außerordentlichen Kreistages am 21.01.08 hat der KSA Köln auf seiner gestrigen Sitzung (19.02.0Cool beschlossen, anlässlich der schwerwiegenden Übergriffe gegen Schiedsrichter bei Spielleitungen am 17.02.08 den nachstehenden Vereinen b. a. w. zu den Heimspielen keine Schiedsrichter mehr zu entsenden, sodass die Gastvereine das Recht der Spielleitung wahrnehmen können.
    Es sind dies: SSV Vogelsang II (KLD - St. 10) sowie FC Cologne II (KLD - St. 11). Für weitere Nachfragen steht der Unterzeichner zur Verfügung.
    Helmut Friebertz
    (Vorsitzender KSA)


    Was haltet ihr davon?

    Die vorgenannten Mannschaften dürfen aber weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen. Ich frage mich warum diese Vereine nicht mit Spielsperren belegt werden bzw. im Wiederholungsfall vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
    Wieso ist es zu gefährlich Schiedsrichter zu diesen Spielen zu schicken, aber den Auswärtsmannschaften die Gewaltbereitschaft zuzumuten?

    Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft hat bereits verloren

  • moin

    ich denke auch, das ist nix halbes und nix ganzes. die entsprechenden teams auszuschließen wäre aus meiner sicht konsequenter, da sich vermutlich der "zorn" dann auf den auswärts-schieri entlädt. und das ist ja wohl auch nicht in ordnung, zumal man den armen kerl auch erstmal finden muss. wenn die drohkulisse groß genug ist, traut sich doch dann keiner zu pfeiffen (und mit recht). konsequenz: die heimannschaft gewinnt, sonst gibts was aufs nageplätzchen. der dfb regelt zwar gerne alles bis ins letzte glied, aber das hört sich nach "aus den augen, aus dem sinn" an...

    in 11 freunde habe ich neulich von einem fall gelesen, wo nach ähnlichen vorkommnissen, alle gegner diesen verein boykottieren und nicht antreten. ende vom lied, der gewinnt jedes spiel kampflos zu null und steigt auf...

    ich wünsche mir mehr konsequenz und hartes durchgreifen. es kann einfach nicht sein, dass die gewaltproblematik in den unterklassen ganz und gar den vereinen überlassen wird.

  • Halte ich auch für ein verantwortungsloses Urteil - sollen jetzt die Gastbetreuer den Übergriffen ausgesetzt sein? Sind die weniger "wert" als die Schiris? Wenn schon, denn schon - man hätte die betreffenden Vereine ausschließen sollen.

    Bei uns in der Nähe gab es vor wenigen Tagen ein recht hartes Urteil, das aber m.E. völlig angebracht ist: (die Liga ist die zweithöchste in Hessen in der B-Jugend)

    Zitat:


    Nach einem Bericht der Offenbach Post hat der Fußballbezirks-Rechtsausschuss ein drastisches Urteil gegen zwei B-Junioren-Teams aus der Bezirksliga Frankfurt verhängt. Das Spiel zwischen der Spvgg. Dietesheim und der Spvgg. Neu-Isenburg am 9. Dezember 2007 war nach einer Massenschlägerei abgebrochen worden. Die B1-Jugend der Spvgg. 05 Oberrad spielt ebenfalls in dieser Liga und steht in der Tabelle vor den beiden Vereinen.

    Die Beweisaufnahme ergab, dass die Ausschreitungen durch Eltern der Spvgg. Neu-Isenburg und Spielern der Spvgg. Dietesheim begonnen wurden. Es entwickelte sich eine wüste Prügelei in die bis zu zwanzig Personen verwickelt waren. Der Vater eines Neu-Isenburger Spielers erlitt dabei einen Beckenbruch.

    Beim Abbruch des Spiels stand es 2:2 zwischen dem Teams. Die Begegnung wird als verloren für beide Mannschaften gewertet. Dietesheim werden zehn Punkte abgezogen, der Verein muss eine Strafe von 600 Euro zahlen. Neu-Isenburg muss auf fünf Punkte und 300 Euro verzichten. Die restlichen Saisonspiele beider Teams werden unter Verbandsaufsicht gestellt. Auf Grund ihrer Tabellenplätze sind beide Mannschaften nun stark abstiegsgefährdet.

    Dazu müssen beide Teams noch auf Spieler verzichten. Der Dietesheimer Spieler Mohamad H.F. wurde für ein Jahr bis zum 7. Januar 2009 gesperrt, seine Mannschaftskameraden Ersan Y., Andreas K. und Mostafa E.A. für je 18 Pflichtspiele, Maikel M. für vier Partien bis zum 21. April. Der Neu-Isenburger Florian H. wird für acht Pflichtspiele (bis 21. April) gesperrt.

    Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Beide Vereine können dagegen in Berufung gehen.
  • Schrecklich was da abgegangen ist. Das sind inakzeptable Zustände. Es ist eigentlich unglaublich, dass Eltern des einen Vereins in eine Schlägerei mit Jugendlichen verwickelt waren.

    Ich als Trainer würde da sofort aufhören........