Neues DFB Online Seminar - Training mit F-Junioren

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  • Gehen wir mal von einer Truppe aus, und das ist vielerorts die gängige Praxis, die im dritten Jahr seit Eintritt als 5 Jährige nun in der "F" angekommen ist.
    Da muß man sich doch fragen, wo in den gezeigten Übungen der Lernfortschritt oder ein neuer Anreitz gegenüber der Bambinizeit stattfindet.
    Es wird zwar auf die veränderten altersspezifischen Faktoren eingegangen, aber nicht auf "aufbauendes, voranschreitendes Lernen".


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Wenn ich solche Übungen mit meinen 2008ern (eigentlich Bambini) spielen aber als F-Jugend machen würde, wären die maximal unterfordert, gelangweilt und der Spaßfaktor ist auch um ein vielfaches geringer.
    Mir fehlt da die Bewegung, die Demonstration finde ich nur bedingt gut und das was sie vorschreiben ist für mich "zu wenig" intensiv, den die Kids können und wollen mehr Gas geben.


    Die Übungen die ich in diesem Alter mache sind weit komplexer, aber einfach genug für die Kinder. Dabei sind Dribbling, Technik, Torschuss und Koordination in jeder Übung kombiniert.


    Das dann aber von "taktischen Korrekturen" gesprochen wird finde ich wiederum lustig, denn ich dachte der DFB fängt damit erst weit später an - so erliest es sich zumindest aus dem antiquierten Konzept das im Forum häufiger als Referenz angefügt wird.


    Ich kläre mal ab ob ich eine Übung mit meinen Jungs filmen kann und hier als Beispiel posten darf :)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • @Björn


    Ja, es ist zugegebenermaßen ein bißchen trocken und bisweilen langatmig. Jedoch muß man berücksichtigen, dass der Empfängerkreis vom "Frischling", der selbst vielleicht gar nicht Fussball gespielt hat, bis zum erfahrenen Könner reicht. (Im F-Jugendbereich aber sicher eine kleine Minderheit!)


    Komme übrigens beim Online-Seminar-TW auf ähnliche Ergebnisse. Dennoch stelle ich im Kern Übereinstimmungen fest. So weißt Jörg Daniel zurecht darauf hin, dass es bei der Prüfung der Ausbildungsinhalte und -schwerpunkte nicht auf die prozentualen Verhältnisse zwischen defensiven und offenziven Aktionen ankommt, sondern der Schwerpunkt der Ausbildung deshalb auf die defensiven Aufgaben gelegt werden sollen, weil hier der Einfluß der Torwarts am Größten und am Unmittelbarsten ist.


    Vergessen sollte man sicher nicht, dass es sich hierbei um Trainer handelt, also Laien in der Medienpräsentation. Da ist sicher noch Opitimierungspotenzial vorhanden, was dann das Interesse auf diese Form der Wissensvermittlung noch weiter wecken wird.

  • Also beim letzten Punkt muss ich dir entschieden widersprechen! Ist nicht eine der wichtigsten Kompetenzen eines Trainers etwas rüber zu bringen. Gleich ob vor einer Mannschaft oder vor der Kamera?


    Inhaltlich kann man solche Übungen sicher auch mal machen - aber mit 7 bis 9 Jährigen ist das zu wenig. Selbst die 4-5 Jährigen die ich wöchentlich betreue können die Inhalte in einem vereinfachten Aufbau sehr gut umsetzen.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • @Björn


    Na, da gibts denn doch noch kleine Unterschiede!


    Vor der Mannschaft kannst du deine Mimik und vor allen Dingen Gestik sehr viel intensiver einsetzen, als wenn da in der Kamera nur dein Gesicht zu erkennen ist. Selbst in der sprachlichen Betonung ist es einfacher vor einer dir gegenüberstehenden Mannschaft zu sprechen, als wenn du sie lediglich vor deinem "geistigen Auge" vorzustellen hast.


    Kommunikationstrainer setzen genau aus diesen Gründen gerne auch ihre Kamera ein, um ihre Lehrgangsteilnehmer auf die Körpersprache aufmerksam zu machen.


    Was du vermutlich meinst ist die Rhetorik? Hier gibts sicherlich keine nennenswerten Unterschiede, ob über welches Medium man seine Überzeugungsarbeit leistet.


  • Nein meine ich nicht - ich denke das man seine Mimik sehr wohl so einsetzen kann - vor allem bei erfahrenen Referenten erwarte ich das eigentlich.
    Aber vielleicht nicht jedermanns Sache - ich erachte es jedoch als sehr wichtig für einen Vortragsredner und auch für einen Trainer ;)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)