Servus,
ich habe 5 Jahre 2002er Jahrgang trainiert, bei der mein Sohn trainiert hat. Jetzt mache ich eine Pause, der Grund für die Pause tut nix zur Sache.
Ich habe aber vor, noch mal eine G-Jugend Gruppe zu übernehmen.
Konkrete Frage: Was soll/kann/sollte ich anders machen als "normaler" "ehrenamtlicher" Trainer als ein "Vatertrainer"?
Ich hätte gerne die Hilfe der Gemeinde in Form von Vorschlägen, Erfahrungswerten, etc.
Für weitere Fragen stehe ich Euch -natürlich- zur Verfügung...
Gruß,
Uzunbacak
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verstehe ich nicht. hast du denn als Vater Trainer nicht nach bestem wissen gehandelt? wenn doch warum solltest du dann jetzt anders handeln? Hier weiss doch keiner was du bisher gemacht hast und was daran zu ändern wäre.
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verstehe ich nicht. hast du denn als Vater Trainer nicht nach bestem wissen gehandelt? wenn doch warum solltest du dann jetzt anders handeln? Hier weiss doch keiner was du bisher gemacht hast und was daran zu ändern wäre.
Hi,
berechtigte Frage.
In einem anderen Thread diskutieren wir ja über "negativ/positiv Vatertrainer.?.."
Ich war 5 Jahre lang Vatertrainer; meiner Meinung nach, habe ich vieles richtig gemacht. Es gibt bestimmt Kollegen hier, die als Vatertrainer und als ehrenamtlicher Trainer (ohne Ihre "eigenen" Kinder in der Mannschaft zu haben) gearbeitet haben.
Meine Frage war, ob man da Unterschiede erkannt hat, bei Sachen Motivation, Ehrenamt, Einstellung zum Kifu, etc.sodass man dann diese Themen "verbessert" hat.
Gruß,
Uzunbacak -
Was Du anders machen kannst, kann ich Dir natürlich auch nicht sagen. Was bei mir anders wurde, kann ich Dir schon sagen:
- Keine besondere emotionale Bindung mehr zu einem einzelnen Spieler. Wozu das führen kann (Bevorzugung, Demoobjekt der Gleichbehandlung) haben wir in einem anderen Thread diskutiert.
- Alle Spieler sind gleich. Ich muss nicht mehr an einem Beispiel demonstrieren, dass alle gleich sind. Es ist einfach so.
- Ich habe mehr Distanz zu allen Spielern. Als Vatertrainer waren die Spieler auch die Freunde meines Sohnes. Ich sah sie also nicht nur beim Fußball. Seien es Kindergeburtstage oder Schulveranstaltungen - ich traf sie oft.
- Ich gehörte früher zu zwei Gruppen: Ein bißchen zu den Eltern - war aber auch der Trainer. Die Grenze ist für mich jetzt ganz klar. Bei den Mannschaften meiner Kinder übernehme ich nur noch Elternaufgaben; in der Mannschaft. die ich trainiere, bin ich nur noch Trainer.
- In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich nicht mehr mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern in einer festen Alterstufe jedes Jahr einen neuen Jahrgang trainiere. Sie kommen also ein Jahr (manchmal auch zwei) zu mir und dann gebe ich sie wieder ab. Ist für mich höchstspannend, jedes Jahr vor andere Herausforderungen gestellt zu werden. Mit meinem Sohn war ich mehrere Jahre bei einer Mannschaft geblieben.
Das soll nur ein kleiner Anriss der Veränderngen sein...
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In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich nicht mehr mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern in einer festen Alterstufe jedes Jahr einen neuen Jahrgang trainiere. Sie kommen also ein Jahr (manchmal auch zwei) zu mir und dann gebe ich sie wieder ab. Ist für mich höchstspannend, jedes Jahr vor andere Herausforderungen gestellt zu werden. Mit meinem Sohn war ich mehrere Jahre bei einer Mannschaft geblieben
Das wäre für mich auch ein Ansatz für eine Diskussion. Ist es sinnvoll jedes Jahr eine feste Alterstufe zu trainieren. Welche Vorteile bzw. Nachteile hätte das und kann somit das "Problem" der "Vatertrainer" eingedämmt werden?
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Was Du anders machen kannst, kann ich Dir natürlich auch nicht sagen. Was bei mir anders wurde, kann ich Dir schon sagen:
Hi,
danke.
Genau DAS habe ich eigentlich gemeint, danke für die Übersetzung. Ich hätte gerne Erfahrungswerte bei dem Thema.
Gruß,
Uzunbacak -
Zitat von »Follkao«
In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich nicht mehr mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern in einer festen Alterstufe jedes Jahr einen neuen Jahrgang trainiere. Sie kommen also ein Jahr (manchmal auch zwei) zu mir und dann gebe ich sie wieder ab. Ist für mich höchstspannend, jedes Jahr vor andere Herausforderungen gestellt zu werden. Mit meinem Sohn war ich mehrere Jahre bei einer Mannschaft geblieben
Das wäre für mich auch ein Ansatz für eine Diskussion. Ist es sinnvoll jedes Jahr eine feste Alterstufe zu trainieren. Welche Vorteile bzw. Nachteile hätte das und kann somit das "Problem" der "Vatertrainer" eingedämmt werden?Hi,
als Vatertrainer bietet sich die 2te Option mit "jedes Jahr eine andere Gruppe" nicht an, finde ich.
Die Motivation des Vaters ist ja das, dass er mit dem Sohn sich mehr "beschäftigt" bzw. mit ihm Zeit verbringt, war zumindest bei mir -wie oben erwähnt- so.
Gruß,
Uzunbacak -
Hi,
als Vatertrainer bietet sich die 2te Option mit "jedes Jahr eine andere Gruppe" nicht an, finde ich.
Die Motivation des Vaters ist ja das, dass er mit dem Sohn sich mehr "beschäftigt" bzw. mit ihm Zeit verbringt, war zumindest bei mir -wie oben erwähnt- so.ISt das wirklich so, oder nehmen wir das nur an.
Du bist doch ein Beispiel dafür, dass sich das nicht ausschließen muss und ich für meinen Teil bin "froh", wenn mein Sohn einen anderen Trainer hat und ich eine andere Mannschaft übernehmen kann. Klar mag es Vatertrainer geben, die ihre Karriere beenden, wenn ihr Kind nicht mehr in ihrem Team spielt. Aber es gibt bestimmt viele, die Blut geleckt haben, oder?
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Du bist doch ein Beispiel dafür, dass sich das nicht ausschließen muss und ich für meinen Teil bin "froh", wenn mein Sohn einen anderen Trainer hat und ich eine andere Mannschaft übernehmen kann. Klar mag es Vatertrainer geben, die ihre Karriere beenden, wenn ihr Kind nicht mehr in ihrem Team spielt. Aber es gibt bestimmt viele, die Blut geleckt haben, oder?
Hi,
ich habe auch die "Karriere" beendet. Im Moment bin ich in Standby Modus.
Ich werde schon weitermachen wollen.
Gruß,
Uzunbacak -
Ich hatte ja auch einige Jahre lang die Mannschaft meines Sohnes trainiert. Damit habe ich vor ca. einem halben Jahr aufgehört, seit ein paar Wochen trainiere ich eine F2 mit, die vormals nur einen Trainer hatte, und das bei ca. zwanzig Kindern. Eigentlich hatte ich erst zur Saison 2014/2015 bei den Bambini wieder einsteigen wollen, aber einige Eltern der F2 sind mit der Frage, ob ich nicht unterstützen könnte, an mich heran getreten. Im Gegensatz zu Follkao empfinde ich keinen wirklich großen Unterschied zu damals, ich möchte zwar einige Dinge anders machen, das sind aber eher fachliche Themen, die mit der Zunahme an Erfahrung zu tun haben und eigentlich gar nicht mit der Emotionalität. Vielleicht ist eine etwas größere Distanz vorhanden, d.h. dass ich mich nicht mehr so sehr mit dem Team identifiziere, dazu war ich aber auch mit der Mannschaft meines Sohnes in den letzten zwei, drei Jahren gekommen.
Ich nehme mal Follkaos Punkte auf, die ich gut nachvollziehen kann, und teile mal mit, wie es mir geht:
- Keine besondere emotionale Bindung mehr zu einem einzelnen Spieler. Wozu das führen kann (Bevorzugung, Demoobjekt der Gleichbehandlung) haben wir in einem anderen Thread diskutiert.Alle Spieler sind gleich. Ich muss nicht mehr an einem Beispiel demonstrieren, dass alle gleich sind. Es ist einfach so.
Ich bilde mir ein, dass das früher bei uns auch schon so war. Natürlich habe ich eine andere Beziehung zu meinem Sohn als zu anderen, aber während des Trainings war, so mein (vielleicht irriger) Glaube, nur sehr selten ein Unterschied festzustellen. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass mein Sohn sich im Training auch immer anständig benahm und nie eine Sonderrolle einforderte. Bei meinem Kollegen der F2, Vatertrainer, merke ich, dass das nicht selbstverständlich ist, sein Sohn verlangt danach, mehr Aufmerksamkeit zu erhalten als die anderen Kinder. Gestern wurde er deshalb in einer der Gruppen untergebracht, um die ich micht gekümmert habe. Aber bei mir war das nie ein Problem.- Ich habe mehr Distanz zu allen Spielern. Als Vatertrainer waren die Spieler auch die Freunde meines Sohnes. Ich sah sie also nicht nur beim Fußball. Seien es Kindergeburtstage oder Schulveranstaltungen - ich traf sie oft.
Das stimmt. Aber es ist zum Teil bei der neuen Mannschaft auch noch so, da vier der Kinder jüngere Geschwister von Mannschafts- und/oder Klassenkameraden meines Sohnes sind. Außerdem kennt man im Einzugsgebiet des Vereins, das sind zwei der drei Stadtteile unseres Hauptorts, die zusammen auf ca. 15.000 Einwohner kommen, wenn man selbst Kinder hat, sowieso schon ziemlich viele andere Familien aus Kindergarten, Grundschule und eben den Vereinen. Und dementsprechend läuft man sich da auch immer wieder über den Weg.- Ich gehörte früher zu zwei Gruppen: Ein bißchen zu den Eltern - war aber auch der Trainer. Die Grenze ist für mich jetzt ganz klar. Bei den Mannschaften meiner Kinder übernehme ich nur noch Elternaufgaben; in der Mannschaft. die ich trainiere, bin ich nur noch Trainer.
Hmm. Es ist zwar richtig, dass Eltern- und Trainerdasein zwei unterschiedliche Rollen sind, ich habe aber weder früher den Gegensatz gesehen, noch sehe ich ihn heute so richtig. Klar, als Trainer gibt man den Ton an, man sagt, wo es lang geht. Aber man sollte doch auch versuchen, die berechtigten Interessen und Belange der Eltern zu beachten. Diesbezüglich gebe ich siebener recht, der in der anderen Diskussion, wenn ich mich recht entsinne, als Vorteil des Vatertrainers angab, dass er die Situation der Eltern besser zu verstehen vermag. Zumindest was den Vergleich mit kinderlosen, vielleicht sogar jüngeren Trainern anbelangt, stimme ich dem zu. Ich habe hier im Forum schon oft das Ansinnen vernommen, die Eltern zu "erziehen". Das mag manchmal auch tatsächlich notwendig sein, aber mich beschlich beim Lesen solcher Zeilen auch oft das Gefühl, dass da so eine Empfindung der Gegnerschaft und der Machtausübung mit schwang, wo ich mir Kooperation, Verständnis und gegenseitige Unterstützung wünsche. Das beziehe ich nicht auf Follkao, aber ich versuche sowohl als Trainer als auch als Elternteil, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass die Gesamtgruppe harmonisch funktioniert. Zumindest, solange die anderen dabei auch mit machen.[list][*]In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich nicht mehr mit einem Jahrgang durch die Altersstufen gehe, sondern in einer festen Alterstufe jedes Jahr einen neuen Jahrgang trainiere. Sie kommen also ein Jahr (manchmal auch zwei) zu mir und dann gebe ich sie wieder ab. Ist für mich höchstspannend, jedes Jahr vor andere Herausforderungen gestellt zu werden. Mit meinem Sohn war ich mehrere Jahre bei einer Mannschaft geblieben.
Das ist ja eigentlich eine ganz eigene Diskussion, eine, die ja auch hier im Forum schon mehrfach geführt wurde. Ich bin da, muss ich sagen, etwas hin- und hergerissen. Eigentlich neige ich mittlerweile dazu, dass ich es im Kinderbereich sinnvoll finde, wenn der Trainer bei der Mannschaft bleibt, so ähnlich wie es in den Grundschulen ist, wo ja auch eine Klasse ihre Klassenlehrerin im Normalfall von der ersten bis zur vierten Klasse behält. Ab der D-Jugend hielte ich dann Altersklassentrainer für besser, würde das aber mit der Bedingung verknüpfen, dass es eben im Verein ein Konzept gibt, das dafür sorgt, dass der Ausbildungsstandard und der Umgang aller Parteien miteinander einheitlich geregelt ist. Dann würde ich mir ein Verein ähnlich diesem wünschen: http://www.imspiel-magazin.de/…_TSV_W_Vereinskonzept.pdf, wo die Trainer der Altersklassen sich untereinander austauschen und die Trainer einer Altersklasse die Altersklasse gemeinsam trainieren. So gäbe es dann auch keinen, der von seiner Mannschaft sprechen würde, und die Jugendlichen müssten nicht die Ziele ihres Trainers erreichen. -
Ich hatte ja auch einige Jahre lang die Mannschaft meines Sohnes trainiert. Damit habe ich vor ca. einem halben Jahr aufgehört, seit ein paar Wochen trainiere ich eine F2 mit, die vormals nur einen Trainer hatte, und das bei ca. zwanzig Kindern. Eigentlich hatte ich erst zur Saison 2014/2015 bei den Bambini wieder einsteigen wollen, aber einige Eltern der F2 sind mit der Frage, ob ich nicht unterstützen könnte, an mich heran getreten. Im Gegensatz zu Follkao empfinde ich keinen wirklich großen Unterschied zu damals, ich möchte zwar einige Dinge anders machen, das sind aber eher fachliche Themen, die mit der Zunahme an Erfahrung zu tun haben und eigentlich gar nicht mit der Emotionalität. Vielleicht ist eine etwas größere Distanz vorhanden, d.h. dass ich mich nicht mehr so sehr mit dem Team identifiziere, dazu war ich aber auch mit der Mannschaft meines Sohnes in den letzten zwei, drei Jahren gekommen.
Hi tobn,
danke für die Zeilen, die Du geschieben hast.
Für mich ist es sehr wichtig, dass ich von den Erfahrungen der Kollegen lese und höre, die eine ähnliche Situation erlebt / überlebt haben. Ich muss nicht alle Erfahrungen selber machen.
Danke noch mals.
Gruß,
Uzunbacak -
@uzun:
Ich wünsche Dir auf jeden Fall schon mal viel Spaß mit den Kleinen !!
Du wirst es schon richtig machen. Vielleicht ist es auch für Dich viel einfacher und lockerer, wenn Du nur noch Trainer bist, nicht Vatertrainer - könnte ich mir zumindest vorstellen -
@uzun:
Ich wünsche Dir auf jeden Fall schon mal viel Spaß mit den Kleinen !!
Du wirst es schon richtig machen. Vielleicht ist es auch für Dich viel einfacher und lockerer, wenn Du nur noch Trainer bist, nicht Vatertrainer - könnte ich mir zumindest vorstellenDanke,
und schönes Wochenende.
Ich weiß nicht, ob ich kommende Saison dazu komme, eine Mannschaft zu übernehmen.
Gruß,
Uzunbacak
