Übermotivierter Vater - schwerer Fall (Profi-Syndrom)

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  • Aber dem Eindruck: alles ist gut, immer und überall, sollte bitte keiner fröhnen,


    Kicker, das tut doch keiner, erst recht nicht in diesem Forum.
    Aber so negativ wie du es hier oft darstelltst, ist es aber auch nicht, zumindest nicht überall.
    Ich glaube, du übersiehst das Positive viel zu viel. Gäbe es das nämlich nicht, könnte ich mir kaum vorstellen, dass es immer noch so viele
    Jugendtrainer gäbe. Ich kenne zumindest Einen, bei dem das Positive weit überwogen hat, totzt einigem Frust und Ärger.
    Kann mir durchaus vorstellen, dass es auch noch den Ein-oder Anderen hier gibt, dem es ganuso geht.


    vielleicht meldet sich sogar noch einer.


    gg


    gg

  • Na ja, ich differenziere schon immer, gemäß möglichen Motiven. Aber hier ging's ja um Manu's Trainer-Befund "Profi-Syndrom" am Vater - als "schwerer Fall". Wiki: "Das Syndrom ist in der Medizin und Psychologie das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Krankheitszeichen..." Das ist zunächst ja mal harter Toback. Wir können den Fall nicht wirklich beurteilen und vielleicht hat hier der Trainer völlig Recht, ist hier wirklich nur einer der Übeltäter. Dennoch ist Manu weder Psychologe noch Arzt, um solch Befunde festzustellen, sei's auch ironisch gemeint. Er ist nur Kindertrainer, so dass darin auch etwas von einer sich als unfehlbar inszenierenden Alleinherrscher-Pose liegt, die ich oft beobachtete. Man meint plötzlich, Dinge zu können, zu dürfen, nur weil man einen Posten innehat, der scheinbar über andere stellt, Macht verleiht. Das ist aber für sich eine Art in unterklassigen bzw. "Dorf"-Vereinen grassiernde Krankheit der Selbstüberschätzung, die fatale Folgen haben kann: für Kinder!
    Klar, dass der Vater seine Für-krank-Erklärung nicht nur mit einem netten Danke und Lächeln quittiert. Die Sprache zeugt von einiger Eskalation zwischen beiden - Erwachsenen. Dazwischen steht dann wie von Manu geschildert ein an zunehmender Lustlosigkeit leidendes Kind, auch oft so beobachtet. Insofern waren hier etliche typische Elemente vorhanden, die Kindern schaden, aber auch Vereinen. Und das wird wiederum oft unter der Decke gehalten bzw. wehe dem, der es offen anspricht. - Lies mal beim Dachverband aller Vereine und Verbände, dem BDVV, zB das Interview "Mobbing im Ehrenamt" nach - das würde da nicht zu finden sein, wenn dies Phänomen nicht bereits von Offiziellen vielerorts als üblich wahrgenommen werden müsste, denke ich, oder? Wer nun gegen wen und warum oder wieso, das ist letztlich zweitrangig, entscheidend ist, dass tiefe Konflikte, Querelen, Intrigen, Mobbing, Schikanen bei uns fast normaler Alltag sind, und zwar vor allem im KiFu - das sollte einfach allen sehr zu denken geben. Denn von Kindern geht dies nie aus: oder? Sie aber bezahlen fast immer zuerst die Zeche, leiden. Dabei gilt: Es ist ihr Fußball, nicht der der den Stress anzettelnden Erwachsenen! Alle Schuldzuweisungen untereinander im einzelnen gehen insofern ins Leere, vernünftiges Miteinanderreden wäre 1.Pflicht und der Verweis auf verlässliche Quellen als sachliche Beweismittel, wie Manu ja auch geraten wurde, so jener Vater so wie beschrieben ist :(

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Und alle haben geschwiegen... vorhin gesehen, machte mich nachdenklich. Gewalt beginnt, wo das Reden aufhört. Also sollte man mehr über alles reden...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....