DFB reagiert auf veränderte Vereinsstrukturen?!

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  • hallo,


    wie schon in anderen beiträgen rege erörtert wird, stehen uns große veränderungen im vereinsbereich ins haus.
    wie's der zufall so will, hatte ich heute folgendes in meinem dfb-postfach.


    "........

    28. Januar 2013

    Liebe Fußballfreunde,


    der Amateurfußball-Kongress im letzten Jahr in Kassel hat uns gezeigt, dass in den kommenden Jahren etliche
    Herausforderungen auf die vielen tausend Amateurvereine an der Basis warten.


    In den unterschiedlichen Entwicklungen liegen aber auch Chancen. Nutzen Sie diese Entwicklungen und machen
    Sie Ihren Verein fit für die Zukunft. Der DFB als Dachverband des Deutschen Fußballs möchte Sie dabei
    unterstützen, diese Herausforderungen anzunehmen.


    Deshalb haben wir mit der „Online-Vereinsberatung“ einen neuen Bereich auf unserer Homepage geschaffen, in
    dem Sie schnell und unkompliziert Hilfestellungen und Tipps zur Vereinsführung bekommen. Neben Texten und
    Downloads finden Sie hier auch Online-Seminare, in denen Experten des DFB zu Themen der Vereinsführung
    referieren.


    Dazu haben Sie in der „Online-Vereinsberatung“ die Möglichkeit, individuelle Fragen an den DFB zu stellen.
    Sie haben Probleme mit der Satzung, bei der Organisation der Mitgliederversammlung oder bei der
    Sponsorensuche? Schreiben Sie uns, wir beantworten Ihre Anfrage.


    Mit der „Online-Vereinsberatung“ haben wir einen kurzfristigen Einstieg in ein füruns sehr wichtiges
    Themenfeld geschafft. Unser Ziel ist es, diesen Service kontinuierlich auszubauen und mit attraktiven Inhalten zu
    füllen.



    Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
    Ihr Wolfgang Niersbach


    ........................................."



    was meint ihr dazu?

  • Sieht man hier den Grund, woher "Zeitungsartikel" begleitend kommen (PR/Lobbyarbeit)? Hört sich ja gut und konstruktiv an: aus der Not die Tugend? Dann sollte der DFB aber vielleicht mal alle kritischen Stimmen ernster nehmen u. erhören, zB mal nen Runden Tisch anbieten, für den jeder sich mit interessanten, auch radikalen kritischen Thesen qualifizieren könnte? Dann würde ich dem DFB den vor 3 Jahren nie beantworteten Brief nochmal zuschicken (falls auffindbar) u. wäre gern dabei :D

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Also erstmal finde ich soetwas eine sinnvolle Sache. Ob das in der Praxis funktioniert wird man dann sehen.


    Ich würde mich allerdings mehr darüber freuen, wenn der DFB mal in die Kreise ehen würde (ich wage ja gar nicht von Vereinen zu sprechen) und sich dort auch mal unbequemen fragen und anregungen stellt

  • Schaut doch einfach mal rein.


    da verstummt jede grundsätzliche Kritik sofort.


    da tut sich was, und zwar was richtig Gutes, Sinnvolles und vor allem Hilfreiches.


    gg

  • Ich sehe dieses Angebot grundsätzlich erst mal positiv. Entscheidend wird auch sein, wie und ob es von den Vereinen genutzt wird.

  • Schaut doch einfach mal rein.


    da verstummt jede grundsätzliche Kritik sofort.


    Wer hat denn grundsätzlich (nur) kritisiert - keiner hier. Verstummen (sollen) aber ist nie gut, und dass alles nur "von oben" kommt, statt dass auch mal nach unten hingehört würde, ist nun mal Fakt. Klar ist auch: da überall Vereinssterben Thema: "Not" ist, kommt neue Tugend uU nicht soo ganz freiwillig, muss was kommen als Bringschuld. Denn mit Fußball wird sehr viel Geld verdient und die, die da Tipps liefern, werden alle von der Basis gut dafür bezahlt, dass es läuft - nicht zu vergessen. Daher würde ich mehr erwarten: echt einbeziehende Kommunikation, auch u. grad mit einer kritisch-konstruktiven Basis Enttäuschter, zumal, wenn die sich aktiv an den DFB wenden. Wenn's nicht rund läuft, obwohl Vereine dank massiver Subventionen aus öffentlicher Hand, viel (für Sponsoren) geldwerter massenmedialer Aufmerksamkeit (aller für wenige) u.ä. 'konkurrenzlos' günstig Sportangebote machen können, stimmt uU irgendwas grundsätzlich nicht. Mehr Kundenorientierung, die nur geduldig auf Papier steht, hilft ja noch nicht weiter, oder? ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @Kicker, du irrst dich beim Glauben alles kommt von oben. da kennst du offensichtlich nicht die Strukturen des DFB.


    da geht es sehr häufig von unten nach oben.


    ein Verein stellt einen Antrag, wird in der Kreistagssitzung für gut gefunden, und geht dann als Antrag an den Landesverband und von dort an DFB.


    willst du was ändern, brauchts du keinen runden Tisch, sondern stellts deinen Antrag im Verein.
    Dort musst du natürlich überzeugen, und wenn das für gut und sinnvoll angesehen wird, geht es halt seinen Weg.


    gg

  • willst du was ändern, brauchts du keinen runden Tisch, sondern stellts deinen Antrag im Verein


    Das meine ich ja mit (je abgestuft) "oben": ich habe zB (wg. der konzeptlosen Jugendarbeit: in der C werden Kinder vom Trainer "aussortiert" mit Worten: die spielen bei mir in der Saison keine Minute u. in der D soll es nur um Spaß gehen, real aber werden Kinder, die schlecht spielen, "zur Sau gemacht" u. wie irre angeschrien: wessen Spaß ist da gemeint?) ein Jugendkonzept erstellt u. wollte es dem JL mal - kurz u. knapp - vorstellen dürfen, seine "ehrliche Antwort": "Keine Lust", da er schon genug mit der Bürokratie zu tun habe... Anträge im Verein versanden, direkte Anfragen an den DFB aber erhielten keine Antwort, in der Summe: Blockadepolitik, bei der man vor allem sich selbst und seine Interessen vertritt u. wahrnimmt - sorry, so erlebe ich den DFB u. sein bezahltes Personal. So etwas nennt man dann eben "hierarchisches System": die oben nehmen bestenfalls die Nächstoberen wahr, nie aber die unten, s. "Fanrevolten": erst inszeniert man Kommunikation, dann wird's von oben verordnet u. die zugegeben nur aggressiven Proteste dienen letztlich perfekt dazu, "hartes" Durchgreifen fordern zu können - oder? Oder all die wachsenden Strafkataloge gegen Spieler etc.: können die da mitreden? Ist zumindest mir nicht bekannt, aber viele ärgern sich. Und: der DFB sollte (pro-)agieren, nicht nur reagieren, wo die Hütte brennt, oder?

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    Einmal editiert, zuletzt von Kicker ()