Kommunikations- und Zusagemoral der Eltern

  • Von einer Telefonkette habe ich von vornherein Abstand genommen, weil ich stets befürchtete, dass sie irgendwo abreißen dürfte oder jemand eine falsche Familie anruft. Wir haben es meistens so gehandhabt, dass ein paar, konkret bis zu drei Leute sich die Liste aufgeteilt haben und jeder fünf bis sieben Familien informiert hat. Das ließ sich unter diesen dreien dann auch noch recht gut koordinieren. Das Problem ist, dass man telefonisch halt ein paar leider nur schlecht bzw. mit deutlicher Verzögerung erreicht. Diese können die Kette maßgeblich aufhalten, speziell, wenn sie weit vorne in der Liste stehen..

  • ich kann nur staunen.


    Taktikfuchs betreut eine G-Jugend. Kinder im Alter von 4-6 Jahren. Kinder aus unterschiedlichen Elternhäuser, mit all all ihren Eigenarten.
    Taktikfuchs hat das ja sehr deutlich beschrieben.


    manche Beiträge kommen mir aber dann so vor, als ob er einen älteren Jugendjahrgang oder gar Aktive trainiert.


    klare Regeln aufstellen, Spielsperren bei deren Nichteinhaltung, Mitteilungen per Mail (obwohl Eltern kein Deutsch können),
    Halbjahresterminplanung usw.


    und das bei 4-6jährigen, die erstmals in eine grössere Gemeinschaft kommen, teilweise keine Regeln und Konsequenzen kennengelernt
    haben, vielleicht gar kein grosses Interesse haben, nur kommen weil der Freund dahingeht, Eltern oder Opa das will, ihre
    Eltern kein Interesse haben, nur froh sind, dass ihr Kind andersweitig betreut wird.
     
    ich selbst bin ein grosser Freund von Disziplin und den damit erforderlichen Konsequenzen im Fussball.


    aber doch nicht so!!


    hier wird oft davon geredet, dass wir Kinder nicht überfordern sollten. Richtig.
    das gilt aber auch für Eltern, die neu dazukommen.
    da ist für mich die Holzhammermethode der falsche Weg.


    Es geht auch anders.


    dazu muss man jedoch Zeit und Geduld aufwenden.


    Gerade das G-Jugendalter bietet viele Möglichkeiten, die Grundlagen für zukünftig richtiges Verhalten zu legen.
    aber doch nicht die entweder oder Methode in diesem Alter. Lasst doch den Kindern und ihren Eltern mal die Zeit um in den Mannschaftssport reinzuwachsen.


    manche Beiträge hier sind Erwachsenen-Fussball auf Kleinstkinder übertragen in pur.


    Vorstellungen und Ansprüche der Trainer müssen auch an die jeweilige Altersgruppe und deren Umfeld zurückgeschraubt und angepasst
    werden.


    Ich weiss wovon ich rede. Garantiert nicht in allem soviel Ahnung vom Fussball wie viele andere hier, aber ich habe 2 G-Jugende
    aufgebaut, weitergeführt und seh die Erfolge (gerade was Disziplin und Einstellung betrifft) dieser Jahrgänge jetzt im Aktiven-
    im anderen Falle im B-Jugendbereich.


    Es hat mich etwas mehr Zeitaufwand, vor allem aber viel Geduld gekostet, eigene Ansprüche zurückgeschraubt,aber es hat sich gelohnt.


    mein Motto war: Konsequenz, aber ohne Androhung, ohne Druck , vor allem aber die Entscheidung und die Verantwortung welchen Weg das Kind geht auf die Eltern übertragen.


    GG

  • Klar, guenter, der Ton macht die Musik. Aber massiven Unzuverlässigkeiten einzelner Eltern, durch die Kinder anderer Eltern, die gerne spielen würden, dazu in geringerem Maß kommen, sollte man als Trainer schon entgegen wirken. Sicher nicht im Kasernenhofton, mit erhobenem Zeigefinger und unter Androhung von Strafen, sondern über eine freundliche Vermittlung des Mannschafts- und Kameradschaftsgedankens, der positiven Werte Zuverlässigkeit und, im KiFu in geringerem Maße, Pünktlichkeit. Und ich denke, dass die allermeisten Erwachsenen es verstehen und nachvollziehen können, wenn ein Trainer sagt, dass, wenn ein Kind mehrmals hintereinander trotz Einladung zum Spiel unentschuldigt nicht erscheint, dann seine Motivation, es einzuplanen, sinkt. Umso mehr, wenn der Trainer sich erfolgreich um ein gutes Verhältnis zu möglichst allen Eltern bemüht. Dazu kann ich nur jedem Trainer raten, es erleichtert die Aufgabe ungemein.