Auswahl einer Jugendmannschaft + Trainingsgestaltung E-Junioren

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  • Hallo Trainer, Betreuer und Funktionäre,


    durch den nun feststehenden Umzug in eine Region, in der haufenweise Fußballvereine sind, - da Stadt
    bin ich seit längerem am Überlegen, welche Jugendmannschaft am besten passen würde und welche Ziele
    ich eigl. verfolge.


    Da ich sehr viel Wert auf Technik lege, währe der E-Juniorenbereich meiner Meinung nach am besten. Dort kann ich ansetzen und
    langsam Spieler für Spieler aufbauen. Eine Methodik verfolge ich bereits und habe diese im D-Jugendbereich schon leicht angetestet.


    Nun stellt sich mir die Frage, da ich auch Torspieler-Training anbieten möchte, ob ich entgegen dem Rotationsprinzip agieren soll
    und die Spieler die Lust haben einzeln trainieren soll, oder ob ich das Mannschaftstraining ab und an mal verwenden soll, um jeden
    Spieler die Grundtechniken grob bei zu bringen. Selber tendiere ich zur zweiten Lösung, da diese mir am besten erscheint.
    Das Rotationsprinzip ist für mich nicht wegzudenken... ...aber... ...vielleicht hat einer von euch noch andere Erfahrungen gemacht und
    Vorschläge wie dies gut zu lösen ist.


    Zudem würde ich gerne wissen, warum ihr gerade die jetzige Altersklasse trainiert. Ich würde wetten, die meisten sagen,
    wegen dem Sohn/der Tochter. Mich interessieren aber auch andere Gründe dazu.
    :)

    3 Mal editiert, zuletzt von TRST ()

  • Zur Frage Torwartrotation: Wir haben das Glück, dass wir in der E (E1 und E2) 2 gute Keeper haben, die auch richtig Bock drauf haben. In meinen Augen würde es keinen Sinn machen hier zu stark zu rotieren. Natürlich würde ich den Jungs im Training bzw. in einzelnen Spielen auch mal die Möglichkeit geben auf dem Feld zu kicken. Hast du jetzt wirklich keinen guten Keeper in der Mannschaft bzw. keinen der wirklich Lust auf Torwart hat, würde ich verstärkt rotieren.


    Zur Frage welche Mannschaft und warum: Bin seit 5,5 Jahren Trainer und hab mit einer F-Jugend angefangen. Diese hab ich nun bis zur D-Jugend begleitet. Angefangen habe ich als Co-Trainer unter einem meiner ehemaligen Trainer. Aktuell würde ich keine Mannschaft mehr unter D-Jugend trainieren, da ich zum einen keine Lust mehr auf das 6+1 habe sowie ein gewisses Maß an Taktik interessanter finde.

  • Zudem würde ich gerne wissen, warum ihr gerade die jetzige Altersklasse trainiert. Ich würde wetten, die meisten sagen,
    wegen dem Sohn/der Tochter. Mich interessieren aber auch andere Gründe dazu.


    Es gibt Trainer im Jugendbereich, die trainieren nicht wo ihre Söhne spielen...oder die haben sogar kein Kind als Fußballer, ...diese Trainer sind spitze.
    Es gibt welche bei der gleichen Grundvorraussetzung, die sind sowas von scheisse.


    Es gibt Vatertrainer, die sind sowas von "scheisse" und es gibt welche, die sind richtig spitze.


    Es gibt Trainer beider Kategorien mit Trainerschein und ohne Trainerschein...ein Teil ist "scheisse", ein Teil ist spitze.


    Der Anteil der Vatertrainer ist im unteren Jugendbereich vermutlich höher was die Gesamtzahl der Trainer angeht. Das hat seinen natürlichen Grund, aber alles andere als eine Aussage zu der Frage, ob Vatertrainer schlechtere Trainer sind als die, die ihre Söhne nicht dirigieren.


    Das subjektive Wahrnehmen des Skeptikers ist hier der Ausschlag für deine -sicherlich nett gemeinte Frage (siehe Zitat)-. Es ist aber nur die subjektive Wahrnehmung und damit Einschätzung des Betrachters, .....


    -weil die Anzahl der Vatertrainer vermutlich höher ist, als die der nicht Vatertrainer...ebend vor allem weit unten in der Jugend....sprich...man meint sie seien schlechter, was defakto so mit Sicherheit nicht ist, vielmehr ist es ein Gefühl...weil von "denen" gibt es halt mehr und es kommt halt deshalb zu dieser falschen Einschätzung!!! Die Gruppe der Vatertrainer ist halt größer als die der Nichtvatertrainer, ...sie spiegelt aber nur das Problem beider Gruppen eher sichtbar wieder...weil sie halt größer ist (die Gruppe). Denk mal drüber nach!


    Ich bin Vatertrainer und war damals ein schlechterer Trainer für meinen Sohn/meine Söhne, weil ich sie gewinndenkend wie ich war...vielmehr rangenommen habe und auch sonst viel mehr von ihnen erwartet habe, als von den anderen...ich Volltrottel! Heute ist das anders!


    Allgemein auf die Mannschaft gesehen fand ich nachträglich betrachtet ...heute als halbwegs Wissender....dass ich einiges viel besser geregelt, angedacht etc. habe, als so manch ein Kollege mit Schein und auch ohne, das dieser Vatertrainer war. Auch das hat keine Aussage, hinsichtlich der Aussage in deinem Zitat. Es sagt nur eines aus....es kommt auf den Keks an und nicht auf die Schale ;)8)


    P.S. Die Worte "scheisse" sind so nicht wörtlich gemeint, ..sie sollten etwas deutlich -dem Sinn nach- zum Ausdruck bringen, also bitte keinen Anstoss nehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Gustavo: Ich finde es super, dass du deine Jungs so lange begleitest. Hier gibt es mehrere Meinung zu, die einen sagen
    auf Grund der einschleichenden Automatismen könne die Ausbildung nicht mehr so effektiv gestaltet werden. Die anderen
    sagen/meinen, dass gerade dieser Automatismus Freiheiten für mehr lässt. Der Trainer ist meiner Meinung nach
    stärker gefordert und muss sich immer wieder etwas neues einfallen lassen damit das Training nicht monoton ist
    und die Spieler gelangweilt sind, weil diese Übung schon zum zweiten Mal, bzw. dritten/vierten Mal vorgegeben wird.
    Du kennst deine Jungs und die Jungs kennen dich. Wichtig ist nur, dass die Motivation stimmt und die Ausbildung
    weiterhin im Vordergrund steht bzw. bestmöglich aufrecht gehalten wird.
    :)

    Andre:
    Ich fand es sehr schwierig deinen Beitrag zu verfolgen, möchte an dieser Stelle aber einmal klarstellen,
    dass mein Text: "
    Ich würde wetten, die meisten sagen, wegen dem Sohn/der Tochter. Mich interessieren aber auch andere Gründe dazu."
    in keinster Weise die Qualität der Elterntrainer angreifen soll. Ich empfinde es nur so, dass sehr viele Trainer/Betreuer auf Grund des Kindes
    eben als Trainer tätig sind. Ob nun in der gleichen Mannschaft oder in einer anderen um etwas Distanz zu gewinnen, habe ich hierbei offen gelassen.
    Grundsätzlich ist es klar, dass auch lizenzierte Trainer, ich nenne es mal: nicht geeignet für den Kinder- und Jugendfußball sein können
    und in ein Fettnäpchen nach den anderen treten. Manche brauchen diese Erfahrung um irgendwann mal einigermaßen kindgerecht zu betreuen und
    zu trainieren. Schade nur, dass dies eben auf Kosten der vorhergegangen Kinder und Jugendliche geht.


    Mich hat dieser anhängende Satz nur interessiert, weil die meisten Gründe von Vater-/Muttertrainern eben gleich sind und sich kaum unterscheiden.
    "Es fand sich kein Trainer!" usw. Unabhängig davon gibt es aber auch Trainer, die auch ohne Kind eine Mannschaft übernehmen. Ebenso gilt zwar auch
    hier der oben erwähnte Satz, allerdings ist hier die Breite der Möglichkeiten wesentlich höher. Zu dem kommt noch, dass wir hier viele Trainer haben,
    die viel Erfahrung haben - um nicht zu sagen "viele ältere Trainer". ;)

  • Zitat

    Nun stellt sich mir die Frage, da ich auch Torspieler-Training anbieten möchte, ob ich entgegen dem Rotationsprinzip agieren sollund die Spieler die Lust haben einzeln trainieren soll, oder ob ich das Mannschaftstraining ab und an mal verwenden soll, um jedenSpieler die Grundtechniken grob bei zu bringen.

    Hallo TRST,



    In den relativ aktuellen Themen Gemeinsames Kurzpapier für die Trainer der ersten Jahre und im Thread Keiner will ins Tor! gibt TW-Trainer dazu ein paar Tipps.