Trainertätigkeit als Nebentätigkeit beim Arbeitgeber anmelden?

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  • Hallo Forumsmitglieder,


    ich bin häufig nur ein stiller Leser und finde dieses Forum klasse.


    Heute habe aber auch ich mal eine Frage, bei der ich mir nicht so sicher bin.


    Muss ich meine Jugendtrainertätigkeit bei meinem Arbeitgeber anzeigen? Im Arbeitsvertrag steht zumindest das ich Nebentätigkeiten mir vom Arbeitgeber genehmigen lassen muß.


    Gilt das auch für eine Jugendtrainertätigkeit?




    Gruß


    Christian

  • Lesefutter: http://www.hensche.de/Rechtsan…buch_Nebentaetigkeit.html


    Daraus zitiert:


    Den letzten Satz habe ich fett markiert. Im Zweifelsfall würde ich die Tätigkeit dem Arbeitgeber anzeigen. Sofern die Arbeitszeiten nicht damit kollidieren, wird er die Zustimmung erteilen (müssen).


    Grüße
    Oliver

  • Deinem Arbeitgeber geht es nur darum, keine Konkurrenzverhältnisse zum eigenen Augabengebiet zu schaffen. Wenn Deine Trainertätigkeit mit der Aktivität Deines Arbeitgebers nicht in Konflikt bzgl. Marktpräsenz kommt, so hast Du nichts zu befürchten. Kurz gesagt, wenn die Aktivität Deines Arbeitgebers nichts mit Fußball zu tun hat, ist ihm das auch egal.
    Der zweite Punkt: Du solltest das melden, damit Dein Arbeitgeber keine zweifelhaften Gründe sucht, wenn er Stellen wegstreichen muss, wegen z.B. Finanzkrise ;)

  • Hier sollte unterschieden werden zwischen Nebentätigkeit und Nebenverdienst.
    Ich würde beides mit dem Arbeitgeber absprechen, je nach Anforderung. Z.B. nimmt dich der Nebenjob geistig und/oder körperlich zu sehr in Anspruch, das deine eigentliche Arbeit/Verdienst darunter leidet, wird es zum Problem. Weiterhin kann dein Arbeitgeber auf eine Teilung der für ihn entstehenden Unkosten, wie z.B. Krankenkasse oder Bundesknappschaft bei einem Minijob bzw. als Geringverdiener, beanspruchen. Von daher ist eine Absprache äußerst sinnvoll, um seinen eigentlichen Job nicht durch Unzulänglichkeiten zu verlieren.


    beste Grüße

  • Es gibt bei "Arbeitsplatzfragen" meiner Erfahrung nach immer zwei Betrachtungsweisen, die für mich absolut gleichwertig sind: Die rechtliche Seite und die Frage des Umgangs miteinander


    die rechtliche Sicht ist in den vergangegen Posts schon diskutiert worden.


    Die zweite Sicht: Selbst wenn Du nach rechtlichem Standpunkt die Nebentätigkeit nicht anzeigen musst, macht es den Umgang miteinander oft einfacher, wenn alle
    relevanten Mitarbeiter, Kollegen und Chefs Bescheid wissen. Wie ist die allgemeine Arbeitszeitkultur im Unternehmen? Wie sind Überstunden geregelt (vor allem in nichttariflichen oder außertariflichen Arbeitsverträgen)? Wann und wie kurzfristig werden Besprechungen angesetzt? Denn auch wenn Du 8 Stunden gearbeitet hast, kann es sein, dass andere Kollegen es merkwürdig finden, dass Du immer um 16.00 Uhr gehst, wo doch alle anderen bis 18.00 Uhr, 18.30 Uhr arbeiten. Es macht also bei vielen Arbeitsverhältnissen einfach Sinn, dass die Kollegen und Chefs Bescheid wissen, warum Du zwei mal die Woche früher gehst als üblich.