Umdenken der Vereine im Bezug auf ein "Zeitmanagement"

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  • In einem anderen Thread kam ich auf die Idee, diesem Thema ein eigenes zu widmen.


    Problemdarstellung


    Die Schulzeiten haben sich geändert, die Kinder müssen mehrmals in der Woche 8 Stunden die Schulbank drücken. Das bedeutet meist nicht, dass danach für die Schule nichts mehr zu tun ist. Einige Kinder haben darüber hinaus auch noch andere Pflichten zu erfüllen, ...sie müssen zum "Konfi", gehen Zeitungen austragen.


    Darüber hinaus haben sie die ein oder andere Pflicht im Haushalt zu erfüllen, was früher nicht ganz so der Fall war, weil "Muttern" nicht arbeiten ging.


    Besonders die heutige C Jugend ist betroffen, weil deren Spieler die zum Gymnasium gehen, das Abitur nach 12 Jahren "machen" muß. Dieses bedeutet, intensiver zu lernen, weil der leicht geraffte Stoff, kompensierter vermittelt wird. Das bedeutet, dass beispielsweise Stoff des vorausgehenden Jahres -im Gegensatz zu früher- bereits ein Jahr eher vermittelt wird/werden muß.


    Hiervon getrennt zu sehen, wären für mich Pflichten, die sie sich freiwillig auferlegen, z.B. eine zweite Sportart, Musikunterricht usw..


    Ich glaube das der Fußball hier keine Pflichtveranstaltung ist, so gesehen gehört der Fußball zu der Kategorie, auf die der Spieler verzichten kann, wenn es eng wird. Mit -eng- meine ich, ...zeitlich eng wird oder auch, weil er Probleme in der Schule hat. In diesen Fällen wird Fußball aus zeitlichen Gründen zu dem Teil des Lebens, der gestrichen wird. Es könnte auch zu dem Teil des Lebens gehören, der zu Stress wird, weil der Trainer beispielsweise zu ehrgeizig ist und zuviel Druck macht. Auf der anderen Seite ist es aus Trainersicht verständlich, ...denn...


    Gerade in Vereinen, die ein Einzuggebiet haben, wo Spieler eh "Mangelware" sind, ...könnte sich hier ein lebenswichtiges Problem auftun. Aber auch langfristig gesehen, könnte dieses Problem auch größeren Vereinen ins Haus stehen, weil die Spielerzahlen wegbrechen und u.a. auch so der Nachwuchs fehlt.


    Frage: Was können Vereine tun, um dem Problem entgegen zu treten? Gibt es dieses Problem oder nicht? Ist es vielleicht sogar das Hauptproblem, statt die Konkurenz zu anderen Funsportarten?


    Wäre es z.B. (u.a.) eine Lösung, das der Trainer dem Verein die Zeiten vorgibt, zu denen er das Training geben kann, so dass der Trainer dann dort eingesetzt wird, wo er kann und ihm dann eine Altersgruppe zugeordnet wird, die zeitlich in der Lage ist, dort am Training teilzunehmen? Das würde ich mit dem Begriff "Zeitmanagement" umschreiben. Was wären die Vorteile, wo liegen die Nachteile, ...wäre es eine Lösungsmöglichkeit, die dem oben geschilderten Problem sinnvoll entgegen tritt?[/b]

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Das ist ja eine sehr gute Idee mit dem Zeitmanagement. Ich halte es aber nicht für sinnvoll den Trainer die Mannschaft vorzugeben. Im unteren Jugendbereich G-E ist es ja zeitlich nicht so das Problem, da die Kinder max 6 Stunden Schule haben. Aber im oberen Bereich wird es zu Problemen führen, da sich die trainer und Spieler ja auch gegenseitig aneinander gewöhnt haben und gerne zusammen bleiben möchten. Andererseits ist das auch eine Chance für Kinder/Jugendliche sich an andere trainer zu gewöhnen. Pauschal kann man das nicht für alle Vereine gleich machen, da die Trainer, die ja meist auch in den oberen Jugenden aus Eltern bestehen, "ihre" Mannschaft behalten wollen. Man sollte es mal ausprobieren. Geht es gut, ist alles okay, geht es schief, wandern die Kids ggf. ab. Das Risiko wäre mir persönlich zu groß, da es sich kleine Vereine nicht leisten können Kinder zu verlieren.


    Andre ICH BIN JETZT WACH :D

  • Sehr interessantes Thema.
    Zu Schule und Fussball gabe es vor rund 3-4 Wochen einen Artikel in unserer Zeitung welchen ich überaus Interessant fand. Man muss ja in Kooperationen mit Schulen nicht unbedingt ein solch Aufwändiges Modell fahren. Auch kleine Kooperationen wären denkbar.


    http://www.stuttgarter-zeitung…ppelpass-mit-dem-jkg.html


    In Sachen Mannschaften dem Trainer zuordnen, das sehe ich auch etwas skeptisch. Ich denke damit läufst Du u.a. auch Gefahr dass du einem Trainer eine Mannschaft übergibst welche er sich überhaupt nicht zutraut.

    "Der Geist des Balles verbindet die Herzen der Spieler"

  • Hallo,


    dass ein Trainer vom Verein die Zeiten vorgegeben bekommt hab ich ja noch nie gehört.


    Ich kenn das nur so, dass der Trainer sich die Zeiten aussucht wann er trainieren möchte.
    Auch den Spieltag kann sich der Trainer zumindest bei Heimspielen aussuchen.


    Außerdem denke ich, dass es vom Alter her gestaffel später wird und man mit den Älteren
    dann auch später trainieren kann.


    Meine Kids kommen teilweise um 16:30 Uhr von der Schule (Gymnasium) und dann ist um
    17:30 Uhr das Training. Wer bis dahin seine Hausaufgaben nicht fertig hat (selten) bleibt dann
    eben zuhause oder macht nach dem Training weiter.


    Und das rumerzähle von wegen die Kinder müssen viel mehr lernen, weil das Abitur jetzt nach
    12 statt nach 13 Jahren gemacht wird, geht mir sowieso auf den Geist.
    Weil dafür kommen die Kinder ja 2 Jahre eher aufs Gymnasium als früher. Da gabs die
    Orientierungsstufe noch und da hat man ja wohl nicht viel gelernt!


    Schöne Grüße,
    Michael

    Fußball-Power

  • joergstgt
    Die Sache mit dem in die Schulen gehen, löst indirekt auch das Problem -trägt zumindest dazu bei-, denn Schüler werden hier als Talente erkannt, gefördert und es besteht die Chance, das sie sich einem Verein anschließen. Das Modell betreibt hier übrigens der Stützpunkt31, ...der Stützpunktleiter und seine Trainer machen das auch so, wie in dem Zeitungsartikel beschrieben, ...stand hier jüngst noch in der Zeitung --ich glaube letzte Woche- noch.


    Nur löst das das Problem des Dorfvereins, dessen altgediente Spieler ab der C "wegrennen" ?


    oTTo, guten Morgen :)


    Ja, das ist die Frage, ...rennen sie weg, wenn der Trainer durch ein Zeitmanagement wechselt oder ...und das hast du so herum noch nicht beleuchtet, ...kommen sie deshalb bzw. -viel wichtiger- ...bleiben sie deshalb, ...ist es ihnen deshalb möglich, überhaupt zu bleiben???


    Denkbar wäre -wenn man die Idee mal ausspinnt- ...das es im Rahmen eines Managment sogar Trainer gibt, ...die als Kompromiss sozusagen "Springertrainer" sind. Ich meine da Leute wie mich, ...die Lust hätten was zu machen, keine feste Mannschaft haben, ein wenig Insider sind, und beispielsweise für die D und C oder wie auch immer, ein Extratraining zu einer anderen Uhrzeit anbieten, ...nämlich für diejenigen, die zu der anderen Uhrzeit nicht können. Da könnte man dann -als Kompromiss- sogar soweit gehen, dass man verschiedene Leistungsgruppen, D 1 bis 560 und das selbe für die C 1 bis.... miteinander trainieren läßt, ...Spieletraining z.B.....


    Im weiteren könnte ich mir -wenn ich das so andenke- vorstellen, dass der Trainer zwar ein festes Team hat, welches er am Wochenende zum Spiel betreut, aber in der Woche trägt er sich auf einem Planer mit seinen Trainingszeiten ein. Für die Altersgruppe für die er sich einträgt, sind auch noch z.B. 4 andere Trainer im Boot. Da der Verein ein auf seine Philosophie geknüpfte Konzeption hat, weiss jeder dieser 4 Trainer, was derzeit das Trainingsziel ist. Die Spieler wissen, ich habe von-bis Training, ...und wenn sie dort sind, erkennen sie am Plan, wo sie bei wem Training haben. Das ganze könnte man auch im Internet pflegen und für jeden Trainer zugänglich machen. So könnten die Spieler dann auch den zuvor beschriebenen Ausweichtermin erkennen.


    Bitte nicht das Problem und das Ziel vergessen, das sind die Grundlagen für dieses Thema. Es geht darum, ob Kinder im D/C Bereich und später den Verein nach langen Jahren verlassen, weil sie es zeitlich nicht mehr hinbekommen und Präoritäten setzen. Es geht darum, hier für den Fall, dass das zutreffen sollte, Gegenmaßnahmen zu treffen. Gegenmaßnahmen sind/wären für mich u.a. eine gewisse Flexibilität ,,,,ein Entgegenkommen zu gestalten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Andre ()

  • ist ein Thema in Lübeck, es stand gerade ein erster Sportverein damit in der Zeitung,
    der junge Mann holt u.a. Kids aus dem Kindergarten ab und trainiert


    wegen des finanziellen Eigenanteils ist das wohl eher ein Modell für größere Vereine,


    dann hat man aber jemanden Ganztags da, der prima in den entsprechenden Zeiten ein Training im Verein übernehmen kann


    gruß aus Lübeck


    thom

    Bundestrainer 8) Fernseh - Lizenz