Mit sowas kann man gute Arbeit ganz schnell kaputt machen. Worum es geht steht unten in einem Zeitungsartikel von heute. Was soll man den Kindern in so einer Situation sagen?
Angriff auf Schiri endet vor Gericht
HANNOVER. Eigentlich ist es ein klarer Fall:
Schiedsrichter Max von Ikier (21) soll nach einem Spiel von einem
Albaner gewürgt worden sein, dessen Bruder habe dem Referee mit einer
Kopfnuss dann noch das Nasenbein gebrochen haben. Und alles nur, weil
der 21-Jährige beim E-Jugendspiel (acht- bis zehnjährige Jungen)
zwischen dem SC Langenhagen und der Spvg Laatzen einen Elfmeter verhängt
hatte, der dem SC zum 1:0-Sieg reichte, was den albanischen Vater
erzürnte. Geschehen war das Ganze am 14. Juni 2009 bei einem Turnier in
Kleefeld.
Eigentlich sollten sich die beiden Angeklagten,
Skender B. und Afrim B., gestern vor dem Amtsgericht wegen gefährlicher
Körperverletzung verantworten. Weil aber die Anwältin von Skender B.,
Angela Klinkert, erkrankte, platzte der Prozess.
„Solche tätlichen Angriffe auf Schiedsrichter sind mittlerweile Alltag
im Fußball“, meint Max von Ikier. Er sei 2003 von einem Trainer mit
einem Messer bedroht worden. Für die Tat 2009 gebe es dutzende von
Zeugen.
Für den Anwalt von Afrim B., Jens Klinkert, ist der Fall gar nicht klar.
„Das Ganze hat sich in einer völlig aufgeheizten Atmosphäre
abgespielt“, so der Ehemann von Angela Klinkert. Denn der Schiedsrichter
habe mit dem Trainer des SC Langenhagen das Spiel verschoben. Das habe
ein Vater beobachtet, meinte Klinkert gestern. Die Angeklagten wollten
nach dem Spiel den Referee zur Turnierleitung führen: „Dabei ist einer
der Angeklagten auf dem nassen Rasen in den Schiedsrichter gerutscht,
dabei muss dieser sich die Nase gebrochen haben.“
Das Gespräch mit dem Trainer des SC Langenhagen räumte von Ikier ein:
„Da sich der Trainer vorher mit seinem Kollegen von Fortuna Sachsenroß
geprügelt hatte, gab es Gesprächsbedarf.“
05.02.2010 / NP Seite 2 Ressort: LOKA
