Beiträge von TRPietro

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    Joe


    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Dh. habe nur die letzten 2 - 3 gelesen und zusätzlich dein erstes. Scheinbar wird das Problem; dass die schwächeren Spieler eher rumblödeln, stark gewichtet.
    Wenn ich solche Spieler hätte, würde es mich schon ernsthaft interessieren wie gerne diese auch wirklich ins FC kommen. Ich würde da mit jedem ein Einzelgespräch führen. Dies kann man beim Schlussspiel gut machen. Falls dann die Kids beim Gespräch behaupten, dass sie gerne kommen, würde mich auch interessieren, warum sie das Training stören.


    In meinen Augen gibts da einiges was geklärt werden sollte.
    Aber im Groben sehe ich es ähnlich wie @Andrai. Jede/r der schon mal F - Junioren trainiert hat, weiss, dass nicht alle Kinder wirklich gerne kommen sondern einfach dabei sind weil Mami einkaufen möchte oder weil Papi ehem. Fussballer war usw. Da muss man sich schon sicher sein, dass man nur die Kids annimmt, die wirklich kommen möchten.


    Gruss
    TRPietro

    Hallo GregR


    Lass mich raten; die Spieler die ständig die Schwächeren auslachen sind genau solche, die bei Dir 5 Jahre gespielt haben. Hauptsächlich werden deine Trainings von den Spielern gestört, die Du schon länger trainiert hast.


    Falls dies so ist, würdest Du meine Meinung bestätigen, dass man max. 3 Jahre mit den gleichen Junioren arbeiten sollte. Sieh mal; es könnte lediglich sein, dass Eure Verhältnisse sich langsam verbrauchen, dass die Spieler etwas neues, resp. neue Methoden sehen müssen und das Du im Unterbewusstsein evtl. ebenfalls eine Aenderung haben möchtest.


    Die vier neue Spieler sprengen lediglich den Rahmen.
    An Dich selbst zweifeln musst Du immer... jedoch aber konstruktiv. Im Moment siehst Du nur Probleme und keine Lösungen. Die Lösung ist nur eine; die 4 schwächeren Spieler an die Anderen heran zu führen. Dies sollte eine Herausforderung sein und kein Problem. Du solltest an deine innere Einstellung arbeiten...
    Spieler die nur Blödsinn machen müssen bestraft werden und zwar egal wie gut sie sind... dabei darf man als Trainer, keine Angst vor Leistungseinbussen haben... scheinbar achtest Du zu sehr darauf.
    Dein Ziel muss lediglich der Spass und die Ausbildung sein. Tabelle und Resultate sind 2. rangig.


    Wünsche Dir viel Glück


    Gruss
    TRPietro

    Danke für die ausführliche Antwort.


    Das der Spaß im Vordergrund steht ist mir klar. Nicht umsonst war ich nie im Verein, da man auf der Straße einfach wegen der unabhängigkeit mehr Spaß an Fußball hat als Spiel. Der Fußball im Verein ist ganz klar als Sport zu verstehen und mir ist auch klar, dass man einen als Trainer sauberen Übergang zwischen Sport und Spiel für die Jugend erreichen will.


    Fussball ist Sport und Spiel... und nicht das eine oder das andere.



    Ich gebe zu, dass meine Motivation etwas fanatisch klingt, aber da ich selbst noch ein Jugendlicher bin weiß ich was man will und dass man die Lust am Spiel nie verlieren soll. Aber das reicht nicht aus um vom Talent zum Star zu werden. Es gibt bestimmt auf der Welt unzählige Kinder die das Potential eines Messis oder mehr hätten, aber diese werden ungünstigerweise nicht gefördert oder ihre familiäre Situation nimmt ihnen den Spaß.


    Es klingt nicht fanatisch. Anhand deines Schreibens merkt man einfach, dass Du Dir falsche Vorstellungen machst. Es klingt alles so einfach... jedoch wirst Du bald spüren, dass es eben gar nicht so einfach ist. So kommts auf jeden Fall rüber. Sämtliches Schreiben hilft Dir nicht. Du musst einfach Raus und die Erfahrungen sammeln. Zur familiären Situation... es gibt auch Situationen wo die Trainer versagen und den Kids den Spass nehmen. Vermutlich hast Du Recht; Da draussen gibts sehr gute Spieler mit Potential. Aber eins sage ich Dir im Voraus; Auch Du wirst potentielle Profispieler trainieren... wenn diese aber den Sprung nicht wagen wollen, dann ist es halt so. Da hast Du als Trainer nichts zu verantworten...



    Ich glaube auch kaum, dass man nur mit Spaß weit kommt und das weiß hier jeder. Das Ziel ist das wichtigste um sich zu verbessern. Daher will ich Trainer werden, da man den Fußball nicht verallgemeinern kann und es ein Abenteuer die Entwicklung der Jugendlichen mitzuverolgen und zu beeinflussen. Nicht umsonst möchte ich auch Sportlehrer werden. Ich mir schon mehr Gedanken darüber gemacht.


    Wir sprechen hier von Breitenfussball. Vielleicht passt folgender Spruch: "Spass ist nicht Alles, aber ohne Spass ist Alles nichts." Glaub mir; Messi hat Spass am Fussball.



    Lernt man nicht während der Trainerausbildung taktische und pädagogische Fachkenntnisse? Ich verstehe nämlich nich wie man einfach sagen kann, dass ich als C-Jugend Trainer zu wenig Taktik kann. Nur weil ich jetzt noch im keinen Verein war?


    Der Verein bringt Dir keine Taiktik bei. Dies lernst Du in Ausbildungsmodulen vom Verband oder über Bücher etc. etc.
    In der Regel fängt der Trainer vor der Ausbildung mit dem Trainerjob an. Meistens ist es eine Katastrophe... das kann ich Dir mit Bestimtheit sagen. Fast jede Ausbildung bringt einen "Aha - Effekt".
    Ohne taktische Ausbildung würde ich keine C - Jugend übernehmen.
    Ich würde Andres Tipp verfolgen. Eine Mannschaft als Assistenttrainer übernehmen. Was meinst Du? Währe das etwas?


    Gruss
    TRPietro


    Meinte Schiedsrichterausbildung. Habe mich verschrieben... :D

    Ok... dann mag halt Eure Trainerausbildung in Deutschland nicht so gut sein.


    Ich habe auch Kollegen die Schieris sind. Der eine ist wirklich gut und behauptet, dass die Kurse wirklich gut sind und eine gute Ausbildung vorhanden ist (in der Schweiz). Folgende Probleme der Schieris nannte er auf:
    - Junge übernehmen Schieriaufgaben nur wegen die 70 sFr./ Spiel... also nur wegen Geld
    - Junge passen beim Schierikurs einfach nicht auf. Nehmen es nicht ernst... hautpsache 70 sFr./ Spiel
    - Schieris achten nicht auf Ihre Fitness. Auf Finnenbahn läuft er alleine. Beim Schieritraining gehen Sie lieber eins saufen als wirklich zu trainieren.
    - Zu viele Schieris sind einfach arrogant und sorgen oft vor Spielbeginn für Spannungen.
    - Schieris haben scheinbar einen Vorbereitungsritual vor dem Spiel... nur wenige ziehen es durch.


    Einfach mal kurz; Es gibt Schieris (die Guten) die uns Trainer verstehen und Ihre Kollegen zum Teil als Pappenheimer bezeichnen.


    Gruss
    TRPietro

    Lieber @Dinho


    Du kannst einfach mal im Internet nach dem Juniorenverantwortlichen deines Heimatortes oder deines Wunschvereins suchen... natürlich wirst Du bei Bayern oder Dortmund etc. ohne entsprechende Trainerausbildung nicht rein kommen... manchmal reicht aber dafür Vitamin B. Falls Du hast ist es einen Vorteil.


    Zu deiner Einstellung:
    Du willst Talente fördern, Stars machen etc. Mach Dir selbst einen Gefallen und hör auf, Dir dies einzureden... ansonsten wirst Du eine krasse Enteuschung erleben. Kuck mal: 80 - 90% der Junioren spielen im Fussballclub, weil Sie einfach Spass haben möchten. Klar; Unsere Aufgabe als Juniorentrainer ist es diese Junioren auszubilden. Das Ziel sollte sein, dass diese Jungs eines Tages die erste Mannschaft zum Erfolg führen können. Wenn dann Jemand in einem Spitzenfussballclub kommt, ist man natürlich auch glücklich. Aber das Wichtigste dabei ist: SPASS.


    So wie Du schreibst kann ich Dir empfehlen eine D2 zu übernehmen. Im Kinderfussball (F und E - Junioren) könntest Du evtl. enteuscht werden. Für eine C - Mannschaft könntes Du wohl an mangelndem taktischen Wissen leiden. Da wird bereits auch taktisch trainiert... wenn da die Kids bemerken, dass der Trainer, fachlich nicht mithalten kann, wird dieser dann auch nicht ernst genommen... weitere Probleme könntest Du beim Verstehen von Pubertierenden haben. Eine D2 hingegen muss eigentlich nur Technik trainieren. Taktik ist eher kein Schwerpunkt. Da ein D - Junior noch eher Kind ist, sehe ich da auch weniger Probleme im Zwischenmenschlichen Bereich. Begeisterung ist meistens vorhanden.


    Kann Dir so wie ich Dich hier kennen gelernt habe, lediglich eine D2 empfehlen. Eine Assistentenrolle könntest Du hingegen auch in einer C2 übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Vereinsführung Dir dann die Gebräuche und Sitten insbesondere zum Thema Juniorenförderung, Spielerabgabe in D1 etc. einweiht.


    Gruss
    TRPietro

    @Paul
    Tut mir leid... ich bleibe dabei.
    Es ist bestimmt schwieriger eine technische Bewegung im Griff zu haben als fest geschriebene Regeln respektieren zu lassen.


    Die Schieris die ich am wenigsten verstehe, sind solche die alles laufen lassen, bei mehrfachem Foulspiel nich Karten verteilen und sich dann ganz verwundern, wenn der Spieler der 10 - 20 mal gehackt wurde, plötzlich ausrastet. Da gibts meistens rote Karten... rote Karten die der Schieri zu verantworten hat, weil er den Rest verpennt!


    Gruss
    TRPietro

    Hallo Leute


    Bei uns in der Schweiz wurde das KIFU System verändert. In Zukunft sollte man mit Kinder von 5-10 Jahren folgendes trainieren:
    - 50% Hauptsportart (in unserem Fall = Fussball)
    - 25% Sport auf anderem Belag (Wald, Hartboden, Matte, Halle)
    - 25% Andere Sportart


    Statistiken hier bei uns (allarmierend)


    37% der Kids (Buben) spielen im Alter von 10 - 14 Jahren Fussball. Meistbesucht ist Turnen.
    Ab 15 - 19 Jahren sind es nur noch 17% der Buben die noch Fussball spielen.
    Man behauptet, dass man im KIFU zu viel auf Fussball setzt und zu wenig Polysportiv (mehrere Sportarten) trainiert. Irgendwann hats man als Junior gesehen und hört auf resp. man sucht nach Alternativen.
    Mit dem neuen "Kids - Projekt" müssen es die Vereine versuchen wieder zu korrigieren.


    Andre
    Im KIFU sollte man ja kein One Tuch Fussball spielen. Da sind wir uns einig (anderen Tread). Wenn aber eine C - Jugend schon viele Pässe spielt, heisst es nicht, dass diese kein Spass haben.


    Drop Out ist in meinen Augen noch nicht klar. Mann weiss noch nicht, warum die Drop Out Quote bei 15 - 19 Jährigen so steigt.
    Man hat im Moment nur Spekulationen.


    Gruss
    TRPietro

    .... dass die Spieler immer schneller und kräftiger werden
    .... dass die Spieler, technisch immer besser werden
    .... dass die Verteidigende Mannschaft immer besser Pressing spielt und somit die Foulmöglichkeiten steigen
    .... dass die Spieler, taktisch immer besser werden
    .... dass die Trainer, taktisch immer besser ausbilden können
    .... dass die Trainer, die Spieler immer besser zu 100% motivieren können


    das Problem?


    Spieler werden besser. Trainer werden besser. Schiedsrichter bleiben stehen... und werden von Verbände nicht mal geholfen.


    Nichts desto trozt... die Aussage, dass die Spieler mehr Fehler machen als der Schieri muss nicht unbedingt stimmen... habe noch keine Statistik dazu gesehen. Hatte aber schon öfters das Gefühl, dass der Schieri der schlechteste aufm Platz war.
    Trotzdem geht Anstand immer zu vor... auch mit dem Schieri... ich weiss; ist nicht immer einfach.


    Gruss
    TRPietro

    Günter


    Zeitungsberichte machen wir meistens selbst. Es ist selten so, dass irgend ein Journalist irgendwie in Amriswil oder Romanshorn, Spiele beobachtet und dann berichtet.
    Ist das System in Deutschland anders? Wir müssen unsere Berichte selbst schreiben und abgeben.


    Zum restlichen hast Du natürlich Recht. Der Ausbildner möchte seine Spieler für die 1. Mannschaft ausbilden. Dies ist aber eher selten so, da die meisten Juniorentrainer nur auf Ihren kurzfristen Erfolg achten geht diese Vision doch noch sehr oft verloren.


    Gruss
    TRPietro

    Nehmen wir an, ein Verein erstellt einen Ausbildungskonzept...


    Wie kann man Werbung machen? Wie kann man das Image dadurch verbessern? Genau... da kommen genau Medien in Frage. Unter anderem auch Zeitungen.
    Das Problem aber; In den meisten Juniorenabteilungen läuft ja nix. Da sieht jeder Trainer nur auf sein Team und gemeinsam läuft da eigentlich ziemlich wenig. Also hat man schon weniger zu berichten.


    Die erste Mannschaft ist ein Aushängeschild?
    Hmmm... wenn ich mir das Verhalten und die Gespräche der Zuschauer, Eltern, Trainer etc. anhöre dann nicht unbedingt. Was sorgt für Gespräche und Zeitungsartikel eher?
    - Trainingslager (sämtliche Teams... da muss halt Juniorentrainer selbst den Finger aus dem A... nehmen und etwas schreiben).
    - Turniere (Werbung um Besucher aufmerksam zu machen... mehr Zuschauer = meher Umsatz)
    - Schlägereien, Spielabbrüche etc. (in sämtliche Teams... insbesondere Ausländerteams oder Junioren)
    - Vorstellung neuer Trainer (schon eher erste Mannschft)
    - Erfolge, Misserfolge (leider oft auch von Juniorenteams)


    Ueber was wird zu wenig gesprochen resp. geschrieben?
    - Ausbildungskonzept (evtl. neue gute Spieler + Trainer aufmerksam machen)
    - Besondere Ereignisse Junioren (und wenns nur um Saisonabschluss geht)
    - Projekte und Vorhaben (zB. Projekte Wohltätigkeit, oder bei uns in der Schweiz für Teilnahme "Cool and Clean")


    Grundsätzlich ist das Marketing und PR der meisten Vereine eher schlecht. Der Grund ist einfach... die meisten Präsidenten bevorzugen die altmodische Aufbauorganisation mit Präsident, Vizepräsident, Vorstandsmitglied etc. etc. meistens ohne Funktionsbeschreibung (darum machen oft solche Vorstandsmiglieder auch nichts... ausser für Unruhe sorgen). Noch schlimmer; Man kommt ja gar nicht darauf das Ganze etwas unternehmerisch und professioneller zu gestalten. Ich kenne nur wenig Vereine mit Marketing + PR Personal... aber eine Webseit hat Jeder.


    Gruss
    TRPietro

    Karl
    Wenn ein Vater - Trainer nicht einsieht, dass sein talentierter Junge, weniger trainiert als die Anderen, erwarte ich als Cheftrainer, dass er einsieht, dass halt sein Sohn weniger spielt als andere. Muss man nur Trainer machen, wenn man eigene Kinder im Club hat? Warum muss man nur Team mit eigenem Sohn trainieren?

    Willi
    Ich weiss nicht ob ich nun deine Fragestellung ganz verstanden haben.
    Kann aber nur eins sagen; Wenn die erste Mannschaft, Priorität hat (zB. Trainingslager, Platzbenutzung) ist es noch in Ordnung.
    Das Problem ist eher; dass es in gewisse Vereine eben "nur" die erste Mannschaft überhaupt existiert.
    Meine ehem. Juniorenobfrau jammerte regelmässig, dass an VR - Sitzungen 90% über Resultate, Leistungen, Trainer und Spieler der ersten Mannschaft diskutiert wird und andere Probleme kaum angeschaut werden... so ist es in meinen Augen dramatisch.


    Abgesehen davon, sollten sich die super vorbereiteten Präsidenten und VR - Mitglieder mal fragen, warum; Kantone, Bund, Sponsoren Ihre Gelder in Vereine fliessen lassen... wohl eher für die Junioren im Sinne "einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung" nach dem Motto: "Holt unsere Kinder von der Strasse".


    Ich kenne wenige erste Mannschaften die Spieler in den Reihen haben, die bereit währen etwas selbst zu finanzieren... ganz im Gegenteil: Zum Teil bekommen diese noch Geld.
    Stell Dir mal vor. Im Vereine meines Heimatortes ist ein Präsident tätig, der eine Auto - Garage besitzt. Ein sehr erfolgreicher Vertreter. Stell Dir vor; Gute, auswärtige Spieler werden mit Autos bis zum Wert von 16'000 (ca. 22000 - 26000 Euro) sFr. angeheuert. Im Durschnitt müsste man also ca. 8 Jahre lang den Traineramt ausüben, damit man zu dieser Summe kommt, wenn man rechnet, dass man als Trainer im Durschnitt ca. 2000 sFr. (ca. 3100 Euro)/ Jahr bekommt. Das finde ich dann schon sehr krass.


    Gruss
    TRPietro

    trainer2005


    schön wärs. Ich würde in einem Verein, der ähnlich handhabt wie Du, gerne trainieren.
    Muss aber ganz ehrlich sagen; Wir sind hier nicht in Deutschland. Ihr seid viel Fussballfanatiker als wir. Hier wird einfach das Nötigste gemacht... dies nicht mal immer.


    Zur Konzepteerstellung: Ich werder vermutlich eine Umfrage anhand eines E - Mails starten um zu verstehen, wie bereit die Vereine dafür sind und um zu verstehen, warum diese dann keinen Konzept haben und wo Sie die Vorteile und Risiken sehen. So eine Rundum - Umfrage... ob da aber Jemand antworte ist die zweite Frage.


    Warum das?
    Als ich den B - Diplom machte wurde uns gelehrt, wie man ein 1 Jahresplan für die Ausbildung erstellt. Da wurde uns vom Experte (war damals Trainer beim FC Wil) auch gezeigt, dass solche Pläne über ganze Kategorien möglich sind und somit also mögich ist, einen wahren Ausbildungskonzept zu erstellen. Dies ist ja sogar beliebig anpassbar.
    Da hörte ich Kommentare wie "Das sollten wir auch haben" oder "klingt Interessant, muss im Verein nach Interesse fragen" etc. Also helle Begeisterung... übrigens auch von meinem B - Trainer Kollege der letzten Saison, der mich da mit dem Thema "unmotivierte Spieler" anmachte.


    Mein Mittrainer und ich haben mitte Saison 2008/2009 dann an einer Sitzung tatsächlich gefragt, wie es die Anderen sehen würden, wenn man einen Ausbildungskonzept einführen würde... kannst drei mal raten, welcher Trainer dagegen wahren... genau unser B - Trainer, der ja vom Experte so begeistert war und das "Konzepte erstellen" so hochheilig befürwortete.
    Da wurde ich rot vor Wut... der B - Trainer hat doch zwei Gesichter?! Entweder hat dieser Trainer keine eindeutige Meinung oder er ist einfach ein Lügner... oder er war einfach neidisch, dass er die Idee nicht brach.
    Da ich nicht beweisen konnte, dass dieser B - Trainer damals einverstanden war, liess ich die Wut in mir brennen... ich wollte an dieser Sitzung nichts mehr sagen, weil ich Angst hatte, etwas falschen zu sagen... irgendwie versuche ich die Trainerkollegen eben doch noch zu respektieren (zumindest nach Aussen)... aber sehr oft ist es eben sehr schwierig, weil man entweder verarscht, angelogen oder angemacht wird.


    Du siehst; Hier ist es schwierig ein Konzept einzuführen, weil ausgerechnet die Trainer dann nicht wollen. Der Grund ist mir unklar und bringt mich zur Verzweiflung... warum den Verein durch eine gute Ausbildung der Junioren nicht verbessern wollen? Vielleicht, weil diese Trainer dann evtl. nicht mehr auf Ihr eigenen Erfolg bauen können? Weil die Trainer auf unsere Idee neidisch waren? Ganz ehrlich; Keine Ahnung! Vermutlich ist keiner meiner Behauptung der wahre Motiv.


    Na ja... so ist es wirklich in den meisten Vereine, zumindest bei uns in der Ostschweiz. Hier hats man am Besten, wenn man Teams trainiert wie E2 oder D2 etc. wo man keine Erwartungen hat, wo man nicht dafür kämpfen muss, die Besten Spieler zu bekommen (ganz im Gegenteil... man kann die Besten in erste Teams befordern), etc. etc.


    Gruss
    TRPietro

    TRPietro, deine Beiträge sind immer so schön emotional...lese ich sehr gern, weil diese mir ein überaus realitätsnahes Bild verschaffen. Das aber nur am Rande...


    Wenn Du das ernst meinst, höre ich auf zu arbeiten und mache mich als Schriftsteller selbständig. ;) Es gibt nämlich nur wenige Schreiber die Emotionen wecken können.


    TRPietro,
    Du hast da verschiedene Trainertypen beschrieben, mehr oder weniger alle mit negativen Eigenschaften (Klischees?). Ich bin mir natürlich im Klaren, dass du da immer gewisse Personen, die deinen Weg kreuzten, im Kopf hast. Offensichtlich ist dir ein "guter" Trainer noch nicht wirklich begegnet, was aber nicht kritisch gemeint ist.


    Doch doch... es gab auch gute Trainer. Die Ausbildner sind die Besten Juniorentrainer. Leider gibts eben schon öfters Winnertypen oder Jammery etc. Oben findest Du meine Liste. Die Meisten haben entweder das Gefühl, die Rolle eines Hitzfelds, Klinsmann oder Van Gaal übernommen zu haben und handeln entsprechen; Also... das "eigene Team" vorwärts bringen. Alles Andere ist zweitrangig. Dies gilt auch für C2 - Trainer. Für so einen Trainer hat C2 höhere Prio als C1.
    Die anderen Trainer befriedigen nur den Spass - Faktor. Arbeiten mit der Ueberzeugung, dass Kinder und Junioren nicht gefordert werden möchten sondern nur Spass haben möchten. Dummerweise ist auch in solchen Teams ab C - Jugend, die Drop Out Quote sehr hoch.
    Der Ausbildner ist die Lösung: Der Ausbildner analysiert, achtet mehr auf die Trainingsleistung als auf dem Resultat, stellt auf im Sinner der Ausbildung und nicht im Sinne des Erfolgs etc. etc. etc. Eine zu wenig verbreitete Spezies...


    Ich bin der Meinung aber, dass man auch Typen wie Wettbewerbtyp oder Ikone ohne Ahnung etc. durch ein genaues Konzept (Regeln, Leitplanke) mit Ziel: "Ausbildung" zu gute Ausbildner machen könnte.


    TRPietro,
    Meine Frage wäre, wo du dich selber einordnen würdest. Ich habe dich hier als durchaus (selbst)kritischen Schreiber kennengelernt und bin mir sicher, eine ehrliche Antwort zu erhalten. Da du ja deine "Prinzipien" hast, zu denen auch Selbstkritik gehört, gehe ich davon aus, dass du dich als "guten" Trainer bezeichnen würdest (alles andere wäre ja auch blödsinnig).


    Ich sehe mich im Juniorenfussball, eindeutig als Ausbildner.


    TRPietro,
    Also: Was muss ein Trainer deiner Ansicht nach haben, um den (altersgerechten) Anforderungen gerecht zu werden?


    - Selbstvertrauen = Der Trainer muss wissen was er kann. Er muss seiner Fachkenntniss überzogen sein.
    - Körperhaltung = Anhand eines Psych. Buch habe ich nun ein paar Körperbewegungen die zur Beruhigung resp. zum Ansporn bewegen kann. Es funktioniert jedoch nicht auf alle Spieler die ich hatte... Kann für einen Hobbytrainer nicht ein "Muss" sein.
    - Gelassenheit = Ein Trainer sollte möglischt sachlich und gelassen bleiben können. Dies auch in hecktischen Zeiten. Dies hängt aber vom Verein stark ab. In einem Gurkenverein, kann man nur schwer, gelassen bleiben.
    - Optimismus = Vor dem Team sind sämtliche Ziele erreichbar. Der gut Trainer stellt aber erreichbare Ziele zur Verfügung, damit die Spieler keine Angst vor dem Versagen bekommen.
    - Kommunikation = Der Trainer muss wissen resp. verstehen was seine Worte provozieren können. Ich habe zB. einen C2 - Trainer (Winnertyp) erlebt, der nach einer 10:3 Pleite seine Spieler als "Looser" und "Versager" abgestempelt hat. Wohl falsche Kommunikation...
    - Der gute Trainer sucht nicht ständig nach Fehlern sonder nach Lösungen... problematisch für Trainertyp: Jammery und Icone ohne Ahnung
    - Hohe Eigenmotivation... problematisch für Larifarityp... ich habe keine Eigenmotivation also = Pause als Trainer.
    - Ansteckende Begeisterung... abhängig von Eigenmotivation
    - Respekt gegenüber Spieler... meistens von alle Trainertypen vorhanden. Ausser bei hoher Niederlage seits Winnertyp.
    - Geduld im Coaching ist nötig... mit Störenfriede im Team eher schwierige Voraussetzung.
    - Positive, ermutigende Grundhaltung
    - Zuhören können; Meinung von Spieler, Leid, Sorgen, Probleme etc. Von zu vielen Trainer vermisse ich diesen Service.
    - Technische Kompetenz; Oft vorhanden... jedoch nur für eigene Zwecke für die meisten Trainertypen und nicht im Sinne des Vereins.
    - Gute Trainer agieren... schlechte Trainer können nur reagieren.
    - Gute Trainer haben oder suchen nach Lösungen. Der schlechte Trainer sieht nur Probleme ohne Lösungsmöglichkeiten (solche bringen mich auf Palmen).
    - Gute Trainer sehen meistens eine Möglichkeit... schlechte Trainer empfinden alles oder zumindest vieles als unmöglich.
    - Gute Trainer arbeitet für die Verbesserung der Spieler, mit Ueberzeugung und Beharrlichkeit
    - Gute Trainer bleiben sich selbst und vermeiden Ihre Persönlichkeit nur wegen einer Führungsrolle zu ändern oder wie Beckenbauer oder Lippi zu wirken... dies trotz Vorbilder.


    Das sollte genügen... Du siehst... viele Anforderungen die natürlich nicht 100% erfüllt werden können.


    TRPietro,
    Wie würdest du dich selber einschätzen? Hast du immer alles versucht, um einem "geordneten" Umgang mit der Trainerschaft - um beim Thema zu bleiben - gerecht zu werden...oder hast du nicht auch hier und da hintenrum versucht, gewissen Trainern einen "reinzuwürgen"?


    Ich kann behaupten, dass ich zwar eine eher ungeduldige Person bin, die nach Optimierung strebt. Dabei habe ich nie unfaire mitteln wie Ar... lecken angewendet. Noch weniger habe ich versucht, Trainerkollegen zu hintergehen. Meine Meinung liess ich in der Regel direkt an Sitzungen, freien lauf. Jedoch aber meistens bei Attacken anderer Trainer mir gegenüber, so nach dem Motto: "Wisch Du zu erst vor der eigenen Haustür."
    So zB. unseren B - Trainern die behaupteten, dass von der C - Jugend unmotivierte Spieler rauf kommen. Da sagte ich natürlich deutsch und deutlich, dass die Probleme ab B - Jugend entstehen und in meinen Augen auch die Trainer an vielem Schuld sind... dabei lieferte ich sogar Fakten. Das Problem; B - Trainer ist Trainertyp; Ikone ohne Ahnung... wenn Du verstehst was ich meine.



    So das reicht. Zu langer Beitrag hier.


    Gruss
    TRPietro

    Ich kann mich in 12 Jahren Trainertätigkeit, nicht erinnern, dass sich "ALLE Trainer" sich wirklich respektiert haben. Warum es nicht funktionierte ist wohl klar: In den meisten Vereine herrscht Anarchie. Absoluten Chaos, Jeder macht was er will, Jeder achtet nur auf sich etc. etc. etc. Kurz; Die (meisten) Vereine schaffen ja nicht mal eine optimale Zusammenarbeit, weil diese ja keine Regeln, Konzepte und Visionen haben, die den Trainern als Leitplanke dienen.
    Somit macht jeder was er will und versucht seine Mannschaft als grössten Vereinserbgut zu deklarieren. Nicht selten hat man einen Verein im Verein.


    Zuletzt war ich in eine Gruppierung zweier Vereinen tätig. Den einten Verein hatte in der E - Jugend eigentlich einen guten Trainer. Sein Problem; Er nannte sein Mannschaft Team Ebro. Keine Ahnung was das ist... jedoch aber Team Ebro.
    Warum Team Ebro? Der Verein hat schon ein Namen. So weit geht es... übrigens; das Team Ebro oder Evro, existiert heute noch.
    Ich als Juniorenobmann??? So extwas würde ich nieeee tollerieren.


    Jetzt könnt Ihr Euch vorstellen, wie der Umgang unter den Trainern wohl sein kann, wenn das E1 - Team nicht FC X sondern Team Ebro heisst. Ja... es benimmt sich sogar als Team Ebro... der Trainer will ja möglichst wenig mit den anderen Vereinsteams zu tun haben... als währen diese Teams aus andere Vereine. Das Team Ebro hat Prio über alles... es ist Team Ebro. Falls der E2 - Trainer kommt und zB. nach der Laufleiter fragt, heisst es: "Nein, wir sind Team Ebro und haben Prio." Oft wird aber das verlangte Trainingsprodukte nicht angewendet... so dass es eben doch böses Blut gibt.


    Mein Fazit; Bin froh, dass ich als Trainer in dieser Gruppierung und in diese zwei Vereine nicht mehr tätig bin. Es gab nämlich folgende Trainertypen:


    - der Lügner = versucht durch sämtliche Aussagen, den ehrlichen Trainer auszutricksen... man will ja nicht zusammenarbeiten. Falls dieser Trainer eine C2 oder B2 Trainiert, so hat dieser bestimmt nei Talente fürs C1 oder B1... Ziel: Die guten Spieler verstecken für eigenen Erfolg.
    - die Ikone ohne Ahnung = dieser Trainer kommt sogar mit dem grössten Schwachsinn durch... so einer war übrigens unser B - Trainer, der jährich 6 - 10 Spieler vergraulte... es war aber immer Schuld der Spieler (Pubertät etc.). Für solche Trainer würde man auch einen Hitzfeld feuern.
    - Winnertyp = Egal ob C1 oder C2. Gewinnen über alles. Die Besten Spieler ins C1 geben? Nein... die müssen nämlich für Erfolg sorgen.
    - Wettbewerbtyp = Meistens in zweite Teams unterwegs... und meistens keine Ahnung. Hauptziel dieser Trainer: Erste Mannschaft konkurrenzieren um somit neue erste Mannschaft zu werden. Dabei werden üble Tricks angewendet wie zB. die Besten Spieler der ersten Mannschaft "intern" abzuwerben.
    - Larifarityp = Solche die einmal kommen und einmal nicht. Es ist alles ungezwungen. Agiert nach Lust und Laune. Meistens unvorbereitet bei Trainings... verwundet sich aber meistens bei Larifari seits Spieler ;) .
    - Jammery = Ständig am jammern; habe zu wenig Spieler, Spieler haben kein Spass, ich habe kein Spass, die Welt ist Sch..., alles ist Sch... nur ich nicht. Wenn man Trainings ankuckt; Meistens unvorbereitet (Warum mühe? Spieler sowieso kein Spass), meistens Sch...!


    Es gab noch weitere Trainertypen. Die guten blieben nur ein Jahr. Ich war nicht so gut... darum blieb ich zwei Jahre. Ein drittes Jahr hätte bestimmt Magengeschwürr provoziert.


    Gruss
    TRPietro