So steuern schon Kinder ihre Entwicklung als Prozess des Selbstwerdens unwillkürlich selbst. Indem Gleiches als Geschick erfahren und erlebt wird, wachsen so unterschiedliche Persönlichkeiten heran. Ihr Leistungsvermögen hat ca. 10 Prozent Talent als Ursache, 90 Prozent aber Training. Entscheidend ist also, wie sehr die dynamische Eigenmotivation, sein Freiheitsdrang als bloße Anlage zum Handeln im Selbstwerden stimuliert oder blockiert wird.
Es ist einfach zu beobachten, dass Kinder insbesondere ab ca. 13 Jahre mit der Suche "nach sich selbst" beginnen. Da fangen diese an zu spinnen und es beginnen die ersten pubertären Probleme. Ich sehe dies als eine schwere Zeit für unsere Kinder. Viele Charakterzüge lernen diese seit Geburt. Weitere Charakterzüge sind sicher genetisch bedingt, was auch die Talente angeht. Somit sehe ich das mit den 10% als falsch. Ich bin als Trainer vermutlich talentierter als andere. Andere sind talentierter als ich etc. Wir fangen nicht alle gleich gut an. Was jedoch stimmt ist, dass man mit Talent alleine, niergends hin kommt. Training, Ueben und Arbeit gehört zur Optimierung und zur Förderung des Talents.
Pädagogisch ist die dynamische Eigentätigkeit und ihr selbstzweckhaftes Wesen, für welches das Spiel die ideale Lernstimulation bietet, der Ausgangspunkt, also kein Vormachen, Eintrichtern oder Einschleifen von Automatismen.
Daher ist das Fordern von Leistung, Lernen oder Disziplin wie ein übergroßes Vorbild als Talentförderung immer auch kontraproduktiv! Die dem Kind eigensten Gaben werden quasi umgepolt auf die Person von Trainern.
Pädagogisch gesehen ist es auch falsch, alles schleifen zu lassen. Nehmen wir an, dass ich in der Spielsituation immer mit der Spitzguge den Pass spiele und dieser nie ankommt und ich nicht verstehe, dass ich einen Innenrist Pass spielen sollte, damit der Ball ankommt. Da ist also ein Vormachen und Automatisieren willkommen. Somit ist diese These falsch.
Das fordern von Leistung ist eine Menschenskrankheit, dass wir ursprünglich unserem Geldsystem verdanken können. Möchte da nicht näher drauf eingehen ansonsten wirds politisch. Aber ja; ich sehe das fordern von Leistung als schlecht. Mir tun die Kids jedes mal leid, wenn ich Leistung erwarten muss um diese auf unsere Sch... Welt vor zu bereiten.
Hingegen finde ich den Teil mit der Persönlichkeit falsch. Diese Kids leben aus Vorbildern das stimmt. Trotzdem bleibt ein grosser Teil Ihrer Persönlichkeit intakt. Dies ist genetisch bestimmt. Viele Traumas erleben Kinder noch vor der Geburt. Auch da gehts weit über dem Coaching und über die Fähigkeiten des Trainers, was aber hoffentlich nicht heisst, dass wir den Kids gar nichts beibringen können. Ich denke, dass die Kids bei uns für Ihre Persönlichkeitsentwicklung- und Schulung alles andere als gefährdet sind
Wenn sich die Kids von uns in der Persönlichkeit, so anstecken lassen würden, hätten wir als Trainer viel weniger disziplinarische Probleme. Dem ist aber nicht so.
Man wird mehr eigenen Bedürfnissen gerecht als denen der kindlichen Talente.
Dieser pädagogische Grundirrtum führt zur hohen Ausfallquote bzw. ökonomisch ineffizienten Fluktuation im Talentfördern.
Ich persönlich versuche die Bedürfnisse der MANNSCHAFT gerecht zu werden. Unsere Kids kommen in einer Mannschaft. Da ist es unsere Aufgabe denen beizubringen dass man nebst dem NEHMEN auch GEBEN darf. Wenn ich diesen Charakterzug in die Kids einpflanzen kann, so bin ich froh. Dann hätten wir bessere Menschen (im Moment scheint es ja, als ob man nur NEHMEN kann). Trotz allem versuche ich die Bedürfnisse der Kids gerecht zu werden. Wir lachen eigentlich in jedem Training.
Zum Thema Drop Out sehe ich insbesondere auch andere Probleme. In den Jahren kamen neue Freizeitangebote. Wir leben mehr in einer Stubenhockergeneration wo PS3 und Gamecube die grössten Konkurrenten der Vereine sind. Hätte ich bessere Kontakte in der Schule würde ich eine Studie machen um zu verstehen, wieviele Kids prozentual in Ihre Freizeit in einem Verein involviert sind... ich glaube nicht, dass man 50% erreichen würden
Es ist zu einfach die Schuld zum Drop Out einfach den pädagogischen Fähigkeiten der Trainer anzuknüpfen, wobei ich auch der Meinung bin, dass gute Trainer sicher weniger Drop Out als schlechte Trainer haben. Dh. ein guter Trainer schafft es, dass der Jugendliche ins Fussballtraining kommt anstatt PS3 zu spielen. Da die Versuchung und der Spass am PS3 gross ist, besteht natürlich Gefahr, dass der Jugendliche mit dem schlechten Trainer, dieses Angebot eher in Erwägung nimmt... dass ist logisch.
So @Kicker... dass ist lediglich meine Meinung. Lass mich gerne auf andere Zweige überzeugen (aber nicht überreden).
Vieles was hier von deiner Quelle behauptet wurde ist nicht wissenschaftlich bewiesen. Genau so wenig ist das was ich geschrieben habe, wissenschaftlich bewiesen. Ist ein heikles Thema das mehr von Meinungen durch Erfahrungen besteht als von Fakten... daher wirds bestimmt Diskussionen geben.
Fazit; Wir glauben am Weltuntergang 2012. Wir läugnen Religionen. Alles was uns beigebracht wurde ist scheinbar falsch.
Hier verkaufen sich Bücher im Moment extrem gut, schon alleine weil man alles Alte hinterfragt. Die Quellen deiner Texte empfinde ich zu ca. 50% als falsch. Wieder ein Buch mehr, dass alles Alte hinterfragt...