Beiträge von golfstrom

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    Ja, gerade technische Mängel bekommst du mit Passstaffetten oder Dribbelübungen am besten schnell verbessert. Allerdings eben auch nur, wenn du genug Trainer hast, die bei den Übungen dabei sind. Häufig fällt im Breitensportbereich die Spannung in der Übung sofort ab, sobald du als Trainer der Gruppe den Rücken zu drehst. Du brauchst dann an jeder Übungsform idealerweise einen Trainer der die Spannung in der Übung hochhält und vor allem auch coacht und Fehlverhalten anspricht und korrigiert.

    Beim Spiel:

    - Ich stelle meine stärksten Spieler gerne zentral auf. Also in der Linie Innenverteidiger, zentrales Mittelfeld. Im Sturm und auf den Außen können die Spieler nicht so viel kaputt machen.

    - Ich motiviere vor den Spielen immer positiv. Ich ich sage vorher immer, dass ein Sieg drin ist. Die Jungs müssen an den Sieg glauben, dann ist auch mehr drin.

    Absolut. Das ist der sinnvollste Weg, wenn du auf Kleinfeld erstmal eine Grundstabilität haben möchtest. Innenverteidiger und zentrales Mittelfeld, dort wird das "Haus" aufgebaut, dort ist das "Fundament" des Spielaufbaus.

    das hat nicht funktioniert. Manche hat das sogar eher eingeschüchtert.

    Hast du einen Tipp, wie ich dieses Feuer auch ins Training bringen kann? Geht das über Übungsformen oder ist das reine "Trainermentalität"?

    Was helfen könnte wäre die Einführung einer "Trainingsliga".
    Also die Sieger der Abschlussspiele oder auch Spielformen und die Teilnahme am Training werden durch Punkte belohnt und die Jungs in einer Liga aufgelistet.
    Wer die meisten Punkte hat, oder die Top3 am Ende der Hinrunde und Rückrunde, bekommen eine Belohnung von dir. Aber das muss etwas Lohneswertes sein. Meine Erfahrung aus meinen Teams - dadurch bekommst du von ganz alleine schon deutlich mehr Feuer in die Spielformen und mehr Biss in die Aktionen.

    Ansonsten hilft auch ein motivierendes und emotionales Coaching. Ich bin bspw. in den Trainings deutlich emotionaler und intensiver im Coaching als in den Spielen. Bei vielen Trainern ist es genau umgekehrt - das kommt davon, weil sie durch intensives Coaching in den Spielen bestimmte Mängel des Teams versuchen auszugleichen.
    Sei richtig dabei in den Trainings. Feuere die Jungs an auch in den Trainingsspielen, lobe sie intensiv wenn ihnen was gelingt.

    Positive Emotionalität schadet garantiert nicht.

    Hey,

    ich habe über 10 Jahre in den Altersklassen E- und D-Junioren trainiert und kann dir dazu folgende Tipps geben.


    Zweiter Trainerkollege:

    Um mehr Spannung ins Training hineinzubekommen hole dir einen zweiten Trainer dazu. (siehe meinen Abschnitt "Spannung")

    Allein ist es immer schwierig und du hast niemanden mit dem du dich austauschen kannst. Frage im Vereinsvorstand nach, die Herrenteams oder A-Junioren sind auch immer gute Gruppen um um Unterstützung zu fragen! Es muss kein Lizenztrainer sein, aber idealerweise jemand mit etwas Grundverständnis von Fußball. Wenn sich dort niemand findet, bitte in der Elternschaft um Unterstützung.


    Übungsformen:

    Wenn du alleine bist, lasse viel in Spielformen trainieren, Funino, 4 gegen 4, 5 gegen 5 usw., mit Provokationsregeln. Teile die Gruppen auf in schwächere und stärkere, sodass sie gleichstarke Gegner haben in diesen Spielformen. Spielformen bekommst du alleine besser gecoacht als Passschleifen oder sonstige Übungsformen


    Spannung:

    Der häufigste Fehler von Teams aus den unteren Dritteln ist die fehlende Spannung im Training und dadurch auch in den Spielen. Intensität ist Grundvoraussetzung um erfolgreich zu spielen. Das kannst du als Trainer auch ganz gut pushen von außen. Bring Feuer rein in alle Aktionen - motiviere die Kinder, feuere sie an von außen - schaue dir Steffen Baumgart an - ein gutes Beispiel - wichtig aber, positiv bleiben dabei!

    Sie sollen möglichst viel sprinten, intensiv Zweikämpfe führen, mutig sein vorne. Mit hoher Intensität kannst du auch technische Unzulänglichkeiten etwas ausgleichen. Man kennt das aus den Pokalwettbewerben, wenn unterklassige Teams die großen Teams ärgern.


    Aufstellung in den Spielen:

    Häufig machen Trainer den Fehler, dass sie ihre stärksten Spieler nach vorne stellen in der Hoffnung, dass sie vorne die Tore schießen. Gerade auf Kleinfeld, also auch in der D-Jugend noch, ist es aber wichtig den sauberen Spielaufbau von hinten heraus hinzubekommen. Stelle deine stärksten Spieler nach hinten und lasse sie von hinten nach vorne einen sauberen Spielaufbau gestalten. So bekommst du in den Spielen erstmal eine etwas bessere Grundstabilität, wirst weniger Gegentore kassieren. Wenn du deine stärksten Spieler vorne hinstellst und die schwachen Spieler nach hinten, dann sind deine starken Spieler zu selten am Ball, weil sie die Bälle gar nicht bekommen und hängen quasi in der Luft. Die schwachen Spieler hinten sind mit dem Pressing der Gegner überfordert und schlagen die Bälle nur unkontrolliert weg oder verlieren sie sogar im Spielaufbau, was zu vielen Gegentoren führen wird. Probiere es mal aus!


    Testspiele:

    Suche dir gleichstarke Gegner heraus und mache Testspiele gegen sie. Du hast gesagt, dass nicht alle Spiele verloren gingen. Die Gegner, die ihr schlagen konntet oder wo ihr unentschieden oder knapp verloren habt, sollten als Testspielgegner gut geeignet sein. Ich bin sicher, auch diese Gegner werden nochmal gegen euch spielen wollen. Und wenn ihr 5x gegen den gleichen Gegner Testspiele macht, dann ist das eben so. Das ist besser als jedes Training. Du hast Gegner auf Augenhöhe und ihr könnt die Abläufe für die Spiele gut üben und die Kids können Erfolgserlebnisse sammeln. Gegen gleichstarke Gegner schießt man auch mal Tore und das motiviert enorm.


    Lizenz:

    Wenn du als Trainer alleine bist, ist es natürlich schwierig Lizenzen zu machen. Aber wenn was möglich ist, dann versuche dich weiterzubilden. Das ist wichtig und nicht zu unterschätzen. Du wirst viel grundlegendes Lernen, was dein Blick auf dein Training massiv verändern wird. Gerade wenn du selbst kein Fußballer warst, dann muss die Lizenz eigentlich Grundvoraussetzung sein um überhaupt ein Team trainieren zu können.

    Das Geschenk muss eher aus deinem Team kommen. Normalerweise werden die Eltern dir etwas Schönes zusammenstellen.


    Wenn du den Kids eine nachhaltige Freude doch machen möchtest, dann erstelle ein Teamfoto mit einem Dankesschriftzug unten und schenke es ihnen.

    Wenn du sagst, dass die Spieler alle sehr gut dribbeln können, dann hast du schonmal bis in diese Altersklasse hinein vieles richtig gemacht.

    Ich habe lieber gute Dribbler also gute Techniker, die nicht abspielen können im Nachwuchs als gute Abspieler, die aber nicht dribbeln können also technisch schlecht sind.


    Das Spielen miteinander ist vor allem eine Verständnisfrage vom Fussball bei den Jungs.

    Viele Jungs in dem Alter spielen noch quasi für sich Fussball. Sie sehen Fussball noch gar nicht als Teamsport, sondern wollen vor allem Spaß haben - und Spaß macht ihnen das Dribbeln und Tore schießen.


    Du musst also jetzt nach und nach über verschiedene Spielformen versuchen den Kids das miteinander spielen beizubringen.

    Diese Spielformen mit Provokationsregeln untermalt trainert das Spielen miteinander.

    Provokationsregeln können bspw. sein, dass sie maximal drei Ballkontakte haben dürfen, oder du arbeitest mit Farbwechseln, die du optisch nur anzeigst etc.

    In Punktspielen ab der C-Jugend ist es auch im untersten Kreisniveau so, dass die Spieler auf dem Platz gewinnen möchten und auch vom Trainer fordern, dass er die Spieler einsetzt, die einen Sieg ermöglichen.

    Man kann als Trainer ein Team mal so aufstellen, dass man wenig bis keine Siegchancen hat, aber sobald die Jungs quasi chancenlos sind, wird auch der Einsatz aus menschlichen Gründen sinken.

    Und regelmäßig kann ich das Team auf keinem Fall so spielen lassen. Die Spieler merken untereinander sehr schnell was ihre Stärken sind und wer auf welchen Positionen gut funktionieren könnte.


    Spieler die vom Niveau her gar nicht mitspielen können, muss ich einfach erstmal nur mittrainieren lassen, bis sie etwa ein Spielniveau erreichen, wo sie auf weniger relevanten Positionen erste Spielerfahrungen sammeln können.

    Wenn ich Möglichkeiten habe vom Trainerpersonal, dann separiere ich auch gern diese schwächeren Spieler und lasse sie Basisübungen machen, um schnellstmöglich eine saubere Passtechnik, Dribbeltechnik und Schusstechnik zu üben.

    Weniger relevante Positionen sind im C-Bereich für mich bei einem 4-3-3-System als Bsp. die Außenverteidigerpositionen bzw. auch die Außenstürmerpositionen bzw. sogar die Sturmposition selbst. Auch eine der Innenverteidigerposition ist möglich, wenn nebenan ein erfahrender und recht leistungsstarker Spieler an der Seite ist.

    Es wird immer alles mit "Breitensport" versucht aufzulösen.

    Um aber mal ehrlich zu sein ist es doch so, dass auch nicht leistungsorientierte Vereine ihre Teams, insbesondere ab der C-Jugend, nach Leistungsstärke aufstellen! Zumindest, wenn es noch um Tabellenstände und ähnliches geht.

    Denn in jedem Team hast du Spieler die ambitioniert sind und ihre Spiele gewinnen möchten und die klare Anforderung an ihre Trainer stellen, das Team so aufzustellen, dass bestmögliche Ergebnisse erzielt werden können. Und zumeist sind diese Spieler auch die klaren Leistungsträger eines Teams.

    Also man kann nicht an Kreisklasseteams ab der C-Jugend mit der Erwartungshaltung herantreten, dass diese ihren Spielern allen die gleiche Spielzeit einräumt. Fußball ist immer noch Ergebnissport und jeder der auf dem Platz steht möchte die Spiele gewinnen und möchte, dass seine Trainer die Teams so aufstellen, dass die Spiele gewonnen werden können.

    Im Bereich des Kinderfussballs (G- bis D-Jugend) hat sich da viel gewandelt und man versucht häufig durch verschiedene Spielformen den Kindern gleichmäßige Spielzeit einzuräumen, aber ab der C-Jugend hört das massiv auf, auch weil man nicht permanent hin- und herwechseln kann

    Schaue dir einfach mal ein paar Trainings von verschiedenen Vereinen in der Nähe des Kindes an. In Berlin sind die Wege ja nicht so weit.

    Auch die Vereinsstruktur ist sehr entscheidend. Schaue dir das Profil des Vereins an. Wo stehen die Teams des Vereins in den Ligen. Lasse dir erklären wer die Kinder trainiert und welche Qualifikationen die Trainer mitbringen.


    Ist dein Kind sehr talentiert und koordinativ stark und vor allem mit starkem Interesse ausgestattet lernen zu wollen, solltet ihr ihm auch ein Training anbieten, wo er sich entfalten und entwickeln kann. Also da werden Trainer benötigt, die wirklich inhaltlich starkes Training anbieten können.


    Die meisten Vereine betreuen ihre Kinder nur! Sie trainieren sie nicht wirklich, oder nur alibimäßig.

    Das bedeutet in dem Training fehlt die Spannung, die Übungen und Spielformen sind nicht altersgerecht und es gibt willkürliche Aufstellungen. Erkennen kannst du das häufig an enormen Leistungsunterschieden bei den Kindern im Team und auch an der Technik und den Bewegungsabläufen, mit welchen die Kinder spielen. Diese deuten darauf hin, dass die schwächeren Kinder aufgrund des inhaltlich schwachen Trainings kaum weiterentwickelt werden können und die stärkeren Kinder sich meist aufgrund des grundsätzlich höherem Interesses an Fußballs selber auf Bolzplätzen und der permanenten Spielzeit in den Teams weiterentwickeln. In solchen Teams spielen nämlich meist nur die starken Spieler, weil bestimmte Ergebnisse erzielt werden möchten und die schwachen Spieler spielen deutlich weniger und dadurch geht die Schere zwischen den Gruppen immer weiter auseinander.


    Also wenn ihr möchtet, dass euer Kind gut trainiert wird, vergleicht die Trainings der Vereine untereinander. Lasst euch Zeit bei der Entscheidungsfindung und beobachtet wie die Trainings durchgeführt. Macht Probetrainings bei den Vereinen und fragt euer Kind auch mit welchem Trainer sie gut klarkommen.

    Was in den F- bis D-Jugenden nicht sauber gelernt wird, lässt sich in den späteren Altersklassen nur noch schwer aufholen.

    Also den Plan Jugendleiter einzusetzen finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Die Frage ist ob eure Jugendleiter im Vorstand sind - dann müssten sie gewählt werden. Wenn sie aber nur Mitglieder einer Abteilung sind, dann können sie vom Abteilungsleiter, der normalerweise Mitglied im Vorstand ist und von euch gewählt wurde, ernannt werden.


    Einen Kernfehler scheint hier schonmal der Start gewesen zu sein. Normalerweise sollten vorherige Jugendleiter, Abteilungsleiter oder eventuell sogar Vorstandsvorsitzender euch die beiden neuen Jugendleiter vorstellen und in dem Rahmen vorstellen wie das Ganze organisatorisch ablaufen soll und welche Erwartungen man hat damit.


    Dann ist die Idee die beiden aktiv eingreifen zu lassen sicherlich bei einem leistungsorientierten Verein nicht schlecht, um einen roten Faden in die Ausbildung der Kids hineinzubekommen. Also eine klare Ausbildungsstruktur.

    Und eine solche Struktur muss gepflegt und beobachtet werden - das funktioniert nur über kompetente und erfahrene Gremien über den Trainern - in deinem Fall die beiden Jugendleiter.

    Diese müssen natürlich aufgrund ihrer Vita auch eine gewisse Akzeptanz haben gegenüber den Trainern - also im Idealfall besser qualifiziert, sehr erfahren und mit Fähigkeiten sachlich die Trainer leiten zu können.

    Das jedes Training abgesegnet werden muss zeugt von einem tiefen Misstrauen ihrerseits zu den Trainern. Das finde ich nicht ideal. Besser wäre, dass sie eventuell einmal monatlich den Trainingsmonatsplan mit den Trainern besprechen und dann nur sporadisch mal in den Trainings oder Spielen hineinschauen.


    Das ist ein komplexer Prozess und viele Trainer fühlen sich von solchen Instanzen enorm eingeschränkt in ihrem Handeln.

    Das die Leistungen der Schiedsrichter nachlassen ist doch völlig logisch. Mittlerweile wird jeder an die Pfeife gelassen, der halbwegs die Prüfungen besteht. Aufgrund des Mangels an Schiedsrichtern können es sich die Verbände nicht leisten, Schiedsrichter auszusortieren wegen schlechter Leistungen. Also das Eine bedingt das Andere.


    Eine Lösung wird es nur geben, wenn das Problem an seinem Kern angepackt wird.


    Ich habe mal einige Vorschläge:

    - Einführung eines allgemeinen Ehrenkodex, wessen Mißachtung sanktioniert wird in unterschiedlichen Stufen (Stufe 1 Zeitstrafe im Spiel, Stufe 2 Spielsperren, Stufe 3 Lizenzentzug)


    In diesem Kodex könnten bestimmte Dinge festgehalten werden:

    - nur der Kapitän redet mit dem Schiedsrichter

    - keinerlei Schimpfwörter oder persönliche Beleidigungen auf dem Platz und neben dem Platz (Trainerbänke)

    - kein Provozieren oder Einfordern von Strafen


    Das Ganze noch garniert mit Anhalten der Uhr bei Unterbrechungen und einer Herabsetzung der Spielzeit auf 2x30min.

    Homogenität ist im Fußball extrem wichtig, weswegen ich die Teams ebenso nach Stärke aufstellen würde.

    Hast du einen starken Spieler im Team und der Rest ist eher schwächer, wird extrem viel nur über diesen einen Spieler laufen.
    Und er wird dazu neigen das Allermeiste komplett alleine zu machen, da er weiß dass seine Mitspieler nicht vergleichbar mitspielen können und er kein Vertrauen zu diesen Spielern hat. Kinder wollen immer gewinnen.
    Du förderst dann bei ihm allein das Dribbling und die Alleingänge, er wird aber nur im Notfall abspielen und die anderen Spieler werden deutlich weniger Ballkontakte haben.
    Deswegen gleichstarke Teams.


    Das ist aber nicht nur im Funino so

    IM Breitensportbereich funktioniert die Querfinanzierung genau umgegehrt. Dort wird in der Jugend eingenommen , damit die aktiven Herren auch mal eine Tor-Prämie bekommen und ddas Trainerteam r ordentlich bezahlt werden für den gleichen Aufwand wie ein Jugendtrainer. 2 x Training und Spiel am WE.

    Auch in den NLZ zahlen die Eltern Beiträge und die Mannschaftskasse und es wird auch gut eingenommen bei den Heimspielen und eine Kasse geführt. Hier sind die Eltern natürlich nicht kleinlich und zu den Spielen kommen auch genug Zuschauer, da wird nebenbei mal 100-200 EUR eingenommen durch den Verkauf von Brezeln, Kuchen, Kaffee usw....man sollte das nicht unterschätzen. Ist auch natürlich eine Art Querfinanzierung durch die Eltern der Spieler. Be

    i ca. 20 Heimspielen kommt da auch was zusammen.

    So sieht es meist aus.


    Mittelgroße Fussballvereine haben in der Regel zwischen 10 und 15 Nachwuchsteams mit jeweils 10-20 Spieler/Spielerinnen. Da kommen also um die 300 Mitglieder insgesamt zusammen mit jeweils Mitgliedsbeiträgen von 100-150€ jährlich. Also zwischen 30.000 und 45.000 € spielen diese Teams ein für den Verein. Die Ausgaben für die Nachwuchsteams sind aber normalerweise deutlich geringer. Trikotsätze werden häufig gesponsort, Trainer sind oft Väter und machen dies komplett unentgeldlich oder bekommen maximal Kilometergeld für Auswärtsfahrten. Ausflüge/Events werden häufig aus Mannschaftskassen bezahlt etc.

    Diese Teams haben häufig Ausgaben von unter 10.000 €jährlich.


    Der Rest wird sehr häufig für die Herrenteams genommen, um dort "Aufwandsentschädigungen" für Trainer und Spieler zu bezahlen, Prämien zu bezahlen, Vereinsbusse anzuschaffen, die in 90% der Fälle nur durch die Erwachsenenteams genutzt werden, weil bei den Nachwuchsteams die Eltern fahren, und weiteres zu bezahlen.

    Deine Spielweise geht nur auf wenn du schnelle Innenverteidiger hast, die in der Lage sind schnell zurück zu eilen und die Situation zu entschärfen.


    Ansonsten sollte dein Fokus auf eine ausgewogene taktische Aufstellung liegen.

    Kick & Rush ist eigentlich relativ einfach zu verteidigen.

    Ich denke, dass die Wettkampfform "Ligaform" nicht der ausschlaggebene Punkt ist, weswegen wir in bestimmten Bereichen Probleme haben.

    Das wird mir zu sehr überschätzt.


    Aus meiner Sicht, sollten im G- bis E-Bereich Funinospielformen im Turniermodus jeweils gespielt werden, wobei es wichtig ist, dass von der G- aufsteigend bis zur E-Jugend die Spielfelder größer werden und die Anzahl der Mitspieler auch größer wird.

    Könnte mir vorstellen im G-Bereich 3 gegen 3, F-Bereich 4 gegen 4 und im E-Bereich 5 gegen 5.


    Im D-Jugendbereich sollte das Kleinfeld mit Torwart als Spielfeld genutzt werden im 7 gegen 7 und in der Wettkampform Ligamodus.

    Ab der der C-Jugend dann nach wie vor das Großfeld mit der Wettkampfform Ligamodus.


    Dies hätte den Vorteil, dass in den Altersklassen G- bis E-Bereich wirklich die individuelle Entwicklung der Kids im Vordergrund steht, wenig Taktik, viele 1 gegen 1 und viele Ballkontakte, ohne dass aber die schwächeren Spieler ausgeschlossen werden. Durch den Turniermodus wird nicht ständig auf Tabellen geschaut und Ergebnisse/Resultate werden trotzdem erzielt.

    Aber der D-Jugend kann dann auch positionsspezifisch und taktischer gearbeitet werden.

    Uruguay 3,4 Mio Einwohner.
    Tunesien 11 Mio Einwohner
    Serbien 6,5 Mio Einwohner
    Alle zusammen haben mal bissl mehr Einwohner als NRW.

    Eine taugliche Nationalmannschaft zusammenzustellen hat wenig mit der Anzahl der Einwohner zu tun, sondern es dreht sich alles um die Förderung der Eliten, also der Spitzentalente. Nationalmannschaften aus Ländern wie Dänemark, Uruguay, Schweden, Kroatien oder Portugal hatten bereits große Erfolge feiern können, obwohl diese Länder maximal 10 Mio Einwohner haben und teilweise keine internationalen Topligen besitzen.

    Was viel wichtiger ist, ist der Aufbau der Fussballsysteme in den jeweiligen Ländern und die Systematik der Talentförderung. Deutschland ist das Land weltweit mit den meisten aktiven Fussballern und dem größten Vereinsligensystem. Hier wird in jedem Dorf quasi aktiv Fußball in Vereinen gespielt und das ist in dieser Form maximal noch in England präsent. Daraus hat Deutschland in der Vergangenheit gut profitiert und zahlreiche Erfolge herausgeholt - nicht umsonst gehört unsere Nationalmannschaft zu den Top3 der erfolgreichsten Nationalteams in der Geschichte des Fussballs.


    Und wir produzieren nach wie vor zahlreiche gute Fussballer - was wir derzeit hinterfragen müssen ist, ob wir unsere Spitzentalente im Alter zwischen 13 und 18 Jahren richtig fördern. Aus meiner Sicht trainieren wir in diesen Altersklassen zu wenig spezifisch. Die Talente werden eher rundum trainiert und weniger für bestimmte Aufgaben auf dem Feld trainiert. Deswegen haben wir kaum noch starke Stürmer, kaum noch starke Torhüter, kaum noch starke Dribbler oder Außenverteidiger. Wir besitzen kaum noch Spieler, die wirklich herausragende spezifische Fähigkeiten besitzen aber allesamt relativ gut allgemein trainiert sind. Also gut passen können

    Du musst dir anschauen wie weit dein Team in der Entwicklung generell schon ist. Wenn es dem Alter entsprechend auch gegenüber der Konkurrenz schon sehr weit fortschgeschritten ist in der technischen Entwicklung und so schon sehr detaillierte taktische Details in Übungsformen trainieren kannst, dann würde ich das Training auch mehr in taktische Richtung lenken.

    Ich denke hier vor allem an Spielformen - 3-Farbenspiel um Über- und Unterzahlsituationen zu trainieren.

    Verschiedene Rondoübungen um gruppentaktische Verhaltensweisen zu trainieren, Spielaufbau, Anlaufverhalten etc.


    Wenn dein Team sich eher im Kreisklasseniveau befindet, sollte der Fokus im Training die weitere technische Ausbildung sein.

    Alles Taktische steht und fällt mit der technischen Ausbildung der Spieler. Ist der erste Kontakt schlecht, wird kein Spiel auf engem Raum möglich sein, ist die Passtechnik unsauber wirst du keine Über- oder Unterzahlsituationen sauber ausspielen können.

    Was der Fußball am ehesten von anderen Sportarten lernen kann ist der Umgang miteinander und Fairness. Ich kenne keine andere Sportart in der die Fankultur dermaßen vom Erniedrigen des Gegners lebt. In der das Anfeuern des eigenen Teams eher im Hintergrund steht und das Erniedrigen des gegnerischen Teams im Vordergrund.


    Dazu Fairness im eigenen Spiel.

    Dazu mal hier ein paar Schlagworte, die du in der Masse am meisten im Fussball findest:

    Theatralik, Provozieren, Trash Talk, Schinden, Schiedsrichterbashing.


    Natürlich geht es im Fußball um deutlich mehr Geld als in vielen anderes Sportarten. Aber die von mir vorher genannten Schlagwörter sind auch im Amateurfussball und oftmals im Nachwuchsfussball gängig.

    Und Geld kann nicht als Entschuldigung herhalten für all diese Sachen.


    Ich wäre für die Einführung eines Ehrenkodex im Fussball, deren Nichteinhaltung auch massiv sanktioniert wird.

    Die Einführung bestimmter Regeln auch aus anderen Sportarten könnten unterstützen den Fussball fairer zu machen.

    Hier mal ein paar Beispiele:

    1. Mit dem Schiedsrichter reden nur die Kapitäne

    2. Die Diskussionen der Schiedsrichter untereinander sind im Stadion und TV zu hören

    3. Nettospielzeit 60 Minuten und stoppen der Uhr bei jeder Unterbrechung

    4. Zeitstrafen von 5min während des Spiels beim Brechen des Ehrenkodex und gelbe Karte

    5. Massives Sanktionieren der Vereine bei Fehlverhalten der Fananhänge

    Wir rekrutieren die Trainer in aller Regel in der G-Jugend aus der Elternschaft. Also wir haben in der G-Jugend seit Jahren einen festen Trainer und eine Betreuerin, welche die Kinder betreuen und mittels Events etc. versuchen aus der Elternschaft die Trainer dieses Jahrgangs zu rekrutieren. Das gelingt in der Regel bei uns sehr gut.

    Hey,

    ich sehe es wie einige meiner Vorredner. Im G-E-Bereich ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Trainer selbst gespielt haben.

    Aber es ist definitiv vom Vorteil und ich empfehle jedem hier ganz klar Leute zu suchen, die selbst auch halbwegs passabel spielen können.

    Wenn absolute Antifussballer die Kinder trainieren, wird das Training mehr eine Betreuung darstellen. Es werden keine Korrekturen durchgeführt werden können, es wird nicht richtig gezeigt werden können usw. Gerade jüngere Kinder lernen viel durch vorzeigen. Also im G- bis E-Bereich muss auch viel einfach mal richtig gezeigt werden.


    Bei älteren Kindern und Jugendlichen ist es definitiv vom Vorteil, wenn die Trainer auch selbst zumindest kurz mal was zeigen können. Das wird die Akzeptanz des Trainers und dessen Autorität massiv stärken.


    Deswegen ganz klar meine Empfehlung, wenn ihr keine Fussballer oder ehemaligen Fussballer habt, und das sieht man in der Regel bei einer Runde Eltern-/Kind-Fussball, dann wird euch sicherlich nichts anderes übrig bleiben als Antifussballer als Trainer zu nehmen. Aber erwartet dann nicht allzuviel von den Trainern. Rein mit der Theorie werden die Kinder keine richtig guten Fussballer.

    Mit Fussballern oder ehemaligen Fussballern wird die Wahrscheinlichkeit deutlich steigen, dass sie Kinder auch trainieren können, ihnen die Dinge richtig zeigen können und Fehlverhalten auch korrigieren können.