Alles anzeigenWas sind denn die Erfolge derer, die das schon so lange praktizieren?
Weiter vorne steht was von Barcelona und Madrid (trotzdem hat Spanien bei der letzten WM nicht viel besser abgeschnitten als der DFB…). Wieviele Spieler kommen da aus der eigenen Jugend und wieso muss Barca dann trotzdem mit Geld, das sie nicht haben, halb Europa leer kaufen?
Hoffenheim und St. Pauli seit 15 Jahren? Welche Spieler kommen aus deren Jugendabteilungen die den heutigen Fussball prägen?
Dänemark, Belgien, Schweiz und Spanien praktizieren dies schön länger.
Ein Abschneiden von einem Turnier abhängig zu machen wie mit den Kindern trainiert wurde ist mal wieder so typisches Erfolgsdenken. Wenn Spanien Funino seit 40 Jahren praktiziert müssen die ja seitdem jede WM oder EM gewinnen nach deiner Logik. Das ist Blödsinn. FUNino ist ein Trainingstool dass Spielkompetenz schult und viele Wiederholungen ermöglicht. Das heisst aber nicht dass man damit aus dem C Klassen Kicker einen Superstar formen kann. Die oberen paar % in einer NAtion sind nunmal auch von Talent abhängig. Die Frage ist nur ob man aus dem Pool seiner Talente das maximale rausholt (wie kleine Länder mit weit weniger Einwohnerzahl/Fussballern).
Die anderen großen Nationen wie Frankreich oder England bilden ihren Nachwuchs gar nicht aus im unteren Bereich, das macht der Strassenfussball für sie. Und was spielen die Kinder auf der Strasse? Vermutlich kein Funino, aber auch kein starres 7vs7 oder 11vs11, sondern kleine Spiele mit ständig veränderten Spielerzahlen, Ball und Platzverhältnissen. Man muss sich auch nicht unbedingt an den 4 Toren aufhängen. Selbst ein 3vs3 auf 2 zentrale Tore ist für die Wiederholungszahlen besser als 7vs7 auf 2 zentrale Tore.
Ich habe keinen Ton gesagt dass Spieler aus Hoffenheim oder St. Pauli den Fussball prägen, ich habe nur gesagt sie praktizieren das seit Jahren. Was du aus der Information machst ist deine Sache.
Wenn du schon den ganz großen Vergleich mit den Ergebnissen machen willst: Was wäre denn deiner Meinung nach die richtige Reaktion auf das desolate Auftreten deutscher Nationalmannschaften seit Jahren? Weiter so?
Ich beobachte bei meinen Kindern sogar dass manche mit FUNino sichtlich überfordert sind. Also lass ih diese Gruppe erstmal nur auf 2 Tore spielen. Kinder die schon den Blick vom Ball lösen können und technisch stärker sind sowie kognitiv weiter bilden schon die typischen Dreiecke und wägen Optionen ab im Spiel (Ein Tor gedeckt? Seitenwechsel!). Daher meine Meinung: FUNino ist Eliteförderung, da muss man sich nix anderes erzählen lassen. Nur hat diese Spielform den Vorteil dass auch bei den weniger entwickelten Kindern mehr Erfolgserlebnisse bietet und sie dem Fussball erhalten bleiben in welcher Funktion auch immer und zwar fürs ganze Leben (wir brauchen auch Schiris und Trainer an der Basis....).
Zunächst: Ich bin absoluter Befürworter der Reform und es macht einfach Sinn. Witzig ist aber dass du bei dem Thema unglaublich differenziert argumentierst aber dann ganz plump und polemisch die Leistung der deutschen Nationalmannschaft als seit Jahren desolat bezeichnest und diesen Leistungseinbruch in einigen wenigen Jahren durch den Kontext auch noch recht direkt in einen kausalen Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendausbildung der letzten Jahrzehnte zu setzen scheinst.
Wären unsere Nationalspieler so schlecht (ausgebildet) würden sie nicht größtenteils (erfolgreich) in den Top Champions League Vereinen spielen und die auf Spielerstärken basierenden Prognosemodelle die Nationalmannschaft vor jedem Turnier als einer der Favoriten darstellen. Das bestimmte einzelne Positons- oder Spielertypen auf aller höchstem Level grundsätzlich fehlen mögen ok. Aber zur Differenzierung gehört genauso das auf Top Top Niveau kleine Nuancen den Ausschlag geben können und es kann halt einfach auch mehr oder minder Zufall sein kann, dass eine Nation über ein paar Jahre eine richtig gut passende Kombination aus Spieler(typen), Mannschaftszusammenhalt, dem richtigen Trainer, Taktik, etc. etc. hat und dann halt mal ein paar Jahre nicht mehr. Es macht ja Sinn und ist positiv die Ausbildung immer mal wieder zu hinterfragen und zu reformieren. Aber das dann kausal immer zusammenzusetzen halte ich für genauso Bullshit wie die fadenscheinigen Argumente vieler Reformgegner.
