Beiträge von SamS

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    Hi, ich gebe immer so Sommerferienaufgaben mit und da können sie immer was gewinnen. Am Ende muss man sagen, dass es sehr individuell ist und auch echt schwierig.


    Materielle Dinge kommen zwar denke ich meistens gut an, können dich im Summe aber wie angesprochen teuer kommen. Ich habe auch schon nur so "Snack" Gutscheine für Süssigkeiten, Eis, o.ä. am Kiosk rausgegeben, das fanden zwar alle gut, allerdings haben viele das auch gar nicht eingelöst, weil sie von den Eltern eh alles bekommen bzw. genug Taschengeld haben. Gut kommen sicherlich Dinge wie Bälle, Trikots, etc. an, aber dafür müsstest du die Punkte dann lange sammeln und/oder dann am besten die Mannschaftskasse also über die Eltern vorabgesprochen anzapfen.


    So Dinge wie Training leiten oder Kapitän oder Trikotnummerwahl für ein Spiel, oder was ich auch gemacht habe, dass sie 15 Min der Coach im Spiel inkl. Aufstellung sein durften, finden halt tatsächlich nur wenige Einzelne gut, der Rest hat da gar kein Bock drauf oder es ist ihnen egal. Ich habe auch schon Einzeltrainings oder Einzelvideoanalyse als Gewinn rausgegeben, aber dann musste ich oft dahinter sein, dass die das einlösen, weil am Ende wollen die meisten eh am liebsten nur in der Mannschaft zocken.


    Was ich noch nicht gemacht habe, aber ausprobieren wollte, ist angelehnt an die Baller, Icon, Kings Leauge, etc., dass man auch so Tickets bekommt, im Abschlussspiel z.B. einfach einen Elfmeter zu bekommen oder einen Spieler rauszunehmen oder tauschen kann.


    Aber wie gesagt, was richtig griffiges, wo alle drauf schielen und was nicht super teuer ist, hab ich auch noch nicht gefunden.

    Ich mache auch jedes Jahr zwei neue Mannschaften pro Jahrgang neu auf, also U7 und dann U7-2. Am Anfang haben die 10-12 Kinder (3v3) und das wächst dann aufgrund der neuen Spielform 5v5 auf 2 Felder in der F-Jugend auf 14-18 Spieler an. Aber die Voraussetzung ist, dass ich dafür Trainer finde. Also ich suche erst Trainer (oder mache es ein halbes Jahr selbst) und dann eröffne ich eine neue Mannschaft. 20+ Kinder finde ich selbst bei 2 Papa Co-Trainern übertrieben viel, da würde ich dem Verein raten gleich zwei Teams zu machen, dann sind es ja sogar noch mehr (Mitgliederbeiträge zahlende) Kinder welche die Kasse füllen..


    Am Ende sitzt du je nach Ort und Verein als Trainer ja sogar eher am längeren Hebel. Und genügend Kinder findet man auch in der E-Jugend eigentlich noch.

    Würde dem Vorredner folgen als besten Ansatz. Wenn du für ein paar Einheiten noch mehr Fokus darauf legen willst, kannst du auch nen halben oder 2/3 Platz nehmen und am Ende drei Pass- oder Dribbeltore hinstellen. Es geht dann immer wieder von hinten los. Wenn die Mannschaft sich noch schwertut dann gib dem Team im Spielaufbau erstmal +1 Überzahl. Oder sogar den Platz vierteln mit zwei Feldern dann hast du noch mehr Aktionen aber keine Möglichkeit auf Seite drehen.


    Wenn sie sich gegen pressingstarke Gegner sehr schwer tun liegt es manchmal an fehlenden Ideen wie sich freizulaufen ist oder wer wohin spielt. Oft tun sich Kinder anfangs schwer, auch die Mitte zu nutzen oder falls notwendig nochmal ab- und die Seite zu drehen. Hier kann man denke ich schon mal 10 Min nutzen um sonst kurz trocken zu erklären, wer sich wie anbietet oder welche Möglichkeiten es gibt.

    Also hier in München ist das mittlerweile Gang und Gäbe, dass die U11 der NLZ und auch aller "Leistungsteams" darunter (oft ambitionierte Trainer, Akademien, etc.) 3x pro Woche trainieren + 2x Spiel/Turnier am Wochenende. Die Kader sind dann meistens max. 10 Kinder mit Eltern (und Kindern) die das unbedingt wollen weil sie alle den Traum leben. Glaube Belastungstechnisch ist das auch kein Problem in dem Alter, bin aber kein Experte.

    Aus meiner Erfahrung, wenn ein Kind keine wirkliche Lust auf den Ball und/oder rennen hat und du schon all die von dir angesprochenen Dinge probiert hast, dann kann man da wenig machen. Wie gesagt geht es den Eltern und ggf. auch dem Kind vermutlich mehr um das Soziale. Ich persönliche habe, so hart es klingt, solche Kinder immer recht bald verabschiedet. Wir bieten Fußballtraining an, weil es das ist was uns als Trainern Spaß macht, weil wir Kinder im Fußball weiterentwickeln wollen. Wir machen das ehrenamtlich. Wir sind kein weiterführender Kindergarten wo man sein Kind abladen kann damit es beschäftigt wird. Wenn das so wäre würden wir auch anderes Geld verlangen. Das Problem ist, du wirst es ja auch nicht übers Herz bringen ihn im Training einfach links liegen zu lassen. Da mache ich lieber eine Trennung. Zumal ja wie du sagst, meist die anderen Kinder sogar darunter leiden, dass du so viel aufmerksam auf ihn verwenden musst. Bei mir war es immer eine Erleichterung im Nachhinein, wenn ich danach wieder allen anderen mehr Aufmerksamkeit geben konnte und mir weniger Kopfzerbrechen und Sorgen den Trainingsalltag erleichtert haben.

    Nur eine Anmerkung von mir zum Aufwand. Ich lasse die Spiele immer von einem Elternteil über mein Handy auf einem Tripod von der Seite oder Quer zum Spielfeld aufnehmen. Manchmal hat der Gegner auch VEO dann lasse ich mir das schicken. Ansonsten streame ich das vom Smartphone auf den Fernseher und mache Strichlisten während ich das Spiel schaue und auch immer mal wieder stoppe. Für 60 Min Spiel brauche ich ca. 90-120 Min. Ich habe aber auch schon ein bisschen Erfahrung in der Videoanalyse. Ich habe das jetzt mal für ne Handvoll Spiele gemacht um den aktuellen Ist-Status zu erfassen und meinen Fokus für diese Aktionen zu schärfen, ich denke jetzt reicht es auch wieder.

    Hi zusammen, danke für euer Feedback.

    Erstmal was ich mir bei der Punkteverteilung gedacht habe:

    - Die Jungs haben immer sehr viel Ballbesitz und eines unserer Hauptprobleme ist/war letztes Jahr das Herausspielen und noch mehr das Verwerten von Torchancen. Oft drängen wir den Gegner tief rein und selbst die Abwehrspieler haben Möglichkeiten zum Torschuss. Daher habe ich Tore und Vorlagen sehr hoch gewichtet. Ich würde das jetzt immer noch so machen, denn sie entscheiden ja auch die Spiele, aber vmtl. nicht mehr mit ganz so vielen Punkten Unterschied.

    - Zudem haben wir bis zur U10 fast alles im 1v1 offensiv gelöst. Daher waren Laufwege und tiefer Pass nun Thema. Was man halt beachten muss, ist, das manche Pässe häufiger vorkommen weil die Spielsituation öfter und einfacher entsteht, z.B. Pass von äußerem Verteidiger auf äußeren Stürmer die Linie lang. Die führen aber selten direkt zu Toren.

    - Bzgl. Seitenverlagerung: Das gehört schon auch zu unserer Spielphilosophie und es geht darum, nicht auf der geschlossenen Seite durchbrechen zu wollen sondern durch einen sich anbietenden Spieler im Zentrum (Verteidiger, 6er) flach auf die ballferne Seite zu verlagern.

    - Es gibt halt in dem Alter viele Balleroberungen wo der Ball unsauber erobert (erstochert) wird und gleich wieder beim Gegner landet, daher sollte an eine Balleroberung im Idealfall erstmal ein Pass zum Mitspieler, Torschuss oder ein gewinnbringendes Dribbling folgen.

    - Gefährlicher Ball geklärt ist natürlich subjektiv einzuschätzen, aber da geht es dann schon um Aktionen die nah vor dem eigenen Tor ein mögliches Gegentor verhindern, weil ein Schuss, Flanke, Vorlage verhindert oder geblockt wurde. Das war ein bisschen auch der Ausgleich zu den hohen Punkten bei Tor/Vorlage gedacht.


    Und natürlich coache und trainiere ich individuelle Stärken, Schwächen, Fehlverhalten unabhängig von diesem Modell schon immer. Auch biete ich Sonder- und Einzeltrainings (soweit es uns der kleine Stadtplatz erlaubt) schon lange an. Das Punkteding ist nur on Top als einmaliger Versuch und ich wollte es einfach mal teilen.

    Und ja, wie auch selbst angesprochen, der Erkenntnisgewinn ist eingeschränkt, insbesondere im Vergleich zum Aufwand. Daher hätte mich auch interessiert, ob ihr auch mal andere Herangehensweisen abseits der klassischen Spielbeobachtung ausprobiert habt um Spielaktionen zu einzuordnen.

    Hallo zusammen,


    ich wollte mal etwas teilen und fragen ob ihr mit so etwas auch schon Erfahrung gemacht habt. Und zwar habe ich die ersten Ligaspiele meiner U11 auf Video aufgenommen und habe die Aktionen der Spieler bewertet und ihnen Punkte zugewiesen. Am Ende gab es einen Punkteschnitt pro 15 Min (Viertel) für jeden Spieler. Das Ganze basiert zum einen ein bisschen auf der Idee der Key Events bei Advanced Football, auf der anderen auf der Bewertung der Bundesliga-Spieler auf Kickbase (https://www.kickbase.com/de/points-table). Ich habe die Aktionen etwas komprimiert und habe mich vor allem auf "positive Aktionen" konzentriert statt auf Fehler. Ausnahmen sind wenn ein Spieler wirklich nicht mit nach hinten verteidigt hätte oder was ich gerade gerne probieren möchte weil Thema, ist wenn Spieler "kopflos" in Gegner reindribbeln z.B. beim Aufdrehen.


    Anbei findet ihr eine Auswertung aus einem Spiel das wir 5:1 gewonnen haben.


    Zuerst fand ich es interessant mir zu überlegen, für was ich Punkte vergeben will. Aus der Auswertung von ein paar Spielen konnte man dann auch interessante Stärken & Schwächen für einzelne Spieler herauslesen, die mal mehr mal weniger klar waren vorher, z.B. das einige Abwehrspieler fast nie auch mal in ein Gegnerüberwindendes Dribbling gehen oder ein Angreifer den Ball vorne sehr häufig festmachen und unserem Spiel dadurch mehr helfen als man annimmt. Oder den einen Spieler dem ich sage er muss noch mehr Steckpässe anbringen aber eigentlich bringt er schon viel mehr an als alle anderen. Abwehrspieler die sehr viele Bälle klären müssen. Oder Spieler die sehr häufig schießen aber nicht treffen. Klar ist es viel Aufwand für eine nicht mehr als ab und zu angewandte, objektivere Bestätigung der eigenen Beobachtungen aber fand es trotzdem interessant. Und ja, Tore bringen natürlich vergleichsweise sehr viele Punkte. Habt ihr sowas schon mal probiert? Vielleicht in einer fortgeschritteneren Variante? Falls ja, auf was achtet ihr?

    Andere Teams bei den Turnieren machen das schon sehr gut. Da laufen sich die Kinder frei, dann kommt ein langer Ball und sie sind vorm Tor. Meine Jungs kommen manchmal gar nicht aus der Schusszone raus, weil die Gegner dann schon angreifen und wieder schnell ein Tor machen.

    Kannst du mal beobachten und beschreiben ob es an den technischen und/oder athletischen Fähigkeiten oder am Spielverständnis mangelt?

    Also braucht der Ballführende bei Ballannahme, Vorlegen, An/Wegdribbeln, Pass schon sehr lange und sie schauen tendenziell zu viel auf den Ball dabei? Dann solltest du vllt. erst viel noch am Ball bzw. 1v1 arbeiten.


    Oder geht es wirklich um die Positionierung der freien Spieler welche nicht erkennen, dass sie sich Abseits vom Ball anbieten müssen? Dann solltest du viel in breiteren Spielen arbeiten im 2v1 auf 1 Mini Tor zunächst, dann im 2v2 und 3v3 (mit 4 Mini Toren) und dabei immer wieder das Anbieten "links und rechts vom Ballführenden" einfordern. Das 2v1 als absolute Basis des Zusammenspiels wird leider viel zu oft vernachlässigt. Denn Gleichzahl = Zweikampffokus, Überzahl = Ausspielen.

    Ich habe Spiele von ihm bei uns am Platz bei Turnieren dieses Jahr mitbekommen. Das Coaching und auch die Pausenansprachen haben von weitem an sich in Ordnung gewirkt, auch wenn es glaube ich für den Breitensport und das Alter dann etwas zu professionalisiert und in der Ansprache auch teils eher härter gewesen sein könnte. Das unterscheidet sich aber denke ich nicht von vielen ambitionierten Trainern im Breitensport. Auch das o.g. nicht oft wechseln glaube ich war nicht schlimmer als bei anderen Jugendtrainern.


    Ich weiß nicht ob das bei der Mannschaft jetzt wirklich der Fall war, aber ich kann mir vorstellen, dass entweder auch auf seine Initiative (um die Mannschaft um seinen Sohn zu stärken) oder vmtl einfach weil er so bekannt ist viele ambitioniertere Spieler bzw. eher Spielereltern zu der Mannschaft gestoßen sind. Und da holst du dir dann halt die Probleme rein. Das sieht man oft auch bei anderen Jugendteams von Möchtegern NLZ Teams. Ich sag das jetzt mal so ehrlich, da sind dann viele Eltern (häufig mit anderem kulturellen Hintergrund) die nicht nur den Traum haben das ihr Sohn Profi wird sondern auch eine wahnsinnig egoistische, anti-solidarische Einstellung hinlegen. Die benehmen sich am Platz wie die Berserker, schreien rein, beschimpfen den Schiri, stehen direkt am Spielfeld statt in Elternzonen und coachen den Sohn permanent. Die bekommt auch ein Lothar Matthäus nicht eingefangen, vor allem wenn du nicht bereit bist die dann rauszuschmeissen. Bei den Möchtegern NLZ müssen die Trainer das aushalten da die Eltern viel Geld dafür bezahlen. Aber ich vermute für ihn war es dann leichter zu nem anderen (über)ambitionierten Team mit seinem Sohn zu wechseln.

    An einem Punkt muss ich dir leider widersprechen. Der Verein darf den anderen Verein nicht kontaktieren und ihm erzählen, dass sein Spieler sich beworben hat. Das ist nicht zulässig. Ist offensichtlich Gang und Gebe… Eigentlich müsste man das publik machen, denn das darf nicht sein. Gerade bei Kindern, die noch mehr Schutz was das angeht, genießen. Werde da aber kein Dampf machen, macht das Gabze nur noch schlimmer, glaube ich, wenn man mit Anwälten kommt:-)

    Langsam wirds lächerlich.

    20 Kinder in einem F-Jugend Team, Runden laufen und keine Angaben zum Training (Anzahl und Größe der Trainingsgruppen, Standzeiten, Nettospielzeit) oder Anzahl der (Co/Eltern) Trainer. Schwierig.

    Gestern die Meisterschaft verspielt. Direkt danach haben 3 Spieler aufgehört. Zwei wegen zu wenig Einsatzzeit. Hab sie in allen Spielen etwa 10 bis 20 Minuten spielen lassen. Beide schaffen es nicht im Spiel etwas produktives zu schaffen. Beide kommen zwar immer zum Training, fangen aber ab der Hälfte an zu fragen wann endlich vorbei ist. Wieso verlangen sie da mehr Spielzeit? Hatte gestern 4 Spieler auf der Ersatzbank. Die einen zwei haben ständig eine Einwechslung gefordern, die anderen beiden haben ruhig gewartet. Ihr könnts euch denken wen ich öfter eingewechselt hab und wer protestiert hat...


    Ein Vater konnte sich nach dem Spiel eine Beleidigung mir gegenüber auch nicht sparen.


    So viel Wirbel und negative Energie obwohl die Mannschaft die Beste Saison ever gespielt hat. Mit 5 Siegen aus 7 Spielen in der mittleren Leistungsklasse in unserer Region.

    Ich habe zwar nicht den vollen Einblick und kenne die Meinung der anderen Seite nicht aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es zwar anfangs schmerzhaft sein mag, es für dich als Trainer und vor allem die Mannschaft auch befreiend und entwicklungsfördernd sein kann wenn schwierige bzw. nicht in die Gruppe passend Leute das Team verlassen.

    Ich würde auch sagen ab D Jugend kann man das häufiger und gezielter trainieren. Dennoch trainiere ich das ab und an im Jahr auch mal mit meiner E-Jugend. Zum einen weil ich denke, dass es immer förderlich ist, wenn verschiedenste Bewegungsabläufe in Fuss, Bein, Oberkörper früh erstmalig ausprobiert werden. Zum anderen weil ich gemerkt habe, dass manche Gegner leider immer noch hohe Bälle vom Torwart abschlagen lassen und, wenn man nie hohe Bälle trainiert, viele Kids Probleme haben diese in der Defensive einzuschätzen und sauber zu klären. Zuletzt macht es denn Kids (wie auch Erwachsenen) ja auch Spaß hohe Bälle zu schlagen und man kann es gut auch mal fürs Aufwärmen oder bei Fun Wettbewerben wie Lattenschießen o.ä. einstreuen. In der F-Jugend ist es glaube ich noch sehr früh und viele kriegen es koordinativ und kraftmäßig auch nur eher schlecht als recht hin.

    Meiner Meinung nach der effizienteste Weg damit die Jungs fit werden wenn man die restliche Trainingseinheit für nicht ganz so intensive Inhalte bzw. Spielformen mit weniger Intensität benötigt: 1 gegen 1 in voller Intensität auf zwei (oder mehr) Tore auf große Distanz (z.B. E-Jugend Spielfeld quer) mit maximal 2 anstehenden Kids auf jeder Seite. Nach 20 Min pumpen die wie die Maikäfer.

    Wir haben in München Stadt den Jahresbeitrag auf 300 € pro Jahr erhöht und bezahlen alle Trainer(teams). Von über 300 Kinder hatten wir <10 Kündigungen. Viele geben parallel noch Geld für Fördertraining bei der MFS oder anderen Anbietern aus.


    Die kommerzielen Fussballschulen sind auch genau die Anlaufstelle wo wir die Kinder hinschicken die noch nie gespielt bzw. geübt haben und bei Null anfangen. Die fangen das sehr gut auf und wir können die häufig später übernehmen.

    Das mit den Wartelisten sehe ich mittlerweile etwas anders. Die Kinder die sportlich talentiert sind und deren Eltern wirklich dahinter stehen werden über kurz oder lang iwo aufgenommen und deren Weg auch gefördert. Und ohne die relativ aktive Unterstützung von Eltern oder einem anderen Mentor wird es kaum ein Spieler bis in den Profi- bzw. höheren Amateurbereich packen von dem ich jetzt mal bei Arsene Wenger Aussage ausgehe.

    Ab vor allem dann U9 spielen bei uns die Teams häufig im 5v5 auf halben E-Jugend Feld quer mit E-Jugendtoren mit Torverkleinerung oben. Da erlaube ich den Trainern dann auch größere Kader von bis zu 16 Kindern, da die dann auf 2 Feldern gleichzeitig spielen bei Freundschaftsspielen bzw. Mini Turnieren. Vorher solange die hauptsächlich 3v3 spielen ist das Ziel maximal 12, im Zweifel mal 14 Kinder eines Jahrgangs, abhängig davon ob es 1, 2 oder 3 effektive Trainer gibt (effektiv heißt oft Co-Trainer Papas die die meiste Zeit aktiv dabei sind).


    Übrigens: Ich versuche in jedem Jahrgang neben Papa Co-Trainern auch 1 Person (oft Mama) als Organisatorin einzubinden. Der erkläre ich wie man Spiele und Turniere sowie ne Mannschaftskasse organisiert, packe die in die Jahrgangs-WhatsApp Gruppen und bitte die auch beim Organisieren vor Ort zu unterstützen.

    Vielleicht verstehe ich es falsch aber für mich hört es sich so an: 18(!) 6-7 jährige sehr heterogen entwickelte Kinder in einer G-Jugend als alleiniger Trainer trainieren, kein Geld von Eltern/Verein für genügend Tore einsammeln, Spielfeld selbst statt durch Eltern aufbauen lassen, Turnierorga kompliziert gestalten und ggf. zu viele Mannschaften einladen (weil es ja für alle Levels der 18 Spieler Gegner braucht?), komplizierte Turniere für 4-5 jährige Kinder (Jahrgang 2019!!!!) veranstalten statt die im Training erstmal an den Fussball ranzuführen. Ich denke viele machen sich das Leben halt auch selbst schwer. Aus den Punkten zum 7v7/6v6 mit 16(!!) Spielern und "die guten Spielen lassen" entsteht bei mir ehrlich gesagt auch wieder ein gewisses Bild wie Betreuung und individuelle Entwicklung vorher stattgefunden haben und dann denk ich mir wieder: Ja genau darum macht es der Verband.