Die Sperre ist ja nur ein Werkzeug, das nicht immer zur Anwendung kommen muss, sofern sich beide Vereine einig sind. Beim WFV wird eben unterbunden, dass ein finanzstarker Verein einfach die Ablöse zahlen kann und die Sperre damit aufgehoben ist.
Die Regelung finde ich nicht besonders glücklich.
Wer weg will will weg. Wird die festgelegte Ausbildungsentschädigung gezahlt, erhält der abgebende Verein für seine Ausbildung eine entsprechende Kompensation und gut.
Zahlt der neue Verein nicht, kann sich der Spieler nochmal genau überlegen, ob er tatsächlich dorthin wechseln will und dann notfalls die Sperre bewusst akzeptieren.
In dem geschilderten System in BW kann ein Verein quasi aus Trotz eine Sperre verhängen und letztendlich leidet der Spieler darunter und der abgebende Verein hat nur sein Ego befriedigt.
Ich verstehe den Sinn dahinter nicht.
Trotzdem sehe ich im Ausgangsfall das Problem auch beim wechselwilligen Spieler + neuem Verein, da nicht rechtzeitig offen kommuniziert wurde.
Im Idealfall läuft es doch so:
Probetraining im März/April mit vorheriger Information des aktuellen Vereins.
Rechtzeitige Information über den Wechselwunsch und Abmeldung (April / Mai).
Entscheidung, ob Freigabe erteilt oder Ablöse fällig ist.
Erteilung der Freigabe ohne Ablöse kann folgende Gründe haben:
- Spieler war nur sehr kurz im Verein
- Eltern haben sich während der Zeit, die das Kind im Verein war überdurchschnittlich engagiert (Trainer, Betreuer, Helfer, Sponsor etc.)
In allen anderen Fällen sollte die Ausbildungsentschädigung gemäß Tabelle gezahlt werden und alle sind glücklich.