Beiträge von WolfgangL

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    Bei uns im Breitensport läuft es ähnlich wie beim Anfragenden. Irgendwann wurden irgendwelche Sponsoren aus der Elternschaft angeworben und davon Trikots bezahlt. Die werden so lange gespielt und weiter gegeben, bis sie auseinanderfallen. Dann sucht man sich einen neuen Sponsor. Im Ergebnis bekommt also jedes Team am Anfang der Saison 2-3 gebrauchte Trikotsätze in unterschiedlichen Farben zugeteilt, die dann vollkommen unterschiedliche Werbung drauf haben.

    Alles andere wird aus den Vereinsbeiträgen finanziert, wobei für Trainingsanzüge ein Eigenanteil anfällt.

    Ich bin in einer ähnlichen Situation - aber umgekehrt als Trainer.


    Über meinen Jugendleiter habe ich erfahren, dass einer meiner Spieler ein Probetraining mit Wechselwunsch bei einem anderen Verein machen möchte. Ob ich das wüsste und was ich davon halte. Ich bin aus allen Wolken gefallen und bin bis heute sauer. Sowas macht man einfach nicht. Wenn man einen Wechselwunsch hat - was vollkommen legitim ist - ist der erste, mit dem man spricht, der eigene Trainer. Der kennt einen nämlich, weiß, was sinnvoll ist und möchte einfach informiert sein, wenn plötzlich ein Spieler (den man im Zweifel fest eingeplant hat) weg geht.


    In diesem Fall kommt noch hinzu, dass der Wechselwunsch absurd ist. Der Spieler kam zu uns, weil ihn ein anderer Verein schon nach Probetraining als zu untalentiert abgewiesen hat. Bei uns im Breitensportverein, wo jeder spielen darf, ist er so Mittelklasse, wird eher als Wechsler eingesetzt und zeigt wenig Ambitionen. Jetzt will er ausgerechnet zum besten Verein in der Gegend wechseln, wo er sich als "Super-Stürmer" angekündigt hat (tatsächlich 1 Tor in der Kreisliga geschossen). Hätte er mit mir gesprochen, hätte ich ihm klar gesagt, dass er bei diesem Verein nicht die geringste Chance hat. Die sind einfach Klassen besser, spielen teilweise Verbandsliga (wir: Kreisliga). Das Ergebnis wird sein: Er geht mit großen Hoffnungen zum Probetraining und die werden sich angesichts seiner Leistungen fragen , ob er sie veräppeln wollte. Letztlich steht dann auch unser Verein doof da ("Die schicken uns irgendwelche Luschen zum Probetraining.")

    Wir sind Trainer und mehr nicht. Ich kann einfach nicht die Welt retten und muss sehen, gerade auch ehrenamtlicher Trainer, dass ich die Trainings einigermaßen sinnvoll durchziehe. Klar, machen auch "normale" Jungs mal Ärger oder Quatsch, aber das geht halt ein- zweimal und dann geht es wieder - spätestens nach einem Gespräch mit den Eltern. Ich habe übrigens auch schon einmal einen nicht-behinderten Jungen mit schwierigem Familienhintergrund ausschließen müssen, weil er sich einfach nicht benehmen konnte und teils körperlich aggressiv gegen andere Spieler wurde. Irgendwo ist die Grenze erreicht, wo die Mannschaft so leidet, dass es einfach nicht mehr geht.


    Zum konkreten Fall: Ich frage mich, ob die Eltern nicht aufgrund seiner Behinderung versuchen könnten, einen Integrationshelfer zu bekommen. Es gibt ja so Begleiter, die solche Kinder z.B. in die Schule begleiten und permanent im 1:1-Verhältnis überwachen. Ansprechen sollte man aber wirklich die Frage der Medikation.

    Wir haben jetzt die Nachricht erhalten, dass wir nach fast dreimonatiger Trainingspause wieder ins Hallentraining gehen dürfen (Außentraining ging sowieso nicht, da die Plätze gesperrt sind). Und zwei Tage nach dem ersten Training sollen wir zur Endrunde der Hallenkreismeisterschaft! Wer denkt sich denn sowas aus?

    Ich bin ziemlich happy darüber, weiß aber auch, dass es eine verdammt schwieirige Aufgabe wird, diese Mannschaft auf Vordermann zu bringen.


    Vieles habe ich bisher von der Mannschaft leider nicht gesehen und kann dementsprechend auch bsiher nur grob berichten. Um euch zumindest einen kleinen Einblick zu geben, die Mannschaft spielt das 2. Jahr F-Jugend, ist sehr undiszipliniert und fußballerisch nicht gut. Es ist das auf einen Haufen Gerenne wie es in der G-Jugend auch ist und wie in fast jeder Mannschaft gibt es teils etwas Stärkere und teils auch einfach welche, die Schwierigkeiten haben, mit dem Ball gerade aus zu laufen.

    Ähm, ja, das ist einfach eine typische F-Jugend, oder?

    In der F-Jugend geht es furchtbar durcheinander und Ziel ist es erstmal, dass alle in die richtige Richtung laufen. :) Und den Spaß an der Sache haben und behalten. Man kann da kaum ein richtiges Passspiel, Spielaufbau etc. erwarten. Sondern jedes Spiel ist erstmal in unseren Augen Chaos (in den Augen der Kinder übrigens gar nicht). Und dann gibt es halt noch Bessere, die man hoffentlich hat, und Schlechtere, die man mit durchzieht. Und dann hofft man das Beste. Erst ab der E-Jugend bekommt man so langsam Struktur ins Spiel und kann auch die einzelnen Spieler wirklich verbessern und ab der D fängt man richtig an zu arbeiten.


    Insofern geht es gar nicht darum, irgendjemand auf "Vordermann zu bringen". Sondern einfach die Basics vermitteln und das am besten in vielen kleinen Spielen und Wettbewerben. Bei den Abschlussspielen, die viel Platz im Training haben sollten, kann man die Jungs dann je nach Lust und Laune einfach spielen lassen oder auch mal das Spiel unterbrechen und direkt im laufenden Spiel konkrete, kurze(!) Tips geben. "Schaut mal, jetzt sind alle auf einem Haufen. Versucht doch mal...." Darf man natürlich nicht zu oft machen, sonst macht es den Kindern bald keinen Spaß mehr.

    Bei uns in M-V gibt es auch seit Wochen einen Schlingerkurs. Beim letzten Training galt Testpflicht für alle. Da unsere Teststationen natürlich vollkommen überlaufen sind, habe ich selbst Tests besorgt und halt die Kids sich selbst testen lassen (kennen die ja zur Genüge aus der Schule). Bei meiner D (11-12jährige und ein paar 13jährige, die eigentlich schon in der C sind) sind bisher die wenigsten geimpft (bzw. können sich ja auch noch gar nicht impfen lassen, wenn sie noch 11 sind).


    Unser Vorstand hat wegen der doch erheblichen Unwägbarkeiten und der ständig wechselnden Regeln beschlossen, das Training erstmal auszusetzen. So machen es wohl viele Vereine. Hallenturniere sind erstmal verschoben worden.

    In MV müssen wir jetzt mal abwarten, wie es weitergeht. Eine Entscheidung soll wohl diese Woche fallen.

    Sollte es dahin gehen, dass nur noch Geimpfte in der Halle trainieren können (Training draußen ist hier oben im Norden wirklich keine Alternative mehr), sehe ich bei meiner D-Jugend schwarz. Da scheint bisher kaum jemand geimpft zu sein (was auch klar ist, da die Spieler ab 12 sich erst seit zwei-drei Monaten impfen lassen können und die unter 12 sowieso noch nicht.

    Ernste Frage: wieso ist draußen trainieren keine Option mehr? Keine verfügbaren Plätze? In einem Beitrag weiter vorne lese ich von einer C-Jugend, die jetzt schon in die Halle will.

    Für mich ist Fussball eine Freiluftsportart, zu nicht-Corona-Zeiten kann man gerne auch mal 2-4 Monate in die Halle. Aber in der jetzigen Zeit mit einer D oder gar einer C auf Hallentraining zu drängen verstehe ich ehrlich gesagt nicht, sofern natürlich bespielbare Plätze vorhanden sind.

    Die normalen Rasenplätze in unserer Stadt sind über den Winter gesperrt, damit sie sich erholen können (sind jetzt auch in einem miserablen Zustand durch Training und Spielbetrieb). Kunstrasenplätze haben wir nur ganz wenige, die den "besseren" Mannschaften vorbehalten sind. Als normale D-Jugend komme ich da nicht drauf. Nächstes Problem sind die miserablen Flutlichtanlagen. Bei uns im Norden ist es um 16 Uhr dunkel. Und wenn man da ein paar trübe Funzeln nur von einer Seite als "Flutlicht" hat, sieht man einfach nichts.


    In M-V ist jetzt geregelt, dass ab einer höheren Warnstufe der Vereinssport ab 18 nur noch 2G erfolgen darf. Die unter 18 können also im Hallentraining weitermachen.

    In MV müssen wir jetzt mal abwarten, wie es weitergeht. Eine Entscheidung soll wohl diese Woche fallen.

    Sollte es dahin gehen, dass nur noch Geimpfte in der Halle trainieren können (Training draußen ist hier oben im Norden wirklich keine Alternative mehr), sehe ich bei meiner D-Jugend schwarz. Da scheint bisher kaum jemand geimpft zu sein (was auch klar ist, da die Spieler ab 12 sich erst seit zwei-drei Monaten impfen lassen können und die unter 12 sowieso noch nicht.

    Bei uns wurden heute die Hallenkreismeisterschaften der Junioren abgesagt. Ich kann das insofern nicht nachvollziehen, da Hallensport in anderen Sportarten scheinbar auch funktioniert und ich schon seit Beginn der Pandemie der Meinung bin, dass wir so lange es der Gesetzgeber erlaubt, spielen sollten. Verstehe auch nicht, warum man dann nicht F- bis C-Jugend mit 3G+ spielen lässt.


    Keine Kreismeisterschaften im Kreis Ost: BFV sagt Hallencups der Junioren vorsorglich ab | heimatsport.de

    Bei uns finden die HKM statt. Allerdings mit 3G und Maskentragen außerhalb des Spiels.

    kannst du nicht einfach zwei Teams zur HKM melden?

    Nein, ist fest eingeteilt.



    Sind bei euch die Auflagen für die Teilnahme auch so hoch ? (HKM)

    Bei uns dürfen keine Zuschauer dabei sein, die Kinder müssen auf vorher markierten Plätzen sitzen und dürfen die Maske nur dann abnehmen, wenn sie auf dem Spielfeld stehen.

    Unsere Trainer wollen von der Teilnahme Abstand nehmen...

    Die Auflagen sind etwas lockerer, aber immer noch sehr restriktiv. Spaß macht das so nicht wirklich.


    Ich habe gerade erfahren, dass wir schon in zwei Wochen spielen in einer extrem schweren Gruppe. Da bleibt ja tatsächlich nur, die besten mitzunehmen, um nicht komplett unterzugehen.

    Bei uns ist die "Draußen-Saison" vorbei und - so Corona will - werden wir mit unserer D-Jugend demnächst in die offiziellen Hallenkreismeisterschaften und in die freiwilligen Turniere gehen. Mein Problem ist, dass ich für die Hallenturniere mit ja einer deutlich geringeren Anzahl von zugelassenen Spielern und sehr kurzen Spielen zu viele Spieler habe. Grob geschätzt habe ich zwei Drittel gut einsetzbare Spieler und ein Drittel schwache/unerfahrene Spieler.


    Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

    - Ich belasse es bei einer Mannschaft und setze einfach nur die Besten ein.

    - Ich belasse es bei einer Mannschaft und wechsle die Spieler durch, d.h. ich mische gute und schlechte Spieler.

    - Ich teile die Mannschaft in zwei kleinere Mannschaften und mische gute und schlechte.

    - Ich teile die Mannschaft und mache eine gute für die offzielle HKM und eine schwächere für die freiwilligen Turniere.


    Ich tendiere im Augenblick zur letzten Möglichkeit, bin mir aber nicht sicher, ob sich nicht die Spieler der schwächeren Mannschaft, die dann endlich auch mal mehr Einsatzzeiten kriegen, darüber glücklich sind, in der "Loser-Truppe" zu sein.


    Was meint Ihr?

    Ehrlich gesagt, würde ich mir Unterstützung und Coaching durchaus wünschen. Unser kleiner Verein dümpelt aber nur so vor sich hin. Der Vorstand lässt sich bei uns nie im Training blicken. Also sind wir auf uns gestellt, wobei die meisten von uns nicht mal eine Trainerlizenz haben ("Väter-Trainer"). Es gibt auch keinen regelmäßigen Austausch der Trainer untereinander. Man sieht die anderen eher mal zufällig. Von vielen weiß ich nicht mal die Namen.


    Nach nun einigen Trainingseinheiten, in denen ich einiges über mich, über die Spieler und Fußball gelernt habe, lerne ich immer noch in absolut jeder Trainingssession dazu. Ich mache mir vorher echt viele Gedanken, was und wie ich es trainieren will und überlege hinterher schon, ob das auch funktioniert hat. Ich habe drei wesentliche Dinge gelernt:

    1. Egal, was passiert, es bringt nichts zu schreien. Wenn die Übung nicht funktioniert, dann liegt das regelmäßig nicht am bösen Willen der Spieler, sondern an der Übung (oder auch einfach am blöden Tag). Ich habe in den letzten 2 Jahren nur ein einziges Mal zwei Spieler nach Hause geschickt - nach entsprechenden Vorwarnungen. Wenn gar nichts funktioniert: Einfach Regel 3 anwenden.

    2. Eine Übung kann nie simpel genug sein. Komplizierte Übungen, so schön sie in der Theorie sind, bringen in der Praxis im Breitenfußball wenig. Jede Übung muss sich binnen einer Minute erklären lassen.

    3. Die Jungs kommen zu mir, um Fußball zu spielen. Also lass ich sie spielen - in unterschiedlichen Spielformen. Reine Lauftrainings, Krafttrainings o.ä. gibt es bei mir nicht.


    Für meine Trainings hole ich mir Ideen aus vielen Quellen, gerade aus dem Internet. Manchmal sieht man auch bei einer anderen Mannschaft eine bestimmte, gute Trainingsübung und kopiert die einfach. Dann gibt es noch Bücher und DVDs.

    Moin aus dem hohen Norden,

    es wird kalt und dunkel und nass und wir gehen so langsam ins Hallentraining. Und ich grübele, was ich da mit meinen Jungs (D-Jugend, Breitensport) so machen soll. Okay, Aufwärmen am Anfang und Abschlusspiel oder -turnier am Ende. Aber dazwischen im Technikteil für 30-45 Minuten? :/Lasst uns mal ein paar gute Übungen sammeln, bitte.

    Dankeschön!

    Mit den fehlenden Schiedsrichtern habe ich inzwischen auch ein Problem, wenn mangels Alternativen (Eltern, andere Trainer) das Spiel von dem Heim-Trainer oder seinem Co gepfiffen werden muss. In so einer Situation hatte ich in den paar letzten Spielen gleich 2 Handelfmeter gegen uns, weil einer meiner Spieler aus kurzer Distanz angeschossen und an der Hand getroffen wurde. Das Beste war dabei ein Trainer, der das Spiel von der Seite Höhe Mittellinie gepfiffen hat. Der hat dann aus 25 Metern Entfernung erkennen können, dass das Hand war? Stolze Leistung. Ich habe da gar nichts gesehen. Da hat man große Lust, in so einer Situation, wenn man selbst pfeifen muss, einfach ein paar schöne Elfer für die eigene Mannschaft zu pfeifen. Mache ich aber nicht.


    Bei uns wird übrigens diskutiert, dass Vereine ohne Schiedsrichter mit Punktabzug bestraft werden. Wir finden aber in unserem Verein ums Verrecken keinen, der das machen will.

    Moin,

    ich trainiere eine D-Jugend in der untersten Liga. Reiner Breitensport ohne große Ambitionen. Je nachdem, welche Spieler ich gerade habe, läuft es mal besser, mal schlechter.


    Mein Problem ist die extrem unterschiedliche Kondition der Spieler. Ein Drittel ist richtig gut, spielt 2x30 Minuten locker durch. Ein Drittel ist ganz okay, kann einigermaßen mithalten. Ein Drittel ist nach 5 Minuten erledigt und steht im Spiel nur noch rum.

    Ich frage mich jetzt, ob ich mit den besonders schwachen Spieler Konditionstraining machen muss. Das kann allerdings nur im normalen Training laufen und letztlich halt auch nur maximal 20-25 Minuten. Ansonsten will ich ja noch einen Technik-Teil machen und ein Abschlussspiel.


    Meine Frage: Bringt das überhaupt was? 2 mal die Woche 20-25 Minuten Konditionstraining? Oder sollte ich lieber versuchen, verstärkt Spiele anzubieten, wo man sich hoffentlich mehr bewegt, weil es Spaß macht?

    Ihr kennt doch sicher diese weißen weichen Plastik-Kühlpacks für den einmaligen Grbauch. Da muss man drin etwas zerdrücken, es vermischen sich zwei Stoffe und das Ding wird kalt.

    Das Problem: Ich habe größte Schwierigkeiten, diese Packs durch Drücken zu "aktivieren". Heute ist mir sogar so ein Teil geplatzt. Gibt es da irgendeinen Trick?

    Bei uns im Land ist es wohl so, dass alle Vereine ohne Schiri eine Strafe zahlen müssen. Ich bearbeite daher schon meine 13-jährigen, dass sie es mal versuchen sollen.


    Insgesamt ist die "Schiri-Lage" bei uns sehr mies. Be, F, E und D gibt es in den normalen Ligen praktisch keine Schiri-Ansetzungen mehr. Dann muss man sich halt selbst behelfen. Wenn ich selbst niemand habe, rufe ich den gegnerischen Trainer an und frage mal, ob die jemand haben (Co-Trainer, Eltern). Meistens klappt es.

    Mir fehlt dabei ein Technikteil. Sicherlich geht es auch bei Euch bald in die Spiele. Da sollte man sich pro Training meiner Ansicht schon 20-30 Minuten Zeit nehmen, bestimmte Techniken zu erlernen bzw. zu wiederholen, damit es auch im Spiel beherrscht wird. Z.B. Einwurf, Ecken, Abstoß etc. Und dann eben Technikübungen am Ball für den Einzelnen.