Nachdem ich heute diesen Beitrag gelesen habe: Wird das Abi wirklich immer leichter? würde ich auch sagen, die Mitte (Goldene Mitte; Mittelmaß) bricht weg.
Das sehe ich in der Gesellschaft (z.B. Einkommensunterschiede, Mittelschicht), in diesem Artikel (mehr 1,0 und mehr "Durchfaller") sowie im Fußball - sehr gut ausgebildete und sehr schlecht ausgebildete Fußballer. Auch ist aus meiner Sicht der Leistungsunterschied zwischen den Staffeln größer als früher. Die Mitte orientiert sich entweder nach oben oder hört auf - sucht sich etwas anderes um oben mitzuspielen. Und der Drop out findet auch in der Mitte der Jugendzeit statt (F, E, D, C, B, A).
Durchschnitt und Mittelmaß sind bei uns negativ belegt - d.h. "ungefähr" die Mitte wird nicht anerkannt bzw. ist keine große Leistung. Und gibt es die Mitte nicht, wird die Kluft zwischen oben und unten größer - auch wenn der gleiche Durchschnitt herauskommt (z.B. Leistungsstärke 1 und 6 -> Durchschnitt 3,5, genauso wie bei 3 und 4 => welches Spiel macht allen mehr Spaß?)
Vielleicht sollten wir wieder mehr von der "Goldenen Mitte" sprechen - Gold ist positiv belegt.