Beiträge von leviedelstein

    Es sind halt unterschiedliche Vorstellungen von Fußball und Training. Die einen sagen, dass auch solche "spielfremden" Elemente für die Ballkontrolle und das Ballgefühl förderlich sind, egal ob man den bestimmten Trick dann im Spiel zeigt.

    Die anderen sagen, dass es spielfremd ist und deshalb nicht trainiert werden sollte.

    Ich denke, da sollte man beim Mittelweg bleiben. Zu viel isoliertes Techniktraining (vor allem zu früh) ist Unsinn, aber überhaupt keins ist auch Unsinn.

    Du sagst mir ich konstruiere Sachen zusammen? Und was tust du gerade? Hab ihm selber als Person nie Rassismus unterstellt. Hab ihm gesagt, dass er anderen Leuten rassistische Erfahrungen abspricht und sie kleinredet, in dem er sie mit anderen Beleidigungen auf eine Stufe stellt. Das bedeutet nicht, dass ich ihn als Rassisten oder sonst was bezeichnen.


    Aber ich bin auf jeden Fall schlimm!

    Holy Moly. Was für eine abstruse Sichtweise. Wer beleidigt im Affekt rassistisch?


    Warum eine rassistische Beleidigung schlimmer ist als Arschloch oder Drecksau? Weil sie ein stigmatisierendes Merkmal eines Spielers hervorhebt und ihn wissen lässt, dass er aufgrund seines Aussehens und seiner Herkunft beleidigt wurde. Wieso wird denn ein weißer Spieler Arschloch genannt, während der schwarze Spieler sofort als ... (diese Wörter erspare ich mir) beschimpft wird.


    Spar dir doch deinen Schrott von wegen "ich bin auch gegen jegliche Form von Rassismus". Wer soll dir das glauben? Dummes Geschwätz. Du willst Rassismus nicht verstehen und wirst es auch nie tun, weil du in deiner normativen Blase bleibst.


    Tätlichkeit ist immer scheiße, aber kannst dann ja mal auf die Beleidigungen danach achten. Ist die Tätlichkeit eines weißen Spielers weniger schlimm? Er muss auf jeden Fall nicht damit rechnen, dass ihm seine wirkliche Heimat (Deutschland) aberkannt wird ("du scheiß Flüchtling"). Oder dass man ihn mit anderen rassistischen Beleidigungen klar macht, dass er nicht hierhin gehört.


    Rassistische Beleidigungen gehen über den Fußball hinaus und bleiben auch abseits des Feldes im Kopf. Eine Unverschämtheit wie du hier versuchst, diese widerlichen Dinge zu relativieren. Beschämend.

    Also wir spielen im U7 Bereich (hört sich dämlich an und es sind auch nur Ausnahmen, dass wir mal im 7 vs. 7 spielen) mit einer theoretischen 2-3-1 Aufstellung, weil wir dabei die Raumaufteilung besser finden als bei einem 3-3.


    Wie habt ihr den Kindern in dem Alter "Formationen" beigebracht? Wir würden eigentlich lieber drauf verzichten, den Kindern zu sagen, dass sie links/rechts/zentral spielen sollen, da die Kinder in dem Alter das meistens als feste Vorgabe verstehen und an der Seitenlinie kleben bleiben.


    Natürlich appellieren wir dann an die Kinder, dass sie im Sinne von "zusammen angreifen, zusammen verteidigen" immer aktiv mitmachen, aber das funktioniert bei vielen nicht so gut. Wie habt ihr das gelöst/wie löst ihr das? Schöner wäre es für uns, wenn sie aufgrund von einem Raumverständnis sich autonom ungefähr so organisieren, wie es für eine gute Raumaufteilung nötig wäre.


    Also wie habt ihr Formationen trainiert, wie trainiert ihr sie?

    Ich sehe das anders fussipapa . In Zeiten von Youtube, PS4, XBox, Fifa ist "Videoanalyse" ein tolles Trainingstool, um bereits Kindern zu helfen, sich weiterzuentwickeln. Du kannst 100 Mal erklären, was du gerne von dem Kind anders sehen würdest, wenn sie es einmal selber sehen, dann verstehen sie was du meinst. Diese Visualität verringert die Abstraktion deines Erklärens. Finde ich für Kinder tatsächlich deutlich zugänglicher.

    Das bedeutet nicht, dass die Kinder sich 1,5 Stunden in einen Raum setzen und ihr Video analysieren sollen. Sondern ein kurzes (höchstens 5 Minuten) Videos der Dinge, die sie gut gemacht und die sie noch verbessern können. Am besten sogar noch im Training zeigen, damit es sofort auf dem Platz umgesetzt werden kann.

    Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht: Die Kinder verstehen schneller was ich meine und sie fühlen sich wie kleine Profis oder wie bei Fifa.

    Ich trainiere auch eine Bambini und ich bin sehr glücklich darüber. Die Gruppe wächst und wächst und wächst und wir haben eine echt talentierte Gruppe von 8 x 2013ern + 3 x 2014er, die hoffentlich für längere Zeit zusammen bleiben. Das finde ich für einen kleinen Dorfverein schon ungewöhnlich.


    Meine größte Erkenntnis, an der wir auch unser Training immer dran ausrichten: ja sie sind klein, ja sie sind jung, aber sie haben wirklich einiges drauf. Man sollte sie nicht unterschätzen. Sie verstehen komplexe Übungen oft schneller als Jugendliche. Und vor allem machen sie es, weil sie einfach Spaß dran haben und sie Fußball lieben. Und das ist nicht mein Spruch, sondern der kommt ganz oft von den Kindern selber.


    Was unser größtes "Problem" aktuell ist: Dadurch, dass wir ein kleiner Dorfverein sind, gibt es keine Minikicker (also für 3/4 jährige). Deshalb kommen diese Kinder auch zu uns. Auch wenn ich mir damit vielleicht Kritik einfange, Kinder die am 23.11.2015 geboren sind, die ihren Papa nicht loslassen können, brauchen nicht zum normalen Training zu kommen. Dafür wären eigentlich die Minikicker da, aber die haben wir leider nicht.


    Und für mich ist es definitiv richtiger Fußball, da sie die Eigenschaft mitbringen, die vielen älteren Fußballern abhanden geht: Sie lieben den Sport einfach und machen es, weil sie Spaß dran haben.

    Carly7 wie kommst du denn auf die Idee, eine Lizenz (egal welche Art) machen zu wollen? Trainierst du aktuell eine Mannschaft oder möchtest du das gerne tun? Ist dein Verein, in dem du selber spielst, auf dich zugekommen?


    Erstmal finde ich es super, dass du dich dafür interessierst. Ich komme aus dem FVM (Mittelrhein) und bei uns (aber wahrscheinlich in allen Landesverbänden) ist es so, dass du den Junior-Coach machen kannst. Das sind dann 40 LE (40 x 45 Minuten). Davon können dann 30 LE bei den 120 LE der C-Lizenz anerkannt werden.


    Bei uns gibt es auch die Möglichkeit, eine C-Lizenz für Jugendliche (16-19 Jahre) zu machen oder eine C-Lizenz für junge Menschen (18-29). Bei mir waren in der C-Lizenz für junge Menschen aber auch zwei Jungs, die erst 16 waren. Sowas müsste dann immer mit deinem Verein geklärt werden. Vorteil dieser C-Lizenzen: du bist mit anderen Jugendliche und jungen Erwachsenen zusammen, die Atmosphäre verändert sich dadurch total.


    Ich denke, die C-Lizenz (egal in welcher Form) wäre ein guter Einstieg für dich. Wichtiger ist aber deine intrinsische Motivation (Eigenantrieb, Lust) dich selber weiterzubilden und zu lernen. Im theoretischen als auch im praktischen Bereich. Ich habe hier jetzt schon von DORFKRUG als Beispiel gelesen. Dabei steht jeder Buchstabe für eine koordinative Fähigkeit. Die kann man natürlich im Lehrgang lernen, die kann man sich aber auch super schnell anlesen.


    Jetzt zu meiner eigenen Erfahrung mit dem Lehrgang: der Lehrgang war gut und hilfreich. Weniger in den Informationen, die einem beigebracht wurden, da ich behaupten würde, dass ich da bereits wirklich viel weiß (durch mein Studium etc.). Aber was bei mir besonders geschult wurde, war so der Trainerblick auf Korrekturen und Abläufe. Was mir jedoch nicht gut gefallen hat, war, dass die Verbandssportlehrer nach 2 Wochen Lehrgang 5 Namen kannten (natürlich die Namen von Spielern die mal 2 Spiele bei Drittliga NLZ gemacht haben) und ich dadurch das Gefühl bekommen habe, dass sie nicht der Mannschaftsführung fähig sind. Es ist halt eine künstliche Situation und hat wenig mit dem Training zu Hause zu tun.


    Was mir außerdem noch aufgefallen ist: der DFB arbeitet sehr gerne mit leeren Phrasen. Allein die 10 goldenen Regeln des Kinderfußballs. Gute Idee, aber sowas von leer an Inhalt. Oder die stupiden DFB Leitlinien. Das hört sich halt cool an und sieht im Internet gut aus, aber wird zu wenig mit Inhalt gefüllt.


    Naja, ich bin ein wenig abgeschweift, aber ich würde dir (ich kenne leider deinen Trainerkontext nicht) empfehlen, auf die C-Lizenz zu warten oder halt den Junior-Coach zu machen.

    Hallo Enno, ich lese das anders: Für die Sportler gibt es in der Tat kein unmittelbares Risiko. Das Problem sind die Partikel, die nicht auf dem Platz verbleiben, sondern in die Umwelt eingebracht werden. Um das damit verbundene Risiko geht es. Wobei es mich verblüfft, dass die Kunstrasenplätze so viel beitragen. Aber ok, auf jedem Platz sind etliche Tonnen Granulat.

    Genau, so verstehe ich es auch. Die Links vom Bundestag beziehen sich eher auf die Gesundheitsrisiken für die Spieler selber. Die Studie vom Fraunhofer Institut untersucht eher die Umweltrisiken, weshalb die EU die Plätze ja auch verbietet.

    Den Link von leviedelstein hab ich nur kurz überflogen , aber auch da keine wissenschaftlichen Beweise für den Fall der Kunstrasen Plätze gefunden.

    leviedelstein

    Und wer bezahlt die Alternativen ?

    Vielleicht solltest du den Bericht dann mal ausführlich lesen. Du forderst eine Studie, da ist die Studie. Ich bin nicht dafür da, mich um die Finanzierung von Alternativen zu kümmern.


    Wirkst mir eher so als wäre es für dich schon klar, dass Kunstrasen mit Granulat eigentlich gar kein Problem darstellt. Sonst würdest du die Studie vielleicht auch mal wirklich lesen.

    Wo ist da der Unterschied zu Positionen? Nur weil du sie nicht als Verteidiger und Angreifer benennst, sind es noch lange nicht trotzdem Positionszuweisungen. Vor allem die "Sonderaufgabe", dass man den Stürmer der anderen Mannschaft im Blick halten soll. Das heißt bei einem Bambini, dass er/sie immer direkt neben dem Stürmer stehen wird.


    Ich verstehe, dass das nervig ist, wenn man dadurch Tore bekommt, dass andere Teams einfach zwei nach vorne stellen und dann lange Bälle spielen. Wenn du jetzt aber "Sonderaufgaben" vergibst, machst du genau dasselbe. Das musst du dann für dich selber wissen. Ich würde mehr an der Maxime "zusammen angreifen, zusammen verteidigen" arbeiten und einüben, dass man in der Verteidigung hinter dem Ball ist oder den Ball haben will.


    Aber das musst du für dich selber entscheiden. Sonderaufgaben sind für mich dennoch nichts anderes als Positionen.

    Da ich die Spielstunde unter das Motto Zoo gestellt hatte, hab ich das nicht explizit eingebunden. Wie gesagt: dieses "Problem" hatte ich bisher noch nicht. Ich wollte eigentlich auch alle Kinder mit einem Leibchen ausstatten (vier Farben) aber die Kinder haben einfach nur mit dem Kopf geschüttelt oder klar gesagt: will ich nicht.


    Irgendwas erzwingen finde ich nicht den richtigen Weg. Wir lernen uns ja erst kennen und ich möchte Vertrauen zu den Kindern aufbauen.

    Bei Zoo das nächste Mal den Farben ein Tier zuordnen? Gelb sind die Tiger, Rot sind die Elefanten usw.

    Nein, ich richte mein Training nicht auf das 7:7 aus. Zu Anfang war es mir wichtig, dass mein Sohn und auch die anderen Kids mit Spaß zum Training kommen und sich auch nicht ständig ablenken lassen.


    Wie schon vor über zwei Jahrzehnten sind die Flugzeuge, die über den Sportplatz fliegen, sehr interessant :-).


    Was willst du denn genau wissen?

    Also bei uns auf dem Land sind die Traktoren noch interessanter.


    Trainierst du meistens Übungen mit Storys, also wo die Kinder Piraten, Ritter etc. sind? Oder machst du fußballerische Spielformen? Worauf legst du deinen Schwerpunkt: Dribbeln, Passen, Schießen? Trainierst du Positionsspiel?

    und habe jetzt einen Sohn in diesem Alter, der Fußball spielt und den ich coache.

    Hi Coach 31,


    wie baust du dein Training in der G-Jugend auf? Also nur ungefähr, ich weiß nicht, ob du immer dem gleichen Schema folgst. Richtest du die Übungen auf das 7:7 aus, oder wie machst du das?


    Danke!