Beiträge von leviedelstein

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    Ich habe es auch schon im Mittelfeld oder Defensivpressing gespielt, aber da fiel es uns schwer, den gegnerischen Sechser aus dem Spiel zu nehmen. Das lag aber weniger am System, als an dem individuellen Zweikampfsverhalten meiner Spieler. Wir sind definitiv oft genug in die entscheidenden Zweikämpfe gekommen, haben diese aber fast immer verloren, womit dir das beste System dann auch nichts bringt. Haben dann in der zweiten Halbzeit aber auf 4-1-4-1 umgestellt, womit wir defensiv immer sehr stabil sind.

    Finde gut, wenn solche Fragen öfter mal hier im Forum diskutiert werden. Ich lese jetzt bei dir raus, dass es dir schon um kompromissloses Angriffspressing geht oder? Denn erst dadurch kommt es ja dazu, dass du im Zentrum in Unterzahl sein könntest (weil dein 10er zwischen die IV schieben soll).

    Aber spielen wir das damit mal durch. Ich habe diese Saison gegen ein 4231 mit einem 352 schon mal so gespielt, dass ein IV nach vorne geschoben ist und damit den 10er gedeckt hat. Dann kann man natürlich sagen, dass wir eigentlich ein 433 gespielt haben. Das war aber nur dann der Fall, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte war. Sonst hat er sich wieder fallen gelassen und die 6er haben mit den IVs versucht, diesen Spieler in einem Raum zu lassen, wo er nicht gefährlich sein kann. Das hängt aber immer sehr von den eigenen Spielern und dem Gegner ab. Klingt blöd, ist aber leider so.

    Wenn du gegen ein 4231/433 kategorisch im 352 Angriffspressing spielen willst, sehe ich die Optionen:

    1. der Druck muss so hoch sein, dass dieser Zentrumspieler frei gelassen werden kann, weil er

    a) nicht angespielt werden kann und

    b) sein Raum ungefährlich ist.

    Das ist dann eine Teamleistung, aber vor allem eine Leistung der 6er und IVs.

    2. du ziehst einen IV vor, der den gegnerischen 10er im Rücken der eigenen 6er verteidigen soll.

    Ich spiele sehr gerne 352. Aber gegen ein 442 definitiv nicht. Weil die Außen bei uns nur einfach besetzt sind und beim Gegner doppelt. Die Stürmer finde ich da gar nicht so dramatisch, weil das Zentrum sehr dicht ist. Aber den 6er würde ich nur ungerne einen nach hinten Fallen lassen und vor allem würde ich die äußeren IV definitiv kein 1 vs. 1 auf Außen gegen (möglicherweise) technisch-taktisch-physische Außenspieler spielen lassen.

    Wenn wir gegen ein 442 ein Angriffspressing spielen, schiebt unser 10er nach vorne und es wird im Prinzip ein 343 draus. Dadurch können die IV 3 vs. 2 spielen, die AV haben ein 1 vs. 1 auf dem Flügel, im Zentrum ist es auch ein 2 vs. 2 und im Angriff ist es dann zwar ein 3 vs. 4, wo wir aber mit den 3 Spieler klar versuchen, den Ball auf das Pressingopfer oder auf die AV spielen zu lassen.

    Wenn dir jemand Probleme deswegen machen möchte, kann er das relativ leicht machen. Auch wenn du sagst, dass du die Videos nur privat speicherst, wurden trotzdem Aufnahmen von Personen (wahrscheinlich sogar Minderjährigen) gemacht. Es sollte dein Ziel sein, ein kooperatives Vorgehen mit dem anderen Verein zu finden. Sonst überwiegt nur der Ärger. Der FVM Artikel ist sehr gut dazu.


    Was bei uns immer gut zieht, auch wenn der Verein eigentlich nicht so begeistert vom Aufnehmen ist: Die Aufnahme dem Gegner zukommen lassen und zur Verfügung stellen. Auch mit dem Satz "Ihr macht ja bestimmt auch Videoanalyse".

    Ich trainiere neben meiner F-Jugend noch eine U17 Bezirksliga. Mit einer A2 drüber, die zu wenig Spieler hat und eine B2, die zu wenig Spieler hat. Obwohl, eigentlich ist das Problem nicht die Anzahl der Spieler, sondern die Trainer sind unzufrieden mit ihren Spielern.


    Nun hatten wir letzte Woche Donnerstag unser erstes Saisonspiel und damit waren unsere Spieler "frei" für die Spiele an diesem Wochenende. Zwei haben wir schon in die B2 abgegeben und dann kam die Anfrage der A2: "Ja wir haben nur 10 Spieler, könnt ihr nicht welche zum Aushelfen schicken, ist doch erstes Saisonspiel bla bla bla". Abgesehen davon, dass sie auch noch gelogen haben, denn sie hatten 12 Spieler ohne die 2, die wir dann geschickt haben, haben sie natürlich auch noch nach unseren absoluten Stammspielern gefragt und waren auch noch unzufrieden mit den 2 Jungs, die wir geschickt haben :D


    Was sich manche Trainer einbilden, das ist schon eine ganz komische Sache. Jetzt müssen wir irgendwie den Spielbetrieb der A2 und der B2 aufrechterhalten, obwohl wir selber in der Bezirksliga den Nichtabstieg als einziges Ziel haben. Kostet leider einfach alles Energie.


    Und wenn man dann klar Nein sagt, ist man auch noch der Dumme.


    Oder letztens wollte die C1 unseren Torwart für ein Testspiel gegen die C1. Manchmal bekomme ich nur die Krise.

    Einfach nur zum kotzen, dass ich auf eine vernünftige Spielvorbereitung meiner Mannschaft (es geht in dieser Saison um den Bezirksligaaufstieg) verzichten muss, damit die C2 in ihrer Staffel 8 noch zwei Spieler auf der Bank hat.

    Und dann ist man der Dumme, wenn man diese Spieler nicht abgeben will. Es sei doch im Vereinsinteresse. Warum muss man jedoch ständig die Probleme, die sich die anderen selbst schaffen, ausgleichen?

    In der kontaktlosen Corona Zeit habe ich natürlich viele isolierte Übungen gemacht. Und zu meiner Verwunderung werden diese von den Kindern heute (mit Kontakt) oftmals gefordert.

    Das sehe ich gar nicht so als verwunderlich an (aus unserer Sicht natürlich schon, Spielen macht doch vielmehr Spaß). Denn isolierte Übungen sind weniger komplex, überfordern die Kinder also nicht so schnell und es kommt zu einfacheren, schnelleren Erfolgserlebnissen, über die sich ein Kind natürlich freut.

    Darin sehe ich auch für mich den Sinn von isolierten Übungen: Sie geben dem Kind Selbstvertrauen und laden zum Ausprobieren ein. Ein Junge von mir wird im Spiel niemals mit rechts spielen, vorher würde er sich den kompletten linken Fuß verdrehen. Bei ihm bringt kein Kniff etwas, damit er in einer richtigen Wettkampfsituation (er ist sehr ehrgeizig) den rechten Fuß zum Schießen würde. Er sagt selber, dass er das nicht kann und Angst hat, zu scheitern. Bei isolierten Übungen macht er es mit dem rechten Fuß und ich habe das Gefühl, dass er da langsam an Selbstbewusstsein gewinnt und es vielleicht bald auch mal im Wettkampf machen wird.

    Im Sinne des Spiels ist diese tiefere Latte auf jeden Fall und auch, wenn wir das nur "vorschummeln", haben Verband und Stützpunkttrainer uns mehrfach für diese Lösung gelobt.

    Die haben wir tatsächlich vom Verband vorgeschrieben. Glaube, dass verändert die Höhe auf 1,65m. Aber wie viele Diskussionen wir seitdem bei E und F haben, ob der Ball tatsächlich nicht drin war. Am besten noch beim Stand von >8:0 :D

    Empfinde ich für eine F-Jugend auch eher als kompakt, aber definitiv nicht als viel zu klein, vor allem nicht ohne Abseits.


    Vielleicht ist eure Raumaufteilung auch einfach noch nicht so geschult und du musst daran etwas schrauben. Wenn 12 Kinder auf 5 Quadratmetern stehen, wirkt das Feld natürlich sehr klein auch wenn 90 % des Feldes in dem Moment nicht besetzt sind.

    Aktuell ist unser Problem: Wir schaffen es, den Ball zu erobern und vielleicht sogar den ersten Pass zu spielen oder den ersten Gegenspieler auszudribbeln. Dann laufen wir aber auf 2 Verteidiger zu, die 5 Meter vor dem Tor stehen und am besten doppelt so groß und doppelt so schwer sind wie unsere Jungs.


    Unsere Raumaufteilung ist definitiv schlecht, aber da stellt sich für mich sowieso die Frage nach Entwicklungszielen. Soll ich mit klaren Positionen in der F-Jugend spielen? Soll ich einem Spieler von uns, der ein unfassbares Aktivitätsniveau hat und eigentlich immer durchläuft und damit fast überall ist, verbieten, sich so viel zu bewegen, weil er damit die Raumaufteilung zerstört?


    Damit sind wir für mich an der Frage, ob das 7 gegen 7 aufgrund seiner Natur und der Spielweise nicht einfach konträr zu Entwicklungszielen von 6,7,8-jährigen ist. Wie siehst du das? Ich meine, genau darüber wird hier ja eigentlich ständig diskutiert. Aber ich sehe da keine Lösung. Raumaufteilung klingt erstmal schön, aber ist die wichtiger als die Aktivität von den Jungs hochzuhalten, was ihnen später sehr zugutekommen würde? Ich weiß es nicht.

    Wie groß ist dann im 7 gegen 7 das Spielfeld bei euch?

    In meiner Region wurde bis vor 2-3 Jahren sogar bei den Bambinis schon 8 gegen 8 gespielt, teilweise auf einem kompletten Halbfeld. Da gab es dann eher zu viel Raum als zu wenig. Statt Gebolze war eher zu sehen, dass sich einzelne Spieler über das gesamte Spielfeld dribbelten.


    Das Spiel am Wochenende ist doch letztlich nur nur eine von zwei bzw. drei "Einheiten" in der Woche. Du kannst doch im Training dennoch bei bei den kleinen Spielformen bleiben.

    Bei uns soll das Feld ca. 40x35 sein. Empfinde ich definitiv als zu klein. Außer man nimmt jeweils 2 Spieler raus für ein 5 vs. 5.


    Im Training bleiben wir auf jeden Fall in unseren kleineren Spielformen und ich schreibe dem Spiel am Wochenende auch keinen großen Wert zu. Aber ich halte es für eine Illusion, dass die Kinder das Ergebnis nicht merken. Mich ärgert es auch, dass am Ende (immer) die Mannschaft gewinnen wird, die zwei oder drei SpielerInnen hinten parkt und sich vorne auf zwei schnelle, schussstarke verlässt. Und sich dann auch noch dafür feiert.


    Außerdem ist es schwierig, es als dritte Einheit zu sehen, wenn es fußballerisch überhaupt keinen Wert hat.


    Aber letzte Woche habe ich gehört, dass unser Fußballkreis ab nächster Saison fest auf die neuen Spielformen wechseln will. Also noch ein Jahr durchhalten.

    Wie kann man F-Jugend Spiele im 7 gegen 7 sehen und denken, dass das richtige für die Kinder ist? Leider müssen wir diese Saison in die F-Jugend hochgehen. In der Bambini haben wir versucht, Funino Spiele und Turniere zu machen. Wir haben auch als kleiner Dorfverein das erste Funinoturnier in der Region veranstaltet. Aber jetzt holt uns das 7 gegen 7 wieder ein.


    Viel zu kleiner Raum, viel zu viele Spieler auf dem Feld, viel zu viel wildes Gebolze. Leider sind wir gleichzeitig auch noch in die beste F-Jugendstaffel mit den 3 mit Abstand besten Jugendvereinen gekommen.


    Fußball macht absolut keinen Spaß mehr. Aber was soll man tun. Hier im örtlichen Gebiet findet sich niemand für 3 vs. 3 oder 5 vs. 5. Ea gibt keine Alternativen und die Verbände machen gar nichts.


    Nach zwei schönen Jahren in der Bambini hat mich ganz schnell die Realität eingeholt.

    Es sind halt unterschiedliche Vorstellungen von Fußball und Training. Die einen sagen, dass auch solche "spielfremden" Elemente für die Ballkontrolle und das Ballgefühl förderlich sind, egal ob man den bestimmten Trick dann im Spiel zeigt.

    Die anderen sagen, dass es spielfremd ist und deshalb nicht trainiert werden sollte.

    Ich denke, da sollte man beim Mittelweg bleiben. Zu viel isoliertes Techniktraining (vor allem zu früh) ist Unsinn, aber überhaupt keins ist auch Unsinn.

    Du sagst mir ich konstruiere Sachen zusammen? Und was tust du gerade? Hab ihm selber als Person nie Rassismus unterstellt. Hab ihm gesagt, dass er anderen Leuten rassistische Erfahrungen abspricht und sie kleinredet, in dem er sie mit anderen Beleidigungen auf eine Stufe stellt. Das bedeutet nicht, dass ich ihn als Rassisten oder sonst was bezeichnen.


    Aber ich bin auf jeden Fall schlimm!

    Holy Moly. Was für eine abstruse Sichtweise. Wer beleidigt im Affekt rassistisch?


    Warum eine rassistische Beleidigung schlimmer ist als Arschloch oder Drecksau? Weil sie ein stigmatisierendes Merkmal eines Spielers hervorhebt und ihn wissen lässt, dass er aufgrund seines Aussehens und seiner Herkunft beleidigt wurde. Wieso wird denn ein weißer Spieler Arschloch genannt, während der schwarze Spieler sofort als ... (diese Wörter erspare ich mir) beschimpft wird.


    Spar dir doch deinen Schrott von wegen "ich bin auch gegen jegliche Form von Rassismus". Wer soll dir das glauben? Dummes Geschwätz. Du willst Rassismus nicht verstehen und wirst es auch nie tun, weil du in deiner normativen Blase bleibst.


    Tätlichkeit ist immer scheiße, aber kannst dann ja mal auf die Beleidigungen danach achten. Ist die Tätlichkeit eines weißen Spielers weniger schlimm? Er muss auf jeden Fall nicht damit rechnen, dass ihm seine wirkliche Heimat (Deutschland) aberkannt wird ("du scheiß Flüchtling"). Oder dass man ihn mit anderen rassistischen Beleidigungen klar macht, dass er nicht hierhin gehört.


    Rassistische Beleidigungen gehen über den Fußball hinaus und bleiben auch abseits des Feldes im Kopf. Eine Unverschämtheit wie du hier versuchst, diese widerlichen Dinge zu relativieren. Beschämend.

    Also wir spielen im U7 Bereich (hört sich dämlich an und es sind auch nur Ausnahmen, dass wir mal im 7 vs. 7 spielen) mit einer theoretischen 2-3-1 Aufstellung, weil wir dabei die Raumaufteilung besser finden als bei einem 3-3.


    Wie habt ihr den Kindern in dem Alter "Formationen" beigebracht? Wir würden eigentlich lieber drauf verzichten, den Kindern zu sagen, dass sie links/rechts/zentral spielen sollen, da die Kinder in dem Alter das meistens als feste Vorgabe verstehen und an der Seitenlinie kleben bleiben.


    Natürlich appellieren wir dann an die Kinder, dass sie im Sinne von "zusammen angreifen, zusammen verteidigen" immer aktiv mitmachen, aber das funktioniert bei vielen nicht so gut. Wie habt ihr das gelöst/wie löst ihr das? Schöner wäre es für uns, wenn sie aufgrund von einem Raumverständnis sich autonom ungefähr so organisieren, wie es für eine gute Raumaufteilung nötig wäre.


    Also wie habt ihr Formationen trainiert, wie trainiert ihr sie?

    Ich sehe das anders fussipapa. In Zeiten von Youtube, PS4, XBox, Fifa ist "Videoanalyse" ein tolles Trainingstool, um bereits Kindern zu helfen, sich weiterzuentwickeln. Du kannst 100 Mal erklären, was du gerne von dem Kind anders sehen würdest, wenn sie es einmal selber sehen, dann verstehen sie was du meinst. Diese Visualität verringert die Abstraktion deines Erklärens. Finde ich für Kinder tatsächlich deutlich zugänglicher.

    Das bedeutet nicht, dass die Kinder sich 1,5 Stunden in einen Raum setzen und ihr Video analysieren sollen. Sondern ein kurzes (höchstens 5 Minuten) Videos der Dinge, die sie gut gemacht und die sie noch verbessern können. Am besten sogar noch im Training zeigen, damit es sofort auf dem Platz umgesetzt werden kann.

    Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht: Die Kinder verstehen schneller was ich meine und sie fühlen sich wie kleine Profis oder wie bei Fifa.