Platzkapazitäten:
Aktuell ist es so an einem Staffelspieltag:
Ort A: Team A vs Team B
Ort C: Team C vs Team D
Ort E: Team E vs Team F
Ort G: Team G vs Team H
Beim Funino:
Ort A: Team A vs Team B vs Team C vs Team D
Ort E: Team E vs Team F vs Team G vs Team H
In der Staffel werden 4/5 Spielorte benötigt. Beim Funino werden zb. nur 2 Spielorte benötigt.
Die Platzbelegung wird durch Funino bei den Vereinen sogar entspannt!
Man hat nicht alle 14 Tagen ein Heimspiel, sondern vielleicht einmal im Monat.
Rotation Ersatzspieler:
Sind wir ehrlich. Selbst wenn wir es größtenteils mit Stoppuhr etc einhalten, auf der Gegenseite sehen wir leider sehr oft das Gegenteil.
In den Staffelspielen gibt es meistens keine faire Rotation! Oft wird nach Spielstand ein- und ausgewechselt.
Das Kind weiss nie wann es wieder reindarf!
Im Funino wird bei beiden Teams nach jedem Tor gewechselt, unabhängig welches Team es erzielt hat. Und ein 0:0 habe ich noch nie erlebt
Die Zeit die das Kind draussen steht ist minimal und es weiss ganz genau, dass es gleich wieder im Spiel mitwirken darf.
Positionsspiel:
Es gibt keine festen Positionen. Es gibt zwei Aggregatzustände: Angreifen und Verteidigen!
Ist man in Ballbesitz ist man sofort Stürmer und es wird offensiv nach vorne gespielt. Sei es durch ein 1:1, einen Doppel- oder Schnittstellenpass oder eine Seitenverlagerung. Das Tor ist immer direkt hinter dem nächsten Gegner.
Ist der Gegner in Ballbesitz ist man sofort in der Defensive und lernt zu verteidigen im 1:1 oder einen Passweg zuzustellen oder sich aufzustellen.
Jede Situation ist eine neue Situation und füllt den Erfahrungsschatz des Kindes.
Das Umschalten wird ungemein geschult! Im 6+1 schalten die Kinder nach einem Pass sehr oft ab und ist der Ball weiter weg, nimmt das Kind nicht mehr an der Situation teil.
Es gibt auch kein Verstecken oder festlegen auf eine feste Position.
Die Beispiele wo der Stürmer nur auf den langen Ball wartet, der Verteidiger nicht über die Mittellinie gehen und den Ball nur ins Aus dreschen darf, gibt es beim Funino nicht!
Aktivität/Intensität:
Durch die sehr geringe Wartezeit des Rotationsspielers, dadurch dass jedes Kind immer in der Nähe des Balles und des ballführenden Mitspielers oder Gegners ist, ist das Kind immer mit dabei!
Da gibt es keine Langeweile und keinen Leerlauf für die Kinder. Die Kinder sind immer nah am Geschehen und bleiben am Geschehen dran.
Homogenität:
Im Funino sind homogenere Teams und Gegner um ein Vielfaches höher als im Staffelbetrieb.
Eigenes Team: Niemand bzw kaum einer hat 10 gleichstarke Spieler in einem Team. Das heisst oft haben die spielstärksten Kinder den Ball im 6+1 und die anderen stehen nur passiv dabei und nehmen nicht am Spiel teil. Das Glücksgefühl über den gemeinsamen Sieg kaschiert das grosse Problem was dadurch entsteht und die Eltern, Trainer und Kinder sind in der falschen Annahme, dass alles gut ist und lassen sich somit blenden. Der grosse Aufschrei erfolgt Jahre später.
Gegner: Oft spielt man gegen zu starke oder zu schwache Gegner. Beide Fälle sind nicht schön und kontraproduktiv für die Kinder.
Funino verringert diesen Effekt. Es kann ihn natürlich nicht komplett abschalten, aber es dämpft ihn sehr stark.
Ich spreche aus meiner Erfahrung der 21 Kinder hat und wo die Schere sehr stark auseinander geht. 2 Kinder hätten ins NLZ wechseln können, 5,6 andere sind technisch gut, 5,6 andere Kinder sind nicht so weit und die übrigen sind motorisch, koordinativ etc noch Anfänger die mit dem Fussball gerade erst anfangen.
Ich handhabe es so, dass ich diese Saison noch. je nach Gegner, einen Teil zur Staffel schicke und den anderen Teil zum Funino. Nächste Saison werde ich dem Staffelbetrieb ganz den Rücken zuwenden.
Spielen wir nur Funino machen wir das so:
Aus den 8 Kindern die weiter sind bilde ich z.b. beim Funino 2 Teams a 4 Kinder und lasse sie in der Gruppe spielen wo die anderen Vereine ihre spielstärkeren Teams spielen lassen.
Die anderen werden auch in Teams aufgeteilt und kommen in die andere Gruppe mit den spielschwächeren Teams.
Ausserdem kann man es auch so handhaben, dass man auf zwei Veranstaltungsorten spielt. Die spielschwachen in Ort A und die spielschwächeren in Ort B.
Innerhalb der Hinrunde kennt man die anderen Trainer und die Spielstärken der jeweiligen Kinder.
Natürlich erfordert es den ehrlichen Umgang und Zusammenarbeit unter den Trainern und der Hilfsbereitschaft einiger Eltern die sich beim Verein als Mannschaftsverantwortlichen eintragen lassen um offiziell die Kinder zu beaufsichtigen.
Mehr brauchen sie nicht zu tun. Sie sollen die Jungs nur beaufsichtigen und spielen lassen.
Das Funino regt das selbständige Denken, Lernen und Umsetzen derart an, dass man von aussen als Elternteil nichts machen braucht. Die
Die Kinder im Funino sind autodidakt!
Die allerletzte Option die ich meinen Eltern genannt habe war, dass wenn sie mir nicht helfen, ich jedes Wochenende 13 Kinder zuhause lassen werde.
Seit fast zwei Jahren läuft es......
Just my 2 cents dazu 
PS: Kinder die Funino spielen erkennt man meist schon optisch im technischen Bereich.