Beiträge von Troete

    Ich stimme Follkao zu und gehe sogar noch weiter: Die „jungen“ Schiedsrichter sind deutlich besser als die alten Hasen. Wir hatten erst letztens den Fall, dass beim Auswärtsspiel ein 14 Jähriger gepfiffen hat. Der gegnerische Trainer war während des kompletten Spiel nur am diskutieren und rumschreien, aber der Schiedsrichter hat ihm keine Chance gegeben und ihn sogar vom Platz gestellt ..


    Zu Charles De Goal : auch die Situation kenne ich. Wir machen das 1:0 und von draußen schreit ein Vater rein, dass es Abseits war (obwohl unser Spieler deutlich in unserer Hälfte gestartet ist). Direkt übertrug sich die Welle und alle Kinder fühlten sich ungerecht behandelt.


    Das Problem mit dem Schiedsrichter ist leider ein sehr schwieriges. Natürlich gibt es immer mal wieder einen Super Gau, aber oftmals wird völlig unnötig und überheblich auf jenen geschossen. Ich habe mir angewöhnt, den Schiedsrichter während des Spiels immer in Schutz zu nehmen, ihn zu loben und seine Entscheidung zu bestätigen (selbst, wenn er mal falsch liegt - Einwurf Gegner statt für uns). Nach dem Spiel kann man dann in Ruhe über die kritischen Szenen reden

    Ich erlebe es leider immer häufiger, dass in der Jugend / im Breitensport das Leistungsprinzip an erster Stelle steht.


    Statt: Jedes Kind bekommt gleich viel Spielzeit, gilt: Die besten spielen durch, die schlechteren bekommen 5 Minuten Spielzeit.


    Statt: Aus Fehlern lernen die Kinder, gilt: Wer einen Fehler macht, wird dafür bestraft (akustisch oder mit einer Auswechslung).


    Was mich nun allerdings völlig ankotzt ist folgende Situation:


    Wir spielen gegen eine zweite Mannschaft, die mit Spielern aus der ersten Mannschaft vollgepackt ist. Generell ist das ja auch nicht verkehrt, sofern die zweite Mannschaft ansonsten keine 9 Mann aufs Feld bringen kann. Allerdings werden die Spieler aus der ersten Mannschaft nur gestellt, damit die zweite Mannschaft „besser“ wird. Diese Spieler dürfen dann auch meistens durchspielen ..


    An diesem Wochenende spiegelte sich das ganze mit Ankündigung wider. Wir spielten gegen eine zweite Mannschaft, wobei die erste Mannschaft an diesem Wochenende spielfrei hatte. So begegnete uns auf dem Feld eine Mannschaft, die zu 50% aus der ersten Mannschaft bestand. Der Trainer fand das sogar noch sehr toll, weil man so auch mal ein Spiel gewinnen konnte.

    Das Thema scheint ja echt an der Frage hängen zu bleiben, ob die Kinder sich telefonisch abmelden sollen oder nicht. Die Diskussion finde ich allerdings albern, weil das eben auch immer von den Umständen abhängt. Ist der Trainer voll berufstätig und nie erreichbar oder hat er eine freie Arbeits- / Studierzeit? Wie alt sind die Kinder? Usw ..


    Ich handhabe es nun mal so, dass die Kinder mich anrufen sollen und es wurde positiv von den Eltern aufgenommen. Warum das nun so in Frage gestellt wird, ist mir ein Rätsel.


    Goodie tatsächlich arbeite ich auch viel mit deiner ZDF Argumentation. Als der Vater sich damals beschwert hatte, dass sein Sohn bei dem wichtigen Turnier nicht dabei ist, habe ich auch damit argumentiert, dass sein Sohn eben an den Tagen XY nicht da war und dadurch eine geringe Trainingsbeteiligung aufwies. Allerdings hat ihn das wenig interessiert. Wie gesagt, die stellen sich oft über mich und wollen meine Argumente / meine Art der Mannschaftsführung nicht beachten.


    Hier ein weiteres Beispiel:

    Im Winter wurden unsere Plätze nach gemeinschaftlicher Absprache aller Trainer zur Erholung des Platzes gesperrt. Da ich den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten wollte, bin ich mit meiner Truppe also auf einen nichtgesperrten Vorplatz umgezogen, was auch so mit den anderen Trainern kommuniziert wurde. Die Eltern hatte ich natürlich darüber aufgeklärt.

    In der Elterngruppe schrieb die Mutter dann: Also eigentlich sind alle Plätze gesperrt, Karl kommt nicht.


    Auch hier wird wieder deutlich, wie sie sich über mich stellen wollen. Ich und meine Trainerkollegen entscheiden, wann welcher Platz gesperrt ist, nicht sie.

    Übrigens: Daraufhin habe ich noch einmal wiederholt, dass es sich bei den Platzsperrungen um die anderen beiden Trainingsplätze handelt, wir aber auf dem Vorplatz trainieren. Ihr Sohn kam trotzdem nicht zum Training ..

    Marianne also soll man immer stur sein, wenn etwas einem nicht passt? Und wenn dein Vorgesetzter sagt, dass ihr ab sofort andere Arbeitszeiten habt, dann stellst du dich stur, weil dich die neuen Arbeitszeiten nerven? Das ist doch kindisch ..



    Generell hatte ich es bisher so gehandhabt, dass die Jungs bei unentschuldigtem Fehlen im Training die ersten 15 Minuten nicht mitmachen durften (dafür Runden laufen) und mit großer Wahrscheinlichkeit beim anstehenden Spiel nicht berücksichtigt worden sind. In dieser Saison will ich allerdings Abstand nehmen von Bestrafungen und die Vorteile eines korrekten Verhaltens in Vordergrund stellen.

    SKRAP1986 damit würde ich ja aber auch das Kind bestrafen, was für die Sturheit der Eltern am wenigsten kann. Zumal wir uns im Breitensport befinden. Da Spieler hin und her zu tauschen zerstört das Gefüge.


    Stahl Stichwort: Bequemlichkeit.

    Moin,


    Im Allgemeinen bin ich sehr froh über das Verhalten der Eltern meiner Jugendmannschaft, allerdings rege ich mich häufig über dieses eine Elternpaar auf, weil es einfach absolut dickköpfig ist.


    Grundsätzlich geht es darum, dass sie meine Philosophie absolut nicht akzeptieren, meine Anweisungen nicht umsetzen und sich teils über mich stellen.


    Ich habe mit allen Eltern es so kommuniziert, dass die Kinder bei mir anrufen müssen, wenn sie nicht zum Training kommen. Das wurde so auch von allen umgesetzt. Dieses eine Elternpaar hat es allerdings nach 3 Jahren immer noch nicht verstanden und schreibt mir ständig eine Nachricht, was ich dann natürlich als unentschuldigtes Fehlen bewerte. Obwohl ich sie mehrmals darauf hingewiesen habe, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich regelkonform zum Training abmelden bei unter 5%.

    Dazu können sie absolut nicht verstehen, dass ich zu den Spielen und Turnieren diejenigen Kinder mitnehme, die am häufigsten beim Training waren. Da ihr Sohn regelmäßig fehlt und dann auch noch unentschuldigt, ist er eben auch seltener dabei (obwohl er einer der besseren Spieler ist). Zuletzt wurde ich vom Vater dumm angemacht, weil ich zu einem wichtigen Turnier sein Sohn nicht mitnehmen wollte, obwohl er ja ein guter Fußballer ist.


    Es gibt weitere solche Beispiele, die mich ständig aufregen.


    Natürlich besteht die Alternative, dass ich hier einen Schlussstrich ziehe und die Familie aus der Mannschaft werfe, allerdings bin ich der Meinung, dass das dem Sohn am meisten schadet und er eben auch am wenigsten dafür kann.


    Wie geht ihr mit solchen „Problemeltern“ um?

    Bei mir kam letzte Saison auch ein neuer Spieler, der bei seinem alten Verein Torwart war. Ich habe mit ihm direkt zu Beginn das Gespräch gesucht und heraus gefunden, dass er nicht zwingend im Tor spielen möchte. So blieb mein Stammtorhüter im Tor und regelmäßig wurde gewechselt.


    Bespreche also erst einmal mit deinen 3 Torhütern und erkläre ihnen auch die Sachlage. Es können ja einfach nicht 3 Leute ins Tor.


    Offtopic: Hier wird noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, einem Kind nicht von vornherein eine feste Position zuzuordnen. Insbesondere nicht der Torhüterposition. Der Spitzenklub in meiner Region spielt bis zur D-Jugend mit 7 Feldspielern. Da geht jedes Spiel ein Feldspieler ins Tor, der allerdings nicht als Torhüter agieren darf, sondern als Feldspieler (ohne Torwarthandschuhe).

    Moin Madayo,


    ein „perfektes“ allgemeines D-Jugend Training gibt es nicht. Selbst wenn du das Training von den D-Jugenden einiger Spitzenklubs kopierst, wirst du nicht das Maximum aus deinen Kindern holen.


    Warum? Weil jedes Training an die (spezifische) Leistung und dem Talent deiner Kinder angepasst werden muss.


    Ein guter Trainer ist jemand, der Übungen vorbereitet, die auf seine Mannschaft abgestimmt sind.

    Ich kann aus meinen Erfahrungen sprechen:


    In der aktuellen Saison wurde meine Mannschaft (2007er Jahrgang) regelmäßig von unseren 2008er Spielern unterstützt. Da wurde vom Torwart bis zum Stürmer auf jeder Position mal jemand benötigt, der bei uns aushelfen musste. Obwohl wir fast überwiegend gegen 2006er Mannschaften gespielt haben, haben sich die 2008er absolut souverän geschlagen.


    Das einzige Problem wird sein, dass es mal Spieler gibt, die eben schon sehr ausgewachsen sind und körperlich absolut überlegen sein werden. Wenn ihr aber eine technisch starke Mannschaft seid, wird das für euch kein Problem sein.

    Hallo Leute,


    Ich habe mich hier schon etwas durchgelesen zum Thema Duschen - Duschpflicht. Die Meinungen gehen vor allem im Bereich Duschpflicht auseinander. Auch ich bin kein Freund davon, den Jungs eine Pflicht aufzusetzen, allerdings hat sich noch etwas unschönes ereignet.


    Ich hatte zu Saisonbeginn die Eltern meiner Jungs (D-Jugend) im Bereich „Duschen nach dem Spiel“ aufgeklärt. Die positiven Aspekte sollten hier klar sein. Ich habe aber eben den Eltern bzw. Jungs die Möglichkeit offen gelassen, zu duschen. Wer frisch geduscht nach Hause möchte, der soll gerne nach dem Spiel noch duschen gehen. Wer vollgeschwitzt nach Hause möchte, der soll dieses tun.

    Nun hatte sich bis dato nur ein einziger dazu entschlossen, nach dem Spiel zu duschen. Hier hatte vor allem der Vater einen sehr großen Anteil daran, weil er selber viel Mannschaftssport betrieben hatte und ein Fan vom Duschen nach dem Spiel war. Um es den anderen Jungs noch schmackhaft zu machen, ebenfalls zu duschen, hatte ich die Regel eingeführt: Wer duscht, kann duschen. Wer nicht duscht, muss abbauen (Tore zurückschieben, Bälle einsammeln, Kabinen fegen usw.). Leider ist auch darauf niemand eingesprungen. Vorerst hatte ich also nichts weiter in diesem Bereich umgesetzt.


    Nun kam am Wochenende der Vater des Jungen zu mir und hatte mir offenbart, dass sein Sohn nicht mehr nach dem Spiel duschen möchte, weil er zuletzt gemobbt wurde, als er geduscht hat. So hatten ihn einige Jungs aus meiner Mannschaft aus der Dusche locken wollen, weil er ja nackig war. Er hatte sich dann nicht mehr getraut raus zu kommen. Ich habe von der Aktion LEIDER nichts mitbekommen.


    Da ich eben nicht dabei war, weiß ich auch nicht absolut was vorgefallen ist und kann nur wiedergeben, was mir der Vater erzählt hatte. Ich habe vor, mich auch nochmal mit seinem Sohn zu unterhalten, allerdings geht mir dieses Thema aktuell nicht aus dem Kopf und ich versuche nach einer Lösung zu suchen.


    Nach dem Gespräch mit dem Jungen werde ich auf jeden Fall auch noch einmal das Gespräch mit den „Mobbern“ suchen und ggf auch die Eltern kontaktieren.


    Aber wie soll ich nun das Thema „Duschen“ aufgreifen? Wie würdet ihr hier reagieren?


    Ich möchte nach wie vor eigentlich nicht die Jungs dazu verpflichten, zu duschen. Dass der Junge jetzt aber gar nicht mehr duschen möchte, ist auch keine Alternative

    Um vielleicht auf eure beiden Posts einzugehen:


    Goodie : Es gibt tatsächlich welche, die Wachstumsschwierigkeiten haben und dementsprechend Schmerzen / Verletzungen von sich tragen, aber das heißt nicht, dass jedes Wehwehchen diese Ursache hat. Die Mehrzahl ist offensichtlich überdramatisiert. Bsp.: Jemand hat mir gesagt, er kann nicht zum Training kommen, weil er Schmerzen am Fuß hat. Derjenige kommt auch die darauffolgende Woche nicht zum Training und sagt, er gehe zum Arzt. Angeblich hat dann der Arzt gesagt, dass er eine weitere Woche Pause machen muss. Als derjenige nach der Woche Pause wieder beim Training war, habe ich nachgefragt, was der Arzt denn gesagt hat bzw was für eine Verletzung es war. Nach kurzer Zeit hat er dann gestanden, dass der Arzt gar nichts entdeckt hatte und er gelogen hat, sprich: Keine Verletzung o.Ä aber er hatte die kleinen Wehwehchen als Grund gehabt, nicht zum Training zu kommen.


    RedDevil : Das ist meiner Meinung nach etwas pauschalisiert. Ich merke, dass die Eltern bei den Jungs viel Einfluss haben und sie den entscheidenden Faktor spielen bei der Absage. Einer meiner Jungs darf beispielsweise von seiner Vater nicht zum Training, wenn es regnet auch wenn er gerne kommen würde..

    Hallo Leute,


    Ich habe in meiner D-Jugend 15 (+1 Probespieler) Jungs. Dennoch gibt es bei fast jeder Trainingseinheit zahlreiche Absagen, so dass ich oft mit nur 8-10 Spielern trainiere (bei allem unter 8 sage ich das Training ab, was etwa ein mal im Monat vorkommt ..). Dass einige wegen einer anderen Sportart ein Mal die Woche fehlen, ist vollkommen okay. Allerdings zieht es sich nun seit über einem Jahr durch, dass Kinder immer wieder absagen, weil sie krank sind oder irgendwo „aua“ haben. Ich bin selber ein etwas anfälliger Mensch für Krankheiten und kenne es, wenn man mal Migräne, Bauchschmerzen o.Ä hat (bin allerdings trotzdem immer auf dem Feld). Aber inzwischen sind einige Jungs tatsächlich alle 2 Wochen krank und sagen ab. Gleiches gilt für irgendwelche „Aua-Stellen“. Tut mal das Knie weh - Absagen. Hab ich Aua am Fuß - Absagen.
    Da mich das ganze schon länger nervt, hatte ich eben vor etwa einem Jahr die Maßnahme ergriffen, dass die Jungs persönlich bei mir anrufen sollen, damit sie ihre Entscheidung, abzusagen, noch einmal überdenken. Tatsächlich hat es bei ein paar Kinder den fehlenden Mut getroffen, doch viele sagen nach wie vor regelmäßig ab. Ebenso habe ich die Situation schon mehrmals beim Training angesprochen und die Kinder darauf hingewiesen, dass man auch mal mit Schmerzen zum Training kommen kann, da sich diese meist weglaufen lassen.

    Ich vermute, dass hierbei die Eltern einen großen Einfluss haben und ihre Kinder übertrieben schützen wollen. Auch hier habe ich bereits eingegriffen und die Eltern aufgeklärt und gebeten, die Jungs lieber ein Mal weniger zuhause zu lassen. Viele sind jedoch sehr stur und hielten von meiner Ansage nichts.


    Da ich nun zuletzt auch immer mehr mit Strafen gearbeitet habe, sprich: wer nicht zum Training kommt, spielt nicht bzw wer sich nicht abmeldet muss laufen gehen, und auch diese Maßnahme wenig Früchte trägt (da teilweise zu viele Absagen kommen und ich dementsprechend keine Mannschaft vollbekäme bzw die Jungs das Laufen einfach so hinnehmen), bin ich nun wahrlich verzweifelt.


    Wie ist es bei euch mit Absagen, Krankheit und Verletzungen? Habt ihr eventuell noch Tipps, wie ich dem Ganzen entgegenwirken kann? Mir macht es persönlich wenig Spaß mit nur etwa 8 Kindern zu trainieren bzw jedes Training noch einmal jedem erklären, was wir letztes Mal gemacht haben ..


    Ich würde es auch mit schnellem Umschaltspiel versuchen. Wenn der Gegner schon auf Konter setzt, ist dort eventuell die größte Schwäche. Verliert ihr also den Ball und der Gegner versucht zu Kontern, geht ihr in ein schnelles Gegenpressing und nutzt die freien Räume.

    Andre Das Passspiel war und ist eigentlich immer gut, seit ich die Kinder trainiere. Ich habe, wie gesagt, auf Grund der miserablen Leistungszustände von meinem Vortrainer viel Wert auf ein sauberes Passspiel gesetzt. Diese sauberen Pässe sind auch sehr oft im Spiel zu sehen. Vielleicht spielen wir manchmal zu langsam nach vorne oder es fehlt der entscheidende Pass, aber an der Sauberkeit der Pässe müsste ich glaube ich nicht arbeiten.


    Eventuell ist Constantin schon auf einem guten Rat gestoßen, denn das klassische Individualtraining baue ich selten mit ein. Da ich wie gesagt viel im Feld spielen lasse, bin ich davon ausgegangen, dass die zahlreichen 1gg1 , 1gg2 oder 2gg2 usw. Situationen genügen. Interessanterweise habe ich gestern sogar ein intensives 1gg1 Training durchgeführt - was ein Zufall 8o

    Mir ist nämlich auch aufgefallen, dass die Kinder selten in ein 1gg1 gehen bzw sich dort nicht durchsetzen - hier tendieren sie oft zum Passspiel oder verlieren eben den Ball.


    Wie oft führt ihr Individualtraining durch? Legt ihr dann den Fokus das ganze Training über auf das Individualtraining oder baut ihr nur 2-3 Übungen ein?


    Was mich dennoch bei den Spielen maßiv stört ist diese Unkonzentriertheit. Vor allem, weil wir nun die letzten zwei Wochen viel taktisch besprochen / gelernt hatten (Flügelspiel, Spiel durchs Zentrum) und ich eben auch ein Trainer bin, der gerne die Übung unterbricht und Fehler mit den Kindern zusammen analysiere. Im Abschlussspiel hat es dann nun mal auch gut geklappt - bloß zwei Tage später beim Spiel haben sie wohl alles wieder vergessen ..


    //edit: Zählt ihr Koordinationstraining auch zum Individualtraining dazu? Wie oft baut ihr Koordinationstraining ein ?

    Erstmal vielen Dank, für die schnellen Rückmeldungen. Ich gehe gerne auf eure Fragen ein.


    Taktiker_95 :


    Die Warmmachübung ist meistens sehr mit dem Thema des Trainings / der Trainingswoche verknüpft und somit auch mit der Technikübung. Ich kann ja mal einen Trainingsablauf der letzten Woche hier verfassen:


    1. Viereckspielchen (Spielen die Kinder immer vor dem richtigen Trainingsbeginn)

    2. Kleine Passübung mit viel Bewegung

    3. Passübung fürs Flügelspiel (Pässe vom Zentrum nach Außen) mit Zusätzen (Auftaktbewegung und Kommandos einbauen, Klatschen lassen oder selber über den Flügel ins Dribbling gehen) anschließend eigener Torabschluss

    4. Gleiche Passübung wie oben, bloß Flügelspieler geht bis auf Grundlinie und bringt die Flanke zum vorherigen Passgeber

    5. 4 gg 4 inklusive zwei Flügelspieler auf Tore (Tore zählen nur, wenn vorher Flanke der Flügelspieler)


    Ich arbeite seit über einem Jahr stark an der Kommunikation auf dem Platz, da sie mir anfangs zu leise waren. Dazu zählen die klassischen Kommandos wie „Hier“, „Spiel“, „Lauf“, „Klatsch“ usw. Zudem versuche ich ihnen seit geraumer Zeit deutlich zu machen, dass die Kinder nicht mit einem Kontakt den Ball wieder weg dreschen sollen, sondern den Ball erst einmal unter Kontrolle zu bringen und somit mit 2 oder 3 Kontakten minimal agieren sollen. Da sie außerdem gerne mal stehen bleiben, wenn sie einen Ball weitergepasst haben bzw sich nicht wieder anbieten, trainiere ich auch viel das Freilaufen (zusammen mit Kommandos), das Anbieten und die Pässe durch die Lücke.


    Leider ist es etwas schwierig, das Ganze mit Gegnerdruck einzuüben, da ich eben nur 12 Kinder habe und somit ein 7 gg 7 bzw. 9 gg 9 nicht möglich ist. Den Gegnerdruck versuche ich daher mit einem einzelnen Gegenspieler als „Störer“ bei beispielsweise Passübungen oder eben bei den 5 gg 5 / 6 gg 6 Spielen durch Kontaktbegrenzung mit einzubauen.


    Bezüglich der Kontaktbegrenzung ist es bei uns eben andersherum (s.o.) Die Kinder agieren oft mit einem Ballkontakt, ich möchte aber, dass sie erst einmal den Ball unter Kontrolle haben.


    Leider habe ich bisher wenig Teambuilding Übungen für den Trainingsbetrieb gefunden. Könntest du mir da ein paar geben?


    Bennoah :


    Ich habe die Mannschaft wie gesagt ab der E2 übernommen. In der F Jugend waren sie wohl eine der besten Mannschaften, jedoch lag es angeblich daran, dass sie einfach körperlich schon ziemlich weit waren. Der Trainer hat ihnen daher auch ausschließlich „Kick ‚n Rush“ beigebracht, weshalb ich erst einmal bei den leichtesten Pass- und Dribblingübungen anknüpfen musste. Dennoch hatte es eben nicht lange gedauert, bis sie diese drauf hatten, weshalb wir auch in der Saison stark gespielt haben.
    Da wir aber eben nur ein Dorfverein sind und im Winter kaum bis gar nicht draußen trainieren konnten (teilweise nur ein Mal die Woche Hallentraining), haben die anderen Vereine anscheinend einen Vorteil gehabt.

    Die Kinder haben auf jeden Fall eine Menge Spaß am Fußball. Es gibt keine Trainingseinheit, bei der jemand unglücklich nach Hause geht. Dennoch vermute ich, dass sie manchmal wenig Bock haben auf einzelne Aktionen. Sei es beim Feldspiel in einen Zweikampf zu gehen oder einen Ball, der vermutlich ins Aus geht, hinterher zu laufen.

    Abgänge hatten wir zwischen der erfolgreichen Saison und der weniger erfolgreichen Saison zwei. Allerdings waren diese nicht zwingend schwer zu verkraften. Es waren zwar beides Stammspieler, doch wir hatten zugleich zwei gute Neuzugänge bekommen.


    Constantin :


    Bezüglich meiner Worte zur Kommunikation und Mannschaftsstruktur ist es ja eben auch nur eine Nebensache. Dass es nicht bei jedem Training der Hauptaspekt ist, sollte klar sein. Dennoch fehlt mir wie gesagt, jemand der die Mannschaft führt, besonders bei Rückschlägen. Daher hatte ich den Kindern den Anreiz gegeben, um eventuell selber mal hervorzugehen bzw voran zu gehen.

    Hallo Trainer und Trainerinnen,


    da wir heute unsere nächste Niederlage eingefahren haben und ich langsam echt verzweifle, möchte ich euch einmal um Rat und Erfahrungen fragen.


    Ich habe vor 2 1/2 Jahren einen 2007er Jahrgang übernommen. Anfangs lief es super - in unserer ersten Saison wurden wir in der Quali 1. und später 2. Platz. Zudem sah es für E Jugend Verhältnisse auch super nach Fußball aus. Leider hielt diese Leistung in der danach folgenden Saison nicht an. Wir spielten zwar auch teilweise gegen die stärksten Mannschaften im Kreis, jedoch gingen die wichtigen Spiele gegen Mannschaften verloren, gegen die wir zuvor noch haushoch gewonnen hatten. So standen wir am Ende mit 3 Punkten am Tabellenende. Nun haben wir auch diese Saison bis dato alles verloren.


    Niederlagen, besonders in Massen, haben immer einen Grund bzw mehrere Gründe. Was mir bisher aufgefallen ist, ist folgendes:


    - Den Jungs fehlt oft der Wille - man riskiert nie das letzte Hemd

    - Es gibt keinen Anführer in der Mannschaft - niemand geht voran

    - Die Jungs trainieren sehr unkonzentriert und spaßen zu sehr rum (ebenso sind sie absolut unkonzentriert auf dem Feld s.u.)

    - Dinge, die man ihnen beim Training bei bringt (teilweise über mehrere Wochen) gehen nicht übers Training hinaus und werden beim Spiel nicht angewandt


    Seit etwa einem Jahr versuche ich nun auch regelmäßig dagegen anzugehen. Ich habe den Jungs mehrmals den Anreiz gegeben, Kapitän zu werden, wenn man sich beim Training und im Spiel wie ein Anführer verhält (viel reden, voran gehen, die Mannschaft motivieren). Zudem habe ich beim Training Maßnahmen eingeführt, so dass Kinder, die sich nicht angemessen verhalten, mit Rundenlaufen oder Trainingsausschluss bestraft werden. Bezüglich der Konzentration, habe ich mit Konzentrationsübungen agiert. Um die Kinder noch mehr zu fördern, trainieren wir seit einem halben Jahr dreimal die Woche.


    Leider tragen diese Maßnahmen anscheinend keine Früchte, so dass ich nun echt verzweifelt bin.


    Gerne möchte ich euch jedoch noch einen tieferen Einblick in unsere Mannschaft / unseren Verein gewähren:


    Wir sind ein kleiner Dorfverein mit entsprechend mangelnden Anlageverhältnissen. Meine Kinder kommen zum Training und zum Spiel bereits umgezogen (wurde damals so übernommen - eventuell könnte man hier etwas ändern? Denn:) Ich habe das Gefühl, dass kein Teamgefüge herrscht - Sie kommen zwar gut miteinander klar, aber heute beim Spiel habe ich wieder erlebt, wie jemand gefragt hat, wie sein Teamkollege überhaupt heißt. Meine Kinder sind nicht absolute Fußball Legastheniker, sondern können sogar echt gut mit dem Ball um gehen (oft verlieren wir einfach wegen individueller Fehler und mangelnden Torabschlüssen). Meine Trainingseinheiten sehen in etwa so aus: 15 Minuten warmmachen, 15-30 Minuten Pass-, Dribbling-,Ballkontrolleübungen, restliche Zeit Torabschluss oder Spiel auf Feld (4gg4, 5gg5 usw / mit oder ohne anspielbaren Außenspielern / auf Tore oder 5 Pässe ein Punkt / verpflichtende oder freie Wahl an Ballkontakten).


    Ich hoffe, ich habe euch genug Informationen gegeben, wenn Fragen offen sind, bin ich da.

    Ansonsten würde ich mich super freuen, wenn ihr mir eventuell ein paar Tipps, Ideen oder Erfahrungsberichte schreiben könnt. Oftmals ist es ja von Vorteil, wenn noch jemand anderes seinen Senf dazu gibt :saint:


    Gruß Troete