Hm, naja es ist eben auch ein Problem der Vereine, dass sich ihre Mitglieder nicht als Teil des Vereins sehen.
Herrenspieler spielen nur wegen der Kohle im Verein, Eltern betrachten die Betreuung der Kinder als Dienstleistung und Trainer sehen sich als "Angestellte".
Ich will nicht sagen das es auch noch deine Aufgabe ist, dich um Schiedsrichter zu kümmern, doch mit deiner Einstellung bist du eher auch Teil des Problems, als Teil der Lösung.
Also wenn man das als Trainer nun auch noch machen soll, während die Papas und Mamas weiterhin entspannt mim Kaffee in der Hand nur zuschauen, dann wirds ja völlig lächerlich.
Die Führungsebene eines funktionierenden Verein (Ich meine hiermit Vorstand, Jugendleiter etc.) sollte in der Lage sein dafür zu sorgen, dass ein Trainings- und Spielbetrieb angemessen durchgeführt werden kann (Hinsichtlich Plätze, Material, Trainer, Schiedsrichter, Spieleranzahl etc.). Wenn dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist (kein Geld, keine Leute, keine Lust Leute zu suchen etc.) dann sollte man sich hinterfragen ob es den Verein überhaupt noch braucht und ob es überhaupt Sinn macht weiter Energie reinzustecken.
Wenn es nicht genügend Spieler in einem Jahrgang gibt melde ich keine Mannschaft. Wenn es nicht genügend Spieler + Trainer + Schiedsrichter + Plätze etc. gibt, mache ich den Verein zu. Eigentlich ganz logisch.
Der Fußball muss sich einfach ein Stück weit den gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen, und wenn diese bedeuten, dass einige Vereine den Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten können, dann ist es eben so.
Ich als Trainer bin da relativ schmerzfrei und habe keine Probleme zum nächsten Verein weiterzuziehen, wenn ein Verein nicht mal mehr die Basics anbieten kann.