Solche Aussagen finde ich in einer Diskussion nicht gerade zielführend. Natürlich sind die Funino -Anhänger- von der Sache überzeugt. Ich ja auch. die -nicht anhänger- doch auch von Ihrem Standpunkt .Warum sollte man sich da nicht wiederholen, oder etwas nochmals ausführen?!?
Hat er denke ich. Und ist für sich zu einem Schluß gekommen, der nicht zwingend Deiner ist.
eben:
ich finde jetzt auch keine wirklichen Vorteile. m.e. hat er recht
...
Eigentlich wollte ich Niemandem durch
Wiederholungen auf die Nerven gehen, aber wenn Trainer E meint, dass eine
Wiederholung der Contra-Funino Argumente zum gegenwärtigen Zeitpunkt Sinn
machen könnte, will ich diese gerne nochmal zusammenfassen.
Die Pro-Funino Argumente sind
bekannt. Die folgenden Argumente beziehen sich ausschließlich auf Funino als
Wettkampfform, nicht auf Funino im Trainingsbetrieb.
A) Ziele des KIFU
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KIFU ist Breitensport.
Der Wunsch des Spitzensports nach möglichst technisch perfekt ausgebildeten
Spielern sollte bzw darf bei der Organisation des Breitensports keine Rolle
spielen.
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Für viele, wenn nicht
die meisten Kinder, Eltern und Trainer steht die Freude am „klassischen“
Fußball im Vordergrund, die fußballerische Ausbildung ist zunächst zweitrangig
B) Erwartungen:
-
Viele, wenn nicht die
meisten Kinder, die in einen Verein kommen, wollen klassischen Fußball mit je
einem Tor und Torwart auf jeder Seite spielen. Wenn die Vereine dass nicht
anbieten, kommen womöglich weniger Kinder in die Vereine.
-
Auch die
Erwartungshaltung vieler, wenn nicht der meisten Eltern ist auf den klassischen
Fußball ausgerichtet. Wiederum besteht die Gefahr, dass die Eltern ihre Kinder
gar nicht erst in die Vereine schicken.
-
Der gute alte
Straßenfußball, also das, was Kinder von sich aus spielen, hat immer 2 Tore und
meist auch einen Torwart („letzter Mann macht Hand“
-
Kinder und Eltern müssen
deshalb umerzogen werden, wenn man Funino spielen will. Das gelingt
möglicherweise nicht bei allen.
C) Betreuung
-
Funino-Wettkämpfe
erfordern einen erhöhten Aufbau-Aufwand und Organisationsbedarf
-
Funino Wettkämpfe
erfordern einen erhöhten Betreuungsbedarf durch die Eltern oder durch
zusätzliche Trainer
-
Funino ist zu komplex
und zu regulierend für unerfahrene Vatertrainer. Damit vermindert sich die
Chance, neue Trainer aus den Reihen der Elternschaft zu rekrutieren.
D) Psycho-motorische Voraussetzungen
-
Ab der F-Jugend sind
die-psycho-motorischen Voraussetzungen für ein 5:5 ggf auf verkleinerte Tore
gegeben
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Ab der E-Jugend sind die
psycho-motorischen Voraussetzungen für ein 7:7 gegeben
E) Ausbildung
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Klassisches Kleinfeld
ermöglicht eine intensivere Torwartpraxis
-
Klassisches Kleinfeld
ermöglicht eine intensivere Schusspraxis
-
Klassisches Kleinfeld
ermöglicht erste gruppenspezifische Taktikerfahrungen (Differenzierung in
Abwehr-Mittelfeld-Angriff), insbesondere bei Rotation
F) Mannschaftsgefüge
-
Teambildung wird durch
Funino erschwert, weil eine Mannschaft mehrere Sub-Teams bildet. (Eine
Fußballmannschaft ist etwas anderes als ein Leichtathletikteam, wo jeder für
sich kämpft)
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Identitätsstiftende
gemeinschaftliche Erfolgserlebnisse sind im Funino nicht möglich
-
Gleiche Einsatzzeiten
hängen letztendlich immer vom Trainer ab. Auch bei Funino-Turnieren kann es
vorkommen, das die Anzahl der zu meldenden Teams begrenzt ist und nicht alle
teilnehmen können. Umgekehrt werden die meisten Trainer im klassischen Fußball
ebenfalls für eine gerechte Verteilung von Einsatzzeiten sorgen
-
Schwächer entwickelte
Kinder leiden nicht darunter, wenn sie weniger Ballkontakte haben, sondern
freuen sich teilweise, Teil einer Mannschaft zu sein und ihren Teil beitragen
zu können.
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Die Differenzierung im
Funino führt automatisch auch zu Selektionierung, bei der noch nicht soweit
entwickelte Spieler als zunächst automatisch als schlechter identifiziert
werden.
-
Die Leistungslücke zwischen
Fortgeschrittenen und Anfängern wird durch Funino nicht geschlossen. 7:7
ermöglicht Schwächeren dagegen, auch mal mit wesentlich Stärkeren zusammen zu
spielen und davon zu profitieren.
Wie gesagt, ich habe mich hier bewußt
auf die Contra-Argumente beschränkt. Man kann nun Vor- und Nachteile von Funino
unterschiedlich gegeneinander wichten, man sollte aber nicht behaupten, dass es
keine substantiellen Argumente für die Beibehaltung des klassischen KIFU gibt,
insbesondere dann, wenn man nicht alleine die Qualität der individuellen
fußballerischen Ausbildung berücksichtigt.