Beiträge von Kiriku

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    Bei uns ist das eine Katastrophe im Verein.


    Der Verein hat 3 Senioren-Teams und 8 Junioren-Teams. Wir haben einen Naturrasenplatz und einen Hartplatz, auf dem wir auch den ganzen Winter durchtrainiert haben, weil der Rasenplatz gesperrt war (ist er nach wie vor).


    Einen Sponsor für die Bälle haben wir selbst organisiert, genauso wie einen für die Trikots. Trainingsausrüstung ist quasi nicht vorhanden. Wir bringen z.B. manchmal unsere Leiter von zuhause mit, damit der Trainer damit mal Koordinationsübungen machen kann. Gerade sind wir dabei günstige (evtl. gebrauchte) Mini-Tore aus der Mannschaftskasse zu organisieren. Es ist wirklich katastrophal.

    Seht das nicht so verbissen. Ja es ist sicherlich nervig, mit Mitspielern zusammenzuspielen, die noch neu sind und nicht so erfahren. Es wird nur der Zeitpunkt kommen bei dem das soziale wichtiger wird als das sportliche. Die unteren Ligen sind voll mit sehr guten Spielerinnen, die einfach keine Lust mehr haben für lau in halb Deutschland rumzureisen. Da macht es viel mehr Spaß mit Freundinnen in der Mannschaft zu spielen auch wenn diese nicht so gut sind.

    Man gewinnt Freundinnen und verliert keine Fußballkarriere wenn man in einer schlechten Mannschaft spielt.

    Wie kommst du darauf, dass das so ist?


    Bei meiner Tochter ist es definitiv nicht so. Als eine von 3 Spielerinnen, die wirklich Fußball spielen können, macht ihr das bei Spielen garkeinen Spaß. Sie gibt alles, bemüht sich und sobald sie den Ball an eine Mitspielerin abspielt, ist er zu 90% beim Gegner. Sowas macht doch keinen Spaß! Oder sie versucht quasi 5 der 7 Positionen gleichzeitig zu spielen, was ja auch nicht Sinn der Sache ist. Das Training bringt ihr so gut wie garnichts, da sie auf diesem Niveau vor 3 Jahren bei den F-Junioren trainiert hat. Meine Tochter ist sehr ehrgeizig und will (nicht nur im Fußball) immer weiterkommen und gefordert werden. Da kann sie sich noch so gut mit den Mädchen versehen, was sie auch tut, den Spaß verliert sie trotzdem.

    Ich habe deine "Berichte" über diese Mädchenmannschaft verfolgt und für mich hörte es sich leider von Anfang an nicht wirklich erfolgversprechend an. Schade, dass man im Mädchenfußball so oft Steine in den Weg gelegt bekommt, wenn es das Mädchen wirklich ernst meint und man nicht "richtig" wohnt.


    Ansonsten gibt es bei euch weit und breit keine andere Mädchenmannschaft, oder?! Auch keine C-Juniorinnen?


    Bei uns ist es auch verzwickt. Meine Tochter spielte bis letzten Sommer in einem Verein bei den E-Juniorinnen, in dem die 1. Frauenmannschaft sogar 2. Bundeliga spielt. Trotzdem war das eine komplette Katastrophe für meine Tochter, die es ernst meint mit dem Fußball und weiter kommen möchte. Deshalb haben wir zur Saison 2018/2019 den Verein gewechselt. Leider ist auch hier nichts so wie es sich anfangs dargestellt hat. Die D-Juniorinnen waren in der Saison 2017/2018 sehr erfolgreich und das Training wurde ernst genommen, sowohl vom Verein als auch von den Eltern. Die Mannschaft wurde Meister bei den E-Junioren. Das hörte sich alles perfekt an, vor allem weil viele 2006er Mädchen in der Mannschaft waren, die ja noch ein Jahr D-Juniorinnen sind. Dazu kam, dass meine Tochter das Training mit dem Fahrrad in 10 Minuten erreicht. Leider stellte sich erst nach unserem Wechsel heraus, dass alles anders geplant war und dann war es zu spät. Die 2006er Mädchen wurden komplett hochgezogen zu den C-Juniorinnen und es blieben 4 Mädchen Jahrgang 2007, von denen auch noch eine komplett Anfängerin war. Dazu kamen nun noch 8 neue Mädchen, die noch nie vorher Fußball gespielt haben. Die Hinrunde wurde garnicht gespielt, die Rückrunde spielen wir nun ohne Wertung in einer D-Juniorinnen Landesliga. Mit größtenteils Anfängerinnen, die ca. ein halbes Jahr Fußball spielen. Also quasi wieder die gleiche Situation wie im vorherigen Verein. Aber soll ich meine Tochter deshalb nun schon wieder den Verein wechseln lassen? Wir wissen wirklich nicht was wir tun sollen.

    Ich kann dir nur sagen, dass beides sehr wichtig ist, falls dein Sohn von sich aus weiterkommen möchte. Aber davon gehe ich mal aus, wenn er beim Stützpunkt trainiert.


    Meine Tochter hat in einer D-Juniorinnen-Mannschaft trainiert, alles Mädchen in ihrem Alter mit denen sie sich super versteht. Allerdings waren es zu 80% Anfängerinnen und das Training dementsprechend. Sie war mit noch zwei anderen Mädchen mit Abstand die beste Spielerin. Beim Training wurde sie absolut nicht gefordert und bei den Spielen hatte sie quasi kaum jemanden mit dem sie spielen konnte. Sie hat die Lust verloren, trotz der Mädchen, die sie mochte.


    Dann hat sie bei den C-Juniorinnen trainiert und das Training war wirklich perfekt für sie. Sie war anfangs total begeistert (sie ist ein sehr ehrgeiziges Kind, was immer gefordert werden will). Allerdings haben wir mit der Zeit festgestellt, dass es mit den bis zu 3 Jahre älteren Mädchen absolut garnicht passt und sie hat dadurch auch dort den Spaß verloren, trotz des in ihren Augen perfekten Trainings.


    Es muss also irgendwie beides stimmen. Diese Erfahrung haben zumindest wir gemacht und nach diesen Kriterien suchen wir nun einen neuen Verein.

    Gute Frage......


    Meine Tochter war nun auch 3 mal im Probetraining in einem Verein zu dem sie wechseln möchte, der auch in einem anderen Bundesland ist. Allerdings wird sie für diesen Verein nur mit Zweitspielrecht spielen. Der Stammverein liegt in dem Bundesland in dem wir auch wohnen und in dem sie auch in der Bezirksauswahl ist. Wie verhält es sich denn dann?

    Einziger Satz der mich nachdenklich gemacht hat ist die Aussäge, sie kämen idR mit einem Ballkontakt aus. Das wäre im Jg. 2007 nicht mein Ziel.

    Aber genau das ist es, was ich hier bei uns bei den überragenden Mannschaften beobachte. Sie spielen viel mehr miteinander, d.h. sie spielen öfter und schneller an ihre Mannschaftskollegen ab und so gewinnen sie ihre Spiele. Sie versuchen jedem Zweikampf aus dem Weg zu gehen, nicht weil sie schlecht darin sind, sondern weil es effektiv ist. So habe ich es zumindest beobachtet.

    http://nfz-juniorinnen.de/inde…OR0OsZDXN66-E29BbsOqB8Z6g


    Auch hier stellt sich doch wieder die Frage nach Henne und Ei, oder?!


    Sind diese Kinder besser in der Schule, weil sie Sport treiben oder treiben sie Sport, weil sie besssere Schüler sind?


    Ich stelle sowohl bei beiden Vereinen meiner Tochter, als auch bei beiden Vereinen meines Sohnes fest, dass mindestens 75% der Kinder aufs Gymnasium gehen. Genauso stelle ich fest, dass wirklich ausnahmslos alle Kinder, die ich kenne, die aufs Gymnasium gehen, ein Hobby ausüben.


    Sozial schwache Kinder gehen eher auf "leistungsschwächere Schulen" und ich denke, dass die Eltern von sozial schwachen Kindern auch weniger dahinter stehen, dass ihre Kinder ein Hobby zuverlässig ausüben.


    Wie seht ihr das?

    Makkabi hat starke jüdische Wurzeln, aber es spielen dort nicht nur Kinder aus jüdischen Familien. Das ist dort multikulturell, wie eigentlich überall in Frankfurt.


    Nach meiner Wahrnehmung haben die viel Zulauf, weil sie eben durchgängig von Bambini bis mindestens zur C sportlich oben mit dabei sind.

    Ok, wenn das so ist, dann trifft meine Theorie wohl eher nicht zu.

    Ein anderer Grund dafür, dass diese Mannschaft so erfolgreich ist, dürfte aber auch sein, dass weniger leistungsstarke Kinder zu erfolgreicheren Vereinen wechseln. Und der Grund dafür könnte sein, dass die Eltern einfach eine Gemeinschaft sind. Sie haben außer dass ihre Kinder im gleichen Verein spielen noch gemeinsam, dass sie der gleichen Glaubensgemeinschaft angehören. Ich weiß nicht genau wie ich das erklären soll, aber ich hoffe ihr versteht was ich meine.


    Ich bin leider nicht so gut im Reden/Schreiben wie manche hier, aber ich versuchs. ;)

    Für eine Spielerin , die sehr talentiert ist , kann es sehr frustrierend sein nicht auf ihrem Leistungsniveau spielen zu können , aber ich denke sie lernt auch mehr als man vermutet.

    Pässe kommen nicht an , Tore verschossen , sie fühlt sich für alle Positionen verantwortlich , rennt sich die Lunge aus dem Hals .Wenn sie fehlt , spielt die Mannschaft um einiges schlechter .

    Die talentierte Spielerin lernt Verantwortung zu übernehmen , kann alle Positionen , lernt zu kämpfen , bekommt Kondition , weil sie immer durchspielt . Spielt weiter , auch wenn sie eigentlich nicht mehr kann .

    Bekommt eine Spielübersicht und hat eine gute Handlungsschnelligkeit .

    Als ich deinen Kommentar gelesen habe, dachte ich du schreibst über meine Tochter in ihrer alten Mannschaft. Genau so war das dort. Sie war mit einem anderen Mädchen zusammen mit Abstand die beste Spielerin und es war einfach nur frustrierend für die beiden Mädchen. Und das die anderen Kinder der Mannschaft nicht schlechter sind, weil sie auch ihr bestes geben kann man in dem Ausmaß dann auch nicht mehr so wirklich vermitteln. Klar waren da auch Mädchen, die 4 Jahre jünger sind als sie und welche, die erst vor 3 Monaten angefangen hatten. Da ist meiner Tochter natürlich auch schon von selbst klar, dass sie es nicht besser können können.

    Weil es bei vielen in unserer Mannschaft auch um den Nasenfaktor geht und manche Kinder schon von vornherein in die erste Mannschaft gehören. 8| (Eltern). Wir haben wie schon gesagt, zum Beginn der D ein paar Kinder dazu bekommen und die Eltern haben halt schon feste Vorstellung, WER hier WANN aufgestellt wird und WER WOHIN gehört.

    Ich habe da leider die Angst, dass das einige hinten rüberfallen (nicht nur meine Tochter) und da hilft mir auch nicht, wenn so viel positives im Vorfeld geredet wird, im Endeffekt werden doch andere Entscheidungen getroffen.


    Meine Tochter möchte auch sehr viel lieber mit Jungs als mit Mädchen spielen, da fühlt sie sich viel wohler

    Wer hier wo und wann aufgestellt wird oder in welche Mannschaft gehört, entscheidet doch aber letztendlich der Trainer und nicht die Eltern, oder?! Falls das bei uns nicht so wäre, würde ich mir sowieso eine andere Mannschaft suchen.

    Ok, eine Stunde ist definitiv zu viel. Und ich habe mich schon öfter geärgert, dass wir eine halbe Stunde fahren müssen zum nächstmöglichen sinnvollen Verein der eine Mädchenmannschaft hat. Da bin ich ja noch gut bedient. In welchem Bundesland wohnt ihr denn?


    Ich drück die Daumen, dass es gut ausgeht für euch!

    Grundsätzlich geht es eher darum, dass sie dann mit Kindern in eine Mannschaft kommt, die um Längen zurückhängen, d.h. das Gefälle von den dann jungen D-Spielern zu unseren alten ist riesig.


    Die einzige Mädchenmannschaft in unserer Nähe nimmt nur Mädchen, die Landesauswahl spielen...


    Sonst gibt es da nichts.

    Ok, wenn das Gefälle dann tatsächlich so groß ist, bringt das ja wirklich nichts. Eventuell könnt ihr einen Kompromiss finden, z.B. dass sie nur bei Spielen in der 2. Mannschaft eingesetzt wird, aber in beiden Mannschaften je 1 Tag pro Woche trainiert o.ä.? Aber eigentlich macht ihr euch doch viel zu früh viel zu viele Gedanken, oder?! Wer weiß ob das wirklich alles so kommt. Einfach mal abwarten und das beste hoffen.


    Wie weit wäre denn der nächste Verein entfernt, der eine Mädchenmannschaft hat und in Frage käme?

    7 Mädchen in einer Jungsmannschaft??? Das ist wahrscheinlich wirklich eher die Ausnahme.


    Würde es ihr denn nicht ausreichen in der 2. Mannschaft zu spielen?

    Tja, da stellt sich die Frage. Dann müsste man ja auch jemanden haben, der die Mädchen trainiert. Und sie müssten mit den Jungs zusammen in einer Liga spielen.

    Nein, ich meinte in eine bereits vorhandene Mädchenmannschaft wechseln irgendwo in eurer Nähe.

    Ja, sie spielt nur in einer Jungsmannschaft.

    Ja, sie denkt dann darüber nach, ganz aufzuhören, weil ihr die Perspektive fehlt.

    Gibt es nicht die Möglichkeit einer Mädchenmannschaft in eurer Gegend?

    Bist du auch der Meinung, dass sie eine derjenigen sein wird, die "aussortiert" wird?

    Man muss sich dabei immer die Frage nach der Henne und dem Ei stellen.
    "Spielen sie besser, weil sie mit Jungs spielen oder spielen sie mit Jungs weil sie bessere Fußballerinnen sind?"

    Ich habe in der Vergangenheit immer wieder Eltern erlebt, die aufgrund der landläufigen Aussage, es sei besser für Mädchen möglichst lange bei den Jungs zu spielen, ihre Tochter in einer Jungenmannschaft haben wollten. Ich finde diese Aussage in dieser Pauschalität falsch. Meines Erachtens ist sie nur für überdurchschnittlich talentierte Mädchen richtig.

    Ich habe mir darüber mal Gedanken gemacht und glaube, dass sie mit Jungs spielen, weil sie bessere Fußballerinnen sind und nicht umgekehrt.


    Klar könnte man es so darstellen, dass meine Tochter gut Fußball spielt, weil sie erst mal 2 Jahre nur mit Jungs gespielt hat. Aber hätte es eine F-Juniorinnen-Mannschaft zu der Zeit gegeben, die auf gleichem Niveau trainiert, wäre sie wahrscheinlich genauso gut. Meist gibt es Mädchenmannschaften aber nun mal erst ab der E-Jugend bzw. oft sogar erst ab der D.