Beiträge von Fechter

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    Deshalb, es geht nicht darum, ob es in der Jugend Auf und Abstiege gibt in Deutschland, sondern ob die Jungs hungrig sind, ueber ihre Grenzen und aus ihrer Komfortzone raus wollen.


    Aber hier bei uns machen wir es noch angenehmer fuer unsere U19 Stars vom FSV Frankfurt, RW Essen, Wehen Wiesbaden, FC Heidenheim... Die muessen ins Zukunft auch nicht mehr zum "Poebel" fahren und sich mal in einer normalen Kabine umziehen oder mal auf einem Rasen spielen, der nicht aussieht wie ein Teppich.

    Da ist sicherlich einiges dran. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen meine Tochter ein Jahr zur sog. Eliteschule des Sports zu bringen (nicht Fußballerin, in anderer Sportart unterwegs). In die Schule gehen u.a. auch Nachwuchskicker eines Bundesligisten. Auffällig viele von diesen wurden in großvolumigen Suvs, nicht unbedingt Cayenne, aber in der Größenklasse zur Schule gebracht. Da habe ich mir auch oft gedacht, dass es möglicherweise für den Ehrgeiz und Antrieb nicht unbedingt hilfreich ist, wenn man schon in jungen Jahren so komfortabel lebt. Ein Bedürfnis nach sozialem Aufstieg kann es da ja gar nicht mehr geben. Kann man den Kids letztlich nicht vorwerfen. Sie sind da hineingeboren.

    Ich tue mich nach wie vor etwas schwer, während eines Spiels zu erkennen, welche taktischen Veränderungen notwendig sind.

    Geht mir immer noch so. Zumal Taktikanweisungen (ich spreche hier von Kleinfeld F bis D) häufig bei mir in die Hose gegangen sind. Hat unterschiedliche Gründe. Meistens sind die Kids nicht in der Lage, das richtig umzusetzen. Sie spielen immer am besten, wenn sie so spielen wie sie es gewohnt sind. Manchmal lag ich auch schlicht falsch. TrainerTalker: Habe nur die C Lizenz. Und da war das, was man an Taktik gelernt hat, doch recht begrenzt. Hatte eine 20 stündige Fobi für C / B Lizenz zu Angriffstaktiken, die dann aber auf Großfeld konzipiert waren. Insgesamt bin ich immer am besten gefahren, wenn ich Taktikerwägungen nicht in den Vordergrund gestellt habe.

    Habe auch schon mal nach Spielen mit dem gegnerischen Trainer gesprochen, wie er das gesehen hat oder welche Taktik die hatten. Da ist schon hin und wieder ein wertvoller Hinweis gekommen. Natürlich sind da nicht alle so offen. Die am wenigsten hilfreichen Tips kommen bei uns vom Spielfeldrand (Elternseite). Das muss man ausblenden.

    P.S.

    Für Großfeld ist die Seite Spielverlagerung.de wirklich inspirierend.

    Ist ein Thema, was wir hier schon öfters in unterschiedlichen Fäden hatten. Die Wahrheit, wenn es die überhaupt gibt, liegt m.E. in der Mitte. Grds. bin ich bei Malikinho. Und ich wundere mich immer wieder, was Trainer da so machen mit Kontaktbegrenzung, ständigem Zurufen für den Pass, am besten noch zu wem. Habe mir auch schon viel Kritik von außen anhören müssen, teils direkt geäußert, mehr aber hinter vorgehaltener Hand Getuschel, dass es nicht richtig sei, dass ich es zulasse, den Spielern XY die Freiheit zu geben, mit dem Ball nach vorne zu gehen und den Torabschluss zu suchen.


    Aber: Es geht schon auch ums Gewinnen. Ich finde das sollte nicht an erster Stelle stehen, aber es ist eben auch nicht irrelevant sondern elementarer Bestandteil eines Wettkampfsportes.

    Es gibt sicherlich auch Grenzen des Dribblings. Es kann ja nicht sein, dass jeweils immer nur ein Spieler in Ballbesitz so lange dribbelt, bis er irgendwann an einem oder mehreren Gegnern hängen bleibt. Zur fußballerischen Ausbildung gehört auch das Auge für den Mitspieler und die individuelle Entscheidung, dass in bestimmten Situationen der Pass eben mal die bessere Aktion ist. Und vor allem eben auch eine Risikoabschätzung, dass ich in der Verteidigungszone nicht dieselben Risiken eingehen, wie vielleicht vor dem Tor des Gegners.

    Und da bin ich dann tendenziell wieder bei Topepe. Die von ihm beschriebene Situation hatte ich als mein Sohn mit dem Fußball anfing. Er war mit den meisten anderen so mittelprächtig. Ein Spieler war am Ball überragend für sein Alter. Der Trainer hat das dann zugelassen, dass der praktisch das ganze Spiel allein macht. Und das kann es eben auch nicht sein. Der sicherlich begabte Junge spielt übrigens nicht mehr.

    Das ist grundsätzlich das Problem kleinerer Vereine, dass sie immer mal wieder gute Teams haben, die zwar aufsteigen, dann aber nächste Saison in der höheren Altersklasse wieder ganz unten spielen müssen und die Folgeteams der vorhergehenden Altersklasse, die dann in der höheren Liga spielen, können diese dann häufig nicht halten.

    Anderes Beispiel, zwei Mal nacheinander macht ein Kind den gleichen Fehler, der zum Gegentor führt. Da kannst du als Trainer:in reden, wie du willst. Das Kind ist frustriert und zeigt es. Es schreit, es tritt irgendwo gegen oder schießt den Ball weg.

    Wenn ein so junges Kind seine Emotionen bereits auf diese Weise äußert, finde ich das weder normal noch altersgerecht. Vielmehr finde ich, dass in der Sozialisation des Kindes bereits einiges schief gelaufen ist.

    Wenn ich das richtig verstehe, wurden lediglich die Sozialabgaben nachgefordert. Säumniszuschläge sind ja keine Strafe sondern fallen lediglich wegen der zu späten Zahlung automatisch an. Da ist der FCB schon sehr gut bei weggekommen.

    Hätte man das einem Würstchenbudenbesitzer nachgewiesen, wäre es wohl kaum ohne Strafverfahren abgegangen. Was ich dem Bericht auch nicht entnehmen konnte, ist, ob die den Trainern die nicht bezahlten Stunden wenigstens in Höhe des Mindestlohnes nachvergütet haben. Ist zu befürchten, dass das nicht erfolgte.

    Insgesamt finde ich das schon sehr widerlich alles, wie oben Millionen rumgeschoben und teils auch verplempert werden und wie unten Centbeträge eingespart werden sollen. Kein Wunder, dass die Nachwuchsförderung nicht die Ergebnisse bringt, die sie bringen könnte.

    Mal abgesehen davon, dass mich da auch keiner wollen würde, würde ich nie für einen Buli Verein oder ein Nachwuchs LZ tätig werden.

    Es fing als Papa an, der eigentlich von einer anderen Sportart kommend nicht mehr mit ansehen konnte, wie das Training des Sohnes in der F Jugend aussah. Dafür dann im schon leicht fortgeschrittenen Alter die C Lizenz gemacht und den Sohn rd. 4 Jahre von E bis D Jugend begleitet. Dabei zwei Vereinswechsel. War nicht immer einfach, aber eine wertvolle Zeit. Als er dann vor 3 Jahren in die C Jugend aufs Großfeld kam habe ich ihm gesagt, dass er jetzt alleine weiter machen muss, weil ich mir das nicht zutraue und weil es auch für die Entwicklung seiner Selbständigkeit besser ist, nicht mehr immer bei Papa zu sein.

    Um die erworbenen Erfahrungen weiter zu nutzen und einen Grund zu haben, pünktlich aus dem Büro zu gehen, dann wieder eine Kleinfeldmannschaft übernommen. Was echt Spaß macht, ist einfach eine Entwicklung bei den Jungs zu sehen. Und Spiele zu gewinnen macht auch Spaß. Tatsächlich haben wir (außer im allerersten Jahr mit dem Sohn) deutlich mehr Spiele gewonnen als verloren. Ist auch schön, draußen zu sein. Frische Luft und etwas Bewegung.

    Was es echt anstrengend macht, ist eigentlich das, was jenseits des eigentlichen Trainings erforderlich ist. Spieler zum nächsten Spiel zusammen bekommen, Whatsapp hier und Telefonat da und vor allem die Elternkritik. Bundestrainer halt, die am Spielfeldrand stehen und alles besser wissen, wie zu coachen ist, teilweise sogar rein rufen und meinen sie müssten Anweisungen an ihre Kinder geben. Da kannst Du auch Nachwuchsteams von Bundesligisten weghauen, die Eltern wissen es trotzdem noch besser. Hat es mir mittlerweile 2 mal verleidet.

    Letztlich ist es bei mir ein Ausgleich zum Berufsalltag und die sinnvolle Anwendung erworbenen Wissens. Auf eine Vergütung bin ich nicht angewiesen, nehme die paar Euro aber gerne als Aufmerksamkeit an. Für einen Studenten wäre es echt zu wenig, wenn der zum Lebensunterhalt auf einen Zuverdienst angewiesen ist. Dann wird er eher irgendwo jobben gehen.

    ...... Die Besten gehen eh ihren Weg aber wo bitte dürfen denn mittelmäßig talentierte Kinder einfach mittelmäßig gut Sport treiben? Dreht sich echt nur noch alles um Leistung? Bei Kindern, im Breitensportverein? Wir haben alle Jugendmannschaften in der Kreisklasse...

    Habe erhebliche Zweifel daran, dass die Besten ihren Weg finden. Da gehört nämlich ziemlich viel dazu. Das ist ja hier in verschiedenen Beiträgen auch schon oft Thema gewesen. Bis zum A-Jugend bzw. darüber hinaus gehen viele verloren. Aber war ja nicht das Thema dieses Beitrages.

    Mittelmäßig talentierte Kinder können m.E. in den dritten und vierten Mannschaften (bei einigen Vereinen gibt es ja sogar 8.,9. usw. Teams) einfach nur Breitensport treiben. Das habe ich schon öfters Kindern bzw. deren Eltern angeboten, dass sie in die dritte bzw. vierte Mannschaft wechseln können und da auch mehr Spielzeiten bekämen. Komischerweise wollte das bisher fast niemand.

    Wenn es natürlich nur ein Team pro Altersklasse gibt, dann ist es schon schwierig und ein Spagat, für die Talentierteren etwas zu bieten und für die Freizeitknödler auch.

    Am besten finde ich noch "Ball jonglieren"! Wenn unserem Trainer vor vielen Jahren nichts anderes einfiel, dann ließ er uns Ball jonglieren. ..............

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    Aber vermutlich wird man in 10 Jahren sich köstlich über das amüsieren, was wir heute für total richtig halten?

    In der Tat gibt es immer wieder neue Erkenntnisse, Meinungen und Strömungen, die das, was vor Jahren war, als nicht up to date erscheinen lassen. Das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man das, was heute für modern und richtig empfunden wird, mit Nachdruck vertritt.

    Bin mir aber ziemlich sicher, dass Jonglieren damals, heute und in Zukunft eine wichtige Fertigkeit im Fußball ist, die ganz viel positiven Einfluss auf den Umgang mit dem Ball hat. Vor allem bei der Annahme hoher Bälle aber auch beim Dribbling. Für den TW vielleicht etwas weniger wertvoll, für den Feldspieler aber allemal.

    Nach einigen Jahren Jugendtrainertätigkeit muss ich sagen, dass die Vereinswechselei in einigen Fällen Sinn machen mag. In den überwiegenden Fällen aber letztlich zu wenig bis nichts führt.

    Bei den Profis kommen ja ohnehin nur verschwindend geringe Prozentsätze an. Der % Satz mag bei den Damen etwas höher liegen. Dafür ist der Profibereich deutlich kleiner und geringer vergütet.

    Somit geht es doch in den meisten Fällen darum, den Sport einfach mit Spaß und ein wenig Erfolg auszuüben. Und dieser Spaß und Erfolg hängt stark davon ab, dass Mannschaften zusammenwachsen und auch über eine gewisse Zeit zusammen bleiben. Also eben gerade davon, nicht zu wechseln.

    Vielleicht bringt so ein Test eine gewisse Erkenntnis, wenn man Spieler hat, die eben wie der Sohn bereits im Leistungsbereich länger aktiv sind und ein vergleichbares fussballerisches Level haben.

    Aus Spaß kann man so was sicherlich mal machen. Einfach zur Abwechslung. Was das mir dann aber so sagen sollte, was ich nicht schon wüsste, ist mir auch nicht klar.

    Vor einiger Zeit habe ich eine 1 F (6+1 Kleinfeld) mit teils recht talentierten Spielern übernommen. Wir hatten dann in der ersten Saison wegen Corona nur 3 Spiele, die gegen ganz gute Mannschaften knapp verloren gingen. Dann fleißig trainiert und in der nächsten Hinrunde als E2 kein Spiel bei einem Unentschieden verloren. Wir spielten in der Rückrunde dann mit den Spitzenteams der Region. Das sind bei uns sog. Sonderstaffeln, zu denen man eigentlich extra anmelden muss. Auf- und Abstieg gibt es bei uns einschließlich E Junioren nicht. Ich wollte da nicht rein, entweder sind wir da vom Verein ohne mein Wissen angemeldet worden oder die Staffelleitung hat das einfach so bestimmt.

    Wir haben da ganz gut ausgesehen und gegen das Nachwuchsteam eines Bundesligisten gewonnen und gegen ein anderes nur knapp verloren. Am Ende in der oberen Tabellenhälfte gelandet. Viel besser ging es nicht. Dennoch kam von zuschauender Elternseite bei Spielen viel Kritik und Mitcoaching. Die Kinder kamen am Ende auch nicht mehr regelmäßig zum Training, offenbar meinten sie, sie gewinnen sowieso. Dann ging am Ende der Trend wieder etwas nach unten. Habe dann das Team zum Saisonende abgegeben.


    Im letzten Sommer dann eine D1 (7+1 Halbfeld) übernommen, die die ganzen letzten Jahre als D2 und vorher als E nicht besonders gut aussah. Ziel war dementsprechend Klassenerhalt. Hat sich dann aufgrund von Spielerzugängen aber sicher auch aufgrund von ordentlichem Training so ergeben, dass wir den Klassenerhalt jetzt bereits sicher haben. Also deutlich besser als zu erwarten war. Und dennoch wiederum, wenn auch leise hinter vorgehaltener Hand (aber es sickert halt durch) Kritik von anderen Trainern (die allerdings schlechtere Teams haben) und Eltern am Training und am Coaching und 2 Spieler meinen nun, sie seien zu besserem bestimmt und wollen gehen, weil sie sich woanders besser entwickeln könnten.


    Alles in allem habe ich, wie wohl die meisten Trainer, nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Jeder hat halt so die Dinge, auf die er schaut und die er vorrangig trainiert. Was ich aber echt nicht verstehe ist, warum die Kritik kommt bzw. kam, obwohl wir verglichen mit anderen Teams und unter Berücksichtigung dessen, was an Ergebnissen zu erwarten war, ziemlich bis sehr gut da stehen bzw. standen. Ich Frage mich sogar, ob es vielleicht sogar deswegen so ist, weil sie aufgrund der guten Ergebnisse plötzlich meinen, sie seinen zu noch höherem berufen.

    Noch mal zurück zu den "alten weißen Männern" Ich zähle mich dazu. Kann weder für mein Alter (Ende 50) noch für meine Hautfarbe


    Beim letzten Ligaspiel fragte mich ein Junge aus meinem Team, warum denn die Shiris immer "so" seien. Damit meinte er wohl auch alt und gut genährt. Ob er auch das "Weiß" meinte glaube ich eher nicht.

    Die Antwort kam spontan. Ja, weil eben keine anderen das machen wollen. Insofern muss man den alten weißen Männern tendenziell eher dankbar sein, als sie weg zu wünschen. Und mit der Alterspyramide in Deutschland wird das vermehrt so werden. Es sind tatsächlich die, die vieles hier im Lande noch aufrecht erhalten. ich würde mir auch mehr junge Leute als Trainer, Shiris, im Ehrenamt oder in den Ausbildungsberufen wünschen. Is nun mal aber nicht so, dass junge Farbige dort Schlange stehen.

    SamS Einstellung finde ich gut. Zeigt nämlich, dass man mit einiger Konsequenz einen Großteil der Probleme, die nerven, selbst beseitigen kann. Gebe zu, dass ich da selbst nicht so konsequent bin. Hatte einen sehr guten Spieler in der E, dessen Vater beim Spiel immer meinte, mitcoachen zu müssen. Habe ich angesprochen und mir verbeten. Hat aber nicht lange gehalten. Hätte ich den Jungen bei weiteren Coachingversuchen des Papas konsequent rausgenommen, hätte er es sicherlich gelassen oder sich ein anderes Team gesucht. So habe ich dann irgendwann aufgegeben und ein anderes Team übernommen.

    Derzeit mit einer D nerven mich nur ca. 3 Spieler, die nicht fokussiert mittrainieren und letztlich dann auch im Spiel nicht voll dabei sind. Da wäre sicherlich auch eine Lösung, die Jungs konsequent dann nicht spielen zu lassen. Da man die Liga halten will, aber etwas schwierig.

    Interessant, dass es bei Euch in der U11 Abseits gibt. Bei uns erst ab der C. Davon abgesehen bin ich auch ohne Abseits für Aufrücken, wenn keine Gegenspieler vorhanden ist, einfach um vorne nicht in Unterzahl zu sein. Wenn bestimmte Dinge einfach nicht umgesetzt werden, dann muss man m.E. auch mal klare Worte finden und sagen, dass es so dann eben nicht geht. Also erkennbar weniger Spielzeit oder gar nicht aufstellen. Allerdings würde ich auch mal prüfen, ob man dem nicht eine andere Position geben kann. Manchmal lösen sich da Probleme von selbst.