Weiß nicht, ob das hier rein passt, aber vielleicht schon. Habe im Sommer 2020 ein 1. F übernommen. Ein recht gutes Team. Wir hatten wegen Corona in der ersten Saison aber nur 3 Spiele, die gegen gute Gegner verloren gingen. Mein Training beschränkte sich auf Spielformen, allg. Bewegungsschulung mit und ohne Ball, sowie Grundtechniken ohne Kopfball und freies Spielen. Die % Anteile habe ich nicht genau ermittelt. Schätze freies Spielen auf knapp 30%, Spielformen ebenfalls 30% (derzeit evtl. etwas weniger), Technik und allg. Bewegungsschulung ca. je 15%.
Seit Beginn der neuen Saison im Sommer letzten Jahres haben wir nun als 2. E nur ein Punktspiel gegen den Nachwuchs eines Bundesligisten verloren. Und das auch nur denkbar knapp. War selbst überrascht, wie gut das lief bzw. läuft.
Die Jungs gehen einfach relativ aggressiv auf den Ballführenden Gegner, schalten schnell um dann mit max. 1 bis 2 Pässen bis zum Torschussversuch bzw. zum Ballverlust. Das habe ich denen nicht so vorgegeben. Das machen die einfach.
Wenn ich die anderen Teams sehe, sind die theoretisch in einigem besser. Die machen, was wir nicht machen. z.B. mal zurückspielen, den Torwart mit einbeziehen, mehrere Pässe auch mit Verlagerung auf die andere Seite oder kurze Ecken. Meine Jungs setzen dagegen Schnelligkeit und Biss.
Ich frage mich jetzt, ob ich die mehr oder minder nun zwingen soll, das auch zu machen oder ob ich es einfach so weiter laufen lasse. Ich denke, bzw. befürchte, dass wir, wenn ich Zurückspielen, Spielverlagerung etc. einfordere das sicherlich auch kommen wird. Vermutlich wird aber die Mannschaftsleistung bzw. werden die Ergebnisse damit eher schlechter werden. Unter dem Aspekt der Empfehlung, Mannschaftstaktik zurückzustellen und Technik bzw. Individualtaktik zu schulen, könnte ich es ja eigentlich wie bisher weiter machen? Was denkt Ihr?