Beiträge von Chris

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    Stört es ihn denn, wenn er zuschauen muss? oder hat das auch keinen Effekt?

    Hast du mit ihm schon mal gesprochen? Was sagt er denn dazu?

    Gab es ein Gespräch mit den Eltern? Wenn nicht, wieso?

    Das Alter wäre noch hilfreich?

    Allgemein kommt es auch darauf an, ob der Diebstahl schon bemerkt wurde, von wem wurde gestohlen? Innerhalb des Vereins? Von anderen? Wollen die, von denen gestohlen wurde, was unternehmen oder Namen haben?

    Wenn all das kein Problem darstellen würde, würde ich auch sagen, dass die Namen nicht unbedingt eine Rolle spielen müssen.

    Intern dann für eine schöne, deftige, aber auch sinnvolle Strafe sorgen. Sporthallenputz, Kabinengrundreinigung mehrere Male oder lass dir von den Jungs eine vernünftige Strafe vorschlagen, manchmal kommen da gute Sachen bei rum (manchmal allerdings nur das kleinstmögliche Übel).

    So hab ich das auch immer gehalten, entweder von unten ausleihen oder im Extremfall auch mal mit 10 (habe bisher nur 11er-Mannschaften trainiert) antreten, denn auch ich habe nicht vor, mir den Arsch aufzureißen wenn die Jungs nicht mitziehen. Das mit den 10 Leuten spielen wirkt Wunder:

    a) gewinnst du trotzdem, ist das "Scheiße"-Gefühl bei denen, die nicht dabei waren, um so größer

    b) verlierst du, sind die, die gespielt haben dermaßen sauer auf die anderen, dass sie sich gegenseitig selbst disziplinieren.

    Klappt weder der a) noch der b) Effekt, würde ich sagen, dass die Mannschaft ohne Neuzugänge eh keine Zukunft hat.

    SuperTrainer: Weil siebener etwas lächelnd meinte, dass du dann viel Statistik hast - du machst das dann doch auch aus dem Kopf heraus, ohne Listen, abgesehen von der allgemeinen Trainingsbeteiligung? Oder führst du auch Listen wer in welcher Woche AG/Bolzplatzsichung hatte? Ich denke eher, dass das dann alles in deinem Kopf stattfindet, oder?

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 14.01.2008 11:32
    Da du vom leistungorientiertem Spiel sprichtst, stimme ich dir in allen Punkten zu.

    Möglicher Weise, werden jetzt einige aufheulen, aber je höher gespielt wird, umso härter ist das Geschäft.
    Wichtig ist nur das man es den Spielern/Spielerinnen von Beginn an deutlich sagt, damit nachher niemand unberechtigt enttäuscht ist. So hatte wir z.B. Spielerinnen die wollten bei einem Wechsel zu uns eine Spielgarantie. Antwort: Niemand bekommt eine Spielgarantie. Wer glaubt das er sich sonst nicht durchsetzten wird, sollte es bei einem schwächeren Verein versuchen.
    Ich kenne Trainer, die machen bei Wechselinteressenten Versprechungen bis zum abwincken, ohne auch im entfentesten daran zu denken, diese einzuhalten. Wie denn auch bei einem Kader von 30 Spielern/Spielerinnen.
    Schade nur, wenn man einen Spieler/Spielerin an einen solchen Verein verliert. Aber manchmal müsse Menschen ihrer eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.

    Wichtig deshalb ist ein optimaler Kader, der recht ausgeglichen besetzt ist.

    Ansonsten würde ich in fast allen Situationen genauso handeln.




    Ich stelle erneut fest, dass wir doch sehr ähnlich agieren. Ich würde im Traum nicht darauf kommen, jemanden einen Stammplatz zu versprechen, selbst wenn ich überzeugt davon bin, dass er ihn erhalten wird. Das höchste der Gefühle ist, dass ich sage: "Wenn du kommst, vernünftig trainierst und spielst, kannst du absolut davon ausgehen, dass du spielen wirst, aber Versprechungen gibt es nicht weil das auch unfair den anderen gegenüber wäre." Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass jemand abgelehnt hat, außer eben schwächere Spieler, das war dann aber auch für beide Seiten ok, da beide mit offenen Karten gespielt haben.

    ballungeheuer: Unten und im jungen Bereich seh ich das genau so wie du. Die Frage ist aber, wie ist es, wenn die Spieler/innen älter werden und/oder in höheren Klassen spielen?

    Interessant, denn der erste Absatz könnte absolut so von mir sein, gerade das mit den nicht ganz so hohen Ergebnissen gegen die schwächeren Mannschaften. Ironischerweise wundere ich mich aber immer am meisten, dass wir dann doch gegen die anderen gewinnen, obwohl die viel höhere Ergebnisse als wir erzielt haben… Wir trainieren glaube ich sogar im Moment den gleichen Jahrgang (92), oder?

    Die Vergleiche enden da allerdings, da ich eher selten Spieler für die 1. Mannschaft abstelle (hat sich bisher einfach nicht ergeben, obwohl ich gern bereit dazu bin) und noch seltener auf Spieler von oben zurückgreife, da diese bei uns a) selten nur eine Verstärkung wären und b) ich genug eigene Spieler habe. Im Prinzip aber wäre so ein Weg wie bei euch, Verzahnung der beiden Mannschaften, natürlich das Optimum, da wäre mir auch egal, was andere sagen! Ich darf in Spielberichten anderer Mannschaften bei Turnieren im Moment auch dauernd lesen, dass sie gegen unsere B1 gespielt hätten obwohl eigentlich nie ein einziger 91er dabei war :D

    Und doch, ich glaube dir, was man sich da im Gästebuch anhören darf, denn ich hab mal in eures reingeschaut nachdem du einen Thread über Beleidigungen im Internet geschrieben hattest, und ich geh davon aus, dass ihr die schlimmeren Sachen schon gelöscht hattet?

    Dem Satz mit dem Neid und der Missgunst kann ich ebenfalls nur zustimmen.

    Allerdings schweife ich ein wenig ab – du also machst es im Prinzip so wie ich, aber wie machen es die anderen?

    @bceffern: Klar, prinzipiell brauch jeder Spieler eine andere Behandlung was Druck angeht, das kann man in Einzelgesprächen steuern, aber wie ist es zum Beispiel mit einer Mannschaftsansprache: Wie ist es zum Beispiel gegen schwache Gegner, da habe ich in der Vergangenheit zum Beispiel Druck aufgebaut indem ich gesagt habe, dass ich mir gerade da angucke, wieviel jeder bereit ist zu investieren usw., soll heißen, mich interessiert eher, wieviel Druck ihr aufbaut/aufbauen würdet in Sachen, die an die ganze Mannschaft gerichtet sind.

    koeppchen: Gute Idee mit 1. und 2. Mannschaft, wir sind aber die 2. Mannschaft :) Welche Auswirkungen das hat weiß ich nicht genau, mich hat mein Kapitän mal angesprochen, hat das aber sowohl auf sich als auch allgemein bezogen, etwa in dem Stil: "Ich empfinde das so, ein paar andere weiß ich es auch (ca. 3-4) aber von anderen kann er das jetzt nicht sagen, er habe nicht mit ihnen gesprochen" - ein längeres Gespräch mit ihm steht noch aus. Nicht falsch verstehen: Es ist nicht so, dass wir ein großes Problem haben, es läuft sehr gut und es ist sehr ruhig, aber ich bin natürlich daran interessiert, herauszufinden, ob dort ein Bereich ist, den ich besser oder anders handhaben kann.

    Außerdem bleibt für mich da immer noch die Grundsatzfrage: Muss in unserem Hobby (was es für 99 % bei aller Leistungsorientierung ja auch bleiben wird) wirklich Druck sein? Und wenn ja - wann und wieviel davon?

    Prinzipiell kann ich dazu eher nichts sagen, da mädchenspezifisch, aber bei deiner Beschreibung wäre generell noch sehr hilfreich, wenn du ein Alter angeben würdest und noch mal genauer erläuern würdest, in welcher Jugendaltersklasse (B-Jugend?) du jetzt in welcher Leistungsstufe und mit welchem Teamverhältnis (Wie viele Jungs? Mädchen gemischt? Jungenspielklasse? Wie alt sind wie viele Spieler/innen) du unterwegs bist.

    Da ich zurzeit flach liege habe ich viel Zeit und wollte daher ein paar Diskussionen anregen zu Themen, die mich schon eine Weile beschäftigen. Die meisten meiner Fragen beziehen sich eher auf die Grundvoraussetzung, dass man eine schon etwas ältere Mannschaft hat (so ab C-Jugend) und eindeutig leistungsorientiert spielt, aber natürlich würde mich jede Meinund und jeder Vergleich hierzu interessieren!

    Hier möchte ich über die Einsatzzeit schwächerer Spieler bei wichtigen Punktspielen reden. Vergleiche mit F- und E-Jugenden sind hier eigentlich nicht wirklich relevant, ebenso wenig geht es mir darum, wenn Spiele schon gewonnen oder verloren sind, es geht ausnahmslos um Spiele, die noch nicht entschieden sind. Wie geht ihr da mit ein- und auswechseln und Spielzeiten um? Besonders dann, wenn ihr in einer hohen Spielklasse spielt/spielen würdet?

    Ich habe zum Beispiel bisher noch nie einen Spieler mitgenommen und ihn dann gar nicht spielen lassen, allerdings habe ich schon 5 oder 10 Minuteneinsätze gebracht, was auch nicht viel besser ist. Mir passt das mit dem gar nicht spielen lassen eigentlich überhaupt nicht, da es in meinen Augen einfach scheiße ist, wenn man sich umzieht, warmmacht, Zeit investiert, vielleicht noch hundert oder zweihundert Kilometer zu einem Auswärtsspiel fährt und dann keine Sekunde spielt! Wie seht ihr das? Kann man das aber überhaupt so durchhalten, je höher die Spielklasse und auch das Alter wird?

    Ich fahre da einen nicht ganz konsequenten Weg: Ich stelle bei nicht entschiedenen Punktspielen immer die beste Mannschaft und lasse diese auch möglichst lange spielen, wechsele nur dann, wenn es mir im Hinblick auf den Sieg richtig erscheint, oder wenn ich das Gefühl habe, dass der etwas wackelige Ersatzspieler X es im MOment auch nicht schlechter machen könnte als der gerade spielende Y. Aber selbst wenn es kurz vor Schluss noch unentschieden steht, werfe ich zumindest für 5 oder 10 Minuten den/die bisher nicht eingewechselten Spieler in die Partie.

    Ich wechsele generell nicht so gerne, denn meine Erfahrung ist sehr stark, dass gerade auf hohem Niveau, viele Wechsel dir den Spielfluss doch sehr zerstören können. Besonders in der Abwehr wechsele ich ungerne, denn wenn diese gut steht, warum sollte ich dann einen Wechsel vornehmen, der dies ändern könnte? So kommt dann z.B. der zusätzlich mitgenommene Abwehrspieler erst 5 oder 10 Minuten vor Schluss, aber dann eher ins Mittelfeld oder bei eigener Eintoreführung sogar in den Sturm (kann er nix kaputtmachen da). Ich nehme daher auch meist nur drei anstatt der bei uns erlaubten vier Auswechselspieler mit.

    Wie macht ihr das und wie seht ihr das? Hier interessieren mich natürlich alle Spielklassen und Erfahrungen, egal welches Alter und welche Liga, aber mich würde auch bei Trainern von jüngeren Mannschaften interessieren, wie sie es vielleicht anders handhaben würden, wenn sie ältere Teams oder welche in höheren Spielklassen trainieren würden?

    Da ich zurzeit flach liege habe ich viel Zeit und wollte daher ein paar Diskussionen anregen zu Themen, die mich schon eine Weile beschäftigen. Die meisten meiner Fragen beziehen sich eher auf die Grundvoraussetzung, dass man eine schon etwas ältere Mannschaft hat (so ab C-Jugend) und eindeutig leistungsorientiert spielt, aber natürlich würde mich jede Meinund und jeder Vergleich hierzu interessieren!

    Welche Rolle spielt bei euch die Trainingsbeteiligung dabei, wie oft/lange/ob jemand spielt?

    Bei mir ist es so, dass ich sehr genau die Trainingsteilnahme protokolliere, allerdings nicht nach dem Motto verfahre, es spielen einfach die besten 11 bei der Trainingsteilnahme in der Startelf, die nächsten 4 auf der Bank und die schlechtesten gar nicht.

    Ich gehe dabei über mehrere Stufen:

    Es gibt eine gewisse Mindestgrenze der Teilnahme, wer darunter fällt, spielt auf keinen Fall.

    Wer diese Voraussetzung erfüllt, ist erst mal dabei. Dann schaue ich nach der bisher in dieser Saison und im Training erbrachten Leistung und stelle rein nach der Leistung auf.

    Dann vergleiche ich zwei Konkurrenten um eine Position in der Aufstellung und schaue, wie weit sie in der Trainingsbeteiligung auseinander liegen. Sind sie dicht beinander, entscheide ich mich für die Leistung. Liegen sie weit auseinander, spielt derjenige mit der besseren Trainingsteilnahme.

    Wie macht ihr das?

    Da ich zurzeit flach liege habe ich viel Zeit und wollte daher ein paar Diskussionen anregen zu Themen, die mich schon eine Weile beschäftigen. Die meisten meiner Fragen beziehen sich eher auf die Grundvoraussetzung, dass man eine schon etwas ältere Mannschaft hat (so ab C-Jugend) und eindeutig leistungsorientiert spielt, aber natürlich würde mich jede Meinund und jeder Vergleich hierzu interessieren!

    Mich würde interessieren, ob ihr wann immer möglich die beste Elf stellt. Ich kenne es bei Trainern, dass sie, wann immer verfügbar (wenn z.B. keine Verletzungen oder mangelnde Trainingsteilnahme/Benehmen im Weg stehen), mit den besten Spielern auflaufen. Jedes Punktspiel, Freundschaftsspiel jedes Turnier wird mit den besten Spielern gespielt und angefangen. Ich sage nicht, dass das prinzipiell verkehrt ist, sondern will nur beschreiben, worum es mir geht.

    Ich verfahre da etwas anders: Je nach erwarteter Gegnerstärke oder Stärke des Turniers setze ich den Kader so zusammen, dass er möglichst fair in Hinblick auf bisher erbrachte Leistung und Trainingsteilnahme ist, ich fange auch schon mal mit dem schwächeren Linksverteidiger an, und stelle ansonsten die beste Elf, um zu sehen, wie er sich in dem Umfeld bewegt. Früher habe ich oft auch fünf schwächere Spieler gebracht, um ihnen "ihre Chance" zu geben, aber wenn man ehrlich ist muss man erkennen, dass das keine echten Chancen sind, denn dann hat der "Konkurrent" um eine Position damit zu leben, dass er in einem deutlich schwächeren Team steht als z.B. der andere Linksverteidiger, was seine eigenen Chancen natürlich drastisch schmälert.

    Halbe Mannschaften wechsele ich nur, wenn ich z.B. ein Testspiel mache und es mir nicht primär darum geht, den einen oder anderen Spieler ernsthaft als Konkurrent zu testen, sondern nur um Spielpraxis für die zurzeit schwächeren Spieler. Das einzige was mich daran ganz ehrlich stört (und ich weiß, dass das eigentlich nicht so toll ist), ist, wenn man dann gg eine unterklassige Mannschaft verliert, weil man eben nicht mit den stärksten Spielern gespielt hat, und diese es dann voller Stolz (z.B. auf ihrer Website) hinausposaunt, "wir haben XY geschlagen". Das ist etwas, womit Trainer, die stets die beste Elf stellen, nicht leben müssen. Bei einem Hallenturnier, das nicht so gut besetzt ist, nehme ich auch von vornherein schon Mal einige der Schwächeren mit und lasse zum Beispiel meine beiden besten Torschützen zu Hause. Machen andere das auch?

    Wie geht ihr generell mit diesem Thema um?

    Da ich zurzeit flach liege habe ich viel Zeit und wollte daher ein paar Diskussionen anregen zu Themen, die mich schon eine Weile beschäftigen. Die meisten meiner Fragen beziehen sich eher auf die Grundvoraussetzung, dass man eine schon etwas ältere Mannschaft hat (so ab C-Jugend) und eindeutig leistungsorientiert spielt, aber natürlich würde mich jede Meinund und jeder Vergleich hierzu interessieren!

    Ich möchte über Druck reden. Obwohl ich zum Beispiel recht viel versuche (meiner Meinung nach) den Druck auf meine Spieler gering zu halten, übe ich dennoch Druck auf sie aus, und zwar mehr, als ich eigentlich will. Das ist mir kürzlich durch ein paar Gespräche wieder bewusst geworden, wir haben zwar eine Menge Spaß miteinander und vom 19er Kader fühlen sich 17 bis 18 sehr wohl, aber es gibt auch Druck, ganz klar.

    Nun ist die Frage: Inwiefern muss dieser Druck eigentlich sein? Geht es auch ohne? Kann man ihn irgendwie verringern? Ich habe bewusst einen 19er-Kader, das heißt, dass bei Pflichtspielen vier Leute nicht spielen können, wenn alle fit sind. Nun relativiert sich das natürlich beim älteren Jugenden, weil es dort öfter auch mal Verletzungen gibt, aber im Prinzip gibt es vor jedem Pflichtspiel die Kadernominierung, wo man schon sehen kann, wie die einzelnen Köpfe enttäuscht sinken, wenn man nicht nominiert wurde.

    Eigentlich eine Situation, die ich absolut hasse, denn meistens hat die ganze Mannschaft so gut trainiert und gearbeitet, dass jeder verdient hätte zu spielen. Das ist aber der Punkt, wo ich mir und auch euch wieder die Frage stelle - ist es nicht gerade aufgrund des Drucks so, DASS sie so mitziehen und gut trainiert haben? Ich bin eigentlich fest der Auffassung, dass das Trainingsniveau sinken würde, wenn ich nur 15 Leute hätte und jeder automatisch einen Kaderplatz fürs nächste Spiel garantiert hätte.

    Wir hatten so eine Diskussion so ähnlich ja schon Mal, da ging es um Tabellen für F-Jugenden. Da wurde darauf hingewiesen, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben. Das ist schon richtig, ich sehe das aber so: Leistungsgesellschaft erzeut per Definition sowieso Druck, also schafft der Mensch sich Freiräume, um sich von demselben zu erholen, durch seine Hobbys. Hobbys sind doch primär als Erholung vom Alltagsstress gedacht - daher kann ich der Argumentation nicht so ganz folgen, dass wir ja eine Leistugnsgesellschaft hätten, und das daher im Fußball auch ok wäre. Auch für uns (sehr leistungsorientierte Mannschaft) ist Fußball ein Hobby und wird es für wohl (fast?) alle auch bleiben. Ist es also wirklich notwendig, den Druck der Leistungsgesellschaft noch mit ins Hobby zu nehmen, wo man eigentlich Entspannung finden will?

    Zusammenfassend? Wie viel Druck ist warum nötig und wie kann man Druck möglichst von seinen Jungs nehmen?

    Ich hab für unseren Verein eine sehr simple Homepage erstellt. Nachdem ich vorher mal so geguckt habe, was eigentlich in den Gästebüchern drin steht (zu 90 % Beleidigungen oder Werbung), hab ich beschlossen, dass wir keines brauchen.

    Es ist genau so, wie es BC Efferen sagt, und wie es in Foren so oft passiert: Diskutieren ist mehr, als nur Meinungen austauschen und auf seinen zu Beharren. Da das aber viele Leute nicht wirklich können, kommt es gerade in Foren (Hemmschwelle, da (scheinbare) Anonymität) oft zu ausufernden Streiten/Beleidigungen. Dass dies hier so gut wie noch gar nicht passiert ist, ist ein Beweis für die hohe Qualität dieses Forums und ein Grund, warum ich es so schätze.

    Ich will aber noch ein paar inhaltliche Punkte loswerden, da ich insgesamt eher zu Koeppchens Meinung tendiere, auch wenn einige Andere natürlich auch gute Punkte haben. Meine Meinung:

    - Natürlich verändern sich durch das Abschaffen der Tabellen nicht wirklich sofort alle kranken Eltern und Trainer. Das ist aber ein schleichender Prozess, so dass Punkte und Tabellen immer unwichtiger werden im Laufe der Jahre. Natürlich niemals bis zu dem Punkt, dass es keine kranken Eltern/Trainer mehr gibt, aber doch deutlich weniger als heute. Ich bin jetzt elf Jahre dabei und stelle generell schon fest, dass die Zahl gegenüber früher abgenommen hat (subjektiv).

    - Ich bin absolut leistungsorientiert, ich bejahe die Leistungsgesellschaft, aber ich verstehe nicht, warum wir unsere 5- bis 11-Jährigen diesem unzweifelhaft existierenden Leistungsdruck auch noch bei der Ausübung ihres Hobbys aussetzen müssen? Ich trainiere mittlerweile eine B-Jugend, die absolut leistungsorientiert spielt, und mache mir selbst bei diesen Jungs oft Gedanken, wie ich den Druck auf sie mindern kann (vielleicht dazu bei Gelegenheit mehr). Also ein klares "Nein" zu Tabellen, Meisterschaften und "F2 Hallenkreismeister-T-Shirt-Bedruckern" in G-, F- und sogar E-Jugenden.

    - Bis in dieses Alter würde ich Kinder einfach nur spielen lassen, natürlich auch mit Turnieren, und von mir aus auch bei der E-Jugend mit Tabellen, aber ohne den Gedanken des Gewinnens und leistungsorientierter Mannschaften hoch zu hängen.

    - Einschub: natürlich kriegen Kinder, die sich im Training voll reinhängen, mehr Spielzeiten usw.

    - Es wurde darauf hingewiesen, dass kleine Kinder manchmal selber nach Tabellen fragen. Daran sind aber auch "wir" schuld, ich spreche absolut ab, dass ein natürliches Interesse der Kinder an Tabellen besteht. Ein Kind wird darauf meiner Meinung nach konditioniert. Folgendes Szenario:
    Familienfeier:
    Stolze Mama: "Maxi ist jetzt auch im Fußballverein"
    Opa/Oma/Tante/Onkel: "Das ist ja toll, wo spielst du denn?"
    Maxi: "beim VfL Buxtehude"
    (nächste Frage sollte sein "macht das Training Spaß" oder "spielen da viele Freunde von dir" oder "das ist ja toll, was macht ihr so alles?", ist aber natürlich nie eine dieser Fragen sondern zu 99 % die folgende:)
    Verwandter: "Und? Wo seid ihr denn in der Tabelle?"
    Maxi "???"
    Nächstes Training:
    Maxi: "Traiiiiner, wievielter sind wir in der Tabelle?"

    - es wurde darauf hingewiesen, dass Tabellen abschaffen nicht die Wurzel des Problems sei, sondern, dass Eltern/Trainer zurechtgewiesen gehören. Da gebe ich prinzipiell recht, bin aber gespannt auf konkrete Vorschläge, wie das im Dorfverein gehen soll, der auf jeden Trainer und im Prinzip auch auf jedes Kind angewesen ist? Vorschläge? Da gefiel mir z.B. Koeppchens Argument recht gut, dass die Abchaffung der Tabellen Diskussionen einleitet, die sonst nicht zustande kämen. Insofern für mich ein klarer Grund, diese abzuschaffen.

    - Abschließend, und, ich würde mir wünschen, dass jeder Tabellenbefürworter, der mir antwortet, hierauf eingeht: Man erreicht vielleicht nur 20 % mit dieser Maßnahme, vielleicht auch nur 10 % - das stellt aber doch bereits eine Verbesserung dar. Und vor allem konnte mir wirklich noch niemand plausibel erläutern, wozu wir die Tabellen in diesem Alter BRAUCHEN. Was geht kaputt, wenn sie nicht mehr vorhanden sind? Daher: wenn ich mit so einer simplen Maßnahme eine Situation doch verbessern kann (wenn auch nicht zum Idealzustand hin), dann befürworte ich die Maßnahme.

    Ja, es ist ein zweischneidiges Schwert.

    Kollektives, diszipliniertes Auftreten wirkt eigentlich fast immer eindrucksvoll auf die Gegner.

    Mit diesem rhythmischen Klatschen dagegen scheint es so zu sein, dass es sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen Menschen gibt, die es Beeindruckend empfinden, und dann andere, die es schlichtweg lächerlich finden.

    Ich gehöre eher zu den letzteren, das einzige, was ich hier in der Diskussion ganz interessant und zum Nachdenken anregend fand, war die Ansicht, dass es schüchterene Spieler zwingt, aus sich herauszugehen... Muss halt jeder seine eigene Entscheidung dazu treffen.

    Ok, Danke, das war dafür ziemlich interessant. Ich gebe durchaus auch zu, dass ich von Mannschaften erwarte, dass sie vieles erst mal machen, WEIL ICH ES SAGE. Anders ist meines Erachtens geregeltes Training schwer möglich. Klar versuche ich vorher zu vermitteln, wir machen diese Übung um X oder Y zu lernen oder antworte auch, wenn jemand fragt "was soll das bringen" - nur wenn ich immer alles ausdiskutiere, komme ich ja am Ende zu nichts. Wie geht ihr damit um?

    Ich hab das schon gelesen. Genau deswegen frag ich dich ja, warum das deine Sicht ist? Anstatt mein Posting als redundant zu bezeichnen (was es nicht ist), wäre es schön gewesen, wenn du inhaltlich z.B. darauf eingegangen wärst, warum man für Mädchen ein offenes Ohr haben soll und für Jungen nicht, warum man diese nicht anschreit (und andere schon) etc.

    Interessante Frage, zu der ich inhaltlich recht wenig beitragen kann, da ich genau ein Mal für einen Tag bei einem Turnier Mädchen trainiert habe, und es gehasst habe wie die Pest (es war aber auch eine Schulauswahl, von der keine im Verein spielt und dementsprechend "ernst" haben sie das ganze auch genommen...).

    Ich provozier also bewusst mal lieber ein bisschen. Erst mal grundsätzlich: Der Feminismus versucht uns ja zu verkaufen, dass Frauen/Männer prinzipiell genau gleich sind, und nur die unterschiedlichen Erziehungsmuster zu unterschiedlichem Verhalten führen. Vorneweg, das kaufe ich überhaupt nicht ab - für mich gibt es da doch klar erkennbare Unterschiede und daher halte ich auch diese Diskussion für gerechtfertigt und interessant, da ich z.B. auch die Erkenntnis gemacht habe, dass Mädchen Sachen viel mehr ausdiskutieren wollen, das deckt sich also auch mit meinen (äußerst bescheidenen) Erfahrungen auf diesem Gebiet.


    Zitat:


    franzi89 schrieb am 29.12.2007 10:15
    Hallo!

    Ich habe selber in einer Mädchenmannschaft gespielt und trainiere auch eine. Es gibt natürlich Unterschiede zwischen Mädchen- und Jungenmannschaften.




    Zitat:


    Ich weiß nicht, ob Du vorher schon einmal eine Jungenmannschaft trainiert hast, aber ich kann Dir sagen, rede auf sachlicher Ebene mit ihnen, schreie sie nicht an.



    Aufgrund des Topics und der Satzstellung implizierst du ja, dass das für Jungenmannschaften NICHT gilt. Das ruft dann doch ein großes Wundern bei mir hervor - denn dieser Rat sollte generell für alle Jugendmannschaften gelten?

    Zitat:


    Achte darauf, dass es nicht zuviel und zu anstrengend wird, da sie irgendwann die Lust am Training verlieren. Du solltest nach anstrengenden Übungen auch Pausen einlegen, da die meisten Mädchen weniger Kondition als Jungs haben.



    Das kann ich so auch nicht akzeptieren. Das ist eher ein Unterschied zwischen Leistungs- und Freizeitniveau. Es gibt auch viele Jungenmannschaften, die nicht bereit sind, viel für ein entsprechendes Leistungsniveau zu tun, und umgekehrt sind Mädchen im Ausdauerbereich (den meinst du bestimmt mit Kondition) natürlich genau so trainierbar wie Jungen. Allgemein ist das Ausdauerniveau bei Mädchen bestimmt relativ gesehen niedriger als im Schnitt der Jungs, weil eben die Anzahl der leistungsarmen (wertfrei) Freizeitmannschaften viel höher ist.

    Zitat:


    Lange Rede kurzer Sinn: Achte ein wenig auf Disziplin, viel abwechslungsreiches Training und nicht mit den Übungen übertreiben. Und was ganz wichtig ist, habe immer ein offenes Ohr für ihre Probleme! (Es sind Mädchen!)



    Find ich auch gut im Zusammnehang mit diesem Thread. Disziplin, abwechslungsreiches Training und ein offenes Ohr für Probleme sind die Eigenarten für ein Mädchentraining (damit also NICHT für ein Jungentraining?)?

    Ich will dir keinen reinwürgen, aber mich würde zum Beispiel interessieren, ob/was für Unterschiede es wirklich gibt. Die genannten treffen für mich eher nicht zu, aber vielleicht haben diverse Mädchentrainer da andere Ansichten?